Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.102

E_1933_Zeitung_Nr.102

Luftfahrt B e k ä m p f

Luftfahrt B e k ä m p f u n g ^ — 8 der Vereisungsgefahr.jV -c t Nebel und Vereisungsgefahr dürften in d e n ^ - - - ^ ^ ^ \ Ländern mit mittlerem und kaltem Klima,_-*-"-"""""""~ \ "Aw^*** heute noch die grössten Hindernisse sein, diefT^s. J^- -!3k *^^^"^^*^\ \ \ sich der Durchführung eines über das ganzeI 1 ^r^*^ ^C s^^^ar*"^ \ Jahr durchgehenden, regelmässigen Luftver-^_Lj^\ ^^ ^*\ " \\ kehrs entgegenstellen. Auch die Entwicklung J —•"» >N s/\ yS ' «->" des Schnell-Luftverkehrs über grosse E n t - ^ O v S fernungen wird dadurch wesentlich b e e i n - flusst, da die Flugzeuge zur Ausnützung d e r m m durch die Verwendung von ÜberverdichtetenAnordnung der Schutzvorrichtungen gegen Eisbü- Motoren und verstellbaren Propellern sichdüng E und Schnitt durch den pneumatischen Verbietenden Vorteile Höhen von 3000 bis 4000eisungs-Sehutz. A = Gummibespannung, B := Meter auch in kalten Jahreszeiten aufsuchen G^h^bl~^rvS£^ = *' ^ müssen. Durch Eisbildung an Flügeln und ver-dehnen sich aus und sprengen die Eisschicht ursachte Unfälle und Notlandungen fordertenin Teilstücke, die durch den Luftzug entfernt in den letzten Jahren immer dringender diewerden. Neuerdings verwendet man Schläu- Beseitigung des Uebels. Die Profile von FIü-ehe, aus Ballonseide, von denen eine Anzahl gel und Leitwerk werden durch Eisansatznebeneinander angeordnet zu einem Ueberverändert; dadurch können sich die tragendezug vereinigt werden; in den Nähten sind Wirkung des Flügels, die Stabilitätsverhält-Gummistreifen befestigt, mit denen das nisse und die Wirksamkeit der SteuerruderGanze auf der Unterlage festgeklebt wird, derart verschlechtern, dass das FlugzeugDie Verwendung von Ballonseide erlaubte* fluguntauglich wird; das Gleichgewicht dereine erhebliche Gewichtsersparnis. Bei der Luftschraube kann in gefahrbringender WeiseHerstellung von neuen Flugzeugen sollen begestört werden. Der Eisansatz tritt dabeisonders eingebaute Verstärkungsleisten die meist ohne besondere Vorzeichen plötzlichzweckmässige Befestigung von Enteisungsein und vergrössert sich sehr rasch.Überzügen ermöglichen. Letztere werden so Die B. F. Goodrich Rubber Co. hat nun dasangebracht, dass keine Unstetigkeiten im Problem in enger Zusammenarbeit mit denProfil entstehen, und um eine möglichst Luftverkehrsgesellschaften studiert. Der be-glatte Oberfläche zu erhalten, wird das sonders zu diesem Zwecke in Akron errich-Ganze mit einer dünnen Gummihaut überzotete Windkanal wurde mit einer Kühlanlagegen, wodurch jegliche Geschwindigkeitsverausgerüstet, durch welche die Luft aufluste erzeugende Störung vermieden werden — 18 Grad Celsius abgekühlt werden kann.soll. Die ersten Versuche gingen dahin, durch Ver-Die für den Betrieb der Enteiser benötigte minderung der Adhäsion zwischen UnterlageLuft wird von einer besonderen Pumpe geund Eisschicht ein Ablösen der letzteren un-liefert, die durch den Motor angetrieben ter dem Einfluss des Luftzuges zu erreichen;wird und an deren Einlasskanal die Kreiselsie hatten indessen nicht den gewünschtenSteuerungsgeräte angeschlossen werden, wo- Erfolg, da die sich der Form des Bauteilesdurch das der Vereisungsgefahr ausgesetzte anschmiegende Eisschicht durch die Luft-Venturirohr in Wegfall kommt, kräfte angepresst wurde. Also muss die Eis-Um die Bildung einer schädlichen Eisverkleidung, die sich über Eintrittskanten vonSchicht am Propeller zu vermeiden, wird