Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.095

E_1933_Zeitung_Nr.095

u AUTOMOBIL-REVUE

u AUTOMOBIL-REVUE 1933 ~ No 95 CIINTILLA WINKER PR EIS E KOMPL. M IT SCHALTER Aeusserst billig zu verkaufen: 1 FIAT, Limousine, 4/5pl., 4 Türen, 6 Räder, Gepäckträger, 7 PS, 4/5-Plätzer, Limousine, 6 Zyl., Modell 1930, 17 PS, in ganz einwandfreiem Zustand. Böckli, Dufourstr. schöner, rassiger Wagen un.d sehr gut erhalten. Günstiger Preis. Verkauf nur gegen Kassa. G1134 Nr. 4/II, Zürich. Telephon •Ernsthafte Interessenten, zwecks persönlicher Besieh Hg. it. Prüfung dos Wagens, bitte sich an Hans abends, während der Ge- 25,627 über Mittag und Hirsiger, Aarau, Entfelderstr. 45, zu wenden. schäftszeit Tel. 20.964 ""' Die jetzt häufig schlüpfrigen Strassen stellen vermehrte Anforderungen an Führer und Fahrzeug. Gehörige Instandhaltung des Wagens ist daher dringendes Gebot. Jetzt ist die beste Zeit zur Vornahme notwendiger Reparaturen und zugleich kann das nun gesetzlich vorgeschriebene Zugehör, soweit es noch fehlt, angebracht werden. hiezu geht nun bald zu Ende. Wenden Sie sich an die altbekannte, zuverlässige GARAGE STADTBACH, BERN Stndtbachstr. 8a RIESEN & SÄGESSER Telephon 23.601 Trockene, yvarme Einstellräume. Ersatzteillager. Vertr. Willys Knight. Mit Fulton-Frost-Schild keine beschlagene Scheibe: kein Festfrieren oder Steckenbleiben des Soheibenwisohers mehr. Trotz Schnee, Frost und Hagel oder angefrorenem Hebel AUT0L1CH1 SPEZIALISTEN CHURIJ.Barfuss Moser GLARUS: Mic.Riffel BeWro-meeh.fcfertatäHe HEAlSAU'.CarlErny HEFU5AU: Erny Auro-Ekttro-YfetaWfe WIL(5f.6ollen)> R-Bruggmann ZürtfKrshtf WINTERTHUR.' H.Nohl woifilngersfriii ZUG.' O.Frank, Auto-Eiekn-o-Service ZÜRICH vn: Kläy.TschudiÄCS Boustru KLEINER W INKER Fr. 21.50 MITTLERER GROSSER zu verkaufen: Fosdlastwagen „ Fr. 23.50 „ Fr. 37.— SEDAN-DE LUXE 1933, wenig gefahren, 8 Steuer-PS, mit feinster Clubsessel-Polsterung, Karosserie hoch- Modell 1931. 2—214 Tonnen, event. in Tausch gegen kleineren Lastwagen oder Traktor für Strassentränsport. — Gefl. Offerten unter Chiffro 61123 an die triebe, splitterfr. Glas, qualitativ, Viergangge- Automobil-Revue, Bern. Licht- und Anlasseranlage 12 Volt, Gebirgskühler, Gebirgsmotor, volle Fabrikgarantie, äusserst preiswert zu Auto-Kollag verkaufen. — A.-G. für Automobile, Zürich 4, Pflanzschulstr. 9. Telephon 31.688. P. H. STsrHELIN & CIE., BASEL 9945 Zu verkaufen aus Privathand NASH AUTOMOBILBESITZER! Die TOLERANZFRIST I fll'MlilHI« II •• III IW^IMIIMWIH^^MMMMIMUmi II Hil I »II ! • • • • I I I .IMl FuBton-Frost-SchiEd ixnmxex» lcletre Siolit Viele Hunderttausende solcher Frostschilder sind in den letzten Jahren verkauft worden und haben den Weitruf der FULTON COMPANY, MILWAUKEE bestätigt. Welsen Sie daher Nachahmungen zurück und verlangen Sie ausdrücklich Origlnal-Fulton-Frostschild für welches Ich Ihnen jede gewünschte Garantie zu leisten imstande bin. Verlangen Sie Prospekt vom Generalvertreter HANS RUDOLF KANNE - ZÜRICH & LA SALLE Modell 1930, prächtige, 7plätzige Limousine mit Zwischenwand, grosser Komfort, Neupreis des Wagens Fr.33.000 in jeder Beziehung in tadellosem Zustande, 6 Räder, zahlreichen Zubehör zu verkaufen zu nur Fr. 5500.