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E_1933_Zeitung_Nr.086

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6 AUTÖMOBIL-REVUB

6 AUTÖMOBIL-REVUB 1933 - N» 86 Luftfahrt Geschwaderflüge. Die italienische Fliegerei hat mit ihren erfolgreichen Geschwaderflügen Schule gemacht. In Zukunft wird weniger eine bemerkenswerte Einzelleistung, als die Durchführung des Fluges in geschlossenem Verbände von Bedeutung sein. Eine neue Richtung in der Entwicklung der Luftfahrt bereitet sich vor, und dieser Wendepunkt erinnert an den Umschwung, der vor einigen Jahren einsetzte, als man die zukünftige Rolle der Kampf- und Bombenflugzeuge den bisher bevorzugten Jagdeinsitzern gegenüber richtig einzuschätzen begann. In Würdigung des taktischen Wertes der Geschwaderflüge, ist man sich über die Vorteile klar geworden, die die systematische Ausbildung für Gruppenflüge über lange Strecken, die Vorbereitung für die damit verbundenen navigatorischen Aufgaben und die verschärfte Erprobung des Flugmaterials mit sich bringt. Wenn auch die Lösung dieser hier nur angedeuteten wichtigen Fragen zunächst noch längerer und kostspieliger Vorarbeiten bedarf, so werden die hieraus erzielten Erfahrungen der Luftfahrt einen neuen kräftigen Impuls erteilen. Die Lehren des Geschwaderfluges sind auch an der Sportfliegerei nicht stmrlos vorübergegangen. Nach Beendigung des diesjährigen Deutschlandsfluges erklärte der deutsche Luftfahrtminister, General Goering, dass in Zukunft von deutscher Seite das Schwergewicht auf Flugleistungen zusammengehöriger Besatzungen in geschlossenem Verbände gelegt werde. Die grössten Anstrengungen in dieser Richtung werden indessen von der Militärfliegerei der einzelnen Länder gemacht, und als nächstes derartiges Unternehmen steht der französische Geschwaderflug nach Afrika mit 27 Potez TOE- Flugzeugen bevor, auf den an dieser Stelle bereits mehrfach hingewiesen wurde. Ohne grosse Propaganda gehen zu gleicher Zeit ernsthafte Vorbereitungen der amerikanischen Marine vor sich. Vor kurzem führte ein Gruppenflug 6 Flugboote der US-Navy von der Basis Hampton Roads bei Norfolk nach Coco-Solo in der Nähe des Panamakanals über eine Entfernung von 3300 km. Mit dieser Flugleistung wurde von jedem einzelnen der daran teilnehmen Flugzeuge der Entfernu'nsrsweitrekord für Wasserflug- zeuge, den die französische Besatzung Mermoz-Qirie aufgestellt hatte, überboten. Die amerikanische Flugstrecke ist. um ein Bild dieser Leistung zu geben, um etwa 610 km länger, als die grösste Etappe, die das italienische Geschwader auf dem Rückflug von Shoal Harbour nach den Azoren zurückgelegt hat. Das eingesetzte Material bestand aus 6 Consolidated VP-5F-Flugbcoten, zweimotorigen Anderthalbdeckern, mit einer Besatzung von je 6 Mann. Eins der teilnehmenden Boote musste zwar wegen Störungen an einem Motor den geschlossenen Verband verlassen, setzte jedoch den Flug mit verminderter Geschwindigkeit fort. Dieser erste amerikanische Erfolg ist nur die Einleitung zu einem noch grösseren Unternehmen, das den Wert des fliegenden Personals und des Fluggeräts auf eine härtere Probe stellen solL Man plant die Zurücklegurtg einer Flugstrecke von 4800 km in geschlossenem Verband vom Panamakanal bis zur grossen Marinebasis San Diego. Nach amerikanischen Nachrichten arbeitet man gleichzeitig intensiv an der Fertigstellung eines wesentlich verbesserten Flugmaterials. In der Nähe von Washington soll zur Zeit ein Flugboot erprobt werden, von dem man nur weiss., dass