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E_1933_Zeitung_Nr.083

E_1933_Zeitung_Nr.083

Veikekf Die Ursachen der

Veikekf Die Ursachen der Verkehrsunfälle werden seit Jahren durch Erhebungen der englischen Safety First-Organisation untersucht. Die letzte Zählung umfasste das zweite Halbjahr 1932 und berücksichtigte 3029* Verkehrsunfälle in England und Wales, welche den Tod von 3129 Personen, worunter 575 Kinder, zur Folge hatten. Anlässlich des im Mai abgehaltenen Safety First-Kongresses wurden die Eesultate dieser Statistik öffentlich bekanntgegeben. Diesen Mitteilungen zufolge sind nicht weniger als 85,8 Prozent dieser Unfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen, die bei Anwendung aller notwendigen Sorgfalt und Beachtung der wichtigsten Verkehrsregeln durch sämtliche Strassenbenützer hätten grösstenteils vermieden werden können. Die früheren Erhebungen, welche nunmehr seit 5 Jahren regelmässig erfolgen, ergaben für diese Fehlerquelle ähnliche Prozentsätze, die zwischen 81 und 86 Prozent schwankten. Man erkennt schon aus diesen wenigen Angaben, dass die Zahl der Unfälle mit tragischem Ausgang noch ganz erheblich eingeschränkt werden könnte, wenn sich der Verkehr vorschriftsgemäss abwickeln würde. Ungefähr die Hälfte aller Toten rekrutierte sich aus Fussgängern, während die andere Hälfte aus Fahrzeugführern und Passagieren bestand, wobei die Velofahrer wiederum die grösste Zahl der Opfer lieferten. Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, dass 80 Prozent der tödlich verunfallten Fussgänger entweder noch nicht 10 Jahre oder dann älter als 50 Jahre waren. Am wenigsten wurde die Schuljugend zwischen 10 und 15 Jahren von den Unfällen betroffen. Es zeigt sich hier deutlich der Erfolg der seit Jahren betriebenen Verkehrsaufklärung in den Schulen. Dieser Umstand wird die Safety First-Organe mit Recht ermuntern, in ihrer wertvollen dieser Angelegenheit vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken. ß Alpenposten im Jahre 1932/33. Nach der allgemeinen Zusammenstellung für die Sommersaison 1932/33 betruz die Reisendenzahl auf den schweizerischen Alpenrouten vom 19. Juni bis 24. September 253,606 gegenüber 251,088 im Jahre 1932, was einer Zunahme um 1 % gleichkommt. An der Spitze der gegenüber dem Vorjahre stärker frequentierten Routen steht St. Moritz-Maloia mit einem Mehr von 2118 Personen, gefolgt von Chur- Lenzerheide mit +2009, Furka (+1631) und Reichenau-Waldihaus Flims (+1304). Auf 9 Linien wurde ein zwischen 100 und' 199 liegendes Mehr befördert, während 4 Strecken eine Zunahme von 1—99 Personen zu verzeichnen hatten. Eine Minderfreauenz verzeichnen Nesslau-Buehs mit —2853, Schuls- Landeck mit —-2014, gefolgt von Ragaz-Vättis mit —1154 und Qotthard mit —1002. Auf 10 Kursen wurde eine zwischen 100 und 199 liegende Minderfrequenz erzielt und auf 2 Linien eine solche zwischen 1 und 99. Prozentual verzeichnet die Strecke Sckrls- Tarasp mit +61,3 % die stärkste Frequenzzunahme, gefolgt von Schuls-Val Sinestra mit +21 %, Unter den weniger frequentierten Linien steht Ragaz-Vättis mit 29,6 % an erster Stelle, gefolgt von Schuls-Landeck mit 25,5%. w. Weitblickende Entscheide. Die Verwaltung der Stadt Alexandria hat den Beschluss gefasst, das gesamte Strassenbahnnetz durch einen leistungsfähigen Omnibusverkehr zu ersetzen. Die Mitte Juni in Paris