-. Garage des Päquis 11 in Genf Stets grösste' Auswahl zu konkurrenzlosen Preisen. Verlangen Sie die Liste. Limousine, Modell 33, mit synehr. Getriebe, ganz wenig gefahren, wie neu, volle Fabrikgarantie. Preis billig. Ev. Tausch an grösseren Wagen: Chrysler, Bulck, Hupmobile oder ähnliche. Offerten unter Chiffre 61146 an die Automobil-?evue, Bern. offerieren wir bei sofortiger Abnahme, fabrikneues, erstklassiges, amerikanisches Interessenten wollen sich melden unter Chiffre Z. 2532 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. ai67 Grand Luxe, Modell 1930/31, 2 Reserveräder vorn montiert, mit Stahlhoussen, Gepäckträger verchromt, neu bereift, mit Superconfort, nur 25 000 km gefahr., Fr. 4900.— netto. —'E. Hubacher, Grand-Garage, Hasle-Rüegsau. Telephon 53.23. 10633 Chassis MINERVA fabrikneu, mit Garantie, 6 bereiften Rädern, kompl. Werkzeug etc. Für CABRIOLET sehr gut geeignet. Anfragen unter Chiffre 14131 an die 10777 Automobil-Revue, Bern. Zürcher Wochenprogramm Stadttheater Zu verkaufen PEUGEOT 301 Zu Fr, 8000.— statt Fr. 18 000.— 8-Zyl.-Automobil Gelegenheits-Kauf! (Wegen Abreise ins Ausland.) NASH-SIX, 15 HP Sa. abend 18. Nov. So. nachm. 19. Nov. Umständehalber äusserst günstig zu verkaufen So. abend 19. Nov. Abe ? As . 8 °]? r • n . Soimta8 nachmittags S Uhr. Zwei Herzen imK-Takt. Der fidele Bauer, Operette Leo Fall. Der Vogelhändler. Schauspielhaus Abenda ^ tag nachm. Sa. abend 18. Nov.Der Kaiser von Amerika, Komödie von Bernard Shaw. Etienne, Komödie von Jaccnies So. abend 19. Nov. 8 Zyl., 20 HP Deval. Der Kaiser von Amerika, Komödie von Bernard Shaw. Grand Cafe Esplanade, utoquai 21 Im Restaurant: Ital. Kapelle Angelini. In der Bar: Rolf Stauber am Flügel. Im Tabarln: Orchester Melody Dandies das übrige Künstlerprogramm. Cafe-Tea-Room Kolibri, Nüschelerstr. 30, neben Spira Vorzügl. französische Küche, feine Patisserie. Mittag- u. Abendessen ä Fr. 1.65 bis Fr. 2.50. Cafe Neumann, Pelikanstr./St. Annag. (Das Wiener Gross-Cafe ohne Musik.) Ueber 70 Tageszeitungen und Illustrierte. — Parkplatz: St. Annagasse-Pelikanstrasse. Sonnenquai 2 «Dolly with bis singing birds» wieder in Zürich. Restaurant Urania, uraniastr. 9 von und Die beliebte Unterhaltungsstätte. Konzert und Variete. Anerkannt gute Küche. Zett-Restaurant u. Roxy Bar Rebgasse 8 Mittag- und Abendessen von Fr. 1.60 an. Catalyte Preis nur Fr. 22.- Der beliebte und unentbehrliche Wärmespender für jedes Fahrzeug und seinen Lenker. Der zuverlässige Freund im Winter. Ohne Flamme Ohne Rauch Ohne Geruch . Ohne Gefahr Zu beziehen in allen Fachgeschäften und Garagen, oder durch die Generalvertretung und Lizenzinhaber I. Europa (excl. Deutschi.) (Pat.aneem.) j s f mj^ der automatischen Bremse versehen, wie sie vom Gesetz verlangt wird, und folgt genau dem Raumprofil des Zugwagens. Ich übernehme die Abänderung jedes laufenden Anhängers in einen selbstspurenden und besorge als Spezialist jede einschlägige Arbeit gewissenhaft und zu mäßigen Preisen. Auf Wunsch Offerte und Referenzen durch CHR.STOOSS, ALBISRIEDEN-ZURICH, Tel.36.523 Hammerwerk und Anhängerbau ERSATZTEILE vollstandigesLager aller Modelle Prompte Spedition Nachtdienst 3OLOT HURN TEL.1OOO Sofort zu verkaufen wegen Geschäftsaufgabe: 