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E_1933_Zeitung_Nr.079

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fern, da sie einerseits

fern, da sie einerseits nur selten zum Ziel führen, anderseits aber leicht nur grössere Unordnung verursachen. Besonders verhängnisvoll können sich unsachgemäss selbst ausgeführte Abänderungen auswirken. Man braucht sich dazu nur die möglichen Folgen eines plötzlichen Versagens der Beleuchtung bei einer Nachtfahrt vorzustellen. Anlasser. Ungenügende Leistung: Ungenügende Batteriespannung, schlechter Anschluss, defekte Wicklungen. Vielleicht setzt der Motor dem Antrieb des Anlassers auch einen zu grossen Widerstand entgegen. Ein Versuch mit der Handkurbel verschafft darüber Aufschluss. Der Anlasser bewegt sich überhaupt nicht: Unterbruch einer Leitung, Kontaktstellung im Schalter. (Der Hauptschalter befindet sich oft im Anlasser eingebaut und wird dann nur durch einen Hilfjkontakt am Instrumentenbrett betätigt.) Der Anlasser greift nicht ein: Verschmutzte oder mit zu dickem Oel geschmierte Schraubenspindel, verbogene Welle, in Unordnung geratene Kontakte im Innern des Anlassers. Das Ritzel bleibt im Schwungrad-Zahnkranz hängen: Verschmutzte oder verbogene Spindel, gebrochene oder zu schwache Rückzugfeder, Gräte in der Verzahnung des Schwungrades. Unsicheres Anlaufen des Anlassers: Lose Kontakte, verschmutzter Kollektor, abgebrannte Kohlenbürsten. Ritzel und Zahnkranz verklemmen sich: Ungenauer oder zu nachgiebiger Einbau des Anlassers, abgenützte Schwungrad-Verzahnung, abgenutztes Ritzel, Verbiegung der Anlasserwelle. Der Anlasser läuft leer: Bruch der Mitnehmerfeder oder eines andern Mitnahme-Organes. Zündung. Die Zündanlage sorgt dafür, dass dasBen- Zin*Lu'ft-Gemisch in den Zylindern im richtigen Augenblick entflammt wird. Jeder Motorfahrer weiss, dass diese Entflammung durch einen elektrischen Funken geschieht, der an den Elektroden einer Zündkerze überspringt. Für das Zustandekommen eines genügend zündkräftigen Funkens ist eine elektrische Spannung von etwa 10,000 bis 15,000 Volt erforderlich. In der freien Atmosphäre würden allerdings schon bedeutend geringere Spannungen genügen, um eine Funkenentladung zwischen zwei 0,4 mm voneinander entfernten Elektroden, wie sie die Zündkerze aufweist, herbeizuführen. Durch die Kompression der Gase im Zylinder wird jedoch der Uebergangswiderstand zwischen den Elektroden erhöht und damit das notwendige Spannungsminimum um ungefähr das 2K fache heraufgesetzt. täMeßtAce ata Unsere Schweizer Batterie, die, gut gepflegt, niemals versagt! Verlangen Sie überall ausdrücklich Oerhkoner Batterien Die Teile eineT Batteriezündung, a Massenanschluss am Chassisrahmen, b Akkumulator, c Schalter, d Zündspule, e Unterbrecher des niedergespannten Stromes, f Hochspannungsstromverteiler, g Zündkerzen. Es versteht sich von selbst, dass die Spannung von 10,000—15,000 Volt nicht einfach etwa einer Batterie entnommen werden kann, weil diese dazu viel zu umfangreich sein müsste. Man kann sich jedoch unschwer behelfen, indem man einen Ausgangsstrom von niedriger Spannung auf höhere Spannung hinauftransformiert, genau gleich, wie es die Elektrizitätswerke mit der elektrischen Energie tun, die weit über Land geleitet werden soll. Die einfachste Form eines Transformators sieht wie folgt aus : Um einen Eisenkern herum