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E_1934_Zeitung_Nr.007

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N» 7 Sfiuassera Der Julier passierbar. Die Schneeräumungsarbeiten mit dem Traktorpflug sind nun erfolgreich beendigt worden, so dass der Julier am 24. Januar versuchsweise und bis auf weiteres dem Personenautomobilverkehr übergeben werden konnte. Ein reges Befahren des Passes ist erwünscht, damit die zuständigen Kreise ein gutes Bild erhalten über die praktische Durchführung der ganzjährigen Offenhaltung des Julierpasses. Der Julier ist bekannt als einer der interessantesten Pässe der Schweiz, und wer ihn je, sei es als Autotourist oder auf Schusters Rappen, besucht hat, ist begeistert von seiner landschaftlichen Schönheit. Schon in grauer Vorzeit, als Rom noch das Zentrum des Weltgeschehens war, hatte der Julier grosse Bedeutung. Die römischen Kaiser schickten auf diesem Wege ihre Legionen in die deutschen Lande, und als später weltliche Macht sich in geistliche umwandelte, da zogen die Pilger in Scharen über den Julier 'gen Rom. Zu jeder Zeit war der Julier als bequemer Alpenübergang und als landschaftliche Perle wohlbekannt und viel benutzt. Als deshalb das Nord-Süd-Alpenstrassenprojekt akut wurde, da war es nichts als recht und billig, dass man in erster Linie den Julierpass in Betracht zog. Wohl machte sich anfangs gegenüber dieser Lösung regionale und kantonale Opposition bemerkbar. Um aber ein grosses internationales Projekt zu verwirklichen, musste es auch grosszügig angepackt werden. So Hess man denn alle lokalen Wünsche ausser Betracht und be- Eine Autostrasse über den Plöckenpass. fasst sich nur mit der Nord-Süd-Strecke als Der Ausbau der während des Krieges zer- Strasse über den Plöckenpass in den solcher einer Route, auf welcher man aufstörten kürzestem Weg auch im Winter von derGailtaler Alpen soll nun auch auf der österreichischen Seite erfolgen, so dass eine Ver- Schweiz, Deutschland und Ostfrankreich nach Italien gelangen konnte. Und dieser Bedingung genügte am besten der Julier, abgesehen hat bereits das Stück der Strasse südlich bindung mit Italien hergestellt würde. Italien davon, dass dieser Pass durch seine prächtige Alpenlandschaft der Schweiz die denk- des die Grenze bildenden Passes als Automobilstrasse fertiggestellt. Auf der österreichischen Seite ist eine Strasse von rund bar beste Empfehlung ausstellt. Nach den Mitteilungen des kantonalen 10 km neu herzustellen und eine Strecke von Strassenbauamtes in Chur ist die Strasse auf 15 km auszubauen. Der neue Strassenzug eine Breite von 3—4 m freigelegt. Zur Zeit würde die Verbindung mit der Grossglockner- ist man mit der Schaffung von Ausweichstellen beschäftigt. Vor der Ueberfahrt, sei es von Bivio oder Silvaplana her, ist es empfehlenswert, sich mit dem Julier-Hospiz telephonisch in Verbindung zu setzen, um über den täglich fahrenden Schneepflug orientiert zu werden und Begegnungen zu vermeiden. Die Automobilisten seien darauf aufmerksam gemacht, dass in Silvaplana, Tiefencastel und Bivio Tafeln aufgestellt sind, auf denen die Befahrbarkeit der Strasse verzeichnet ist. Ammmiand Eine Autobahn Amsterdam-Den Haag. Da der gewaltige Lokalverkehr zwischen den zwei grossen Bevölkerungszentren Amsterdam und Den Haag beinahe nicht mehr bewältigt werden kann, stellte sich immer dringender die Frage, wie man einer Ueberbelastung der Strasse Amsterdam-Den Haag begegnen könne. Dieses Problem wird nun zeitgemäss gelöst durch den Bau einer Autobahn. In Anbetracht der grossen Wichtigkeif der neuen Strasse für das ganze Land wird sie von der niederländischen Regierung gebaut und erhält den .Namen « Ryksweg». Von Amsterdam aus kann der voraussichtliche Verlauf der Strasse schon jetzt verfolgt werden, da die Bauern das abgesteckte Trace unbebaut liessen und dieses sich nun durch einen grünen Streifen abhebt. Die Arbeiten wurden an verschiedenen Orten zugleich in Angriff genommen und da für diesen Strassenbau mehrere Kunstbauten notwendig sind, kommt es öfters vor, dass man ganz unmotiviert in ödem Weideland eine kunstvoll aufgeworfene Böschung oder eine neue Brücke erspäht, um nachher belehrt zu werden, dass diese Bauten einst der Autobahn eingegliedert werden sollen. 