Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.079

E_1933_Zeitung_Nr.079

ten! Dies kann doch

ten! Dies kann doch gewiss nicht im Ernste die Meinung des Bundesrates sein. Damit würden ja die mittelalterlichen Traktate, die weitgehend das private Leben reglementierten, mit einem Schlage im 20. Jahrhundert neu erstehen! Die Einfuhrregelung kann und darf auch nicht eine Verteuerung des Automobils bringen, denn damit wäre unserer Volkswirtschaft ein schlechter Dienst erwiesen. Wenn aber nicht eine Einfuhr stattfinden kann, die der Nachfrage entspricht, so müsste doch bei knappem Angebot unweigerlich eine Verteuerung der Ware eintreten! Geschädigt wären dann also nicht nur der Automobilhandel, sondern die Konsumentenschaft dazu. Die Mindereinfuhr würde sich aber beim Fiskus empfindlich auswirken, der letztes Jahr allein an Einfuhrzöllen für Automobile und Chassis 17,5 Mill. Fr. einnahm, was eine durchschnittliche Zollbelastung pro Wagen von 1830 Fr. ergibt. Die eingeschränkte Automobilisierung muss auch auf allen anderen Zollpositionen, hauptsächlich bei derjenigen der Betriebsstoffe, eine Mindereinnahme zur Folge haben. Und nun der Handel ? Er scheint mit einem Schlag bis Ende dieses Jahres lahmgelegt zu sein. Die meisten Vertretungen haben nicht nur ihr letztiähriges EinfuhrauaTitum bereits wieder erreicht, sondern vielfach sogar schon überschritten, so dass jeder neue Verkauf bis zum nächsten Jahr zurückgestellt werden müsste. Schon in den letzten Tagen ergaben sich krasse Situationen, indem Vertretungen, die Automobile aus dem ZolWreüager auslösen wollten, wo sie seit einiger Zeit lagern, hiezu nicht mehr autorisiert wurden, obwohl die Fahrzeuge bereits verkauft, teilweise dafür sogar schon Anzahlungen geleistet worden sind. Liegt d«r Handel darnieder, so kann der Betrieb eingeschränkt werden und wird auch zahlreiches Personal überflüssig. Wer erhält diese Leute wenn sie arbeitslos sind, wer kommt auf für die Steuerausfälle, die sich durch künstliche Einschränkung des Umsatzes und des Einkommens im Autohandel ergeben ? Tatsächlich erwägen bereits einige Grossgaragen die demnächstige Entlassung oder doch « Beurlaubung » von Personal und weitere Sparmassnahmen, die im-r mer wieder auch den Fiskus in Mitleidenschaft ziehen, müssen unweigerlich folgen. Aber auch die Zubehör- und Karosserieindustrie wird schwer geschädigt. Wie viele Chassis werdet! unkarossiert eingeführt und durch einheimische Unternehmungen mit dem notwendigen Oberbau versehen? Geht die Einfuhr zurück oder wird sie erschwert, so werden die Aufträge automatisch auch für die Karosseriebauer seltener. In den letzten Jahren haben die Bemühungen der einheimischen Zubehörindustrie, ihren Teil an die Ausrüstung der importierten Wagen beisteuern zu können, einen wachsenden Erfolg gezeitigt. Zündungsapparate, ja die gesamte elektrische Ausrüstung, Batterien, Kühler etc. konnten in vermehrtem Masse durch die hochentwickelte Qualitätsindustrie der Schweiz geliefert werden. Bei geringerer Einfuhr fällt auch hier die Nachfrage zurück, ohne dass die Möglichkeit besteht, etwa durch Export den Ausfall decken zu können. Und nun gar die Kontingentierung der Ersatzteile! Sie wird in der Praxis einfach nicht durchführbar sein, wenn man die privaten Autorriobilbesitzer nicht schwer schädigen und den Verkehr gar gefährden will. Was soll der Fahrzeugbesitzer oder Garagist machen, wenn irgendein Ersatzteil dringend benötigt wird, es aber nicht möglich oder viel Eberhard verstand, aber dieses Versprechen vermochte ihn nicht zu beruhigen. Er fühlte sein Menschentum, seine ganze Empfindungswelt verletzt — und vermochte es doch nicht, zu sagen: machen wir ein Ende! Flüchten wir in irgendeinen Erdenwinkel, leben wir in Verborgenheit nur uns. Schweigend sassen Eberhard und Mercedes zusammen. Er spürte, wie der geliebten Frau die Tränen heiss über die Wangen liefen, aber was konnte er ihr zum Tröste sagen? «Siehst du nun, warum ich mich gegen deine Liebe gewehrt habe?» fragte sie leise. '«Ich