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E_1933_Zeitung_Nr.098

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eines

eines Wanderweg-Routennetzes und die weitere praktische Ausführung der gestellten Aufgaben umfassen. Der Vertreter der Aütomobilinteressenten hatte die Förderung der Bestrebungen für die Schaffung solcher Wanderwege in positiver Weise zugesagt, während es etwas auffiel, dass gerade von seiten der Zürcher Fpssgängerliga der neuen Aktion eine ziemlich kühle Aufnahme bereitet wurde; man hätte wohl annehmen dürfen, dass das sehr verdankenswerte Bestreben gerade aus diesen Kreisen mit Begeisterung aufgenommen worden wäre. Der Laie staunt und — • > Gewiss haben die Automobilisten ein reges Interesse an der Verwirklichung dieser Projekte, da eine Ueberleitung des Fussgängerverkehrs von den Hauptstrassen auf besondere Wanderwege im wohlverstandenen beidseitigen Interesse liegt. Es ist deshalb zu begrüssen, dass ein automobilis,tischer Verband seine Mitarbeit zugesagt hat und bleibt zu hoffen, das Aktionskomitee werde nach dieser Richtung hin noch ergänzt. Mit unserem Gewährsmann werden alle Befürworter dieser Wanderwege von der Haltung der zürcherischen Fussgängerliga sonderbar berührt sein. Hier hätte sie mehr denn je eine aussichtsreiche Gelegenheit, sich praktisch zu betätigen und im Interesse der Fussgänger positive Arbeit zu leisten. Man scheint sich aber in der Liga mit der bisherigen Rolle, am Motorfahrzeugverkehr und den Automobilisten im besondern Kritik zu üben, auch in Zukunft begnügen zu wollen, auf welchem Gebiet freilich vielleicht billigere Lotbeeren zu holen sind! Sei dem wie ihm wolle, so verdient die Initiative des Bundes für Jugendherbergen weitgehende Beachtung und Unterstützung durch Behörden und alle am Strässenverkehr interessierten Kreise. Es ist nur zu hoffen, dass die Aktion von Erfolg begleitet sei, nicht auf den Kanton Zürich beschränkt bleibe, sondern im ganzen Land herum ihre Befürworter und begeisterten Anhänger finden werde. Schweizerische Rundschau Steuerermässigung für Altwagen. Wir haben immer wieder auf die grosse volkswirtschaftliche Bedeutung hingewiesen, die dem Altwagen-Handel in der Schweiz zukommt. Gerade unser Land, das selbst keine Personenautomobile produziert, hat alles Interesse, die einmal eingeführten Fahrzeuge möglichst restlos auszunützen. Wie gering diese Ausnützung aber in Wirklichkeit ist, lehrt ein Gang durch die Garagen, in denen unverkäuflich gewordene Wagen oft zu Dutzenden herumstehen. Dass diese Wagen, die zusammen ein Kapital von Millionen darstellen, dem Verkehr entzogen bleiben, hat dabei nur in einem geringen Prozentsatz aller Fälle technische Gründe. Weitaus die meisten Wagen sind deshalb unverkäuflich, weil sie einer grösseren Kategorie angehören, die für Occasionskäufer bei den gegenwärtigen Steueransätzen nicht in Betracht kommen. Wenn sie nicht schliesslich mit Schleuderpreisen doch noch abgesetzt werden können, gehen sie nutzlos zugrunde, verursachen dabei dem Autohandel und ihren privaten Besitzern grosse Verluste und schädigen indirekt auch die ganze schweizerische Handelsbilanz, indem ihre Unverkäuflichkeit Anlass zum Import neuer Auslanderzeugnisse bildet. Die Sektion Bern des Autogewerbe-Verbandes der Schweiz hat sich nun mit einer Eingabe an den bernischen Regierungsrat gewandt, in welcher auf diese Verhältnisse hingewiesen und zur Behebung der Missstände eine 50prozentige Verminderung des bisher in Bulgarien gewesen waren und nun statt über die