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E_1933_Zeitung_Nr.096

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und in den königlichen

und in den königlichen Parkanlagen ist die Ge-mischwindigkeit begrenzt und .durch Warnungs- hat bereits erfreuliche Aufmerksamkeit ge- dem wir die Winter-Saison eröffneten, tafeln bekanntgegeben. funden und eine ganze Anzahl von Lösern Die Haftpflichtversicherung ist ee- auf den Plan gerufen. Wenn auch nicht alle setzlich in Grossbritannien vorgeschrieben. Wenn mit unserer Feststellung, es handle sich um aber der ausländische Kraftfahrer den Beweis erbringen kann, dass er Inhaber einer ausländischen eine leichte Aufgabe, einverstanden waren, Versicherungspolice ist, welche auch in England so konnte doch der weitaus grösste Teil die Gültigkeit hat, so ist es nicht nötig, dass er noch harte Nuss erfolgreich knacken. Durch das mit einer englischen Versicherung eine Police ab- Los wurden einige Löser als Gewinner unse- loughbridge, Wetherby, Knottingley, Donoaeter, Selby, Bubwith, Beveriey, Hüll, 238 km. Touren-Sprechsaal 11. Tag: Hüll, mit der Fähre nach N«w Holland, Barton, Brigg, Lincoln. Sleaford, Swineshead. Touren-Antworten Sutterton Holbeach, Kings Lynn, Swaffham, Norwich, 223 km. T. A. 941. Von St. Gallen hinauf bis nach Schottland. Für die Hinreise empfehle ich Ihnen 12. Tag: Norwich, Acle, Coistor, Great Yarmouth, JL/Owestoit, Lowestoft, Saxmundham, baxmundham, Woodbridge, Ips- folgende genae «oute; Route: St. Gallen, Gossau, Wil, Aadorf, Winterthur, wich, Colchester, Harwich, 185 km. Kemptthal, tthal. Schwamendingen, Zürich, Dietikon, hi Baden, Brugg, Bözberg, Stein, Rheinfelden, Basel, j an

N°96 — 1933 AUTOMOBIL-5EVUE 11 AKTUELLES Die Wintersession der Bundesversammlung bringt gemäss dem Verzeichnis der Verhandlungsgegenstände keine Geschäfte, welche die Verkehrsinteressenten im besonderen Masse berühren. Der Gesetzesentwurf betreffend das Verkehrsabkommen zwischen Automobil und Eisenbahn steht noch aus und dürfte von dem zuständigen Departement vielleicht für die ersten parlamentarischen Beratungen des folgenden Jahres bereitgestellt werden. Wie an anderer Stelle dieses Blattes erwähnt ist, besteht die Möglichkeit, dass der Bundesrat die bereinigte Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der gewerbsmässigen Chauffeure der Bundesversammlung zur Genehmigung unterbreitet. Möglicherweise, dass einzelne Bestimmungen der Verordnung Vertretern von Handel und Industrie noch Veranlassung geben, dazu Stellung zu nehmen. Bei der Beratung des Voranschlages der S.B.B, für 1934 wird auch die Automobilkonkurrenz wahrscheinlich wieder einmal zur Sprache kommen, um als bequemes Argument zur Begründung der kritischen finanziellen Situation unserer Staatsbahnen herzuhalten. Der Erledigung harrt auch noch die Interpellation Vallotton betreffend Organisation eines Reisejahres, bei dessen Durchführung der Automobilverkehr natürlich in erheblichem Masse tangiert würde. Nationale Vereinigung zur Förderung des Reiseverkehrs. Eine ausserordentliche Generalversammlung wählte letzten Freitag den aus 23 Mitgliedern bestehenden Vorstand, in welchem der A.C.S. und der T.C.S. je einen Sitz haben. Anschliessend daran hielt der 7gliedrige Ausschuss seine konstituierende Sitzung ab. Der Vorstand wählte zum neuen Direktor der schweizerischen Verkehrszen- + rale Fürsprech Bittel und zum Propagandachef für Automobilismus, Film und Radio den auch unsern Lesern bereits bekannten bisherigen Publizitätschef bei der Oberoostdirektion, Dr. Senger. ~ T. C. S. Automobil-Verladung am Gotthard. Der T.C.S. hat soeben in Airolo-Bahnhof, am südlichen Ende des Gotthard-Tunnels einen Automobil-Verläde- und Auslade-Dienst eingeführt. Ein Angestellter, der ein mit den Initialen des T. C. S. versehenes Armband trägt, wird eich den Automobilisten zur Verfügung stellen, um ihnen die Formalitäten in bezug auf die Verladung oder Ausladung der Automobile zu erleichtern. Dieser Dienst ist für die Automobilisten, die sich über ihre Mitgliedschaft •des T. G. S. auswesen können oder deren Wagen mit dem Kühlerabzeichen des T. G. S. versehen sind, vollständig kostenlos. In Göschenen steht das Personal des S. B. B.