1 CAR ALPIN LANCIA neuestes Modell, mit modernster 22-Plätzer-Karosserie, soeben aufgebaut, auswechselbar, ferner ein SPEZIAL-8-PLÄTZER mit Rolldach, Karosserie erst fabrikneu erstellt, Motor mit neuen Kolben versehen, seit der Revision erst 500 km gef. Beide Wagen mit Taxe u. Versicherung, zu Spottpreisen. Anfragen unter Chiffre 61111 an die Automobil-Revue. Bern. ISOTTA- FRASCHINI in ausgezeichnetem Zustd., Limousine, mitmoderner Karosserie. J*"* Billiger Verkaufsprtis. 61100 Zu besichtigen in der Carosserie Gangloff, Bern- Bümpliz. (Schweizer Arbeit) Ramistrasse 14, Zürich 1 - Telephon 44.766 - 44.767 Der selbstspurende STOOSS-ANHÄNGER ORIGINAL TOURING MOTOR A.Q. PRIMA OCCASION! Zu verkaufen: Typ 8A f Suisse ikelbstspurendg^fejggg^^^ Elektro- u. Autogen.- Schweisserei sämtlicher zerbrochener Maschinenteile aller Art aus allen Metallen, auch Aluminium. M. GATTLEN - BERN Belpstrasse 38a - Telephon Nr. 20.262 L Breitenbach-Luzern- Schlüssel für Zündung Türe Reserverad Nummernangabe genürt) MIET-GARAGEN in Elsenbeton, zerlegbar pro Boxe Fr. 12.50 Miete p. Mt. 1 und mehrere Boxen liefert Garage-Bau Q. HUNZ1KER & de., INS ••»»•«•»•••»«»»•••»••••••»•••••«»» Anfertigung sämtlicher Sortin AÜTO-SCHLÜSSEL SCHLOSS- U. KILOMETERZAHLER- REPARATUREN : werden nur sachgemät» ausgeführt bei * A. Kusterer, Zürich 8 ! Zimmergasse 9. Tel. 22.949 ; »•«»••••••«•••••••»•«•••«••«•••••«•«•«•«MMi •

N°95 - 1033 AUTOMOBIL-REVUE & Rechtes Thunersee-Ufer. Strassenbahn oder Autobus? (Eine Erwiderung.) Auf die unter der obigen Ueberschrift erschienene Einsendung gestatten wir uns, folgendes zu erwidern: Wir verstehen es sehr gut, dass unser Gutachten dem Interessenverband der Gemeinden Hilterfingen, Oberhofen, Sigriswil, Unterseen und Interlaken und dem mit ihm in enger Verbindung zusammenarbeitenden Hrn. Zipfel ausserordentlich ungelegen kommt. "Wenn einem die Kreise gestört werden, wie das durch die Schlussfolgerungen unseres Gutachtens diesem Interessenverband und Hrn. Zipfel ge genüber geschieht, so darf man schimpfen, qhne dass e« so sehr übel genommen wird. Besonderes Verständnis haben wir für die Enttäuschung des Hrn. Zipfel, der den schönen Autobuslieferungsauftrag wohl schon einer ihm nahestehenden Firma gesichert sah. Diese Missstimmung braucht nicht auf uns überzugreifen, und wir haben daher nicht im Sinne, in den aufgeregten Ton zu verfallen, der in der Erwiderung auf unser Gutachten zum Ausdruck kommt, wenn wir hienach zur Orientierung der Oeffentlicbkeit auf einige Punkte antworten. Es wird uns vorgehalten, wir hätten mit unserem Gutachten insofern gründlich daneben geschossen, als weder der Bericht Zehnder/Zipfel, noch der Bericht Zipfel die Grundlage für den Antrag der Regierung des Kantons Bern an den Grossen Rat gebildet habe, sondern ein Gutachten des Herrn Ing. Scbwegler. Wir wussten tatsächlich vom Gutachten Schwerer nichts, als wir unsere Untersuchungen durchführten, ao wenig als wir die Vorlage der Regierung kannten. Schon das Wenige aber, das wir nachträglich aus dem Antrag der Eisenbahndirektion vom Berichte des Hrn. Schwegler erfuhren, macht es uns verständlich, dass man sich mit einer gewissen Aengstlichkeit davor hütete, dieses