griechische, über die rumänische Grenze gewechselt hatten. Aus Eberhard Hatzberg wurde also auf dem Weg über eine Sofiater Vertrauensstelle der Kaufmann Aleksarider Grigorjewitsch Naschtschenko aus Moskau, und aus Mercedes die Sängerin Georgette Ernano aus New Orleans. Sie reisten auch nicht gemeinsam über die Grenze. Mercedes wählte den direkten Weg, nachdem sie sich vorher durch eine Sofiater Agentur ein Engagement an einem Bukarester Vergnügungsetablissement hatte sichern lassen — probeweise; ohne gegenseitige Verpflichtung! — Eberhard dagegen riskierte, da er angeblich aus Odessa kam, den Weg über Konstanza. Beide kamen vollkommen unangefochten über die Grenze, und als Eberhard das Hotel Paris betrat, war die erste Person, die er im Vestibül traf, Mercedes, die ebenfalls hier abgestiegen und deren Engagement in dem Vergnügungsetablissement — einer Singspielhalle. — nunmehr bereits perfekt geworden war» , Eberhard hatte sich einen besonderen Arbeitsplan für Bukarest zurechtgelegt, einen Plan, der sehr kühn aussah, aber sicher auch von Erfolg begleitet sein musste. Diesem Plan gemäss Hess er sich schon am kommenden Tag bei dem französischen Gesandten melden. Steueransatzes für alle Fahrzeuge, die seit mindestens fünf Jahren im Kanton Bern zugelassen sind, verlangt wird. Auch technisch lässt sich die Berechtigung einer Steuerreduktion für Altwagen zweifellos rechtfertigen. Bei gleichem Zylinderinhalt entwickeln die modernen Motoren eine bedeutend höhere Leistung als die der älteren Wagen und ermöglichen deshalb auch eine höhere Fahrgeschwindigkeit, was beides Anlass zu vermehrter Strassenabnützung gibt. Da aber die Steuerformel nur den Zylinderinhalt erfasst, werden die niedertourigen älteren Motoren gegenüber den modernen Schnelläufern benachteiligt, und zwar um so mehr, Je grösser die Zeitspanne zwischen ihren Erstellungsiahren ist. Durch ihren leichteren Bau und besseren Federungssysteme, Schwingachsen, Ballonpneus usw. steigt allerdings auch beim modernen Wagen die Strassenabnützung nicht proportional zu ihrer Mehrleistung. Anderseits muss aber auch wieder in Betracht gezogen werden, dass der alte Motor mit grossem Zylinderinhalt viel Benzin verbraucht und deshalb dem Staat durch den Benzinzollanteil ohnehin schon höhere Gebühren einbringt. Der erwähnte Verband berechnet das Kapital, das gegenwärtig einzig im Kanton Bern in solchen aus dem Verkehr geworfenen Wagen investiert ist, auf rund eine Million Fr. Wird eine 50prozentige Reduktion der Steuer dieser Wagen ermöglicht, so hätte der Staat einesteils den Gewinn der betreffenden neu eingehenden Steuerbeträge. Anderseits würde vermieden, dass eine entsprechend grosse Zahl neuer Fahrzeuge aus dem Ausland importiert und dadurch seine Handelsbilanz um viele Millionen verschlechtert würde. Die Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer wird, wie wir von gut orientierter Seite erfahren, den Bundesrat noch diese Woche beschäftigen. Die zuständige Abteilung ist zurzeit mit der endgültigen Redaktion des Verordnungstextes, sowie der Ausarbeitung der zugehörigen Botschaft beschäftigt. Der Bundesrat soll nun die Unterlagen noch diese Woche beraten und genehmigen, damit das Geschäft auf die Traktandenliste der Dezember-Session gesetzt werden kann. •• So erfreulich diese speditive Erledigung der Arbeiten zur endgültigen Verabschiedung der Verordnung ist, so muss es doch bedauert werden, dass die nächstinteressierten Kreise und Verbände keine Gelegenheit mehr haben, sich zu der Vorlage zu