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E_1933_Zeitung_Nr.104

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Luftfahrt

Luftfahrt Südpolforschung durch Flugzeug. Das Motorschiff c Wyatt Earp» ist von Dunedin auf Neu-Seeland aus zu einer Fahrt über den südlichen Stillen Ozean zur Walfisahbay in See gegangen. An Bord befinden sich die Teilnehmer an der Expedition der Polarforscher Lincoln Ellsworth und Bernt Baichen. In den Kreisen der Wissenschaftler wird diese Expedition < das grösste Abenteuer in der Südpolerforschung > genannt. Schon dreimal haben die beiden Piloten Ellsworth und Baichen mit grossem wissenschaftlichen Erfolg das Gebiet um den Nordpol überflogen. Jetzt haben sie sich die Antarktis für ihre Forschungsarbeit ausersehen. Und zwar wollen sie mit ihrem Motorschiff die Walfischbay im Norden des riesigen Gebietes um den Südpol erreichen und dort ein grosses Lager aufschlagen. Dort sollen dann alle Vorbereitungen für einen Non-Stop-FIug über das Festland getroffen werden. Der Flug, der noch viele Monate sorgfältiger Vorbereitungen erfordert, wird nach der Vorausberechnung nicht länger als 20 Stunden dauern. Er führt über die weite unbekannte Strecke zwischen der Weddel-See und der Ross-See, über etwa 4500 km. Es soll durch ihn erforscht werden, ob das Gebiet um den Südpol ein zusammenhängender Kontinent ist, ob es aus zwei Kontinenten besteht, die durch den grossen Einschnitt durch die Ross-See und die Weddell-See voneinander getrennt werden und wie diese Trennung verläuft, oder ob das Gebiet durch viele einzelne Inseln gebildet wird, zwischen denen sich das ewige Eis gestaut hat. Es ist das eine ausserordentlich wichtige Frage; denn sohliesslich handelt es sich um ein Land, das nahe 2 Millionen Quadratkilometer grösser ist als Europa. Baichen wird auf diesem Flug neben seinem Amt als Flugzeugführer die Bedienung der Funkstation übernehmen, während Ellsworth als Navigator und Photograph arbeitet. Die Flugroute ist genau festgelegt und errechnet, jedoch werden sich die beiden Flieger keineswegs an diese Route halten, wenn sie durch einen plötzlichen Sturm oder einen sonstigen Zwischenfall überrascht werden sollten. Da sie keinen Rekordflug vorhaben, werden sie auch nicht über den Süd- pn" -7H fHep-nn versuchen. Die Flughöh« soll etwa 3000 ra betraren- Von dieser Höhe aus hoffen die beiden Forscher einen Ausblick über 150 km nach jeder Seite zu haben. Aber auf diesen Ausblick kommt es ihnen weniger an, als auf die Möglichkeit, die verschiedenen photographischen Apparate in Stellung zu bringen. Während des Fluges sollen fortgesetzt Aufnahmen gemacht werden: denn nur durch sie bekommt der Flug wirklich wissenschaftlichen Wert. Zu diesem Zweck sind zwei grosse Zeissapparate am Rumpf angebracht, die sowohl Schrägaufnahmen als auch waagrechte Aufnahmen zulassen. Neben diesen beiden Hauptapparaten ist aber noch ein dritter angebracht, der, durch einen Elektromotor betrieben, alle 6 Sekunden ein neues Bild belichtet, und der ebenfalls während der ganzen Fahrt in Betrieb sein soll. Zwei Telegraphenapparate vervollständigen die Ausrüstung. Einer ist fest in den Rumpf eingebaut und bezieht seine Stromkraft aus einer vom Motor betriebenen Dynamomaschine, der andere ist transportabel und kann mit der Hand betrieben werden. Er soll die Verbindung mit der Funkstelle der Expeditionsbasis in der Walfischbay herstellen, wenn das Flugzeug etwa im