1z. strasse bei Dölsach aufnehmen und über Oberdraüburg, Gailberg, Kötschach, Mauthen* Plöckenpass (1360 m) nach Timau und weiter nach Tolmezzo und Udine führen und so eine neue und kurze Alpenstrasse von München nach Venedig schaffen. Die Arbeiten sollen spätestens 1935, mit denjenigen an der Grossglocknerstrasse, vollendet werden. Ex. Vetkehi Autoposi im Winter, In der Betriebswoche vom 15. bis 21*". Januar a. c. ist die Reisendenzahl auf den Schweiz. Postrouten infolge des föhnigen Wetters und der damit verbundenen Frequenzminderung in den Sportgebieten gegenüber der vorjährigen Parallelperiode um 421 Personen gesunken. Am stärksten ist der Rückschlag auf der Gurnigel- und der Schwarzenburg-Ryffenmatt- Linie mit —582 resp. —316 Personen. Kleinere Frequenzminderungen haben nur noch vier andere Kurslinien aufzuweisen. Während auf der Strecke St. Moritz-Maloja 197 Personen mehr transportiert wurden, verzeichnen 10 weitere Kursrouten eine zwischen 4 und 85 Personen liegende Frequenzvermehrung. Das Total der in der Berichtswoche beförderten Personen beträgt 8139, gegenüber 8560 im Vorjahre. a Autobusbetrieb der Stadt Winterthur. Während des Jahres 1933 wurden 502,738 gegenüber 509,641 Personen im Vorjahr befördert, was einer Minderfrequenz von 6903 Personen entspricht; wogegen die Wagenkilometer eine Zunahme von 132,814 auf 135,651 zu verzeichnen haben. Die Einnahmen aus dem Personenverkehr beziffern sich auf 88,068 Fr., gegenüber 89,469 im Vorjahre, das Total der Einnahmen auf 88,156 gegenüber 89,469 Franken. a Liste der Strassensperrungen and Verkehrserschwerungen Bulletin Nr. 4 vom 25.—31. Januar 1934. Nachdruck verboten. Offizielle Zusammenstellung durch das Sekretariat der Baudirektorenkonferenz. Aargau: Sperrungen : Ortsverbindungsstrasse von Schinznach-Dorf über die weisse Trotte nach Wallbach gesperrt. Die hölzerne Brücke zwischen Lauffohr und Vogelsang ist für allen Fahiverkehr gesperrt. Bauarbeiten: Untersiggenthal, Unterführung; Wohlen-Büelisacker, zwischen Bullenberg und Büelisacker; Bremgarten, innerorts; Etzgen- Schwaderloch; Rheinfelden-Mägden-Maisprach; Menzikon, innerorts; Unterrüti-Merenschwand; Klingnau-Koblenz; Aarburg-Rieshalden; Othmarsingen-Steinhof; Unterentfelden, innerorts. Baselland: Sperrungen: St. Jakobsstrasse, Gemeinde Muttenz, zwischen Freidorf und Warteck; Umleitung für den Durchgangsverkehr von Basel nach Bern - Luzern über Birsfelden - Schweizerhall. Dauer- bis zirka Ende März 1934. Bern, Kreis I: Sperrungen: Gemeinde Steffisburg, von Glockenthal bis zur Kreuzung der Bernstrasse bis Ende Januar 1934; Umleitung über die Bahnhofstrasse Steffisburg (am linken Zulgufer) oder via Berntor-Thun; Siftriswil-Tscliingel- Strasse für schwere Fuhrwerke; Grimselstrasse ab Innertkirchen; Gadmenstrasse ab Innertkirchen;' Boltigen-Bulle-Strasse (Jaunpass); Gsteig- Pillon-Strasse. Bauarbeiten: Simmentaistrasse bei Oberwil. Kreis IV: Bauarbeiten: Burgdorf-Langnau- Strasee, oberhalb Hasle. Kreis V: Bauarbeiten: St. Ursanne - Les Malettes, unterhalb Malrang; Les Rangiers - Cornol. Genf: Bauarbeiten 1 Strasse nach Ferney: Strasse Geni-Vandceuvres bei Vandoeuvres; Strasse Chene - Thonex; Genf - Bellevue bei Bellevue. Glarus: Sperrung: Klausenpass. Graubünden: Sperrung: Albula (Bergün-Ponte), Bernina (Pontresina-Poschiavo), Ofenberg (Zernez-Cierfs), Flüela (Süs-Davos), Lukmanier (Platta-Grenze), Oberalp (Sedrun - Urnergrenze), Splügen (Splügen - Grenze), Samnaun (Martinsbruck-Samnaun). St. Gallen: Bauarbeiten: Strasse Sargans- Buchs in Wartau beim Seidenbaum; Strasse Wagen - St. Dionys. Luzern: Ba uarbeiten: Weggis - Vitznau, bei Vitznau; Strasse Huttwil - Sursee bei Zeil, Ettiswil und Mauensee; Strasse Ruswil - Luzern bei Ruswil und Hellbühl; Emmenbrücke I. 0 und A. 0.; Strasse Münster - Luzern zwischen Romerswil und Rothenburg; Strasse Emmensee bis Ri^hensee: Hitzkirch I. 0.; Strasse Luzern - Udligenswil zwischen Adligenswil und Udligenswil; Strasse Entlebuch-Wolhusen bei Entlebuch; Strasse Altishofen - Willisau zwischen Nebikon und Schötz. Neuenburg: Bauarbeiten.: Strasse Neuenburg- Peseux I. 0. und A. 0. Nidwaiden: Bauarbeiten: Brünigstrasse Acherbriicke-Delli. südlich am Lopperbere bis Kantonsgrenze, voraussichtlich den ganzen Winter. Zeitweise kürzere Sperrungen, Umleitung über Stans- Kerns. Enprelbersstrasse, Strecke Stans-Dallemvil. Stansstad-Alpnachstad. Obwalden: Bauarbeiten: Giswil - Lungern, unterhalb Kaiserstuhl, Sachsein i. 0. Schaffhausen: Strasse Schaffhausen-Neuhausen nur in genannter Bi'-htune fahrbar. Schwyz: Sperrung- Ibergeregg. Bauarbeiten: Strasse Richterswil-Wollerau; Strasse Immensee-Arth. Solothurn: Sperrung. Gempen-Nuglar; Weissensteinstrasse von Oberdorf-Gänsbrunnen. Bauarbeiten Lostorf, innprnrts; Bättwil - Witterswil - Kantonsgrenze gegen Ettingen; Bein- •vril - Eschwil - Büsserach; Flühen - Bättwil - K.antonsgrenze gegen Benken. Tessin: Bauarbeiten: Ascona, innerorts. Thurgau: Bauarbeiten: Münsterlingen-Güttingen. Uri; Sperrungen: FuTkastrasse ab Realp. Gotthardstrasse ab Hospenthal, Oberalpstrasse ab Andermatt. Klausenpass, ab Unterscliächen. Bauarbeiten: Gotthardstrasse zwischen Wassen und Göschenen bei Wassen. Erstfeld-Amste,?. Waadt: Sperrungen: Strasse Vevey - Chätel- St. Denis und alte Strasse Vevey - Lausanne bis Vevey (örtliche Umleitung); Col du Pillon; Col du Marchairuz. Wallis: Sperrungen: Furkapass ab Münster, Simplonpass, Grosser St. Bernhard, Forclazpass. Zun: Bauarbeiten: Strasse Zug-Arth zwischen Zug und St. Adrianstrasse; Baar - Oberägeri vor und nach Unterägeri. Zürich: Sperrungen: Küsnacht: Seestrasse zwi . sehen Dorfbachbrücke und der Fabrik Terlinden in Goldbaoh, Richtung nach Zürich gesperrt. Bauarbeiten- Adliswil: Albisstraisse, zwischen Bahnhofstrasse und dem Bahnübergang; Maur: FäJlanden-Mönchaltorf; Männedorf: Seestrasse, zwischen Langackerstrasse und Hafenanlage; Wädenswil: Seestrasse von Rietliau bis Tiefenhof; Bauma: Tösetalstrasse, zwischen Wyden und Bauma. Senden Sie diesen Bestellschein (in offenem Couvert mit der Aufschrift Drucksache kostet er nur 5 Rp. Porto) dem Verlag ein. Nach Erscheinen wird das Werk auch im Buchhandel und bei den Clubsekretariaten erhältlich sein. Bucherzettel Senden Sie sofort nach Erscheinen per Nachnahme Ex. Automobil-Kalender 1934 mit Verzeichn. d. Personenwagenbesitzer Dem Tourenfahrer: Was der Automobil-Kalender das ganze Jahr hindurch bietet... Ein Verzeichnis der häutigsten* Pannen und deren Beseitigung, leicht fasslich dargestellt. Eine Uebersicht über die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen. Eine Distanzenkarte der Schweiz. Dem technisch Interessierten: Zahlreiche Hinweise auf technische Neuigkeiten. Viele Tabellen zur raschen Beantwortung immer wieder auftauchender Fragen. Diagramme zum mühelosen Ermitteln der Durchschnittsgeschwindigkeit, des Bremsweges, des Zylinderinhaltes usw. Lassen Sie sich vermittels nebenstehendem Bestellschein in die erste Lieferungsserie eintragen. Dem wirtschaftlich Denkenden: Eine Anleitung zu kaufmännisch richtiger Rechnungstührung über die Ausgaben des Äutomobilbetnebes. Allen zusammen: Das Verzeichnis der 50,000 Personenwagen der Schweiz In der neuen Nummernfolge zur leichfern Feststellung des Be- silzers Jedes Wagens. Die Ausgabe 1934 erscheint demnächst! Der Preis beträgt nur Fr. 7.50. Sie enthält bereits das Besitzerverzeichnis nach dem Stand vom 1. Januar 1934. Verlas der Automobil-Revue, Bern

N» 7 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 A. c. s. SEKTION BERN. In seiner letzten Sitzung befasste sieh der Sektionsvorstand 'mit der Vorbereitung und Bereinigung der statutarischen Geschäfte für die kommende Generalversammlung. Die Jahresrechnung 1033 wie auch das Budget 1934 wurden einstimmig gutgeheissen und die Wahlvorschläge für die Amtsdauer 1934/35 einer gründlichen Prüfung unterzogen. Entgegen allen Besorgnissen hat das Rechnungsjahr aktiv abgeschlossen, trotzdem die Sektion durch die Schaffung eines ständigen Sekretariates mit erheblich grösseron Spesen zu rechnen hatte. Die Sektion Bern zählt heute 959 Mitglieder gegenüber 855 vor Jahresfrist, dabei ist den Demissionen per Jahresende Rechnung getragen. Seit dem Jahre 1926 hatte die Sektion keinen derartig erfreulichen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Die Generalversammlung der Sektion Bern findet Samstag, den 10. Februar 1934, 16 Uhr, im kleinen Saal des Kasinos statt. Sie hat rein geschäftlichen Charakter und befasst sich unter anderm mit der Wahl des Vorstandes, der Delegierten in den A. C. S. in den Kantonalverband, sowie der Rechnungsrevisoren. Bei diesem Anlass wird dem neuen schweizerischen Automobil-Meister der Sportwagen-Kategorie, Herrn J C. Goddefroy, Bern, die Meisterschafts-Urkunde offiziell übergeben, h. SEKTION LUZERN. Unter dem Motto «Winter- «auber» hatte die Sektion auf Samstag, den 20. Januar, ins Hotel St. Gotthard zum traditionellen Jahresball geladen. Die famose Dekoration zählte turn Schönsten, was in Luzern auf diesem Gebiete im Laufe der letzten Jahre geschaffen worden ist. Ausgeheckt und betreut wurde dieser «Winterzauber» von Frau Dr. Hübscher und Herrn Vers.