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E_1933_Zeitung_Nr.100

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 100 IXI! Fah Fahre deutlich! Lass die andern Strassenbenützer erkennen, was du beabsichtigst, sonst wird deine Fahrweise planlos und zieht Unfälle nach sich. Lenke nicht ziellos hin und her, wenn ein Fussgänger vor dir über die Strasse geht, sondern halte Kurs und bremse dabei. Dann sieht der Fussgänger die Gefahr nur an einer Stelle und nicht überall, und weiss, ob er stehen bleiben oder weitergehen soll. Tritt auch nicht von deinem Vorfahrtsrecht zurück, wenn es dir eingeräumt wird, sonst geht es'auf den andern über. Trittst du aber zurück, dann mache es durch Bremsen «deutlich» erkennbar, denn wenn der andere entsprechend deinem Rücktritt Gas gibt, •dann hat er die Vorfahrt. Fährst du dann ebenfalls an, und es kommt zum Zusammenstoss, was immer der Fall sein dürfte, dann bist du der schuldige Teil. Gib auch deine Warnungssignale deutlich. Häufig genügt ein Signal, besonders bei vorausfahrenden Radfahrern. Viele Signale verwirren die Verkehrslage und andere Wegebenutzer. Du schaffst damit Gefahrsituationen. Fahre im Grossstadtverkehr nicht planlos bald rechts, bald links auf deiner Fahrbahn, sondern halte einen «deutlichen» Kurs, so dass die andern Wegebeteiligten wissen, wo du hin willst und welchen Platz du auf der Fahrbahn beanspruchst. Fährst du in einer Kolonne von Fahrzeugen, so bist du auch hier verpflichtet, Ordnung zu halten und nicht plötzlich aus der Reihe hervorzubrechen, weil du glaubst, in einer andern Reihe schneller vorwärts zu kommen. Verzichte lieber auf ein paar Meter Fahrtgewinn, als den ganzen Verkehrsfluss zu stören. Denke daran, dass andere Fahrer nicht in dein Gehirn sehen können, um zu erfahren, was du tun willst, sondern dass sie das aus der Fahrweise deines Wagens zu erkennen gezwungen sind. Nur diese Möglichkeit steht den andern zur Verfügung also «deutlich». ölfüter rechtzeitig reinigen oder ersetzen! Der Wichtigkeit einer guten Motorschmierung kann kaum genügend Bedeutung beigemessen werden. Die Praxis bestätigt das mit aller Schärfe, indem immer wieder Fälle zu beobachten sind, in denen ein Motor bestimmter Marke und Type ohne jede Erneuerune vielleicht 100000 Fahrkilometer über- ter Bruder nur 30,000 km erreicht Die Qualität der Schmierung hängt dabei unter anderm sehr stark von der durchschnittlichen Reinheit des Schmieröls ab. Um diese durchschnittliche Reinheit des Oels möglichst hoch zu halten blieb früher nichts anderes als die häufige Erneuerung des ganzen Oelvorrates übrig. Um die damit verbundenen Kosten zu vermeiden, werden nun jedoch fast alle modernen Motoren mit Filtern versehen, die genügend wirksam sind, um Unreinigkeiten auch noch nach Tausenden von Fahrkilometern aus dem Umlauf fernzuhalten. Wenn sich dadurch der zeitweilige Oelwechsel auch nicht umgehen lässt, so wird zum mindesten die Lebensdauer der Maschine doch ganz beträchtlich erhöht. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass auch der Filter oder seine Reinigungselemente von Zeit zu Zeit ersetzt werden müssen, da sonst der Umlauf des Oels zuerst gehemmt und schüesslich ganz vereitelt wird. Von den Schmutzmengen, die sich in einem feinporigen Filter nach einer Fahrstrecke von 10—15.000 km angesammelt haben können, macht sich der Laie im allgemeinen keinen Begriff. Gerade diese Ablagerungen leisten aber den besten Beweis für den Wert der Filter, zeigen sie doch, was der Motor alles hätte schlucken müssen, wenn der Oelurnlauf unkontrolliert vor sich wrangen wäre. Die Intervalle, innerhalb