Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.106

E_1933_Zeitung_Nr.106

10 ÄUTOMOBIL-REVUE

10 ÄUTOMOBIL-REVUE 1933 - N° 106 Luftf< Die Motorkanone « Oerlikon-Hispano-Suiza ». Von den Bestrebungen der Flugzeugbewaffnungstechnik, den Kampfeinsitzer an Stelle des Maschinengewehrs mit einer grosskalibrigen automatischen Waffe zu bewaffnen, ist bisher wenig in die Oeffentlichkeit gedrungen. Wohl wurden von verschiedenen Seiten Versuche dazu unternommen, doch scheinen die praktisch erzielten Resultate keine Form angenommen zu haben, die ein Hervortreten an die Oeffentlichkeit gerechtfertigt hätte. Mit dem Aufkommen von über dem Infanteriekaliber liegenden automatischen Feuerwaffen, in erster Linie der 20-mm- Maschinenkanone, gewann in Fachkreisen die Ueberzeugung an Boden, dass das Maschinengewehr seine Rolle als Hauptbewaffnung bald ausgespielt haben würde. Es ist daher kein Zufall, dass die Herstellerin der ersten brauchbaren 20-mm-Maschinenkanone auch die ersten brauchbaren Flugzeuglafettierungen konstruiert und im Laufe der Zeit so durchentwickelt hat, dass heute von dieser Seite die Frage der Flugzeugbewaffnung mit grosskalibrigen Waffen als gelöst betrachtet werden kann. Das steigende Interesse, das der 20-mm- «Oerlikon» - Flugzeugbewaffnung, die bis heute in ihrer Art die einzige geblieben ist, entgegengebracht wird, hat der Entwicklung recht gegeben. Anderseits hat aber die Tatsache, dass nunmehr vom Zweisitzer an jedes Flugzeug mit einer lafettierten grosskalibrigen Maschinenwaffe versehen werden kann, die Erkenntnis gefördert, dass der Einbau derselben Waffe auch im Kampfeinsitzer versucht werden muss. Wesentlich und ausschlaggebend war nämlich, dass mit der «Oerlikon»-Bewaffnung (in der Hauptsache von einem Drehring mit sehr grossem Richtbereich aus) auf grosse Distanz im Schnellfeuer Granaten verschossen werden konnten, womit eine Angriffsart geschaffen war, der gegenüber der Kampfeinsitzer mit seinem Maschinengewehr nichts mehr ausrichten kann. Dieser muss, um zur Wirkung zu kommen, seine Vollgeschossgarbe auf kurze Distanz abgeben können, bleibt aber auch dann noch erfolglos, wenn es ihm nicht gelingt, lebenswichtige Flugzeugteile zu treffen. Erreicht ihn aber, schon bevor er sich auf diese AUTO- GARAGEN In Elsenbeton, zerlegbar Doppelwandig, 5x3 m, mit Türen, ab Fabrik, Fr. 950.— Einfach wandig, 5x3 m, mit Türen, ab Fabrik, Fr. 775.- Prospekte und Preise Ur lertig montierte Garagen von diversen Grossen durch Garage-Bau G. HU1MZIKER, INS (Bern) Packard Limousine, 5-Plätzer, 6 Zylinder, in jeder Beziehung in Ia. Zustand, Revisionen und Instandstellung nachweisbar, so dass Reparaturen nicht zu befürchten. Bei sofortiger Wegnahme zu günstigem Preise zu verkaufen. — Offerten unter Chiffre 61539 an die Automobil-Revue, Bern. OCCASION! Preiswert zu verkaufen sehr schönes CORD-CABRIOLET sehr guter Zust. Anfragen unt. Chiffre 61534 an die Automobil-Revue, Bern. Infolge Geschäftsumstellung günstig zu verkaufen: BERNA D iesel-Lastwagen mit hydraulischer Kippvorrichtung, Schnellgang und hydraulischen Vierradbremsen, Baujahr 1931, von der Fabrik durchgesehen. 