Pflänzlein «dem Bisluft der Kritik» auszusetzen. Wir haben das Gutachten Zipfel als irreführend bezeichnet und schätzen das Gutächten Scbwegler nicht höher ein. Es würde zu weit führen, diese Erklärung hier nähej zu begründen. Das soll an anderer Stelle nachgeholt werden. Vorläufig sei nur bemerkt, dass sjch Hr. Schwegler schon im Mai 1932 durch ein dem Gutachten Zipfel beigedrucktes «Urteil» festgelegt hat und infolgedessen nicht mehr unbefangen an seine Aufgabe herantreten konnte. Weiter wird .gesagt, wir bestritten den schlechten und betriebqgefährlichen Zustand der Strasse. Das stimmt nicht. Wir haben im Gegenteil ausdrücklich erklärt, dass die Schadhaftigkeit der -JStrassendecke von niemandem bestritten werde, und l übrigen nachgewiesen, dass die rechtsufrige i'hunerseestrasse, immer auf den Strassenbahnbetrieb bezogen, durch die Unfallstatistik nicht mehr belastet wird als irgendeine andere Strasse von ähnlicher Bedeutung. Es wird auf das für den Autobusbetrieb günstige Ergebnis der Abstimmungen in den obern Seegeraeinderi hingewiesen und daran die Betrachtung geknüpft, man werde den 6000 Einwohnern dieses Gebietes nicht jede Urteilsfähigkeit absprechen wollen. Das haben wir nicht getan. Wir schätzen die öffentliche Meinung am rechten Thunerseeufer nicht gering ein. Aber das wissen wir, dass diese Abstimmungen, an denen sich nur eine verhältnismässig geringe Anzahl der oben erwähnten 6000 Einwohner beteiligt hat, keineswegs als einwandfreie Kundgebung der Mehrheit der interessierten Bevölkerung zu werten sind. Die Abstimmungen erfolgten; z. T. unter dem Eindruck unzutreffender Voraussetzungen. Sodann ist es ein offenes Geheimnis, dass die wirtschaftliche Macht der Hauptgegner der nechtsufrigen Thunerseebahn viele Leute davon abhä lt, in öffentlicher Versammlung gegen die Parole dieser Gegner zu stimmen. Die im unserem Gutachten mitgeteilten, zur Vorsicht mahnenden finanziellen Ergebnisse des schweizerischen Autobusbetriebes im Jahre 1932 habenden Korrespondenten veranlasst zu schreiben, man dürfe zur Beurteilung der Konkurrenzfähigkeit des Automobils njicht schweizerische Verhältnisse heranziehen; mUn müsse die Verhältnisse im Ausland betrachten. , Unsere Vorgänger in der Begutachtung der Verkeihrsfragen des rechten Thunerseeufers haben das reichlich getan. So schreibt z. B. Hr. Zipfel auf Seite 16 seines Gutachtens im Mai 1932, dass der Autobüsbetrieb in Wiesbaden zur vollen Zufriedenheit de[r Behörden und auch wirtschaftlich günstig arbeitt- Aus vor uns liegenden amtlichen Dokumenten geht aber hervor, dass dieser Autobusbetrieb in di;m am 31. März 1932 zu Ende gehenden Rechnungsjahr den gewaltigen Verlust von Mk. 487 304.— ; ergeben hat. Im darauffolgenden Rechnungsjahr (1. April 1932 bis 31. März 1933) betrug der Verlust sogar Fr. 676000.