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E_1933_Zeitung_Nr.105

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Der neue Gennheimer

Der neue Gennheimer Skihalter • gemäss eidg. Verkehrsgesetz Patent angemeldet Einfachste Montage. Für alle Wagen und Karosserien ohne besondere Vorrichtung passend. Kein Anbohren der Karosserie. Türen und Winker frei funktionierend. Beliebige Anzahl Skipaare in 3 Sekunden befestigt od. abgenommen. Billig. Solid. Praktisch. Stets gebrauchsfertig. Prima Mietwagen mit Spezial-Karosserien wir verkaufen zu günstigen Konditionen 2 Limousinen, 8/9pIätzig mit Rollverdeck, MINERVA. auf Chassis FARMAN. mit sehr geräumigen und modernsten fabrikneuen Spezial-Karosserien. Interessenten belieben uns zu schreiben unter Chiffre 14171 an die 10458 Automobil-Revue, Bern. ÄUTOMOBTL-RrTVUE 1933 - N° 105 auf Chassis LANCIA und 1 Landaulet, 8/Splätzig STUDEBAKER 1930, President, 8 cyl. cond. int., 7 pl., avec Separation, voiture en parfait etat, ä vendre directement par son proprietaire. Pour renseigneinents, essai et visite, s'adresser ä la S. A. Garage et Ateliers des Jordils, Lausanne. Telephone 23.745. 10874 Wegen Abreise PACKARD Limousine 8 Zyl., Mod. 30, m. Rollverdeck. 1 STEYR, 6/30. Cabriolet, — Haus Flüli, Mengen. Tel. 83. 61507 NASH-Limousine, Mod. 30/31, 17 PS, heute noch schöner und tadellos erhaltener Wagen. Sofort an raschent?chloss. Käufer billig abzugeben. Verkauf nur gegen Kassa. — Eilofferten sind zu richten unt Chiffre 61503 an die Automobil-Revue, Bern. Zürich-Zürichsee Empfehlenswerte Garagen llinwil Dampf-vul kanisieranstalt Pneumatiks-IMeugummierung verlangt Muggiers Gummi. Pneu und Dachfarben Tel. 981.275 E. Muggler. Mitgl. d. T. C. 8. Thaiwil. Garage Grob Reparation. Revisionen. Michelin-Stock - Telephon 920.330 Servicestation - Abschleppvorrichtung W«