-Insp. J. Bucher. Theatermaler Rehn lieh der vorzüglichen Idee die Kunst seines Pinsels, so dass etwas wirklich Famoses zustande kam. Der rührige Vergnügungspräsident, unterstützt von seinem Mitarbeiter- Stab, machte sich mit einer umsichtig vorbereiteten Ballregie im weitern um das volle Gelingen des Anlasses sehr verdient. So konnte sich in diesem jeder Alltäglichkeit baren, festlich-heitern Milieu bald das ungezwungenste Ballgetriebe entwickeln, das in augenscheinlichster Weise jederzeit vollstes Gelingen offenbart. Ein redlich Teil kam den zwei Tanzkapellen zu. Einige willkommene Einlagen und Tanzspiele, zum Teil Novitäten für Luzern, boten der grossen Automobilistengemeinde bereitwilligst akzeptierte Gelegenheit zum Mitgehen mit den Intentionen des Ballkomitees, was auch zum durchschlagenden Hauptfaktor des Jahresballes der Sektion geworden ist. Mit einem vollen Erfolg hat die Sektion auch auf einem anderen Gebiete gearbeitet. Die technischen Kontrollen vom Jahresende, die Nachfcontroln vom Jahresanfang, weisen ganz respektable Zahlen auf. So präsentierten sich anlässlich der ersten Kontrolle 66 Wagen, an der zweiten Kontrolle 68 und an der dritten Kontrolle insgesamt 118 Wagen, während sich zur sogenannten Nachkontrolle 92 und 101 Wagen stellten, ao dass die kontrollierenden Organe total 445 Wagen prüfen mussten. Wirklich ein flottes Resultat, das vielleicht der kantonalen Automobilkontrolle, die sich erst auf höhere Intervention hin zum Mitmachen bereit erklärte, doch beweisen mag, wie notwendig die Kontrollen waren, wie sehr aber anderseits der. jgu'itwillige Automobilist jederzeit bereit ist, sich den Vorschriften des Staates zu fügen, obschon im vorliegenden Falle für manchen die Sache mit einigen Unzukömmlichkeiten und für andere mit nicht geringen Kosten verbunden war. Das prächtige Resultat veranlasst uns aber auch, allen Organen, die mitarbeiteten an der zeitraubenden und teilweise recht frostigen Angelegenheit, den herzlichsten Dank für ihre Mühe und Arbeit auszusprechen; der Dank gilt vor allem der Automobilkontrolle, den kantonalen und städtischen Polizeibehörden, allen Garage-Inhabern und Clubmitgliedern, dem Clubsekretär, Herrn W Lüscher, und last not least döm Clubpräsidenten, Herrn Dr. 0. Hübscher, dessen '""'atkräftiger Initiative das Zustandekommen derKoni'olle doch letzten Endes zu verdanken ist. Zur Zeit prüft der Vorstand auf dorn Zirkularwege die eventuelle, nochmalige Durchführung der technischen Kontrollen, dies für diejenigen Mitglieder, die aus irgendeinem Gruride die ersten Male nicht teilnehmen konnten. (Wünschenswert wären sie nach dem Empfinden des Schreibendon allerdings auch nochmals in der ersten Hälfte April; dann nämlich, wenn die Dutzende von Mitgliedern, die ihren Wagen kunstgerecht überwintern, denselben wieder in Betrieb nehmen.) Für Sonntag, den 28. Januar, veranstaltet die Sektion auf der Rigi einen eigenen Skitag, der dem zugestellten Programm nach zu schliessen, recht Vergnügliches verspricht. Meister des Volants wird man dann endlich einmal auf den Brettern, die momentan in der Schweiz die Welt bedeuten, bewundern können; wenigstens ist ein Ski-Gymkhana vorgesehen, an dem «auch die Schwächsten teilnehmen können,» was recht vielversprechend ist; allerdings sollten dann alle diejenigen Vorstandsmitglieder, die sich «im Geheimen» in ruttd Htägigen Aroser-Skiferien vollständig fit trainiert haben, mit einem tüchtigen Handicap belegt werden, sonst könnte dann an der Preisverteilung die klassische Frage wieder einmal gestellt werden: «Finden Sie, dass Oscar sich richtig verhält?» pp. SEKTION ZÜRICH Autotechnische Kontrollen. Das Kommando deT 'Kantonspolizei Zürich hat beschlossen, die von der Sektion Zürich herausgegebenen grünen Kontrollkarten, wie solche an der von den amtlichen Experten der Kantonalen Motorfahrzeugkontrolle durchgeführten autotechnischen Kontrollen an die Wagenbesitzer abgegeben worden sind, offiziell für die nun zur Durchführung gelangenden Polizeikontrollen zu akzeptieren. Wer eine solche Kontrollkarte besitzt, hat für all diejenigen Bestandteile der technischen Ausrüstung der Wagen, für die in der betreffenden Rubrik der Stempel «Richtig» eingesetzt ist, an den polizeilichen Kontrollen keine weitere Prüfung zu gewärtigen Selbstverständlich bleiben hiebei vorbehalten diejenigen Bestandteile des Wagens, die einer steten Abnützung unterworfen sind, wie Bremsen, Bereifung usw., wie dies auf den Kontrollkarten selbst vermerkt ist. Die statistische Verarbeitung der bei den A. C. S.