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E_1933_Zeitung_Nr.089

E_1933_Zeitung_Nr.089

Eine unhaltbare Lösung.

Eine unhaltbare Lösung. Wie in Nr. 88 der «A. R.» berichtet wurde, hat der aargauische Grosse Rat in seiner letzten Sitzung betr. der Verkehrsfrage im Suhrental einer Kompromisslösung zugestimmt, die dieser Behörde kein gutes Zeugnis für die Beurteilung verkehrspolitischer Fragen ausstellt. Die für das Problem der Verkehrsgestaltung des Suhrentals aufgewandte Druckerschwärze zusammen mit den offiziellen und inoffiziellen Gutachten, Versammlungen, Vorlagen, Vernehmlassungen und Resolutionen wären in ihrem Umfange und ihrer Leidenschaftlichkeit einer grössern Sache und einer bedeutenderen Angelegenheit würdig gewesen. Um so mehr hätte man annehmen können, dass die aargauischen Volksvertreter die Frage des Ausbaus der Suhrentalstrasse aus ihrer lokalen Interessensphäre herausgenommen hätten, um einen Entscheid zu wählen, der wenigstens vom kantonalen, wenn möglich auch vom interkantonalen Standpunkt aus gerechtfertigt gewesen wäre. Wenn schon die kantonalen Grenzen der schweizerischen Strassenbaupolitik unüberwindliche Hindernisse entgegenstellen, so sollte man in der Differenzierung nicht noch weiter gehen und selbst isolierte Talschaftsinteressen einer grosszügigen Regelung überordnen. Betrachtet man die Frage des Suhrentalstrassenbaues vom aargauischen Standpunkt aus, so ist zweifellos der Auffassung der Baudirektion beizupflichten, die dieses Strassenstück in den Rahmen einer neuen, leistungsfähigen Nordsüdverbindung stellte. Damit wäre namentlich dem verkehrswirtschaftlich abgelegenen Fricktal im Zusammenhang mit dem Ausbau der Staffeleggstrasse eine gegenüber der kurvenreichen Hauensteinroute um 15 bis 30 Kilometer kürzere Verbindung mit der Zentralschweiz ermöglicht worden. Auch dem internationalen Autotourismus über die Rheinbrücken von Rheinfelden, Stein- Säckingen, Laufenburg und Koblenz-Waldshut würde eine neue zentralschweizerische Zufahrtsstrasse geschaffen worden sein, die die Gefahr der Umgehung aargauischen Gebietes ausgeschlossen hätte. Der Kanton Luzern hat die durch den Ausbau der Suhrentalstrasse geschaffene Möglichkeit vermehrten Fremdenverkehrs wohl eingesehen; seitens der luzernischen Regierung lag denn auch die schriftliche Zusicherung vor, dass Luzern die neue Autostrasse durch das Suhrental an der Grenze ob Mooslerau abnehmen De Giorgi, Hof er & C£, Bern Rodtmattstrasse 47 - Tel. 21.856 vereint alle Vorzüge der vielen nachgeahmten Oberschmieröle. A. Blaettler-Schenkel Oberleimbach-Zürich 21 852! Spez.- Sedan, 5 PL, 4 Türen, Modell 1930, 16,85 PS, 6 Speichenräder, Koffer, alles in prima Zustand, nur 26 0OO km gefahren. Steuer und Versicherung 1933 bezahlt. Nur gegen bar Fr. 2500.— sofort. 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Die Direktion der Aarau-Schöftlandbahn hat nicht mit Behauptungen gekargt, die vor allem den Gewerbetreibenden des Suhrentals wie auch denjenigen des Wynentals die Nachteile des Baus einer Automobilstrasse an die Wand zu malen verstanden. Wenn die Baudirektion den Bau einer Umgehungsstrasse vorschlug, so ging sie dabei von der einzig richtigen und weitblickenden Erkenntnis aus, dass eine Verbreiterung der bestehenden Strasse an den zu hohen Landerwerbskosten und an der teilweisen Verbreiterungsunmöglichkeit in den Ortschaften undurchführbar sei. Demgegenüber vertraten die Suhrentaler Gewerbekreise die Auffassung, dass eine Umgehungsstrasse die Verkehrsinteressen in der Talschaft schädige. Aus diesem Grunde wurde durch verschiedene Gemeinden der Vollausbau der bestehenden Route auf mindestens 6 Meter Breite, unter Fallenlassen des Umgehungsprojektes, verlangt. Der Grosse Rat hat nun weder dem einen noch dem andern Vorschlag zugestimmt, sondern der Baudirektion den Auftrag erteilt, die Pläne zu einem reduzierten Ausbau der alten Strasse anzufertigen, wobei die Verpflichtung der Verbreiterung der Fahrbahn auf 6 Meter ausdrücklich abgelehnt wurde. Mit diesem Entscheid haben sich die Suhrentaler nun abzugeben, und es wird den Automobilisten kaum einfallen, diese Strasse, in der auch noch die Geleise der Aarau- Schöftlandbahn verlegt sind, in vermehrtem Masse zu benützen. Nicht nur die gegenwärtige, sondern im vermehrten Masse noch die zukünftige Verkehrsdichte verlangt heute vom Strassenbau in technischer Hinsicht eine Lösung, die einen reibungslosen Ueberlandverkehr gewährleistet. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird man in einigen Jahren selbst im Suhrental einsehen, dass man sich mit dieser Regelung ins eigene Fleisch geschnitten hat, denn das Geld für die Instandstellung der passende Koffer Bugatti 3 Iltres coach, 4 pl., mod. 1931, 20000 km. — Case gare No. 202, Lausanne. 10874 Zu verkaufen Fiat 503 B 7 PS, 4türige Limousine, mit Lederpolsterung, nach neuem Gesetz ausgerüstet. Fr. 2000.— Oswald, Gärtnerstr. 5, Zürich. Tel. 60849 Gebr. A.&P. Käsermann, Bern Schwarztorstr. 79 f.l Nt. 134460 153396 ORP. Nr. 551318. 551319 1 Wasser- Wirbel. LuH- Wirbel. Luft- !• Tel. 29.564 Ersetzt die heiss werdenden Kühler durch unser patentiertes Kühlernetz AUTOMOBIL-REVUt 1933 - N° Der englische Bremsbelag der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist A. WUST-REBSAMEN R U T I-Zürich TELEPHON 54 ADED BRAKE LININC der alten Strasse ist doch nutzlos vertan, weil dadurch nur die lokalen Bedürfnisse befriedigt werden können. Wir behaupten nach wie vor, dass eine angemessene Instandstellung der bestehenden Route und deren AUTO-OCCASION CITROEN Staubfreimachung mit Parallelleitung des direkten Autoverkehrs auf eine Umgehungsstrasse die zweckmässigste und der zukünftigen Entwicklung entsprechende Lösung des Suhrentaler Strassenstreites gewesen wäre. Mit der östlichen und westlichen Umfahrung des aargauischen Kantonsgebietes, wie es durch den jüngsten Grossratsentscheid präjudiziert wurde, kommt hinsichtlich des Nordsüdverkehrs der Kanton Aargau immer mehr ns Hintertreffen. Am Beispiel der Staffeleggstrasse steht diesem Kanton der schlagendste Beweis dafür zur Verfügung, dass sich der moderne Strassenverkehr eben dorthin wendet, wo ihm bessere Verkehrsmittel geboten werden, und das ist in diesem Falle der untere Hauenstein, als dass er kürzere, aber dafür schlechter ausgebaute Strassenzüge benützt. Die für den Ausbau der Staffeleggstrasse bereitgestellten Mittel sind ohne Ausbau des südlichen Verlängerungsstückes ebenfalls schlecht investiert und werden kaum in der Lage sein, den bereits in starkem Masse abgewanderten Verkehr zurückzulenken. Wenn man zudem noch bedenkt, welche gewaltigen Beträge der aargauischen Staatskasse aus den Salzlagern und den vier grossen Wasserrechtskonzessionen am Rhein jährlich zufliessen, so hätte man annehmen dürfen, im aargauischen Grossen Rat einen weitblickenderen Entscheid fallen zu sehen. Vor allem ist es unverständlich, wenn man dem Fricktal Vorschub leistet, sich verkehrspolitisch weiterhin nach Basel zu orientieren, weil man in Aarau nur auf eine kleinliche Kompromisslösung bedacht war, die grosse Linien der zukünftigen Verkehrsentwicklung aber verkannte. Heute, wo die Baudirektion mit den kapitalisierten Autogebühren alte Verkehrsprojekte (Staffeleggbahn) nach modernem Gesichtspunkt realisieren wollte, um die verschiedenen Wirtschaftsgebiete einander näher zu bringen, wischt man ein solches Projekt unter den Tisch. Im Momente, wo verkehrstechnisch die Mittel gegeben wären, um das nördlich der Jurakette gelegene Gebiet in verkehrspolitischer Hinsicht zu befriedigen, ha man von einer stärkern Verbindung der verschiedenen Kantonsgebiete abgesehen und einer Lösung den Vorzug gegeben, die man nur aus enggezogenen Lokalinteressen verstehen kann und die dem Kanton Aargau ein geschlossen, 6plätzig, Mod. 1930, wenig gefahren, Fr. 5000.— FIAT 503 geschlossen, 4tüng, mit Lederpolsterung, Fr. 1400.— BUICK Torpedo, öplätzig, in gutem Zustand, Fr. 1000.— CADILLAC Torpedo, 7plätzig, ganz wenig gefahren, Fr. 2000.— CAMIONNETTE VA Tonnen, BERLIET, passend für Möbeltransporte, Fr. 2800.— Zu besichtigen bei: 9986 G. Fuchser, Oberdiessbach Telephon 26. 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Seither hat sich aber die Situation wieder etwas verschlechtert und meldeten uns die verschiedenen Stationen auf Donnerstag Mittag folgende Fahrverhältnisse : Albula: Geschlossen wegen starken Schneeverwehungen. Wird nicht mehr geöffnet. Bernina: Befahren auch ohne Ketten möglich, edoch Schneeketten der veränderlichen Witterung wegen empfohlen. Brünig: Ohne Ketten passierbar. Fliiela: Geschlossen wegen starker Schneeverwehungen. Wird nicht mehr geöffnet. Furka: Fahrbar. Schneeketten empfohlen. Grimsel: Starker Schneeverwehungen wegen gänzlich unpassierbar. Grosser St. Bernhard: Befahren über Mittag auch ohne Ketten noch möglich. Für Morgen und Abend sind Schneeketten dringend BU empfeM«n. Jaun: Gänzlich schneefrei. Julier: Falrrbar. Schneeketten empfohlen. Klausen: Trotz Schneefall gut ohne