eingesetzte Kommission zur Aufteilung des Eisenbahn- und Strassenverkehrs im Departement Seine hat bereits in ihrer ersten Sitzung prinzipiell beschlossen, sämtliche Strassenbahnen im Rayon der Stadt Paris durch Autobusbetriebe zu ersetzen. Insbesondere sollen über das bereits genehmigte Ersatzprogramm hinaus die beiden die Rue Lafayette und den Boulevard Voltaire befahrenden Linien entfernt werden. Ebenfalls ist vorgesehen, die Bahnlinien der sog. Petite-Ceinture durch einen Erziehung der Jugend weiterzufahren. Autobahnbetrieb zu ersetzen. Dieser unbestreitbare Erfolg des Verkehrsunterrichtes in der Schule dürfte Beschlüsse des Generalrates des Departe- Auf der gleichen Linie bewegen sich die aber auch alle jene schweizerischen Instanzen, welche für die Schulung der Jufranche—Monsols sowohl für den Personenments du Rhone, indem die Bahnlinie Villegend verantwortlich sind, veranlassen, wie für den Güterverkehr auf Autobusbetrieb umgestellt wird. -my- AUrOMOBJMEVüE 1933 - 83 Stfiuassera Totalrevisron der zürcherischen Strasseneinteilung. Nach dem noch heute in Kraft bestehende, aus dem Jahre 1893 (!) stammende Gesetz betreffend das Strassenwesen, ist alle zehn Jahre die Einteilung der Strassen des Kantons einer Totalrevision zu unterziehen. Da die letzte derartige Einteilung 1923 vorgenommen worden ist, wäre nun dieses Jahr eine Totalrevision fällig. Der Regierungsrat hält nun aber dafür, dass, nachdem eine Totalrevision des kantonalen Strassengesetzes bereits im Gange Bei Hochwasser, bei Lawinen, bei Strassen- im Herbst bei Schliessung der ist und eine neue Gesetzesvorlage mit be-umbautendeutsamen Aenderungen in Kraft treten Alpenstrassen infolge Schnees können alle dürfte, von einer Neueinteilung des Strassennetzes in diesem Jahre abgesehen werden Auskünfte jederzeit telephonisch in Chur soll. Es wird daher diese bis nach der Abstimmung über das neue Strassengesetz verschoben. Dabei macht der Regierungsrat darauf aufmerksam, dass in Anbetracht der dem Staate obliegenden Aufgaben im Strassenbau und -unterhalt und im Kampfe gegen die Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit eine Erweiterung des kantonalen Strassennetzes durch Einbeziehung wichtigerer Gemeindestrassen nicht befürwortet werden dürfte. Von diesem Gesichtspunkte aus müsse eher eine Reduktion des Netzes der dem Kanton obliegenden Strassenstrecken in Aussicht genommen werden, doch soll auch von einem solchen « Abbau » zur Zeit ebenfalls abgesehen werden. Der Reg.-Rat wird daher die gegenwärtige Einteilung der Strassen, d. h. Bezeichnung der Kantonsstrassen, pro 1. Januar 1934 aufs neue bestätigen. V Der Ausbau der Zuger Kantonsstrasse bildete Gegenstand eingehender Beratungen im Zuger Kantonsrat. Das in zweiter Lesung behandelte Gesetz über den'Ausbau der Kantonsstrassen erfuhr einige bedeutsame Abänderungen. So wurde an Stelle des seinerzeit beschlossenen und viel diskutierten Umbaues der Seestrasse durch das Dorf Walchwil nunmehr die grosse Korrektion nach dem ursprünglichen Projekt beschlossen. Demzufolge soll nun eine neue Strasse dem Seeufer entlang gebaut werden, deren Kosten sich auf über 600,000 Franken stellen werden. Um die dadurch entstehenden Mehrauslagen zu kompensieren, wird aber anderseits leider am Belag gespart, indem an Stelle der für grosse Strecken vorgesehenen Kleinsteinpflästerung oder Betonierung