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E_1934_Zeitung_Nr.003

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Slva»sen Keine italienische Uierstrasse am Luganersee. Wie wir aus dem Tessin erfahren, entsprechen die unlängst in einem Teil der deutschschweizerischen Presse besprochenen Projekte über den Bau einer Seeuferstrasse, die Campione mit Porlezza über Cavallino - Santa Margherita - Osteno verbinden sollte, nicht den Tatsachen. Es soll ein solcher Plan von italienischer Seite bis heute überhaupt nicht entworfen worden sein. An- Iass zu dieser Meldung dürfte der Auftrag gegeben haben, den die Gemeinde Campione dem bekannten mailändischen Architekten Murio erteilt hat, unter Wahrung der architektonischen Eigenschaft der Ortschaft, deren Strassennetz neu zu ordnen. Unter anderm sieht der Entwurf die Erstellung einer Strasse vor, die Cavallino an der schweizerischen Grenze mit Campione verbinden soll. Wer die felsigen Gestade und die tektonischen Verhältnisse am Südufer des Luganersees einmal näher betrachtet hat, wird zugeben müssen, dass die Erstellung einer Verbindungsroute Campione-Porlezza technisch wohl möglich wäre, hingegen ganz gewaltige Bausummen erfordern würde, die niemals rentieren können. — Die Stressen ins Tamina-Ta! geöffnet. Der Gemeinderat von Ragaz und Pfäfers beschloss die Wiedereröffnung der Strassen Ragaz-Valens-Vasön-Vättnerstrasse und Pfäfers-Vättis. Die Strassen sollen ganzjährig für Personenautomobile, Motorräder und Lastwagen bis 4 Tonnen Gesamtgewicht unter bestimmten Vorbehalten offengehalten werden. Der Regierungsrat des Kantons St. Gallen hat seine Genehmigung dazu erteilt. Errichtung von Autostrassen in Belgien. Das grosse Netz der Autostrassen in Europa beginnt sich mehr und mehr zu schliessen. Auch Belgien hat jetzt die Notwendigkeit schneller Autostrassen für die weitere Entwicklung des eigenen Kraftfahrzeugverkehrs und ihre Bedeutung für den internationalen Fremdenverkehr durch die Ausarbeitung grosser Strassenbaupläne anerkannt. In diesem Land mit seinem starken Autoverkehr soll nach und nach ein dichtes Autostrassennetz entstehen. Zunächst soll nach dem Plan der Stadt Lüttich eine direkte Schnellverbindntrsr zwischen Lüttich und Antwerpen durch Schaffung einer neuen Autostrasse hergestellt werden, da die bestehende Landstrasse wegen der zahlreichen Durchfahrten durch Vorort 0 wirt Provin7«t3fUft d'e «se^nell'f» AbwicV- lung des Verkehrs ausserordentlich hemmt. Die neue Autostra*se soll deshalb durch Umleitungen die Städte umgehen. Ein vom Bauamt der Stadt Lüttich ausgearbeitetes Projekt sieht direkte Neuanlagen für die Linienführung in Länge von 29 km vor. Dadurch würde die Entfernung zwischen Lüttich und Antwerpen von 114 auf 105,2 km reduziert werden können. ck. Veranstaltungen. Die Londoner Strassenbau-Ausstellung. Aus der Beteiligung des Royal-Automobil-Clubs von Grossbritannien an dieser Ausstellung, der in einem eigenen Pavillon seine Verkehrseinrichtungen ausstellt, geht deutlich das Interesse des englischen Automobilisten an dem Strassenbauwesen hervor. Als Kernpunkt der Veranstaltung sind neben den verschiedenen Strassenbaustoffen vom Stein zum Asphalt und Kautschuk auch die mannigfachen Arbeitsgeräte, die beim britischen Strassenbau verwendet werden, ausgestellt. Eine besondere Stellung nehmen die Motorwalzen, Fördergeräte, Bagger, Betonmischer, Luftkompressoren etc., welche alle motorisiert sind, ein. Aehnlich wie bei der unlängst zu Ende gegangenen Olympia- Schau zeigt sich auch hier der Dampfantrieb vollkommen zurückgedrängt; so wurde vor allem die Strassenwalze, mit dem ehemals typischen Kessel und Schornstein, durch den Dieselmotor ersetzt. Unter