Ketten passierbar. Föhnlage (26. Oktober). Lukmanier: Ohne Ketten passierbar. Maloja, Mosses, Pillon: Gänzlich schneefrei. Oberalp: Fahrbar. Schneeketten empfohlen. Ofen: Ohne Ketten fahrbar, jedoch Schneeketten der unbeständigen Witterung wegen empfohlen.. San Bernardino: Ohn© Schneeketten gut passierbar. St. Gotthard: Trotz erneutem leichtem Schneefall gut passierbar. Schneeketten empfohlen. Simplon: Ohne Ketten gut passierbar. Splügen: Ohne Ketten gut passierbar. Umbrail: Geschlossen. Wird nicht mehT geöffnet. Internationaler Strassenbaukonsress. Nach Bekanntgabe des Organisationsausschusses für den internationalen Strassenbaukongress findet diese Veranstaltung vom 3. bis 8. September 1934 in München statt. Die Vorbereitungsarbeiten werden vom deutschen Organisationsausschuss in enger Zusammenarbeit mit der ständigen internationalen Vereinigung der Strassenbaukongresse in Paris durchgeführt. Im Rahmen der Veranstaltung sollen wichtige Fragen des Strassenbaues und des allgemeinen Verkehrs diskutiert werden. In Verbindung mit dieser Veranstaltung wird in München eine grossangelegte Strassenbau-Ausstellung stattfinden. Den Teilnehmern soll auf grösseren Besichtigungsreisen, die in fast alle Teile Deutschlands führen, Gelegenheit gegeben werden, die deutschen Strassen- und Verkehrsverhältnisse kennen zu lernen. Ihr ausgezeichneter Freund SlfflONIZ erhält und verjüngt Ihren Wagen und Ihr Mobiliar Überall erhältlich u.bel der Generalvertr. der Produkte «The Simoniz Co.. Chicago» EXCOFFIER & BOVY, 26. Boulevard Georges-Favon. GENF wwwvwwwwww Zu verkaufen FIAT Graham-Paige LUXUS- Cabriolet Karosserie Alexis Kellner. Berlin, fabrikneu (in Deutschland steuerfrei 100- pferdig, trotzdem sparsam, 130 km Höchstgeschwindigkeit, mit allen Schikanen ausgerüstet, Listenpreis Chassis 503 in prima Zustd., Fr. 500.- RM 15,000— in bar. 10733 Offerten unter Chiffre für Reichsmark 6500.— 14109 an die frei Stuttgart zu verkaufen. Automobil-Revue, Bern. Offerten unter Chiffre 60763 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen da doppelt vorhanden, Warnung! mit doppelter Nockenwelle. Garantiert 220 Stundenkilometer. 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N°89 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE IS LUl schnell gefahren wird. Dabei kommt es vor, dass Fahrer über die Kreuzung sausen, wenn tatsächlich der Zeiger schon dio Grenzlinie zwischen Rot und Grün überschritten hat, also wenn nicht mehr gefahren werden dürfte. Ich wunderte mich zunächst, dass aus der Quorriebtung noch keiner anfuhr, obschon die vie'en Wartenden es anscheinend eilig hatten. Erst nachdem der Zeiger für die soeben noch geöffnete Richtung schon weit im roten Felde war, fuhren alle los. Trotz langsamen Ueberschreitens der Grenzlinie durch den Zeiger, trotz schnellen Fahrens, trotz schon verbotener Ueberfahrt löste sich alles in bester Ordnung auf! Ich erwartete bestimmt einen Zusammenstoss. Warum er nicht eintrat, konnte ich mir zunächst nicht erklären, zumal das gelbe Zwischenlicht fehlt. Nachher musste ich über meine Einfalt lachen. Wohl zwanzigmal war ich schon unter der Ampel hergefahren, ein Dutzendmal hatte ich zugeschaut, aber jetzt erst bemerkte ich eine .äusserst sinnreiche wie originelle Lösung: Der Zeiger kommt erst dann auf die kleinere Grünfläche, •wenn sich die Querzeigor scholl eine Zeitlang in Rot bewegt! Also doch« eine Sicherheitspause. Es Stimmt al'erdings, diese Uhrzeiger-Lampe signalisiert direkt von Rot auf Grün, jedoch hat die Querrichtung dann bereits schon einige Sekunden Rot. Ein Zusammenprallen, wie dies befürchtet wurde, erfolgt also nicht, trotz des schnellen Durchflitzens! Eine schärfere Begrenzung als bei dieser Zweifarben-Arripel mit rotem Zeitpuffer kann ich mir gar nicht denken. Man sollte auch licht-Ampeln auf zwei Farben, beschränken, aber mir scheint, dass das gar nicht geht, denn es fehlt ja die VorbereitungsmögHchkcit Seit dem Tage bin ich ein grosser Freund der Zeiger-Lampe am Bleicherweg. Ich finde, dass 1. der Apparat durch seine Höhe sehr weit sichtbar ist; 4. das Achtungszeichen geradezu glänzend durch den fortschreitenden Zeiger ersetzt wird. Ferner habe ich schon beobachtet, dass viele Fahrer schon von weitem darauf achten, was si- (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) gnalisiert ist und was signalisiert werden wird. Gehör und Motorfahrzeugführung. Zu den von Sie halten ihr Fahrzeug in Bewegung und passen ärztlicher Seite stammenden Ausführungen über sich