welcher die Filterelemente ausgewechselt oder gereinigt werden müssen, sind meist auf dem Filtergehäuse vermerkt. Jeder Au+omobilbesitzer hat alles Interesse sie peinlich zu beachten und einzuhalten. _y- «§an. Rundschau Holzgasbetrieb in Deutschland. In Deutsch- Iand sollen gegenwärtig rund 600 mit Holzgas betriebene Lastwagen verkehren. -yamerikanische Fabrik bringt Buick die neuen Buick 1934 mit Schwingachsen. Als erste Modelle mjt unabhängig gefederten Vorderrädern heraus. Die betreffende Schwingachskonstruktion zeigt starke Anlehnung an diejenige der Mercedeswagen, Typ 380. Die Vorderräder werden durch gelenkige Dreieckstreben geführt und als Federelemente dienen Schraubenfedern. -s. 8 Schlüssel in einem. Je weniger Einzelstücke an Werkzeugen man im Wagen mitführt, umso weniger Platz beanspruchen sie, umso weniger rattern sie und umso rascher Ein praktischer Steckschlüssel mit 8 verschiedeneu Maulweiten. übersieht man «ob alles beisammen ist». In Rohrschlüsseln gibt es ganze Sortimente in eigenen Etuis, ausgestattet wie das Toilettenecessaire einer Dame, praktisch ist aber jedenfalls für den Fahrer der abgebildete Schlüssel, der nicht weniger als 8 verschiedene « Mäuler > aufweist. Va. Tedhn. *•» edt Frage 8907. Durchbohren von Fiberplaiien. Wie kann man in dünnere Fiberplatten Löcher bohren, ohne dass das Material Neigung zum Ausreissen zeigt? 6. I. in H. Antwort- Wärmen Sie die Fibergegenstände vor der Bearbeitung in heisem Wasser etwas an. at. Frage 8908. Karosserie - Chassis - Einheit. Es scheint im Automobilbau immer mehr die Tendenz zu bestehen, Chassis und Karosserie als Einheit zu bauen. Von Fachleuten hörte man jedoch vielfach, dass Wagen mit dieser Bauart nach Unfällen z. B. nicht mehr zu reparieren seien, da bei solchen Wagen die Karosserie nicht mehr abgenommen werden könne, um den Chassisrahmen wieder zu richten. Es würde mich nun sehr interessieren, Ihre Ansicht über diesen Punkt zu vernehmen. H. E. in B. Antwort- Es ist natürlich nicht zu bestreiten, dass die Behebung von Einstauebungen, wie sie bei Unfällen vorkommen können, bei Wagen der erwähnten Bauart grössere Schwierigkeiten macht. Unmöglich ist sie aber nur in seltenen Fällen. Bedenkt man andererseits, dass der Wagen durch die Vereinigung von Chassis und Karosserie leichter wird, bei gleicher Leistungsfähigkeit weniger Brennstoff verbraucht und deshalb auch Einsparungen ermöglicht, so lässt sich diese Bauart wohl genügt allerdings fast immer der Fahrversuch. rechtfertigen, um so mehr, als ja das Risiko schwerer Unfälle nur TP'"»*'V k'°in i°t. at. handelt es sich ganz einfach um in jedem Auto- Bei den « Uhren >, die Sie beobachtet haben, Frage 8909. Motor-Einstellung. Da ich Mechaniker bin und mich im Autofach gründlich nauen Bestimmung des oberen Kolhentotpunktes zubehörgeschäft erhältliche Instrumente zur ge- auskennen will, ersuche ich 'Sie, mich über die und eventuell noch des Ahstandes, um den der Motor- und Zündeinstellung gründlich und aus-Kolbeführlich zu unterrichten. Gibt es nicht eine all- Zeiger des Instrumentes ist mit eine Fühler-Hebel von seiner oberen Totlage entfernt ist. Der gemeine Formel für alle Motorenmarken, welche verbunden, der auf dem Kolbenboden aufliegt. Das man mit Erfolg anwenden kann? Es kommt doch Zifferblatt unter dem Zeiger ist meist nach Millimeter geeicht, so dass man direkt ablösen vor, dass die Zähne des aus Pressmaterial her- kann, gestellten Nockenwellenrades auisreissen und man von der Fabrik keine genauen Angaben über die Einstellung, mit der der Motor am Besten läuft, erhalten kann. Wie muss man die Einstellung bei der