die- Flügeln, Steuerflächen, Streben usw. legt,ser mit einer mit einem besonderen öligen mechanisch zerstört werden. Zu diesemMittel behandelten Gummischicht überzogen. Zwecke wurden auf die kritischen StellenDiese Haut bietet dem Eis keine feste Untermehrere nebeneinander angeordnete Gummi-läge, und durch die Oelschicht wird die Schläuche aufgeklebt, die sich in leerem Zu-Adhäsion weiter so stark vermindert, dass Stande vollständig an die Unterlage an-schon geringe Eisbildungen durch die Fliehschmiegten. Bei Eintreten von Eisbildungkraft zerstört werden. (>, wird Luft in die Schläuche gepumpt, diese Enteisungsvorrichtungen dieser Art wurden E und Zähigkeit, die seine grosse Dauerhaftigkeit und Widerstandskraft ausmachen. Hierzu wird in den mit Formen gefüllten und luftdicht abgeschlossenen Vulkanisierkessel Dampf eingelassen. Da der .Rohling' auf einem Heizschlauch aufgezogen ist und die sich darin befindliche Luft durch die Hitze ausdehnt, wird er fest an die stählernen Formwandungen gepresst, deren Konturen ihm Profil, Marke und Grössenbezeichnung einprägen. In diesem Zustande verbleibt der Pneu während längerer Zeit, bis die TVulkanisation beendet ist, das heisst, der den Rohprodukten beigemischte Schwefel in eine vollkommene Verbindung mit dem Gummi übergegangen ist. ~k AOTOMOBIL-REVÜB in Amerika bereits mit Erfolg angewendet. So schätzen Transcontinental und Western Air die durch die Verwendung der Enteiser im Verlaufe des vergangenen Jahres ermöglichte Mehrleistung ihrer Postflugzeuge vom Muster Northrop auf 45,000 Meilen (72,500 Kilometer). Sämtliche amerikanischen Luftverkehrsgesellschaften beabsichtigen bei ihren neuen Schnellflugzeugen den Einbau dieser Eisschutzvorrichtungen. itav. Resultat der renelmässigen Luftverkehrslinien. (Internationale und interne Linien der Schweiz.) Sommerflugsaison 1933 (1. Mai bis 31. Oktober). Vorläufiges Resultat: Zahlende Post Fracht u. Passag. kg Uebergep. kg Transport. Menge 32 548 255 311 444 938 (28 441)* (206 424)* (422 987)* Zunahme 14,4% 23,7% 5,2% Das Eidg. Luftamt bemerkt hierzu: Die Anzahl der durchgeführten Etappenkurse (inkl. Extrakurse) auf den internationalen Linien ist trotz Wegfall der Etappe Genf-Basel der Linie nach Amsterdam auf 7350 (7234) gestiegen, was einer Vermehrung um 1,6% gegenüber' dem Vorjahr entspricht. Diese Zunahme rührt her von der neuen Expresslinie der Swissair Zürich-Basel- Frankfurt, die vom 1. Mai bis 31. August betrieben wurde. Bei den internen Linien stieg die Anzahl der durchgeführten Etappenkurse (inkl. Extrakurse) aber zuletzt Eingehen • auf einen diesbezüglichen dreijährigen Vertrag beschlossen. Eine zu bestimmende Kommission -wird, dafür sorgen, dass das Verbandsblatt den vielseitigen Wünschen der Glubmitglieder am besten entspricht. Mit Bedauern wurde vom Ausscheiden des bisherigen Generalsekretärs, Herrn Hauptmann Köhli, Kenntnis genommen, der dem Club grosse Dienste geleistet hat. Eine geeignete Persönlichkeit zu seinem Ersatz konnte bis jetzt nicht gefunden werden. Die vor einiger Zeit angeregte Frage der Erhaltung von vier historischen Flugzeugen, darunter derjenigen von Bider und von Rech, die gegenwärtig in Dübendorf hangariert sind und langsam der Zerstörung anheimfallen, wird voraussichtlich in nächster Zeit in dem Sinn eine befriedigende Lösung erfahren, dass drei Maschinen in das neue historische Museum von Ölten und die Maschine von Rech in einen Ausstellungsraum nach Langenthai verbracht werden. Unter Diversem nahm man Kenntnis von der Mitteilung, dass