äussern, wie sie sich als Resultat der Expertenkonferenz und der Gegenüberstellung der beiden Entwürfe ergeben hat. Um nachträgliche Unzulänglichkeiten zu vermeiden, wie sie als Folge der etwas übereilten Redaktion der Hauptvollzugsverordnung eintraten, wäre es gewiss nicht unangebracht gewesen, den Fachkreisen noch einmal Gelegenheit zu geben, in die bereinigte Vorlage Einsicht zu nehmen. So viel uns bekannt ist, hat sich z. B. der Verband der Motorlastwagenbesitzer gar nicht mit der Einführung eines Nachtfahrverbotes einverstanden erklären können und seinen Standpunkt neuerdings in einem Protestschreiben an den Bundesrat dargelegt. Dieses ist durch eine weitere Eingabe des Schweiz. Handels- und Industrievereins zur nämlichen Angelegenheit unter-/ stützt worden. ß Er wurde sofort empfangen, und zwar von dem Gesandten selbst. «Herr Naschtschenko?» «Zu dienen, Exzellenz!» «Was wünschen Sie von mir?» «Ich möchte Exzellenz für die Herausgabe einer französischen Tageszeitung in Bukarest interessieren. Ich meine für die Herausgabe einer — selbstverständlich durchaus neutralen — Tageseitung in französischer Sprache. Es ist Exzellenz bekannt, dass in Bukarest ein deutsches Tageblatt erscheint, das sich nicht immer in den Grenzen der Neutralität hält. Da der gebildete Teil der rumänischen Gesellschaft französisch spricht, und da auch, wie ich weiss, seine Sympathien auf französischer Seite sind, würde ein französisches Blatt sofort, vom ersten Tage seines Erscheinens an, mit einer zahlreichen Leserschaft rechnen können. Zahlreiche Leserschaft verbürgt ein gutes Geschäft, aber auch politischen Einfluss — ich brauche Exzellenz die. Vorteile dieses politischen Einflusses, besonders unter den augenblicklichen Umständen, nicht näher auseinanderzusetzen.» «Sie sind Kaufmann, Herr Naschtschenko, nicht wahr?» AUTOMOBIL-REVUt 1933 - NO 98 Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel Im Monat September und In den ersten 3 Quartalen 1933. Starke Exportzunahme im 3. Quartal. — Günstiges Septemberergebnis. Im Monat September erreichte der Umsatz k 28.60 33.323 den Betrag von Fr. 5 576 087 (4130655), 1a 2.88 3.121 1.082.273 Italien 6 14.08 11.347 + 1 445 432 Fr. Die Importe erreichten die b 23 103 Höhe von 899 (633) Einheiten im Werte von c 159 1096.09 399.920 Fr. 4,20 (2,98) Millionen. Die vom Bundesrat d 97 1117.63 401.260 e 44 erlassenen Einfuhrkontingente dürften kaum 613.04 327.675 f 4 266.64 153.015 die Ursache dieser Umsatzbelebung sein, 2.59 1.472 sind sie doch sozusagen von einem Tag auf k 12.63 15.016 den andern in Kraft getreten. 1 17 446 1.310.344 Die Exiporte verzeichnen eine Zunahme von Belgien a ll 5.87 5.595 ef 1 16.85 4.000 10 auf 27 Stück im Werte von 1,36 (1,14) Millionen Fr. 23 132 12 264.71 136.937 Wie aus nachstehender Zusammenstellung 6.79 5.945 152.609 Niederlande 3.00 2.406 der Import- und Exportziffern während den 90 ersten drei Quartalen des laufenden Jahres g 15 2.496 89.86 75.114 Grossbritannien a 27 hervorgeht, ist das 3. Quartal nicht zu den 2.93 1.339 bcdefg schlechtesten dieses Jahres zu rechnen. 