Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.098

E_1933_Zeitung_Nr.098

BERN, Dienstag, 28.November 1933 Nummer 20 Cts. 29. Jahrgang - N° 98 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Erscheint Joden Dienstag nnd Freitag Monatlich „Gelbe Liste" HubJMnHeh Fr. 5 , jährlich Fr. 10.-. Im Ausland unter Portoznschtag, tatern nicht postamtlieh bestellt. Zuschlag für postamtliche Bestellung 30 REDAKTION n. ADMINISTRATION: Breltenrainstr. 97, Bern Rappen. Postcheck-Rechmrag II1/414. Telephon 28.222 Telegramm-Adresse: Autorevue, Bern Der Ausbau von Wanderwegen Der moderne Strassenban hat es sich bei der Anlage neuer wichtiger Verkehrsverbindungen zur Aufgabe gemacht, Profile zu wählen, welche eine weitgehende Trennung nnd Ausscheidung der verschiedenen die Strasse benützenden Verkehrsarten gestatten. So ist man bestrebt, beim Neu- oder Ausbau von Hauptstrassen nicht nur für die Fussgänger besondere Streifen zu reservieren, sondern auch den Radfahrern eine eigene Piste zuzuweisen. In England und Amerika geht man noch viel weiter, indem die Fahrbahn selbst, welche für den Wagenverkehr bestimmt ist, wiederum unterteilt wird, um besondere Verkehrsstreifen zu gewinnen, wovon die einen für den ausgesprochenen Schnellverkehr, die andern^ dagegen den Fahrzeugen mit geringerem Tempo reserviert sind. Eine derart weitgehende Unterteilung wird für schweizerische Verhältnisse wohl nie in Betracht kommen und es wird vollständig ausreichen, wenn die Fahrbahn eine genügende Breite aufweist, damit in jeder Fahrtrichtung wenigstens zwei Fahrzeuge einander kreuzen können, ohne die Bahn der andern Verkehrsrichtung zu behindern. Auch die Trennung der beiden Fahrbahnen durch Grünstreifen oder besonderen mit Hecken bewachsenen Banketten wird der hohen Kosten wegen kaum für unser Strassennetz in Frage kommen. Deutlich markierte Trennungsstreifen, vorab in den Kurven, dürften auf Jahre hinaus den Zweck erfüllen. Dagegen ist, gerade was den Ausbau bereits bestehender Strassen anbetrifft, die Schaffung von besonderen Fussgängerstreifen vielfach mit allerlei Schwierigkeiten verbunden, indem die hiefür notwendige Land- Beschaffung oft ungewöhnlich hohe Kosten verursachen kann. Dennoch fordert der heutige motorisierte Ueberlandverkehr und der berechtigte Anspruch der Fussgänger auf Verkehrssicherheit eine möglichst vollkommene Trennung zwischen dem Verkehr der Fahrzeuge und der Passanten. Gerade der I^^T|^H^^rj^Bj^r^^E~^^rj~j Der geheime Kampf. Roman von Philipp Klein. (27. Fortsetzung) Mit einem bitteren Geschmack im Munde verliess Eberhard das deutsche Gesandtschaftsgebäude. Oberst Nicolai hatte ihn wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass die zünftige Diplomatie keineswegs über den Ausbau des Nachrichtenwesens entzückt war, im Gegenteil ihm immer Steine in den Weg zu legen suchte. Um Gottes willen keine Schwierigkeiten mit den fremden Mächten! Diese Diplomaten! Das ist die Gesellschaft, dachte Eberhard, der wir es zum grossen Teil zu danken haben, dass es so gekommen ist. Aber sie hat noch immer nichts gelernt. «Da kann man nix machen!» sagen sie in Wien! Diesen Legationssekretär sollte man ausstopfen und in ein Museum geben, zur Warnung für die Nachwelt! ...Eberhard und Mercedes begannen die Arbeit. Selbstverständlich nicht unter den Namen, die auf ihren Pässen standen. Die Situation war so: Dass Bulgarien an der. Seite Deutschlands in