Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.098

E_1933_Zeitung_Nr.098

1« AUTOMOBIL-REVUE

1« AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 9S Fesches Trotteurkleid aus •weichem Woll-BuTette mit neuartigem Spiralgürtel, eilber-gold u. schwarz, Plissegarnitur an Kragen und Taille. Beret aus Haarfilz mit fescher Bandschleife. (Modell Jelmoli S.A., Zürich.) wie die Schaufenster verraten, neuestens aus Leder gearbeitet. Zu dem dunkelbraunen Kostüm wird man Handschuhe, Schal und Mütze aus einem in Leopardenzeichnung bedruckten Plüsch tragen. Als unentbehrliches Modeattribut dieser Saison erweisen sich schliesslich Halstücher, die, in unzähligen Farbennuancen hergestellt, letzten Schick bedeuten. Touren -Sprechsaal Tonren-Antworten T. A. 942. Formalitäten und Kartenmaterial für Deutschland. Sie benötigen für Ihre Reise nach Deutschland folgende Ausweise: 1. Pass (visumfrei). 2. Triptyk oder Grenzpassierscheinheft. 3. Internationaler Führerschein und Internationaler Zulassungsschein (Internationaler Fahrausweis wird anerkannt). Für Staatsangehörige schweizerischer Nationalität genügen die nationalen Fahrausweise infolge gegenseitiger Vereinbarung der beiden Länder. 4. Nationalitätenschild. Als KaTtenmaterial eignet sich für diese Tour vorzüglich: Die Land erkalte Deutschland, Massetab 1 :1,000,000, doppelseitig bedruckt. Diese Karte ist nicht nur äusserst sorgfältig gearbeitet, sondern auf der Fahrt sehr praktisch zu benützen, weil sowohl Vorder- wie Rückseite durch einfaches Handumdrehen ohne umständliches Auseinanderhielten gelesen werden kann. Fünffarbig, mit Gebirgsterrain, wetterhartes Papier. Das Grenzgebiet der Schweiz ist noch weitgehend angefügt, so dass Ein- und Ausfahrten nach Deutschland deutlich erkennbar sind. Preis Fr. 3.20. Verlag: Hallwag, Bern. Die Schwarz waldkarte, Maßstab 1: 250,000, Preis Fr. 3.20, Verlag: Hallwag. Bern. Diese Spezialkarte gilt durch die genaue Darstellung des Geländes und durch die grosse Uebersichtlichkei» als das beste Orientierungsmittel für das Gebiet zwischen Heidelberg und Oberrhein. Ein vorzüglicher Reisebegleiter dürfte Ihnen der Deutschlandführer sein, Preis Fr. 6.—, Verlag: Hallwag, Bern. Er enthält eingehende Angaben über Vorschriften, Land und Leute, sowie ein Ortsregister, Tourenvorschläge, Bilder, Karten, usw. Tz. Touren -Fragen T. F. 943. Lengnau-Toulouse und zurück. Welches ist die kürzeste Route von Lengnau nach Toulouse und ist es möglich, diese Reise in zwei Tagen auszuführen? Für die Rückreise habe ich dann drei Tage zur Verfügung und würde eine andere Route vorziehen. E. R. in Lengnau b. Biel. Büchertisch Im Dienste der reichsten Frau. Von Emil Ammann. Montana-Verlag A.-G., Horw-Luzern. Diese Enthüllungen eines Schweizer Chauffeurs über sein Leben und insbesondere seine mehr oder weniger extravaganten Abenteuer im Dienste der Mrs. Rockefeiler, die sich bekanntlich lange Zeit auf schweizerischem Boden aufgehalten hat, dürften unseren Lesern nicht ganz unbekannt sein. Ein Schweizer illustriertes Blatt setzte die pikante Kost bereits einmal dem auf Sensationen erpichten Publikum vor, und unter der Rubrik «Leserkreis» unseres Blattes nahm seiner Zeit ein Berufskollege Ammanns zu diesen merkwürfligen Enthüllungen* Stellung. Was damals gesagt wurde, können wir auch heute wieder unterstreichen: Es bedünkt uns seltsam, das? ein Chauffeur über seine Vorgesetzten vor aller Oeffentlichkeit in dieser Art ausschwätzt und mit grösster Offenherzigkeit einen Einblick in eine Welt gewährt, über die er als Angestellter normalerweise zu schweigen hätte. Gewiss, dem unbequemen Mitwisser verschiedener Seitensprünge in rlfir Schweiz hat man es in Amerika sehr eklig ge- macht, indem man Ihn kurzerhand als geisteskrank erklären und eum Verschwinden bringen wollte. Ammann musste einen langen Kampf bestehen und •wurde nach vieler Mühe wieder freigelassen. Dass er aber über diesen für ihn sehr schmerzlichen Lebensabschnitt nun nicht schweigt, sondern ihn zu typisch sensationell aufgebauschten, absichtlich in