der Entwicklung ausgezeichnet an. Ein Bück • Gehör und Motorfahrzeugführung» (A. R. Nr. 81 rechtzeitig auf die Uhr — und jeder weiss, was es und 82) erhalten wir von einem schwerhörigen Autofährer nachstehende Zeilen: ich hab' sie auch gesehen. Ich habe auch so geschlagen hatl Die « gekrümmten Rücken» — Es gehört zur Tragik der Automobilgesetzgebung, einen Rückenkrümmer gefragt, warum er so hinschaut. « Ein interessantes Ding da, die Uhr », dass Sie immer wieder von Fachleuten, die aber im Automobilfahren keine Fachleute sind, beeinflusst sagt er, « ich muss immer wieder hinaufschauen, wird. Diesmal sind es die Herren Ohrenärzte, die man könnte fast denken, da hockt ein Verkehrspolizist drin, sonst könnte das doch nicht so klap- sich kompetent fühlen zu bestimmen, bei welchem Grad von Schwerhörigkeit es dem Schwerhörigen pen ». Ich hatte allerdings etwas anderes erwartet, etwa, er könne sonst das Signal nicht beob- noch gestattet sein soll, ein Motorfahrzeug zu führen. Ihre Schlussfolgerungen beweisen aber, dass achten, um ihm zu sagen: nur wer vorher nicht es etwas an der Urteilsfähigkeit über die Ursachen rechtzeitig hinschaut muss den Rücken krumm der Verkehrsgefährdimg fehlt, sonst würden sie machen und anhalten. Entgegen verschiedener nicht die Fahrbewilligung davon abhängig machen anderer Aeusserungen muss auch ich das Hochhängen dieses Signals als Vorteil betrachten. wollen, auf wieviele Meter Entfernung der Führer noeh Flüstersprache verstehe. Ein jeder, der schon einmal in einem Auto oder auf einem Motorrad F. B. in Z. gefahren ist. weiss, dass der Motor Geräusche verursacht und dass es auch einem normal Hörenden Artikel unter diesem Titel in Nr. 83 der Automobil- Weg mit den Zollschikanen! Ich haben Ihren nicht möglich ist, während der Fahrt Flüstersprache zu verstehen. Wer je einmal einem Lastwagen führungen in allen Teilen beipflichten. Revue mit Interesse gelesen und kann Ihren Aus- vorfahren wollte, wird mir bezeugen können, wie Darf ich mir noch folgende, rein sachliche Bemerkungen erlauben, wobei ich noch erwähnen Starke Hupensignale manchmal notwendig sind, bis der Führer des Lastwagens dieselben hört, auch möchte, dass ich seit über 25 Jahren Automobil wenn er guthörend ist. Wer schon zu zweit auf fahre und als ich noch in Rheineck domiziliert einem Motorrad gefahren ist, weiss, wie schwer es war, wöchentlich mehrere Male die österreichischen ist, 6ich als Sozius mit dem Führer zu verständigen. und deutschen Grenzen geschäftlich oder privat zu Aus diesen Beispielen geht ohne weiteres hervor, passieren hatte dass das Gehör beim Autofahren eine ganz untergeordnete Rolle spielt, denn wenn es beim guthö- nach Deutschland die Grenzen bei Schaffhansen In letzter Zeit passiere ich öfters auf dem Wege renden Lastwagenführer nicht darauf ankommt, dass und Kreuzungen und konstatiere wirklich, dass er jedes Signal hört, so ist dies auch für den unsere schweizerischen Zollbeamten sich in Uebertreibungen nicht genug tun können. schwerhörigen Motorfahrzeuglenker nicht von erheblicher Bedeutung. In der «Automobil-Revue» wird In Schaffhausen bei der Wiedereinreise wird immer und immer wieder zur Bekämpfung des folgendes System praktiziert: Im militärischen Ton Lärms aufgefordert und empfohlen, möglichst wenig werden Sio aufgefordert, zu erklären, ob Sie etwas zu, verzollen haben, ob Sie Geschenke erhal- Hupensignale zu geben. Wenn aber keine Signale gegeben werden, so kann sie auch der Guthörende ten hätten, die zollpflichtig seien. Wenn' Sie antworten, nein, ich habe nichts gekauft, nichts ge- nicht hören. Von viel grösserer Wichtigkeit als das gute Gehör ist der Charakter des Fahrenden. Im Automobil- die Aufforderung des Zollbeamten: «Nehmen Sie schenkt bekommen, dann erhalten Sie regelmässig gesetz steht aber nirgends, dass leichtsinnigen und diesen Koffer oder jenen Koffer oder alle Ihre rücksichtslosen Menschen keine Fahrbewilligung erteilt werden dürfe, so lange ihnen kein Unfall passerer Bank im Zollhaus. » Koffern aus dem Auto und öffnen Sie mir auf unsiert ist, obwohl diese Kategorie von Fahrern den Ich habe ältere Damen und Herren gesehen, Verkehr entschieden viel mehr gefährdet als die die mit grosser Mühe ihre Koffern ins Zollamt Schwerhörigen. Man behandle deshalb auch die schleppten, weil sie keine Chauffeure hatten; alles Schwerhörigen nicht als Menschen minderen Rechtes, solange man ihnen nicht statistisch nachweisen Die Herren Zollbeamten, in der Regel noch ganz musste ausgepackt und