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E_1934_Zeitung_Nr.005

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XtTTOMOBIL-REVUE

XtTTOMOBIL-REVUE 1934 -N°5 il-Nummer modernen Strassenverkehr Aus dem übrigen Inhalt des Automobil-Kalenders für das Jahr 1934: Aus Gründen der Verkehrsordnung und der Verkehrssicherheit geschaffen, versinnbildlicht der Nummernschild der Motorfahrzeuge in allen Ländern System und Ordnung. Er verschafft das Bewusstsein, dass der Besitzer des Wagens irgendwo wegen den Formalitäten der Benützung der Strasse im Motortempo registriert sein muss. Mit der Nummer am Wagen soll er aber auch gleichsam zeigen, dass er die Feststellung seiner Identität nicht zu fürchten braucht. Die Automobilisten selbst kommen jeden Tag in die Lage, sich kennen zu lernen. Die Vorstellung vermittelt das Verzeichnis der Personenwagen-Besitzer der Schweiz, das dem Jahrbuch der Schweizer Automobilisten, dem Automobil-Kalender, beigegeben wird. Die Ausgabe 1934 wird sämtliche am 1. Januar 1934 in den kantonalen Kontroll-Listen eingetragenen Wagen umfassen und erscheint schon Ende dieses Monats. Wer prompte Bedienung nach Fertigstellung wünscht, bestelle das Buch schon jetzt, der Preis beträgt nur Fr. 7.50." für Berechnung der Steuer-PS, des Zylinder- Inhaltes, der Geschwindigkeit, des Bremsweges. Verbrauchstabellen, Auslagentabel troll-Tabellen. Die kantonalen Automobilsteuern Rechtliche Ratschläge Ratschläge beim Bahntransport Die Versicherungs-Policen. Automobilistisches Wörterbuch Pferdestärken-Tabelle Schnittzeichnungen von Motor und Chassis Die Technika des Automobilisten Automobilistischer Rückblick Die neuen Strassensignale. Senden Sie sofort nach Erscheinen per Nachnahme Ex. Automobil-Kalender 1934 mit Verzeichnis der Person en wagen besi tzer. Name: 1. Stets benötigte technische Tabellen 2. Vordrucke für die Auto-Buchführung 3. Gesetzliche Erlasse 4. Beilagen Adresse: . Ort etc. reffe! „__i len. Kon- Ein auffallend schönes Gefährt lenkte schon im Pferde- Zeitalter die Aufmerksamkeit auf sich. Beim Automobil ist es nicht anders, nur kann man durch den Automobil- Kalender Rang und Stand des Besitzers ermitteln. Der unbekannte Automobilist, der nicht tutete oder in der Kurve vorfuhr, der nicht abblendete, der sich aus dem Staube machte, ist noch während der Fahrt ermittelbar, wenn Sie den Automobil-Kalender, der als betriebstechnisches Merkbuch ohnedies zum Wagen gehört, stets mit sich führen. Verlag Automobil-Revue Zürich Löwenstrasse 51 Breitenrainstrasse 97 7, Rue de la Conf ederation