hätte nicht schwach werden dürfen! Ich hatte nicht das Recht, schwach zu werden!» Da stand er auf, nahm sie in die Arme, küsste sie auf die Stirn, auf die Augen, auf den bebenden Mund, legte den geliebten Körper auf das Bett und ging ohne e;n Wort hinaus. Die Nacht gab ihm keinen Schlaf. Am andern Tag war zwischen Mercedes und ihm von der Angelegenheit nicht die Rede. Er sah sie nur zu den Mahlzeiten; sie schien sehr blass und müde. (Fortsetzung folgt.) (Ausser ordentlicher Stoff andrang zwingt uns zu ausnahmsweiser Beschränkung des Feuilletons. Wir werden die Leser in der nächsten Nummer mit einer längeren Roman- Fortsetzung entschädigen. Die Red.) zu teuer und zeitraubend wäre, denselben in der Schweiz herzustellen, auf der anderen' Seite aber das Kontingent des Ursprungslandes bereits erschöpft ist? Soll der reparaturbedürftige Wagen vielleicht bis auf bessere Zeiten hin aus dem Verkehr genommen werden, oder muss der Leidtragende einen Bittgang nach Bern ins Bundeshaus antreten? Die Berechnung der Einfuhrberechtigung auf Grund des letztiährigen Importes bringt viele Ungerechtigkeiten mit sich. Was soll eine Vertretung anfangen, die vielleicht im Laufe des letzten Jahres ihre Tätigkeit für eine bestimmte Marke aufgenommen hat und erst seither ihr Geschäft erfreulich zii entwickeln vermochte? Muss sie zusammenpakken, weil ihr letztjähriger Kontingent gleich Null war? Andere Vertretungen wieder haben ihre ganze Organisation unter beträchtlichen Kosten erweitert, umgestellt, weil die Fabrik dieses Jahr ein besonders vielversprechendes Modell, vielleicht einen aussichtsreichen Volkswagen, auf den Markt bringen will. Weil das Geschäft letztes Jahr flau war, bleiben dieser Unternehmung die Hände gebunden, da ihre Quote von 1932 eine normale oder gar unter dem Durchschnitt liegende war. Die Vorarbeiten, die vorbereitende Werbecampagne für die neuen Modelle, die bekanntlich vielfach noch dieses Jahr (mit dem im Oktober in Paris stattfindenden Salon) herauskommen, sollen einfach für die Katze gewesen sein, nur' weil die letztjährige Einfuhr oder die Hälfte davon schon erreicht worden ist? So könnten die Beispiele beliebig vermehrt werden, um zu zeigen, wie einschneidend und wie schädigend die Kontingentierung den Automobilhandel und mit ihm die verwandten Gewerbezweige treffen muss. Und dies alles «zum Wohle und im Interesse» der Volkswirtschaft! Wir haben es mit der verfassungsmässig verbürgten Handels- und Oewerbefreiheit wirklich herrlich weit gebracht! ß Neue Verordnung über Requisition und Einschätzung von Motorfahrzeugen für Militärdienst. Am 1. Oktober tritt als Ersatz der bisherigen Bestimmungen über die Meldepflicht der Motorfahrzeughalter und über die Requisition der Motorfahrzeuge eine vom Bundesrat genehmigte Verordnung in Kraft, die wir im folgenden auszugsweise wiedergeben: ' Die Generalstabsabteilung erstellt ein Verzeichnis derjenigen Motorlastwagen, SpezTäKj fahrzeuge und Anhänger, die für den aktivem Dienst als Transportmittel für die Armee requiriert werden müssen. Dem Fahrzeughalter wird das Aufgebot' zur Stellung seines Fahrzeuges durch einen auf der letzten Seite, im vierten Feld des Fahrzeugausweises aufgeklebten Aufgebotzettel und durch Abgabe eines Exemplares' der Verordnung, oder eines Auszuges daraus, bekanntgegeben. Der Aufgebotszettel enthält die Angaben über Ort und Zeit der Stellung des Fahrzeuges zur Requisition. Das Aufgebot verpflichtet den Halter, sein Fahrzeug im Falle einer Mobilmachung für den aktiven Dienst auf dem ihm bezeichneten Schatzungsplatz zur Requisition zu stellen. Die Generalstabsabteilung veranlasst periodisch die Inspektion der mit Aufgeboten belegten Motorfahrzeuge, sowie die Ueberprüfung der von den kantonalen Behörden getrofferien Vorbereitungen. Die Fahrzeughalter sind verpflichtet, ihre Fahrzeuge unentgeltlich zur Inspektion vorzuführen. Von der Requisition können ausgeschlossen werden: Motorfahrzeuge im Dienste öffentlicher Verwaltungen, von lebenswichtigen Betrieben, von Aerzten und Spitälern