sind zwei Drahtwicklungen gelegt, und zwar eine Wicklung aus relativ dickem Draht aber Venig Windungen und eine Wicklung aus ganz dünnem Draht aber mit sehr grosser Windungszahl. Lässt man nun stossweise durch die dicke Wicklung einen niedriggespannteti Strom pulsieren, so entsteht bei jedem Einsetzen und Aufhören eines Stromstosses in der dünnen Wicklung ein Strom von ungefähr soviel höherer Spannung, als dem Verhältnis der Windungszahlen der beiden Wicklungen entspricht. Man spricht bei diesen Vorgängen vom Prinzip der elektrischen «Induktion». Die aus wenig Windungen bestehende Wicklung heisst «Primärwicklung», die dünndrähtige Wicklung «Sekundärwicklung». Hat die Sekundärwicklung 10,000mal mehr Windungen als die Primärwicklung, so wird in ihr eine ungefähr lO.OOOmal höhere Spannung induziert als sie in die Primärwicklung hineingeschickt wurde. Bedingung für das Zustandekommen der Induktion ist, dass der Primärstrom die Primärwicklung stossweise passiert. Primitiv Hesse sich diese Bedingung erfüllen, indem man durch einen gewöhnlichen Schalter den Primärstrom abwechslungsweise ein- und ausschalten würde. Weil aber beim Motorbetrieb die Zündungs-Hochspannung immer in einem ganz bestimmten Moment auftreten soll, muss dieser Schalter mechanisch gesteuert werden. In Wirklichkeit wird ein Schalter angewandt, der über Zahnräder von der Kurbelwelle aus angetrieben wird und den man «Unterbrecher» nennt. Ideal ist damit aber die Anlage immer noch nicht. Wie jeder Schalter," würde der Unterbrecher bei jedem Oeffnen des Stromkreises an seinen Kontakten Funken auftreten lassen, die bald zum Verschmoren der Kontaktstellen und damit zu unsicherer Kontaktbildung führen und ausserdem die Schärfe der Stromschliessungen und -Unterbrechungen vermindern würde. Von der Schärfe der Unterbrechungen hängt aber die Induktionsintensität in starkem Masse ab. Der Ausweg liegt in der Verwendung eines Kondensators, der die elektrische Energie, die sonst an den Unterbrecherkontakten in Funkenform auftreten würde, gewissennassen in sich aufsaugt. Ein solcher Kondensator besteht im Prinzip aus zwei voneinander durch einen dünnen Isolator getrennten Metallflächen von bestimmter Grosse, von denen die eine vor dem Unterbrecher und die andere hinter dem Unterbrecher angeschlossen ist. In Wirklichkeit werden aus Raumgründen meist anstatt zweier grosser Flächen zahlreiche, zu einem Paket zusammengeschichtete kleine Flächen angewandt, die abwechslungsweise voneinander isoliert sind. Die Metallflächen bestehen aus Staniolblättern und die Isolatoren aus Glimmer, paraffiniertem Papier oder dergleichen. Ausser einer genügend hohen Spannung und der Gewähr, dass diese Spannung im richtigen Moment auftritt, bedarf es noch eines Organs, das bei einem mehrzylindrigen Motor für die richtige Verteilung der Zündspannung sorgt. Hierzu dient der «Verteiler», der am besten mit einer auf verschiedene Geleise einstellbaren Lokomotivdrehscheibe verglichen werden kann. Der Verteiler wird, wie der Unterbrecher, vom Motor zwangsläufig angetrieben und lässt die Zündspannung (die Lokomotive) immer nur gerade auf das Kabel (das Geleise) Masse Das Sehaltungsschema einer Batteriezündung .