22 165.98 68.801 44 452.00 190.221 Einfuhr Ausfuhr Total 194 264.99 82.560 1. Quartal 11 857 161 3 225 826 15 082 987 111.93 187.833 2. Quartal 15 321164 3 497 719 18 818 883 1.54 643 3. Quarta] 12 784 800 4245 965 17 030 765 |l 36 363 Aus der Tabelle Ist ersichtlich, dass das 3. k 7.16 10.442 Quartal auf der Importseite den 2. Platz und 1 1.10 1.415 618.731 auf der Exportseite den 1. Platz belegt. Dieses Resultat ist vor allem auf eine starke Dänemark f 22 220 Irischer Freistaat i 2 34.58 12.797 12.797 Spanien f 14 152 Zunahme unserer Verkäufe an Automobilen k 3 45 265 und Chassis und elektrischen Apparaten zurückzuführen. Die Umsätze während des Schweden f 1.13 1.010 1.010 Norwegen f 67 100 100 Polen k 92 650 650 3. Quartals des laufenden Jahres verzeichnen gegenüber der vorjährigen Parallelperiode k 1.31 1.343 1.563 Tschechoslowakei f 22 220 eine Erhöhung von 15,59 auf 17,03 Mill. Fr. Ungarn f 2 30 30 Während den letzten drei Monaten erreichten unsere Exporte total 2705 (2642) Einhei- Canada f 35.96 36.170 36.170 Russl., Ukraine f 2 64.00 20.000 20.000 Marokko f 15 150 150 ten im Werte von 12,78 (12,48) Mill. Fr. Auf Ver. Staaten a 2 6.92 4.548 der Exportseite verzeichnen die ausgeführten b 2.64 900 Einheiten eine Erhöhung von 51 auf 53 Stück o 82 595.76 186.315 d 740 8802.60 2.716.343 und eine Wertzunahme von 3,11 auf 4,24 e 352 5224.53 1.547.435 Millionen Franken. Die Beteiligung der einzelnen Kategorien an den Importen und Ex- 24.79 11.830 f 123 3233.94 1.467.372 6.316 porten geht aus nachstehender Zusammenstellung hervor: 1 35 439 5.Ö72.01&I f 1 16.63 k 24.92 30.520 Einfuhr Ausfuhr . Quartal a, 72 196.60 159.890 1933 1932 1933 1932 1933 b 4 19.78 11.865 1.25% 2.46% 2.71% 0 466 3374.16 1.108.339 0.09% dl432 16139.34 5.296.235 8.67% 7.11% e 543 7990.02 2.801.773 41.43% 0.12% f 185 5654.09 2.960.451 21.91 27.71% 0.31% 38.50 18.271 23.16% 20.64% 47.06% 86.33% l 49 661 0.14% 0.18% 0.002% 1 S 51.86 19.706 0.005% 0.0009% k 381.17 382.016 0.15% 0.29% 0.02% 25.07 25.593 12.784.800 2.99% 2.99% 48.45% 60.60% 0.20% 0.04% 0.56% 2705 33871.08 0.33% . Quartal Nach Ländern und Kategorien aufgeteilt 1932 zeigt die Einfahr während dem 3. Quartal nachstehende Entwicklung: Deutschland Oesterreich Frankreich Stack a kz Wert fn Fr. Totti a 31 68.43 54.295 b 2 0.08 5.665 0 105 1462.82 439.625 d 363 3739.60 1.481.663 e 54 833.81 509.066 f 27 1130.24 664.839 g 3.28 1.976 h 49 661 1 5 30 k 296.68 283.163 1 20.57 20.172 3.460.705 a 2.17 2.262 b 30 265 d 15 180.68 68.100 e 6 77.67 33.700 f 7.35 6.741 g 26 100 k 60 844 112.012 a 5 9.27 6.729 b 2 4.60 3.503 c 8 53.51 13.67 8 d 173 1846.83 438.648 e 67 959.13 297.337 f 13 533.77 283.706 g 5.66 2.028 i 24 200 Zollkategorien siehe Seite 5. «Ich bin Kaufmann. Aber ich war lange Jahre im Verlag des «Utto Moskwi» tätig und bin über die Art, eine Zeitung aufzumachen und in Gang zu bringen, hinreichend durch meine Erfahrungen unterrichtet. Ich verspreche mir von den .Nouvelles de Boucarest für mich einen nicht unbedeutenden finanziellen und für unsere gemeinsame Sache einen wesentlichen moralischen Erfolg.» «Und was wollen Sie von mir, Herr Naschtschenko?» «Exzellenz, das ist nicht mit zwei Worten zu sagen. Wenn ich sage: zunächst Geld, so klingt das nicht besonders gut. Das leuchtet mir ein. Da jedoch eine Tageszeitung nicht ohne Barmittel gegründet werden kann, und ich wohl über einen grösseren Betrag, aber nicht über die ganze notwendige Summe verfüge, so ist es klar, dass ich mich bei Ihnen an den gewissermassen moralischen Interessenten wende, — und ihn frage: können Sie mir mit Kapital beispringen? Ich glaube, das ist logisch.» «Durchaus, Herr Naschtschenko!» «Für den Fall also, dass der zweite, der moralische Interessent sich bis zu einem gewissen Grad an der Gründung beteiligt, ist das Zustandekommen des Blattes gesichert Aber das Blatt braucht nicht Geld allein, sondern auch Nachrichten, Informationen. Ich habe mir den Nachrichtendienst der hiesigen