ein Bitumenbelag den Zweck erfüllen soll. Die in erster Lesung beschlossene zehnprozentige Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern, welche zur Deckung der budgetierten Strassenbaukosten hätte verwendet werden sollen, ist ebenfalls widerrufen worden. Es wurde lediglich bestimmt, dass die bestehenden Taxen so lange nicht reduziert werden dürfen, bis die Bauschulden amortisiert seien. z. Strassenauskfinfte über Graubünden. Der Kanton Graubünden hat in Ghur ein Zentralbureau des kantonalen Bauamtes schon seit längerer Zeit organisiert, welches Auskunft über sämtliche bündnerische Strassen gibt. unter Nr. 1050/262 eingeholt werden. Dieser Auskunftsdienst ist nun noch insofern erweitert worden, als nun auch ausserhalb der normalen Bureauzeit Meldungen über eventuelle Strassensperren oder auch Erkundigungen über bündnerische Strassen an die Churer Telephomiummer 686 gerichtet werden. Es wäre sehr zu wünschen, wenn auch in andern Kantonen und in den Gebirgskantonen ganz besonders, diese Bündner Institution nachgeahmt würde. Lr. \u

NM83 -1933. _ AUTOMOBIL-REVUE 15 T. C. S. Autosektion Aargau UNTERSEKTION WIGGERTAL. Mit der Projektierung und Ausführung einer Herbstfahrt ins sonnige Rebgelände mit Murten als Endziel, hat die Untersektion einen guten Griff getan. War auch der Besuch nicht so zahlreich, so war anderseits die Stimmung tadellos, man fühlte sich als T. C. S.leT-Familie. Die Fahrt selber hat allen gut gefallen, kamen doch die meisten Teilnehmer in bisher unbekanntes Gebiet. Nach einer Besichtigung von Murtens Sehenswürdigkeiten, namentlich des altehrwürdigen Wehrganges, wurde noch dem benachbarten Avenches ein Besuch abgestattet. Die Heimfahrt fühlte über Bern, womit die letzte diesjährige Ausfahrt ihr Ende gefunden hatte. Unserm Tourenfülrrer, Herr Bethge, daTf für die minutiöse Leitung der beste Dank ausgesprochen werden, er hat sich nicht nur als gewandteT Leiter erwiesen, sondern war auch in der glücklichen Lage, Wesen und Eigenart von Murtens Vergangenheit zu präzisieren, wie aber auch die RÖmeransiedlung von Avenches eine Techt glückliche Beschreibung fand. Lp-. Autosektion Glarus Wrr bringen unsern Mitgliedern zur Kenntnis, dass Dienstag, den 10. Oktober, 20.15 Uhr, im Schützenhaussaale in Glarus der Zürcher Strassenverkehrsfilcn zur Vorführung gelangt, mit einleitendem Referat von Polizeikommissär Scheidegger, Zürich. Dieser, vom Zürcher Polizeiinspektorat aufgenommene Verkehrsfilm bietet den Motorfakrzeugführern und sämtlichen Strassenbenützern eine Fülle von Belehrungen und Anregungen, indem auf alle Unfallmöglichkeiten aufmerksam gemacht wird. In dem Bestreben, eine korrekte und geregelte Abwicklung des Strassenverkehrs zu fördern, laden wir unsere Mitglieder zur Besichtigung dieses Films höflich ein. — Eintritt frei! — der Vorstand. AUTOSEKTION ZÜRICH. Geschicklichkeitsfahren für Automobile. Das von der Auto-Sektion Zürich des T. C.S. organisierte, grossangelegte Geschicklichkeitsfahren für Automobile ähat bei den Zürcher Automobilisten einen überaus grossen Anklang gefunden. In der kurzen Frist von 8 Tagen sind 140 Nennungen eingegangen und es dürfen bis zum Nennschluss vom 7. Oktober über 150 Anmeldungen erwartet werden. Diese grosse Zahl der Teilnehmer veranlasst das Organisations-Komitee schon am Samstagnachmittag einen grossen Teil der Konkurrenten