- Bahnhofes für die Verladung oder Ausladung der Automobile gratis zur Verfügung der Automobili- •ten. Durchfahrt de» Klont Cenis. Die Mitglieder des T. C. S. gemessen ebenfalls einen wertvollen Vorteil für die Durchfahrt des Mont Cenis-Tunnels. Gegen Vorweisung der Mitgliederkarte des laufenden Jahres, wird Ihnen die Firma Lacombe in Modane, die mit den Verladungs- und TranspoTt- Formalitäten zwischen Modane und BaTdonneche beauftragt ist, einen Rabatt von 25% gewähren. Die Skis und das Auto. Das Herannahen des Winters wirft die FTage betreffend den Transport der Skis per Automobil auf. Die Bestimmungen der Vollziehungsverordnung des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr sind in bezug auf die Belastung der Fahrzeuge unzweideutig. Artikel 54 erklärt: « Die Ladung darf weder Personen noch Sachen gefährden. Sie darf die für das Motorfahrzeug vorgesehene Breite und Höhe nicht übersteigen. Sie darf das Fahrzeug vorn nicht überragen. Beim Transport von Langholz und andern das Fahrzeug überhängenden Gegenständen ist das Ende der Ladung durch Tuchwimpel deutlich kenntlich zu machen. » Es ergibt sich somit aus obigen Bestimmungen, dass die Art und Weise der Beförderung der Skis, die darin besteht, diese mittels einem auf dem Kotflügel befestigten Bügel seitlich, und unbeweglich gemacht zu transportieren, insofern sie das Fahrzeug vorn oder dessen Breite nicht überragen, gestattet werden dürfte. Man fragt sich, nicht ohn» Grund, ob nicht etwa die gesetzlichen Bestimmungen, welche die Kühlerfiguren, die bei Zusainmenstössen eine Gefahr darstellen, verbieten, auch für die nach vorn gerichteten Ski-Spitzen in Anwendung gebracht werden, die ebenfalls eine unbestreitbare Gefahr aufweisen. Das zuständige eidgenössische Amt und die kantonalen Experten werden diese heikle ; Frage demnächst lösen, aber es ist möglich, dass ein Beßchluss, der den Ski-Transport mit nach vorn gerichteten Spitzen erlaubt, unter den Automobilisten, deren Kühlerfiguren verboten wurden, eine gehörige Gegenklage verursachen wird. Der T. G. S. beschäftigt sich mit dieser Frage und wird bestrebt sein, eine Lösung zu finden] die sowohl die einen wie die andern befriedigt - Es ist natürlich auf jeden Fall vorsichtig und empfehlenswert, die Skis hinten am •Fahrzeug,, mit den Spitzen nach oben zu transportieren. Autosektion St. Gallen-Appenzell Jahresfeier. Im Zeichen des Halbmondes, der als leuchtendes Charakteristikum. hoch über der Festgemeinde thronte, stand die «N'acht im Orient», welche die einfallreiche Vergnügungskommission den rund 900 Gästen vermittelte, die zu dem grossen gesellschaftlichen Anlass der Sektion erschienen waren. Gleich bei Ankunft wurden die Herren durch die Ueberreichung des Fez, der für die folgenden Stunden das Feld beherrschte, wenigstens äusserlich in Morgenländer verwandelt, während es den Damen gemäss den neuzeitlichen Bestrebungen von Kemal Pascha glücklicherweise erlaubt war, unverhüllt und in echt abendländischen Toiletten zu erscheinen. Wuchtige Kuppeln ehrwürdiger Moscheen, zierliche Türme schlanker Minarette, reichhaltige Staffage mit ausgesuchten Teppichen mahnten uns an den Wechsel der Kultur, den wir mit der nämlichen Leichtigkeit vollzogen sahen wie etwa der glückliche Besitzer des Wunschteppichs aus «Tausend und eine Nacht» Kontinente überflog. Zur