usw. Ausgeschlossen sind ferner Motorfahrzeuge von Personen, die in der Schweiz die diplomatischen Vorrechte und Befreiungen geniessen. Bei einem Aufgebot der Armee oder Teilen davon zum aktiven Dienst hat der Fahrzeughalter sein Fahrzeug vollständig ausgerüstet, mit Zubehörliste und Fahrzeugausweis versehen, auf den Schatzungsplatz zu bringen oder durch einen Bevollmächtigten überführen zu lassen. Ist es dem Fahrzeughalter aus irgend einem Grunde (persönliche Einrückungspflicht, Reparaturen, Mangel eines Fahrers usw.) unmöglich, das Fahrzeug auf den befohlenen Zeitpunkt auf den Schatzungsplatz zu bringen, so hat er den Kommandanten des Schatzungsplatzes am Einrückungstage telegraphisch oder telephonisch davon zu benachrichtigen. Die zur Requisition bestimmten Fahrzeuge werden von der Militärverwaltung entweder angekauft oder gegen Entrichtung eines Mietgeldes übernommen. Die Fahrzeuge werden vor Dienstantritt in der Regel eingeschätzt. Nur wenn es sich um aktiven Dienst von kurzer Dauer handelt, werden sie uneingeschätzt übernommen. Nach erfolgter Einschätzung oder Uebernahme eines Fahrzeugesr haftet die Militärverwaltung für alle Schäden, die durch den Betrieb des Fahrzeuges entstehen können. Sie j haftet auch für Schäden, die allenfalls bei Probefahrten vor AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 79 der Einschätzung verursacht werden. Die Haftung erlischt nach erfolgter Abschätzung bzw. Uebergabe des Fahrzeuges an den Halter. Die Fahrzeughalter haben der Einschätzung beizuwohnen oder sich durch Bevollmächtigte vertreten zu lassen. Sind weder Fahrzeughalter noch Bevollmächtigter bei der Einschätzung anwesend, so wird die Einschätzung gleichwohl vorgenommen. Die Fahrzeughalter sind verpflichtet, ihnen bekannte Schäden am Fahrzeug zu melden. Zeigen sich solche Schäden innert dreimal 24 Stunden nach erfolgter Einschätzung, so werden sie im Verbal nachgetragen. Nehmen die Schatzungsexperten ein reparaturbedürftiges Fahrzeug an, so ist die Reparatur auf Kosten des Halters auszuführen. Während der Dauer solcher Arbeiten wird kein Mietgeld ausgerichtet. Solche Reparaturkosten, sowie der Ersatz fehlender unentbehrlicher Ausrüstungsgegenstände werden am Mietgeld in Abzug gebracht. Schäden, die bei der- Abschätzung nicht festgestellt wurden, die sich aber innert dreimal 24 Stunden nachher zeigen, können vom Halter bei der Qeneralstabsabteilung angemeldet werden. Die maximalen Schatzungssummen für alle Arten von Motorfahrzeugen und für Anhänger werden für den aktiven Dienst vom Bundesrat festgesetzt. Zur Ermittlung der Schatzungssummen der einzelnen Fahrzeuge werden an Amortisationen beim Einschätzen vom Ankaufspreis in Abrechnung gebracht: bei Motörpersonenwagen, Elektromobilen und •Motorrädern das erste Jahr 20 %, für die folgenden Jahre=10,%; bei Motorlastwagen, Spezialfahrzeugen, Traktoren und Anhängern das erste Jahr 15 % und für die folgenden Jahre 10 %. Das -tägliche Mietgeld beträgt für die Fahrtage 1 % Promille des Schatzungswertes für die ersten 100 Tage einer jeden Dienstperiode und 1 Promille des Schatzungswertes vom 101. Tage jeder Dienstperiode an; für Ruhe- und Reparaturtage, d. h. ; wenn das Fahrzeug während längeren Zeitperioden nicht benützt wird, oder in Reparatur steht, 0,5 Promille • des Schätzungswertes. Zur Festsetzung des 101. Tages jeder Dienstperiode werden die Fahr- und Ruhetage zusammengerechnet. Einrückungs- und Entlassungstag gelten als Fahrtage. Im Mietgeld ist die Entschädigung für normale Fahrzeugabnützung inbegriffen. Mietgeld und Betrag der Abschätzung werden spätestens einen Monat nach erfolgter Abschätzung ausbezahlt. Am nächsten Sonntag. Ein Zufall will es, dass sowohl die nationale wie die internationale. Automobiisportsaison des Jahres 1933 am nächsten Sonntag gleichzeitig zu Ende gehen. Während sich die internationale Fahrer-Elite in San Sebastian im Kampf um den Grossen Preis von Spanien zum letzten Male in dieser Saison trifft, werden in der Schweiz die Maschinen über die gewaltige