den Krieg eintreten würde, war den Eingeweihten sicher. Die Diplomaten der Entente, die es wahrscheinlich längst ahnten, die wussten, dass sie ganz umsonst arbeiteten, taten, als sei ihnen das alles Mangel von besonderen Fussgängerstreifen gefährdet die Begehung stark frequentierter Durchgangsstrassen für Fussgänger ausserordentlich und ist zudem, je nach der Witterung, mit allerlei Unannehmlichkeiten verbunden. Wenn auf diese Weise, der Fussgänger und Wanderer von den Hauptstrassen verdrängt wird, so sollte doch irgendwie ein Ersatz geschaffen werden, da das Wandern und Spazieren für viele Tausende von Bürgern eine unentbehrliche Erholung bedeutet, auf die sie mit Recht nicht verzichten wollen. Dies führte daher zur Anregung, besondere Fusswege zu schaffen, welche fern ab vom geschäftigen Strassenverkehr dem Fussgänger die notwendige Bewegungsfreiheit bieten. So wurde vor einigen Jahren im Namen der demokratischen Fraktion von werden? Der Bau von Trottoirs längs der Auto- ist nicht immer möglich, weil er viel zu dem Winterthurer Stadtrat Büchi im Kan-strassetonsrat eine Motion eingereicht, welche den wege entsprechen auch dem Zwecke nur für ganz teuer zu stehen kommt. Solche asphaltierten Geh- Regierungsrat ersuchte, die Frage zu prüfen, wenig besondere Fälle, denn sie sind für längere ob nicht aus den Einnahmen aus Motorfahrzeugsteuern und Benzinzollviertel Fusswege die Gebiete, deren Schönheit der Wanderer sucht. Wanderungen ungeeignet; auch führen sie nicht in Es bestehen aber ganz andere Möglichkeiten für erstellt werden können, welche Städte und die Ausführung des Gedankens. Im Gebirge vorab Ortschaften auf unabhängigen, staub- und sind neben den Paßstrassen die alten Saumwege gefahrlosen Wegen miteinander verbinden. wenigstens teilweise noch erhalten und oft auch Ob diese Motion bereits beantwortet worden markiert. Daneben bestehen viele abseitige Wege, die der Wanderer den Talstrassen vorzieht, auch ist, entzieht sich augenblicklich unserer wenn sie Umwege bedeuten. Kenntnis. Dagegen scheint sie keine praktischen. Folgen gehabt zu haben, indem es seit- aber technisch vielleicht infolge der Bodenverhält- Für das Flachland ist das Problem brennender, her in der Angelegenheit der Schaffung besonderer Fussgänger- und Wanderwege lei- aus zahlreiche Flurstrassen und Waldwege radial nisse leichter zu lösen. Es gibt von jeder Ortschaft nach allen Seiten. Aber der Fremde verliert sich der recht still geworden ist. in diesem unbekannten Netz leicht, oder er wagt Die Frage ist nun anlässlich einer kürzlich sich aus Furcht davor überhaupt nicht hinein. Die vom schweizerischen Bund für Jugendher- Hauptaufgabe besteht demnach darin, die vorhandenen Wege planmässig in ein Netz zu bringen, mit bergen in Zürich einberufenen Konferenz neuerdings aufgegriffen worden. Ueber die Möglichkeit und den Wert der Schaffung solcher Wanderwege referierte in ausführlicher Weise Sekundarlehrer Ess, dem wir im Nachstehenden das Wort geben: « Wer die Wandermöglichkeiten von heute mit denjenigen vor 15—20 Jahren vergleicht, wer auf Grund der prächtigen Schilderungen von J. V. Widmann oder H. Schmid eine Landschaft durchstreifen will, wird von Jahr zu Jahr grössere Enttäuschungen erleben. Das Wandern, früher eine Lust, ist in gewissen Gegenden fast zur Unmöglichkeit geworden. Man denke an die Gefahren des Motorverkehrs, an den für die Füsse unangenehmen Hartbelag