Eise zu landen gezwungen sein sollte. Für diesen Fall ist auch die Farbe der Flügel und des Rumpfes knallrot gehalten: denn erfahrungsgemäss hebt sich diese Farbe am deutlichsten vom Eise ab, so dass den Suchexpeditionen die Auffindung erheblich erleichtert wird. Das Flugzeug kann auf Skiern wie auf Rädern landen und hat einen Flugradius von über 10,000 km. Seine Fluggeschwindigkeit liegt über 300 km in der Stunde. Ehe der Flug stattfinden kann, muss aber die « Wyatt Earp » die Walfischbay erreicht haben, und das ist keine kleine Aufgabe. Viele tausend Kilometer liegen noch vor dem kleinen Motorschiff, das sich seinen Weg mitunter durch Eissprengungen wird freimachen müssen. + Swissalr bestellt neue Schnellflugzeuge. Die Swissair beabsichtigt ihren Expressdienst im nächsten Jahr auf mehrere neue Strecken auszudehnen und zu diesem Zweck ihren Park ausser durch die bereits gekauften Clarkflugzeuge noch durch solche der Typen Douglas DC-1 und Lockheed Electra zu ergänzen. Zur Anschaffung der neuen amerikanischen Expressflugzeuge, die zu den modernsten Konstruktionen der Gegenwart ÄÜTÖMOBTC-PEVtrB 1933 - N° 104 Das amerikanische Douglas-SchnellverkehTsflugzeur Type DC-1, dessen Anschaffung von der Swissair für das nächste Jahr Yorgesehen ißt Jeder der beiden 700-PS-Wright-Cyclone-Motoren vermag die Maschine beim Aussetzen des anderen voll flugfähig zu erhalten. Die Propeller sind verstellbar, die Räder einziehbar. Leergewicht 5157 kg, 12—18 Passagiere, Nutzlast 1542 kg, Maximaljeschwindigkeit 331 km/St, Reisegeschwindigkeit 300 km/3t., Landegeschwindigkeit 95 km/St. zählen, soll ein Betrag von rund einer Million Franken vorgesehen sein. Die oben abgebildete Douglas-Schnellverkehrsmaschine haben wir bereits mehrmals beschrieben. Die Hauptdaten der Type Lockheed Electra gehen aus folgenden hervor : Der zwölfsitzige, mit zwei Motoren von zusammen 840 PS ausgerüstete Tiefdecker entwickelt eine Reisegeschwindigkeit von 290 km/St. Man hat bei dieser Maschine weniger Wert darauf gelegt, die Höchstgeschwindigkeit so hoch wie möglich zu treiben, sondern betont in jeder Einzelheit vollkommen zweckmässige und bequeme Ausstattung. So ist z. B. der Fluggastraum automatisch gelüftet und beheizt, und es ist in dem bootförmig nach vorn gezogenen Rumpf sowie in den Flügeln ein bedeutender Raum für Gepäck vorhanden. Das Einziehen des Fahrgestells erfolgt auf elektrischem Wege, und zwar werden die Räder nach hinten eingeschwenkt und sind in eingezogenem Zustande vollständig verkleidet. Mit derselben Sorgfalt ist man bei der Verkleidung des gesamten Rumpfes, der Flügel usw. vorgegangen. Die beiderseits des Rumpfes in den Flügeln angeordneten Motoren sind mit den neuesten Mitteln und unter Verwendung der besten schalldämpfenden Materialien gegemacht- Oummiaufhänsnineen verhindern die Uebertragung von Schwingungen auf den Rumpf. An den Flügeln sind Landeklappen vorgesehen, um Start und Landung zu erleichtern. Im Führerstand sind nicht nur sämtliche Instrumente für Blindflug vorhanden, sondern es ist auch eine ausreichende Radioanlage eingebaut. Das in Bezug auf Windschnittigkeit ausserordentlich sorgfältig durchgearbeitete Flugzeug hat in der amerikanischen Oeffentlichkeit grosse Beachtung gefunden. Hu;£nc»4HZ@n 2000 neue Hilfslandeplätze in U. S. A. Der Direktor der Zivilluftfahrt im Handels-Departement der Vereinigten Staaten beabsichtigt die Errichtung von 2000 Hilfslandeplätzen. Von den für öffentliche Arbeiten bestimmten Krediten sind 10 Millionen Dollar für diese Zwecke reserviert worden. 