an dem in rund 14 Tagen in Kairo stattfindenden Kongress der F. A. I. der Ae. C. S. durch drei Mitglieder vertreten sein wird. -«. Bern und von der Einführung des neuen Anschlusskurses Lausanne-Genf an die Linie nach Paris. Das Durchschnittsresulstat pro Kurs der internationalen Linien zeigt gegenüber 1932 eine Zunahme der Passagier-Frequenz um 11%, der beförderten Postmenge um 10% und der beförderten Fracht (inkl. Uebergepäck) um 2%. Das Durchschnittsresultat pro Kurs der internen Anschlusslinien zeigt, dass die Passagierfrequenz gleich geblieben ist, die beförderte Postmenge dagegen um 24% und die beförderte Fracht (inkl. Uebergepäck) um 20% zugenommen hat. Die Resultate der internen Linien verhalten sich zu denjenigen der internationalen Linie wie 1:3,8 (Passagiere), 1:0,8 (Post) und 1:9,7 (Fracht und Uebergepäck). Delegiertenversammlung des Ae. C. S. Am letzten Sonntag tagte in Bern die Herbst-Delegiertenversammlung des Aero-Clubs der Schweiz, unter der straffen Führung durch Herrn Oberst Messner wurden die vom Zentralvorstand schon gründlich vorbereiteten Traktanden in kürzester Zeit erledigt. Der Club weist heute einen Bestand von rund 3200 Mitgliedern auf. Neu hinzugekommen ist eine Sektion Thun, deren Vertreter und Präsident, Herr Hauptmann Zingg, herzlich begrüsst wurde. Im nächsten Frühjahr wird sich dem Verband offiziell noch eine neue Sektion Langenthai angliedern. Eine grössere Diskussion löste der Vorschlag des Zentralvorstandes aus, die «Aero-Revue» weiterhin als offizielles Organ zu erklären. Mehrheitlich wurde *) Resultat der Saison 1932. Beim Vulkanisieren erhält,Pallas-Cord' seine endgültige Form Dann lässt man denDampf entweichen und kann den Kessel öffnen, die einzelnen Formen herausheben und die in deren Heizschlauch befindliche Luft ablassen. Nunmehr ist nur noch die Vulkanisier- Form zu öffnen, Heizschlauch und Pneu daraus zu nehmen, wonach der Pneu verputzt und für Lagerung oder Versand verpackt wird. - „Pallas-Cord" entspricht den höchsten Anforderungen, die an einen Automobil-Pneu gestellt werden; er ist daher sehr wirtschaftlich. Aus diesem Grunde sollten auch Sie ihn bei einer nächsten Pneu-Bestellung berücksichtigen, nicht nur, weil er ein T Schweizer-Fabrikat ist, sondern gerade, weil seine Qualität kaum zu übertreffen sein wird. Aktiengesellschaft R. & E. Huber, Pf äff ikon-Zürich B£i«k«»»t 1933 - No 102 «dl Vier Schweizer Flieger erzählen. Von Walther Ackermann, Willi Earner, Robert Fretz und Philipp Vacano. Mit 88 Kupfertiefdruckabbildungen und 2 Karten. Fretz & Wasmuth, Verlag, AG., Zürich. Es ist bestimmt kein Zufall, dass alle Fliegerbücher «gut» sind. Einmal vermag jede Nieder- auf 3483 (2897), was einer Zunahme von 20,2% entspricht. Diese Vermehrung rührt her von der schrift, die konzentriertes Erleben sachlich wiedergibt, den Leser zu fesseln; zum zweiten fühlt man Verlängerung der Linie Altenrhein-Zürich nach aus ihnen immer die Persönlichkeit heraus, die jeder Pilot nun einmal in mancher Hinsicht sein muss, um überhaupt Pilot zu sein; und schliesslich ermöglicht das Fliegerbuch jedem Menschen ein wenig die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches, den Vögeln gleich, schwerelos und schrankenlos ins Weltall zu schweben. Wie bei allen guten Büchern spielt der Stil der Wiedergabe dabei nur eine nebensächliche Rolle. Kommt aber noch hinzu, dass die Stoffauswahl so faszinierend getroffen und die Materie so meisterhaft behandelt ist, wie es im Buch unserer Schweizer Piloten