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E_1933_Zeitung_Nr.104

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 104 denechaftliches Herz, das hinter ihnen «teilt DM »Her Bejahung der stark trennenden Grenzen xm- filmen mitgewirkt und treulich mitgeholfen, jrn- T r Buch wird dem Leser zum Erlebnis. bo. sehen den einzelnen Völkern sich offen um ein an- seliges Schicksal in der gewaltigen Bergnatur zu HiXTIXOY 10,000 Meilen Im Sattel. (Vom Kreuz de« Sü- ständiges Verstehen und ein gutes Verhältnis von spielen. Es gibt allerdings Alpinisten — und nicht dens zum Polarstern.) Von A. F. Tschiffely. Mit Nachbar zu Nachbar bemühen. Deutsches Dorf — die schlechtesten unter ihnen gehören dazu — die ^^ II ______ ._iZz^JS» 19 Abbildungen auf Kunstdruckpapier. Montana- rumänisches Dorf sind die Antipoden der Ausein- sich heilig Ton solchen Filmen hüten weil sie der -j^Uß^^^^*^^ '^^^^^3? Verlag A.-G., Horw-Luzern. — Gibt es irgendwo auf andersetzung, die im Rahmen einer ausserordentlich Ansicht sind, dass man Kino und Sensationen *EEy r\——>/?""^ilifi|r^ S&^§M\ der Welt einen Lehrer, der nicht wenigstens ein- interessanten Welt vor sich gehen. Die Natur ver- nicht unbedingt in eine Welt hineintragen sollte, ^^y^^^^Sr^^ßv 3^_2SkSl mal im Leben drauf und dran war, über die leiht dem Ganzen einen zaubervollen Hintergrund, die soviel ernster, grösser, erschütternder ist ba —^ .ip/SifiPsö^^TlIilP^ ^ÄK^JIr^wv Schulbänke zu springen, die Bücher aus dem Fen- und alte Kultur und volkskundliche überlieferte Sa- _. »,«..,. n-„u «/_ u... CL.M, ITS„« Sä^ßflk3rT\ $Umr _^S»ll erkundigen. Sicher gibt es viele Frauen, die noch men. » Und nun ahnt man, dass hier das Thema und wie er sich alsbald in die Herzen der Kino- Der gesunde Eislauf. Der diesjährige Winter nicht wissen, dass auch in der Schweiz ein ausgeder Volksgemeinschaft, mit andern Worten des im seligen hineinspielte. Leni Riefenstahl erzählt, hat beizeiten mit einem Temperament eingesetzt, zeichnete« Parfüm hergestellt wird. Das einheimi- Ausland lebenden Deutschen, aufgegriffen worden was zugegeben werden muss, durchaus interes- das sämtlichen Wintersportlern das Herz höher sehe Produkt cBrise Marine» ist erst nach monateist. Wittstock vermittelt in grossen Zügen einen sant und wird bei denen, die für ihre Filme klopfen Hess. Skisport und Schlittschuhlaufen ist langen Versuchen in den Handel gebracht worden Einblick in das Land Siebenbürgen und studiert an schwärmen. Begeisterung wecken. Sie hat recht- grosse Mode geworden, und nur wer altmodisch und genügt heute auch den verwöhntesten Andiesem Beispiel eminent wichtige volkspolitische zeitig vorgesorgt, diese warm zu erhalten, und fügt und verschroben ist, sitzt heute noch ängstlich sprächen. Es vereinigt die Vorzüge eines erstklas- Probleme. Wie man sieht, demnach höchst aktuelle dem Buche eine Unzahl von Aufnahmen bei, ih hinter dem warmen Ofen. In der Schweiz verfü- sigen Ean de Cologne mit diskretem, feinduften- Dinge. Drei Völker strömen durcheinander. Die Span- denen wir den Star in allen möglichen und un- gen mehrere Städte über prächtige Einslaufanla- dem Parfüm von nachhaltiger Wirkung. Der hen>nungen, die entstehen, sind vom Verfasser in aner- möglichen Situationen und Posen wiedererkennen, gen, die diesen Sport ganz besonders zum Blühen liehe Duft, die elegante Aufmachung und dieniekennenswert objektiver Weise geschildert. Wittstock Somit scheint sie sich also ziemlich ernst zu neh- gebracht haben. Eishockeymatchs geboren zu den deren Preise sprechen gleichermaßen für dieses scheint zu jener Kategorie zu gehören, die trotz men! Leni Riefenstahl hat bis ietzt immer in Ber?