Magadino-Ebene und den Monte Ceneri hinanbrausen. Das Tessiner Rennen vom Sonntag verspricht einen imponierenden Abschluss der nationalen Saison, und alle Anzeigen deuten darauf hin, dass der Autosport unseres Landes in dieser letzten Veranstaltung gleichzeitig auch kulminiert. Einige Jahre sind es her, seit zum letztenmal der Tessin die Interessen der Autosportfreunde auf sich gezogen hat. Es ist der Initiative der rührigen Sektion Tessin des A. C. S. zu danken, wenn das nicht besonders reichhaltige Sportprogramm dieser Saison mit dem Monte Ceneri-Rennen bereichert worden ist. Ein Besuch des Tessiner Anlasses lässt sich aus verschiedenen Gründen rechtfertigen. Ganz abgesehen von der grossen sportlichen Bedeutung des Rennens wird man gerne die Gelegenheit benützen, wieder einmal nach der Sonnenseite unseres Landes zu fahren, wo , gerade jetzt der Herbst seinen ersten Zauber über das schöne Land gebreitet hat. Mit dem Monte Ceneri-Rennen ist bekanntlich auch ein Kilometer-Lance verbunden, der über die gerade Strecke zwischen Giubiasco und Cadenazzo führt. Von jedem Fahrer wird die Zeit, die er — wohlverstanden innerhalb des Gesamtverlaufs des Bergrennens — über den Kilometer benötigt und sodann die ganze Zeit von Giubiasco bis zur Spitze des Ceneri gemessen. Entsprechend dieser Doppel wertung gelangen auch Preise für die besten Zeiten des Bergrennens wie für die besten Zeiten des Kilometer-Lance zur Verteilung. Dem Bergrennen vom nächsten Sonntag kommt durch die Tatsache, dass es als letzter Lauf der schweizerischen Automobilmeisterschaft 1933 gilt, noch erhöhte Bedeutung zu. Bei den Tourenwagen ist der Ausgang noch durchaus offen, und auch bei den Rennwagen-bedürfte., es nur einer Ueberraschung, um die Schlussergebnisse vollständig abzuändern. Bei den Sportwagen und Es können auch Ratenzahlungen des Mietgeldes stattfinden. Für aktiven Dienst von kürzerer Dauer wird eine von Fall zu Fall festgesetzte Tagesentschädigung ausgerichtet. Bei der Abschätzung der Fahrzeuge wird eine Entschädigung nur für Schäden ausgerichtet, die nicht auf normale Abnützung zurückzuführen sind, sowie für verlorene Gegenstände der Wagenausrüstung und Zubehörde. Für die Herstellungs- und Anschaffungskosten werden dabei die ortsüblichen Preise berechnet. Der Fahrzeughalter kann die Reparatur solcher Schäden der Militärbehörde überlassen. In diesem Falle wird die Abschatzungssumme um den Betrag der Reparaturkosten vermindert. Für Bestandteile, die wegen schlechten Materials oder mangelhafter Konstruktion Schaden litten, wird keine Abschätzung geleistet, sofern die Garantiepflicht des Lieferanten noch läuft. Die Abnützung der Bereifung wird besonders entschädigt, aber mit höchstens 90 Prozent des Katalogwertes der Reifen. Ein Mehroder Minderwert in der Güte der Reifen wird verrechnet. Reparaturen, die während der Dienstzeit vorgenommen werden und einen Mehr- oder Minderwert des Fahrzeuges zur Folge haben, werden bei der Abschätzung berücksichtigt. Dr. jur. E. G. Brennwald t. Nicht mehr überraschend und doch zu früh kam dem engeren Bekanntenkreis von Dr. Brennwald die Kunde von seinem erfolgten Hinschied. Mit ihm sinkt ein mutiger Streiter für die Sache des Automobils ins Grab. Er hat die juristische Seite des Automobilwesens und des Strassenverkehrs von allem Anfang an mit regstem Interesse und grossem Verständnis für die damit verknüpften Rechtsfragen verfolgt. In zahlreichen Artikeln von beachtenswerter Logik und Klarheit, aber auch voll Spott und Sarkasmus, wenn es nötig war, hat der Verstorbene dem neuen Automobilgesetz den Weg vorbereitet und geebnet. Er war einer der heftigsten Gegner des ersten Entwurfes und trat als gewandter Oppositionsreferent in mancher Versammlung der Verkehrsinteressenten auf. Mit ihm verlieren auch wir einen unserer ältesten Mitarbeiter, der immer treu zur Fahne stand und selbst im schärfsten Meinungsstreit immer ein ritterlicher Fechter war. Die Erde sei ihm leicht. Die Redaktion. Sportnachrichten Monte Ceneri-Bergrennen der kleinen