Ackermann, Farner, Fretz und Vacano geschah, so kann die Empfehlung nur noch lauten: Man muss das Buch gelesen haben. Walther Ackermann ist den Lesern der « Automobil-Revue» durch seine «Bordbuchberichte eines Verkehrsfliegers» längst bekannt. Alle seine Skizzen sind wahre Kunstwerke an Gestaltungskraft und Eindrücklichkeit. Willi Farner, nicht weniger populär als Pilot, vermittelt den Werdegang, das Gedeihen und die Abenteuer eines Segelfliegers, wiederum ein Kapitel voll spannendster Ereignisse. Robert Fretz führt den Leser ohne besonderes Aufheben rasch, reibungslos und zielsicher, wie er das so gewohnt ist, im Sportflugzeug durch halb Europa und die angrenzenden Länder, und den Abschluss bilden die grellfarbigen Erlebnisse Vacanos alfl ehemaliger österreichischer Kriegsflieger, als Fliegerinstruktor Boliviens und fliegender Erforscher des bolivianischen Chacos. Um nur die Hauptabschnitte zu nennen. Nochmals: Man muss dieses Buch gelesen haben. . m. . Zukaufen gesucht ev. LIMOUSINE, mit grossem Koffer u. Ciel ouvert. Genaue Offerten mit Baujahr und gefahrenen km an Postfach 31 080, Lichtensteig (St. Gallen). 61348 Zukaufen gesucht geschlossener 2—2 Limousine Wagen 1 / 2 -Tonnen- Auto mindestens öplätzig, vorzugsweise FIAT, nicht üb. 4türig, nur neueres Mod., AUTO Limousine neueres Modell, in nur 8—12 PS, gegen Barzahl. 13 Steuer-PS. Aeusserste neu oder ganz wenig gefahren. — Detaillierte Of- 4-PL, nicht über 10 PS, dell 1931, nicht über 10 prima Zustand, 2- oder 4-Plätzer, nicht unter Mo- — Offerten unter Chiffre Preisofferten mit genauer 61408 an die Beschreibung an Postfach ferten mit Preisangabe gegen Barzahlung. bis 12 PS. Barzahlung. Automobil-Revue. Bern. Nr. 18 977, Luzern. «1402 unt. Chiffre 61361 an die Offerten unter Chiffre Det. Offerten unt. Chiffre Automobil-Revue, Bern. 61380 an die Z 2796a an die Automobil- Automobil-Revue, Bern. Revue, Bureau Zürich. Zukaufen, gesucht CABRIOLET 4plätzig Zukaufen gesucht zu Versuchszwecken AUTO Zukaufen gesucht 8-Plätzer, mit Motor von 25—35 PS, auch wenn Motor defekt. — Aeusserste Angebote mit Photo und Beschreibung sind zu rieht, unt. Chiffre 61386 an die Automobil-Revue. Bern. Zukaufen gesucht Zukaufen gesucht fabrikn. Qualitätswagen, Limousine oder Cabriolet 4plätz., nicht über 12 PS. An Zahlg. müsste OPEL- Limousine, 4plätz., 6 Zyl., 10 PS, den Rest in Drucksachen, genommen werd. — Offerten unter Chiffre E 19065 G an Publicitas, St. Gallen. 61395 Zukaufen gesucht Zukaufen, gesucht Personen-Auto 4-Plätzer-Limousine von bekannter Marke, nicht unter Jahrgang 1930, | nicht über 10 PS. Nur schriftl. Offerten unter Chiffre 61400 an die | Automobil-Revue, Bern. Zukaufen, gesucht ein gebrauchter, guterhaltener 613791 3-Tonnen- LASTWAGEN gegen Umtausch eines noch gut erhaltenen 2-Tonnen- Lastwagens. — Offerten gefl. an Chaletfabrik Murer, Beckenried. Zukaufen, gesucht AUTO LIMOUSINE oder CABRIOLET nur neues Modell bis 15 PS, gegen Barzahlung. E. Borrer, Badenerstrasse 44, Altstetten-Zürich. Telephon 55.522. 10358 WER bei .Wegwei$erri'- ; :":': : r., : •••--..,; s : .-•,•.. anhält, beweist, dass er keinen HALLWAG-FÜHRER Zukaufen gesucht AUTO 7-Plätz., PACKARD oder CADILLAC, mit Separation, nicht unter Mod. 30, gegen Kassa. 61405 Offerten unter Chiffre Z 2798 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zukaufen gesucht Lieferungswagen 2 Tonnen mit geschl. Kabine, nicht unter Modell 1929. — Det. Offert, unt. Chiffre Z 2799 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich.