—. Wir bezeichneten die Orientierung der Öffentlichkeit über das wirtschaftliche Ergebnis dieses Autobusbetriebes, wie Hr. Zipfel sie sich gestattet hat, in unserem Gutachten als. 1 unerhört. Wir haben heute noch die gleiche Meimj ng. Zum Kernpunkt der Sache, zu den Kostenberechnungen, üh ergehend, stellt man uns einige Fragen, aus denen wir nur entnehmen können, dass die Herren dieses Verbandes mit den Bestimmungen des Bundesgesetzes betr. die Arbeitszeit beim Betriebe der Eisenbahnen und anderer Verkehrsanstalten, das auch für die konzessionierten Autobusbetriebe gilt, nicht genügend vertraut sind. Vermutlich als Haupttrumpf ausgespielt, bringt der Artikal einen Vergleich der Betriebsausgaben pro Wagenkilometer des Autobuskurses Solothurn- Wasseramit mit den Berechnungen der Experten. Dieser Veagleich hinkt bedenklich. Einmal ist zu sagen, dasjs der Autokurs Solothurn-Wasseramt auf tadellosen Strassen und in sozusagen topfebenem Gebiet verkehrt, was zum vornherein verhältnismässig gelinge Ausgaben erklärt. Stossverkehr, der sich auch .nur einigermassen dem am rechten Thunerseeufer vorhandenen nähern würde und der dort einen, ausschlaggebenden Faktor der Betriebskostenverfa-'uerung bildet, ist bei diesem Autokurs nicht vorhanden. Der Hauptgrund der ausnehmend tiefen Kosten pro Wagenkilometer dieses Unternehmens liegt indessen anderswo. Die zum Vergleich herangezogenen Zahlen betreffen die beiden ersten BetriebsjaB re 1931 und 1932, in denen sehr wenig Reparaturen am Wagenmaterial auftraten und diese Reparaturan zudem noch in der Hauptsache in die Garantiefrist fielen und zu Lasten der Lieferfirma schnittlichen Ausgaben pro Wagenkilometer erreichen im laufenden Jahre, und wohl auch fernerhin, eine Höhe, die von den entsprechenden Zahlen anderer Autobusbetriebe nicht mehr vorteilhaft absticht. Auch die Gewinn- und Verlustrechnung hätten wir frisiert, weil wir die Abschreibungsquote der Wagen von 10 auf 12 Prozent erhöhten, Ueber diesen Punkt wollen- wir Hrn. Zipfel selber reden lassen. In seinem im Jahre 1930 über den Autokurs Solothurn-Wasseramt erstatteten Gutachten sagt Hr. Zipfel wörtlich folgendes: «Der Ansatz für die Abschreibung könnte bei der vorgesehenen Leistung der Wagen mit 10 Prozent bemessen werden, doch ist ein höherer Ansatz vorzuziehen, da die Entwicklung auf dem Gebiete des Automobilwesens rasche Abschreibungen wünschbar macht. Immerhin sind 15 Prozent Abschreibung auf den Fahrgestellen und den Karosserien und 10 Prozent für die Tankanlage und die Einrichtungen reichlich genug bemessen.» Zum Schlüsse wird festgestellt, dass es nach dem Gesagten wohl überflüssig sei, sich mit dem Gutachten Oftinger-Amstutz weiter zu befassen. Das wäre ohne Zweifel eine angenehme Methode, sich eines unangenehmen Gegners zu entledigen. Wir glauben aber nicht, dass diese Methode verfange. Wir möchten der Bevölkerung am rechten Thunerseeufer bloss noch zu bedenken geben, dass wir an die Behandlung des Problems herangetreten sind, ohne durch materielle Interessen gehemmt zu sein, die Dinge beim rechten Namen nennen, dass aber weder gewisse Persönlichkeiten, die im eingangs erwähnten Interessenverband eine tonangebende Rolle spielen, noch der dort mitwirkende Vertreter der Automobilfirma, von sich das Gleiche werden behaupten können. Bern und Solothurn, den 15. November 1933. K. Oftinger. G. Amstutz. Anmerkung d«r Redaktion. In erster Linie möchten wir zu vorstehender Erwiderung feststellen, das sie nicht in allen Teilen stimmt. So wird gesagt, Herr Zipfel werde über das Gutachten Oftinger/Amstutz aus begreiflichen Gründen enttäuscht