Blätter angesehen, soweit ich das bei meiner mangelhaften Kenntnis der rumänischen Sprache kann. Miserabel, Exzellenz. Nicht frei von Einflüssen der Mittelmächte. Wenn man hier das Material der grossen französischen Bureaus richtig verarbeiten würde, das Material der .Agence Havas', und ausserdem Informationen von massgebender a 186 379.64 310.388 b 1 15.99 8.956 0 390 2596.35 886.897 d 1302 14285.07 4.802.082 e 636 9184.44 3.457.533 f 124 4195.68 2.576.395 g 46.65 22.813 h 27 100 1 3 80.27 35.868 k 424.77 373.779 1 2.82 5.27512.480.086 2642 31201.95 Zunahme der Einfuhr 804.714 Unter den 2705 eingeführten Automobilen und Chassis stammen 1297 (1279) aus den Vereinigten Staaten, 639 (442) aus Deutschland, 304 (384) aus Italien, 261 (254) aus Frankreich, 89 (77) aus Grossbritannien. Als unsere hauptsächlichsten Lieferanten müssen wir weiterhin die Vereinigten Staaten bezeichnen, welche 46,71 (51,35) % unseres Bedarfes an Automobilen und Chassis decken, gefolgt von Deutschland mit einem Anteil von 27,06 (20,11) %, Italien mit 10,24 (12,15) Prozent, Frankreich mit 9,68 (8,46) %, Grossbritannien mit 4,83 (4,66) %, Belgien mit 1,19 (0,87) % und Oesterreich mit 0,87 (0,97) %. Seite,» — Eberhard verbeugte sich sehr höflich vor dem Gesandten — «dann wäre es möglich, die Bevölkerung Rumäniens in ei-, ner ganz anderen Weise zu orientieren, als das bisher geschehen ist. Ich glaube, es ist nicht notwendig, dass ich mich in dieser Hinsicht deutlicher ausdrücke!» Der Gesandte lächelte. «Ich gebe zu, dass der Gedanke etwas für sich hat. Aber ich kann natürlich eine so wichtige Entscheidung nicht treffen, ohne mich vorher mit meiner Regierung ins Einvernehmen gesetzt zu haoen. Sie haben natürlich bereits eine Aufstellung über die Kosten gemacht, die die Gründung verursachen würde. Was würden Sie brauchen?» «Ich nenne runde Summen, Exzellenz: hunderttausend Lei. Davon würe ich selbst die Hälfte übernehmen können.» «Ich will Ihnen etwas sagen, Herr Naschtschenko: machen Sie mir einen genauen Plan, den ich dann in seinen wesentlichen Teilen meiner Regierung vorlegen kann. Ueber die Summe, glaube ich, — lässt sich sprechen. Haben Sie schon jemanden für die Redaktion in Aussicht genommen?» «Nein, Exzellenz. Denn es müsste das jemand sein, der das besondere Vertrauen Eurer Exzellenz besitzt. Ich glaube, es ist augenblicklich an französischen in Bukarest kein Mangel!» (Fortsetzung auf Seit« 5.) Journalisten (Fortsetzung im «Autler-Feierabend».)

Postulate und Wünsche unserer Rennfahrer zum Sportreglement 1934 Wie letztes Jahr, haben sich auch heue nach Schluss der schweizerischen Rennsaison eine Anzahl aktiver Fahrer zu einer freien Aussprache in Zürich eingefunden, um gemeinsam die gemachten Erfahrungen auszutauschen und ihre Wünsche für die sich in Vorbereitung befindlichen Reglemente pro 1934 zu formulieren und diese der Nationalen Sportkommission bekanntzugeben. Nachstehend seien aus der gemeinsamen Eingabe an die NSK. die hauptsächlichsten Punkte erwähnt, die einer näheren Prüfung sicher wert sind: Tourenzahl für Toarenwagen. Die im Rerlement 1933 bezeichneten maximalen Drehzahlen für Motoren in serienmässig gebauten Tourenwagen trugen der neuesten Tendenz im Motorenbau nach höherer Tourenzah nicht in genügendem Masse Rechnung. Ein- r "* x "" 98 - 1933 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Ein interessantes Rennbild. Was der Photograph Ton dem im 220-im/St.