wieder eingepackt werden. kann, dass sie infolge ihres Gehörleidens verhältnismässig mehr Unfälle verursachen als Guthörende. tionen mit den Händen in den Hosentaschen dabei, junge Leute, standen während diesen Manipula- .Dieser Nachweis wird aber bestimmt nicht zu erbringen sein, weil gerade die Schwerhörigen wissen, beim Transport der Koffer vom Auto bis zur Zo'l- denn selbstverständlich sind sie nicht pfliehtig, dass sie doppelt und dreifach aufpassen müssen. bank zu he'fen, sie isind ja Kontroll-Organo und Auf keinen Fall sollte einem Schwerhörigen die haben das Recht, den andern diese Arbeitsleistung Fahrbewilligung nur wegen Abnahme der Hörfähigkeit entzogen werden können, auch wenn er jahre- unangenehme Bemerkung abfällt, ist ganz selbst- aufzuoktroyieren. Dass dabei für den Zoll manche lang gefahren ist, ohne dass ihm irgendein Unfall verständlich. zugestossen ist. Kleinere schweizerische Zollämter an der deutschen Grenze schikanieren die Automobilisten di- Wenn bei Schwerhörigen, die noch nicht fahren können, sich aber um eine Fahlbewilligung bewerben, eine Prüfung vorgenommen worden soll, so ist möchte Ihnen ein kleines typisches Beispiel zur rekt. Das kann jeden Tag festgestellt werden. Ich dieselbe auf keinen Fall vom Ohrenarzt, sondern Kenntnis bringen • vom Fachexperten vorzunehmen. Es könnte dies Mein Chauffeur, der seit 15 Jahren in meinen am besten in der Weise geschehen, dass der Schwer, Diensten steht, führ mit mir jüngst nach Stuttgart. Am andern Tage beim Wagen waschen und hörige in einer verkehrsarmen Gegend mit dem Fachexperten in einem ziemlich viel Geräusch machenden Wagen vorausfahren würde und dass ein eine Kanne mit altem schwarzen Oel über seine Oel wechseln, passierte ihm das Malheur, dass zweiter Wagen auf kurze Distanz folgen würde, braunen Schuhe lief. Da er sie nicht mehr sauber kriegp.n konnte, kaufte er sich für RM. 16.— dessen Führer von Zeit zu Zeit Signale abgeben würde. Jeder der 3 Beteiligten hätte dio Signale (= Fr. 20.—, also ungefähr den Preis, den. man zu zählen. Sowohl der Experte als der Schwerhörige hätten nachher dem zweiten Fahrer mitzu- Schuhe und warf die zerstörten fort. An der in der Schweiz auch bezahlt) ein Paar andere teilen, wieviele Signale sie gehört haben. Auf diese Grenze vergass er wirklich, diese Schuhe, die er Weise Hesse sich einwandfrei feststellen, ob der an den Füssen hatte, zu deklarieren, in der Meinung, dass er doch ein Paar Schuhe tragen dürfe. Schwerhörige die Signale hört Hie und da würde sich bestimmt die überraschende Tatsache zeigen, Der Zollbeamte bemerkte dies und sofort wurde dass der Schwerhörige mehr Signale gehört hätte der Chauffeur, der gar nicht beabsichtigte, sich \ls der Guthörende. Letzterem kann es nämlich einen Vorteil zu ergattern, mit Bussen belegt und .vegen den Nebengeräuschen, die der Motor verursacht, ebensogut vorkommen, dass er ein Signal Da er so viel Geld nicht bei sich hatte, so hinter- man verlangte von ihm ein Depot von Fr. 50.—. überhört, wie dem Schwerhörigen. Ich selbst habe legte ich den Betrag. Nachher hatte er für Bussen beim Fahren schon sehr oft Signale gehört, die und Zoll ca. Fr. 30.— zu bezahlen. Es hätte vollauf genügt, wenn der Zollbeamte sich mit dem meine guthörenden Mitfahrer nicht wahrnahmen, trotzdem ich stark schwerhörig bin. Ich höre im Einzug des Zolles begnügt hätte, denn schliesslich Lärm überhaupt besser als mancher Guthörende. kann man auch einem Chauffeur nicht zumuten, E. W. in A. dass er barfuss herumläuft. Ich bin überzeugt, dass eine Zollhintergehung gar nicht in der Absicht meines Chauffeurs lag. Strassenverkehr.*) Die Ansicht, dass Lampen mit Grün-Ge'b-Rot oder auch nur Grün-Rot zwecks Die Behandlung seitens der Zollbeamten ist dienlicher seien als Uhren, kann ich jedoch nach nicht unhöflich, aber jedenfalls schikanös. meinen Beobachtungen am Bleicherweg nicht teilen. Es ist mir dort besonders aufgefallen, wie WiederhoH ist mir passiert, dass Ausländer, also z. B. Deutsche und Oesterrcicher, die mit mir in die 'Schweiz einreisten, mit der Zollerlegung sofort fertig waren, resp. gar nicht weiter untersucht wurden und vor mir weiterfahren konnten, während meine Koffern und mein Auto (Herausnahme der Sitze etc.) auf das Detaillierteste kontrolliert wurden. Dabei möchte ich hervorheben, dass mir in den 4 Jahrzehnten, während denen ich unzählige Male die Grenzen, speziell nach Deutschland und Oesterreich passiert habe, nie der geringste Verstoss seitens der ausländischen