NO 102 - 1933 ÄUTOMOBTL-REVUE Techn« Rundschau Terpentin als Brennstoffzusatz. In Frankreich wird gegenwärtig die Frage des Zusatzes von Terpentinöl zum Motorenbenzin in Erwägung gezogen, da der Absatz der im Inland gewonnenen Terpentine immer grössere Schwierigkeiten bereitet. Bei Zusätzen, die quantitativ 4 Prozent nicht übersteigen, soll das Terpentinöl die Eigenschaften des Motorbenzins nur verbessern. Vor allem wird einem solchen Gemisch eine beträchtliche Detonationsfestigkeit nachgerühmt. Höhere Zusätze können allerdings zum Verharzen der Ventile und Kolbenringe führen. at. Die Gleitgefahr auf Stampfasphaltstrassen soll sich nach einem von dem Deutschen Alexander Supan vorgeschlagenen Verfahren dadurch beseitigen lassen, dass man dem Stampfasphaltpuiver Natur- oder Kunstharze beimischt. Naturharze wie Kolophonium oder Kumaronharz werden vor der Beimischung durch Erhitzen mit Kalk gehärtet, während Kunstharze der Karbolsäureformalinreihe dem Stampfasphalt in der löslichen Form zugesetzt werden und erst beim Darren des Asphalts in den unlöslichen Zustand übergehen. Die Verminderung der Gleitgefahr soll dadurch zustande kommen, dass das im Stampfasphalt enthaltene Bitumen durch die Harzbeimischung seine schmierenden Eigenschaften verliert. -y- Ein neuer Oel-Kontroll-Apparat. In Amerika werden jetzt Tankstellen und Garagen mit einer besondern Vorrichtung versehen, welche jedem Automobilisten erlaubt den Zustand des Oeles in einigen Minuten zu kontrollieren. Das Oel wird nun nicht mehr erst nachdem die Abschlussschraube entfernt wurde abgelassen, was stets mit einer unangenehmen und zeitraubenden Arbeit verbunden war, sondern lediglich durch den Einfüllstutzen ausgepumpt und in ein Glasgefäss überführt. Der Automobilist kann sodann selbst feststellen ob das von ihm verwendete Oel noch gut ist. Wenn ja, wird das Oel durch die Vorrichtung wieder zurückgepumDt, andernfalls wird frisches Oel eingefüllt. Die ganze Kontrolle beansprucht nicht mehr als 5 Minuten und kann somit durch jeden Automobilisten auf der Reise ohne grossen Zeitverlust vorgenommen werden. Es sei noch erwähnt, dass die Vorrichtung vollständig elektrisch gesteuert und betrieben wird. Ky. Verbesserung des Bowdenkabels. Der vor allem beim Motorrad universell angewandte, jedoch auch beim Automobil nicht selten anzutreffende Bowden-Kabelzug hat eine wertvolle Verbesserung erfahren, indem bei der neuesten Ausführung die Kabelhülle nicht mehr aus einem spiralig zusammengedrehten Runddraht, sondern aus zwei Drahtspiralen mit keilförmigem Drahtquerschnitt bestehen. Oben die neue, unten die bisherige Ausführung der Hülle eines Bowdenzuges. Es hat das die Vorteile, dass die Hülle auch bei starken Biegungen immer ringsum geschlossen bleibt und das Kabel also gegen Zutritt von Schmutz und Wasser schützt, dass ferner die Gesamtlänge der Hülle durch Biegungen keine Veränderung mehr erfährt und dass das Kabel auf den glatten Oberflächen leichter gleitet. at. Verstärkung von Vorfahrsignalen bei Lastwagen. Ab 1. Januar 1934 müssen in Frankreich alle Lastwagen von mehr als 3 Tonnen Gewicht mit einer Vorrichtung versehen sein, die den Führer die Signale eines anderen Motorfahrzeuglenkers, der vorzufahren wünscht, deutlich erkennen lässt. Beim Erlass dieser Vorschrift dachte man in erster