naivem Tone abgefassten anklägerischen Memoiren verwertet, will uns nicht besonders begreiflich erscheinen. Zugegeben sei, dass dieser von einen» merkwürdigen Schicksal umhergeworfene Mensch, der sich gerade auf seine Don-Juan-Erlebnisse nicht wenig einzubilden scheint, wirklich in alle Tiefen der Welt gesehen hat Irgendwelchen literarischen oder auch menschlichen Wert können wir mit dem besten Willen hinter diesem Buch nicht entdecken; es ist spannend, führt in alle Welt, bietet unglaubliche Einblicke und öffnet, neue Aspekte — das ist aber auch sein einziger Vorzug. Man sollte »ich wirklich in der Schweiz hüten, derartige amerikanisch aufgemachte Sensationsenthüllungen zu veröffentlichen, denn unserem Volke wird damit ein schlechter Dienst erwiesen. bo. Kriegsbriefe gefallener Studenten. Herausgegeben von Prof. Dr. Philipp Witkop. Volksausgabe. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München. — Vor zweieinhalb Jahren ist dieses einzigartige Buch bereits einmal kurz im «Autler-Feierabend> gewürdigt worden. Aus der ergreifenden Fülle tiefer Worte, wie sie angesichts eines ebenso sinnlosen wie grauenhaften Todes gesprochen wurden, veröffentlichten wir einige besonders erschütternde Briefe. Heute legt der Verlag diese «Kriegsbriefe gefallener Studenten» als Volksausgabe neu vor. Es wird ihr im dritten Reiche zweifellos ein gewaltiger Erfolg beschieden sein. Der Geist des neuen Deutschlands und die Auffassung vom heroischen Leben erfährt durch dieses Buch zum Teil wenigstens eine Bestätigung. Hier ringt der wirkliche deutsche Mensch in faustischem Drange um Erkenntnis. Es ist nicht unsere Sache, zu den politischen Auslegungen dieser Briefe Stellung zu nehmen; aber man darf sie vor einer einseitigen, mit Schlagwörtern um sich werfenden Theorie schützen, die in allen diesen jungen Menschen bloss Kämpfer des neuen, nun angebrochenen Reiches sehen will, Verteidiger der nationalen Ideen, ja sogar der Rasseprinzipien. Das Menschliche, das so erschütternd zum Ausdruck kommt und die religiöse Sehnsucht nach einem wahren Leben durchziehen alle Briefe, und wenn einer in den Worten von Goethes Faust vor dem irrsinnig tobenden Kriegsgeheul Vergessen findet, dann sucht er seinen Halt in ewigen Werten. In keiner Weise sei gegen dieses Buch Stellung genommen, das in edler Haltung für den Frieden wirbt Nicht ernst genug kann aber darauf hingewiesen werden, dass es heute dort, wo in wildem Ringen um ein neues Bewusstsein gekämpft wird, so ernst als möglich genommen werden sollte, und dass es ein Vergehen gegen den edlen Geist dieser von Liebe, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit erfüllten Menschen, die schon zwanzig Jahre tot sind, bedeutete, wenn nichts als die Bestätigung moderner politischer Ideen gesucht würde. In diesen Briefen lebt ein Drang zum wahrhaft Guten und wahrhaft Christlichen, der es mit dem eigenen Volke so gut als nur. möglich meint, aber auch nicht vergisst, dass über allen Grenzen die ewigen menschheitlichen Ziele stehen. Wir werden in Kürze nochmals eine; Probe aus dem Werke veröffentlichen. bo. O Meisterbildnisse von Hoyningen-Huene. Mit einer Einführung von H. K. Frenzel. Verlag Dietrich Reimer, Berlin. — Hoyningen-Huene ist, das muss man wissen, ein Pariser Photograph von Ruf. Er begann als Maler und Illustrator, um dann zu dieser neuen Kunst überzugehen, die einen phantastischen Zauber auszuüben vermag. Das wundervoll ausgestattete, kostbare dünne Buch enthält eine Anzahl seiner besten Bilder. Sie müssen unbestritten verblüffen. H. K. Frenzel bemüht sich mit unleugbarer Geschicklichkeit, sie verständlich zu machen. Aller Aufwand an Worten, und alle Beschwö- Vornehme Esskultur im Heime des Automobilisten Auf Ihren Fahrten haben Sie es sicher schon erlebt, wie reich unser Land an Kochspezialitäten ist. In allen Gauen der Schweiz gibt es in der Tat Delikatgerichte für den verwöhntesten Gourmet. Wie würden diese erst an der festlichen Familientafel schmecken, wie würden Ihre Damen vor gaumenkundigem Besuch bestehen können, wenn