Mitwirkung, war ein von Rudolf Bernhard, alias Prinz aus irgend einem Wunderlande, zusammengestelltes Ensemble verpflichtet worden, das in Wort und Gesang, Spiel und Musik den Orient vermitteln sollte. Dieser Aufgabe entledigte sich der populäre Basler Komiker mit der üblichen Nonchalance und gutem Humor, und wenn auch' nicht alles einer gründlichen völkerkundlichen oder geographischen Ueberprüfung standhalten würde und der Begriff des Orientes recht weit gefasst war, so vergnügten sich doch alle Anwesenden, und das war ja der Zweck des Abstechers. Offenbar waren wir dabei in den durch das neue türkische Regime bereits gründlich modernisierten Teil des Landes geraten, denn von streng bewachten Harems, frauenumworbenen Paschas oder wilden Sarazenen war trotz eifrigem Forschen nichts aufzutreiben, und selbst in der türkischen Bar ging es ziemlich europäisch zu. .Einzig was das Gedränge, das wogende Getriebe in den verschiedenen zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten anbelangt, da fühlte man eich ordentlich in das orientalische Viertel irgend einer mächtigen Karawanserei versetzt, wo sich alles durch schmale Gassen schiebt und drängt! Der Vergnügungsmagieter hatte mit seinem Stab das Szepter fest übernommen und sorgte dafür, dass es nirgends Kunstpausen gab, so dass selbst der Sektionspräsident nicht einmal Gelegenheit gehabt hätte, die zahlreichen Gäste und besonders die Vertreter von Behörden, SchwesteTsektionen und anderen Verkehrsverbänden zu begrüssen. Dem Tanz wurde in echt orientalischer Weise nach Herzenslust gefrönt und kaum, dass man mit Hilfe eines bescheidenen, aber unentbehrlichen Wortschatzes (Spezialität; Salems und Aleikums!) einmal die Runde durch den im «Uhler» konzentrierten Orient gemacht hatte, so wurde das Mittemachtskabarett angemeldet, das die Revuetruppe in ihrer unterhaltenden Vielseitigkeit nochmals zeigte. Besonders Bernhard, der aus dem Nichts, resp. aus dem simpelsten Unsinn, der absurdesten Blödheit noch einen guten Witz machen kann, brillierte erneut. Alsdann musste dem Tanz endgültig das Feld geräumt werden, wo es noch die ganze Nacht hindurch dudelte, quiekte und jazzte, Abend- und Morgenland vereint in Rhythmus schwelgten. Nur sehr mählich lichtete sich der vorzüglich organisierte Park von über 200 Wagen, und noch weit im Lande herum begegnete man in dieser Nacht festgeschmückten Bummlern, die sich noch nicht in st. gallische Prosa zurückgefunden hatten. Alles in allem ein ebenso vergnüglicher wie gelungener Abend. Einzig die Raumfrage scheint noch nicht restlos gelöst zu sein und wenn die Sektion, die sich in wenigen Jahren zu einem imposanten Verband entwickelt hat, weiterhin in bisherigem Masse an Mitgliedern zunimmt, so wird ö!e bald ein eigenes Clubheim bauen müssen, sofern Keine st. gallischen Gaststätten die mächtige Gemeinde zu behausen in der Lage bleibt! Bis dann Wird das Lob Mohammeds allerdings noch oft von den hohen Minarettürmen erschallen und der Märchenerzähler noch manchesmal seine Zuhörer mit den Erlebnissen von Harun al Raschid erfreuen! b. ORTSGRUPPE APPENZELL A.-RH. Das Bureau des Gruppenvorstandes befasste sich in seiner Sitzung vom 3. November a. c. mit einigen dringlichen Geschäften. Vorab orientierte der Präsident über die laufenden Sektionsgeschäfte, wobei besonders die Regelung der Subventionsfrage für die Kräzerlistrasse bedauert wurde. Immerhin ist die Subventionsablehnung aus prinzipiellen Gründen verständlich. Die Generalversammlung der Sektion ist auf den 25. Februar 1934 nach Wattwil angesetzt worden; eventuell wird anschliessend ein «zügiger» Film rollen. 