- grossen Ereignissen während der Wintersaison und Produkt der Parfa A.-G. in Zürich. 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N°104 - 1933 AUTOMOBIL-PEVUC 11 Kostspielige Gelegenheitsfahrten. (Aas dem Bundesgericht.) Nach dem Besuche einer Generalversammlung in Lenzburg wurde am 20. April 1929 der Handelsredaktor der «Neuen Zürcher Zeitung», Dr. A. Schütz, von einem Zürcher Kaufmann eingeladen, die Rückreise nach Zürich in seinem Auto mitzumachen. Bei dieser Rückfahrt, an der noch zwei andere Passagiere teilnahmen, wurde in Brestenberg ein längerer Zwischenhalt gemacht. Auf der Weiterreise fuhr der Wagen über das Strassenbord hinaus und überschlug sich. Während die anderen Insassen mit Verletzungen davon kamen, wurde Dr. Schütz getötet. Die Witwe und die beiden minderjährigen Knaben des Verunglückten belangten den Automobilisten auf 200 000 Fr. Schadenersatz und Genugtuung. Beide kantonalen Instanzen bejahten die Schadenersatzpflicht des Beklagten; das Zürcher Obergericht sprach der Witwe eine lebenslängliche Monatsrente von 360 Fr., 3000 Fr. Genugtuungssumme und den Ersatz der Bestattungskosten zu, den beiden Knaben eine bis zum zurückgelegten 20. Altersjahr zu zahlende Rente von monatlich je 225 Fr. und je 1000 Fr. Genugtuungssumme. In seinem Urteil vom 13. Dezember hat das Bundesgericht die Schadenersatzpflicht des Automobilisten gleichfalls bejaht. Der Unfall ereignete sich auf einer Strasse von 5M m Breite, welche bei der Kurve nach links geneigt war und wegen des frischen Kiesbelages die Adhäsion der Wagenräder verringerte. Diese Mängel der Strasse waren für den Fahrer erkennbar, ganz abgesehen von seiner Ortskenntnis; obschon diese Umstände zur Vorsicht mahnten, hat er eine Geschwindigkeit von etwa 60 km eingehalten, was unter den obwaltenden Umständen eine grobe Fahrlässigkeit bedeutete. Kann so über die grundsätzliche Schadenersatzpflicht des Automobilisten kein Zweifel bestehen, so hat der Richter nach Art. 43 des Obligationenrechtes bei der Festsetzung des Schadenersatzes auch die übrigen Umstände zu berücksichtigen und diese sprechen zum Teil zugunsten des Beklagten. Ist auch nicht nachgewiesen, dass der Fahrer angetrunken war, so hat doch der Verunglückte bewusster Weise ein gewisses Risiko übernommen, als er der Einladung zum Mitfahren Folge leistete; die kantonale Instanz hat aus diesem Grunde die Schadenersatzpflicht des Beklagten um 10 Prozent herabgesetzt, aber damit das übernommene Risiko noch nicht genügend berücksichtigt. Für eine Herabsetzung der Ersatzpflicht sprechen auch die finanziellen Verhältnisse der Prozessparteien: eine gewisse Ermässigung des Schadenersatzes ist für die Klägerschaft erträglicher als die Leistung des vollen Schadenersatzes für den Beklagten, da dieser grosse Familienlasten trägt und sein leidender Zustand eine gewisse Uhstabilität seiner Erwerbsverhältnisse bedingt. Aus diesen Erwägungen wurde die der Witwe auszurichtende Monatsrente auf 300 Franken, die Monatsrente der beiden Kinder auf je Fr. 187.50 ermässigt. Hinsichtlich der Genugtuungszahlungen wurde das obergerichtliche Urteil bestätigt. Wp. Zur Auslegung der Vollziehungsverordnung. Wie in letzter Nummer bekanntgegeben, geht die Auffassung des eidsr. Justiz- und Polizeidepartementes in Bezug des genügenden Gleitschutzes dahin, dass dieser nur dann vorhanden sei, wenn das Reifenprofil auf der Lauffläche noch deutlich erkennbar sei. Da diese