11097 Anfragen unter Chiffre 14181 an die Automobil-Revue, Bern. AUTO-OCCASION! Konkursamtl. Freihandverkauf von: 1. 1 Lieferungswagen FORD, 2K Tonnen, 17 PS, inkl. Werkzeug, ca. 17 500 km gefahren. 2. 1 Personenwagen FIAT 501, 4 PL, inkl. Werkzeug. Offerten sind bis 10. Januar 1934 schriftlich einzureichen. — Nähere Auskunft erteilt: Konkursamt Habsburg, Ebikon: A. Süess. Tel. 29. 61550 PRIMA OCCASION! CAM ION, 2% Tonnen, wie neu, sehr wenig gebraucht, Schweiz. Karosserie, sehr schöne Kabine, Modell 1933, Marke INTERNATIONAL, umständehalber sehr günstig zu verkaufen. Offerten unter Chiffre 61546 an die Automobil-Revue, Bern. Nash-Spezial 6 Zylinder, 6/7-Plätzer, in sehr gutem Zustande, zu verkaufen. Der Wagen zieht vorzüglich, besonders in den Steigungen. — Anfragen und Besichtigung: tlal Kreuzplatz 2, Parterre, Zürich, und Tel. 20.821. Distanz genähert hatte, nur ein Treffer einer «Oerlikon»-Granate, so ist er kampfunfähig. Denn die erlittene Verletzung, selbst günstigstenfalls im Tragdeck oder Rumpf, und entfernt von wichtigen Organen, zwingt ihn ihrer Ausmasse wegen (Löcher von 50 cm und mehr), zum freiwilligen oder unfreiwilligen Niedergehen. Mit der Schaffung der «Motorkanone» oder des «Kanonenmotors» durch die Firmen Hispano-Suiza und «Oerlikon» scheint das Problem der wirksamen Bewaffnung auch von Kampfeinsitzern nun eine technisch hervorragende Lösung gefunden zu haben. Die An Stelle des Maschinengewehres führt sich als Flugzeugbewaffnung immer stärker die Maschinenkanone ein, die mit ihren Leuchtspur-Granaten von 20—30 mm eine ausserordentlich erhöhte Wirkung ergibt. Bis vor kurzem erforderte jedoch die Maschinenkanone eine besondere Lafette und Bedienung, weshalb sie für Jagdeinsitzer nicht in Frage kam. Die Firmen Hispano-Suiza und Oerlikon haben nun eine Kombination, den « Kanonenmotor» geschaffen, die für die Bewaffnung von einsitzigen Kriegsflugzeugen von grösster Bedeutung sein wird und bereits in der französichen Militäraviatik grosse Beachtung gefunden hat. Die Maschinenkanone ist dabei fest in den Motor eingebaut und schiesst durch die Hohlnabe des untersetzt angetriebenen Propellers hindurch. Rechts: Der 690-PS-Hispano-Motor, Typ X crs, mit zwischen den Zylinderreihen eingebauter Maschinenkanone. Links : Der gleiche Motor von vorn mit dem Befestigungsflansch der Propeller-Hohlnabe. (Photo Interavia.) Waffe liegt im Motor, Feuermündung ist die hohle Propellernabe. Der Motor hat ein Untersetzungsgetriebe, welches die Propellerachse so hoch über der Kurbelwelle anordnet, dass die Waffe gleichachsig zum Propeller auf dem Kurbelwellengehäuse zwischen den Zylindern gelagert werden kann. Die Rücksichten, die rumpfbautechnisch beim Einbau des Kanonenmotors zu wahren sind, sind nicht grösser als beim Einbau der üblichen Maschinengewehre. Nichts, ausser. etwa Gewichtsfragen, stünde im Wege, auch noch zusätzlich letztere, synchronisiert durch den Propeller schiessend, dazu zu nehmen. Die 20-mm-Munitiön wird wie beim