odsT schweizerischen Behörden nachgewiesen werden konnte. C. S. in Z. Vom «Katzenauge» der Radfahrer und Radfahrerwegen. Mit der zunehmenden Verkürzung der Tage beginnt sich der eine und andere Automobilist wieder eher um die Beleuchtung seines eigenen Wagens, sowie um diejenige der andern Strassenfahrzeuge, insbesondere der Fahrräder, zu interessieren. Ein Problem des modernen nächtlichen Straßenverkehrs bilden unzweifelhaft die Radfahrer, die überholt werden müssen. Nun hat allerdings die Sache seit Inkrafttreten des neuen Automobilgesetzes in einigen Kantonen bereits geändert, indem schon Artikel 68 der Vollzugsverordnung Anwendung findet und demzufolge dort ausschliesslich « Katzenaugen» verwendet werden, die auch bei schwacher Anstrahlung schon aus über 100 und mehr Meter einwandfrei aufleuchten. In anderen Kantonen- liegt die Angelegenheit noch sehr im Argen; vielleicht will man den Radfahrern noch bis Neujahr zur Anbringung einer wirkungsvollen Rückbeleuchtung Zeit lassen. In sehr vielen Fällen bemerkt der Automobilist äusserst unwirksame, oder auch möglichst versteckt angebrachte « Katzenaugen ». Wie sehr dies die Verkehrssicherheit vermindert, lässt sich unschwer vorstellen. Wohl sind ja bereits einige wichtige Strassen • 2. die Abgrenzung der Wechselzeiten nirgends mit Radfahrwegen versehen; aber leider werden schärfer erfolgen kann, als hier; diese von den Radfahrern sehr oft nicht einmal 3. das Balkenzeiger-Signal die beste Orientierung benutzt, obwohl die Radfahrerorganisationen stets für Farbenblinde ist; für die Erstellung solcher Wege eingetreten sind. Diese sollten übrigens z. T. deutlicher als Radfahrwege gekennzeichnet und das Fahren *) Vergleiche auch « A.-R.» No. 72 und 83. daneben einfach verboten werden. Die Ansicht vieler Radfahrer, es handle sich bei diesen Wegen um Trottoire (in einigen Fällen bildet die äussero Hälfte des Weges allerdings ein solches) sollte korrigiert werden. Ob Radfahrwege oder nicht, in beiden Fällen benötigt heute jedes Fahrrad ein kräftig wirkendes «Katzenauge », das gut sichtbar angeordnet und bei Reinigung der Maschine nicht übersehen werden darf Auch Pferdefuhrwerke müssen damit ausgerüstet sein, wobei zu bemerken ist, dass das « Katzenauge » nicht hinten in der Mitte des Wagens, sondern an der linken hintern Ecke zu befestigen ist. I. R. in Z. Gefahr am Rapperswiler Damm. Es dürfte schon vielen Automobilisten, die von Rapperswil her nach Pfäffikon über den Damm gefahren sindj aufgefallen sein, dass die alte Strasse, die links ab zweigt und jüdlich von der neuen wieder in die Strasse nach Lachen einmündet, an mehreren Stellen unterbrochen wurde so dass ein Absturz von 3 bis 5 m vorhanden ist. Diese Unterbrechungen wären an und für sich kein Grund für eine Gefahr; merkwürdigerweise ist aber bis heute unterlassen worden, bei der Abzweigung eine Absperrung; vorzunehmen. Es könnte deshalb leicht passieren, dass ein Automobilist, der sich nicht auskeimt, z. B. bei ganz schlechter Sicht und schlechtem Wetter, in den Abgrund fahren würde, wobei ganz sicherlich ein tödlicher Unfall die Folge wäre. Man begreift in der Tat nicht, wieso die zuständigen Behörden des Kantons Schwyz hier noch keine sichernden Massnahmen getroffen haben. T. in Z. Dienst am Kunden! In den Zeitungen machte die SBB bekannt, dass sie für den Besuch der Lichtwoche St. Gallen Fahrkarten zu reduziertem Preis abgebe; wörtlich: «gültig für alle fahrplanmässigen Züge für die Hinfahrt am Sonntag, den 22. Oktober. Für die Rückfahrt ist ein Extrazug, mit Abfahrt in St. Gallen um 22 Uhr. zu benützen.» Ich beabsichtigte, mit meiner Familie diese Reisegelegenheit zu benützen und war sehr erstaunt, als mir der Beamte um 13 Uhr im Hauptbahnhof Zürich erklärte, diese Billette seien von vormittags 9 Uhr an nicht mehr erbältlich. Als ich auf die Publikation hinwies, bedauerte er, dass diese nicht stimme und fügte bei, es sei kürzlich bei einer Luzernerfahrt auch ungenau publiziert worden. Auf diese Erklärung hin zog ich es vor, mit dem Auto an die Lichtwoche nach St. Gallen zu fahren. Dr. M. S. in Z. Passwantislrasse. In der Nr. 84 der «A.-R.» schreibt ein Herr Dr. H. B. in B, zur neuen Passwangstrasse: «Warum sind die Kurven der neuen Strasse nicht richtig erhöht, wie das doch heute selbstverständlich sein sollte?» Nachdem bereits der solothurnischc Kantonsingenieur verschiedene Punkte richtiggestellt hat («A.