es grosse Geschwindigkeit besitze und für Flüge in grösserer Höhe vorgesehen ist, um seinen Einsatz auch bei ungünstigen Wetterbedingungen zu ermöglichen. Dieses Baumuster wird als das geeignete Ozeanflugboot betrachtet und man knüpft ausserordentliche Erwartungen an diese Konstruktion, für deren Herstellung die notwendigen Beträge schon bereitgestellt sein sollen. Militärisch-technische Erwägungen werden in diesem Punkte durch politisch-wirtschaftliche Motive unterstützt. Präsident Roosevelt hat General Balbo einen amerikanischen Gegenbesuch in Aussicht gestellt. Wenn dieser Besuch zustande kommt, wird er mehr zu bedeuten haben als einen reinen Akt der Höflichkeit. Er soll die Schlagkraft der amerikanischen Fliegerei unterstreichen, und die beste Propaganda für die amerikanische Luftfahrtindustrie darstellen, die alle Anstrengungen macht, um Auslandsmärkte zu gewinnen. -itav- Byrd's Antarktis-Expedition. Das erste Schiff der Byrd'schen Südpolexpedition verliess Boston (Mass.) zu Beginn des Monats Oktober und nahm nach einem kurzen Aufenthalt in New-York Kurs nach dem Süden. Der zweite Teil der Expedition steht unmittelbar vor der Abfahrt. Die Expedition führt Das Curtiss-Condor-Flugzeug, mit dem Byrd demnächst zu seiner «weiten Antarktis-Expedition aufbrechen wird, und von welchem wir unlängst bereit« eine Innenaufnahme brachten. einen KeHett-Tragschrauber und ein zweimotoriges Curtiss-Condor-Flugzeug (Reichweite 2897 km) mit Edo-Schwimmern mit A Ein Flughafen über dem Hudson? Man denkt ernstlich an die Errichtung eines Flughafens über den Docks im Hudson und zwar auf der Seite nach New-York hin. Folgende Abmessungen sind für diesen neuen Flughafen vorgesehen : Höhe 200 ft (60,9 m), Gesamtfläche 2000X800 ft (610X244 m). Die Genehmigung der zuständigen Behörden in A New-York ist noch nicht erteilt. Die maximale Fallgeschwindigkeit eines Menschen. Man hat berechnet, dass die maximale Fallgeschwindigkeit eines Menschen, wie sie beispielsweise ein Fallschirmabspringer vor dem Oeffnen des Fallschirms erreicht, 200 Stundenkilometer nicht übersteigt. Auch dann, wenn ein Mensch aus einem mit grösserer Geschwindigkeit abstürzenden Flugzeug herausfiel, würde ihn der Luftwiderstand auf dieses 200 Kilometertempo «abbremsen ». Betrug die anfängliche Fallgeschwindigkeit Null, so wird die Fallgeschwindigkeit von 200 km/St, nach 11 Sekunden oder 380 m Fallraum erreicht. Diese Feststellungen sind deshalb wichtig, weil sie lehren, dass man einen nicht automatischen Fallschirm ebensogut erst nach mehreren tausend Metern Absturz, wie schon nach einer Absturzhöhe von 380 m öffnen kamt. Die Beanspruchung des Materials und damit die Gefahr, dass der Schirm zerreisst, sind dabei nicht grösser. Da die Fallschirme normalerweise für Anfangsgeschwindigkeiten von mindestens 200 km/St, berechnet sind, besteht die Gefahr der Überbeanspruchung des Materials überhaupt nicht. -s. Segelflugzeug-Akrobatik. Das sowjetrussische Segelflugzeug « 10 Jahre > soll mit einem unbekannten Piloten einen neuen Weltrekord aufgestellt haben, indem es in 3 Stunden und 50 Minuten 209 Loopings schlug. Welcher Vogel macht das nach? -t^"~ Sir Alan Cobhams Wanderzirkus. Die beiden Abteilungen des Wanderzirkus von Sir Alan Cobham haben von Ende April bis 9. Oktober 1933 250,000 Personen die Lufttaufe erteilt. Im gleichen Zeiträume haben 800,000 Zuschauer die Veranstaltungen des Wanderzirkus, die als « National Aviation Day Display » allgemein bekannt sind, besucht. So wirbt man für die Luftfahrt! A D a s A u t o - u n d M o t o r r a d - O e l D, D das immer populärer wird, erhalten Sie in jeder guten Garage. General-Vertreter: SIMPEX S.A., Genf, 5, rue Merle d'Aubigne. Telephon 49.094 für „Kleine Anzeigen" nachstehenden Coupon ausfallen! 