N»S II. Blatt BERN, 19. Januar 1934 K II. Blatt BERN, 19. Januar 1934 Pf .s des Fahre Warum und wie schleudert der Wagen? Gerade In der gegenwärtigen Jahreszeit Ist diese Frage für den Automobilisten wieder besonders aktuell. Wer einmal mit seinem Wagen unversehens auf Glatteis geraten ist, wird das Gefühl der Unsicherheit, das einen hinter dem Lenkrad befallen kann, gründlich kennengelernt haben. Alle früher gültigen Naturgesetze scheinen dabei aufgehoben zu sein. Der Wagen gebärdet sich, als hätte er plötzlich eigenes Leben erhalten, als sei er ein bösartiges Tier, das sich an seinem bisherigen Meister rächen möchte. Manchem Automobilisten schiesst der Schreck bei der ersten Erfahrung gleich so tief in die Glieder, dass er das Gefühl der Unsicherheit auf nicht ganz trockenen, schneefreien Strassen überhaupt nicht mehr los wird. Zieht er daraus die nötigen Konsequenzen und hält sein Fahrtempo auch schon beim blossen Verdacht auf eine neue Gefahr innerhalb bescheidenen Grenzen, so ist wenigstens eine der Bedingungen für einen unfallfreien Winterbetrieb erfüllt. Besser jedoch ist es, aus der Verteidigung zum Angriff überzugehen und sich systematisch so gut wie möglich mit den Tücken des Schleuderns vertraut zu machen. Wenn manches an ihm auch dem Gefühl widerspricht, so läuft der Vorgang des Schleuderns doch durchaus nicht regellos ab. Rennfahrer und andere Akrobaten des Lenkrades wissen zum voraus genau, wie sich der Wagen bewegt, wenn seine Massenträgheit die Adhäsionskraft der Räder übersteigt. Uebung und Beobachtung lassen sie mit der Zeit genau erkennen, wann dieser Fall eintritt. Anstatt dem Zufall ausgeliefert zu sein, hält deshalb der Rennfahrer seinen Wagen oft auch noch in scheinbar hoffnungslosen Situationen sicher in der Gewalt. Zusammenfassend kann man deshalb behaupten, dass die Kenntnis und die Uebung des Schleuderns für den Automobilisten ebenso lehrreich und sicherheitsfördernd ist wie die Akrobatik für den Flieger oder das Jiu-Jitsu für den Polizisten. Das rollende und das gleitende Rad. Als Grundregel muss jeder Fahrer wissen, dass die Lenkung seinem Willen nur so lange mancher Fahrer, kann nie Anlass zum Schleudern geben, vorausgesetzt, dass beide Räder auch wirklich gleichmässig gebremst sind, denn die hinten angreifende Verzögerungskraft wird ja doch eine Drehung des Wagens sicher verhindern. In Wirklichkeit verhält es sich aber gerade umgekehrt. Der Wagen mit vorn blockierten Rädern rutscht ruhig bis zum Stillstand geradeaus weiter, während derjenige mit blockierten Hinterrädern eine unbändige Neistücke sind als Märchen oder Automobilisten- Latein zu betrachten. Scharfes Kurvenfahren und Bremsen sind gehorcht, als die Räder noch nicht auf demdie Gelegenheiten, die am meisten Anlass Boden gleiten. Das Haftvermögen der Rä-zuder, «Adhäsion» genannt, hängt dabei in weitten ja grosse Massenträgheitskräfte auf, die Schleudern geben. In beiden Fällen treaus stärkstem Mass von der Beschaffenheit sich frei auszuwirken trachten. Der rasch der Bodenoberfläche ab. Sie lässt sich messen und in Zahlen ausdrücken, indem man die geradeaus weiterlaufen, man sagt, er sei durch die Kurve gesteuerte Wagen möchte der Kraft bestimmt, die erforderlich ist, um das Rad zum Rutschen zu bringen. Beträgt diese Kraft beispielsweise 80 kg und ist das Rad dabei mit 100 kg belastet, so liegt ein «Reibungskoeffizient» von 80/100 oder 0,8 vor. Auf glitschigen Strassen kann sich der Reibungskoeffizient bis 0,1 vermindern, auf Strassen mit Glatteis sogar noch auf einen Bruchteil davon. Reifen mit ausgeprägtem Profil ergeben naturgemäss einen etwas höheren Reibungskoeffizienten als solche mit glatter Lauffläche. Dagegen spielt die Höhe des Wagenschwerpunktes, der Federung usw. entgegen den vielfach verbreiteten Meinungen nur eine verhältnismässig kleine Rolle. Weder durch einen besonders wunderbar konstruierten Wagen noch durch eine besonders fabelhafte Fahrkunst ist es also möglich, die Beziehungen zwischen den auftretenden Massenträgheitskräften und der Radadhäsion zu umgehen, d. h. also, etwa Kurven von 10 m Radius im 100-km-Tempo zu nehmen, oder aus dem 100-km-Tempo auf fünf Schritte zu stoppen. Derartige Kunst- « Zentrifugalkraft» unterworfen. Der scharf abgestoppte Wagen möchte mit unverminderter Geschwindigkeit weiterstürmen. Damit beides nicht eintritt, müssen die Räder auf dem Boden genügend Halt finden, ihre Haftfähigkeit muss zum mindesten so gross sein, wie die «Zentrifugalkraft» oder die beim abstoppenden Wagen auftretenden Massenträgheitskräfte. Uebersteigen die Massenkräfte hn einen oder anderen Fall die Adhäsionskraft der Räder, so geraten die Räder ins Gleiten. Sobald aber die Räder sich nicht mehr auf dem Boden abrollen, verlieren sie auch gleichsam ihre führende Wirkung. Sie rutschen dann ebenso leicht seitwärts wie in der Richtung ihrer Ebenen und machen dadurch das Fahrzeug für das Gefühl des Uneingeweihten ganz unberechenbar. Der Weltrekord-Rennwagen « Silver-Bullet» mit geöffneter Motorhaube. Man beachte, wie knapp Was geschieht, wenn man die Vorderräder •die Karosserie der Maschinenanlage angemessen ist. Die beiden Sunbeam-Motoren entwickelten blockiert ? zusammen eine Leistung von 4000 PS. Wie gemeldet, beabsiohtigt der Engländer Jack Field mit Diese schon oft gestellte und durch die •diesem Wagen, der Kaye Don gehört, dem Weltrekord Campbeils auf den Leib zu Fahrpraxis nicht selten verwirklichte Frage rücken. 0 b « n t Richtiges Parieren, einer beginnenden Schleuderbewegung. Rutscht der Hinterwagen nach rechts, so nrass auch die Lenkung nach rechts eingeschlagen werden, bis die Längsachse des Wagens wieder in der ursprünglichen Fahrtrichtung Hegt Unten: Falsches Parieren durch Einschlagen der Lenkung nach der Gegenseite der Schleuderbewegung führt dazu, sich der Wagen vollständig dreht. wird gefühlsmässig immer wieder falsch beantwortet Nach der Ansicht der weitaus meisten Automobilisten wird sich das Fahrzeug sofort umzudrehen streben, wenn es sich nicht sogar auf den Kopf stellt. Ein blosses Blockieren der Hinterräder dagegen, glaubt 1 - 2* Leichtes Anspringen des Motors in der Kälte. Sofortige Verteilung des Oeles. Vollkommener Schutz des erhitzten Motors. 5- 6- Reduzierter Verschleiss. Kraftgewirin. Verbrauchs«Einsparung. der Uefoerlegenheit Feuer* und explosjonssichere Tankanlagen für Benzin, Rohöl, Schmieröle etc. gehören seit Jahren in unser Fabrikationsprogramm. 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