starten zu lassen. An diesem Geschicklichkeitsfahren, das jedem Teilnehmer 12, zum Teil sehr heikle, aus der Praxis entnommene Aufgaben stellt, nehmen Automobilisten aus allen Kreisen der Bevölkerung teil. Neben bekannten schweizerischen Rennfahrern starten Automobilisten, die erst vor kurzem ihren Führerschein erworben haben. Auto-Experten und routinierte Herrenfahrer werden in scharfem Kampf um die wertvollen Preise Tingen. Die Veranstaltung ist dem allgemeinen Publikum zugänglich und da die einzelnen Aufgaben sehr spannende und interessante Momente zeigen •werden, darf auch mit einem grossen Fublikumeerfolg gerechnet werden. A. C Fliegende Kontrolle und Pollzeiallüren. Seit einiger Zeit übt das kantonal-zürcherische Polizeikommando durch fliegende Patrouillen eine eingehende Kontrolle über den Lastwagenverkehr aus. SCHWEIZ. DAMEN-AUTOMOBIL-CLUB, SEK- Heute ist einem unserer Lastwagen folgender Vorfall passiert. Wir bitten Sie höfl., denselben in TION BERN. Freitag, den 6. Oktober, setzen unsere wöchentlichen Zusammenkünfte wieder regelmässig ein. Treffpunkt jeden Freitag, von 20 Uhr eine Ahnung davon erhalten, mit welchen Polizei- Ihrem Organ zu veröffentlichen, damit Ihre Leser an im neuen Clublokal, Hotel Schweizerhof, 1. St. schikanen zu rechnen ist. — Wir hoffen auf regelmässiges und zahlreiches Erscheinen. — Der Vorstand. Fuhr da einer unserer Lastwagen auf der Strecke Kemptthal-Winterthur und begegnete vor Töss einem Lastauto der Teigwarenfabrik. W. Der Mitfahrer unseres Lastwagens, ein Bekannter des Veranstaltungen. Chauffeurs der Teigwarenfabrik W.. grüsste denselben beim Vorbeifahren durch Winken mit der Tagung der A. I. T. in Rom. Die < Alliance In- Hand. Unmittelbar darauf wurde unser Lastwagen ternationale de Tourisme > hielt vom 25. bis 30. durch die fliegende Polizeikontrolle aufgehalten und September in Rom unter dem Vorsitz von Dr. der Mitfahrer verhaftet. Henneberg (Genf) ihre Jahrestagung ab. Bekanntlich eind in der A. I. T. nicht weniger als 8 Grund: Es wurdn ihm vorgeworfen, er habe durch Millionen Mitglieder und 189 Landesverbände zu einem internationalen Spitzenverband zusammengefasst. Der Schweiz. Touring-Club war durch die Herren A. Lachenal und J. Quinclet vertreten. Die beiden Schweizer beteiligten sich intensiv an den Debatten in Rom und unterbreiteten je einen Bericht, Herr Lachenal über die obligatorische Versicherung der Haftpflicht und Herr Quinclet zur Abänderung des Art. 6 der Internationalen Konvention über den Strasseuverkehr (Ausgabe von internationalen Dokumenten). In sumarischer Weise erwähnen wir aus dei reich gespickten Traktandenliste dio interessantesten Vorschläge, von denen eine Mehrzahl genehmigt wurde- ..1. Publikation einer Broschüre über die Vorteile, die den Mitgliedern der A. I. T. bei Auslandreisen geboten werden 2. Erlangung- von Zollfreiheit durch touristisches Propagandamaterial in jenen Ländern, die diese Zollfreiheit noch nicht gewähren. 3. Vermehrte Einführung von Schlafwagen für die 2. und 3. Bahnklasse nach dem Muster von Frankreich und Skandinavien. 4. Konstitution einer A. I. T.-Kotnmission für Lufttourismus. 5. Intervention bei allen Regierungen zur Aufhebung des Regimes des sofortigen Bussenbezuges im Falle von Gesetzesübertretungen durch Automobilisten. 6. Einführung der obligatorischen Versicherung der Haftpflicht des Autolenkers für alle Länder. 