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E_1933_Zeitung_Nr.100

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14 ÄUTÖMOBIL-OTVÜC

14 ÄUTÖMOBIL-OTVÜC ISSS -NM* dem Oberarm aus dem Besatz des Kleids, oder mit einer rund um den .Armbogen laufenden Rolle, erzielt werden kann. Kleine Stehkragen, deren Enden verlängert und durch ein Knopfloch gezogen werden, sind praktisch, weil man das Kleid am Hak öffnen oder sehliessen kann. Bunte bulgarische Stickereien geben zwar viel Arbeit, wirken jedoch sehr vornehm. Die Mode bevorzugt nicht nur für Stoffe, sondern auch für Strickwollen Angoraeffekte. was besonders für das Eislaufkostütn flott wirkt,. da es sehr winterlich aussieht. In Farben wird viel Schwarz und ein dunkles Grün bevorzugt. LL Erst im 16. Jahrhundert begann die französische Mode ihren Siegeszug durch die europäischen Reiche anzutreten und ihre Vorzugsstellung einzunehmen, die sie Jahrhunderte hindurch behaupten konnte. Schon ein Chronist des 18. Jahrhunderts berichtet, dass die Torheit, französische Moden nachzuahmen, jederzeit recht einträglich für Frankreich gewesen sei. Zu Colberts Zeiten kosteten französische Modekleinigkeiten dem Königreich England etwa 500000 bis 600000 Pfund Sterling im Jahre, und die andern europäischen Staaten standen dem absolut nicht nach. Die ersten Spiegel waren von Metali. Zur Zeit des Pompejus kamen sie in Rom auf. Erst im Jahre 1260 wurden in Deutschland die Glasspiegel bekannt. Die Venezianer hatten das Geheimnis der Spiegelbereitung aus dem Orient mitgebracht; für sie würde die Spiegelfabrikation ein beträchtliches Handelsgeschäft. Venezianer waren es auch, die die Kunst der Glasbläserei und Spiegelnerstellung dann in ganz Europa verbreiteten. * Zur Zeit Franz I. von Frankreich waren kleine spitze Hüte Mode, auf die man sein Wappen sticken Hess. Die Kriegsleute trugen sie tief in die Stirn gedrückt, während die Hofleute und Bürger sie verwegen aufs rechte Ohr setzten, so dass das linke frei blieb, und in diesem hing eine grosse birnenförmige Perle. Selbstverständlich wechselte auch die Winterliche Mode Nebenstehend: Hübsches gestricktes Eislaufkleidehen. (Modell: Marianns, Zürioh-Basel.) Aeussere* Bild: Grauer Breitschwanz-Paletot mit Sheat-Fuchs. (Modell: Pelzhaiis Eggii, Zürich.) E. War. Der letzte Monat des Jahres. , Gut, dass der Kreislauf zu Ende! Man hat reichlich genug von ihm und tut einen tiefen Schnauf, dass es wieder einmal überstanden ist. Denn im Grunde gab es doch mehr Ungemach als Freude. Blickt man zurück, so verlieren sich die Anfänge bereits im Dunkel. Das ist recht so. Warum den ganzen Ballast an Schwerem immer herumschleppen, wenn seine Last bloss ein Hindernis ist? Vorwärts geschaut! Da leuchtet ein Licht Hutmode der Frauen genau wie die derzu uns her, Helle und Wärme zugleich verbreitend. Und noch ein Drittes strahlt uns Männer, wenn auch nicht in dem rasenden Tempo unserer Tage. Auch die Damen daraus entgegen, das womöglich noch schöner und besser ist: Güte die beseligt und trugen zur Zeit Franz I. kleine Hüte, aber sie wurden mit Federn besteckt, und später glücklich macht. Es ist das richtige helle setzten sie sich kleine Mützen auf, an denen Asrraffen angebracht waren. Licht, soviel Erbarmen und Mitleid Weihnachtslicht, soviel Liebe darin wie wie VASEN TIER- FIGUREN PFLANZEN -TOPF E ZÜRICH RENNWEQ 19 Modekuriosa Fabrikanten: WORB & Delikate Süssigkclten Feine Spezialitäten aus der Condltorel Schurter's Erben Zürich. Niederdorfstrasse 90, b. Central Für telephonische Bestellungen: Tel. 27.287 Pünktliche Hauslieferungen. DUBENDORF MEISTER, Keramik ~ "•"- •" • I Geschenke von künstlerischem Wert MARIANNE anlcftuno zum salbatanfertigen von elalaufkoetümen naeh masa. Qroese auewahl In Wollgarn. BASEL 8PALENBCRQ 24 An Weihnachten bereitet ein praktisches Geschenk grosse Freude. W und 3 Leinen und. Halbleinen sind Gaben von dauerndem Wert. Sie finden sie in schöner Schachtel verpackt in den einschlägigen Geschäften BCHE1TLIN A.