den Kompressoren fällt der Atlas-Diesel auf, indem Motor und Luftkompressor für die pneumatischen Arbeitsgeräte in einem einzigen Block und unter Verwendung einer Kurbelwelle für beide Aggregatteile vereinigt sind. Im weitern sind ausgestellt: Steinbrech- und Sortiermaschinen, Schüttelroste, Teerkoch- und Mischmaschinen, Sprenggeräte, Sand- und Splittstreu - Selbstfahrer, Strassenkehrmaschinen und Staubsaugersysteme etc. Von Interesse für den Automobilisten sind auch die kleinen Geräte, welche die weissen Trennungsstriche und Uebergangslinien auf den Asphalt malen. Daneben macht sich aber eine zunehmende Verwendung von in die Strassenoberfläche eingelassenen Gummistreifen und Klötze verschiedenen Anstrichs bemerkbar. Auch die der Strassendecke oder andern dem Automobilverkehr dienenden Objekte geltenden Verbesserunen, wie leuchtende Randsteine, Stahleinlagen an den Omnibus-Haltestellen und andere Einrichtugen werden von den Automobilisten aufmerksam betrachtet. »••••.'i-r AUTOMOBIL-REVUE Anlässlich des Strassenbaukongresses werden neben den Fragen über Material, Prüfungsmethoden, Strassenbrückenbauten, Beleuchtungseinrichtungen auch die baulichen Anlagen von Flugplätzen diskutiert, a Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen Bulletin Nr. 2 vom 11.—17. Januar 1934. Nachdruck verboten. Offizielle Zusammenstellung durch das Sekretariat der Baudirektorenkonferenz. Aargau: Sperrungen: Ortsverbindungsstrasse von Schinznach-Dorf über die weisse Trotte nach Wallbach gesperrt Die hölzerne Brücke zwischen Lauffohr und Vogelsang ist für allen Fahrverkehr gesperrt. Bauarbeiten: Aarau-Distelberg; Untersiggenthal, Unterführung; WobJen-Büelisacker, zwischen Bullenberg und Büelisacker; Bremgarten, innerorts; Etzen-Schwaderloch; RheinfoLden-Magden-Maisprach; Menzikon, innerorte; Unterrüti- Merenschwand; Klingnau-Koblenz; Aarburg-Rieshalden; Othmarsingen-Steinhof; Unterentfelden. Baselland: Sperrungen: St. Jakobsstrasse, Uemeinde Muttenz, zwischen Freidorf und Warteck; Umleitung für den Durchgangsverkehr von Basel nach Bern - Luzern über Birsfelden - Schweizerhall. Dauer: bis zirka Ende März 1934. Bern, Kreis I: Sperrungen: Gemeinde Steffisburg, von Glockenthal bis zur Kreuzung der Bernstrasse bis Ende Januar 1934; Umleitung über die Bahnhofstrasse Steffisburg (am linken Zulgufer) oder via Berntor-Thun; Grimselstrasse ab Innertkirchen; Gadmenstrasse ab Innertkirchen; Boltigen-Bulle-Strasse (Jaunpass). Bauarbeiten : Simmentaistrasse bei Oberwil. Kreis II: Sperrungen: Staatsstrasse Metzgerhüsi - Walkringen - Gomerkinden ist zwischen Bigental und Walkringen für schwere Motorwagen und schwere Pferdefuhrwerke gesperrt. Umleitung über Biglen - Obergoldbach. Bauarbeiten. Strasse in Gerzensee. Kreis III: Sperrung Strassenbrücke über Nidau - Büren-Kanal, Umleitung der Fuhrwerke, Personenautos und Camions (ohne Anhänger) über die Eisenbahnbrücke der Biei - Täuffelen - Ins - Bahn, zulässige Belastung bis 11 Tonnen, bis ca. Mitte Januar gesperrt. Kreis IV: Bauarbeiten: Burgdorf-Langnau. Kreis V: Bauarbeiten: St Ursanne - Les Malpttes. unterhalb Malrane; Les Rancriers - Cornol. Freiburg: Bauarbeiten: Strasse Estavayer- Payerne, zwischen Montet unri Rafwes; Strasse Salavaux-Sugiez von Mötier-Vully bis Kantonsgrenze. Genf: Bauarbeiten* Strasse nach Ferney; Strasse Genf-Vandotuvres bei Vandoeuvres. Glarus: Sperrung: Klausenpass. Graubünden: Sperrung: Julierberg (Bivio-Silvaplana), Albula (Bergün-Ponte), Bernina (Pontresina-Poschiavo), Ofenberg (Zernez-Cierfs), Flüela (Süs-Davos), Lukmanier (Plafta-Grenze), Oberalp (Sedrun-Urnergrenze), Splügen (Splügen-Grenze), Samnaun (Martinsbruck-Samnaun). St. Gallen: Bauarbeiten: Strasse Sargans- Buchs in Wartau beim Seidenbaum; Strasse Wa-