7 Praktische Durchführung der Organisation auf der internationalen A. I. T.-Verkehrsader London—Stambul. 8. Aufstellung von grossen internationalen Itineraires in tabellarischer Form. 9. Studium der Abänderungen, die am Art. 6 der Konvention über den StrassenverkehT anzubringen sind (Aushändigung von internationalen Dokumenten an Ausländer usw). 10. Bekanntmachung des Reglernentes über den mit meinem XK-Tonnen-Wagen ein© Busse Ton internationalen Wettbewerb betr. touristische Plakate. leisesten beanstandet zu werden. A. B. in Z, 25 Franken, ohne bei der Kontrolle auch nur im Der arbeitsreiche Kongresa schloss mit einem Nachschrift der Redaktion: Die Empfang beim italienischen Regierungschef und Eidg. Verordnung zum BG über den Motorfahrzeugverkehr versteht unter schweren Motorwagen mit einer Besichtigung der Ausstellung zur faszistischen Revolution. hl. (ATt. 2) solche, die ein Gesamtgewicht von mehr als 3500 kg haben. Für diese Kategoria von Motorfahrzeugen sind in Art. 43 VO Höchstgeschwindigkeiten inner- und ausserorts angesetzt. Hinge- BJ^^ ;c»*l«i gen gelten für leichte Lastwagen die gleichen Ge- wie für Personenwagen, « Strassenverkehr.» Zu den in Nr. 72 derschwindigkeitsvorschriften « A.-R. » unter diesem Titel in der Leserkreis-Spalte d. h. ausserorts ist keine ziffernmässige Geschwindigkeitsgrenze angeordnet. wiedergegebenen Aeusserungen von Ing. E. B. in Z. erhalten wir von einem weiteren Leser folgende Die Einmann-Stoppuhr-Kontrolle verdient nie Entgegnung: das Prädikat einer gerechten Kontrolle, denn die Ich bin ziemlich mit Ihnen einig, soweit Sie sich Fehlerquellen dieser « Messmethode » gehen oft ins mit der Verwendung von Lampen rot, gelb und grün Phantastische. Nach den uns vorliegenden Angaben widerspricht offenbar die ausgesprochene befassen. Würden diese Signale jedoch nach Ihren Angaben montiert, so wären sie praktisch wertlos. Busse den gesetzlichen Bestimmungen. Red. Ihre Skizze täuscht. Allem Anschein nach stehen die Lampen auf dem Trottoir, sonst würden sie ja überfahren, oder, wenn aufgehängt, heruntergeschlagen. In Höhe von weniger als 6 m werden sie von hohen Fahrzeugen aller Art gedeckt, und wenn auf dem Trottoir placiert, so fallen sie noch mehr aus dem Gesichtsfelde der ankommenden Fahrzeuge, wie auf beiliegender Skizze zu ersehen ist. Entlang dem schattierten Trottoirrand, sagen wir, stehe nur ein Wagen geparkt, A. Der Wagen allein aber verdeckt den drei hinteren vollkommen das Signal, und Wagen E sieht das Licht erst wenige Meter, bevor er anhalten müsste, falls das Licht rot wäre. Meiner Ansicht nach sollten diese Lichter immer, wenn möglich,.- so placiert werden, dass sie mindestens auf 80 m Distanz gesehen werden können, und hoch genug, dass sie von keinem Lastwagen verdeckt werden können, mindestens 8 m. Ein guter Fahrer schaut weit nach vorne, sieht oft, wann das Licht wechselt, und richtet sich danach. Ich habe noch keine Lampe gesehen, die momentan von grün auf rot ging. Entweder zeigen die Lampen grün, gelb, rot, oder das grüne Licht geht aus (und das ist das Zeichen zum Anhalten), und erst nach 5 oder 7 Sekunden wird es rot. Wechselt also kurz vor einer Kreuzung das Licht von grün auf gelb, so entscheiden die Geschwindigkeit, mit der man fährt, und die genaue Distanz, ob man anhalten oder durchfahren soll, denn die