Interpretation einerseits bei den Kontrollen zu Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen führen muss und anderseits die Pneus nur in ungenügendem Masse ausgenützt werden könnten, sahen sich die Vertreter der Kor" , -„ veranlasst, dieserhalb beim Departement vorstellig zu werden. In einer gemeinsamen Sitzung, welche gestern Montag stattfand, wurde durch die Vertreter der Verbände der Standpunkt der Automobilisten dargelegt, ß T. C. S. Autosektion Aargau Protokollauszug über die Vorsfandssltzung vom 12. Dezember. Nach Verlesen des Protokolls, das genehmigt wird, werden folgende Traktanden behandelt: 1. Die Jahresfeier der Sektion Aargau wird auf Samstag, den 20. Januar 1934, in den Saalbau nach Aarau festgelegt. 2. Jedes Mitglied der Sektion Aargau wird pro 1934 vom Sekretariat unentgeltlich Reiserouten ausarbeiten lassen können. Ueber 1000 Reiserouten Hegen bereits ausgearbeitet vor. Bedingung: Sektionsmitglied. 3. Der Verkehrsfilm, der sowohl Fussgänger, Radfahrer, wie Automobilisten über die Verkehrsdisziplin auf den Strassen orientiert, wird erst nach der Jahresfeier abgewickelt werden. 4. Als Clublokal für die Sektion Aargau wird das neuerbaute Restaurant zum Sahnen bezeichnet. Jedes Mitglied der Sektion Aargan wird sich dort an einem besonders bezeichneten Tisch mit Kameraden über Autofragen aussprechen können. 5. Pro 1934 wird an alle Automobilisten eine ber sondere Werbeschrift mit Nennung der Vorteile der Mitgliedschaft verschickt. r. Winter-Delegiertenversammlung des A.C.S. in Bern An dieser Versammlung, welche In würdigem Rahmen in kurzer Zeit eine Reihe wichtiger administrativer Geschäfte erledigte, konnte der Zentralprä-, sideni Dr. Mende 112 Delegierte begrüssen, welche 25 Sektionen vertraten. Er gab einleitend seiner Befriedigung über die Mitgliederbewegung im abgelaufenen Jahre Ausdruck, die durch eine Sektionsneugründung und vermehrte Werbeaktionen in den Sektionen eine sehr beachtliche Zunahme brachte. Im weiteren stellte er mit Genugtuung ein lebhaftes . Interesse der Gruppen an den Geschäften des Zentral-Clubs fest, und eine Arbeitsfreudigkeit, die es der Clubleitung fast schwer macht, alle Angebote für Mitwirkung in den leitenden Instanzen und Kommissionen zu befriedigen. Ein weiterer Schritt in der eingeleiteten Neuorganisation des Clubs wird die nunmehr endgültig am 1. Mai 1934 stattfindende Uebersiedlung der Zentralverwaltung nach Bern darstellen. Dann wird auch in absehbarer Zeit der Entwurf für die neuen Zentralstatuten vorliegen, der manchen Wünschen aus den Sektionen in vermehrtem Masse Rechnung trägt Mit Rücksicht auf diese Umgestaltung bringt die Sektion Wäadt einen Antrag ein, es möchten dieses Mal nicht die ordentlichen statutengomässen Neuwahlen für eine Amtsdauer von zwei Jahren stattfinden, sondern es sei einfach eine Verlängerung der Jetzigen Amtsperiode um ein Jahr vorzunehmen. Auf diese Weise ist es dann unmittelbar mit Inkraftsetzen der revidierten Statuten möglich, die .verschiedenen zentralen Instanzen und Kommissionen nach den neuen Gesichtspunkten zu berufen. ^ Dieser Antrag, der weitere Unterstützung findet, wird angenommen, nachdem vom Zentralpräsidenten noch die Zusicherung gegeben wird, dass der Statutenentwurf bis zur Frühjahrsversammlung vorliegen werde. Damit verbleiben Zentralpräsident, Zentralkomitee, die Kontrollorgane, die ständigen Zentralkommissionen wie auch die Delegationen in bisheriger Zusammensetzung weiterhin in Funktion, soweit nicht Demissionen vorliegen. Stillschweigend werden gemäss den