-KontroIIen im Kanton Zürich festgestellten Ergebnisse (1289 Wagen an der ersten und 456 Wagon an den Nachkontrollen) — ergab folgendes Resultat: In allen Teilen vollständig in Ordnung befunden wurden nur 18 Wagen Es mussten beanstandet werden wegen der Anordnung und Beschaffenheit des Kontrollschildes 28%, der Anordnung, und Beschaffenheit des Nationalitätsschildes 57%, des Vorhandenseins und der Anordnung des Rückblickspiegels t%, der Farbe, Sichtbarkeit, Lange und Befastigung .des Fahrtrichtungsanzeigers 80%, der Tonhöbe und Art des akustischen Signals 17%, der Wirksamkeit des Schalldämpfers 1%, der Form der Kühlerfigur 36%, ungenügendem Gleitschutz der Bereifung 36%. Sieben Wagen besassen noch Zweiradbremsen. Hinsichtlich der Beleuchtung stellten sich die Beanstandungen wie folgt: Disposition der Scheinwerfer und Stand- und Markierlicbter 19%, Disposition und Farbe des Schiusa, Stopp- und Kontrollsohildlichtes 66%, Farbe und Anordnung der Nebellarope 6%, Licht zum Rückwärtsfahren 4%, ungenügende Abblendung der Scheinwerfer 32%, Reichweite und Breite des Lichtkegels bei vollem iebt 41%, Reichweite und Breite des Lichtkegels bei abgeblendetem Licht 51%. Diese wenigen Zahlen zeigen, dass es vor allem bei der Beleuchtung bedenklich hapert und dass heute wohl noch Tausende von Wagen im Betrieb stehen, die den Vorschriften der VollziehungsveT* Ordnung nicht zu genügen vermögen, was bei allfälligen Unfällen für Fahrzeuglenker und Wagenbesitzer äusserst schwere Konsecnienzen haben kann. Erwähnt sei auch, dass trotz der klaren Bestimmung der Vollziehungsverordnung noch in 25 Fällen Sucherlampen aberkannt Werden mussten und dass sogar an einem Wagen noch der — Scheibenwischer fehlte. S. Filmmatinee. Als nächste Veranstaltung folgt Sonntag, den 28. Januar, eine Fiknmatine'e im ünema Apollo in Zürich, an der W. Mittelholzer um 10.30 Uhr drei neue « Aviatikfilms vorführen wird. Und zwar den Tonfilm « Flug über die Alpen », der herrliche Gebirgsbilder vermittelt, dann den Tonfilm « Der Blindflug », der über die Peilung im Nebel orientiert und den Film «Flug in die Sahara», der herrliche Bilder Nordafrikas und speziell der Wüste vor Augen zaubert. Mittelholzer wird den begleitenden Vortrag halten. Mitgliedern und deren Angehörigen stehen Eintrittskarten beim Sektionssekretariat kostenlos zur Verfügunr. s. T. C. S. Der T. C. S. und die Bluttat von Basel. — In seiner Sitzung vom 22. Januar 1934 hat der Ausschuss des Verwaltungsrates des T. C. S. mit Befriedigung vom letzten Akt der ruchlosen Taten der 2 Bankräuber Kenntnis genommen. — Er gedenkt ehrenvoll der in Ausübung ihrer schweren Pflicht gefallenen Polizeibeamten, sowie des unschuldigen Opfers, das bei der Verfolgung der abscheulichen Mörder leider sein Leben lassen musste. Er anerkennt das mutige Verhalten des verletzten Polizeimannes G o h 1, sowie des Arbeiters Z w a h 1 e n , dessen tapfere Haltung zur Verfolgung der Mörder soviel beigetragen hat und wünscht den beiden Verletzten baldige Genesung. Den Hinterbliebenen der Opfer entbietet er sein aufrichtigstes Beileid; den Polizeikorps von Basel-Stadt und -Land, Bern und Solothurn, sowie der Rekrutenschule des Grenzwachtkorps und deren Chefs seine Bewunderung und Anerkennung für die tapfere Zusammenarbeit. —• Als äusseres Zeichen der Anerkennung für die auf so tragische Weise ums Leben gekommenen Polizeibeamten hat der T. C. S. ferner beschlossen, zur Verteilung an-die-bedauernswerten Hinterbliebenen der Opfer dem Regierungsrat des Kantons Baselstadt eine Schenkung zu überweisen. Ausserdem hat der T. C. S. dem unerschrockenen Zwahlen eine Schenkung zugedacht. Autosektion St. Gallen-Appenzell ORTSGRUPPE ST. GALLEN-STADT. Wir machen unsere Mitglieder heute sehon darauf aufmerksam, dass wir Mittwoch, den 7. Februar, abends 8 Uhr, im Gartensaal des Restaurants übler in St. Gallen einen gemütlichen Faschingsabend durchführen. Wir bitten die Mitglieder, diesen Abend zu reservieren. Persönliche Einladungen folgen. AUTOSEKTION ZÜRICH. Frühlingsfahrt Das überaus-starke Interesse für die geplante Seereise, die von Venedig entlang der ganzen dalmatischen Küste nach Athen und Konstantinopel führt, bekundete sich bei dem Orientierenden Vortrag am Freitag, den 19. Januar im Pavillon der Tonhalle, der von zirka 800 Interessenten besucht war. Begleitet von eigenen Lichtbildern, gab der Referent Herbert Taub, ein anschauliches Bild Südslaviens, seiner mannigfaltigen Gegensätze kultureller und ethnographischer Art, um dann ausführlicher auf das Sonnenland Dalmatien einzutreten, auf seine Baudenkmäler und landschaftlichen Reize. Schliesslieh wurde noch die glanzvolle Heimstätte der Antike, Athen, der Reiz der überwältigenden Monumentalbauten Konstantinopels und die modernen Reformen der neuen Türkei gebührend gewürdigt. Ein sonnendurchfluteter Schmalfilm, den Red. Taub von der ganzen Schiffsreise aufgenommen hatte, vermochte so recht die liebenswürdige Eigenart Dalmatiens und seiner Bevölkerung und mit wechselvollen Bildern des Lebens und Treibens auf dem Schiff die eindrucksvolle Reise durch die Adria bis an die Gestade, des Bosporus zu schildern. Die amüsante und lebendige Darstellung des Erlebten und Geschehenen brachten dem Referenten verdienten Beifall, der bei den Zuhörern die Lust zur Teilnahme an der T. C. S.