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N» 8« - 1933 ÄUTOMOBIL-REVOb Veranstaltungen. Die Beeinflussung des Motorfahrzeugverkehres durch die Benzinsteuern aller Art ist ein© feststehende Tatsache. Die schädigende Wirkung übersetzter fiskalischer Belastung auf die weitere Entfaltung und Entwicklung des Kraftverkehrs werden im Ernste auch diejenigen Instanzen nicht mehr abstreiten wollen, denen die Einahmen zugute kommen und die daher ein unmittelbares Interesse an der Aufrechterhaltung der Steuern haben. Leider hält es aber schwer, ziffernmässig einen Nachweis für diese Schädigung zu erbringen und sich zudem noch andere Einflüsse auf die Entwicklung des motorisierten Strassenverkehrs geltend machen. Die allgemeine Wirtschaftslage, die Kaufkraft der Masse, das Verhältnis von Anschaffungskosten und Amortisationsmöglichkeiten, Höhe der Garagenmieten, Versicherungen und sonstigen Nebenkosten, allgemeiner Zustand des nationalen Strassennetzes, Verkehrsvorschriften etc, beeinflussen ganz beträchtlich den jeweiligen Stand der Motorisierung. Das psychologische Moment, das mit einer starken fiskalischen Belastung des Fahrzeuges oder der Betriebsstoffe verbunden ist, wirkt sich aber bestimmt viel stärker aus als die übrigen rechnerischen Ueberlegungen bezüglich Unterhalt und Anschaffung. Den Beweis hiefür erbringt eine interessante statistische Uebersicht, welche über die Verhältnisse in den amerikanischen Bundesstaaten orientiert Die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten sowie die allgemeinen Voraussetzungen für den Betrieb eines Motorfahrzeuges sind in den meisten Staaten die gleichen. Als sicherster Gradmesser für die Motorisierung eines Verkehrs gilt neben dem Fahrzeugbestand der Benzinverbrauch. Da nun die fiskalische Belastung des Betriebsstoffes in den einzelnen Staaten verschieden ist, so gibt der Benzinkonsum neben dem Wagenbestand den zuverlässigsten Anhaltspunkt darüber, in wieweit die Höhe ier Benzinsteuer den Motorfahrzeugverkehr beeinflusst. Die Benzinsteuer schwankte zwischen 1 und 6 Cents pro Gallone und erfuhr im Jahre 1932 eine weitere Erhöhung durch die Einführung einer Bundessteuer von 1 Cent pro Gallone. Diese Zusatzsteuer wirkte sich, je nach der vorherigen Höhe des Steueransatzes, verschieden aus, indem sie in den Staaten mit niedriger Grundtaxe erträglicher war als in denjenigen mit hohen Sätzen. Dazu kam'noch die Wirtschaftskrise, so dass beides einen allgemeinen'Rückgang des Kraftverkehrs mit sich brachte. Bemerkenswert ist nun, dass die Schrumpfung dort am geringsten ist, wo die niedrigeren Benzinsteuern gelten, wie dies aus der untenstehenden Tabelle deutlich hervorgeht, welche die Verhältnisse im ersten halben Jahre 1931 und 1932 zum Ausdruck bringt : getretenen Teams zeigten jedenfalls aüsserordentliche Geschicklichkeit und verblüffende Gelenkigln den vier Staaten mit der kleinsten Steuer ging zwar der Wagenbestand ebenfalls zurück, doch litt darunter die Intensität des Verkehrs keineswegs, indem der Benzinverbrauch sogar noch um 2,5% gesteigert werden konnte. In den Staaten mit den höchsten Steuersätzen dagegen erfolgte eine ganz beträchtliche Minderung des Fahrzeugparkes und eine entsprechende