vorliegenden Anträgen dadurch auch zwei in der Nationalen Sportkommission entstandenen Vakanzen ausgefüllt, wobei die Herren W. E. Huber, Bern, und A. Geneux, Genf, in die oberste sportliche Behörde vorrücken. Beide haben durch die Organisation und Leitung grosser sportlicher Veranstaltungen ihre Fähigkeiten und Eignung zur Mitarbeit in diesem wichtigen Gremium mit Erfolg erwiesen. Das Budget 1934 ist trotz erheblicher und erhöhter Anforderungen an die Zentralkasse sorgfältig ausbalanciert. Die durch die Neugestaltung des offiziellen Cluborgans bedingte beträchtliche Mehrbelastung der Clubfinanzen kann durch den von den Sektionen einmütig bewilligten Mehrbeitrag an die Zentrale grösstenteils ausgeglichen werden. Gleich wie sich bei Mutter Helvetia alle Kantone regelmässig mit Subventionsgesuchen aller Art anmelden, so gingen auch hier aus Sektionskreisen Anträge um Gewährung von besonderen Beiträgen ein, die im Budget nicht vorgesehen waren. So wünscht die Sektion Les Rangiers eine Unterstützung zur Finanzierung ihres touristischen Grenzbureaus bei Boncourt. Demgegenüber erheben sich prinzipielle Bedenken. Um aber die Sektion andererseits in ihren touristischen Anstrengungen nicht zut entmutigen, fällt der-Präsident den salo»- monischen Entscheid, Sass ihr nicht unter dein titel «Touristik», sondern aus dem Fonds für Unvorhergesehenes der. gewünschte Beitrag zu bewilligen sei, was allgemeine Zustimmung findet. Da ? rat finanziellen Sicherstellung des internationalen* Klausen-Rennens ein Fonds besteht, der von der Zontralverwaltung aus jeweilen mit ansehnlichen Beiträgen gespeist wird, melden sich auch die Berner mit dem Hinweis auf die grossen finanziellen Anforderungen, welche der Grosse Preis an die Organisatoren stellen wird. Sie sind jedoch bereit, ihr Gesuch bis zum Frühjahr zurückzustellen, in der Meinung, dass bis dahin über die Mittel, welche für die Durchführung dieses Rennens notwendig sind, genaue Unterlagen vorliegen. Nicht im Zusammenhang mit dem Budget, aber doch dia Finanzen des Clubs tangierend, wurde von den Freiburger Delegierten der Antrag eingebracht, es möchte für das eidg. Schützenfest eine Ehrengabe gestiftet werden. Mit dem Hinweis auf die eigentlichen Aufgaben des Clubs, die statutarisch festgelegt sind, und die Konsequenzen, 'welche daraus entstehen können, wenn vollständig anders gerichtete Sportzweige offiziell vom A. C. S. unterstützt werden, wurde von verschiedener Seite Ablehnung empfohlen. Die Versammlung sch'loss sich dieser prinzipiellen Entscheidung an. die dann allerdings in dem Sinne ein freundeidgenössisches Korrektiv erfuhr, als eine beim Bankett durchgeführte Tellersammlung den schönen Betrag von Fr. 500.— er- ?ab, welcher durch die Vermittlung der Sektion Freiburg den Schützen zur Verfügung gestellt werden wird. Die Budgetvorlage wird in der vorliegenden Form unter bester Verdankung an den Kassier genehmigt und auch der erhöhte Zentralbeitrag diskussionslos bewilligt. Ebenso gab die Neuregelung in Bezug auf das Cluborgan keine Veranlassung zu irgendwelcher Rückfrage, und wird dasselbe ab Neujahr in neuem Gewände zweimal monatlich erscheinen. Der Antrag der Sektion Zürich auf Einführung einer eigenen Tripfykversicherung findet eine rasche Erledigung. Nach ausführlicher Vorboratung der Angelegenheit mit der Zentralverwaltung ist die Sektion auf ihren Antrag zurückgekommen, nachdem vom Direktionskomitee aus die Zusicherung abgegeben werden konnte, dass eine allen Teilen entsprechende Neuordnung der Versicherungsfrage in den nächsten