N» 105 II. Blatt BERN, 22. Dezember 1933 N° 105 II. Blatt BERN, 22.Dezember 1933 Teefan. Rundschau Technische Auswirkungen der neuen Rennformel. Das neue internationale Reglement sieht vor, dass Rennwagen, die in den nächsten drei Jahren an internationalen Rennen eingesetzt werden sollen, ein Maximalgewicht von 750 kg ohne Reifen nicht übersteigen dürfen. Fünf weltbekannte Firmen: Bugatti, Mercedes, die Auto-Union, Alfa Romeo und Maserati haben bereits Wagen im Bau, welche dieser neuen Formel entsprechen, und es ist zu erwarten, dass noch weitere hinzukommen werden. Der Zweck jeder Rennformel ist der, die Entwicklung des Autobaues in bestimmte Bahnen zu leiten. Es hat sich denn auch gezeigt, dass der entwicklungsbeeinflussende Zweck der Formel meist schon nach kurzer Zeit erfüllt wurde. Im Jahre 1906 wurde anlässlich des Grand Prix von Frankreich erstmals ein Maximalgewicht von 1000 kg für den komplett ausgerüsteten Wagen vorgeschrieben. Es folgte darauf eine Formel, die den Verbrauch begrenzte, dann eine Formel mit maximaler Zylinderbohrung, eine Formel mit maximalem Zylinderinhalt und vorgeschriebenem Mindestgewicht als Kriterium, und schliesslich die bis jetzt gültige «freie » Formel, welche dem Konstrukteur keinerlei Begrenzungen mehr auferlegte, unter deren Regime aber immer noch die Tendenzen der «Zylinderinhalts-Formel» mehr oder weniger zur Geltung kamen. Die neue Formel, die das Maximalgewicht auf 750 kg begrenzt, wird für die Konstrukteure vielleicht einen der schwersten aller bisherigen Kämpfe bringen. Um dem Wagen ein möglichst grosses Beschleunigungsvermögen zu verleihen, wurde natürlich schon jetzt jedes tote Gewicht peinlich vermieden. Einige Berechnungen lassen jedoch erkennen, dass bei dem bevorstehenden « Kampf aufs Messer » die dazu bisher geübten Methoden, z. B. die weitgehende Anwendung von Leichtmetallen, nicht mehr genügen werden und dass sich dem Konstrukteur das Studium mancher noch ganz neuer Probleme aufdrängt Die folgenden Betrachtungen mögen auch lehren, wie ausserordentlich vielseitig die Zusammenhänge im modernen Autobau sind und wie unmöglich es ist, ohne Kompromisse auszukommen; welches Kunststück es aber anderseits auch bedeuten muss, den günstigsten Kompromiss auf weite Sicht vorauszuahnen. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen kommt man für die Gewichtszusammensetzung eines Wagens, der dem neuen Reglement entspricht, zu ungefähr folgendem Bild: Aus dieser Aufstellung geht allgemein hervor, dass die einzelnen Bestandteile des Wagens über Erwarten leicht sein müssen, damit das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird. Selbst einem revolutionär veranlagten Konstrukteur muss es sehr schwer fallen, in das Zahlenbild grössere Veränderungen hineinzubringen. Angenommen, der Wagen würde entsprechend der Tabelle gebaut; wie wird er sich verhalten? Die höchstgezüchteten Automobilrennmotoren wiegen heute pro PS etwa 900 Gramm, die höchstgezüchteten Flugmotoren sogar nur 300 Gramm. Für die gegenwärtig oder in der nächsten Zeit in Entwicklung befindlichen Automobilrennmotoren kann man pro Einheitsleistung ein Gewicht von etwa 800 Gramm annehmen. Aus einem Motor von 190 kg Hessen sich deshalb etwa 240 PS herausbringen. (Unter der Annahme, dass bei einem solchen hochgezüchteten Motor die Leistung pro Liter Zylinderinhalt über 80 PS beträgt, hätte der uns hier vorschwebende Motor weniger als 3 Liter Zylinderinhalt.) Mit der hohen Motorleistung allein ist es jedoch nicht getan. Ebenso- wichtig stellt sich kg verlangen Sie bitte direkt bei uns Bezugs- % des Gesamtgewichtes Moto-rblock 190 25,6 Chassisrahmen 80 11 Vier Räder ohne Pneus 48 6,4 Vorderachse komplett 55 7,4 Hinterachsbrücke komplett 95 12 Kupplung und Wechselgetriebe 45 6 Benzinbehälter 21 2,8 Oelbehälter 12 1,8 Lenkung 16 2,1 Kühler 20 2,8 Rohrleitungen 13 2,1 Stossdämpfer 15 2,1 Karosserie 60 8,1 Zubehör und Verschiedenes 70 9,4 740 "THi Das moderne Wüstenschiff. Dieser riesige, in der « Automobil-Revue» vor einiger Zeit bereits im 'Entwurf veröffentlichte Omnibus, wurde speziell für den Passagierdienst durch die syrische Wüßte gebaut. Er verkehrt auf der rund 900 km langen Strecke Bagdad-^-Damaskus und bietet seinen 35 Passagieren allen erdenklichen Komfort. das Problem, sie möglichst hochprozentig auf die Strasse zu übertragen. Auch wenn Kupplung, Getriebe und Hinterradantrieb einwandfrei arbeiten, besteht dafür noch nicht volle Gewähr. Es ist denkbar, dass die Adhäsion der Räder nicht genügt, um entgegen dem das Fahrzeug hemmenden Luftwiderstand und dem Steigungswiderstand die Motorleistung nicht" zur vollen Auswirkung gelangen zu lassen. Einige nähere Betrachtungen lehren, dass bei den Wagen nach der neuen Rennformel stark mit dieser Möglichkeit gerechnet werden muss. Bei mittlerer Drehzahl entwickelt ein Motor, wie er in Frage steht, ein Drehmoment von etwa 40 mkg, d. h. er ist imstande, ein Gewicht von 40 kg, das an einem 1 m langen Hebel hängt, bei gleichbleibender Tourenzahl im Gleichgewicht zu halten. Zieht man die Hinterachsübersetzung von z. B. 3:1 in Betracht, so ist an den Hinterradwellen zusammen das dreifache Drehmoment zu erwarten. Da jedoch der Radumfang wiederum nur etwa um % m vom Drehzentrum entfernt liegt, ist an ihm eine nochmals dreimal grössere Kraft als 120 kg verfügbar, insgesamt also eine Kraft von rund 360 kg oder, pro Rad, von 180 kg. Soll diese Kraft zur Auswirkung gelangen können, so muss das Rad einem Gleiten auf dem Boden einen mindestens gleich grossen Widerstand entgegensetzen. Die Adhäsion der Räder ist einerseits abhängig von dem auf ihnen lastenden Gewicht und anderseits vom Reibungskoeffizienten. Angenommen, vom Gesamtgewicht unseres 750 kg schweren Wagens entfielen zwei Drittel, also 500 kg, auf die Hinterachse und der Reibungskoeffizient betrage 0,6, wie es bei griffigen Reifen und griffiger Strasse der Fall ist, so ist an jedem Rad ein Adhäsionswiderstand von 250 X 0,6 — 150 kg verfügbar. Der Adhäsionswiderstand genügt also nicht, um die Uebertragung der Antriebskraft von 180 Kilo zu ermöglichen. Die Hinterräder werden sich bedeutend rascher als es der Fahrgeschwindigkeit entspricht, also mehr oder weniger «leer » durchdrehen und der Wagen wird grosse Gefahr laufen, ins Schleudern zu geraten. Ein gewisser Schlupf der Hinterräder war allerdings schon auch bei bisherigen Rennwagen zu beachten. Er trat aber fast nur beim Anfahren in den kleineren Uebersetzungen auf, während in unserem Beispiel angenommen wurde, dass im direkten Gang gefahren und eine Geschwindigkeit von etwa 180 km/St, eingehalten wird. , Es muss also nach Mitteln und Wegen gesucht werden, welche das gefährliche Schleu- Diese neuen Lampen besitzen nebst ihrem schneeweissen and' blendungsfreien Licht einen in der Lampe eingebauten StOSS« dämpfer, der die reinen Glühdrähtcheo «udi vor den stärksten Erschütterungerj schützt und somit dem Fahrer bei Nadit 'A .:# itiüiüiiniiiiiiiiij ein absolutes Gefühl der Sicherheit gibt •Super«-Dup!o-Lampen führt jeder Garagist} Jede Autozubehörfirma. Wo nicht erhältlich, Quellennachweis» SUPER DUPLO spielend leichtes Anspringen des Motors