oder den Staub der nicht asphaltierten Strassen. Ein grosser Teil der früheren Möglichkeiten ist durch den modernen Verkehr völlig verloren gegangen. Diese schlimmen Zustände, wie sie namentlich für die Jugend bestehen, dürfen uns nicht etwa dazu veranlassen, zu schimpfen, denn damit ist nichts geändert oder gewonnen; aber sie drängen gebieterisch dazu, als Ersatz neue Wege zu schaffen, die einerseits den Wanderer von der Strasse wegbringen und auf der andern Seite die Automobilrouten vom Fussgänger entlasten. durchaus unbekannt. Als befände sich Bulgarien noch immer im Zustand der absoluten Neutralität und könnte vielleicht sogar noch dazu gebracht werden, an die Seite der Entente zu treten. Man versprach dem Sofiater Auswärtigen Amt noch immer das halbe Griechenland, Hess durchblicken, dass auch die Wünsche an der serbischen und rumänischen Grenze befriedigt werden könnten und markierte grösste Zuversicht. Dabei war natürlich das grosse Heer der Ententeagenten in lebhaftester Tätigkeit und notierte gewissermassen jeden Mann, der zu den Waffen gerufen wurde. Im Cafe Wardar befand sich geradezu eine Nachrichtenbörse, und es wurde mit einer Offenheit über Dinge gesprochen, die doch eigentlich geheim bleiben und auf den Fernerstehenden verblüffend wirken mussten. Der Eingeweihte wusste freilich, dass es sich um lauter «Luftgeschäfte» handelte. In der Hauptsache wenigstens. Eberhard und Mercedes hatten Anschluss an diese Kreise gesucht und natürlich auch gefunden: man hoffte wohl von ihnen einiges Interessante zu erfahren. Aber es ging umgekehrt. Die beiden wussten sehr wohl das Wahre von dem Falschen zu unterscheiden, und so kam es, dass die Oberste Heeresleitung schon Mitte September erfuhr, dass gegen Ende des Monats die grosse französisch-englische Herbstoffensive einsetzen sollte. Dass Grosses gegen die Türkei geplant war, und dass sich in Bukarest das Mit der Zunahme des Fahrverkehrs ist gleichzeitig auch das Wanderbedürfnis gewachsen, aus Freude am Sport und aus gesundheitlichen Gründen. Der im städtischen und industriellen Getriebe arbeitende Mensch muss mehr wandern als der Landbewohner; infolge von Wochenende und reichlicherer Ferien hat er auch mehr Zeit dazu. Trotz Bahn und Auto wird die Jugend, die gesunde wenigstens, die Welt immer erwandern wollen. Die Autofahrer selbst empfinden das berechtigte Verlangen, ungehindert verkehren zu können und sich nicht nach Wanderern oder Wandergruppen richten zu müssen. Auf ihren Ausflügen mit der Famiae stellen sie das Auto irgendwo ein und führen mit grossem Vergnügen einen Streifzug durch die Landschaft aus. Es handelt sich also um ein Problem mit gleichlaufenden Interessen der beiden Gruppen Automobilisten und Fussgänger. Wie kann nun diesen Bedürfnissen entsprochen Wegweisern zu versehen und da und dort einzelne Verbindungsstrecken zu erstellen. Wenn auch von der nun gegründeten Arbeitsgruppe die Aufgabe zunächst für den Kanton Zürich an die Hand genommen werden soll, so ist doch darauf zu achten, dass es sich im Unterschied zu den vielfach von örtlichen Kur- und Verkehrsvereinen geleisteten vorbildliehen Arbeit um eine schweizerische Angelegenheit handelt, die in Ueberlegungen und Plänen ein systematisches Vorgehen für ein grösseres Gebiet erfordert. Nach den ersten Erfahrungen kann in anderen Kantonen analog vorgegangen werden, wobei kleinere zu einer grösseren Einheit zusammengefasst