Jahren zu erwarten sei und dies ohne besonderes finanzielles Risiko des Clubs. Die Frühjahrsdelegierfenversammlung 1934 wird in Lausanne abgehalten. Nachdem sich während der geschäftlichen Sitzung keine Sektion darum beworben hatte, gab die Sektion Waadt am Bankett ihre Einladung bekannt. Nationalrat Dr. Stadler konnte im Auftrage des C. C. eine sehr interessante Mitteilung machen. Es wurde nämlich im Prinzip die Durchführung einer schweizerischen Verkehrswoche beschlossen, welche in den Dienst der Verkehrsaufklärung und -erziehunsr aller Strassenbenützer gestellt werden soll. Die Verkehrswoche, welche vom 1. bis 7. Juli' 1934 auf kantonaler Basis und unter Mitwirkung der am Verkehr interessierten Organe stattfinden soll, wird noch durch ein besonderes Komitee gründlich vorbereitet werden. Der vom A. C. S. vorgesehene Verkehrsdienst, eine durch die Mitglieder zu handhabende Kontrolle des Strassenverkehrs, steht seit längerer Zeit zur Diskussion. Die Sektionen hatten Gelegenheit, zu einem Entwurf der Verkehrskommission Stellung zu nehmen Es wurden dabei recht interessante Anregungen und Vorschläge eingereicht, welche eine Neufassung des Projektes als J zweekmässig erscheinen Hessen, zu welcher sich die einzelnen Clubs ebenfalls noch äussern können. Nachdem Herr Oberst Marbach noch im Namen der Berner Gastgeber die Delegierten herzlich willkommen geheissen und an diese einen warmen Appell zur Mithilfe am Zustandekommen des Grossen Preises gerichtet hatte, konnte der Vorsitzende den geschäftlichen. T«ü mit dem verdienten Dank an die Versammlung schliessen. Das Bankett. Nach fcurzer Pause und stärkendem Aperitif setzte man sich im prächtigen Saale des Bellevue zu Tisch. An offiziellen Gästen waren die Herren -Minister Stucki, Stadtpräsident Lindt, Finanzdirektor Raaflaub und Dr. Schorrer, als Vertreter der kanl, Baudirektion, anwesend. Dr. Rothmund (Justiz- und Polizeidepartement) hatte sich entschul digt. • In vielbeachteten Ausführungen, denen programmatische Bedeutung zukam, eröffnete Dr. Mende den Reigen der Ansprachen, indem er neuerdings die Bereitwilligkeit des Clubs, an allen aktuellen Verkehrsproblemen mitzuarbeiten, betonte, dabei aber sehr richtig auch die Forderung erhob, dass der Fussgänger unbedingt mit in Rechnung gezogen werde. Immer wieder setzen Passanten sich und Fahrzeugführer vermehrten Verkehrsgefahren aus, weil ihr Verhalten den Notwendigkeiten des heutigen Strassenbetriebes nicht angepasst ist und davon zeugt, dass sie sich der Gefährlichkeit ihres Tuns gar nicht bewusst sind. Auf wirtschaftliche Fragen eingehend, führte der Zentralpräsident aus, dass die Frage des Benzinzolles, der Kontingentierungs- und Preisraassnahmen immer noch gleich einem Damoklesschwert über den Automobilisten drohe. Es werde zur Abklärung der verschiedenen Angelegenheiten intensiv gearbeitet, allerdings ohne, dass davon viel in die Oeffentlichkeit getragen werde. Es scheint, dass die Kontingentierungsmassnahmen die weitere freie Entwicklung des Autoverkehrs doch zu beeinträchtigen drohen, doch wollen wir uns gerne durch die Vertreter des Staates eines anderen belehren lassen. (Ein zarter Wink, den Minister Stucki nachher in glänzender Replik beantwortete.) In Bezug auf den Tourismus wird immer wieder versucht, Behörden und Oeffentlichkoit aus ihrem Schlaf auf veralteten Lorbeeren aufzurütteln, um sie auf die gewaltigen Anstrengungen aufmerksam zu machen, welche das Ausland in Bezug auf den Ausbau seiner Talund Gebirgsstrassen unternimmt. Mit der Gewissheit allein, dass unser