Maschinengewehr in einem Spezialmagazin untergebracht, der Abzug erfolgt vom Steuerknüppel des Piloten aus. Da die «Oerlikon»- Kanone eine Sicherungseinrichtung besitzt, Probenummern stehen kostenlos zur Verfügung die die Funktion des Zubringemechanismus sperrt, solange eine in den Lauf eingeführte Patrone nicht abgefeuert und die Patronenhülse ausgezogen ist, kann der Motor auf keine Weise gefährdet werden. Der (übrigens nicht erhebliche) Mehrgewichtsaufwand wird durch das kleine Leistungsgewicht des Motors kompensiert. Die Oerlikon-Hispano-Kombination kann in jedes Flugzeug eingebaut werden, das für den Einbau desselben Motors ohne Kanone geeignet ist. Damit ist das bislang gestörte Bewaffnungsgleichgewicht für den Kampfeinsitzer wieder hergestellt. Die Kriegsflugzeuge aller Typen stehen sich wieder mit gleichwertiger Bewaffnung gegenüber. Europarandflug 1934. Am 1. Januar 1934 werden die Ergänzungsbestimmungen des Die Zeitschrift für moderne Industrielle, Gewerbetreibende und Kaufleute Wer sich viel mit technischen Dingen zu befassen hat, benötigt ein universelles technisches Blatt, das ihm den Kontakt mit den Problemen der Zeit vermittelt. Die „Technische Rundschau", als Zentralblatt für Industrie, Gewerbe und Handel der Technik zugleich Allgemeine Industrie- und Handels-Zeitung der Schweiz, steht nach Auflage und Bedeutung an der Spitze der technischen Revuen unseres Landes. Sie verfolgt als Hauptzweck die Erforschung der rationellsten Arbeitsmethoden und widmet sich den mit der Gütererzeugung verbundenen betriebstechnischen Fragen. Daneben nehmen aber berufene Wissenschafter und Praktiker zu den allgemeinen Wirtschaftsfragen Stellung, wie die Verflochtenheit von Technik und Handel allgemein beleuchtet wird. Die ,Techn. Rundschau' erscheint wöchentl. 16-32 Seiten stark in vorzüglicher graph. Ausstattung und kostet im Halbjahr nur Fr. 5.-. VERLAG TECHNISCHE RUNDSCHAU, BERN Europarundfluges 1934 veröffentlicht und den teilnehmenden Aeroclubs zugestellt. Die für den Rundflug vorgesehenen Zwangslandeplätze und Einzelheiten, insbesondere die noch nicht festgelegten Kontrollvorschriften, die den Ueberflug verbotener Zonen vermeiden sollen, werden bekanntgegeben. Ferner werden Anweisungen für den Ueberflug des Mittelmeeres, genaue Daten des Rundflugs, die bei der XXXIII. Sitzung der F.I.A. in Kairo (siehe Interavia Nr. 72) festgelegt werden, mitgeteilt. Die Gesamtsumme der 260,000 franz. Fr. betragenden Preise soll folgendermassen aufgeteilt werden : 1. Preis 100,000 Fr., 2. Preis 40,000 Fr., 3. Preis 20,000 Fr., 4. Preis 10,000 Fr. Die an 5. bis 19. Stelle endenden Teilnehmer erhalten je 6000 Fr. Fieseier beim nächsten Europaflug. Der Kunstflieger und Flugzeugfabrikant Fieseier arbeitet für die Teilnahme am Europaflug in seiner Fabrik in Kassel an der Konstruktion eines neuen Flugzeugtyps. Expresslinie Prag-Genf-Marseille? Einer nicht bestätigten Meldung zufolge soll im nächsten Jahr die Strecke Prag-Genf-Marseille mit Schnellverkehrsflugzeugen vom Typ Avia 51, fünfplätzigen Ganzmetall-Hochdecker mit 