1 Der Mitgliederbestand der Sektion beträgt rund 1600. Die Werbung vom vergangenen Herbst hat, wenn auch nicht eine grosse Zahl, doch ein befriedigendes Resultat gezeitigt. Ende 1933 soll wieder ein Mitgliederverzeichnis der Sektion erscheinen. Im besondern wurde verlangt, dass die Massnahmenzur Bekämpfung der Verkehrsunfälle etwas tüchtig in die Hand genommen und Fehlbare rücksichtslos gemeldet werden. Es ist dringend notwendig, dass mehr Disziplin auf die Strasse getragen wird. Jedes Mitglied möge zur Besserung das Seinige beitragen. Die Raserei, die sich einige Fahrer erlauben, muss verschwinden, ansonst di« Versicherung die versprochene Prämienrückzahlung nicht einhalten kann. Das Sekretariat erklärte, dass vom T. C. S. die anfänglich geplante Kontrolle der Automobile betreffend Angleichung der Fahrzeuge an die neuen Verkehrsvorschriften fallen gelassen wurde, wogegen an alle Mitglieder eine Schrift abgegeben wird, worin die notwendigen Angaben enthalten sind. Das Protokoll vom 7. Juni wurde genehmigt Was die Frage der Abhaltung eines- Familienabends anbetrifft, so würde eine Wiederholung jedenfalls begrüsst. In diesem Sinne soll ein Rundschreiben zur Versendung gelangen, um unter den Mitgliedern diese Frage abzuklären. Der Vorstand bittet um umgehende Beantwortung. ; Ein Schreiben des Herisatier Faschingskomitees betreffend aktiver Teilnahme an einem eventuellen Faschingsumzug im Jahre 1934 wird dahin beantwortet, dass, soweit es in der Möglichkeit der einzelnen Automobilisten liege, die Sache befürwortet werde. : Mutationen lagen keine vor. Die allgemeine Umfrage wurde zur Feststellung benützt, dass auch die Traubenfahrt nach Bernecjc, trotz persönlicher Einladung, nicht besucht wurde. Zur Freude aller wenigen Anwesenden durften wir den Sportpräsidenten der Sektion, Herrn Burck (St. Gallen), begrüssen. Der Präsident schloss um 10 Uhr 35 diese Büreausitzung. Das Gruppenbureau von App. A. Rh. Autosektion Waldstätte Familienabend. Wir verweisen nochmals auf d.j» Mitteilungen in der «A.-R.» Nr. 05 über den Dienstag, den 21. November zur Durchführung gelangenden Familienabend, sowie auf die Sonntagsausfahrt nach Baldegg vom 26. November und den freien Katerbummel nach Udligenswil, Mittwoch, den 29. November. SEKTION BERN. Eingabe betr. die rechtsufrige Thunerseesirasse. Durch die von der Regierung des Kantons Bern beabsichtigte Abfindung der Obligationäre der Steffisburg-Thun-Interlakenbahn ist der langjährige Streit um die Frage des Bahn- oder Omnibusbetriebes auf der rechtsufrigen Thunersee^ strasse wieder neu en-tfacht. Die .Parteien sind in der Wahl ihrer Mittel nicht gerade zurückhaltend und befehden sich in oft unversöhnlicher Weise. Hüben und drüben werden Gutachten ins Feld geführt, die die Vorteile der einen oder anderen Transportart in den rosigsten Farben schildern, und es wäre eigentlich überflüssig, sich hierzu nochmals zu l ätissern. Trotzdem hielt es die Geschäftsstelle des Kantonalverbandes bernischer A. G. S.-Sektionen für angebracht, der kantonalen Baudirektion zuhanden der Wintersession des Grossen Rates den Standpunkt des nicht' durch örtliche Gründe voreingenommenen Automobilisten nachträglich zur Kenntnis zu bringen. Der Kantonalverband bernischer A. C. S.-Sektionen, dem mehr als 2000 Motorfahrzeugbesitzer angehören, ist trotz dem kürzlich veröffentlichten Gutachten der Herren Direktor Amstutz und alt Kursinspektor Oftinger der Ansicht, dass bei dem heutigen Strassenverkehr die unfallfördernden Schienengeleise verschwinden müssen und dass es im Zeitpunkt der Aufhebung von Niveau-Uebergängen nicht mehr angeht, sich der Strasse als Bahnkörper zu bedienen. Der A. G. S. erblickt in der Anlage solcher gemeinsam geführter Verkehrszüge eine, stets lauernde Gefahrenquelle, der nur mit überaus kostspieligen Mitteln abgeholfen werden kann. Der automobilistische Schwerverkehr Thun-Interlaken erheischt zwei gutausgebaute und gefahrlose