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E_1933_Zeitung_Nr.102

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u AUTOMOBIL-REVUE

u AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N°102 Weihnachtsgeschenke aas dem Modereich Alle modischen Dinge vereinen praktischen Zweck mit dekorativem, vielfach ins Luxuriöse gesteigertem Ziel. Sie sind demnach jederzeit willkommen, denn sie nützen und erfreuen uns. Nicht bloss die Frauen, auch der Mann, das Kind besitzen gerne schöne Kleidungsstücke. Wer ehrlichen Qeberwil- Ien in sich trägt, ist deshalb nie verlegen, wenn er seine Gaben aus dem Modegebiet wählt. Lassen wir einmal die einzelnen Bezirke der Mode Revue passieren, um zu sehen, was sie Qeschenkartiges haben. Eigentlich eignen sich alle Kleidungsstücke als Geschenke, und es tun dies überdies die Stofie, die gegenwärtig in so reicher Auswahl offeriert werden. Wenn wir heute Geschenke kaufen, sollen wir zugleich daran denken, dass wir eine entwickelte Modeindustrie in der Schweiz besitzen. Diese leidet unter Exportschwierigkeiten und ist mehr denn je auf das Inland angewiesen. Fragen wir, wenn wir Weihnachtsbesor- l. dermann kann Konfektion tragen. Und deshalb sind Stoffe ein immer gern in Emp- Doch bleiben wir einmal im Bereich der Frau. Neben Stoffen, die alle möglichen fang genommenes Geschenk. Wir werden Wünsche erfüllen, sind es fertige Kleidungsstücke, die in Betracht fallen. Beispiels- sie beispielsweise einer Mutter schenken, dem Vater, aber auch für Kinder kaufen. weise Mäntel mit Pelzbesatz, Strassen- und Es können dann bei der Verarbeitung besondere Wünsche berücksichtigt werden. Nachmittagsmäntel oder auch Mäntel für den Abend. Gerade letztere fehlen in mancher Garderobe. Sie können aus Samt sein, Mantel- und Kleiderstoffe kommen in Frage, leichtere und schwere, für ältere Leute aus schwerem Ottoman mit einem wärmenden Futter: hier kommen reichliche Pelzbe- dürften sehr gut warme, aber trotzdem nicht zu schwere Qualitäten in Erwägung gezogen werden. Freilich, bei den Herrenstoffen sätze, selbst capeartige, in Betracht. Und der bräunliche Sommerhermelin, der weisse, sind diese Unterschiede weniger zu machen. echte Hermelin oder imitierte Mantel, wie die Jacke aus Kanin werden uns für diese Zwecke angeboten. Und weil wir hier doch Parade der Weihnachtsmänner. Aber im allgemeinen klagen Frauen häufiger, dass ihnen die Kleider schwer werden, als es Männer tun. Die Wolle hat den Vorrang. Doch werden wirklich gute, reinseidene Stoffe immer begeisterte Abnehmer meinen zählt ein Pelzmantel kaum mehr zu finden. Gegenwärtig erleben wir eine Renaissance der reinen Seide. Die grossen Pa- den Luxusanschaffungen. Immerhin gibt es manche Leute, die ihn dafür halten. Und riser Modehäuser propagieren sie, die doch ist er nichts anderes als bester Kälteschutz und erlaubt uns das Tragen von Sei- Schweizer Fabriken überraschen uns mit Nouveautes der Weberei und Druckerei. denkleidern vom Herbst oder Sommer her. Herrliche fliessende Satins stehen voran, Er ist demnach ein höchst ökonomisches Brokate und schwere Marocains; ferner gibt Kleidungsstück. Gegenwärtig sind Pelze verhältnismässig billig. Denken wir bloss an die es klein fassonierte Gewebe samt Taffet, der so festlich aussieht. Dazu kommen herrliche Qualitäten von Waschseide für verschiedenen Fohlen, den Bisamrücken Unterröcke, Wäsche und Lingerieblusen, die stets viel Freundinnen haben. Für den Herrn schafft die Schweizer Industrie, neben den Waschseiden, eine ganz enorme Auswahl an reinseidenen Krawattenstoffen mit eleganten, gewobenen oder Druckdessins. Welcher Herr besitzt je genügend Krawatten? Sind diese Geschenke nicht stets willkommen? bei den Pelzen sind, wollen wir diese als Geschenke einmal näher ansehen. Im allge- oder die silbrig schimmernden Bisamwammen. Diese Pelze sind