3 Avia R-12-Motoren von je 200 PS und Reisegeschwindigkeit von ca. 235 km/St, in Betrieb genommen werden. Ein neues System von Dampfkühlung wurde an einem Versuchs-Marinejagd-Einsitzer von Gloster mit Rolls-Royce Kestrel-Motor erfolgreich angewandt. Die Kühlanlage ist an den Eintrittskanten der Flügel angebracht, wodurch gegenüber bisherigen Systemen ein Gewinn an Gewicht und eine Verminderung an schädlichem Widerstand erzielt wird. Weiter werden für einen Motor von 500 PS ca. 45 kg weniger Kühlmittel benötigt, und schliesslich kommt noch der Vorteil der verminderten Gefahr des Einfrierens und die Raumersparnis hinzu. Morane-Saulnlcr bleiben .geöffnet. Im Anschlusr an die Meldung, derzufolge die Flugzeugwerke Mo-< rane-Saulnier in Puteaux-Paris ihr Personal für den 15. Januar 1934 gekündigt und die Schliessung ihrer Werke für den 18. Dezember d. J. vorgesehen hatten, hören wir, dass dieser Beschluss rückgängig gemacht worden ist. Moräne, der einen Auftrag auf Jagdflugzeuge vom Typ 230 und 315 erhalten hatte, sah sich plötzlich Preisreduktionen von Seiten des französischen Ministeriums ausgesetzt, die ihm untragbar erschienen. Die Angelegenheit wurde jedoch in letzter Minute geordnet, und der Auftrag gelangt zur Ausführung. (Copyright Interavia.) THerinoia- Bremsbela g- ist in seiner Wirkung einfach grossartig Stook-Lager: Basel: C.Weckerle & Cie.,A.-G., Hohlbe!nstr.56. St.Gallen: A.WInterhaltor.Schmicdgiwse 26. Bernt H. Flenry, Bogenschtitzenstr. 6. Laueanne: L. Melli,Av.Euchonnet8-10. Genf: B.Kochat.Auto-Pl^ce», nie de Ia Baanderie 6. Zu rloh: Autoparts A.-G.,TaJntr.83 Generalvertretung für die Schweiz: Paul Landis, Ingenieur, Zürich 4 Stauffacherstr. 54 AutO-EXpCftC Tel. 36.530 Zu verkaufen 1 Packard-Sport-Coupe (8 Zyl., 2/4 PL), neueres Modell, in Ia. Zustand, mit allem Komfort ausgerüstet. Offerten unter Chiffre 61460II an die Automobil-Revue, Bern. Rolls-Royce Landaulet, 6/7 Plätze, sehr luxuriös, Abtrennung für Chauffeur, Mechanik und Karosserie in einwandfreiem Zustande. Agence LANCIA, Genf American-Garage, 4, rue de l'Ancien-Port. Mercedes - Beitx Limouine, 6/7plätzig, 8 Zylinder, 25 PS, 4 Gänge, m. Schnellgang, mit Koffer, Schneeketten, Scheibenwärmer, Kühlerdecke, alle 6 Pneus mit Gummieinlagen. Der Wagen ist erst 17 000 km gefahren und so gut wie neu, ohne jeden Fehler. Er wird wegen Krankheit zur Hälfte des Katalogpreises abgegeben. Anfragen unter Chiffre 61485 an die Aulomobil-Revue, Bern. ür genussreiche brauchts HALLWAG

NO 106 - 1933 'AUTOMOBIL-REVUE 11 Vierteljahrssteuer für Motorfahrzeuge. Die Sektion Bern des Autogewerbeverbandes der Schweiz ersucht um Aufnahme folgender Ausführungen: Verschiedene automobilistische Verbände des Kantons Bern haben eine Kundgebung erlassen zu der Frage der Einführung der Vierteljahrssteuer für Motorfahrzeuge. In dieser Kundgebung wird namentlich unsere Sektion angegriffen, weil sich dieser Verband nicht in allen Teilen mit den Wünschen der automobilistischen Organisationen solidarisch erklären konnte. Da die Kundgebung ungenau und nicht völlig den Tatsachen entsprechend abgefasst ist, sehen wir uns veranlasst zu den nachstehenden Feststellungen. 