sie diese Platten zu Hause herstellen könnten. Elsa Raaflaub hat 234 dieser Kochspezialitäten liebevoll gesammelt und stellt diese Semmlung unter dem Titel 234 fini Plättli allen Feinschmeckern zur Verfügung. Als Geschenk für die Damen der bessern Stände eignet sich diese auch durch ihre elegante Ausstattung hervorragende Rezeptsammlung ausgezeichnet. Denn mit diesem gastronomischen Vademecum, das auch die pikantesten Genüsse der ausländischen Kochkunst beschreibt, kommen Sie überall gut an. Sie drücken damit Ihre hohe Meinung von der kulinarischen Kunst der Beschenkten aus. P R E I S D E S B A N D E S N U R F r . 5 . — Automobile der Zukunft /-> Der Weltrekordwajren. V E R L A G H A L L W A G B E R N 7 Die kommende unabhängige Federunr Der richtig« Radstand für absolute StabiliUHi, Die schnittige Linie. rungen des Geistes eines Jean Cocteau können indessen nicht von der inneren Qualität dieser Photographien überzeugen, die «von den Licht- und Schattenwirkungen einer beispiellos funktionierenden technischen Maschinerie magisch erhellt sind». Das ist es eben, was an ihnen auszusetzen ist: die leblose Gestelltheit, die schematisierte Bewegung, die gleichsam erfroren ist und als tote Geste weiterexistiert, während der bewegende Lebenshauch sie längst verlassen hat. Dass diese raffinierten Bilder unbestritten mit seltener Geschicklichkeit die Schönheit einer grossen Toilette ins rechte Licht zu setzen wissen, mag unumstritten zugegeben werden. Kunst kann das aber kaum genannt werden. Die geschmäcklerische Manier ist teilweise von quälender Peinlichkeit. Modische Eleganz und mondäne Frauenschönheit in allen Ehren, aber die wahrhaft lebendige Photographie, die Hervorragendes leisten kann, übertrumpft alle diese Bildnisse. Die ordnende, zurechtstellende Hand ist überall zu spüren, nirgends aber hat ein sehendes Auge dem so unerhört bunten Leben eine typische Aeusserung abgelauscht. So bleiben diese Bilder Zeuge einer sicher grossen Geschicklichkeit — aber nichts mehr. bo. Aus der Reklameküche, Karl Lauterer, Verlag: Organisator A.-G., Zürich 6. Fast jeder Kaufmann der mit Reklame zu tun hat, weiss ein Liedchen zu singen von den Fachleuten und den angeblichen Fachleuten, die mit diesem Zaubermittel der Neuzeit verblüfften und betörten, und manchen Kaufmann um eine Anzahl sauer verdienter Franken brachten Karl Lauterer ist der Senior der Schweizer Reklamefachleute und hat als Reklamechef einer der grössten Schweizer Unternehmungen die ganze Entwicklung der Reklame in unserem Lande miterlebt. Er hat auch wie kaum ein anderer Gelegenheit gehabt, Einblicke zu tun, in alles, was sich auf diesem Gebiete breit macht und konnte so in gerechtem Zorn in diesem Büchlein brandmarken, was an der jungen neuen Branche sich als Mißstand zeigte. Der Reklarnefachmann, aber auch jeder Kaufmann wird die Broschüre mit Vergnügen lesen. Kleine Notizen Kaffee-Geschenkdosen. Unter der Devise «Schenk vom Guten stets das Beste» bringt # Kaffee Hag zum diesjährigen Weihnachtsfest zwei Geschenkpackungen heraus, die jedem Geschmack Rechnung tragen und es einem jeden ermöglichen, ohne groseen Kostenaufwand praktisch und aufmerksam zu schenken. Die grosse, ovale Dose, vornehm in Tiefblau und Gold gehalten, erinnert an die Rokokozeit, während die kleinere Würfeldose mehr der modernen Geschmacksrichtung entspricht. Welche Freude für die Hausfrau, wenn ihr eine oder mehrere dieser künstlerischen Dosen auf den Weihnachtstisch gelegt werden. Dazu bilden die beiden Dosen, die keine sichtbare Reklameaufschrift tragen, eine Zierde für jeden Haushalt. Sie leisten nachher jahrelang als Kaffee-, Tee-, Keks oder Konfektbehälter gute Dienste. Hag-Geschenkdosen kaufen heiest aber nicht nur vom Guten das Beste wählen, sondern zugleich auch unsere einheimische Industrie unterstützen, denn sowohl Kaffee Hag, wie die Dosen, werden ausschliesslich in der Schweiz hergestellt. Der nächste «Autler-Feierabend erscheint als erste Weihnachts-Sondernummer Verantwortliche Redaktion des Autler-Feierabend: M. Bolliger.