-R.» NT. 84), wird uns seitens der Bauleitung folgende Ergänzung mitgeteilt: Wir laden den Herrn Einsender zu einer Besichtigung ein, bei welcher Gelegenheit wir ihm die Unrichtigkeit seiner Behauptung beweisen werden. Die sämtlichen Kurven im Radius von 20 bis 200 Meter haben, wie üblich, ein einseitiges Gefälle von 6 bis 14%. Es ist uns nur unbegreiflich; wie dies dem Herrn Einsender entgangen ist, wurde doch -di^. tadellose Anlage der Kehren- (einseitiges. Quergefälle und Verbreiterung, sowie Reduktion der Steigung) speziell von den Automobilisten bis anhin lobend hervorgehoben. S. in 0. Versteckte Kontrolle bei Bilrglen. Zu der in Nr. 83 der « A.-R.. » erschienenen Einsendung, welche auf Kontrollen in dieser Ortschaft bezug nimmt und bekannt gibt, dass auch ein \V%-Tonnenwagen bussenfällig geworden sei, erhalten, wir vom Polizeidepartement des Kantons Thurgau folgende ergänzende Mitteilung: Es wurden in Bürglen weder versteckte noch sogenannte Einmannkontrollen gemacht, sondern von vier Polizeileuten, wovon jeweilen zwei in Zivil und zwei in Uniform, Kontrollen durchgeführt, für welche zwei Stoppuhren Verwendung fanden. Was die Büssung eines Fahrers anbetrifft, der mit einem 1H-Tonnen wagen mit einer Geschwindigkeit von 48 km/St, durch die Ortschaft fuhr und dann gebüsst wurde, obwohl es sich nicht um einen schweren Motorlastwagen handelte, so haben die betreffenden Organe den Irrtum bereits entdeckt. Die "Busse wurde deshalb am 15. September vom Poilzeidepartement annulliert. Wo bleibt da die Konsequenz? Einem Automobilisten wurde letzthin in Basel beim Passieren einer Strassenkreuzung eine Busse auferlegt, weil er angeblich diese Kreuzung mit zu schnellem Tempo (etwas über 40 km) nahm. Andernorts in der Stadt wurde ihm von der Verkehrspolizei gewunken, sein Fahren zu beschleunigen. Also, entweder fährt man zu schnell oder zu langsam! Wo soll der Mittelweg sein? — Diese Zeilen sollen eine Warnung sein für die Automobilisten, welche Basel passieren müssen. E. S.inS. Was gilt? In der « Appenzeller Zeitung » schrieb ein Eisenbahner, die S. B B. kämpfen heute einen schweren Daseinskampf. Daraufhin erging an diesen Gewährsmann der Eisenbahn durch die Spalten des nämlichen Blattes die folgende Frage, die sich wohl mit dem betr Einsender noch viele Tausende anderer Bürger stellen werden: «Eine Frage an Sie, Herr Eisenbahner! Kämpfen Sie den schweren Daseinskampf oder kämpfen, Gott möge es mir verzeihen, die Bundeshahnen wegen den schweizerischen Eisenbahnern den schweren Daseinskampf?» A. R. inB. V. C. S. Autosektion St. Qallen-Appenzell ORTSGRUPPE ST. GALLEN-STADT. Um während der Lichtwoche die im Lichtermeer strahlende Stadt auch aus der Höhe sehen zu können, hat die Vergnügungskommission zum traditionellen Sailserabend auf letzten Mittwoch in den Scheffelstem eingeladen. Ueberaus zahlreich wurde der Einladung Folge gegeben, so dass der Saal nicht'einmal alle Erschienenen, denen der Vergnügungspräsident Herr M. Huber den Willkommgruss entbot, zu fassen vermochte. Tanz und Einlagen des Zauberkünstlers, Vonbankini wechselten ab mit flott arrangierten Unterhaltungsspielen, die grossen Anklang fanden; wurden doch die jeweiligen Sieger reichlich mit Süssigkeilen und Geschenkpaketen belohnt. Befriedigt kehrten nach Mitternacht die Teilnehmer heim, hatte doch der Abend neben Sauser und tmbiss, welcher von der Ortsgruppe gratis spendiert wurde, allen einige gemütliche Stunden vermittelt. Fz, A. C. S. SEKTION LES RANGIERS. Auf Donnerstag, den 2. November, ist ein Besuch der Eisenwerke Peugeot vorgesehen. Zusammenkunft in Fahy, bei Herrn Periat, morgens 9 Uhr. Die Mitglieder sowie ihre Angehörigen sind freundilich zum Besuche dieser bekannten französischen Automobilfabrik eingeladen. Anmeldungen sind bis Dienstag, den 31. Oktober, an das Sekretariat zu richten. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Wir bringen unseren verehrten Mitgliedern zur Kenntnis, dass die nächste Monataversammlung Mittwoch, den 1. November 1933, abends 2030 Uhr, im Vereinslokal Restaurant Du Pont, Schützenstube, 1. St., stattfindet. Es kommen sehr wichtigfc und interessante Geschäfte zur Behandlung. Die General Versammlung 1934 findet nicht am 3. Februar sondern am Sonntag, den 4. Februar 1934, statt. Um unsern Kassierern unnütze Zeit und den rückständigen Kameraden unliebsame Folgen zu ersparen, ersuchen wir diese Mitglieder, ihre Treffnisse sofort in Ordnung zu bringen, oder wenigstens an der Versammlung teilzunehmen, um die Sache besprechen zu können, ansonst der Vorstand gezwungen wäre, nach den Statuten zu