-Fahrt zu wecken verstand Das grose Interesse für diese Frühlingsfahrt gab, den Anstoss, das diesjährige Jahresfest (24. Februar) unter der Devise: «Dalmatien. Eine Fahrt durch die schöne, blaue Adria» abzuhalten. Orientreise. Der T. C. S. Zürich hat mit seiner Schiffsreise nach Dalmatien-Griechenland und der Türkei einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Binnen weniger als Tagesfrist war das eigens gecharterte Schiff «Kraljica Marija», das 350 Personen fasst. bis auf die letzte Kabine ausverkauft. — Da viele Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden konnten, sind bereits Unterhandlungen mit der jugoslavischen Reederei im Gange zwecks Organisation einer zweiten, gleichen Reise. ^ius «l«»n Verbanden SCHWEIZ. TRAKTORENVERBAND. Die Behandlung der landwirtschaftlichen Traktoren in der V.V. zum Automobilgesetz. Es freöt uns, unseren Mitgliedern und weiteren Interessenten bekannt geben zu können, dass das Eidg. Justiz, und Ppli zeidepartement unterm 19. Januar 1934 in einem Kreisschreiben an die für das Automobilwesen zu ständigen Direktionen oderDepartemente der Kantone eine Wegweisung erlassen hat, die bereite in Nr. 6 der « A.-R. » publiziert wurde. Diese Auslegung veranlasste den schweizerischen Bauernverband zu einer einlässlioh begrün deten Eingabe. Er führte in der Hauptsache aus daas daa Verbot der Verwendung des landwirtschaftlichen Traktors gegen Lohn für Dritte dessen zweckmässige Ausnützung fast verunmögliche. tfach den Erbebungen des Schweiz. Traktorverahdes, welche mit denjenigen der Stiftung «Trieur» n Brugg übereinstimmen, seien bisher mehr als tö% der landwirtschaftlichen Traktoren gelegentlich zu bezahlten Aushilfsarbeiten im Landwirtschaftsbetrieb Dritter verwendet worden. Es sei an ielen Orten Brauch, dass jeweils nur ein Traktorhalter zu Markte fahre, wobei er die Produkte anderer Landwirte gegen ein kleine« Entgelt mit sich fühTe. Dadurch könnten die Landwirte viel Geld und Zeit ersparen. Der Traktor stelle für den .andwirt nur dann einen vollwertigen Ersatz des Pferdezuges dar, wenn ihm auch dessen Gebrauch zu landwirtschaftlichen Arbeiten für Dritte möglich sei. Wir haben daraufhin die kantonalen Automobiliehörden mit Kreisschreiben vom 28. November 1033 ersucht, uns ihre Stellungnahme dazu bekanntzugeben, ob sie es für notwendig erachten, dass die Verwendung des landwirtschaftlichen Traktor für Rechnung Dritter gestattet wird, oder ob sie die Umschreibung der Verwendungsmöglichkeit, wie wir sie in unserem Kreissohreiben vom 28. Dezember 1932 gegeben haben, für ausreichend halten. Die meisten Kantone sind damit einverstanden, dass die Verwendung des landwirtschaftlichen Traktors zur Verrichtung landwirtschaftlicher Arbeiten für Rechnung Dritter getattet wird. In verschiedenen Kantonen dürfte Spezialkurse für Automobil-Tourismus. Die Entwicklung des Autotourismus in den letzten Jahren hat es mit sich gebracht, dass alle die Fragen, die damit Zusammenhängen, beinahe eine Wissenschaft für sich geworden sind. Weite Kreise, die sich bis jetzt mit den Verkehrsfragen nur ganz allgemein befassten und dabei Eisenbahn, Dampfschiff, Post usw. in den Vordergrund stellten, sind nun gezwungen, sich auch intensiv mit autotouristischen Fragen zu beschäftigen. Alle Reiser und Auskunftsbureaus, dann Garagen, Sekretariate usw kommen immer mehr in die Lage, autotouristische Fragen beantworten zu müssen. Wer dabei dieses Gebiet nicht beherrscht, wird auch nie imstande sein, erschöpfende und befriedigende Auskunft zu erteilen. Es ist deshalb sehr zeitgemäss und zu begrüssen, wenn die Handels- und Verkehrsschule Bern im Lehrplan der nächsten Monate einen Spezialkursns über Autotourismus eingerichtet hat. Wie vielseitig das ganze Gebiet heute schon ist, zeigt ein Ueberbliclr über den Lehrplan aus dem wir Stichwortartig nur folgende Hauptkapitel-Ueber- Sphriften entnehiften: Wesen", "Entwicklung und Bedeutung des Autotottrismus, Vorschriften für den schweizerischen Äutomobilverlcehr,' Vorschriften für den internationalen Äutomohiiverkehr, Zollformalitäten im internationalen Automobilverkehr, automobilistische landwirtschaftlichen Traktoren in der V.