Strassenzüge. Hieran haben die von den Strassen bedienten Ortschaften ein lebenswichtiges Interesse und es müssen von Amtes wegen Vorkehrungen getroffen werden, um den nach der Südseite des Thunersees abgewanderten Automobilverkehr zurückzugewinnen und damit gleichzeitig die anormal frequentierte Strasse Thun-Spiez-Interlaken wirksam zu entlasten. Der A. C. S. ist der festen Ueberzeugung, dass der Automobil-Verkehr nur dann der rechtsufrigen Thunerseestrasse zurückfliessen kann, wenn die Strasse in ihrer ganzen Breite dem Strassenverkehr zugänglich gemacht wird, das heisst, nicht durch feste Geleiseanlagen Stetsfort eingeengt bleibt. Der A. C. S. verspricht sich vom Ausbau dieser Strasse für den motorisierten Durchgangsverkehr unter Ausmerzung des verkehrsstörenden Bahntrassees eine wünschenswerte Belebung der Kurorte am rechten Seeufer und damit eine Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage. h. Tanzabend. Nichts beweist den Ruf des traditionellen Tanzabends der Sektion Bern wohl deutlicher als die Tatsache, dass die verfügbaren Tischplätze von Jahr zu Jahr früher ausverkauft sind und das Tanzparkett immer kleiner wird. Wenn es so weiter geht, wird sich die Vergnügungskommission mit dem Gedanken befassen müssen, entweder besondere Attraktionen, wie diesmal gleich zwei Hochleistungs-Kapellen, peinlich zu vermeiden — oder dann den stimmungsvollen Burgerratssaal wohl oder übel aufzugeben. ^ ^Das will allerdings nicht etwa heissen, dass sich im- letzten Samstag nicht jedermann wohl und in seinem. Element gefühlt hätte. Nach den beiden diesjährigen Fährgeschicklichkeitsprüfungen der Sektion vermochten auch etwelche Hindernisse beim Tanz die Manövrierfähigkeit nicht mehr merklich zu stören. Höchstens wurde beim Walzer die Maximaltourenzahl nicht ganz erreicht. Die Parkplätze waren wieder im optimalen Verdichtungsverhältnis angelegt, das zugleich hohen Wirkungsgrad und Stossfreiheit verbürgt. Das Ravitaillement, durch Herrn Lüthy betreut, verriet durch seine Promptheit grosses Einfühlungsvermögen in die Psyche der Konkurrenten, und zum Tanken von Sonderkraftstoffen schäumenden Charakters war im Foyer eine Sondertankstelle eingerichtet, deren Dienste mit Vorliebe von Herren bestandenen Alters in Anspruch genommen wurden. Auf dem Podium lieferten sich die Schweiz und Afrika unermüdlich Zweikämpfe voller Taktgefühl, deren Ausgang nur mit einem Unentschieden taxiert werden kann, denn genau gleich wie Geo Lanz mit Walzer und Tango hielt Leon Abbey mit Foxtrott, One Step und Rumba das hinterste Tanzbein im Schwung. Alle offiziellen Ansprachen unterblieben, ein weiterer Beweis der Vorzüglichkeit, mit der das Vergnügungskomitee der Sektion seines Amtes waltete. m. SEKTION ZÜRICH. Der ausserordentlich starke Aufmarsch der Mitglieder, welcher der Generalv e rsammlung und dem Martinimahl vom 16. November beschieden war, dokumentierte recht deutlich das grosse Interesse der Mitglieder an den Club- und automobilistischen Fragen. Das vorgelegte Budget pro 1934 wurde diskussionslos einstimmig genehmigt und das Eintrittsgeld und der Jahresbeitrag auf bisheriger Höhe belassen. Ebenfalls einstimmige Genehmigung fanden die Anträge des Vorstandes für Einführung der Eigenversicherung für die Abgabe von Zolldokumenten zuhanden der nächsten Delegiertenversammlung des A. G. S. und für die Neuregelung der finanziellen Beiträge für Ortsgruppen. So waren die statutarischen Geschäfte unter der Leitung von Herrn Präsident H. Hürlimann, Zürich, rasch erledigt, was Gelegenheit gab, verschiedene aktuelle Verkehrsfragen zu behandeln. Herr Ing. Brüderlin orientierte über die bis ahhin an 1085 Wagen vollzogenen autotechnischen Kontrollen, die von den amtlichen Experten der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle vorgenommen wurden und die sich durch besonders fachmännische und zuverlässige Buchführung auszeichnen. Die Diskussion zeigte, dass man die Vorschriften der eidgen. Vollziehungsverordnung und deren nachträgliche Auslegung durch die Bundesbehörden zum Teil als etwas zu weitgehend hält, da dieselben für die Automobilbesitzer von grosser finanzieller Tragweite sind (Pneufrage etc.), so sehr anderseits die Gebote der Verkehrssicherheit gebührende Rücksichtnahme beanspruchen. — Herr Nationalrat Dr. Stadler orientierte kurz über die bisherigen Beratungen der Expentenkommission für das neue Afbeitszeitgesetz der Chauffeure und empfahl in eindringlicher Weise die neue Alpenstrasseninitiative. Die Versammlung stimmte einstimmig folgender Resolution zu: «Die Generalversammlung der Sektion Zürich des A. C. S. begrüsst die Volksinitiative für den Ausbau der Alpenstrassen und ersucht ihre -Mitglieder, das Volksbegehren vollzählig mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. » Das Auffahren in Zweierkolonnen an wichtigen Strassenkrpuzungen soll nach Fühlungnahme mit den Polizeibehörden den Fahrern in vermehrtem Masse zur Beachtung empfohlen werden/während anderseits bei den Baubehörden'"Schritte"unternommen werden sollen, damit bei Strassenbauten jeweils nicht die ganze Fahrbahnbreite dem Verkehr vollständig gesperrt wird. Am gemeinsamen Nachtessen, von 420 Mitgliedern besucht und auch von verschiedenen Vertretern der Behörden (u. a. Regierungsrat Wettstein) und Delegierten der .Nachbarsektionen beschickt, zirkulierten bereits die ersten Unterschriftenbogen der Volksinitiative. Herr Hürlimann entbot den Willkomm des Vorstandes und gab die Resultate des Mitgliederwettbewerbes 1932/33 bekannt. Herr W. Badertscher nahm alsdann die Ehrung der drei schweizerischen Automobilmeister 1933, die der Sektion Zürich angehören, der Herren H. Gübelin, H. Kessler und U. Maag, vor, und gedachte auch der vorzüglichen Sportleistungen des Herrn H. Rüesch. Herr Regierungsrat Wettstein überbrachte den Gruss der Behörden, die dankbar die unermüdlichen Anstrengungen des A. C. S. in allen Automobil- und Verkehfsfragen anerkennen. Den Gruss des Zentralkomitees des A. C. S. • entbot Herr Vizepräsident Bucher, Luzern. Noch selten dürften die Zürcher A. C. S.-Mitglieder einen solch frohen und durch qualitativ ausgezeichnete Darbietungen belebten Martinimahl-Abend miterlebt haben. Schon 'die ulkige Schnitzelbank, eine Caralpin-Fahrt durch die Limmatstadt persk flierend, rief wahre Lachstürme hervor, wozu ausser dem witzigen Text vor allem die schmissigen Bilder von Herrn A. Schnider, Küsnacht, beigetragen haben dürften. Auch die mit amüsanten Ueberraschungen aufwartenden A. C. S.-Postsendungen waren von sehr guter Marke. Den Clou aber bildete die von eigenen Kräften mit Hilfe des Jodeldoppelquartetts des F C, Zürich aufgezogene Revue « Der schwarze Panther ». Herr Dr. A. Haas hatte hiezu ein unterhaltsames und witziges Libretto, Herr Nelson eine schmissige Musik geschrieben. Dazu eine ausgefeilte, tempofeste, mit unzähligen Einfällen und starkem zürcherischen Lokalkolorit aufwartende Darstellung, wo speziell auch die Gesangsvorträge und Tanzdarbietungen brillierten. Kein Wunder, wenn diese prächtige Revue, die nach Urteilen kompetenter Persönlichkeiten auch an zürcherischen Theaterstätten eines vollen Hauses sicher wäre, einen ungeheuren Beifall fand, der sowohl Autoren und Spielern galt. So zeichnete sich dieser Martinimahl-Herrenabend durch einen vorzüglichen Verlauf aus. Die überaus frohe Stimmung feierte wahre Rekordsprünge und noch um 2 Uhr früh herrschte stärkster automobilistischer Betrieb in den Räumen des Hotels « Waldhaus Dolder »-. Das allgemeine Urteil ging dahin, dass man einem vorzüglich aufgezogenen Anlass