kleidsam, machen jung und sind sehr dauerhaft. Die Mode bringt sie in vielerlei Fassonen und die Phantasie betätigt sich an der Ausgestaltung von Aermeln und Kragen oder Schulterpartien recht ausgiebig. Dann nennen wir den schwarzen Sealbisam, der ebenfalls solid und sehr elegant ist. Wir erwähnen Fehmäntel, Nutrias und, als mehr sportliche Pelze, die Genotten, worunter die Räderkatzen brillieren, ferner die Leoparden und Ozelots, diese mit schwarzsilbrig gezeichnetem, sonst hellem Fell. Dann nennen wir, als schon teuerere Pelze, die von jung und alt heute begehrten Persianer in verschiedenen Preislagen, die Persianerklauen und, als grössten Luxus, schöne Nerze und Breitschwanzarten. Letztere werden oft, als elegante Besuchsmäntel, mit Füchsen garniert. Ja, die Füchse! Wo bildeten die nicht einen Weihnachtswunsch? Wer schon einen Silberfuchs hat, möchte" einen Kreuzfuchs dazu, denn der ist eminent praktisch, da-er zu Grau % fu Braun, wie zu allen Farben, vermöge seiner Mischtönung passt. Doch wer könnte sich der Vornehmheit eines langhaarigen, dichten Blaufuchses entziehen? Oder einen Graufuchs verschmähen, der Mäntel so schön garniert? Dann haben wir Capes, Kutscherkragen mit Umlegkragen aus allen möglichen Pelzen; sie kleiden alte Damen ebenfalls gut, werden über Tailleurs und Mäntel geworfen und eignen sich zum Mitnehmen am Abend. Hermelin. Breit- Die neue Mode Eleganter Winiersportsmantel mit aparter Schalund Schultergarnitur. (Modell Gassmann, Zürich.) schwänz, alle Lammarten müssen dazu herhalten. Selbst ein Müffchen mit Innentasche wäre ein liebenswürdiges Geschenk. Aeltere Damen, die den Muff früher gewöhnt waren, freuen sich, dass er wiederkommt. Die Frauen tragen im Winter alle gerne Strickkleider. Diese sind eine wichtige Schweizer Spezialität. Sie werden in schönen Qualitäten, in gerippten, diagonal gestreiften, kleinfassonierten, auch karrierten Stoffen hergestellt. Sie knittern nicht und nützen sich erst nach langem Trägen ab. Trikotblusen gibt es die Menge: mit hübschen Aermeln, mit originellen Passen und Ecfiarfleti. Neuerdings werden sie vorne gern dufchgektröpft "und sehen Westen ' ähnlich. Ausserdem gibt es wärmende Strickjacken. Was für ein praktisches Geschenk für die Mütter! Wie geeignet für die im Beruf Stehenden, die solche Jacken oft beim Arbeiten benötigen. Dann erwähnen wir die unter Mäntel zu tragenden Unterziehjacken-sowie ärmellose Westen. (Schluss folgt.) Gassmann gungen machen, zuerst nach Schweizerware/ So schöne Arrangements von Schweizer Stoffen, wie während der diesmaligen Schweizerwoche, haben wir noch gar nie gesehen. Die Industrie gibt sich wirklich Mühe, mit der Mode zu gehen und weiche, dauerhafte Qualitäten herauszubringen. Nicht jesonntag, den 17. Dez. geöffnet. 8onntag, den 24. Dez. geschlossen. für flotte Damen- Mädchen- und Knaben- Skibekleidung Poststr. 7 - Zürich- Bahnhofstr.24 Als vorteilhafte Geldanlage empfehlen wir Ihnen unsere 4% Ob von Fr. 500.— an, 3—7 «Jahre fest. 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Bern, Dienstag, 12. Dezember 1933 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 102 Weihnacht einer alten Frau Von Gertrud Bund. Seliges Lied, breitest da wieder die Schwingen? Ach, über den Dingen liegt es wie Leid. Alles ist im Entgleiten, Sehnsucht und Glanz von Kindheit nur kommen und streiten um des Tages verblichenen Kranz. Wann geht der Abend zur Neige? Ich halte die Hände im Schoss: liebe, dulde und schweige and er ist gross... Zwei am heiligen Abend Von M. Nikoltc. Endlich kam der heilige Abend. Die letzten, übriggebliebenen Weihnachtsgeschenke lächelten die Passanten mit ihrem späten Glänze aus den reich ausgestatteten Schaufenstern an. Im Dunkel, auf dem Hauptplatz der Stadt, standen noch einige Tannenbäume gleich vergessenen Waisen: sie warteten, dass auch sie verkauft