-V nurOrganisationen (Schweiz und Ausland), automobiltouristisches Auskunftswesen, Auto-Car-Reise- noch zwei Differenzen betr. die techn. Ausrüstung cremäss Art. 38, AI. 1, lit. b (zwei Bremsen) und ünternehmen, Autovermietung an Selbstfahrer, AI, lit. e (rotes Schlusslicht), betr. welchen wir Auto-Camping, Verkehrspropaganda und Autotourismus usw. demnächst im Zusammenhang mit andern Fragen bezügl. den Betrieb gemischtwirtschaftlicher und Die Kurse werden von einem erfahrenen Fachmann, in autotouris-tischen Fragen gegeben und es industrieller .Traktoren und ihrer Anhänger in einer weiteren Eingabe an das Eids. Justiz- 1 und bestellt die Möglichkeit, am Schlüsse eines Kurses Polizeideparfement noch einmal vorstellig zu werden gedenken. Wir gehen sicherlich nioht fehl in der An- eine Prüfung abzulegen. nahme, dass diese Kurse einem in weiten Kreisen lange gehegten Bedürfnis entgegenkommen und CHAUFFEUR-CLUB LUZERN schon von Anfang an sehr s-tark besucht werden. UND UMGEBUNG Angestellte von Reisebureaus, Sekretariaten, Garagen usw. werden sich sicherlich die Gelegenhei- Generalversammlungsbericht. Die am 14. Januar a. c. abgehaltene Generalversammlung war sem Gebiete zu vervollkommnen. Auf alle Fälle ten nicht entgehen lassen, um ihr Wissen auf die- verhältnismässig schwach besucht. Nach einer kurzen Bestandpunkt aus und im Hinblick auf den Auto- ist die Einführung solcher Kurse vom Verkehrsgrüssung seitens des "Vorsitzenden eröffnete dieser um 14.30 mobiltourismus im speziellen sehr zu begrüssen. Uhr die Sitzung. Das Protokoll würde nach Verlasen einstimmig genehmigt und dem Aktuar seine Aibeit verdankt. Unter Mutationen erfolgte die Aufnahme einiger Aktiv- und von zwei Pass'iymitgliedern. Leider mussten einige Aktive, da sie NeugrDndung: , Viktor Tognazzo, Zürich. Handel in Automobilbestandteilen und Autos, Reparaturwerkstätte. Do- ihren Verpflichtungen nie nachkamen, ausgeschlossen werden. Alsdann erstatteten die Rechnungsmizil: am Giessen 49. J. Francioli, «Garage et Ateliers Montrlond», Lausanne. Handel in Automobilen und Motorrä- revisoren Bericht über den vorgelegten Jahresabsohluss. Die Jahresreohnung wurde genehmigt und dem Kassier Deoharge erteilt. Aus dem vom Präsidenten verfassten Jahresbericht ergab sich ein klares Bild über den Gang der Vereinsgeschäfte. Seine Arbeit wurde gebührend verdankt und der Bericht einstimmig akzeptiert Als Tagespräsident wurde Ernst Muster gewählt. Unter seiner Leitung erfolgte die Wahl des Vorstandes. Nach statutengemäss durchgeführter geheimer Abstimmung wurde der engere Vorstand durch neue Mitglieder ersetzt. Als Rechnungsrevisnren beliebten die bisherigen. Zum Präsidenten des Vergnügungskomitees wurde A. Bucher gewählt, während die Verkehrskommission eine Neubestellung erfuhr. Nach Erledigung des ersten Teiles der Träictandenliste wurde der obligatorische Imbiss eingenommen. Ansohli&ssend daran erfolgte die Behandlung -der weiteren Fragen, so wurde als Vereinsorgan für das neue Vereinsjahr die « Automobil-Revue » bestimmt, welche den Mitgliedern auf Kosten des Vereins gratis zugestellt wird. Als Datum der jeweiligen Monatsversammlung wurde, wie bis anhin, der erste Samstag des in Bctrach fallenden Monats bestimmt Der Vorstand für das neue Geschäftsjahr 1934 zeigt folgende Zusammen Setzung: Präsident: E. Muster, Vizepräsident: B Spahni, 1. Aktuar: W. Herz, 2. Aktuar: Nedwig, 1 Kassier: M. Agasis. 2. Kassier: R. Schupp, Bei sitzer: W Rötheli, Vergnügungspräsident: A. Bu eher, Rechnungsrevisoren: F. Bachmann, J Lüsten berger, Vereinskommission: E. Muster, W. Herz und Ersatimarin: J. Eigensatz. Wegen Besetzung des Clublokals anlSsslich der Faetnaehtsanlässe kann die nächste Monatsver Sammlung nicht abgehalten werden. CHAUFFEURVEREIN ZÜRICH. Hauptsitzung zur Generalversammlung 1934. Sonntag, den 28. Januar, nachmittags 2 Uhr, findet die obligatorische Hauptsitzung des Vorstandes, der Kommissionsmitglieder und der Revisoren statt Diese sind gebeten, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Die Generalversammlungs-Traktandenliste wurde orientierungshalber zum zweiten Male im Organ publiziert Wir machen nochmals darauf aufmerksam, dass Einwendungen oder Aenderungsanträge zu den Traktanden bis Samstag, den 27. Januar a. c. im Besitze des Präsidenten sein müssen. Der Vorsitzende. DER VORSTAND DER KANT.-BERN. STRAS- SENVERKEHRSLIGA hielt am Montag in Bern, unter dem Vorsitz von Herrn Ingenieur Edm. Platel, eine Sitzung ab, in welcher der Kantonalverband bernischer S. R. B.