Verschiedenheit der Motormarken vornehmen? Die Ventile schliessen oder öffnen bei den einen Wagen früher und bei den andern später Ich habe einmal gesehen, dass die Zündnne mit einer Uhr eingestellt wurde, die in das Kerzenloch eingeschraubt war. Ich bin da nicht « nachgekommen » und bitte Sie um Aufklärung, wie diese Einstellung bei Batteriezündung vor sich geht und wo man event einen solchen Apparat erhält. W. H. in Z. Antwort: Eine allgemeingültige Formel für die Einstellung der Ventilsteuerung gibt es nicht. Je nachdem ein Motor für höhere oder niedrigere Tourenzahl gebaut ist, je nach dem angewandten Kompressionsverhältnis, nach der relativen Grosse der Ventile, den allgemeinen Gas-Strörnungsverhältnissen und anderen veränderlichen Faktoren, muss die Vor- und Nacheilung der Ventilöffnungsund Schliesszeiten anders gewählt werden. Die günstigsten Steuerungseinstell-Daten kann selbst der Konstrukteur nicht genau vorausbestimmen. Sie lassen sich erst durch Versuche auf der Bremsbank ermitteln, indem man den Motor mit verschiedenen Steuerungs-Einstellungen solang© ausprobiert, bis er seine Maximalleistung oder sonstwie die gewünschten Leistungscharakteristiken ergibt. Aus diesem Grund ist es immer sehr wichtig, vor der Demontage eines Motors die von der Fabrik vorgesehene Einstellung genau anzumerken. Ist aus irgendeinem Grund die Kenntnis der Original-Einstellung verloren gegangen und kann die Einstellung auch von der Fabrik nicht in Erfahrung gebracht werden, dann bleibt nichts anderes übrig, als der Versuch. Allgemein geht man dabei von der Annahme aus, dass sich das Einlassventil öffnen soll, wenn der zugehörige Kolben ungefähr seine obere Totlage einnimmt. Möglicherweise zeigt es sich dann jedoch, dass der Motor erst am besten arbeitet, wenn sich das Einlassventil schon etwas früher (seltener- später) öffnet. Entsprechend müsste der Eingriff der Steuerzahnräder vorher jedesmal verändert werden. Verschiedene Motoren verlangen ebenfalls eine verschiedene Zündungseinstellung. In der Regel entwickelt ein Motor dann seine maximale Leistung, wenn die Zündung soweit vorgerückt wird, dass gerade noch kein Klopfen auftritt. Gewisse Motoren zeigen aber auch dann noch keine Klopfneigung, wenn die Motorleistung infolge allzu stark verfrühter Zündeinstellung schon wieder abgenommen hat. Das Zündungsklopfen ist also kein unbedingt sicheres Kennzeichen. Genau lässt sich die günstigste ZündungL?einstellung auch nur wieder auf der Bremsbank ermitteln. Für die Praxis welchen Abstand der Kolben von seiner oberen Totlage einnimmt. Wirklich praktisch ist aber ein solches Instrument nur dann, wenn man von vornherein genau weiss, bei welcher' Kolbenstellung die Zündung eintreten soll. Zur allgemeinen Ermittlung der oberen Kolbentotla.ge kann man sich ebenso gut eines in den Zylinder eingeführten Drahtes bedienen. at. Die besten Bf© BUS ©El jeder aut. Auflaufbremsen „MOSER" und die Art sind „FREMO"-SERVO-BREMSE E. MOSER, Anhängerfabrik, BERN Sehwarztnrstrassfi 101 — Telpnhnn 99-HS1 Dichtungsplatte GASKOID ideale Dichtung für alle Partien des Motors, wo absolute Dichtheit erforderlich Ist; gegen Oei, Petrol oder Benzin. In Platten oder fertigen Dichtungen erhältlich. QASKOID wird überall für Auto- und Flugmotoren angewendet. Fabrikanten: James Walker & Co., Ltd., „LION" Works. 