Klasse der Rennwagen sind die Resultate schon jetzt vorauszusehen. Das Tessiner Rennen wird am Sonntag zeigen, welche Fahrer dieses Jahr mit dem Meistertitel geehrt werden können. Die Geschichte. Das Interesse, das man auch in der deutschen Schweiz dem Monte Ceneri-Rennen entgegenbringt, rechtfertigt einen kurzen Rückblick auf die früheren Bergrenrien in unserem südlichen Sonnen-Kanton. Ein erster sportlicher Versuch wurde bereits im Jahre 1923 auf der Strecke Cassarate- Monte Bre unternommen, wobei sich ganze 8 Konkurrenten an dem Anlass beteiligten. In grösserem Stil wurde schon im Jahr darauf vom damaligen Club «Auto-Touring Ticinese» ein Bergrennen Ghibiasco-Monte Ceneri veranstaltet. 22 Fahrer stritten damals um die Siegespalme. Da der A. C. S. als Inhaber der sportlichen Kompetenzen im Tessin zu jener Zeit noch nicht vertreten war, wurde von Seiten der internationalen Sportkommission aus das Rennen boykottiert. Noch im gleichen Jahre wurde dann die Sektion Tessin des A. C. S. gegründet, und schon 1925 fand das erste offizielle Monte Ceneri-Rennen statt, das am 24. Mai 1925 bei einer Beteiligung von 40 Konkurrenten vor sich ging und einen grossen Erfolg erlebte. Das zweite Monte Ceneri-Rennen, das erst am nächsten Sonntag seinen Nachfolger findet, wurde am 12. Juli 1926 wiederum von der Sektion Tessin veranstaltet. 57 Wagen wurden für das Rennen gemeldet, das bei schönstem Sommerwetter zur Durchführung gelangte. Eine riesige Menschenmenge wohnte der interessanten Konkurrenz bei, die ebenfalls in einem Kilometer-Lance und einem Bergrennen bestand. Die beste Zeit der Tourenwagen fuhr Werner Risch auf Packard in 7 Min. 22,4 Sek. (Stundenmittel 81,4 km/St), bei den Sportwagen wurde Gloggner auf Bugatti mit der Zeit von 7 Min. 15,8 Sek. Erster (Stundenmittel 82,5 km/St), und J. Kessler auf Alfa Romeo stellte in der Rennwagenkategorie den absoluten Strekkenrekord mit 6 Min. 13,6 Sek. auf (Stundenmittel 96,5 km/St.). Die beste Zeit der Tourenwagen im Kilometer-Lance" erzielte Maffei auf Delaze mit 140,6 km/St., bei de»

N° 79 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE • Sportwagen war L. Thoms auf Bugatti mit der Zeit von 147,5 km/St. Sieger und bei den Rennwagen ebenfalls J. Kessler auf Alfa Romeo mit dem Durchschnitt von 193,5 km/St. Die Rennstrecke ist insgesamt 10 km lang. Sie beginnt in Giubiasco und endet auf dem Gipfel des Monte Ceneri. 4,58 km führen über die Magadino-Ebene, und hier findet sich auch die Strecke des Kilometer-lance: die weiteren 5,15 km bilden dann die eigentliche Bergstrecke. Der Höhenunterschied zwischen Start und Ziel beträgt 301 m, die Maximalsteigung 8,9% und die Minimalsteigung4,4%. Die Strasse ist vollständig umgebaut worden und wird die Fahrer zu höchsten Geschwindigkeiten verlocken. Es steht zu erwarten, dass sämtliche Klassen- und Kategorienrekorde am Sonntag glatt weggefegt werden. Die Strasse, die von Cadenazzo aus nach dem Monte Ceneri hinaufführt, ist mit den modernsten technischen Mitteln ausgebaut und erst im letzten Juli vollendet worden. Sie gilt heute nicht nur als eine der schönsten Bergstrassen der Schweiz, sondern auch des Auslandes. Alle gefährlichen Stellen der früheren Strecke sind entsprechend den modernsten Anforderungen des heutigen Verkehrs ausgebaut worden. Das Rennen gewinnt dadurch selbstverständlich noch an Interesse, da voraussichtlich sehr hohe Stundenmittel herausgefahren werden. Es sei im übrigen auch daran erinnert, dass auf der Kilometerstrecke Giubjasco-Cadenazzo 1928 der berühmte französische Fahrer Divo den schweizerischen Kilometer-Rekord mit 232 km/St, auf Voisin aufstellte. Für das Publikum bestehen gute Möglichkeiten, nach dem Monte Ceneri zu gelangen. Besondere Autokurse führen nach der Rennstrecke; auch mit der Bahn kann sie leicht erreicht werden. Radio Tessin wird das Rennen übrigens auch übertragen. Im folgenden sei noch kurz das Programm der Veranstaltung zusammengefasst: Das Training ist auf Freitag, den 22. und Sams- "jtag, den 23. Sept. von 6—8 Uhr früh