80% der Ausgaben werden für Arbeitslöhne verwendet, und es sollen 50 000 Arbeitslose beschäftigt werden können. Die bereitgestellten Mittel werden nicht für den Ankauf, sondern für den Ausbau der von Gemeinden zur Verfügung gestellten Gelände verwendet. Die Kosten werden unabhängig von der Bevölkerungsdichte gleichmässig auf die Staaten verteilt. Mit der Erhöhung der Zahl der Flugplätze wird hauptsächlich der Zweck verfolgt, das Luftstrassennetz über das ganze Land auszudehnen, die Entwicklung der Privatfliegerei zu fördern und die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen, itav. Es besteht eine Schweizer-Kerze, die die gleichen Leistungen ergibt wie die beste ausländische Kerze. Verlangen Sie überall F o r d e r n Sie die I n d u s t r i e des Landes. General-Vertreter: SIMPEX A.-G., GENF, Rue Merle d'Aubiqne 5. Telephon 49.094. — Filiale: SIMPEX A.-Q., Langenthai. 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N&104 - 1933 Erhöhung ies Rohölzolles. vorauszuschicken, dass eine Zollerhöhung auf Oele im allgemeinen, wie sie von gewisser Seite vorgeschlagen wurde, nicht beabsichtigt ist, ebenso nicht für landwirtschaftliche Traktoren. Eine weitere Ausnahme soll auch in bezug auf Motoren für Eisenbahnfahrzeuge und Schiffe bestehen bleiben. Was dagegen die Strassenfahrzeuge anbetrifft, kann die grundsätzliche Frage aufgeworfen werden, ob für diesen ausschliesslichen Zweck Rohöl nicht gleich behandelt werden sollte wie Benzin als Betriebsstoff. Ursprünglich bestand diese Absicht. Sie ist aber durch die Konferenz vom Dezember 1929 als verfrüht bezeichnet worde I, da der Dieselmotor dazumal erst im Entwicklungsstadium angelangt war. Heute stehen wir, nach den Ausführungen des Vertreters der Oberzolldirektion, insofern vor einer veränderten Situation, als sich in der Schweiz nunmehr 460 Dieselfahrzeuge im Betrieb befinden, die auf der einen Seite das Erträgnis des Benzinzolles herabmindern und auf der andern Seite die Strassen in genau gleicher Weise abnützen wie die Benzinfahrzeuge. Der Bund braucht Geld und kann daher diesem Ausfall nicht gleichgültig gegenüberstehen. Das Zolldepartement hat lange Verständnis für die neue technische Erfindung gezeigt, und es sollten vorerst der Landesindustrie keine künstlichen Hemmungen auferlegt werden, damit eine natürliche Entwicklung möglich war. Es musste darauf Rücksicht genommen werden, dass die Motoren ihre Abnehmer finden und so die Neuerung durch praktische Erfahrungen ergänzt werde. Ausdrücklich verwahrt sich das Zolldepartement gegen eine allfällige Behauptung, hinter der geplanten Zollmassnahme steckten Bahnschutzinteressen. Sie ersucht die Frage aüsschliesslich nur vom firianzpolitischen Standpunkte aus zu beurteilen, wobei zu berücksichtigen bleibt, dass sie die Krisenverhältnisse lange zur Zurückhaltung veraru lasst haben, woraus sich die bisherige Nichteinfiihrung einer Zollerhöhung begründet Wie zu erwarten, setzte von allen Seiten sofort eine entschiedene Opposition gegen die Absichten der Zolldirektion ein, die zum mindesten die Massnahme im gegenwärtigen Moment als untragbar und verfrüht bezeichnete. Die Importeure vermögen nicht einzusehen, warum es immer die Motortriebstoffe sein sollen, die man mit ausserordentlichen Zöllen bedenkt. Diese Betriebsstoffe können heute nicht