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NO 100 - 1933 Stiwawasen Wie steht es mit der Julierroute ? An der Zürcher Konferenz vom 15. November betreffend Freihaituns: einer bündnexischen Nord-Süd-Durchgangsstrasse wurde die Einsetzung eines Aktionskomitees in Aussicht genommen und gleichzeitig bekannt gegeben, dass die Rhätischen Bahnen schon diese Wintersaison reduzierte Transporttaxen für den Autotransport von Filisur nach Bevers einführen werden. Seither hat man aber nichts mehr von der praktischen Durchführung dieser Massnahme gehört, und doch wäre es unerlässlich gewesen, möglichst rasch mit der Propaganda im Ausland zu beginnen, um so den wichtigen ausländischen Nord-Südverkehr an sich zu ziehen.' Jeder Tag ist Verlust und doch ist die vorgesehene Erleichterung ohne grossen Mühewalt zu realisieren. Es dürfte Sache des vorgesehenen Aktionskomitees sein, hier mit energischer Hand durchzugreifen, wenn die diesjährige Wintersaison nicht ungenützt verstreichen soll. Wenn man sieht, wie beispielsweise Österreich für die Arlberg- und Tauernroute und Frankreich durch verbilligte Taxen für den Mont-Cenis im Ausland seit Wochen Reklame machen, so ist das « geruhsame » Verhalten der schweizerischen Fremdenverkehrskreise in dieser Sache ebenso unverständlich wie unverantwortlich. V Strassenbau Jm Kanton Thurgau. Wie wir bereits in Nummer 95 der «A. R.» berichtet haben, ist zwecks direkter Verbindung des Thurtales mit Kreuzungen, bzw. Konstanz, die Erstellung einer durchgehenden Autostrasse Zürich - Winterthur - Frauenfeld - Engwilen - Kreuzungen projektiert. Die seitens der kantonalen Baudirektion aufgestellte Linienführung über Müllheim - Hefenhausen - Engwilen - Bärenrain fand in der Abstimmung des thurgauischen Grossen Rates die Genehmigung. Der Antrag der Budgetkommission auf Ausbau und Neubau der Strecke Müllheim - Hefenhausen - Kreuzungen wurde gegenüber einem andern Antrag, der den Ausbau der Strasse von Hefenhausen nach Tägerwilen wünschte, mit sehr grossem Mehr angenommen, womit der Bau der neuen direkten Strasse beschlossen ist. a Die Averser-Strasse gesperrt. Die Talstrasse, die von Andeer ins Avers führt, ist an einem steilen Hans bei Innerferrara abgerutscht. Die provisorischen. Wiederherstellungsarbeiten sind sofort in Angriff genommen worden. Davos sperrt den Automobilverkehr. Dem Kanton Graubünden wurde die Ermächtigung erteilt, den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern auf der Talstrasse bei Davos für gewisse Zeiten zu verbieten. Mit dem Verbot wird eine Schonung der Schlittelwege bezweckt. T. C. S. Autosektion W ad statte zemher bietet sich Gelegenheit, die Automobile einer Expertenkommission, bestehend aus dem kant. Amt für Autotnobilwesen und dem kant. Po» lizeikommando vorzuführen, welche das Fahrzeug auf die im Gesetz vorgeschriebene Ausrüstung prüfen wird. Um allen Mitgliedern Rechnung zu tragen, hat das Komitee beschlossen, die Kontrollen an Nachmittagen und Abenden durchzuführen. Nach Eingang der Anmeldungen werden Zeit und Ort genau bekanntgegeben. Bei genügender Beteiligung werden, in Wolhusen und Sursee entsprechende Kontrollen durchgeführt. Die Anmeldungen sollen bis am 6. Dezember dem Sekretariat zugestellt werden. = A. C. S. SEKTION BERN. Autotechnische Kontrollen. Die autotechnischen Kontrollen sind auf guten Boden gefallen. Wie schon letztes Jahr, anlässlich der Scheinwerfer-Kontrollwoche, befleissen sich die Sektionsmitglieder einer erfreulichen Disziplin und melden ihre Fahrzeuge in überaus grosser Zahl an. Die Kontrolltage der Sektion Bern des A. C. S. befolgen den Zweck, die Fahrzeuge der Mitglieder auf den gesetzmässigen Zustand zu prüfen und ihnen Gelegenheit zu geben, allfällige Aenderungen innert nützlicher Frist vorzunehmen. Es sei wiederholt, dass die Kontrollen von den kantonalen und städtischen Polizeiorganen unter Leitung eines Polizeioffiziers