Querstrasse bekommt das grüne Licht nicht, bevor das meine auf rot geht. Meiner Ansicht nach sind Lampen mit grün, gelb, rot oder auch nur grün und rot zweckdienlicher als die Uhren. Wo man Automaten mit drei Birnen hat, kann man mit gutem Erfolg rot und grün ausschalten und gelb flackern lassen, zu Tageszeiten jedenfalls, wo der Verkehr nur unbedeutend ist. Das lässt die Wagen rascher durch und verhindert manch unnötiges Warten. Zu Ihren Befürchtungen wegen hochstehender Lampen möchte ich erwähnen, dass auf den grossen Boulevards der Stadt New York, auf dem Broadway z. B., nur mit grün und rot reguliert wird, und dass an der 5., Avenue und 42. Strasse, einer der verkehrsreichsten Punkte, die Lampen mitten in der Strasse mindestens 12—15 m hoch stehen. Ich fuhr dort auf den Strassen in 14 verschiedenen Staaten insgesamt mindestens 180000,km und habe jeweilen Unterschiede in • Verkehrsvarschriften und diesbezügliche Ansichten mit Interesse verfolgt. 0. K. G. Winken den Chauffeur der Teigwarenfabrik darauf aufmerksam gemacht, dass die Polizei hinterher fahre und Kontrolle mache. Unser Beifahrer hat dies ganz energisch bestritten, indem er lediglich den Chauffeur gegrüsst habe und keine Ahnung davon hatte, dass der Kontrollwagen der Polizei hinterher fahre. Die Polizei verlangte nun die sofortige Bezahlung einer Ordnungsbusse von Fr. 20.— Unser Mann weigerte sich aber, diesen Betrag zu bezahlen, indem er sich nichts habe zu schulden kommen lassen und überhaupt kein Geld bei sich habe. Ausserdem sei er bis vor 14 Tagen ein ganzes Jahr lang arbeitslos gewesen. Hierauf wurde er als verhaftet erklärt und von zwei Polizeibeamten in das Polizeiauto verstaut. Schliesslich erklärte sich die Polizei bereit, die Busse auf Fr. 10.— zu reduzieren, und zwar in Anbetracht der Arbeitslosigkeit des Verhafteten. Es wurde ihm alsdann noch gedroht, dass, wenn er nicht bezahle, er einfach mitgenommen werde. Alle Proteste des Chauffeurs und alle Beteuerungen de? Beifahrers nützten nichts. Es hiess einfach: bezahlen oder mitkommen. Der Betreffende, ein williger, arbeitsamer junger Mann, hatte Angst, seine Stelle zu verlieren, wenn er nicht mit dem Lastwagen nach Hause komme, und bezahlte schliesslich den Betrag. Es ist kaum glaublich, dass einem Bürger Derartiges in der heutigen Zeit in unserer sogenannten freien Schweiz passieren kann. L. in W. Versteckte Kontrolle bei Bürgten. Um andere Fahrer zu warnen, setzte ich Sie hiemit in Kenntnis, dass bei Bürglen (Kanton Thurgau) in letzter Zeit wieder versteckte Kontrolle gemacht wird von nur einem Polizisten. Die Strecke wird laut Bussenzettel als « innerorts » bezeichnet, obwohl dieselbe sich ausserhalb der Gefahrzone des Dorfes gegen Weinfelden zu befindet. Natürlich hat man es nur auf die Lastwagen abgesehen, wobei aber der diensttuende Polizist keinen Unterschied zwischen schweren und leichten Lastwagen macht. Ich erhielt bei 48 km/St. Der hilfsbereite T. C. S.-Agent. Am 22. August hatte -ich gelegentlich unserer Rückreise aus den Ferien vom Berner Oberland herkommend, eine 1 Störung an meinem Wagen. Wie vom Himmel gesandt, kam nach kürzer Zeit einer von d©n T. C. S.- Agenten, die jeweils die bestimmten Strecken befahren. Auf das Winken seitens meiner Frau kam in bereitwilliger Weise dieser Agent zum Wagen. Er merkte sofort, da die Zündung noch in Ordnung war, da