-Motorradahrer einstimmig in die Liga aufgenommen wurde. In einer Eingabe soll vom Regierungsrat die Abänderung des Reglementes vom 18. Februar 1931 betr. die ausserparlamentarisch«) Verkehrs^ kommission im Sinne einer vermehrten Berückichtigung der Verbandsvertreter gewünscht werden. Ferner wurde die obligatorische Haftpflichtversicherung für Radfahrer, sowie die Vierteliahressteuer besprochen, deren Einführung, rückwirkend ab 1. Januar 1934, von sämtlichen Verbänden, deren Vertreter an dieser Sitzung anwesend waren, mit Ungeduld erwartet wird. — Im weiteren wurde angeregt, zuständigen Ortes einige Aenderungen an der an der Effingerstrasse-Monbijoustraase versuchsweise angebrachten Verkehrsampel zu beantragen. r. MILITÄR - MOTORFAHRER - VERBAND ZEN- TRALSCHWEIZ. Wir machen hiemit die Militär- Motorfahrer der Stadt und des Kantons Luzern, sowie der Kantone Uri, Schwyz, Unterwaiden und diese Umschreibung der Verwendungsmöglichkeit nach den erhaltenen Berichten einer direkten Notwendigkeit entsprechen. Wir sehen uns veranlasst, die in unserem Kreisschreiben vom 28. Dezember 1932 gegebene Auslegung dahin abzuändern, dass der landwirtschaftliche Traktor nicht nur im eigenen Landwirtschaftsbetrieb, sondern aushilfsweise auch für Rechnung Dritter geigen Entgelt zur Verrichtung aller landwirtschaftlichen Arbeiten, wie sie im Zug darauf aufmerksam, dass der Militär-Motortahrer-Verband der Zentralschweiz anlässlich der eigenen Betrieb ausgeführt werden dürfen, verwendet werden kann. Mit dem landwirtschaftlichen Versammlung vom 4 Januar 1934 sein Stammund Versammlungslokal ins' Hotel « du Nord » an Traktor dürfen demnnrli auch die Produkte anderer Landwirte mitgeführt werden (Marktfahrten, der Frankenstrasse verlegt hat. Das Datum der nächsten Versammlung wird später bekanntgegeaen. B. Fahiten auf entfernt gelegene Alpwirtschaften usw.). Mit diesem verdankenswerten Entscheid ißt die Frage der Zulässigkeit der landwirtschaftlichen Drittmannsarbeit endgültig, klar und eindeutig im Sinne unserer durch den Schweiz. Bauernverband gemachten Eingaben vom 12. September 1932 und 10. Juni 1933 und in demjenigen der Antragsteller bei der Gesetzesberatung für Art. 69, AI. 2. lit. n, des Gesetzes und Art. 5 der z.udienlichen V V. eredigt worden. Ein Landwirtschaftstraktor soll darnach auch dann uneingeschränkt als solcher anerkannt werden, wenn Arbeiten landwirtschaftlichen Charakters gegen Entschädigung für Dritte auszeführt werden. Es ist selbstverständlich, dass wir die Auslegung des Eid?. Justiz- und Polizeidepartements vom 28. Dezember 1932 von allem Anfang an im Sinne unserer Eingaben so aufgefasst und ausgelegt haben, dass wir nie nur an den eigenen Landwirtschaftsbetrieb, sondern an den Landwirtschaftsbetrieb als sqlchen gedacht haben. Zur Beurteilung der Einteilung ausschlaggebend soll die Verwendung das Traktors zu landwirtschaftlichen Arbein*jm, Sinne der Auslegung sein,, wobei es -*oll- "g bedeutungslos ist. ob diese Arbeiten für eigenen Betrieb oder gegen Lohn für Dritte ausgeführt werden. Dass zum Landwirtschaftsbetrieb auch die Verwertung der landwirtschaftlichen Produkte gehört und diese ohne Mafktfuhron nicht möglich ist, liegt derart auf der Hand, dass-der vorstehende Entscheid unsererseits mit grösster'Zuvarp}eht erwartet wurde, Es bestehen nun bezüglich der Behandlung der Veranstaltungen. dern, Reparaturwerkstätte. Domizil: Av. Dapples. Personelles: Georg Ulm, Zürich, Autohandel. Die Firma erteilt Prokura an Mar.grit Ulm in Zürich. Das Gesebäftsdomizil befindet sich nunmehr Letzigrabentätrasse 142. Firmenänderung: W. Trachsei & Cie„ Luzern. Diese Kommanditgesellschaft übernimmt Aktiven und Passiven der infolge Verzicht des Inhabers erloschenen Einzelfirma Trachsel, Autofeparaturwerkstätte in Kriens. Unbeschränkt Haftender ist W. G. Tracheel in Luzem. Kommanditärin mit Fr. 15.000.— ist Frau L. Rosset in Bern, Betrieb einer Autogarage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Moosstrasse 6. Firmenlöschung: Jakob Plattner, Zürich, Autotransporte. Diese Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht, Walter Habesger, Reparaturwerkstätte, St. Gallen. Infolge Aufgabe des Geschäftes und Verzicht des Inhabers ist die Firma erloschen. Auto-Electric A.-G., Biel. Diese Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Bestätigung des Nachlassvertrages: Felber & Cie., Baisthal. Die Verhandlungen finden statt am 23. Januar. Wiederruf des Konkurses: Fratelli Bernasconi, Garage, Lugano-Loreto. Laut Beschluea des Konkursamtes wird der Konkurs widerrufen und ein Nachlassvertrag auf der Basis von 35% abgeschlossen. Schluss des Konkursverfahrens: K. Egll, Karosserie, Basel. Das Konkursverfahren ist durch Verfügung des Zivilgerichts als geschlossen erklärt worden.