durchgeführt werden und für jede Abnahme eine Bescheinigung ausgestellt wird, ob und inwieweit das vorgeführte Fahrzeug den Bestimmungen des M. F G. entspricht. Ohne Zweifel schafft ein solches Dokument, das natürlich keine immerwährende Gültigkeit haben kann, Klarheit über die nicht gleichgültige Frage: Entspricht mein Fahrzeug den ab 1. Januar 193i in Kraft tretenden neuen gesetzlichen Bestimmungen? Wohl ist das M. F. G. zu einem grossen Teil auf der bernischen Verkehisordnung aus dem Jahre 1930 aufgebaut. Trotzdem bestehen zwischen beiden nicht unerhebliche Differenzen, die gerade wegen ihrer vermeintlichen Geringfügigkeit leicht übersehen werden. Es sei daher jedem Mitglieds wärmstens empfohlen, seinen Wagen anlässlich der Kontrolltage vom 13.—15. Dezember, für Langenthal und Thun, wahrscheinlich einige Tage später, vorzuführen. Die Anmeldefrist geht Freitag, 8. Dezember, 18 Uhr, zu Ende. Jeder angemeldete Autohalter erhält alsdann ein schriftliches Aufgebot, in dem er eingeladen wird, den Wagen zu einem bestimmten Zeitpunkt vorzuführen. Dadurch werden unangenehme Wartezeiten vermieden. SEKTION ZÜRICH. Als nächster Antess findet am 14. Dezember 1933 im Hotel «St. Gotthard» in Zürich eine Monatsversammlung mit Nachtessen und Lichtbildervortrag von Herrn Dr. Th. Gubler, Basel, über eine «Amerikafahrt» statt. Die zahlreichen Unfälle, die wegen der vereisten Strassen Ende November Einkehr gehalten hatten, veranlassten den Vorstand in einem Aufruf in der Presse des Kantons, die Motorfahrzeugbesitzer zu vorsichtigem Fahren und besonderer Beachtung der zahlreichen vereisten Stellen anzuhalten. S. O. A. C. AUTOMOBIL-REVUfc SEKTION BERN. Weihnachtsabend. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, dass am Freitag, den 8. Dezember, 20 Uhr, unser Weihnachtsabend im Clublokal Schweizerhof stattfindet! Es ist eine Uoberraßchung für alle Mitglieder zu erwarten, und wir ersuchen um pünktliches und zahlreiches Erscheinen. JLujB den Verbänden Militär-Motorfahrer-Vereinigung im Kanton Aargau. Zwecks Gründung einer Vereinigung von Militär-Motorfahrern im Rayon des Kantons Aargau wird auf den nächsten Sonntag, den 10. Dezember, 13 Uhr, zu einer Motorfahrer-Tagung nach Aarau eingeladen. Treffpunkt: Cafe Bank. Die Initianten bezeichnen als Ziele der zu gründenden Vereinigung die Förderung des fachtechnischen Wissens und die Pflege echter Kameradschaft. Die Tagung soll in Zivil besucht werden. Bahnbenützer werden auf die Autotechnische Kontrollen. Die Sektion versendet an ihre Mitglieder eine kleine Schrift, betitelt • « Mein Auto und das Gesetz •, um denselben über die Bestimmungen des Polizeiinspektorates des Kantons Luzern der Wagen betr. der verbilligten Sonntagsbillette aufmerksam gemacht. nach dem neuen Gesetz verlangten Ausrüstung Auskünfte erteilt Adj.-Unteroffizier Schiess, Rohrerstrasse 37, Kenntnis zu .aoben. In der Zeit vom 11. bis 20. De- Aarau. (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Nochmals polizeilicher Ueberelfer! Die Antwort des Polizeiamtes Herisau in Nr. 91 der «Automobil- Revue» auf die Einsendung des Herrn H. S. in A. habe ich gelesen. Eigentümlich mutet mich die «Automobilfreundlichkeit» der Polizei von Herisau an. Auch wegen mir musste sich seinerzeit das Gemeindegericht Herisau bemühen, weil mein Auto 20 Minuten unbeleuchtet an der Kasernenstrasse in Herisau gestanden hatte. Nach einigen Tagen kam ein Polizist zu mir zur Vernehmlassung. Auf meine Frage, ob ich wegen dieser Bagatelle gebüsst werde, erwiderte er mir, im St. Gallischen werde verwarnt, Herisau lasse es vielleicht auch dabei bewenden. Schon glaubte ich, der Fall wäre erledigt, aber wieder erschien ein Polizist bei mir, mit einem amtlichen Schreiben vom Verhöramt von Appenzell A.