festgesetzt. Um 6.30 Uhr vormittags am Sonntag erfolgt die Wagenabnahme in Giubiasco, um 8.30 Uhr wird die Strecke gesperrt und um 9 Uhr beginnt das Rennen, das bis 11.30 Uhr dauern dürfte. Um 13 Uhr 30 schliesst sich im Grand Hotel et Palace in Lugano ein offizielles Bankett an und um 16 Uhr findet die Preisverteilung und die Proklamation der Schweiz. Automobilmeister 1933 statt. Neben den Barpreisen gelangen wertvolle Naturalgaben zur Verteilung, so z. B. auch vom Regierungsrat des Kantons Tessin und von der Stadt Lugano. Die Meldungen für das Ceneri-Rennen lassen einen sehr interessanten und reichbesetzten Kampf voraussehen. Bis Redaktionsschluss sind bereits 38 Nennungen eingelaufen, und bis Freitag dürfte diese Zahl noch erhöht werden. Das Cenen-Rennen wird somit zum bestbesetzten Bergrennen dieser Saison in unserm Land. Dass es auch aus Italien prominenten Zuzug erhalten hat, ist ganz speziell zu erwähnen. Um nur die bekannteren Fahrer aus unserm Nachbarlande hervorzuheben, seien genannt : Bonetto, Minozzi, Battaglia, Castelbarco, Uboldi, Cornaggia usw. Die Nennungen. Tourenwaeen. Klasse bis 1500 cc. Giussani Emil (Fiat 996 cc.) Varisco Neuroni (Lancia 1196 cc.) Cagna Luigi (Fiat 1500 cc.) Ueber 2000 cc XX (Fiat 2516 cc.) Ambrosetti (Delage 4000 cc.) Ferrari Edmondo (Plymouth 3111 cc") Gübelin Hans (Plymouth 3111 cc.) Riva Hans (Ford 3200 cc.) Gigy (Ford 3250 cc.) Schmid Hans (Bugatti 3300 cc) Blattner L. (Ford 3620 cc.) Restelli Carlo (Lancia 3940 cc.) Frl. Ortelli (Chrysler 4430 cc) Pfäffli Hermann (XX 3996 cc.) Zwimpfer Oscar (Chrysler 5008 cc.) Itten Rolf (Chrysler 5008 cc.) Sportwagen. Klasse bis 1100 cc Ragnoli Giac. (Fiat 996 cc.) Frey Adolf (Fiat 996 cc.) Gagna Luigi (Fiat 996 cc.) Klasse bis 1500 cc. Peduzzi Anna Maria (Alfa Romeo 1500 cc. comp.) Buzio Carlo (Alfa Romeo 1500 cc. comp.) Alfieri Alberto (Alfa Romeo 1500 cc. comp.) Klasse bis 2000 cc. Restelli Giov. (Alfa Romeo 1750 cc. comp.) Giussani Emilio (Alfa Romeo 1750 cc. comp.) Klasse über 2000 cc. Hö'rning Alf. (Bugatti 2200 cc. comp.) Goddefroy C. (Bugatti 2200 cc, comp.) Cornaggia Medici (Alfa Romeo 2335 cc. comp.) Rennwagen. Klasse bis 1100 cc. Uboldi Luciano (Maserati 1100 cc. comp.) Dr. Karrer (Maserati 1100 cc. comp.) Klasse bis 1500 cc. Cocchi Bruno (Bugatti 1500 cc. comp.) Castelbarco Luigi (Maserati 1500 cc. comp.) Klasse bis 2000 cc. Battaglia Gianni (Alfa Romeo 2000 cc. comp.) Pedrazzini Carlo (Maserati 2000 cc. comp.) Maag Ulrich (Bugatti 2000 cc. comp.) Minozzi Giov. (Bugatti 2000 cc. comp.) Klasse über 2000 cc. Stuber Hans (Bugatti 2260 cc. comp.) Bonetto Feiice (Alfa Romeo 2600 cc. comp.) Braillard Louis (Bugatti 2300 cc. comp.). Die bestehenden Rekorde. Klasse Fahrer Marke Jahr Zeil TOURENWAGEN 1100 cc. Martinelli (Donnet-Zedel) 1925 12.48,4 1500 cc. Schmid (Talbot) 1926 8.38,4 2000 cc. Muller (Ansaldo) 1926 7.58,0 3000 cc. Abd-el-Moneim (L.-Lambda) 1925 8.20,2 5000 cc. Terrier (Renault) 1926 8.27,4 8000 cc. Risch (Packard) 1926 7.22,4 SPORTWAGEN 1100 cc. Zeitheim (Rally) 1926 8.17,0 1500 cc. Gloggner (Bugatti) 1926 7.15,8 2000 cc. Thoms (Bugatti) 1926 7.22,6 3000 ec. Hurlimann (Sunbeam) 1926 7.43.0 5000 cc. Barioni (Chrysler) 1926 8.03,6 8000 cc. Veladini (Packard) 1926 7.16,0 RENNWAGEN 1100 cc. Clerici (Salmson) 1926 7.07,6 1500 cc. Valpreda (Chiribiri) 1926 7.12,6 2000 cc. Karrer (Bugatti) 1926 6.21,6 3000 cc. Kessler J. (Alfa Romeo) 1926 6.13,4 5000 cc. Martinelli (Bugatti) 1926 7.04,0 Grosser Preis von Spanien. Start der neuen Bugatti-Modelle. Der Grosse Preis von Spanien, der nach mehrjährigem Unterbruch am nächsten Sonntag wieder ausgefahren wird, beschliesst die diesjährige * internationale Sportsaison. Zum letzten Male werden sich am Sonntag die internationalen Fahrer in einem Rundstreckenrennen gegenübertreten. Dann folgt die Winterruhe und die Zeit der Vorbereitungen für die nächstjährige Saison, die bekanntlich nach einer völlig neuen Formel ausgefahren wird. Der Grosse Preis von Spanien ist so der Schwanengesang für die freie Formel, die