-G., BURGDORF Dezember Teppiche Glück, soviel Reinheit wie Schönheit, soviel Frieden wie Freiheit, soviel Göttliches wie bestes Menschentum. Der Monat Dezember ist der schönste von allen Monaten, denn er ist der innerlichste. Er blendet nicht mit äusserlichem Schmuck. Draussen ist alles tot. Die Erde kleidet eine einzige monotone Farbe. Ueber diese Einsamkeit thront allein der Himmel und so schön, dass er stärker als die Erde zur Geltung kommt. Wie tiefsinnig ist das: Der Monat Dezember steht im Zeichen des Himmels. Darum sind die Dezembersterne so ergreifend schön! Die Augen der Menschen wandern ihnen sehnsüchtig nach wie im Frühling und Sommer den Blumen und dem Glück, Der Mensch ist nie besser als im Dezember. Man zeige mir den Menschen, der an Weihnachten ein rauhes, böses Wort über die Lippen bringt! Es bleibt ihm in der Kehle stecken, es würgt ihn bis zu Tränen, und diese Tränen glänzen, als hätte sie ein Linoleum, Vomangstofle, Decken, *» vorteilhaft im Spezialhaus Zürich. Bahnhofstrasse 18 Gleiches Haus in 8t. Gallen GESCHENK ARTIKEL. Beleuchtungskörper Kaffeemaschinen Taschenlampen Staubsauger Tauchsieder Bügeleisen Stehlampen Leselampen Heizkissen Brotröster Strahler Kocher Radio kaufen Sfe ärn vorteilhaftesten beim Fachmanne EiGI E«EJ1 Stauffacherplatz Zürich 4 Zürcher Rab»tt-vereinieun» Generalvertretung für die Schweiz: H. Benes ZÜRICH, Helmhaus - Telephon 45.160 Einziges Spezialhaus für Venezianer - Kunstgläser Ständiges grosses Lager in Vasen und Leuchtern in neuesten Formen und Farben. Spezialanfertigung nach Angaben und Zeichnungen. Garantiert Handarbeit. Im Hause Och ENTRESOL Engel, ein Heiliger, geweint und nicht« Mensch, der Böses wollte. Auch wenn die Erde nicht schneebedecji daliegt, so duftet sie doch nach Schnee um Weihnachten herum. Und wie erfrischend köstlich das riecht und schmeckt, bis in die tiefste Seele hinein. Zwischen Himmel und Erde verkehren im Dezember geschäftig wie nie sonst das ganze Jahr hindurch Geister, die nur auf das Beste bedacht sind. Eine stumme, beklemmend selige Zeit für die Menschen. Nie ist das Menschengeschlecht dem goldenen Zeitalter näher als an Weihnachten. Man sieht, es fehlt so wenig dazu. Es braucht bloss ein wenig Liebe, ein wenig Güte,-unddas Herz schluchzt vor namenlosem Glück. Wie, wenn man endlich ernst machte und den heiligen Dezembergeist auch in die anderen Monate trüge? Tut man das, dann ist das Jahr leichter, schöner und besser und alle Menschen dazu. Fangt an! FABBRICA VETRf ARTlSTICf MÜRÄlJESi Warum Ihren Lieben Gesundheit nur wünschen? Sehenken Sie Gesundheit durch da* elektrische •ALLY-HehK klssen. 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Bern, Dienstag, S, Dezember 1933 IV. Blatt der „Automobil-Revue"No. 100 Der Gang zur Weihnach ts-Messe Von Hans Watzlik. Der Mond funkelt die ungeheure Wolke ah, die sich faul über das Gebirge schiebt. Bauer und Bäuerin waten durch den Schnee ins Tal hinunter. Sie wollen zur Christmette, und die Kirche liegt weit drinnen im Land. Heute überlassen sie ihr kleines Gehöft sich selber. Das Vieh ist gefüttert und versorgt Kein Hüter bleibt im Haus zurück. Die beiden Leute sind kinderlos, und der Knecht hat sich selber ausgeschirrt und davongemacht, als der frühe Winter in die waldige Gegend eingekehrt ist. Der Bauer schreitet voran, die schäbige Fuchshaube in der Stirn, die Schultern breit vorgeschoben, wie er es vom Pflug her gewohnt ist Hinter ihm die Bäuerin. Es wird ihr schwer, in seine Fussstapfen zu treten. Hoch verschneit ist der Waldsteig. Drunten aus den Schluchten rinnen Nebelbäche.' Der Bauer lugt hinab, schaut ins Gewölk und