mehr, wie man früher gelegentlich zu hören bekam, als Luxusartikel betrachtet werden. Sie sind als allgemeinen Bedarfsartikel zu bewerten und demzufolge gemäss Zollgesetz nur mit einem geringen Zoll zu belegen. Es gibt noch zahlriche andere Waren, welche viel eher in den Bereich der Luxusartikel hinübefreichen, wo ein Zollzuschlag besser tratbar wäre. Die Industrie machte geltend, dass der Bau von Diesplmotoren noch so neu ist, dass er immer noch mit kostspieligen Abänderungen und Verbesserungen zu rechnen hat. Zubern leidet heute nicht nur der Export an einer offensichtlichen Absatzstockung, sondern ebenso der Inlandmarkt, wofür nicht nur die Krise im Warentransport verantwortlich gemacht werden kann, sondern ebenso die •unsichere Lage wegen dem kommenden Gesetz über eine Transportteilung mit den Bahnen. Ist demzufolge der Umsatz in schweren Lastwagen stark zurückgegangen, so muss heute eine Anwendungsmöglichkeit des Dieselmotors auf leichten Lastwagen gesucht werden. Diese Umstellung stellt die Industrie vor eine ähnliche Sachlage wie 1929 anlässlich der ersten Rohöl-Zollkonferenz. Neue Versuche müssen gemacht und neue Gelder in dieselben investiert werden. Damit verträgt sich somit keine Verteuerung der Betriebsstoffe. Ausserdem sind erst noch die Verkaufsmöglichkeiten bei diesen leichten Wagenkategorien durch die ausländische Industrie viel eher bedroht als bei den Schwerlastwagen. Man kann wohl an einen Kompensationsverkehr denken. Darin steckt aber eine derart unnatürliche Wirtschaftspolitik, dass sie kaum auf die Dauer aufrechterhalten werden kann. Ausserdem zeigt sich bei allen derartigen Kompensationsabkommen ein sehr unnatürlicher Ausgleich zwischen den Mengen, die das betreffende Land nach der Schweiz importieren darf, gegenüber der Menge, die umgekehrt der Schweiz zum Export zugestanden wird. Die Vertreter der grossen Wirtschaftsverbände. Handels- und Industrieverein und Schweiz. Gewerbeverband, erblicken in einer Zollerhöhnng im gegenwärtigen Moment ebenfalls eine gefährliche Massnahme. Unsere Maschinenindustrie ist nun einmal auf den Export eingestellt. Fehlt dieser, so leiden darunter grosse wirtschaftliche Interessen, die nicht durch Steigerung des Inlandsabsatzes genügend kompensiert werden können. Aber nicht nur diese Exportindustrie sieht sich vor starken AhsatzstörunRen, sondern ebenso die eng damit verbundene einheimische Zubehörindustrie. Werden dazu erst noch die Transportkosten durch unbedachte Massnahmen gesteigert, so entsteht bei unseren an und für sich schon hohen Produktions- Die von der Oberzolldirektion auf den 14. Dezember nach Zürich einberufene Konferenz war von ca. 30 Delegierten aus den Gleichgewicht gestört wird und die Folgen nicht kosten ein derartiges Missverhältnis, dass das ausbleiben können. So wie die Zubehörindustrie davon betroffen wird, ist das gleiche der Fall für Kreisen der Importeure, der Automobilindustrie, der Konsumenten und der grossen zahlreiche. Gewerbebetriebe, die sowohl an der Lieferung von Ausstattungsmaterialien für den Auto- Wirtschaftsverbände beschickt. Sie hatte zu der Frage Stellung zu nehmen, ob nicht nach mobilhandel mitinteressiert sind, als auch durch den Umsatz ihrer Erzeugnisse an den Transportkosten überhaupt. Heute, wo allgemein der Ruf den heutigen Verhältnissen eine «leichte Anpassung des Rohölzolles» — um sich mit den nach Abbau der Transportspesen ertönt, ist daher Worten des