N»03 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 T m zu vergleichen ist, entsteht manchmal infolge mangelhafter Schmierung des Kupplungsdrucklagers. Nehmen Sie vor allem also eine diesbezügliche Kontrolle vor. -y- Frage 8905. Gang springt heraus. Bei meinem Personenwagen springt seit längerer Zeit beim Bergfahren der zweite Gang der Schaltung immeT heraus. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir sagen könnten, worauf dies zurückzuführen ist' R. R. in B. Antwort: Das Herausspringen eines Ganges ßeim Bergfahren ist auf eine starke Abnutzung der gerade im Eingriff stehenden Getriebe-Zahnräder zurückzuführen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass die zur Verschiebung der Zahnräder- dienende Schaltgabel verbogen ist. Ein voller Eingriff der betreffenden Räder wird dann nicht erreicht. Schliesslich kann die Arretierung der Schaltstange defekt oder die Arretierungsfedern können erlahmt sein. Frage 8906. Flugzeug-Fallschirme. Meines Wissens wurde schon verschiedene Male versucht, die Gefahr von Flugzeug-Abstürzen dadurch zu beseitigen, dass das Flugzeug einen grossen Fallschirm erhält, an welchem es im Notfall mitsamt seiner Ladung zur Erde niederschweben kann. Warum hat man aber von einer weiteren Nutzanwendung dieses Prinzips nie mehr etwas gehört? H. I. in Z. Antwort: Die Sicherung eines Flugzeuges mit Hilfe eines sehr grossen Fallschirmes ist er- Btens technisch nur schwer durchführbar; zweitens aber auch in der Wirkung in den meisten Fällen ungenügend. Selbst wenn es gelänge, einen Fallschirm von solcher Grosse mitzuführen, dass das Flugzeug nicht rascher sinken würde als der an einem « Menschen »-Fallschirm hängende Mensch, und angenommen ferner, es wäre vollkommen windstill, wäre eine Landung mit dem am Fallschirm hängenden Flugzeug noch eine höchst ungemütliche Angelegenheit. Um sich davon einigeTmassen ein Bild machen zu können, braucht man sich nur vorzustellen, man fiele in einer Kiste aus einer Höhe von 2—3 Meter hinunter. Ganz abgesehen von der Kiste, würden dabei wohl auch einige Knochen in die Brüche gehen. In Wirklichkeit kämen aber zu dem Holzsplitter- und Knochensalat noch Glassplitter, Reisekoffer und andere Steine des Anstosses hinzu, und letzten Endes müsste immer noch mit der Möglichkeit einer Kremation gerechnet werden. Im günstigen Fall von Windetille! Bei einigem Wind, der leicht 40 bis 60 km/h' Geschwindigkeit erreichen kann, würde das am Fallschirm hängende Flugzeug, abgesehen von seiner Fallgeschwindigkeit noch mit dieser Horizontalgeschwindigkeitskomponente auf dem Boden oder einem anderen Hindernis aufprallen. Wer aber hält es für harmlos, mit einem doch schon auf dem Boden befindlichen, Auto mit dieser Geschwindigkeit gegen ein Hindernis zu stossen oder auch nur einen Ueberschlag zu machen? Was geschähe, wenn das « glücklich» gelandete Flugzeug durch seinen Fallschirm noch eine Strecke weit mit dieser Geschwindigkeit geschleift würde? Das Risiko eines richtigen Flugzeuabsturzes ist heute nur noch so gering, dass die Vornahme von so unzulänglichen, dabei aber so umständlichen Sicherungen, wie sie der Flugzeug-Fallschirm darstellt, keiüen Sinn, mehr hat, «i. II. Antwort 346. Verkauf eines Occasionswagens. Der Fragesteller schreibt,, er habe sich bei der Uebergabe des Wagens vom Käufer ein 'Schreiben unterzeichnen lassen, in welchem stehe, dass der Wagen vom Käufer üiid einem mitgebrachten Autokenner nach Untersuchung der Maschine und einer Probefahrt zu genannter Bar- und Ratenzahlung vom ersteren gekauft worden sei. Dieses unterzeichnete Schreiben kann ohne weiteres als Kaufvertrag betrachtet werden und damit als Schuldanerkennungstitel. Dr. J. P. hat also gar nichts anderes zu tun, als den Käufer zu betreiben. Erhebt derselbe Rechtsvorschlag,, so kann der Verkäufer gestützt auf das ' unterzeichnete Schreiben, das ohne weiteres als Schuldanerkennung im Sinne von Art. 82 des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes angesprochen werden kann, provisorische Rechtsöffnung verlangen, die ihm auch erteilt wird. Will dann der Käufer seine angebliche Mängelrüge noch geltend: machen, so muss er innert 10 Tagen seit Erteilung der Rechtsöffnung, Aberkennungsklage einreichen. Das tut er aber nicht, da können Sie sicher sein. Die Rollen zur