-Tempo dahinrasenden Panhard des Engländers Eyston sah. Die Aufnahme wurde vom obern Rand einer stark erhöhten Kurre der Montlhery-Bahn aus aufgenommen. zelne Fabrikate haben bereits mit ihren diesjährigen Modellen die obere Grenze erreicht, wenn nicht überschritten, und soweit Details n die Modelle 1934 bekannt sind, Iässt sich ...e weitere Steigerung der Drehzahl konstatieren. Es wird daher beantragt, die bisherigen Maxima um mindestens 300 bis 500 Touren pro Minute zu erhöhen und folgende Drehzahlen festzulegen: bis zu 1500 ccm Zylinderinhalt 5000 Umd./Min., 1501 bis 3000 ccm 4500 Umd./Min. und bei mehr als 3000 ccm 4000 Umd./Min. Schalldämpfer. Die bisherige Bestimmung, •wonach das Fahren mit offenem Auspuff während des Rennens untersagt war, sollte aufgehoben werden. Es ist auf diese Weise nicht nur mit einer erhöhten Leistungsfähigkeit der konkurrierenden Fahrzeuge zu rechnen, sondern es wird damit auch dem Wunsche des Publikums, den Rennen der Tourenwagen auch äusserlich einen etwas sportlicheren Eindruck zu verleihen, Rechnung getragen. Da sich die Bewilligung, mit offenem Auspuff zu fahren, ausdrücklich auf das Rennen selbst beschränken würde, so werden auf diese Weise die bestehenden gesetzlichen Vorschriften keineswegs berührt und die Bemühungen von Behörden und Verbänden um Verminderung des Verkehrslärmes nicht beeinträchtigt. Verzeichnis der Klassen. Die bisherige Bestimmung, wonach für die einzelnen Klassen eine Minimalzahl von Personen oder deren Ersatz durch Ballast von je 60 kg Gewicht vorgeschrieben ist, sollte ebenfalls wegfallen. Die für die einzelnen Klassen festgesetzten Personenzahlen stellen auf alle Fälle eine willkürliche Vorschrift dar, deren Wert technisch kaum begründet werden kann. Zudem sind die schweren Fahrzeuge in einer nämlichen Klasse dadurch, dass sie genau den gleichen Ballast wie leichtere Fahrzeuge mitzunehmen haben, benachteiligt. Wenn mit dem Reglement die Absicht verbunden werden soll, der Automobiltechnik bestimmte Wege zu weisen oder die technische Leistungsfähigkeit der einzelnen Marken zu vergleichen, so müsste das Wagengewicht in ein bestimmtes Verhältnis zum Zylinderinhalt gebracht werden. Eine Vergleichsmöglichkeit der Leistungen der Fahrer selbst, ist andererseits erst dann gegeben, wenn das Wagengewicht zur Motorleistung in Beziehung gebracht wird. Da aber mit der bisherigen Vorschrift keine der beiden vorerwähnten Relationen erreicht wird, so scheint kein triftiger Grund zu bestehen, die bisherige Minimalzahl von Personen beizubehalten. Karosserie-Vorschriften. In bezug auf die Türen besteht die Bestimmung, dass der untere Teil der Türen mindestens mit dem Fussboden des Wagens übereinstimmen müsse. Bei manchen .Tourenwagen mit moderner Karosserie, die eine mehr sportliche Note vermittelt, reichen die Türen selten bis zum Fussboden. Da es sich aber hier dennoch um serienmässig karossierte Fahrzeuge handelt, besteht die Gefahr, dass solche Modelle von der Tourenwagenkategorie ausgeschlossen werden können, was als eine ungerechtfertigte Härte empfunden werden muss. Diese Bestimmung soll daher fallen gelassen werden. In bezug auf das Verdeck schreibt das Reglement vor, dass alle nicht geschlossenen Wagen mit einem Verdeck versehen sein müssen. Verschiedene Marken liefern ihre Wagen mit abnehmbaren Verdecken, und Beobachtungen haben' ergeben, dass einzelne Konkurrenten in der vergangenen Saison auch ohne Verdeck gestartet sind. Um Meinungsverschiedenheiten und Differenzierung der Fahrer von vorneherein auszuschalten, empfiehlt es sich, auch auf diese Bestimmung zu verzichten. Art. 4 besagt, dass