Departementsvertreters auszudrücken — an den Benzinzoll angezeigt er- für ein wichtiges Betriebsmittel nicht angezeigt eine Verteuerung durch Erhöhung des Zollansatzes Auch diese Vertreter geben, der Befürchtung Ausdruck, dass sehr leicht eine Begünstigung der Ausscheint. Heute beträgt dieser Zollsatz, wenn das Oel für motorische Zwecke verwendet landskonkurrenz, eintreten könnte. Ausserdem ste- •wird, 3 Fr. per 100 kg, und für alle andern Zwecke nur 30 Rp. per 100 kg. Dabei ist hen wir neuerdings vor dem Faktum, dass nach den soeben gehörten Zusicherungen der Oberzolldirektion die Heraufsetzung des Zollansatzes Post und Militär nicht betreffen soll, sondern die ganze Last einzig und allein wiederum der Privatwirtschaft zugedacht ist. Der Vertreter der konzessionierten Automobilbetriebe kann sich trotz den gehörten Zusicherungen nicht des Eindruckes erwehren, dass hinter der geplanten Massnahme eben doch gewisse Bahninteressen verfochten werden. Dem Automobil sind heute gerade in bahnlosen Gegenden wichtige volkswirtschaftliche Aufgaben zugewiesen. Dabei darf nicht übersehen werden, dass der Automobilbetrieb unter allen Umständen auf höhere Transportkosten kommt als die Bahn, womit die vom Automobil bedienten Gegenden rechnen müssen. Jetzt will man durch eine unberechtigte Zollerhöhung die Verhältnisse für die Landwirtschaft weiterhin verschlechtern. Das kann sich aber diese Bevölkerung unter keinen-Umständen gefallen lassen. Es liegt auch die Vermutung nahe, dass der Bund Geld sucht, um die Sanierung der Bahnen durchfuhren zu können. Was liegt dabei näher als die Vermutung, dass ein Teil der Deckungskosten hiefür durch eine starke Belastung des unbequemen Gegners, des Automobils, gesucht wird. Suche man den Ausweg anderswo aber nicht immer nur bei den Strassentraktionsmitteln, die der allgemeinen Wirtschaft dienen und durch Abgaben an die Kantone durch Steuern und Gebühren aller Art und schliesslich auch durch den Benzinzoll heute bereits genug beansprucht und betroffen sind. Die Verkehrsinteressen müssen a 6erdem darauf gerichtet sein, gute und solide Schweizer Wagen beziehen zu können. Die Zollmasshahme lässt jedoch befürchten, dass dieses Privilegium zerstört wird. Ein Postulat des industriellen Heimatschutzes ist jedoch darauf gerichtet, dass Schweizer Wägen nicht nur gekauft, sondern mit geringeren Gebühren belastet werden sollen. Die Vertreter der Aspa wehren sich im Interesse der Konsumenten ebenfalls gegen jedwede Verteuerung der Betriebsmittel. Das neue Automobilgesetz hat* für viele Wagenbesitzer bereits bedeutende Unkosten und Mehrkosten durch die Anpassung an die technischen Vorschriften neben den erhöhten Haftpflichtprämien zur Folge gehabt. Das Gesetz über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer bringt neuerdings für viele Automobilbesitzer Erschwerungen ihrer Betriebsbedingungen, und das kommende Transportteilungsgesetz schafft nochmals für viele Unternehmer eine sehr .unsichere Sachlage. Es lässt sich daraus eher ein Rückgang der Wagenbestellungen voraussehen oder, dann eine Bevorzugung ausländischer Fabrikate Die Begründung einer Zollerhöhung in einer starke^ Strassenabnützung, womit man wohl einen Ausgleich für die Kantone befürworten will, ist nicht stichhaltig. Auf der einen Seite weisen die Dieselmotoren zumeist höhere Pferdestärken auf als Benzinmotoren, bezahlen demzufolge auch an die Kantone gemäss dem heutigen Besteuerungssystem