Abnahme des Benzinbedarfes. Diese Zahlen weisen eine derartige Regelmässigkeit in ihrer Bewegung auf, indem mit zunehmender Steuer eine äquivalente Drosselung des Kraftverkehrs eintritt, dass sie überzeugend wirken müssen. Sie erlauben daher eine Verallgemeinerung, und wenn auch die amerikanischen Verhältnisse nicht ohne weiteres auf Europa oder gar die Schweiz übertragen werden können, so darf doch mit Gewissheit angenommen werden, dass jede Steuererleichterung auch bei uns einen wohltuenden Impuls auf die Kraftverkehrswirtschaft haben würde. Dies um so mehr, als die hiesige Belastung des Benzins und des Motorfahrzeugverkehrs überhaupt eine viel stärkere ist als in Amerika und daher auch in ihrer negativen Auswirkung bedeutend nachteiliger sein musste. B. Die Schweizerische Gesellschaft der Motorfahrer-Offiziere, Gruppe II. Armeecorps, unternimmt am nächsten Freitag eine gemeinsame Fahrt nach Stuttgart, von wo aus nachmittags eine Besichtigung der Karosseriewerke von Mercedes-Benz in Cannstadt und am Samstag ein Besuch der Hauptfabrik dieser Weitfirma in Untertürckheim stattfinden wird. Bei : genügender Beteiligung ist ausserdem Samstags ein Besuch der Kraftwagengruppe Abteilung 5, ,in Stuttgart-Cannstadt vorgesehen. Als Fahrtleiter amtet der Präsident der Gruppe, Major H. Maden m. AUTOSEKTION ZÜRICH, Geschicklichkeitsfahren, Mit dem vielzitierten «Festwetter >, das just Samstagmittag einsetzte, war bereits der Erfolg dieser Veranstaltung entschieden. Die mühevollen Vorbereitungen des Organisationskomitees trugen ihre Früchte: im Herzen Zürichs, auf dem alten Tonhalle-Areal, wurde an zwei Tagen (Samstagnachmittags und den ganzen Sonntag) ein Gymkhäna mit 162 Teilnehmern ausgetragen, zu dem, weil über 7000 Zuschauer gekommen waren, die dieser schönen sportlichen Manifestation des Automobilismus mit grossem Interesse folgten. Die Resultate zeigten, dass Zürich über eine grosse Zahl tüchtiger und korrekter Amateur-Fahrer verfügt, die ihre Plätze in der Rangliste weit VOT den Experten stellen konnten. Die zu lösenden 12 Aufgaben stellten, jede in ihrer Art, ziemliche Anforderungen an die feinfühliohe Beherrschung der Maschine, an Nerven, Aug* und Hand der Fahrer. Die Bewertung, die durch mehrfache Kontrollen erfolgte, funktionierte mit grosser Promptheit, so dass fast gar keine Proteste erfolgten. Auch dem erzieherischen Wert der sportlichen Veranstaltung der Auto-Sektion Zürich des T. G. S. muss ein gutes Zeugnis ausgestellt werden, da eine ganze Reihe der Aufgaben auch die theoretische Seite -des Automobilismus be- TÜhrte. Mit erstaunlicher Pünktlichkeit hatte die JUTY ihre Arbeit vollendet. Bereits drei Stunden nach Schluss des Geschicklichkeits-Wettbewerbes konnte der Präsident W. Baumgartner bei einer gemütlichen Abendunterhaltung im Waldhaus Dolder mit einem Dank an alle Teilnehmer und die unermüdlichen Organisatoren die Preisverteilung vornehmen. Ein reichhaltiger Gabentempel mit vielen und wertvollen Preisen füllte die ganze Bühne Sicherlich lehrreich war zu sehen, wie B. B. das Parkieren zwischen zwei Wagen ausserordentlich viel Schwierigkeiten bietet und auch, btim g raden Rückwärtsfahren die Konkurrenten meistens sehr viel Strafpunkte häuften. Im Blindfahren, das wohl weniger automobilistisehes Können verrät, erwiesen, sich nur sehr wenige Meister, ebenso stiess das Bedienen eines fremden Wagens auf bedenkliche Schwierigkeiten. Im Sonntagsprogramm wurde, wahrscheinlich als Konzession an das anwesende Publikum, eine