Prozessanhebung werden also auf die genannte Weise vertauscht. Der Verkäufer hat einzig ein Rechtsöffnungsgesuch einzureichen. Das ist aber unter den vorliegenden Umständen eine Kleinigkeit. Wenn der Käufer solvent ist, können dem Verkäufer höchstens Kosten in einem Betrage von ca. 30 bis 40 Franken entstehen. Es scheint mir, dass dieser Betrag nicht derart ist, dass es nicht die Mühe lohnen würde, 250 Franken einzukassieren. H. G. Dazu äussert sich unser juristischer Mitarbeiter wie folgt: H. G. täuscht sich, wenn er glaubt, dass auf das von ihm erwähnte Schreiben die Rechtsöffnung erteilt würde. Allerdings stellt das Schreiben einen Kaufvertrag und eine Schuldanerkennung dar. H. G. vergisst aber, dass es genügt, im Rechtsöffnungsverfahren Einwände, welche die Schuldanerkennung entkräften, bloss glaubhaft zu machen, d. h. also nur zu behaupten. Ein strikter Beweis ist nicht erforderlich. Wenn nun Mängel elaubhaft gemacht werden, so ist es nicht am Rechtsöffnungsrichter, zu untersuchen, ob diese Behauptung richtig ist oder nicht. Er wird eben auf die Glaubhaftmachung bin das Rechtsöffnungsgesuch abweisen, wobei es dann den Parteien unbenommen ist, die tatsächlichen Verhältnisse durch den Zivilrichter feststellen und entscheiden zu iassen. Die Sache ist also nicht ganz so einfach, wie sich H. G. vorstellt. Anfrage 357. Kollision auf Strassenkreuzung. Unser Personenwagen wurde diesen Sommer auf einer Strasenkreuzung von einem rechts kommenden Fahrzeug hinten rechts angefahren und beschädigt. Jene Versicherung lehnt die Haftpflicht mit der Begründung kurzweg ab, ihr Versicherungsnehmer habe das Vortrittsrecht, und es treffe ihn deshalb keine Schuld. Unser Wagen fuhr laut Augenzeugen langsam und korrekt in die Strassenkreuzung und hat rechtzeitig Signal gegeben. Die Uebersicht nach rechts ist durch eine ca. 2% m hohe grüne Hecke und durch herabhängende Baumäste vollständig verdeckt. Als nun unser Wagen bereits mehr als zur Hälfte die Kreuzung passiert hatte, fuhr der 1 andere Wagen mit voller Wucht hinten rechts hinein, so dass der unsrige gehoben und links abgedreht wurde. Der Fahrer von rechts sagte aus, dass er unsern Wagen erst auf 2 m Distanz erblickt habe. Wir können dies kaum glauben, da er bei etwas Aufmerksamkeit denselben unbedingt früher hätte sehen sollen, da er diesen direkt vor sich hatte. Er konnte deshalb nur unmittelbar vor dem Zusammenstoss bremsen, was sich mit den Aussagen unseres Fahrers vollständig deckt. Unser Wagen wiegt ca. 1400 kg und war mit 300 kg mit Musterkoffern beladen, der andere ist ein alter Fiat mit Ladebrücke und hat nur 2-Radbremsen. Da unser Wagen zuerst auf der Kreuzung anlangte, was ja deutlich aus der Art der Kollision bewiesen ist, so kommt das Vortrittsrecht von rechts kaum in Betracht. Der Fahrer von rechts wünschte, nichts mit der Versicherung zu tun haben zu wollen, sondern wollte den Schaden, den er durch einen Mechaniker hat abschätzen lassen, sofort vergüten; heute will er nichts mehr davon wissen. Ist die Versicherung oder der Autofahrer nach Gesetz zum Schadenersatz verpflichtet, und gegen welchen müssen wir vorgehen? Zeugenmaterial ist genügend vorhanden. F. in H. Antwort: Art. 27 des Automobilgesetzes schreibt vor, dass bei Strassengabelungen und Strassenkreuzungen der Führer die Geschwindigkeit des Fahrzeuges zu massigen und einem gleichzeitig von rechts kommenden Motorfahrzeug den Vortritt zu lassen hat. Grundsätzlich hat also das von rechts kommende Motorfahrzeug den Vortritt, sofern es gleichzeitig gegen die Strassenkreuzung heranfährt. Befindet sich bereits ein Motorfahrzeug im Strassenkreuz, so fehlt die Voraussetzung des Vortrittsrechtes. In konstanter Praxis haben bis heute die Gerichte die Gleichzeitigkeit immer angenommen, wenn nicht einwandfrei der Nachweis erbracht war, dass das von links kommende Fahrzeug die Kreuzung nicht bereits schon zum grössten Teile überfahren hatte. Der von links Kommende hat immer erhöhte Sorgfaltspflicht. Damit soll nicht gesagt sein, dass das Vortrittsrecht den Fahrzeugführer jeglicher Pflicht zur Sbrgfalt entbindet. Auch der Vortrittsberechtigte hat das Tempo zu massigen. Das Mass der Verminderung der Geschwindigkeit hängt von den allgemeinen Verhältnissen ab. In Ihrem Falle sind wir der Auffassung, dass jedenfalls