-Rh., dass ich innert 5 Tagen die Akten auf dem Verhöramte in Trogen einsehen könne. Was gab es für mich «Akten einzusehen», hatte ich doch mein «Vergehen» schriftlich bestätigt. Wiederum nach ca. Monatsfrist erhalte ich eine peremtorische Vorladung vor das Gemeindegericht Herisau. We- ?en Zeitmangel konnte ich nicht der Aburteilung beiwohnen (auch der Automobilist hat noch einen Nebenberuf), schrieb jedoch an das Gemeindegericht von Herisau den genauen Tatbestand. Nach 8 Tagen erhielt ich dann prompt das Urteil zugestellt: Delikt: Autovergehen, Strafe: Busse Fr. 10.— in die Landeskasse, erent. 1 Tag Haft. Untersuchungskosten: Fr. 8.—, dem Beklagten auferlegt. So, nun hiess es eben die «Automobilfreundlichkeit» der Polizei von Herisau mit Fr. 18.— zu bezahlen. Wenn ja niemand* mehr Geld hat, der Autobesitzer hat schon welches. Dies der Tatbestand. Warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?! War der ganze Fall wirklich so «schröklich», dass diese umständliche Inbetriebsetzung eines ganzen Beamtenapparates nötig war? Als ich seinerzeit in Orbe (Kt. Waadt) anlässlich eines Besuches mein Auto während drei Stunden falsch parkierte, erschien der Polizist in der Wohnung und ersuchte mich auf höfliche Art, den Wagen auf die andere Seite der Strasse zu stellen. Warum da keine Busse? Weil eben diese Polizei automobilfreundlich eingestellt ist. Warum werden Automobilisten in der Stadt Zürich w^gen solchen Bagatellen verwarnt, statt wie in Herisau einfach gebüsst? Solche Verwarnungen werden von jedem Autobesitzer dankend angenommen. Wäre so etwas in Herisau nicht auch möglich? Bestimmt wirkt eine Verwarnung besser und lässt keine Verbitterung aufkommen, im Gegenheit, mit einem Gefühl der Achtung wird man eines solchen Ortes gedenken. Mir persönlich, der ich mit den Appenzellern innig verwachsen bin, seine Berge und Leute schätze und liebgewonnen habe, bleibt immer ein bitterer Geschmack auf der Zunge hängen, wenn ich an die «Automobilfreundlichkeit» von Herisau denke und erinnert werde. L. S. in R. Das neue eidgenössische Verkehrsgesetz. Unter diesem Titel ging uns eine anonyme Einsendung zu. Die darin enthaltenen Bedenken und die an der Vollzugsverordnung gemachte Kritik mögen an und für sich berechtigt sein. Wenn man sich aber schön mit behördlichen Erlassen auseinandersetzen wiil* so sollte man wenigstens den Mut haben, mit seinem Namen zur Sache zu stehen. Anonymes wandert, wie es sich gehört, in den Papierkorb. Wir können Einsendungen von ungenannten Personen in der Rubrik «Aus dem Leserkreis» um so weniger aufnehmen, als die Redaktion für diese Spalte keine Verantwortung übernimmt, sondern die betreffenden Einsender für die Richtigkeit und Sachlichkeit ihrer Ausführungen behaftet. Die Red. Touristik-Bulletin des A. C.S. (m. K. = mit Ketten, o, K. = ohne Ketten.) Der Ende letzter Woche eingetretene Witterungsumsturz hat in der ganzen Schweiz zu mehr oder weniger starken Schneefällen geführt (Berner Oberland bis 50 cm Neuschnee). Die Strassen im Mittelland sind heute grösstenteils wiederum schneefrei und ohne Ketten befahrbar; wegen Vereisungen ist jedoch die Mitnahme von Schneeketten überall angeraten. ist am 1. Dezember vormittags folgende: Appenzellerland und Toggenburg: Die Lage der Bergstrassen Sämtliche Strassen schwach angeschneit und m. K. befahrbar. Rickenstrasse morgens und abend« vereist. Ketten ratsam. Hulftegg (Uebergang ins Zürcher Oberland) leicht vereist, Ketten