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E_1933_Zeitung_Nr.079

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16 ÄÜTÖMDBIL-ienVUE

16 ÄÜTÖMDBIL-ienVUE 1933 — N» 79 Auto-Electric-Sevviee Prompte, sorgfältige und preiswerte Ausführung sämtlicher Reparaturen an Dynamos, Anlassern, Magnetos etc. aller Fab r I kate I Akkumulatoren-Reparatur-Werkstätten — Eigene Wicklerei Bern C. SCHAEFER Zürich 2 Belpstrasse 24 Gutenbergstr. 10 Telephon 28.701 Telephon 31.223 FÜR BERN u. KANTON nur bei L. Höfen, Aitenbergstr. 40-44 Telephon 21.497 Reparatur u. Einbau von elektr. Kraftwagen-Zubehör Filiale: THUN, Kybürgstrasse 10-12 Anlassen ein genügend kräftiger Funken zur Verfügung steht und dass nicht schon im Verteiler eine solche Vorschaltfunkenstrecke vorhanden ist Ein bequemes Kriterium für die Beurteilung der Arbeitsbedingungen einer Zündkerze liefert die Färbung des Isolatoren. Bei richtig eingestelltem Vergaser und richtigem Wärmewert der Kerze soll der Isolator einen rostbraunen Belag aufweisen. Ist der Isolator schwarz, so kann man auf zu brennstoffreiche Vergasereinstellung oder zu grosse Wärmeableitfähigkeit der Kerze schliessen. Zeigt er dagegen einen graud. h. Batterien, die von Fach* leuten als verbraucht und demnach wertlos erklärt wurden? Dann schicken Sie dieselben uns oder einem unserer Depositäre./ wir werden sie — falls keine mechanischen Fehler vor* handen sind — vermittelst «Acculight» regenerieren. Sie riskieren dabei nichts. Hufschmid *3D Hofacher, g Bern M arten s t r a s s e Nr. 36 • Telephon Nr. 20.030 durch Zahnräder von der Ankerwelle angetriebenen Verteilerarm und von diesem auf die einzelnen Kontaktsegmente übertragen. Der Kondensator ist meist auf dem Anker befestigt. Bei den Scintilla-Magneten mit feststehender Spule und rotierendem Magneten ruht dagegen auch der Unterbrecher. Seine Betätigung geschieht, wie bei der Batteriezündung, durch eine rotierende Nockenscheibe, während sonst umgekehrt der rotierende Unterbrecherhammer an den Innennocken eines stillstehenden Nockenringes entlangschleift. Bei der neuesten Magnetapparate-Bauart, wie sie Scintilla als hochwertigen Ersatz für Batteriezündanlagen unter der Bezeichnung «Vertex» geschaffen hat, wird ausser dem rotierenden Stahlmagneten und dem stehenden Unterbrecher auch noch ein direkt angetriebener Verteiler angewandt. Der Hauptvorteil dieses System: Hegt in der ansserordentlichen konstruktiven Einfachheit, die auch ein Höchstmass an Zuverlässigkeit erwarten lässt Die häufigsten Zündnngsstörnngen. Weitaus am häufigsten sind an den auftretenden Störungen noch die Zündkerzen beteiligt Unrühmlich wohlbekannt ist das Verölen der Kerzen nach längerer Betgabfahrt. Schlägt sich an den Zündkerzenelektroden Oel nieder, so wirkt es als Isolator und erschwert den Funkenübergang. Auch kondensiertes Benzin auf den Elektroden, wie es beim Anlassen des Motors durch übermässiges Anreichern des Gasgemisches auftritt, wirkt derart Kommt es bei verölten oder brennstoffnassen Elektroden trotzdem zum Funkenübergang, so bildet sich häufig eine Russbrücke, über die dann der Spannungsausgleich ohne Funkenbildung vor sich geht: Die Kerze ist kurz geschlossen und unwirksam geworden, sie bedarf der Reinigung. Ein mehr oder weniger ausgeprägter innerer Kurzschluss kann auch durch Verschmutzung des Isolators entstehen. Der Spannungsausgleich vollzieht sich dann mehr oder weniger vollständig über die verschmutzte Isolatoroberfläche und der zwischen den Elektroden überspringende Funken wird schwach oder bleibt ganz aus. Am raschesten bilden sich Kriechwege für den Spannungsausgleich auf dem Isolator bei zu benzinreich eingestelltem Vergaser. Aber auch dann, wenn kein von der Gemischverbrennung herrührender Russ auf dem Isolator abgelagert wird, nimmt der Isolationswert des Isolators' mit der Zeit nach und nach ab. Es ist nicht zn vermeiden, dass der an den Isolator gelangende Oelnebel verbrennt und .mit der Zeit eine immer besser leitende Köhlenschicht bildet, über die auf Kosten der Funkenintensität ein Teil der Entladung vonstatten geht. Eine Zündkerze soll also nicht erst gereinigt werden, wenn sie überhaupt nicht mehr zündet, denn schon vorher kann ihre Wirksamkeit stark beeinträchtigt sein. Da aber auch eine gründliche Reinigung des Isolators den ursprünglichen Isolierwert nicht mehr herbeizuführen vermag, muss eine Kerze spätestens etwa alle 15,000 km ersetzt werden. Der Abstand der Zündkerzenelektroden soll 0,4—0,5 mm betragen. Von grösster Wichtigkeit für die zuverlässige Funktion der Zündung ist die Wahl der geeignetsten Kerzentype. Damit sich das auf den Isolator und die Elektroden gelangende Oel nicht ansammelt, sondern verbrennt, müssen diese Teile eine gewisse Mindesttemperatür > annehmen können. Zu hoch darf ihre Temperatur aber anderseits auch wieder nicht sein, weil sie sonst Selbstzündungen des Gasgemisches verursachen. Bei hoch beanspruchten Motoren sind deshalb Zündkerzen mit guter Wärmeableitfähigkeit erforderlich, während bei wenig beanspruchten und stark geölten Motoren solche mit weniger starker Wärmeableitung am Platze sind. Die Wärmeableitfähigkeit der Kerzen hängt hauptsächlich von der Dicke und der Einbauart der Elektroden sowie von der Gestalt des Isolators ab. In der Skizze auf Seite 17 sind von links nach rechts Zündkerzen mit steigender Wärmeableitfähigkeit dargestellt. Neigt auch ein Kerzentysp, der mit Rücksicht auf die Wärmebeansipruchung richtig gewählt ist, zum Verölen, so empfiehlt sich oft die Anwendung einer Vorschaltfunkenstrecke, vorausgesetzt, dass die Apparatur die dadurch verursachte Spannungserhöhung verträgt, dass dann auch noch zum SCINTILLA WINKER PREISE KOMPL. MIT SCHALTER AUTOLICHT SPEZIALISTEN CHUR:O.Barfuss nasanersIr-Guodanle GLARUS: Mic.Riffet m HERlSAUXarlErny : R.Bruggmonn zurdiersh* WINTERTHUR: H. Nohl woiftfngenitei ZUG: O.FronK,Auh>-Elekrro-Service ZÜRICH VM: Kläy.tiehudi&CSBoursir.i* KLEINER WINKER Fr. 21.50 MITTLERER „ Fr. 23.50 GROSSER „ Fr. 37.