kleine lustige Szene eingeschaltet. Grosses Allgemeininteresse wurde dem spannenden Autobai 1- ' spiel-Match entgegengebracht, wenn auch diesem zum erstenmal in der Schweiz gezeigten Sport vorderhand noch keine weitere Verbreitung prophezeit werden kann. Die Fahrer der drei an- keit des Autos. Das ähnlich den Fussljallregeln durchgeführte Spiel, das H. Fahrner leitetet brachte dem Fiat-Team den Sieg (erstes Spiel Fiat: Tognazzo 6:4; zweites Spiel: Fiat: Ford 5:3) Situationen von beängstigendem In- und Aneinanderfahren, wobei Blech, Kühler und Achsen sich bogen und der Ball seine Seele aushauchte, lösten spontanen Beifall aus. Recht interessant war es, die einzelnen Phasen sowohl des Gymkhanas als auch des Autoball-Matches noch am gleichen Abend in einem flott aufgenommenen Schmalfilm nochmals zu erleben, den mit bewunderungswerter Schnelligkeit die Firma Gimmi & Co., Zürich, au Siemens-Apparaten herstellte und vorführte. Der erstmals in so grossem Rahmen durchgeführte Wettbewerb ist ein neuerliches Zeichen dafür, dass die grösste Sektion des T. C. S. eine erfreuliche Initiative an den Tag legt, die es versteht, nicht nur ihren Mitgliedern etwas zu bieten, sondern auch den schönen., friedlichen Gedanken des Automobilsportes in die breiten Massen zu tragen. Dass Geschicklichkeit im Fahren und vollkommene Beherrschung der Maschine zu den ersten Tugenden des Automobilisten gehören, davon haben sich Tausende an dieser Veranstaltung überzeugen können, die nur als Sprungbrett für eine im nächsten Jähre von allen Sektionen des T. C. S. auszutragende schweizerische Meisterschaft im Geschicklichikeitsfabren galt. Die Rangliste ergab: 1. Preis: Carl Bodmer 2. Preis: A. Patscheider 3. Preis: Otto Hauser jun. 4. Preis: W Dreyer 5. Preis: Ad. Graf 6. Preis: E. Campolongo 7. Preis: E. Hartmann 270 » 5' 45' Die beste Zeit fuhr Max Fiedler (Rang 38) mit 4' 23"; Speziaipreise erhielten ferner der beste Amerikas September-Autöproduktion. Im Militärfahrer B. Gietz (Rang 12, 295 Punkte, Zeit: 7' 04") und die beste Damen-Fahrerin, Fräulein M. Hurter (Rang 44, 380 Punkte, Zeit: 6' 18"). Alle Teilnehmer erhielten Preise und überdie eine künstlerisch ausgeführte Plakette. H. T. Monat September wurden 139.153 Wagen gegenüber 173,172 Wagen im Vormonat fertigerstellt. In obigen Ziffern ist die Produktion des Fordkonzerns nicht inbegriffen. Für die ersten 9 Monate stellt sich die Höhe der amerikanischen Automobilerzeugunj: auf 1,294,582 Einheiten gegen 841,552 im Vorjahre. = T. C. S. Motorfahrzeug Benzinverbrauch Benzinsteuer in Zu- {+) in Mill. Zu- (+) in Cents je Anzahl der 1000 Stück bezw. Ab- Gallonen bezw. Ab- Gajlone Staaten 1932 nähme (—) Januar bis nähme (—) in °/o Juni 1932 in % 2 4 1335 — 4,6 419,1 + 2,5 3 13 12 278 — 4,8 3 539,8 — 1,4 4 17 6 854 — 8,2 1803,8 —• 7,0 5 8 1512 — 7,9 429,7 — 7,3 6 5 1167 —11,4 358,4 — 7,4 7 2 561 —13,9 560,7 —13,1 140 Punkte 5* 09 210 » 6' 21' 225 » 5' 04" 245 » 4' 58' 270 > , 5' 10' 270 » 5' 16' Economie d'es.sence et d'huile Augmentation de rendement Pas de montee d'huile Pas de mattage des gorges Pas de serrage, ni grippage \*h.t\'-''tf f NORGES ZÜRICH / BERHE RecHfication de cyiindres Pistons en alliage d'alumimum pour tous moteurs. Soupapes en acier inoxydable ä haute teneur de chrome ou au silchrome. Rectification de vilebrequins sur machines speciales. Regulage de coussinets de bielles et de paliers. Coussinets de bielles et de Carters mandrines 3 fofs pfus durabfes qwe des coussinefs ordlnafre».