auch den von rechts kommenden . Fahrzeugführer ein Verschulden trifft. Auch er hat eben so zu fahren, dass er nötigenfalls das Fahrzeug anhalten kann.. Er darf nicht einfach blindlings in die Kreuzung hineinfähren. Wenn nun dessen Haftpflichtversicherung sich weigert, Ihren Schaden, resp. einen Teil desselben, zu übernehmen, so empfehlen wir Ihnen, sei es gegen den betr. Motorfahrzeugführer Strafanzeige einzureichen und Ihre Schadenersatzansprüche im Strafverfähren geltend zu machen, oder den Eigentümer des Fahrzeuges (Halter) direkt auf Schadenersatz einzuklagen. Voraussichtlich dürfen Sie nicht damit rechnen, dass Ihnen der ganze Schaden zurückvergütet wird. Dies wäre nur dann der Fall, wenn Sie selbst keinerlei Verschulden treffen würde. Sollte der Richter jedoch der Auffassung, sein, dass auch Sie ein Mitverschulden an der Kollision trifft, würde der Ihnen entstandene Schaden in der Höhe des Prozentsatzes des Verschuldens des Gegenfahrers zurückvergütet werden. * Der VerwaJtatngsrat de» Touring • Clubs der Schweiz tagte am Sametag in Genf unter dem Vorsitz von Zentralpräsident Dr. H. Henneberj. *Es wurde u. a. die Frage der Volksinitiative für die Instandsetzung der schweizerischen Alpenstrassen besprochen und ihre Unterstützung beschlossen. Weiter wurde Bericht erstattet über die gegenwärtige Lage auf dem Benzinmarkt und über die von der Einheitsfront der schweizerischen Verkehrsvexhände ins Auge gefassten Massnahmen, um im Interesse der Konsumenten eine Reorganisation und Sanierung des Benzinmarktes herbeizuführen. Die hierbei ergriffenen Massnahmen wurden gutgeheissen. Dem Organisationskomitee des Eidg. Schützenfestes 1934 in Freiburg wird ein Ehrenpreis zur Verfügung gestellt Autosektion Waldstätte Familienabend. Traditionsgemäss ist beim Touring-Club immer alles auf Touren eingestellt, und' gar erst, wenn es auf einen Familienabend zugeht! Man weiss das in Luzern und den Waldstätten, und so waren die Geschäftsräume der Sektion Waldsfätte in den letzten Tagen nur noch von Triptyk-Heischenden besucht, die sich einen Geleitschein zu den Freuden der grossen Saison besohliessenden Clubveranstaltung im «Union» ausstellen Hessen. Und das war ganz in der Ordnung. Denn dieser FamiHenabend war eine Reise wohl wert. Musterhaft ist auch die Parole des Abends gewesen; musterhaft flott und amüsant. So die schön heitere Dekoration des Saale, das Arrangement der Vergnügungen, Ueberraschungn und Darbietungen, die in fast überreicher Fülle vorüberwirbelten. Da Hess Ambergs Handharmonika- Orchester seine Bälge zu Stimmungsweisen fröhlich und gemütlich schwellen; dort entlockte das Schützenquartett Kriens den Manneskehlen gesangliche Feinheiten, und da wiederum gestalteten nicht weniger als zehn Girls der Damenriege des B. T. V. mit hübschen Beinen ein ganzes Problem der Verkehrsentwicklung aus -Verwicklung; Jongleure und Akrobaten des B. T. V. tauchten wie aus fernsten Artistenländern auf und verblüfften mit reihenweisen eleganten Pantomimen und Kunststücken. Schliesslich ging noch der Bühnenvorhang für einen träfen Schwank der Theatergesellschaft Ebikon hoch, in welchem die Geduld der Männer und die Schrecklichkeit der Frauen am Waschtrog dangestellt wurde. Und all das wurde hübsch aneinandergereiht mit Geistesblitzen und Witzen des Conferenciers Marfini, der als geschickter Taschenspieler die beste Stimmung nur so aus seinen Smokingärmeln zauberte. Mächtiges Echo gab dazu «Famous band»-Musäk, und unsichtbar führte geschickte Regie das lorbeerwürdige Vergnügungskomitee. Aber vergessen sei keineswegs der unermüdliche Präsident des Clubs. Er verstand in träfem- Begrüssungswort gleich den richtigen Auftakt zu geben, als er allen Erschienenen, darunter den Delegierten der Stadtpolizei, des A C.S. Luzern, des Chauffeurclubs etc. beste Stunden im Clubkreise wünschte. Interessant war der Rückblick auf die Saison, die eine Reihe von Veranstaltungen sportlicher wie gesellschaftlicher Natur aufzuweisen hatte, darunter vor allem die; für Hie Sektion Waldstätte erfolgreiche Solothurner Sternfahrt, an der mit 13 Wagen 15 Preise, worunter zwei Speziaipreise, gewonnen wurden. Die Miteliederzahl beträgt 1164, dazu sind 75 Neueintritte zu vermerken — Beweis für die Anziehungskraft des Clubs. Mit grossem _Beifall wurde auch diese