handeln. Rückständigen wird das Vereins-Organ « Automobil-Revue • ohne weiteres abbestellt. Also Kollegen, erscheint auch wenn ihr im Rückstande seid. Der Vorstand. Radfahrerhund und Automobil. Die Delegiertenversammlung des SRB, welche am 19. November stattfindet, wird sich mit einem Antrag des «Velocluto an der Sihl», Zürich, zu befassen haben, welcher vorschlägt, dass zur definitiven Gründung einer Autosektion im '3RB sofort die erforderlichen Schritte zu unternehmen seien. Es soll eine mehrgiiedrige Kommission aus autofahrenden Mitgliedern gebildet werden, um alle nötigen Vorarbeiten für die Organisation einer Autoableilung an Hand zu nehmen und die dem Zentralkomitee bis Ende Mai 1934 Bericht und Antrag stellen muss. Ebenfalls soll die Kommission beauftragt werden, bereits im kommenden Sommer ein bis zwei Veranstaltungen für Automobilisten zu organisieren. Auto- und Motorrad-Weltalmanach 1933. Von Stefan von Devan. 206 Seiten. Vertrieb für die Schweiz: «Sportinformation», Zürich. — Der Tingarische Motorsportfachmann von Devan hat sich der grossen Mühe unterzogen, in einem Auto- und Motorrad-Weltalmanach so ziemlich alles zusammenzutragen, was in letzter Zeit im Motorsport in gana Europa vor sich gegangen ist. Unbestritten kommt er damit einem Bedürfnis entgegen, da ohne Naehschlagswerke bald alle Resultate und Leistungen wieder in Vergessenheit geraten. Sein Almanach, der für eine ganz ungeheure Sammelarboit zeugt, enthält alle Resultate der Auto- und Motorradrennen 1932; dabei ist auch der kleinste Lauf noch berücksichtigt, ferner eine grosse Geschwindigkeitstabelle, eine vollständige Resultatzusammenstellune der berühmtesten Rennen der Welt, eine Rekordtabelle der Bergrennen, eine Uebersicht übor alle Rennstrecken der Welt, eine Aufzählung der Toten des Motorsportes, Nennung der Fachschriften, der Auto- und Motorradfabriken in aller Welt, eine Aufzählung sämtlicher Auto- und Motorrad- Clubs und schliesslich zwei Weltrekordtabellen. Leider hat diese grosse Arbeit, die an und für sich sicher lobenswert ist, auch gewisse Mängel. Der grösste ist seine nur teilweise Genauigkeit, auf die man bei einem solchen Almanach doch eben Anspruch erheben darf. Unter Fachschriften der Schweiz -werden -vier Blätter aufgezählt, untor denen sich wpder die «Automobil-Revue» noch das «Motorrad» befinden, von der «Illustrierten Automobil-Revue» schon ganz abgesehen. Ferner: in der Geschichte der grössten Rennen der Welt, deren Resultate vom ersten Lauf an wiedergegeben sind, figurieren wohl der Grosse Preis von Lemberg (!) und das Masaryk-Rennen, währenddem z. B. dor Grosse Preis von Italien, der Grosse Preis von Belgien und der Grosse Preis von Deutsehland nireends zu entdecken sind! Von dem militärischen Rennen auf dem Jaunpass 1632 werden wohl die Ergebnisse gemeldet doch beschränkt man sich auf die Nennung der Touren- und Sportwarensieger, während Stuber als absolut Bester bei den Rennwagen keine Gnade mehr fand. Stans liegt neuestens am Vierwaldstättersee und «Schaffhausen im Nordschweiz». Ueberhaupt, der Stil dieses Buches ist ein einziger Greuel. Wieso niemand, der Deutsch völlig beherrscht, diesen Stil vor Drucklegung des Werkes unter die Lupe genommen hat, ist uns unerklärlich. Da gibt es einen «Grossen Preis von Relgium», einen Titel «Zurückgehende Resultate..», Sätze wie «Beim Ziel auch stehen bleiben» in der Charakteristik eines Bererennens, Kurven wird mit w geschrieben, es gibt «Heldentote des Autosportes» und solche schone Worte mehr. Die ganze Arbeit ist mit Fleiss und Mühe vollbracht worden, leider aber vormindern die erwähnten Nachlässigkeiten ihren Wert wiederum. ho. Handel u. Industrie Fächkurs für autogene Schweissung in Luzern. Die Sauerstoff- und Wasserstoff-Werke A.-G., Luzern, veranstalten in Verbindung mit der Kunstgewerbeschule Luzern vom 6. bis 11. November 1933 wieder einen Kurs für autogene Metallbearbeitung. Sowohl theoretisch als auch praktisch wird das ganze Gebiet der Schweissung durchgearbeitet, unter besonderer Berücksichtigung der neuzeitlichen Methoden. Autogen. Schweisskurs. Die Continental-Lichtund Apparatebau-Gesellschaft in Dübendorf veranstaltet vom 7.—9. November 1933 einen Schweisskurs. Verantwortliche Redaktion Dr. A. Büchi. W. Mathys. — H. Labhart Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwae). Außerhalb der Geschäftszeit: 23295. Redaktion für die Osfiehweli: Dr. A. Büchi. Sprechstunden nach Vereinbarung mit der Ge- •chäftssteüe Zürich (Löwenstr, 51. TeL 39.743).