1) Die sämtlichen am Strassenverkehr interessierten Verbände sind in der kant.-bern. Strassenverkehraliga vereinigt. Gemäss Statuten dieser Vereinigung sind alle derartigen Fragen durch die Gesamtliga zu behandeln. Die Leitungen der kundgebenden Organisationen haben es nicht für notwendig erachtet, den ganzen Fragenkomplex betr. die Besteuerung vor der zuständigen Organisation zur Behandlung zu bringen. Wir hätten, wenn uns Gelegenheit geboten worden wäre, den Standpunkt unseres Gewerbes in der Strasscnverkehrsliga einlässlich begründet, wodurch alsdann die Möglichkeit bestanden hätte, die gegenseitigen Unstimmigkeiten zu bereinigen. Die Schuld an den unerfreulichen Verhältnissen, vor denen wir heute stehen, liegt somit nicht dort, wo man sie von den kundjebenden Verbänden zu suchen wünscht. Wir stellen ferner ausdrücklich fest, dass wir auch zu den Sitzungen des Ausschusses der kundgebenden Verbände nicht eingeladen worden sind, trotzdem wir dies ausdrücklich verlangt haben. Festgehalten sei ferner, dass nicht der Autogewerbe-Verband, sondern der Grosse Rat des Kantons Bern, in welchem die obgenannten automobilistischen Verbände viele Vertreter haben, über Annahme und Verwerfung der streitigen Fragen entschieden hat. 2) Die durch die Motion Baumgartner angeschnittenen Fragen stellen einen kleinen Abschnitt aus dem Gebiete der born. Motorfahrzeugsteuergesetzgebung und Praxis dar. Unser Verband steht auf dem Standpunkt, dass, wenn eine Neuregelung der Dinge herbeigeführt werden soll, nicht ein einzelner Teil herausgegriffen werden darf, sondern dass man alle Fragen behandelt, die eine Revision notwendig machen. Die Motion muss geshalb in ihrer letzten Fassung als ungenügend abgelehnt -werden. 3) Unser Verband hat nie opponiert gegen die Einführung einer Teilung der Autosteuer. Wir halten dafür, dass eine ratenweise Bezahlung der Steuer durchaus im Interesse der Automobilisten liegt und vom Staate ohne Schaden gewährt werden kann. Unser Verband steht einer Neuordnung der Steuerverhältnisse sympathisch gegenüber, dagegen kann er unmöglich die Einführung der Vierteljahrssteuer dahin und daweg gutheissen, wie sie durch die Motion Baumgartner verlangt wurde. Durch eine derartige Massnahme würde unser Gewerbe vollständig zu einem Saisonbetrieb. Es ist doch klar, dass während der schlechten Jahreszeit ein Grossteil der Automobilisten, die nicht unbedingt auf den Gebrauch der Wagen angewiesen sind, die Ausweise deponieren würden. Wenn dies nicht der Fall wäre, so hätte ja die Neuordnung gar keinen Zweck. Eine solche Lösung ist aber auch, vom sozialen Standpunkte aus betrachtet, direkt eine Unbilligkeit. Der Handwerker, der Gewerbetreibende insbesondere aus dem Kaufmanns- und Handelsstand ist heute auf die Verwendung eines Motorfahrzeuges angewiesen. Er allein kann aus geschäftlichen Gründen nicht von einer Steuerermässigung Gebrauch machen. Wir fragen deshalb, haben wirklich die Angehörigen der genannten