- 1933 AUTOMOBIL-REVUE 17 weissen Belag und bilden sich an den Elektroden grössere Metallperlen, so liegt ein zu brennstoffarmes Gemisch oder eine zu geringe Warmeableitfähigkeit der Kerze vor. Zum raschen Erkennen von Zündkerzenstörungen sind zahlreiche Abarten von Zündkerzenprüfern auf dem Markt. Ohne ein solches Prüfgerät kann man oft eine versagende Zündkerze leicht an ihrer niedrigeren Temperatur von den anderen unterscheiden, oder man schliesst eine Kerze nach der anderen mit dem Schraubenzieher kurz und achtet darauf, bei welcher von ihnen der Motorlauf keine'Veränderung zeigt. Nicht selten lässt sich aber ein Zündkerzendefekt nur dann erkennen, wenn man die Kerze auf einem besonderen Prüfstand unter Druck an Spannung legt. Dies trifft z. B. oft dann zu, wenn der Isolator gesprungen ist. Wenn auch seltener, so treten doch immer noch hie und da Pannen infolge Ausbleibens der Hochspannung auf. Bei Batteriezündsystemen überzeugt man sich dabei am besten vor allem, ob der Primärstrom noch fliesst. Anhaltspunkte dafür liefern das Amperemeter am Armaturenbrett oder eine Kontaktprobe mit einem der vorher an der Spule gelösten Primärstrom- Zuführungsdrähte. Das Vorhandensein oder Ausbleiben des Zündstromes stellt man am einfachsten fest, indem man das Hochspannungskäbel von der Spule löst und in einem Anstand von etwa % cm von seinem Kontakt hält. Treten dann, wenn der Motor von Hand oder mit dem Anlasser durchgedreht wird, zwischen ihm und dem Kontakt keine Funken auf, so liegt zweifellos eine Störung vor. Bei Batteriezündungen sind beim völligen Ausbleiben der Hochspannung, jedoch vorhandenem Primärstrom, in erster Linie die Spule und der Kondensator zu verdächtigen. In beiden Organen können sich Durchschläge einstellen, die meist nicht mehr ohne weiteres zu reparieren sind. Ein Kondensatordefekt ist leicht daran zu erkennen, dass der Unterbrecher stark funkt. Bei Magnetzündungen treten Wicklungs- 'efekte und Kondensatordurchschläge bedeutend seltener auf. Bei beiden Zündsystemen entstehen aber hie und da Störungen durch Verschmutzung des Unterbrechers oder Verteilers oder durch mangelhafte UnterbrechercinsteJlung. Verschmorte oder ungleich Abgebrannte Unterbrecherkontakte dürfen nur mit feinstem Schmirgeltuch oder besser noch mit den dafür speziell im Handel befindlichen Instrumenten geglättet werdend keineswegs-aber etwa durch Abfeilen. Auch bei Verteilern, die mit einer Schleifkohle arbeiten, ist peinlich darauf zu achten, dass die Glätte der Kontaktflächen nicht leidet, weil sonst später eine grössere Abnützung der Schleifkohle und grössere Verschmutzung eintritt. Die Untefbrecherscheibe darf niemals etwa mit Schmirgelpapier abgerieben werden, weil sie sonst nachher auf die Schleifkohle eine