Linie an Tonverstärkungsapparate, die nun auch schon in verschiedener Ausführungsform und Wirkungsweise angeboten werden. Gewöhnlich besteht die Apparatur aus einem das Signal auffangenden Trichter am Wagenhinterteil, einem elektrischen Verstärker oder Mikrophon und einer Art Lautsprecher im Führerabteil. Vom Gedanken ausgehend, dass bei stark ratternder Ladung oder lärmendem Motor der Lastwaeenlenker möglicherweise auch die verstärkten Signale überhört, hat nun ein bekannter Konstrukteur eine auf akustischoptischer Grundlage wirkende Apparatur geschaffen. Das im Fangtrichter hinten am Wagen aufgefangene Signal dient nur zur Schliessung eines Stromkreises, der dann vor dem Führersitz ein Signallicht aufleuchten lässt. An sich sind diese Vorrichtungen gewiss ganz interessant. Für unsere Verhältnisse sind sie jedoch mehr oder weniger überflüssig. Wir sind gewohnt, dass ein Lastwagenlenker bei einiger Aufmerksamkeit die Signale anderer Motorfahrzeugführer auch ohne besondere Hilfsmittel hört, was nicht zuletzt unserer hochentwickelten Lastwagenindustrie zu verdanken ist. Anderseits wird die gegenseitige Verständigung auch weitgehend durch korrekte Anordnung und gute Ausführung des Rückblickspiegels gefördert. -y- de Der Motor ist die beste Bremse. Jeder Autofahrer benutzt den Motor zum Bremsen häufiger als Fuss- und Handbremse; denn es ist tatsächlich schon ein Bremsen, wenn man vor irgendeinem Hindernis, um die Fahrt zu verlangsamen, das Gas wegnimmt, d. h. den Fuss vom Gashebel hebt. Das Auto wird zwar relativ langsam, aber wundervoll leicht und sicher gebremst. Je nachdem, ob man das Gas allmählich oder plötzlich, wenig oder ganz wegnimmt, kann man die Bremswirkung sehr stark variieren. Besonders auf langen Gefällen ist der Motor als Bremse ganz unvergleichlich. Man braucht nur je nach dem Grade der Neigung der Strasse einen niedrigen Gang einzuschalten, event. den kleinsten Gang, wenn es sich um eine sehr steile Strasse handelt. Der Wagen kann dann nicht schneller laufen, als er es in diesem Gange und mit der ihm zugeführten Gasmenge im höchsten Falle tun würde. Will man dann aus besonderen Gründen, z. B. an scharfen Kurven, die Geschwindigkeit noch weiter herabsetzen, so hat man immer noch die Bremsen, die bei dieser Fahrweise sehr geschont werden und nicht heisslaufen können. Wer seinen Wagen lieb hat und nicht gar zu sehr in Eile ist, sollte — wenigstens auf der Landstrasse — stets durch Gaswegnahme bremsen. Man spart viel Geld dabei, denn die Betätigung von Hand- und Fussbre'mse ist auf die Dauer kein ganz billiges Vergnügen. Nicht nur, dass der Bremsbelag abgenutzt wird, auch der Motor, das Differential und besonders die Reifen werden stärker beansprucht. Durch kleine Unregelmässigkeiten in den Bremstrommeln können heftige Stösse verursacht werden, die den ganzen komplizierten Mechanismus des Autos schädigen. Vorsichtig und weich bremsen — das ist also der wichtigste Grundsatz. Nicht nur aus den angegebenen Gründen der Rücksichtnahme auf Wagen und Reifen, sondern auch aus Gründen der persönlichen Sicherheit. Plötzliches scharfes Bremsen bei hohem Tempo ist sehr gefährlich! Durch scharfes Bremsen wird nur zu leicht ein Schleudern des Wagens herbeigeführt, das verhängnisvolle Folgen haben kann. Vor allem hüte man sich davor, die