kratzt sich die Stirn. Nebel und Wolken missfallen ihm. Darin blüht ueuer Schnee. Der steile Tann rechts und links steht gespenstisch weiss vermummt, und unberührt Hegt der schmale weisse Weg und todverlassen, als sei schon hundert Jahre lang niemand durch den Wald da gegangen. Sie reden nichts, die zwei Menschen. Sie haben- einander nichts zu sagen. In ihrem einsamen Leben geschieht ausser den alltäglichen bäuerlichen Dingen nichts, was der Worte wert wäre. Die beiden verstehen einander in ihrer Stummheit Eine kurze Gebärde, ein Wink mit dem Kopf genügt. Wozu den Mund bemühen? Der Mund ist da, dass er die rauhe Kost esse und; die harte Luft atme. Nan; sind sie drunten angelangt. Sie müssen Über eine breite Hochebene, die Wälder und -ödes Moor trägt. Heute hat das sonst wohlvertraute Land ein fremdes Gesicht gewonnen, oder vielmehr hat es sein Gesicht verloren. Der Nebel lagert faustdick. Die Laterne stösst ein rotmattes, machtloses Licht darein. Nun sind alle Wege weiss, und Atem von Schnee friert aus ihnen und ein stählerner Klang, wie aus Winter Unsere Augen hungern nach Warme ; und Licht berstendem Eis.. und irren bettelnd um ferne Sonne und Sterne. Reif und blauen Frost türmt die Ferne, und alle Nähe klirrt gläsern, zerbricht. E. W. In den Wipfeln rührt es sich jäh. Die Wolke droben landet in wilden, wirbelnden Flocken. Der Schnee steigt und wird grund- Leichteres Arbeiten Ich liefere Ihnen komplette neuzeitl. Büroeinrichtungen los. Geblendet durch den tückischen Anfall des Sturmes wandern die Bauersleute, sie versinken in den weichen Massen und kämpfen sich wieder empor. Der Schweiss dampft von ihnen wie von ziehenden Rössern. Die Nester, die sie in den Schnee treten, schüttet der kreiselnde Sturm gleich wieder zu. Sie ringen sich weiter, Mann und Weib. Sie möchte sich gern den Gang erleichtern, indem sie in die Fährte seiner tölpisch breiten Füsse schlüpft, und kann nicht; denn sie ist viel kleiner als der hagere Mensch vor ihr, und die Säume ihrer langen, schweren Röcke sind gefroren und hindern, und das Eis daran klingelt ihr um die Füsse. Der Bauer ist unruhig geworden. Zuweilen hebt er die Laterne, leuchtet in den Nebelwald und schüttelt den verschneiten Bart. Alles ist wie unter bösen Schleiern unkenntlich geworden. Wild strömt der Schnee nieder. Die unterjochten Tannen beugen sich unter der Ueberlast. Wenn der Sturm manchmal innehält, hört man es rings in der Irrnis knacken und brechen. Jetzt müssen sie über eine Heide. Der Wirbelsturm fängt an zu frohlocken und freut sich des breiten Spielraumes. Er wühlt auf und streut und schwingt und hebt in fliegenden Ringen den Schnee, baut hin und trägt ab. Ungeheuerlich wälzt es steh in den Lüften. Die beiden Menschen wandern wie in wahnwitzig gedrehten Rädern. Sie schüessen die gegeisselten Augen, sie pressen die Lefzen zusammen/sie offnen sie wieder ihrem pfeifenden Atem. Eins sieht das andere nicht in dem Gestöber. Sie schreien einander zu, dass sie sich nicht verlieren. Hernach empfängt sie wieder der Wald. Dort ist es gelinder. Der Schein der Laterne sticht eine zerspaltene Buche aus der Finsternis. In dem hohlen Baum haust halb verweht das Schnitzbild eines trübseligen Heiligen. Weinerlich spricht das Weib den Mann an: «Du Dummkopf, jetzt hast du gar den falschen Weg genommen.» Eine geraume Zeit gehen sie einem spärlichen, verschneiten Bach entlang, bis er verdurch praktische Büromöbel Herrenzimmer In Elchen, Nussbaum, matt und poliert. Diplomaten- und Bücherschränke in verschiedenen Ausführungen In Nussbaum, Eichen, gedämpfter Buche, Oregon, Sapelli und halbhart, Tannen, Eichen in erstfklasslger Ausführung, matt lackiert (Spritzverfahren), billigste Preise. Kaufen Sie Schweizerware beim Töurfhgclub-Mitgüed. Ad. 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