Wagen, deren Karosserie durch ihr Aussehen oder ihre Linie den Eindruck eines Sportwagens machen, von der Tourenwagenkategorie ausgeschlossen sind. Diese Einschränkung trägt der neuen Linienführung im Bau von Tourenwagenkarosserien nicht mehr Rechnung, indem die Fabriken bestrebt sind, auch dem Tourenwagen ein möglichst sportliches und schnittiges Aussehen zu verleihen. Deshalb empfiehlt es sich, Art. 4 um diesen Passus zu kürzen. Geschlossener Park. Art. 55 schreibt vor, dass die Wagen nach der Abnahme m einen geschlossenen Park geführt werden und dort bis v zum Rennbeginn verbleiben. Diese Vorschrift hat sich für die Konkurrenten als sehr Erinnerungen an anno dazumal... Im Spätherbst findet jedes Jahr auf der Strecke London-Brijhton ein ebenso interessantes wie zahmes Rennen alter Wagen statt. Unser Bild zeigt den Start zweier dieser altersschwacher Veteranen. lästig erwiesen, und zwar insbesondere dann, wenn die Wagen bereits am Vorabend abgenommen werden und der geschlossene Park sich örtlich in beträchtlicher Entfernung vom Quartier der Rennfahrer befindet. Da bereits auch an einzelnen schweizerischen Rennen die Wagenabnahme erst am Renntage selbst und wenige Stunden vor dem Start erfolgt, hat die ursprünglich dem geschlossenen Park zugedachte Zweckbestimmung ihren praktischen Wert verloren. Es mag auch daran erinnert werden, dass in einzelnen Fällen von den Organisatoren von der Einrichtung eines geschlossenen Parkes überhaupt abgesehen wurde. Wenn diese Institution nicht eine konsequente Anwendung findet, so ist es wohl für alle Beteiligten am einfachsten, wenn überhaupt davon endgültig Umgang genommen wird. Nachdem übrigens auch ein geschlossener Park keineswegs dafür Gewähr bietet, dass Konkurrenten, welche die feste Absicht haben, ihren Wagen irgendwie zu frisieren, von diesem Vorhaben abzuhalten und anderseits Wagen, die nach dem letzten Training und vordem Rennen noch irgendeiner Reparatur bedürfen, von der Renmleitung in zuvokommender Weise, meistens freigegeben werden, kommt dem geschlossenen Park doch nie die Bedeu- erva der 17 PS. 6 Zylinder, 3 Liter (15 Steuer-PS), der robusteste von allen 6 Zylindern, ist ein 5plätziger Wagen, geräumig, schnell und komfortabel, welcher seit mehreren Jahren erprobt ist. WAS SCHWEIZER-BESITZER SCHREIBEN: „Ich bin mit meinem MINERVA, 17 PS, äusserst zufrieden, der Motor funktioniert sehr gut, die Karosserie ist wunderschön, der Wagen entzückt alle diejenigen, die mitfahren. Ich kann mir nur gratulieren, dass meine Wahl auf diese weltberühmte Marke fiel. L. C. in G. „Ich bin mit dem Minerva-Wagen, 6 Zyl., 17 PS, den ich imletztenHerbst inAlexandrienkaufte, sehr zufrieden. Ich habe den Wagen in Aegypten in heissem Wetter und hier in Regen und Schnee in den Bergen gefahren. In jeder Beziehung bin ich über seinen exakten und ruhigen Gang befriedigt; in den £0 Jahren, in denen ich Automobile besessen habe, ist der Minerva der angenehmste gewesen. Wenn ich je wieder einen guten Wagen kaufen will, werde ich Minerva den Vorzug geben." A. R. in H. „Ich bin mit dem MINERVA, Type 3000,17 PS, vollständig zufrieden und würde mich sehr freuen, wenn Sie mich als Referenz für Ihre Marke betrachten würden. E. C. in G. O-iginale stehen zur Verfügung der Interessenten. minerva FABRIK-NIEDERLAGE IN ZÜRICH Bureaux und Ausstellung — Utoquai 29 — Telephon 27.083 Service und Ersatzteile: Badenerstrasse 330 — Telephon 59.372 4-, 6- und 8-Zyiinder-Modelle ab 10 PS und 7950 Fr. tung zu, welche das Reglement ihm theoretisch