Bremsen so stark anzuziehen, dass die Räder blockiert werden. Bei nassem Asphalt ist sogar bei langsamster Fahrt das Bremsen eine heikle Angelegenheit: Ehe man es denkt, hat sich der Wagen gedreht! Gerade hier ist der Motor die sicherste, weil weichste Bremse. Tedin. *•> >*e»da Frage 8914. Kühlwasserverlust. Seit einiger Zeit zeigt mein Wagen einen ganz unerklärlichen Durst. Obsehon ich mich xmal davon überzeugt habe, dass der Kühler nirgends rinnt, muss nach jeder Ausfahrt, sei diese auch nur einige Kilometer lang, der Kühlwasservorrat um 4—5 Liter Wasser ergänzt werden. Wo dieses Wasser hingerät ,ist mir absolut rätselhaft. Ich vermutete schon, dass es vielleicht in das Motorinnere durchdringt. Im ,OeI ist aber nie eine Spur von Wasser zu entdecken. Auffällig ist auch, dass bei stehendem Motor gar kein Wasser verloren geht. Vielleicht haben Sie eine Erklärung? Antwort : Wahrscheinlich handelt es sich bei der von Ihnen beobachteten Erscheinung um den nicht aMzu seltenen Fall, dass bei höherer Motortourenzahl immer etwas Wasser durch das Ueberlaufrohr des Kühlers verloren geht. Kann nämlich das Wasser durch den Kühler, weil dieser vielleicht verschmutzt ist, nicht genügend rasch ablaufen, wählend die Pumpe immer neues Wasser nachfördert, so steigt der Wasserspiegel im oberen Kühlerteil so lange an, bis das Ueberlaufrohr in Funktion tritt. Unter Umständen können so innert kurzer Zeit beträchtliche Wassermengen verloren gehen. Hie und da wurde sogar beobachtet, dass bei stark verstopften Kühlern und hoher Motortourenzahl nahezu der ganze Wasserinhalt des Kühlsystems zum -Ueberlaufrohr hinausgedrückt wurde. In erster Linie dürfte sich eine gründliche Reinigung des Kühlers empfehlen. Sollte das nicht genügen, dann müsste eventuell der Einbau eines üeberdruckventils im Ueberlaufrohr ins Auge gefasst werden. Kennen Sie die Vorteile der Multibestos K-Bremssätze ? Wenn nicht - verlangen Sie bitte ausführliche Prospekte und Preisliste 1933 über K-Bremssätze. Auch telef .Auskunft: Anruf Zürich 56.250 Anruf Bern 25.920 zum Teil mit Kipper, revidiert, mit Garantie, zu günstigen Bedingungen Anfragen unter Chiffre 11198 an die 10990 Automobil-Revue, Bern. Schon Drais, der Erfinder des Fahrrades, erkannte clieWichtigkeiteines exakt wirkenden Bremssystems. Aber noch mussten Jahrzehnte vergehen, ehe man die Rolle des Bremsbelages innerhalb der modernen Verkenrsprobleme würdigen lernte. Ein guter Bremsbelag bewährt sich täglich aufs neue. Fachleute von heute haben anhand der Erfahrungswerte immer wieder die einzigartige Qualität des MULTIBESTOS Bremsbelags bewiesen. Sehr viele Schweiz. Automobilisten verlangen überhaupt nur noch diese Marke. — Als Spezialfirma für Bremsen und Kupplungen kann sich Sie exakt, rasch und auch günstig bedienen. Zürich, Gessnerallee 52 - Bern, Schwarzthorstrasse 51 Pour la Suisse romande: Delarue & Meylan, Geneve OCCASION! LASTWAGEN , von 2, 3, 4 und 5 Tonnen zu verkaufen Zu verkaufen aus Privathand (wegen Betriebsreduzierung von 3 auf 2 Wagen) 11197 5-Tonnen- Lastwagen 60 PS, Simplex-Räder, m. neuen Reifen 40X8", kpl. ausgerüstet n. den neuen Vorschriften, in tadellos. Zust. Off. unt. Chiffre Z 2797a an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Autokuhler-Dccke adlinirMotorhou dt AutuaHto Trotz der Kalte kann 1dl