(links) und das einer Magnetzünd,ung (rechts). Die Primärspule P, die Sekundärspule S, der Unterbrecher U, der Kondensator G, sowie der Verteiler V sind beiden Systemen gemeinsam. B = Batterie, K = Zündungsschalter, F, Z = Zündkerzen, A =• Anker des Magnetapparates. wenn nicht erhältlich, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Wir übernehmen für unser Fabrikat ein »Jahr Garantie. Äccumulatoren- Fabrik Oerlikon Telephon: Zürich Nr. 68.420 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 79 &AAJ-\AM Das Vorbild auf der Straße Masse Der pflichtbewusste Autler ist dafür besorgt, dass er nicht blendet, dass seine Scheinwerfer uorschriftsgemäß eingestellt sind. Wir besorgen Ihnen das auch am Tage prompt und zuverlässig. 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N°79 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 übertreten, das zu einem zündbereiten Zylinder führt. Mit einer derart aufgebauten, von der Batterie mit Primärstrom versorgten Zündanlage könnte ein Motor bereits ohne weiteres betrieben werden. Nur in einer Beziehung würde er noch etwas zu wünschen übrig lassen: in der Veränderbarkeit seiner Tourenzahlen. Bei hohen Tourenzahlen käme der Kolben eines gerade arbeitenden Zylinders vielleicht schon in seinem unteren Totpunkt an, bevor die Gasladung vollständig verbrannt wäre; denn auch die Verbrennung dauert nicht unendlich kurze Zeit. Man kann dieses Nacheilen der Verbrennung aber leicht dadurch vermeiden, dass man die Entzündung der Gasladung bei raschlaufendem Motor entsprechend früher einleitet. Fachtechnisch gesprochen: Man gibt «Vor- Zündung >. Diese Vorzündung beträgt bei rtschlaufenden Motoren bis etwa 35 Grad, d. h- der Zündfunken springt an der Zünd- VersteJlmötHeh'keiten am Verteüerkopf. E = TJnterfcrecherkontakte, W = Mutter, nach deren Jiösen der ijündmement durch Verdrehen des Verteilerkopfes verändert werden kann. kerze bereits über, wenn sich der Kolben der oberen Totlage erst nähert und die Kurbelwelle mit der Senkrechten noch einen Winkel von 35 Grad einschliesst. Lieber den prinzipiellen Aufbau der Zündkerze brauchen wir nicht viele Worte zu verlieren. Jeder Automobilist weiss, dass sich die Spannungsentladung zwischen zwei Elektroden vollzieht, die von einander dureh einen Isolator aus keramischer Masse oder Qljmmer isoliert sind. Wünschenswert mögen jedoch noch einige nähere Angaben über die tatsächliche Ausführung der bisher erwähnten Organe und .Anordnungen sein, Der Transformator, von dem eingangs gesprochen wurde, wird in der Autotechnik als «Spule» bezeichnet. Der Primärdraht einer solchen Spule ist 0,7 bis 1,3 mm, der Sekundärdraht 0,08 bis 0,1 mm dick. Durch Paraffin oder andere Isolierstoffe sind die Wicklungen möglichst gut isoliert. Der Eisenkern besteht aus einem Paket voneinander isolierter Weicheisenbleche. Um zu verhindern, dass bei stillste- q •)•••. hendem Motor dauernd ein zu starker Strom aus der Batterie durch die Primärwicklung fliesst, damit die Batterie rasch entladen und die Spule übermässig erhitzen könnte, ist der Primärwicklung meist noch ein kleiner Widerstand in der Form einer Eisendrahtspirale vorgeschaltet. An Anschlüssen sind an der «Spule» meist drei vorhanden, zwei Anschlüsse für den Batteriestrom und ein Anschluss für den Hochspannungs- Zündstrom. Der zweite Pol des Hochspannungs-Stromkreises wird durch die Metallmasse der Spule gebildet. Der Unterbrecher ist fast immer unabhängig von der Spule angeordnet, jedoch mit dem Verteiler- zusammengebaut. Das