Verbände ein -teresse an einer solchen unsozialen Lösung, die .ehörde von Herisau nur empfehlen, ihre Verehrskontrolle so durchzuführen, dass unbeabsichigte und leichte Verstösse gegen bestehende lokale ^erkehrevorschriften erstmals durch eine Verwarnung erledigt -werden und mit den nicht unbe- ;rächtlichen Bussen zugewartet wird, bis Wiederolungen vorkommen. Damit dokumentiert die Gemeinde ihrea guten Willen, Ordnung in den Verkehr zu bringen und kommt dabei weniger in den Geruch, die Verkehrsüberwachung m«hr zu einem einträglichen Bussengeschäft zu missbrauchen. Ausstellungen Die kommenden Automobilausstellungen: Salon von New York: vom 6.—13. Januar 1934. Salon von Mailand: vom 13.—21. Januar 1934. Salon von Amsterdam: vom 9.—19. Februar 1934. Touristik-Bulletin des A. C. S. (m. K = mit Ketten, o K == ohne Ketten.) Die Befahrbarkeit der Bergstrassen hat sich gegenüber der Vorwoche leiqht gebessert. Der genaue Situationsbericht vom 21./22. Dezember lautet: Appenzellerland: Sämtliche Strassen schneebedeckt und m. K. befahrbar, ebenfalls die Uebergänge ins Rheintal (Stoss, Ruppen und Oheregg). Weissbad und Rossfall m. K. erreichbar. Toggenburg: Strasse Wattwil - Wildhaus - Garns m. K. gut befahrbar. Ricken Ketten ratsam. Hulftegg m. K. passierbar. Amden m. K. erreichbar. Zufahrt zu den Unterkunftsorten im Flumser Skigebiet (Tannenheim, Tannenboden, Alpina und Gamperdon) m. K. möglich. Schwyz: Strasse Richterswil-Pfäffikon-Einsiedeln m. K. befahrbar ab Samstagern. Strasse Einsiedeln- Oberiberg gut m. K. passierbar. Man vermeide Kreuzungen mit dem Postauto. Etzelstrasse durchgehend m. K. offen. Sattel m. K. Wäggitalstrasse m. K. befahrbar bis Innerthal. Zugerbergstrasse unpassierbar ab Schönegg. Glarnerland: Talstrasse offen bis Linthal, Ketten erforderlich ab Schwanden. Sernftal m. K. befahrbar bis Elm. Zufahrt zum Klöntalersee m. K. Kerenzerbergstrasse hartgefahren, Ketten ratsam. Graubünden: Prättigauerstrasse m. K. passierbar bis Klosters. Weiterfahrt nach Davos m. K. möglich. Westliche Zufahrt nach Davos durch die « Zügen » m. K., jedoch nicht ratsam. Zufahrt nach Arosa m. K. ab Peist. Postroute Chur-Lenzerheide- Tiefenkastel-Mühlen-Bivio gut m. K. passierbar. Juüer unpassierbar; Albulastrasse offen m. K. bis Bergün. Strasse Chur-Reichenau-Thusis-Spliigen-Hinterrhein m. K. gut befahrbar ab Thusis. Strasse im Mesolcina wiederum m. K. ab Mesocco bis San Bernardino-Dorf offen (etwaige Schneeverwehungen werden sofort frei geschaufelt). Unter- und Oberengadin m. K. befahrbar. Maloja Ketten notwendig. Vorderes Rheintal m. K. offen bis Tschamut; Seitentäler nach Vals, Vrin und Obersaxen m. K. befahrbar. Innerschweiz: Brünigstrasse hartgefahren, Ketten angeraten. Zufahrt nach Engelberg m. K. möglich. Strasse im Entlebuch o. K. befahrbar. Gotthard: Nordseite offen m. K. ab Amsteg bis Hospenthal; Südseite o. K. ab Airolo. Bedrettotal wegen Schneeverwehungen blockiert. Berner Oberland: Haslital m. K. offen bis Guttannen. Bergstrassen um Interlaken nach Grindelwald, Lauterbrunnen/Stechelbarg, Beatenberg und