nun einige Jahre lang die Reglemente beherrscht hat. Das Rennen wird über die Lasarte-Rundstrecke bei San Sebastian führen. Die Fahrer haben den 17,3 km langen Circuit 30mal, demnach über 519,4 km, zu befahren. Die Nennliste für den Grossen Preis von Spanien vereinigt noch einmal die internationale Elite. Die spanische Veranstaltung gewinnt durch den ersten Start der neuen Bugatti 2800 cem ganz gewaltig an Bedeutung. Seit Monaten wartet man mit höchster Spannung auf eine eTSte Feuerprobe dieser neuen Maschinen, die bereits der nächstjährigen Rennformel angepasst sind, und nach zahlreichen Absagen scheint nun end- lieh Bugatti am Sonntag wieder zu sehen zu sein. Die neuen Bugatti-Maschinen sind Varzi, Dreyfus und Williams anvertraut, während Divo als Ersatzfahrer rangiert. Die Scuderia Ferrari hat drei Alfa Rotneo-Monoposto genannt, die sich in den Händen von Fagioli, Chiron und Brivio befinden, während Siena einen Alfa Romeo 2600 cem lenkt. Nuvolari, Taruffi und Zehender gehen auf Maserati-Monoposti in den Kampf. Die neuen Bugatti-Maschinen gegen dieMonoposti von, Alfa Romeo und Maserati: das gibt ein hochinteressantes Treffen! Als Einzelfahrer starten in Spanien weiterhin Benoit Falchetto (Bugatti), Lehoux (Alfa Romeo), Etancelin (Alfa Romeo) usw. Die Nennungen. Varzi (Bugatti, neues Modell) Dreyfus (Bugatti, neues Modell) Williams (Bugatti, neues Modell) Divo (Bugatti) Fagioli (Alfa Romeo-Monoposto) Chiron (Alfa Romeo-Monoposto) Brivio (Alfa Romeo-Monoposto) Siena (Alfa Romeo) Nuvolari (Maserati-Monoposto) Taruffi (Maseiati-Monoposto) Zehender (Maserati-Monoposto) Satorio (Maserati) Palacios (X...) Etancelin (Alfa Romeo) Bussienne (Bugatti) Lehoux (Alfa Romeo) Falchetto (Bugatti) Frankl (Bugatti). Internationales Semmering-Rennen. Am nächsten Sonntag. Der nächste Sonntag, der die diesjährige Saison im In- und Auslande beschliesst, bringt auch noch, nach einem zweijährigen Unterbruch, das internationale Semmering- Rennen. Diese österreichische Veranstaltung zählt zu den klassischen Bergrennen Europas und galt seinerzeit auch als wichtiger Lauf für die internationale Bergmeisterschaift. Das Rennen wird auf der Strasse Wien-Graz ausgetragen; es führt von Wiener-Neustadt aus nach der Semmeringhöhe und ist genau 10 km lang. Die Strasse weist eine Durchschnittssteigung von 4,2% auf, die Höchststeigung beträgt 10,4%. Die Semmexingstrasse, die sich in gutem Zustand befindet, ist eine der schnellsten Bergstrekken; der Streckenrekord von Stuck auf Austro-Daimler verzeichnet einen Durchschnitt von, 96,5 km/St. Am Semmering-Rennen nimmt dieses Mal eine besondere Kategorie der Gebrauchswagen teil, wobei auf die Wertung innerhalb Klassen und Kategorien verzichtet wird und nur Wagen gleicher Marken und Typen starten werden. Für das Rennen haben sich rund 100 Konkurrenten gemeldet, von denen allerdings auch ein Teil auf Motorräder und Seitenwagen entfallen. Bei den Rennwagen starten an bekannteren Konkurrenten: GrafPremoli (B. M. P.), Balestrero (Maserati), der Schweizer Hans Rüesch (Alfa Romeo), Veyron (Bugatti), Soyka (Bugatti), Ripper (Bugatti), Hartmann (Bugatti) usw. Bei den Sportwagen gehen u. a. Kubicek (Bugatti), Jellen (Alfa Romeo), Norden (Alfa Romeo), Proskowetz (Amilcar) u. a.'in den Kampf. mb. Tagung der internationalen Sportkommission. Die internationale Sportkommission wird am 13. Oktober zu ihrer traditionellen Herbstsitzung in Paris zusammentreten, wobei der internationale Sportkalender 1934 zur Aufstellung gelangt. Die Genehmigung des sportlichen Jahresprogrammes für die nächste Saison wird am 16. Oktober an der Generalversammlung der A. I. A. C.R. in Paris erteilt werden. x. Chlrons Masaryk-SIeg. Brunn, 17. September. Nur ein grosses Automobilrennen gibt e& jedes Jahr in der Tschechoslowakei, das berühmte Masarykring-Rennen um den Preis des Präsidenten der Republik. Und dieses Rennen ist eine Sensation, auf die ein ganzes Volk monatelang wartet. Und noch ein benachbartes dazu, denn Oesterreich hat ja überhaupt kein Rundstreckenrennen! Es