höhere Automobilsteuern. Sodann ist die Frage berechtigt, ob aus dem Rohölzoll gleich wie beim Ben- /smzoll ein gewisser Anteil dieser Bundeseinnahme den Kantonen zufliessen soll, wie sie seinerzeit vom Parlament bei der Benzinzollerhöhung zu einer der Hauptbedingungen für die vorgeschlagene Zollsteigerung gemacht worden ist. Schliesslich erscheint auch die Weitere Frage berechtigt, was die Zollverwaltung unter den heutigen Verhältnissen unter einer « leichten Anpassung des Rohölzolles an den Benzinzoll > überhaupt versteht, um so mehr als bereits anlässlich der Konferenz von 1929 von Seiten der Oberzolldirektion darüber gewisse Zahlen namhaft gemacht worden sind. Die Traktorenbesitzer beklagen sich schon an und für sich über die hohe Belastung der Traktoren, die bei der verminderten Leistungsfähigkeit in einem krassen Missverhältnis zti dem weitaus leistungsfähigeren Motorlastwagen steht. Der Traktor ist bis jetzt hei der Gesetzgebung und den fiskalischen Massnahmen als Stiefkind behandelt worden und verträgt keine höhere Belastung mehr. Die Oberzolldirektion hätte es gerne gesehen, wenn man sich aus Konferenzkreisen darüber ausgesprochen hätte, welche Zollerhöhung noch als tragbar betrachtet wird, um dem Bundesrat einen diesbezüglichen Antrag, unterbreiten zu können. Sie selbst ist nicht in der Lage, sich über die zahlenmässige Belastung auszusprechen. Nach der allseitig ablehnenden Stellungnahme, die übrigens zu erwarten war, sieht sie sich genötigt, das weitere Vorgehen nunmehr dem Gutdünken des Zolldepartementes anheim'zustellen. Nach 3%stündiger Dauer konnte die negativ verlaufene Konferenz mit dem Hinweis geschlossen werden, dass sich zwar bis heute nur das Zolldepartement mit der Sache befasst habe. Ob die Angelegenheit auch vor AUTOMOBIL-REVUE den Bundesrat zur Behandlung gebracht werden soll, wird von dem weiteren Entscheid des Departementes abhängen. Soweit ez die Stellungnahme der konferenziell angehörten Kreise anbetrifft, wäre somit eine weitere Hinausschiebung einer Zollerhöhung für Rohöl allseitig empfohlen. Ob sich auch die Oberzolldirektion der gleichen Auffassung anschliesst, bleibt abzuwarten. Eines ist sicher, dass wir trotz der zwischenliegenden Zeitperiode vor einer ähnlichen Situation, stehen wie 1929, wozu heute noch wirtschaftliche Momente ein ernstes Wort mitsprechen, die jede willkürliche Belastung der Motortriebstöffe durch den Bund in diesem Moment als verfehlt erscheinen lassen. Die Konferenz hat auf der andern Seite keine klare Stellungnahme der eidgenössischen Behörden gezeitigt und bleibt somit weiterhin abzuwarten, was unsj 6 Zyl., 15 St.-PS, 1927, prima Zustand, neu bereift. Preis Fr. 1600.—. Offerten unter Chiffre 14177 an die 10593 die nächste Zukunft bringen wird. 1 Automobil-Revue, Bern. 6 und 8 Zylinder, ventillos, 15 und 20 Steuer PS, In Limousine u. Cabrlo'et, Mcdaüe 1933 — ohne Aenderungen für 1934 — zu äusserst günstigen Bedingungen mit Fabrikgarantie Bureaux und Ausstellung: Utoquai 29, Telephon 27.083 Service und Ersatzteile: Badenerstr. 330, Telephon 59.372 Elektro- u. Autogen.- Schweisserei samtlicher zerbrochener Maschinenteile aller Art aus allen Metallen, auch Aluminium. Wegen Anschaffung eines neuen Wagens zu verkaufen: 1927, 8 Zylinder, mit aufklappbarem Verdeck, sehr gut erhalten, von Berufschautfeur gewartet, vorzüglich geeignet für Hotelbetrieb. 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