Land auf kleiner Fläche hundertfache landschaftliche Reize zu bieten vermag, ist es nicht mehr getan. Die Alpenstrassen- Initiative der Verkehrsliga ist daher sehr zu begrüssen und zu unterstützen. Sie soll zu einer machtvollen Kundgebung werden. In sportlicher Hinsicht bringt das nächste Jahr zwei Veranstaltungen von grösstem internationalem Ausmass: den Klausen und den Grossen Preis in Bern. Endlich \Yird auch des allerdings nur kurzlebigen Weltrekordes von H, Ruesch, Zürich, gedacht, und diese erstmals von einem Schweizer erzielte Weltbestleistung (wenn von der aus unbekannten Gründen aus 1 der Liste der internationalen Rekorde gestrichenen Bestleistung des .Fahrer Düfaux aus Versbix abgesehen wird) durch die Ueberreichung eines silbernen Plateau gebührend geehrt. Minister Stuck! stellte sich eingangs seiner formvollendeten Darlegungen als Clubkollege und sehr aktiver Automobilist vor, der als Konsument gleich gerichtete'"' Interessen hat wie alle Anwesenden. Das Volkswirtschaftsdepartement hat von seinem Standpunkt aus gesehen keinerlei Interesse an einer weiteren Belastung des Benzins, da vor allem ja keine einheimische Industrie zu schützen ist. Dagegen kann er natürlich keine verbindliche Erklärung für die ganze Landesbehörde abgeben, da der Finanzminister von anderen Erwägungen ausgeht und seine fiskalischen Forderungen im Bundesrat anzubringen berechtigt ist. Immerhin wird das Gesamtkollegium zu beschliessen haben, und die Automobilisten können auf alle Fälle im Volkswirtschaftsdepartement einen Bundesgenossen erblicken. Auch an der Einfuhrregelung der Fahrzeuge, des Zubehörs, an der Kontingentierung der Pneus, von Benzin etc. ist der Sprechende als Konsument interessiert. Es gilt aber gleichzeitig, den Standpunkt als Staatsbürger wahrzunehmen, denn schliesslich ist der Staat nichts anderes als das Kollektiv aller Einzelbürger. Von dieser Warte aus gesehen, ist es unsere Pflicht, der Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln entgegenzusteuern und im Konkurrenzkampf auf dem internationalen Markte unsere wenigen Trümpfe in den Händen zu behalten, um sie im rechten Augenblick ausspielen zu können. Wenn die Einfuhr geregelt wurde, so deshalb, weil einzig auf diese Weise die Arbeitslosigkeit gemildert und der Schweizer Franken gestützt werden kann. Natürlich wird durch diese staatliche Intervention die Bewegungsfreiheit des einzelnen beschränkt. Aber damit soll keineswegs der Verbrauch als solcher und der Konsument in seinen Interessen als Zahler beeinträchtigt werden. Der Import wird nur in dem Sinne geregelt, dass wir diejenigen Länder bevorzugen, welche zu unseren Abnehmern zählen und damit unserer Exportindustrie die Weiterexistenz ermöglichen. Das gilt auch auf dem Pneumarkt. Der einheimische Pneu hat sich nach gründlicher Prüfung als gut erwiesen. Die Einfuhr wird nur insoweit beschränkt, als es notwendig ist, den einheimischen Arbeitern eine Erwerbsmöglichkeit zu gewährleisten. Darüber hinaus ist der Pneuimport frei, immerhin mit der selbstverständlichen Korrektur, dass unsere Kundenländer den Vorzug erhalten. Es gilt aber nicht nur den Verkehr mit Waren und Devisen zusammenzufassen* um die Gesamtheit des Warenaustausches in den Dienst der Gegenseitigkeit zu stellen, sondern auch der Verkehr mit Menschen, d. h. der Tourismus muss in die nationale Handelsbilanz eingestellt werden: Die Arbeitslosigkeit und die sonstige Krise im Hotelgewerbe muss überwunden werden. Also auch hier hat das Volkswirtschaftsdepartement gleichgerichtete Interessen. Minister