Grussdarbietung des Präsidenten entgegengenommen — dann konnte die Tanzstunde starten. Und so rannen die Stunden wie eine glatte Strasse unter wirbelnden Radern, a les funktionierte tadellos und nur eins versagte leider: die Zeitbremse! Der Augenblick fuhr im Renntempo weiter und entschwand, leider — und doch so äutomobilistisch! J- N. *. c. s. SEKTION ZÜRICH. Um denjenigen Mitgliedern, welche ihre Wagen an den autotechnischen Kontrollen vorgeführt haben,, Gelegenheit zu geben, die Behebung der bei der ersten Kontrolle festgestellten Mängel in der Kontrollkarte bescheinigen zu lassen, finden anfangs Dezember in Zürich und WinterthuT Nachtkontrollen Brünig, Kerenzerberg, Col des Mosses, Saanen-> statt. Alle Mitglieder sind ersucht worden, sich möser, Maloja. In Frankreich sind mit Ketten hiefür bei den Touristikbureaux des A.C.S. Zürich noch befahrbar der Col de la Faucille und der und Winterthur anzumelden. Dabei besteht die Mont-Genevre. (Ohne Ketten die «Route d'hiver dee Möglichkeit, dass diejenigen Mitglieder, die dieAlpes»). In Italien sind sämtliche bedeutenden Ä.C.S.-Kontrolle noch nicht besucht haben, das Dolomitenpässe geschlossen (ganzjährig befahrbar Versäumte noch nachholen können. Brenner)." In Oesterreich können mit Schneeketten befahren werdem: Aflenzer Seeberg, Pyhrnpass,* Pötschenpass, Prebichl, Stubalpe und Zellerain. A C.S.-DAMENVERANSTALTUNGEN DER SEK- TION ZÜRICH. Martinimahl. Da sich unsere Damen des A.C.S. nicht nur in sportlicher Hinsicht die Leistungen der Herren der Schöpfung «um Vorbild setzen, wurde auch diesmal mit Pünktlichkeit und zielgerechtem Eifer das Martinimahl im •ndel u. Indusffie Hotel St. Gotthard abgehalten, zur gleichen Zeit in welcher der « Herrenabend » im Waldhaus Dolder stattfand. Die Präsidentin, Frau E. Beyer, be- sich nun um den Personen- oder den Lieferwagen Die Benutzung des Wagens im Winter, ob es gTÜsste mit freundlichen Worten die zahlreiche handelt, ist für viele Autobesitzer ein unbedingtes Versammlung. 68 Damen hatten sich eingefunden Muss. und es herrschte von Anfang an fröhliche Stimmung. Es war, als ob jedes einzelne dem andern beweisen wollte, dass heiter sein eine wirkliche, glückbringende Tugend ist, eine Zierde der Menschheil Die Martinigans mundete vortrefflich und es gab dazu flotte Tafelmusik und Vorführungen von Künstlern des Kabaretts Metropole, welche wir unserm Mitglied Frau E. Töndury zu verdanken hatten. Nun kam in wahrer, aus dem Herzen kommender Schönheit eine humorvolle Schnitzelbank, welche mit anschaulicher, schmissiger Bildkunst, ausgeführt von Herrn Kunstmaler und Malermeister J. Baur in Zürich, sowie mit packenden, witzigen Versen, den anwesenden Damen aktuelle und persönliche Neuigkeiten aufdeckte! Um K12 Uhr wurden wir durch eine chevalereske Delegation voni Herrenabend überrascht. Herr Dr. jur. Bircher sprach verbindliche Worte und überreichte im Namen des Clubs unserer Präsidentin, Frau E. Beyer, einen silbernen Becher als Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit als Patin bei Neuanmeldungen. Frau Prof. Bürgi dankte den 4 Delegierten für den allerdings nur kurzen Besuch und für die freundlichen Bemühungen. Der Abend nahm einen sehr vergnügten Verlauf und gegen Schluss stellten sich viele Herren vom Waldhaus ein, um bei fröhlichem Tanz mit ihren. Damen, den Martini- Anlass zu beschliessen. A. !1 * « * « Veibändlen CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Verehrte Vereinsmitglieder! Einen dringenden Appell an unsere säumigen Mitglieder, die mit den finanziellen Angelegenheiten im Rückstande sind: Diese werden freundlichst ersucht, an der nächsten Monatsv er Sammlung, am Mittwoch, 6. Dezember 1933, abends 8.15 Uhr, im RestauTant Du Pont, 1. Stock, Litnmatseite, zu erscheinen, damit der Vorstand Gelegenheit hat, die Angelegenheit der Rückstände mit den betreffenden Kollegen zu besprechen. (Zahlungsausweise mitbringen!) Es braucht keiner zu zögern. Es wird im Gegenteil jedem sein eigener Vorteil sein. Wenn momentan auch di« Mittel knapp sind, so spielt das keine Rolle, aber wenigstens zeigen können sich auch diese Mitglieder. Wir werden allen denjenigen Kollegen, die nicht an dieser Versammlung teilnehmen, eine letzte Frist einräumen, bis zur Monatsversammlung vor der Generalversammlung, am 3. Januar 