notwendig. Znfahrt nach Amden schneefrei. Strasse nach den Unterkunftsorten im Flumser Skigebiet (Tannenboden, Gamperdon, Alpina) angeschneit und m. K. zu befahren. Schwyz: Ibergeregg unpassierbar. Strasse nach Oberiberg (20 cm Neuschnee) m. K. ab Einsiedeln befahrbar. Einsiedeln von Schindellegi her o. K. erreichbar; Sattel ebenfalls o. K. passierbar. Etzelstrasse durchgehend m. K. befahrbar. Glarnerland: Talstrasse aper bis Linthal; Sernftal bis Elm m. K., nicht gepfadet. Zufahrt ins Klöntal (10 cm Schnee) über Staldengarten m. K. möglich. Kerenzerbergstrasse morgens und abends leicht vereist, Ketten ratsam. Graubünden: Prättigauerstrasse angeschneit, o. K. bis Klosters; Weiterfahrt nach Davos über Wolfgang nur m. K. möglich. Landwasserstrasse (Zügen) stellenweise vereist und nur m. K. befahrbar. Zufahrt nach Arosa m. K. ab St. Peter. Postroute Ghur-Lenzerheide-Tiefencastel-Mühlen- Bivio m. K. befahrbar. Albulastrasse bis Bergün offen, Ketten erforderlich. Strasse Chur-Reichenau- Thusis-Splügen-Hinterrhein m. K. ab Thusis befahrbar bis Hinterrhein. Strasse im Mesolcina m. K. ab Mesocco bis San Bernardino-Dorf (25 cm Neuschnee) offen.. Averstal nur bis Innerferrera m. K. offen. Unter- und Oberengadin durchgehend m. K. passierbar, Maloja gepfadet, m. K. Vorderes Rheintal befahrbar m. K. ab Ilanz bis Rueras; 'Seitentäler nach Vrin und Vals m. K. Lukmanierstrasso unpassierbar zwischen Accla und Olivone. Innerschweiz: Brünigstrasse (20 cm Neuschnee) m. K. befahrbar. Zufahrt nach Engelberg (20 cm Neuschnee) m. K. ab Grafenort. Gotthard: Nordseite für Autoverkehr m. K. ab Amstog bis Hospenthal offen (Autoverlad Göschenen); Südseite ab Airolo abwärts rn. K. bis Faido befahrbar. Berner Oberland; Haslital (40 cm Neuschnee) gepfadet und m. K. ab Meiringen bis Guttanneu offen. Gadmental nur bis Nessenthal m. K. passierbar. Zufahrten nach Grindelwald (20 cm Schnee), Kandersteg (30 cm) und Adelboden (30 cm) gepfadet und m. K. möglich. Simmentalstrasse stark verschneit (40 cm), m. K. befahrbar. Saanenmöser (50 cm gepfadet und m. K. passierbar. Oberes Saanetal offen m. K. bis Gsteig. Jaunpass (40 cm) gesperrt; von Boltigen her bis Passhöhe gepfadet und m. K. passierbar. Im Gantristgebiet ist der Seelibühl zwischen Kurhaus Gurnigelbad und 'Steinbacbsäge im Tal der Kalten Sense unpassierbar. Zufahrt nach Schwarzsee m. K. möglich. Jura und Westschweiz: Bözberg, Unterer und Oberer Hauenstein wegen Vereisungen nur m. K. befahrbar. Weissenstein (30 etn) unpassierbar zwischen Gänsbrunnen und Passhöhe. Zufahrt von Solothurn her m. K. bis Kurhaus Weissenstein. Im übrigen Solothurner- und Bernerjura sind die Strassen angeschneit und o. K. befahrbar. Mitnahme der Ketten ratsam. Im Neuenburger- und Waadtländerjura sind die Strassen grösstenteils vereist; Ketten erforderlich. Marchairuz unpassierbar. Strasse im Pays d'Enhaut ab Montbovon Ketten notwendig. Unpassierbar sind: Forclaz, Montets, Morgins, Mosses und Pillon. Die Rhonetalstrasse m. K. bis Münster offen. Seitenstrassen nach Le Sepey, Leyain, Villars-Chesieres, o. K. befahrbar; Ketten sind erforderlich nach Montana und Champex über Orsieres. Oesterreich: Unpassierbar sind: Arlberg (Einladestationen Langen-St. Anton a, A., o. K. erreichbar), Flexen, Radstätter Tauern, Katschberg, Glocknerstrasse, Loiblpass, Wurzenpass, Kärtaersesberg, Packstrasse, Turracherhöhe, Pfaffensattel, Stubalpe, Niederalpel. Frankreich: Route d'hiver des alpes schneefrei; Faucille gepfadet und o, K. passierbar. Briefkasten der Redaktion Die Automobil-Revue als Verbandsorgan. Von einer Genossenschaft in R. erhalten wir folgende Zuschrift •