Stucki kann deshalb aus voller Ueberzeugung auf die weitere fruchtbare Zusammenarbeit zwischen A. C. S. und Staat anstossen. In diesem Sinne äusserte sich auch noch Stadtpräsident Lindt, der das bisherige gute Einvernehmen und die enge Fühlungnahme in allen Verkehrsfragen sehr begrüsste. Die Verbände haben eine verantwortungsvolle und dankbare Aufgabe, um dem neuen Gesetz zu voller Achtung zu verhelfen. Auf diese Weise wird auch verhütet, dass aus Äerger Einschränkungen verlangt werden, die unbedingt das Kind mit dem Bade ausschütten müssten. Dazu Jehört auch der bereits verlautbarte Wünsch nach zahlenmäßiger Beschränkung der Fahrgeschwindigkeiten. Im übrigen haben Kantons- und Stadtbehörden die Initiative zur Durchführung des Grossen Preises in Bern freudig begrüsst und werden das Unternehmen nach Kräften unterstützen. Auch sein Toast gilt den weiteren guten Beziehungen. So klang die Tagung in einem erfreulichen und beachtenswerten Bekenntnis des gegenseitigen guten Einvernehmens und guten Willens zwischen Behörden und Club aus. Alle waren sich der Tatsache bewusst, dass jede Instanz an ihrer Stelle schliesslich auf das gleiche Ziel hinarbeitet, wenn auch die Mittel und der Einsatz der Kräfte naturgemäss ein verschiedener sein muss. In eigener Sache sei schlussendlich noch beigefügt, dass die zu Beginn der Verhandlungen an die Adresse eines Sportblattes gerichtete Kritik wegen begangener Indiskretionen nicht die Automobil- Revue betrifft, deren Berichterstattung im Einvernehmen mit der Zentralverwaltung erfolgte. B. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN. Monatsversammlung vom 7. Dezember 1933 im Restaurant Bergmann. Ein schöner Abschluss war der letzten zahlreich besuchten Monatsversammlung dieses Jahres beschieden. Der Präsident erledigte innert kürzester Zeit die zahlreichen Traktanden. Als Mutation lag eine Aktiv-Anmeldung vor (Hugo Lutz), welche einstimmig genehmigt wurde. Die Generalversammlung wurde auf Samstag den 13. Januar 1934 mit Menü angesetzt. Die mit Beiträgen im Rückstand sich befindenden Mitglieder werden dringend ersucht, die Nachnahmen einzulösen, damit der Kassier an der Generalversammlung eine glatte Abrechnung vorlegen kann. Als weiteres Traktandum musste die Festsetzung des Vereins- Abends erledigt werden, welcher auf Samstag den 3. Februar 1934 anberaumt wurde. Zur Erledigung der diesbezüglichen Vorarbeiten wurde eine Unterhaltungskommission gewählt, welche sich alle Mühe geben wird, den Abend mit einem guten Programm zu schmücken. Anschliessend an die Monatsversammlung folgte der Vortrag von unserem Passivmitglied Herr Scheibenstock über: Serum, bakteriologische Untersuchung und Alkohol im Blut. Dieser Vortrag bildete den eigentlichen Schluss des Samariterkurses, welcher diesen Herbst im Verein durchgeführt wurde. Für diesen sehr lehrreichen und wissenswerten Vortrag fand unser Referent aufmerksame Zuhörer. Der Präsident verdankt dem Referenten seine Mühe und Arbeit. Nach der Versammlung blieb man noch bei einem gemütlichen Hock beisammen. H. St. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Stammtischabend vom 7. Dezember Im «Zeughauskeller». Die längst versprochene und sehnlichst erwartete Ueberraschung durch das Jodler Doppelquartett « St. Jakob » hatte am 7. Dezember ihre Verwirklichung erfahren. Eine fröhliche und recht zahlreiche Gesellschaft harrte schon um 20 Uhr der Dinge die da kommen sollten. Alles schien gut gelaunt zu sein, Verlockend standen 2 Bierfäßschen im Kreise des Stammes, dje aber,!:;fif-fenbffir