Aggregat Unterbrecher-Verteiler wird kurz «Verteilerkopf» benannt. Es enthält, unten eingekapselt, vielfach noch einen Mechanismus, der mit Fliehgewichten automatisch bei hoher Motortourenzahl die Arbeitsweise des Unterbrechers etwas verfrüht und damit die Vorzündung herbeiführt. Wo dieser Mechanismus fehlt, lässt sich zur Einstellung des richtigen Ziindmomentes der ganze Verteilerkopf in seiner Fassung verdrehen. IBBSSSOBBSm Linis: Aufbau-Schema eines Magnetapparates. •ß « Anberzatvvao Rechts: Schnitt durch einen Magnetapparat mit auf rotierendem Anker aufgewickelter Spule. 1 = UnterbTechergehäusedeekel,, 2 = Stromabnehmer vom Schleifring 3, 4 = Unterbrecher, 5 = Verteiler, 6 = Kondensator. Die Kontaktschrauben des Unterbrechers bestehen aus Platin-Iridium, Platin-Osmium, Wolfram- oder anderen harten, schwer schmelzbaren Legierungen. Sie sollen, wenn geöffnet, einen Abstand von 0,4 mm voneinander aufweisen. Der Kondensator ist meist irgendwo in nächster Nähe des Unterbrechers angeordnet und hat ungefähr die Form und Grosse eines mittelgrossen rechteckigen Radiergummis. Der Verteiler arbeitet mit einem rotierenden Arm, der die Hochspannung an die meist im Deckel des Verteilerkopfes eingelassenen Kontaktsegmente entweder mit einer Kohlenbürste oder in Funkenform abgibt. Der Antrieb des ganzen Aggregates geschieht meist von der Nockenwelle aus durch Schraubenzahnräder. Wechselstrom- Die Magnetzündunz. Genau gleich wie die Batteriezündung weist auch die Magnetzündung eine Primärund eine Sekundärwicklung, einen Unterbrecher mit Kondensator und einen Verteiler auf. Anstatt dass als ursprüngliche Energiequelle aber die Batterie herangezogen wird, wirkt hier als solche der permanente Magnetismus starker Wolfram-, Chrom- oder Kobaltstahl-Magnete. Bei der früher fast ausschliesslich angewandten Magnetapparate-Bauart waren die beiden Wicklungen zusammen auf einen «Anker» aufgespult, der sich zwischen den Schenkeln starker Hufeisenmagnete drehte. Heute werden jedoch vielfach, meist nach dem Vorbild des Scintilla-Magneten, auch Apparate mit feststehender Spule und beweglichem Magnetsystem gebaut. In beiden Fällen kommt die Induktion eines Hochspannungsstromes dadurch zustande, dass ein von den Stahlmagneten erzeugtes «magnetisches Kraftlinienfeld» zuerst durch die Primärwicklung verstärkt (genauer: verschleppt) und dann durch das Oeffnen des Unterbrechers plötzlich zum Verschwinden gebracht wird. Der Unterbrecher sitzt bei den Apparaten mit rotierender Spule auf dem Ende der Ankerachse. Die von der Spule abgenommene Hochspannung wird durch einen Schleifring und eine Kohlenbürste auf den rotierenden, Ein Magnetapparat mit umlaufendem Magneten und stehender Spule, teilweise aufgeschnitten. Gleichrichter SCHEIBENWISCHER VON 2«.-BIS 29-FRS. sollen steh elektrisch betätigt sein, nur diese Systeme garantieren ein sicheres Funktionieren bei Regen und Schnee. Die SCINTILLA-Scheibenwischer sind mit einem starken Antriebsmotor zur Betätigung von 2 Wischern ausgerüstet. Sie zeichnen sich besonders durch ihre gedrängt« Form, geringes Gewicht und solide Ausführung aus. Sie sind erhältlich mit und ohne eingebautem Schalter, mit kurzem und langem Wischer, mit 1 oder 2 Schrauben Befestigung, für 6 und 12 Volt. SCI.NTIfcLÄ AUTO LICHT SPEZIALISTEN CHUR: J.BarfllSS Masanantr-Suaihnlt GLARUS: Mic.Rif/fel Etel