sein, da er bereits einen schönen Autobusauftrag für seine Firma gesichert sah. Nun hat aber Herr Zipfel, und dies ist den beiden Herren Experten sehr wohl bekannt, sein Gutachten nicht als Beamter einer Automobilfirma, sondern als Sektionschef der Oberpostdirektion geschrieben. Er hatte, wie wir dies feststellen konnten, im Zeitpunkt der Veröffentlichung des ersten Gutachtens keinen Gedanken daran, seine Stellung beim Staate zu verlassen, Die Herren unterschieben also hier, entgegen besserer Kenntnis, Herrn Zipfel für seine Handlungsweise Motive, die nicht zutreffen. Die Herren greifen dann auch das Gutachten von Herrn Schwegler, Direktor der Strassenbahn und der Autobusbetriebe in Luzern, an, trotzdem sie dieses Gutachten gar nicht kennen. Im übrigen beginnen die Herren zu krebsen. So bauen sie mit ihren Behauptungen über den Strassenzustand und die Strassengefährlichkeit bedeutend ab. Auch geben sie zu, dass die Mehrzahl der :Gemeihdeeinwohner am rechten Thunersee gegen die Bahn gestimmt hat. Sie unterlassen aber nicht,, sofort wieder Vorbehalte zu machen und zu behaupten, die Abstimmungsergebnisse wären anders geworden, wenn die Bevölkerung richtig aufgeklärt worden wäre. Nun hatten aber bei den öffent- Ingen. Diese günstige Anfangsperiode, die sich aus ähnlichen Gründen auch anderswo mehr oder weniger abzeichnet, ist indessen beim Autokurs Solothurn-Wasiseramt schon vorbei. Das Ergebnis des dritten Betriebsjahres 1933 ist wegen des Einsetzens der kostspieligen Wagenreparaturen und -revisionen derart, dass die Zinsgaranten (Staat und Gemeinden) für die Verzinsung des Anlagekapitals in Anspruch genommen werden müssen. Die durchlichen Gemeindeversammlungen die Vertreter der Bahn das Recht, ihre Argumente geltend zu machen, und sie taten es auch in weitgehendem Masse. Geradezu fcrass ist die Andeutung, die Bevölkerung habe nur aus Furcht vor wirtschaftlichen Repressalien gegen die Bahn gestimmt. Das ist eine Beleidigung unseres Volkes und seiner demokratischen Einrichtungen. Wegen der Betriebsrechnung möchten wir nun doch ausführen, dass wir nicht allein die Betriebsausgaben beim Autokurs Solothurn-Wasseramt Ws Gegenargument gegen die Behauptungen der beiden Experten angeführt haben, sondern auch jene beim Stadtautobus Bern und Zürich. In Bern betragen die Betriebsausgaben 61 Rp. pro km und in Zürich 59 Rp. gegenüber den 64,8 Rp. der Rechnung Zipfel und den 77,3 Rp. der Rechnung Oftinger/Amstutz. Der Berner Betrieb ist nun kein neuer Betrieb, bei dem man die fehlenden Ausgaben für Revisionen geltend machen könnte. Dagegen ist dieser Betrieb wesentlich teurer als ein solcher am rechten Thunerseeufer wäre, einmal wegen der bedeutend höheren Personalkosten, verursacht durch die hohen Gehälter, dann wegen den zahlreichen Fahrhalten auf kurzen Entfernungen, die daa Wagenmaterial hernehmen und endlich noch wegen dem Benzinbetrieb. Nach der Rechnung der Herren Oftinger/Amstutz betragen die Ausgaben für das Rohöl 5,25 Rp. pro km, während sie beim Autokurs Splothurn-Wasseramt 10,9 Rp. erreichen. Wir haben also einen Unterschied bei den Betriebskosten von rund 5,6 Rp- Ziehen wir diesen Unterschied bei den Betriebskosten der Autobusbetriebe Bern