verleiht. Nenngelder. Es ist für jedermann ein offenes Geheimnis, dass der Start selbst an einem einfachen Rennen und mit einem keineswegs kostspieligen Wagen für den Fahrer immer mit ansehnlichen Kosten verbunden ist, die in der heutigen Zeit immer schwerer ins Gewicht fallen. Da aber gerade jüngere Fahrer und Konkurrenten in der Tourenwagenkategorie nicht mit Spesenzuschüssen oder Vergütungen von irgendwelcher Seite rechnen können und es im Interesse eines möglichst zahlreichen Nachwuchses liegt, die Rennbeteiligung auch finanziell zu erleichtern, sind die regelmässigen Konkurrenten der einheimischen Rennen der Auffassung, dass auf Nenngelder endgültig verzichtet werden sollte. Es bleiben den Teilnehmern auch dann noch genügend Kosten aller Art, so dass von den Rennveranstaltern ein Entgegenkommen in dieser Richtung erwartet werden darf. Dies um so mehr, als der A. C. S. einen besonderen Fonds geäufnet hat, welcher dazu bestimmt ist, den einzelnen Sektionen die Veranstaltung von Rennen zu erleichtern. Da zudem beim Bezug der Nenmgelder nicht eine einheitliche Praxis eingehalten wird und einzelnen Konkurrenten wiederum Rückvergütungen in irgendeiner Form zugute kommen, kann eine unterschiedliche Behandlung der Rennteilnehmer am besten durch den Verzicht auf jegliches Nenngeld vermieden werden. Der Wegfall dieser Geldleistungen soll aber keineswegs die Durchführungen von Rennen in dem Sinne erschweren, dass sich nun Fahrer zur Teilnahme anmelden, nachträglich aber am Start nicht erscheinen. Um einer solchen Unsitte zu steuern, wird empfohlen, auf der Bezahlung des Nenngeldes bei der Anmeldung auch weiterhin zu bestehen, dasselbe aber jenen Konkurrenten im vollen Umfange zurückzuvergüten, welche tatsächlich starten oder durch am Training erlittene Havarie forfait erklären müssen. Preise. Was die zur Verteilung gelangenden Preise anbetrifft, so werden im Kreise der aktiven Autosportsleute immer wieder Postulate vertreten, deren Berücksichtigung ebenfalls zu einer Belebung des Rennsportes beitragen können. So würde es begrüsst, wenn in vermehrtem Masse Barpreise zur Auszahlung kämen und sofern Naturalgaben vorgesehen sind, ihr Wert zum voraus im Reglement festgelegt wird. Dadurch, dass für die Bestleistungen in den einzelnen Klassen und Kategorien zum vornherein Preise von einem bestimmten Wert in Aussicht gestellt sind, dürfte das Interesse mancher Fahrer für gewisse Veranstaltungen ein entsprechend grösseres sein. Es wäre zudem noch zu prüfen, ob die absolute Klassierung innerhalb der einzelnen Kategorien in bezug auf Preise nicht besser berücksichtigt werden könnte, indem, abgesehen von der Rangordnung nach Klassen, auch noch eine kleine Anerkennung nicht nur für die Bestzeit in jeder Kategorie, sondern auch für den Zweitund Drittplazierten innerhalb der Kategorie vorgesehen wird. Engerer Zusammenschluss der Fahrer.Die Zürcher Versammlung begrüsste einstimmig einen Vorschlag auf engeren Zusammenschluss der Fahrer in einer losen Vereinigung. Auf diese Weise soll ihnen bessere Gelegenheit geboten sein, sich gegenseitig über aktuelle Sportfragen auszusprechen und eine konstante Zusammenarbeit mit der N. S. K. zu ermöglichen. Die Autosportsleute sind überzeugt, dass in solchen gemeinsamen Aussprachen, die ein bis zweimal jährlich stattfinden könnten, der von der N. S. K. gemachten Anregung, jeweilen Wünsche für die nächste Rennsaison zu äussern, besser Folge geleistet wird, als wenn dies der Initiative jedes einzelnen Fahrers überlassen bleibt. 9