würden — aber die Welt hatte ihre Bedürfnisse schon befriedigt ! Die Leute eilten durch die Strasse, trugen die letzten Geschenke und in den Ifäusern begannen die Weihnachtsbäume aufzuflammen. . Die Nacht brach über der Stadt so leise und geheimnisvoll ein. wie man das nur am Weihnachtsabend fühlt, wo alle nur von dem elften fiedanVen beweet sind und wo sich alle entweder am eigenen oder am Glück anderer freuen. Auf der Strasse lag leichter Schnee; friedlich und still glänzte er im Dämmer, als würde auch er die Heiligkeit fühlen, die in dieser Nacht vom Himmel herabflutete... Und der Himmel war heilig: die Sterne, die ferne, dunkle Bläue, alles atmete majestätische Ruhe. Der Lärm der Strassen verschwand, alles zog zum heimischen Herd. Ich hatte ihr versprochen, zu kommen. Sie war an diesem Weihnachtsabend wegen des weiten Weges und weil sie sich nicht gesund fühlte, nicht nach Hause gefahren. So erzählte sie es wenigstens, wenn sie gefragt wurde, ihren Bekannten. Ich aber kannte den tieferen Grund, weshalb sie in der Stadt blieb. Es gibt Leute, die an ihrer eigenen Ruhe Freude haben. Diese Ruhe wird für sie Lebensbedürfnis, weshalb es schwer ist, sie zu trüben oder zu durchbrechen... «Ich bleibe lieber da », sagte sie mir. « Sie kommen zu mir, wir werden beisammen sein, allein. Es werden Feiertage ohne Schmuck und Geschenke sein, stille, friedliche, aber Feiertage der Seelen... » Ich erinnerte mich wohl: so hatte sie zu mir gesprochen. Heute ging ich zu ihr. Der Abend war ruhevoll. Nur die Flämmchen der Gaslaternen zitterten. Manchmal schlug mir ein ganz leichter, leiser Atemzug kalter Winterluft ins Gesicht. Von den Kirchentürmen läuteten die Glocken. Ach, jenes Läuten am heiligen Abend. Wie das in die Seele dringt, wie das einstige, ferne Erinnerungen weckt und Bilder aus der Vergangenheit wachruft, die die Kfih'e der Welt tötete ! AI« ir-h ,r)f»rs nfftififfi. Das Schweizerpiano immer bevorzugt Hohe Qualität Vorteilhafte Preise Illltf t 7--!»L BeethoTenstrasse 49 Z.UriCn Telephon 67.037 Vorführung unverbindlich Reparaturen StlmmonreB ELEGANTE SCHUHE UND PANTOFFELN SIND STE1S GEDIEGENE FESTGESCHENKE! CHAUSSURES RIVOLI ZÜRICH URANIASTR.10 Für den anspruchsvollen Radiohorer APEX 70-S 7-Röhren-Super mit allen bewahrten Neuerungen dieser Saison ausgerüstet. Im Ton unubetroffen. Ausgezeichneter Fadingausgleich. Tonregler. Elektrodynamischer Lautsprecher. Beleuchtete, In Kilohertz eingeteilte Abstimmskaa. Gediegenes NussbaumgehSuse, schweizer. Fabrikation. Masse: Höhe 47 cm, Breite 40 cm, Tiefe 28,5 cm. Für 22-Volt-Netzspannung. Fr. 435 APEX 70. Gleiches Modell wie Apex 70-S, jedoch in einfächern amerikanischem Gehäuse Preis Fr. 3 •*r 13 APEX 70-LT Radio-Grammo-Kombination von hoher Trennschärfe und unübertroffener Tonwiedergabe. Gleiches Chassis wie oben beschrieben. Grammoausrüstung: Vorzüglicher Induktionsmotor. LESA-Pick-up. Automat. Plattenteller-Beleuchtung. Gehäuse schweizer. Fabrikation, Nussbaum poliert. Eingebauter ELK-Netztransformator, Schweiz. Fabrikation, A H M für Spannungen von 110, 125, 145 u. 220 Volt prgj$ P|» B • 0 ~~ Philips- Telefunken-Lizenz. Verlangen Sie eine unverbindliche Vorführung durch den guten Radiohändler. Gratisprospekt und Bezugsquellennachweis durch die Generalvertreterin für die Schweiz: KAISER & Cs A.-G. Radioabteilung BERN Teleph. 22.222 Hermes Die vollkommenste Portable, die je gebaut wurde, mit sämtlichenEinrichtungen der grossenBureaumodelle und 10 neuen Patenten, ein Schweizerfabrikat von E. Paillard & Cie. S.A., Yverdon und Ste. Croix, gegr. 1814 Billiger als ausländische Maschinen Wer die Besten gesehen hat, wird Hermes 2000 wählen. • Verlangen Sie Angabe des nächtsen. Vertreters durch: AUGUST BAGGENSTOS Im „Dupont" - ZÜRICH 1 -Tel. 56.694 Für die welsche Schweiz: L. BI. Campiele, Lausanne, St. Irene 2, Tel. 22.317