und Zürich ab, so kommen, wir beim ersteren auf eine Kilometerausgabe von 55,4 Rp. und beim andern auf eine solche von. 53,4 Rp. Wie verhalten sich nun diese Zahlen zu der Rechnung der Herren Oftinger und Amstutz? Zeigen sie nicht deutlich, dass diese Rechnung falsch und einzig dem Zweck des Gutachtens angepasst ist? Zum Schluss noch einige Worte über die Abschreibungen. Die Höhe der Abschreibungen richtet sich nach der Fahrleistung der Wagen. Als Grundlage dafür wird eine Fahrleistung von 300000 bis 350 000 km angenommen. Ist die Fahrleistung, unter 35 000 km im Jahr, wie dies am rechten Thunerseeufer der Fall wäre, so ist eine Abschreibung von 10 Prozent gegeben, ist die Fahrleistuns, grösser, wie dies beim Autokurs Solothurn-Wasseramt zutrifft, so muss eine entsprechend höhere Abschreibungsquote gewählt werden. Das wird in der ganzen Welt so gehandhabt, nur den beiden Herren «Fachleuten« scheint diese Rechnungsart unbekannt zu sein. Nett ist übrigens, dass Herr Amstutz zugibt, Herr Zipfel habe ihn bei der Einrichtung seines Autobusbetriebes vor 3 Jahren noch beraten. Der Schüler mit seinen 4 Wagen hat sich offenbar in dieser Zeit zürn allwissenden Lehrer ausgebildet. Wenn man es ablehnt, sich mit dem Guta.cb.ten der Herren Oftinger und Amstutz näher zu befassen, so ist es keineswegs aus Furcht vor ihren überzeugenden Argumenten, sondern lediglich darum, weil sie auf Grund ihrer Berechnungen und Behauptungen nicht als Fachleute bewertet werden können. Die Herren sagen schliesslich noch, sie seien an das Problem ohne materielle Interessen herangetreten. Wollen sie damit behaupten, dass die Herren Zipfel, Schwegler, Widler, Dr. Zehnder und die Organe der kantonalen Baudirektion solche gehabt hätten? Was von einem Winteröl ? 1° Leichtes Anspringen des Motors auch bei grösster Kälte. 2° Einwandfreien Schutz IhreS; Motors trotz allen Temperaturschwankuneen. 3" Geringen Verbrauch. Sie verschaffen sich diese 3 Vorteile mit Mobiloil Arctic, dem ausgesprochen Winteröl. Sie werden dieselben aber nicht erzielen mit irgendeinem "sogenannten" Winteröl, welches einfach dünnflüssig gemacht wird, um das Starten zu «leichtern, aber für Ihren Motor gefährlich ist, weil es ihn in heissem Zustande nur ungenügend schützt. Arctic Was unternehmen Sie alles, wenn Sie im Winter ausfahren wollen, bis endlich der Wagen auf der Strasse rollt! Da wärmen Sie den Kühler, bearbeiten Sie die Handkurbel, und dreht der Motor endlich, dann müssen Sie erst noch eine. Ewigkeit zuwarten, bis er warm genug geworden Ist. Verlassen Sie den Wagen für einige Minuten, dann decken Sie die Kühlerhaube sorgfältig zu und parkieren den Wagen so, dass er von der Bise geschützt ist. So machen Sie das nächste Anfahren leichter. Das alles verlangt Zeit und Sorgfalt — und dabei wäre das alles so leicht zu vermelden, wenn Sie einen neuen -Vergaser mit automatischem Starten eingebaut hatten, der unabhängig von Temperatur- . Schwankungen arbeitet und Ihren Motor mit einer blossen Viertelsdrehung in Gang bringt. Montage überall. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Genf Zürich 12b,rue de l'Höpital 3,ruedeFribourg Löwenstrasse31 Tel.4B.42 Tel. 25.641 Tel.5B.824 48.43 58.825 48.44