mag übertrieben klingen, aber es scheint doch nicht übertrieben zu sein: der Autoclub Moravy-Slezska will 220 000 Eintrittskarten fest verkauft haben... Und in der Tat, man hat einen solchen Massenbesuch wohl kaum je erlebt. Die 29,142 km lange Strecke war von einer dichten Menschenmauer umlagert; viele, viele Stunden nach Schluss des Rennens begegnete man noch wahren Völkerwanderungen — das alles aber, obgleich es fast während des ganzen Fünf-Stundenkampfes regnete. Das automobilistische Interesse der Tschechoslowakei ist gross. Man beginnt, ausgezeichnete Strassen zu bauen und es wird nicht lange dauern, dann wird auch dieses Land endgültig dem Motorfahrzeug erschlossen sein. Diese Masaryk-Rennstrecke ist eine der schwierigsten, die es gibt, und sie kann — das hat sich jetzt bei Regenwetter gezeigt —> ganz unglaublich gefährlich sein. Sehr kurvenreich und äusserst schmal an den meisten Stellen, so schmal, dass ein Ueberholen fast unmöglich ist, zieht sie sich durch zahllose kleine Ortschaften hin, durch Wälder und über freies Land mit lehmigem Boden. Dieser Lehm, der vom Regen auf die Strasse gespült wurde, machte die Bahn schlüpfrig;' nur äusserste Vorsicht konnte zum Erfolg führen. Das hat so mancher erleben müssen, der, trainiert bei gutem Wetter, nun die Griffigkeit des Bodens überschätzte, ins Schleudern kam, von der Bahn ruschte und — wenn's gut ging — in den Graben fuhr, um dort das Fahrzeug mit leicht beschädigter Karosserie liegen zu lassen. Es gab aber auch Fälle, in denen das Fahrzeug schwer beschädigt, ein Gewirr von Stahl und Blech bildend, liegen blieb; es setzte schwere und leichte Verletzungen ab, so viele Unfälle, wie man sie wohl kaum vorher bei irgendeinem Rennen gesehen hat. Nicht weniger als neun Rennwagen blieben auf der Strecke als Opfer dieser Unfälle. Hart traf es den jungen Italiener Landi, der ein begeisterter und liebenswürdiger Sportsmann ist. Sein Wagen, ein Maserati, von ihm, dem es wirtschaftlich nicht gerade gut geht, eigenhändig gehegt und gepflegt, ging völlig in Trümmer und er selbst erlitt einen doppelten Oberschenkelbruch. — Noch tragischer verlief der Unfall des Engländers Hamilton, der sich mit seinem M. G.-Wagen dreimal überschlug. Mit lebensgefährlichen inneren Verletzungen wurde er ins Krankenhaus gebracht. Unerhörtes Glück hatte dagegen der deutsche Alfa Romeo- Fahrer Pietsch, der sich ebenfalls überschlug und dessen Wagen auch bis auf den Motor vollkommen zerstört ist, während er selbst aber ohne die geringste Hautabschürfung davon kam. * * * Die vielen Unfälle beeindruckten zum Teil auch den ganzen Kampfverlauf, sind doch unter den Verunglückten drei Fahrer, die im Spitzenkampf der Entscheidung lagen. Louis Chiron hat auf Alfa Romeo-Monoposto zum dritten Male das Masarykring- Rennen gewonnen, dreimal hintereinander, während im ersten Masarykring-Rennen der unvergessliche H. J. von Morgen siegte. Chi- Im modernst eingerichteten Walzwerk wird für „PALLAS-CORD" die Verarbeitung und Mischung des Rohgummis mit den Chemikalien vollzogen. In Misch kästchen gelangen die im Laboratorium genau abgemessenen Rohmaterialien in diese Abteilung. Hier wird der Rohgummi gewalzt, bis er vollkommen geschmeidig und plastisch ist. Dann werden ihm nach und nach die erforderlichen Chemikalien beigemengt, die sich unter ^_^ dem grossen Druck der Walzen ^ 1 ^- mit dem Gummi innig verbin- • den. Nach Beendigung der Mi- • schung gelangt sie zur Prü- P fung auf ihre „Lebensfähigkeit" ins Laboratorium, wo sie nur zur Fabrikation freigegeben wird, wenn sie der Norm entspricht. Zähigkeit und Ausdauer, verbunden mit einer ausserordentlichen Gewissenhaftigkeit haben die Vervollkommnung des „PALLAS-CORD" zu seiner qualitativen Höchstleistung ermöglicht. Wenn Sie sich davon überzeugen wollen, bestellen Sie am besten bei nächster Gelegenheit einen „PAL- T LAS", oder lassen sich sofort die Broschüre „Pallas-Cord, im Licnte der Kritik" zustellen. Aktiengesellschaft R. & Schweiz. Kabel-, Draht- und Gum Telephon 975.301