Habkern m. K. passierbar. Zufahrtsstrassen nach Kandersteg und Adelboden m. K. ah Frutigen. Simmentalstrasse schneehart, Ketten ratsam. Saanenmöser m. K. passierbar. Saanetal m. K. offen bis Gstei?. Jaunpass von Boltigen her m. K. offen his Passhöhe; Freiburgerseite gesperrt. Gantrister Wintersportgebiet; Zufahrt von Riggisberg her m. K. bis Hotel Gurnigelbad; Strasse Zollhaus-Schwefelbergbad m. K. befahrbar his zur Steinbachsäge. Schallenberg o. K. passierbar, Ketten immerhin mitführen. Jura: Bözberg, Staffelegg, Unterer und oberer Hauenstein sehr gut o. K. befahrbar. Weissenstein unpassierbar; von Solothurn her m. K. offen bis Nesselboden. Strassen im Berner Jura fast schneefrei und gut o. K. befahrbar. Westschweiz: Vue des Alpes Ketten empfohlen. Ausfallstrassen Les Verrieres-Pontarlier und Vallorbe-Pontarlier hartgefahren, Ketten erforderlich. Mollendruz und Col des Etroits m. K. passierbar. Bergstrassen um Montreux nach Caux und Les Avänts Ketten hotwendig. Col des Mosses wiederum m. K. befahrbar, vorsichtig fahren. Pillon mit K. offen bis Diablerets. Pays d'Enhaut m. K. befahrbar. Rhonetal m. K. offen ab Fiesch bis Münster; Weiterfahrt wegen Schneeverwehungen unmöglich. Strasse Sierre-Montana Ketten ratsam. Strasse Monthey-Champery m. K. Zufahrt nach Champex über Orsi&res m K. möglich. Grosser St. Bernhard m. K. offen ab Martigny bis Bourg-St. Pierre. Pas de Morgins und Gol des Montets wiederum m. K. passierbar. Col de la Forclaz gesperrt Transport von Automobilen durch die Alpentunnels: Albula, von Bergün nach Bevers. Lötschberg, von Kandersteg nach Brig. Simplon, von Brig nach Dcmodossola. St. Gotthard, von Göschenen nach Airolo. Arlberg, von Langen nach St. Anton. vtsef« Neugründung: W. Merz * Cie., Automobile, Frauenfeld. W. Merz und Ch. Baur haben unter dieser Firma eine Komtnanditfesellschaft eingegangen. Unbeschränkt haftender Gesellschafter ist Merz und Koriimanditär mit 5000 Fr. ist Gh. Baur. Zweck der Unternehmung ist die Vertretung von Fordautomobilen, Verkauf von Autos, Traktoren und Anhängern sowie der Betrieb einer Autoreparatur-Werkstätte. Domizil: Bleiehestrasse. Titan Auto-Service A.-G., Zürich. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 160.000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist die Reparatur, Kontrolle, Garagierung, Pflege und sonstige Bedienung von Automobilen. Einziger Verwaltungsrat mit Einzelinterschrift ist E. Fehlmann, Kaufmann, Zürich, eschäftslokal Stauffacberstrasse. Bahnhof-Garage A.-G., Thun. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 5000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist der Handel mit Automobilen und Zubehör, die Uebernahme der Vertretung der Ford Vfotor Co. sowie der Betrieb einer Autoreparatur- Werkstätte. Dem Verwaltungsrat gehören an H. Abt, Kaufmann, in Dürrenast als Präsident sowie R, Pulver, Garagier in Thun. Geschäftsdomizil: Mönchstrasse. Konkurseröffnung: M. Mfgroz, Aufo-Reparatur-WerkstäHe. Lausanne. Konkurseröffnung vom 5. Dezember. Summarisches Verfahren, Eingabefrist bis 5. Januar. !