N° 3 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 T. C. S. AUTOSEKTION ZÜRICH. Film-Matinee. Sonntag, den 14. Januar, vormittags 10 Uhr, führt die Sektion Zürich im Rahmen der üblichen Film- Matinees im Cinetnfl Capitol den überaus interessanten und bildtechnisch gelungenen Film der grossen Citroen-Sahara-Traversierung vor. Interessenten haben, soweit Platz reicht, freien Zutritt. *. c. s. SEKTION BERN. Monatsversammlung vom 16. Januar 1934 im kleinen Kasinosaal. Mit dem Referat des Herrn Regierungsrates Bösiger (Baudirektor), über den zukünftigen Strassenbau im Kanton Bern und dem Verkehrsfilm des Polizei- •wesens der Stadt Zürich « Der Strassenverkehr und Du», bietet die Sektion Bern ihren Mitgliedern zwei wesensverwandte Abhandlungen, welche ihrer Beachtung empfohlen sind. Die Ausführungen des Baudirektors des Kantons Bern tragen wesentlich dazu bei, zwischen Strassenbauer- und Benutzer eine verständnisvolle Fiihlungsnahme zu schaffen, die dann auch meistens in der üblichen freien Diskussion ihren Niederschlag findet. Der als < Zugabe » zur Vorführung Belangende Verkehrsfilm verdient durch seinen logischen und absolut reklamelosen Aufbau die Beachtung weitester Reise. Der Beginn der Versammlung ist bereits auf 20 Uhr angesagt. SEKTION SEELAND-JURA. Vergangene Woche fanden in Biel die autotechnischen Kontrollen statt, die 'unsere Sektion für ihre Mitglieder organisiert hatte. Die Kontrollen wurden bei den städtischen Omnibus-Garagen jeweils nachmittags durchgeführt; alle 4 Minuten kam ein Wagen an die Reihe und passierte die 4 Kontrollgruppen; der jeweilige Befund wurde in ein Merkblatt eingetragen. Im ganzen wurden 253 Fahrzeuge kontrolliert, 219 P.-W. und'-34 L.-W. Selten war ein Fahrzeug, das wirklictf allen Anforderungen der neuen Verordnung genügt hätte; aber auch selten waren die Fahrzeuge; denen wirklich viel gefehlt hat. Bei 72 Fährzeugen (28,5%) waren die Motoroder die Chassis-Nummer, oder sogar beide, unauffindbar, ja sogar die vorhandene Nummer stimmte nicht mit den Eintragungen in der Verkehrsbewilligung; ein Umstand, der bei polizeilichen Kontrollen oder bei Grenzübertritten zu Unannehmlichkeiten führen könnte. Vielfach wurden die Kontrollschilder zu schräg oder zu schwach oder sonstwie ungeeignet befestigt; 32% mussten beanstandet werden. Nur 10% hatten das offizielle ovale CH- Schild, das laut internationalem Abkommen allein Uig ist; 32,4% hatten aufgemalte Buchstaben oder citallbuchstaben, die bis anhin beim Grenzübertritt toleriert waren, die aber in Zukunft zu Scherereien an der Grenze führen könnten. Zudem muss dieses ovale Schild nachts weiss beleuchtet sein. Bei 28,5% mussten die Kühlerfiguren abgesprochen werden. Die Richtungsanzeiger müssen von vortie und von hinten gut sichtbar sein, orangefarbig und nicht rot aufleuchten, wegen Nichteinhaltung dieser Bedingungen mussten 28% beanstandet werden. Da die Kontrollen am Tage stattfanden, konnte dio Beleuchtung nur in ihrer Anordnung, nicht aber in ihrer Wirkung geprüft werden; diese Wirkungskontrolle wird zu Beginn des neuen Jahres jeweils abends stattfinden. In 14,6% der Fälle waren die Bedingungen hinsichtlich der vom Gesetz vorgeschriebenen Scheinwerferanordnungen nicht eingehalten. In 18,2% der Fälle musste das Schluss- Iioht beanstandet werden. 42% der Stopplichter muSsten zurückgewiesen werden, meistens weil sie nicht orange leuchteten oder Zelluloid statt Glas verwendet worden war. Die Beleuchtung der hinteren Kontrollschilder und des CH-Schildes, die Nebellampen, das weisse Rückwärtsfahrtlicht, Scheibenwischer und Rückblickspiegel mussten in den wenigsten Fällen bean-