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E_1934_Zeitung_Nr.008

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N« 8 nfts- und Automobilisten Das Bedürfnis nach einem Sammelwerk aller Informationen für die Praxis der Selbstfahrer war schon vor zwei Dezennien die Veranlassung zur Schaffung des wohl allen altern Kollegen vom Lenkrad bekannten Schweizerischen Automobilkalenders. Er sammelt nicht nur alles, was man vom Automobil, namentlich seinem eigenen, wissen muss, sondern gliedert es in bestimmte Gruppen. 1. Gruppe: Extrakte des techn. Wissens vom Automobilbetrieb. Eine Rekapitulation der Kenntnisse vom Automobilmotor und seinen Störungen nach alphabetisch geordneten Stichwörtern. Technische Tabellen zur raschen Beantwortung öfters eintretender Fragen, Schnittzeichnungen von Chassis und Motoren. 2. Gruppe: Dieaussertechn. Informationen im Automobilbetrieb. Massnahmen bei Unglücksfällen, Tarife und Vorschriften beim Bahntransport, Militärische Vorschriften, farbiges Tableau der Strassensignale, Autotechnisches Wörterbuch, Distanzenkarte, Club-Verzeichnisse. Ein Meisterwerk der Konzentration erfüllt der Hütomobilkalender in der automobilistischen Fachliteratur die Aufgabe eines konzentrierten Isetfiebswirtschaftlichen Mentors. Er gibt dem Tourenfahrer eine leicht fassliche Darstellung der Ursachen der Pannen und der Mittel zu deren Behebung, dem technisch Interessierten illustrierte Hinweise auf technische Neuheiten, dem wirtschaftlich Denkenden ein ganzes Lexikon von Ratschlägen zum sparsamen Betrieb und zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Wagens. Er orientiert über • die wirtschaftlichen, technischen und sportlichen Bewegungen im verflossenen Jahr. 3. Gruppe: Das Haushaltungsbuch des Automobilbetriebes. Eine Sammlung von Vordrucken zur Festhaltung des rechnerischen Verlaufes des Fahrbetriebes, zugleich Ueberwachung der Wagenausrüstung und der Versicherungen. 4. Gruppe: Das Notizbuch des Automobilbetriebes. Eine sinnreiche Uebertragung des gewerblichen Fachkalenders zum Vornotieren wichtiger Geschäfte und zum Festhalten denkwürdiger Daten. Im Anhang: Verzeichnis der bedeutendsten Unternehmungen des Hills- und Abschleppdienstes der Schweiz. Im Jahre 1934 wird dieses Buch jeden Fahrer, der das Bestreben nach Rationalisierung des Fahrbetriebes hat, wichtige Dienste leisten. Rationalisierung ist keine rein technische Angelegenheit, sondern bedeutet die Herrschaft über die Wechselbeziehungen zwischen Leistung und Aufwendung und kann deshalb von jedem Automobilisten individuell angewendet werden. Zehntausenden hat unsere „Geistige Reparaturwerkstätte des Automobilbetriebes' im Laufe von 18 Jahren in allen Verlegenheiten auf der Landstrasse, in der Garage und im Kontor geholfen' der 19. Jahrgang wird sie ebenfalls nicht enttäuschen. Preis nur I?*:r. *7.5O. Darin ist das Verzeichnis der Personenwagenbesitzer nach den neuen Kontrollnummern, abgeschlossen per 1. Januar 1934, inbegriften. Das Buch kann nach Erscheinen auch durch Buchhandlungen und Clubsekretariate bezogen werden. Senden Sie Nachnahme Adresse: Ort etc.: Bucherzetfel sofort nach Erscheinen per .Automobil-Kalender 1934 Verzeichnis d. Personenwagenbesitzer Der Äutomobilkalender pflegte sonst, wie alle derartigen Werke, auf Jahresbeginn zu erscheinen. Diesmal müssen wir seine regelmässigen Bezüger und die es werden wollen, um etwas Geduld bitten. Für das mit dem Kalender verbundene Verzeichnis der Personenwagenbesitzer mussten die Umnumeherungen bis 31. Dezember 1933 abgewartet werden; deren Satz und Einreihung unter den übrigen Adressenstand bringt eine Verzögerung in der Herausgabe mit sich, die aber nur der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit des Gesamtwerkes zugute kommt. Verlag Automobil Revue Zürich Löwenstrasse 51 Breitenrainstrasse 97 7, Rue de la Confederatlon