1934, um ihre Rückstände in Ordnung zu bringen, oder wenigstens ein Stundungsgesuch, laut Statuten, einzureichen. Andernfalls werden sie bei der Mitgliederbereinigung an der Generalversammlung laut Statuten, Art. 4, §§ 17 b, c, d, behandelt und ihre Namen im Vereinsorgan «Automobil-Revue» zur Publikation kommen. Lieber weniger Mitglieder mit Interesse, als viele Mitglieder und unnütze Arbeit. Mit kollegialem Chauffeurgruss: Der Vorstand. AUTOGEWERBEVERBAND. Sektion Bern. Generalversammlung, Die Sektion Bern des A.G.V.S. hielt vor acht Tagen in Thun ihre ordentliche Generalversammlung ab. Bei einer starken Beteiligung wurden unter der Leitung des Präsidenten, Herrn R. Hilfiker, die ordentlichen Geschäfte rasch erledigt. Ein spezielles Traktandum bildete die Stellungnahme &a den verschiedenen Vorschlägen betreffend Abänderung des Automobilsteuerdekretes. Die Versammlung beschloss einstimmig: 1. Die Vierteljahrsteuer, wie sie von verschiedenen Interessengruppen verlangt wird, abzulehnen. Er sieht darin eine Bedrohung der Existenz des Autogewerbes und eine Umwandlung desselben in ein ausgesprochenes ßaisongewerbe, was jeden Herbst weitgehende Arbeiterentlassungen zur Folge hätte. Daneben würden dem Staate Steuerausfälle von über Fr. 500 000.— entstehen, was in den heutigen Zeiten speziell in Anbetracht der Notwendigkeit eines modernen Strassenbaues und richtigen Strassenunterhaltes direkt gegen die Interessen der Automobilisten wäre. Der A.G.V.S. könnte höchstens dahin Konzessionen machen, dass die Verkehrsbewilligung für bereits dem Verkehr übergebene Wagen am 1. April für die neun restlichen Monate des Jahres gelöst werden kann. Niemals könnte er aber dem Verlangen zustimmen, dass für einen Wagen, der im letzten Vierteljahre eingestellt wird, eine Rückvergütung der Steuer gewährt wird. Neue Wagen sollen jederzeit pro rata der Zeit ihrer in Verkehrsetzung Steuern bezahlen. 2. Der Verband verlangt, dass die Steuern auf alte Wagen herabgesetzt werden. Fünf Jahre alte Wagen sollten nur Hoch 50% der Steuerabgaben bezahlen unter Vorbehalt der geltenden Minimalsteuer. Zufolge der hohen Steuern liegen unzählign alte Wagen im Kanton Bern herum, die niedrig geschätzt im Minimum den Wert von 1 Million Fr. repräsentieren. Durch Herabsetzung der Steuern auf alte Wagen wäre es möglich, der Volkswirtschaft diese grossen Summen zu erhalten. Ferner ist nachgewiesen, dass die Art und Weise der Steuerfestlegung auch in technischer Hinsicht dem alten Wagen nicht mehr gerecht wird, da der moderne Wagen im Vergleich zum alten mit einem kleineren, d. h. steuertechnisch schwächeren Motor ganz erheblich mehr leistet als ein Wagen älterer Konstruktion. (Siehe separate Meldung an anderer Stelle dieses Blattes. Die Red.) Befahrbarkeit der Albenstrassen. Nach neusten, unserem Touristikbureau eingegangenen Meldungen sind trotz reichlichen Neuschnees von den schweizerischen Alpenstra,ssen noch folgende für Automobile mit Schneeketten fahrbar: Diese Notwendigkeit zwang die chemische Industrie, ein Gefrierschutzmittel für das Autokühlwasser zu finden, das Kühler und Motorblock auch bei grösster Kälte zuverlässig vor dem Zersprengen schützt, ohne dabei das Metall und andere Teile anzugreifen. Das Problem wurde Vor .einer Reihe von Jahren durch « Glysantin» gelöst. Bei dem von der I. G. hergestellten Produkt handelt es sich um das Frostschutzmittel, das- allen Anforderungen entspricht und dadurch zu einem unentbehrlichen Autozubehör-Artikel für die Winterfahrt ge* worden ist. Glysantin wird dem Kühlwasser bei Beginn der kalten Jahreszeit beigegeben und bleibt während des ganzen Winters im Kühler. Es verdampft weder aus der kochenden Wassermischung, noch wird es zersetzt. In diesem Zusammenhang soll noch darauf hingewiesen werden, dass die Verwendung unzuverlässiger Gefrierschutzmittel nicht nur teurer ist, sondern eine unmittelbare Gefahr für deil Kijhler darstellt. Glysantin ist in seiner Frostschutzwirkung und in den anderen Eigenschaften erstklassig und der Preis der Qualität angemessen. Dringend muss vor Gefrierschutzmitteln gewarnt werden, die verdampfen, so dass nie die Gewissheit besteht, ob der gewünschte Frostschutz wirklich vorhanden fet; oder solchen, die Metalle angreifen und so mit der Zeit die dünnen Kühler- Lamellen durchlöchern.