werden sollen, ohne dass dabei für das Vorgehen im einzelnen die örtliche Freiheit zu sehr angetastet werden muss. Zunächst müssen für den Kanton Zürich — um beim nächsten Beispiel zu bleiben — Hauptwege festgelegt werden, die von der Hauptstadt ausgehen. Sodann handelt es sich darum, ihre Führung durch die Gemeinden an Ort und Stelle auf Grund der vorhandenen Strässchen und Wege zu ermitteln, wobei die Siegfriedblätter -wertvolle Dienste leisten. Für die vorhandenen Wege sollen die Rechtsverhältnisse abgeklärt werden, wobei es sich ja in weitaus den meisten Fällen um Flurwege handelt, die nach ZGB Art. 699 der Oeffentlichkeit ohne weiteres zugänglich sind. Gleichzeitig wird der nö- Zünglein der Waage immer mehr zugunsten der Entente neigte. Dann kam der Tag, der plötzlich Sofia von den Ententediplomaten und ihrem Schwärm von Agenten leerfegte. Eberhard und Mercedes blieben, und Eberhard hatte die Genugtuung, dass der gleiche Oberstleutnant, der ihn und Mercedes vernommen hatte, sich zu ihm bemühte und ihn ersuchte, ihm dabei zu helfen, die Reinigung vollständig zu machen. Denn es konnte der bulgarischen Regierung, die bisher in voller Absicht das Treiben der Agenten geduldet hatte, nicht erwünscht sein, nun, nachdem der Krieg erklärt war, und der Aufmarsch an den Grenzen beginnen musste, Spione im Land zu haben. Eberhard und Mercedes konnten dem Oberstleutnant ein paar Verwegene bezeichnen: sie wurden ohne weiteres über die griechische Grenze abgeschoben, da Eberhard sich das Versprechen hatte geben lassen, dass mit diesen Leuten, die immerhin seine und Mercedes' Kollegen waren, nicht der übliche kurze Prozess gemacht wurde. Am 6. Oktober begann der Angriff gegen Serbien von deutsch-österreichischer und bulgarischer Seite; am 5. November reichten sich deutsche und bulgarische Truppen die Hände. Zugleich war es den Bulgaren gelungen, die in Saloniki, also im neutralen Griechenland, gelandeten Truppen des Generals Sarrail am Vordringen zu hindern. Eberhard erhielt eine Depesche mit dem Wort: «Bukarest». INSERTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzelle od«r deren Raum 45 Cts. für die Schweiz; für Anzeigen aus dem Ausland 60 Cts. Grössero Inserate nach Seitentarif. Inseratenschlnss 4 Tage vor Erseheinen der Nummern I tige Bestand an Wegweisern und deren Beschriftung aufgenommen und einheitlich verzeichnet Zwischen den genannten Hauptwegen werden Zweigund Querwege bestimmt, für welche die gleichen Erhebungen gemacht werden müssen. Diese lokalen Vorbereitungsarbeiten werden von örtlichen Mitarbeitern in der Hauptsache auf dein Wege der Freiwilligkeit ausgeführt. Hierfür kommen die Sektionen und Mitglieder der interessierten Verbände: Verkehrsvereine, jugendliche Freizeitgruppen, Naturfreunde, Automobil-Club, Touring- Club, Alpen-Club, Heimatschutz, Fussgängerliga, Lehrerschaft, Organe der Behörden etc. in Frage. Ein Teil der Vorbereitungen ist bereits geleistet. Aufgabe des zentralen Arbeitsausschusses ist es, die Hauptrouten zu bestimmen und nachher die Angaben der örtlichen Mitarbeiter einheitlich zusammenzufassen als Vorbereitung für die eigentliche Aufgabe: die Bezeichnung der Wege mit Wegmarken und Wegweisern. Dafür ist vor allem auch die Mitwirkung des Tiefbauamtes und des Oberforstamtes in Aussicht genommen. Die Herstellung der Wegweiser kann entweder in den einzelnen Gemeinden oder durch jugendliche Arbeitslose in den