beigewohnt und sich köstlich amüsiert habe. s. Xus d« L« COhne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Für eine Internationale Automobilstrasse Nord- Süd im Winter. Im Sommer führen alle Süd- Strassen nach Rom und werden ohne weiteres die schönsten Routen bevorzugt, im Winter stehen wir vor den verschneiten Pässen und der hochentwickelte Autotourismus nach Süden kann sich nurin kostspieliger und primitiver Art und Weise, verbunden mit grossem Zeitverlust, zum grossen Teil per Schiene nach Süden abwickeln. Es ist deshalb nicht wunderlich, wenn die grossen Automobilverbände der 'Schweiz und gegenwärtig auch diejenigen des heutigen Deutschland ganz akut eine Internationale Automobilktrasse Nord-Süd "im Winter verlangen, da die fortschrittliche. Technik heute bestimmt eine Route freihalten kann. Diese Verwirklichung benötigt selbstverständlich die Beziehung aller interessierten Verbände, der Kantone und nicht zuletzt des Bundes. Wenn wir in der Schweiz nicht in Bälde auf eine bestimmte Route uns einigen können, so wird unser Land umfahren, indem in einem Nachbarstaate eine solche sieherlich in geraumer Zeit freigehalten wird und wir haben den Schaden und das Nachsehen. Es kann nur diejenige Route als beste bezeichnet werden, die qualitativ und materiel am leichtesten im Winter offen gehalten werden kann, d. h. eine möglichst niedrige und kurze Paßstrecke aufweist, die von Natur aus in bestgeschützter Lage eich befindet. Diese besten Vorzüge kann in der ganzen Schweiz, bei objektiver Betrachtung nur der « Lukmanierpass» aufweisen, der auf der Tessinereeite grösstenteils durch den reichlichen Waldwuchs gegen Lawinen und gefürchtete Schneeverwehungen ausgezeichnet geschützt ist, auf der Bündnerseite, mit den 21 km, wegen der Kürze gut verbaut und befahrbar gemacht werden könnte. Dazu kommt d'ie spielend leichte Offenhaltung der Strecke Ilanz- Disentis, mit einer sehr geringen Steigung, die im Sommer von jedem Auto im direkten Gang befahren werden kann. Betont sei, dass die Strecke Chur-Flims-IIanz wegen den Autopostkursen frei gehalten werden muss. Ferner ist, wie bereits publiziert, von höchster Militärseite aus erklärt worden, dass gerade der Lukmanier als wichtigster strategischer Pass auch im Winter offen gehalten werden sollte, so dass auch von dieser Interessenz eine angemessene Subvention bestimmt erwartet werden darf. Es wäre ganz verfehlt, eine Winterroute frei zu machen, nur wegen der grösseren Bettenzahl, wie dies bei den Interessenten des Julier betont wird. Eine gewisse Konkurrenz der Rhätischen Bahn, macht jede Route, dies ist aber unvermeidlich und ist auf die Länge nicht zu verwehren. Die Bahnlinie ins Engadin, mit der grössten Bettenzahl, ist bestimmt der Lebensnerv der Rhätischen Bahn und wenn die Bahn auf dieser Strecke im Winter durch Freihaltung einer «Nord-Süd-Verbindung für die Wintersportsleute konkurriert wird, so wird sie voraussichtlicherweise in ihrer Existenz gefährdet. Auf den Lukmanier fahren keine Sportsleute mit ihren auch für den Winter vorbereiteten Privätautos, also fällt diese Konkurrenz ausser Spiel. Je höher ein Pass liegt, um so grössere Schneemassen sind zu erwarten. Der Lukmanier liegt 1919 m ü. M., der Julier 2287 m ü. M., somit liegt der Luktnanier 368 m tiefer, was als ein grosser Vorzug vor allen 'Schweizer Südpässen bedeutet. Wir erwarten, dass eine Interessentenversammlung ,sich in Bälde für die vorzüglich gelegene Lukmanierroute entschliesse. Dr L. C. Verantwortliche Redaktion Dr. A. Büchi. W. Mathys. — H. Labhart. Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwae). Ausserbalb der Geschäftszeit: 23.295. Redaktion für die Ostschweiz: Dr. A. Büchi. • Sprechstunden nach Vereinbarung mit der- Geschäftsstelle Zürich (Löwenstr. 51. TeL 39.743).