fcnstundenlong itehm lauan und dia Wmsartamparatv* wfhrand des Fohren» genau f*> fvCeren. dank dar MULLER & MARTI «BERN aWta, vaffana.au Sl* Mmar md PralM untar Angoba Ihrer VtagaalyMi Fahren Sie gut? Zum guten Fahren gehört mehr als blosse Fe.iigkeit. Auch die Erfahrung, so wertvoll sie ist, bedeutet nicht alles. Nur der ist ein wirklich guter Fahrer, der sich mit seinem Wagen innerlich verbunden fühlt. DerguteFahrer weiss genau, was er seinem Waten zutrauen, was er von ihm verlangen darf— und was nicht. Rasch und sicher kann sich Jedermann das notwendige Wissen mit Razaud's «Tachenbuch für Automobilfahrer» aneignen. Dieses weltbekannte Werk in deutscher Bearbeitung, ist zum Preis von 2 Franken, zu beziehen beim Verlag der Automobil-Revue Bern mit einem Gesamtgewicht von über 1500 kg müssen gemäss Artikel 17 des Automobilgesetzes mit einer Bremse versehen sein, durch die sie zu gleicher Zeit gebremst werden wie der Zugwagen. 10725 Sollten Ihre Anhänger obigen Anforderungen nicht entsprechen, verlangen Sie bitte meine Offerte über Einbau von automatischen und Servobremsen Fr- 200.- BeEohnunq demjenigen, der einem ganz soliden u. tüchtigen Chauffeur zu einer Dauerstelle, gleich welcher Branche, verhelfen kann. Zeugnises zur Verfügung. — Offert, unt. Chiffre 61397 an die Fabrikation und Handel von Anhängern jeder Art Telephon 978.642. Automobil-Revue, Bern. zu Privat, Lieferungs- od. Lastwagen. Auf Wunsch wird Kaution geleistet. Offerten sind zu richten an Oskar Portmann, Wiler b. Heitenried (Freiburg). Wo hätte intelligenter, junger 61404 Konstruktions- Schlosser m. erfolgreich abgeschlossener Lehre, Gelegenheit, sich im Lastwagen-Karosserie-Bau weiter auszubilden? Lohnansprüche bescheiden. — Offerten sind erbeten an das Jugendsekretariat des Bez. Hinwil, Schlossberg-Rüti. «9 ANHÄNGER J. FARNER, WETZIKON Bewerber, die sich über erfolgreiche Tätigkeit als Lenker von Personen- und Lastwagen ausweisen können, wollen sich melden unter Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit und Einsendung der Zeugnisabschriften u. Photographie unter Chiffre Z 2795 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Tüchtiger, ganz solider auf Lastwagen, mit der Einlage von 20—25 000 Fr., zwecks Erweiterung des Geschäftes, eventuell als CHAUFFEUR TEILHABER. Einlage wird schön verzinst. Nur ernstgemeinte, energische Kraft wird berücksichtigt. mit Fahrschul-Praxis und 6139S Offerten unter Chiffre 61365 an die guten Referenzen, Automobil-Revue, JJern. Ge such t für sofort 61394 sucht Stelle Gesucht tüchtiger, ganz zuverlässiger 61923 Dar* Suche "Ä 1 Carosserie-Spengler 1 Carosserie-Wagner sowie einige Carosserie-Schmiede für grössere Carosserie-Werke der Zentralschweiz. Es wollen sich nur absolut berufstüchtige Leute mit Ausweisen melden. Offerten unt. Chiff. K 8350 Y an Publicitas, Bern. Mechaniker- Lehrling einen tüchtigen Automechaniker SAURER- AlStO- Intelligenter, kräftiger Jüngling, mit 3 J. Sekundarschulbild. u. gut. Zeugnissen, findet Lehrstelle, ev. mit Kost und Logis. Offerten unter Chiffre Z 2793 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. ""• Jung., tücht. 61407 Masch'schlosser sucht Stelle als Volontär in Auto-Rep.-Werkstätte. Gründl. Ausb. u. gute Beh. wird anderem vorgez. Off. an J. Haessig, Nesslau, Öbertogg. Tel. 68.