Winterwerkstätten erfolgen. Im letzteren Falle käme der Arbeit eine grosse. soziale Bedeutung zu. Eine Konkurrenzierung des Gewerbes ist daraus nicht zu befürchten, weil ja die ganze Arbeit nur auf dem Wege weitgehender Freiwilligkeit und sozialer Mittel ausgeführt werden kann. Wichtig ist jedoch, dass min^psfens für einen sanzen Kanton Art und Beschriftung der Wegweiser einheitlich ist. Das Anbringen geschieht wiederum durch jugendliche Arbeitslose in Verbindung mit den Vertrauensleuten der Gemeinden, denen auch die spätere Ueberwachung zukommt. Natürlich stellen sich der Ausführung des Planes auch gewisse Schwierigkeiten in den Weg. Rechtliche ergeben sich z. B. dort, wo ein Weg der Oeffentlichkeit nicht ohne weiteres zugänglich ist. Dass sie aber nicht allzu gross sein können, erhellt schon aus der Tatsache, dass für die ganze Arbeit bereits Vorbilder bestehen. So hat Deutschland, schon während des Krieges grossartige, einheitliche Wanderwege angelegt (Schwarzwald!), und das Tiefbauamt des Kantons Bern hat in den Jahren 1932 und 1033 eine ähnliche Arbeit geleistet. Sie ist ganz gewiss geeignet, die Schönheiten namentlich des Mittellandes weiteren Kreisen zu erschliessen, die Jugend zu aktiver Mitarbeit an Aufgaben heranzuziehen, die für das Wohl der Allgemeinheit gelöst werden müssen, und beizutragen zur gesundheit'i n hfin und sittlich«* HP'MII? un^e^os Vnlkns » Ueber den Verlauf der Versammlung wird uns von anderer Seite noch folgendes berichtet : " Da die Frage der Schaffung von Wanderwegen auch die Motorfahrzeugbesitzer sehr interessiert, waren ausser kantonalen und kommunalen Behörden und den Fussgänger-, Wander- und Verkehrsvereinen auch die Zürcher Verkehrsinteressentenverbände eingeladen. Es wurde nach gewalteter Diskussion ein Arbeitsausschuss, bestehend aus den Herren Binder, Ess, Dr. Furrer, Oberforstmeister Weber, Hufschmied und je einem Vertreter der Sektion Zürich des A. G. S. und der Zürcher Fusssjänpterliga, gebildet. Dessen Tätigkeit soll vorläufig die Schaffung der erforderlichen Organisation, die Ausarbeitung 10. Hatzberg hatte leise gehofft, nunmehr, nachdem der Weg vom Balkan nach Deutschland frei geworden war, einmal wieder, wenn auch nur auf kurze Zeit, in die alte Heimat zurückkehren zu dürfen. Es war eigentümlich: die sechs Jahre in Amerika hatte er eigentlich nie Heimweh nach der Heimat gefühlt, aber nun erwachte die Liebe zu seinem Vaterland sehr stark. Nun war es anders bestimmt: Bukarest! Dass Mercedes mit ihm gehen würde, war selbstverständlich; der gegenteilige Fall wurde gar nicht in Erwägung gezogen. Aber in Rumänien war der Boden gefährlicher, als er in Bulgarien gewesen war. Die rumänische Regierung, zu Beginn des Weltkrieges von König Karol und Carp noch deutschfreundlich orientiert, hatte, trotz der Siege der Mittelmächte, sich immer mehr auf die Seite der Entente geneigt, und es war mit Sicherheit zu erwarten, dass bei den ersten militärischen Misserfolgen der Mittelmächte Rumänien den Anschluss an die Entente suchen und finden musste. Nun, nachdem Bulgarien an die Seite Deutschlands getreten war, noch sicherer. Denn Rumänien konnte sich ausrechnen, dass ein siegreiches Bulgarien ihm den Raub von 1913 und noch einiges dazu wieder abnehmen.würde. Als Eberhard Hatzberg und Mercedes Farere konnten Eberhard und Mercedes nicht nach Rumänien gehen, das von Ententeagenten wimmelte. Auch von solchen, die