No 8 II. Blatt BERN, 30. Januar 1934 » II. Blatt BERN, 30. Januar 1934 Techn. RurarfschaiU Neuerungen im amerikanischen Automobilbau Verbesserung der Motorbrennstoffe. Eine der bisher noch lange nicht voll ausgenützten Möglichkeiten zur Leistungssteigerung eines Automobil- und besonders des Flugmotors ergibt sich aus der Verwendung besonders "kompressionsfester Brennstoffe. Es ist mit Bestimmtheit damit zu rechnen, dass derartige Brennstoffe schon in den nächsten Jahren zu grosser Bedeutung gelangen werden. Während beim Automobilmotor die Leistungssteigerung pro Motor-Einheitsgewicht, wie sie vor allem zur Auswirkung kommt, bisher nicht stark beachtet wurde, ist sie beim Flugmotor schon heute sehr wertvoll und gesucht. Vor allem die amerikanische und englische Militäraviatik bedient sich schon lange in ausgedehntem Mass ge- «dopter», d.h. hier «detonationsfest« gemachter Brennstoffe. Aber auch im amerikanischen Automobilverkehr nimmt die Verwendung von Benzinsorten mit Zusätzen, welche die Kompressionsfestigkeit erhöhen, immer grösseren Umfang an. Die Motoren mit Spezial-Hochkompressions-ZylinderkÖpfen, die manche amerikanische Fabriken auf •Wunsch in ihre Wagen einbauen.und die mit Kompressionsverhältnissen bis 7 :1 arbeiten, lassen sich nur mit solchen Spezialbrennstoffen betreiben. Dann allerdings ergeben sie •gegenüber dem Motor mit der Normalkompression Mehrleistungen von 20 oder noch mehr Prozent, bei gleichzeitig erhöhter Wirtschaftlichkeit. • Es ist nicht ausgeschlossen, dass bald einmal die Automobilfabrikanten ihren Kunden die Octanzahl der Brennstoffsorte vorschreiben werden, mit der ein Wagen betrieben •werden darf. Die Octanzahl ist dabei massgebend für die Detonationsfestigkeit des Brennstoffes. Sie wird auf besonderen Prüfmaschinen ermittelt und beträgt bei hochwertigen Brennstoffen über 73. während sie bei minderwertigen Brennstoffen unter diesem Wert liegt. . Ein charakteristisches Beispiel für den Leistungszuwachs, der sich durch Verwendune eines Brennstoffes mit höherer Octan- zahl bei einem amerikanischen Flugmotor erzielen Hess, gibt folgende Aufstellung: Octanzahl Mehrleistung 73 0% 80 11% 87 21% 95 34% Aehnliche Verhältnisse sind bei Automobilmotoren zu erwarten. Zur Erhöhung der Octanzahl des Benzins ist in Europa schon lange der Zusatz von Benzol und z. T. auch von Alkohol üblich. Wirksamer und offenbar auch rationeller ist das Verfahren, das in den letzten Jahren in Amerika grosse Verbreitung gefunden hat: Der Zusatz minimer Mengen des besonders « klopfbremsenden » Tetraethylbleis. Diese chemische Verbindung wird dabei in der Form der « Ethylflüssigkeit», die ausser 61 Prozent Tettaethylblei noch 36 Gewichtsprozent Ethylendibromid, 0,2 Prozent Farbstoff und einen Rest von Petrol und Unreinigkeiten enthält, in den Handel gebracht, dem Benzin aber meist schon vor der Abgabe an den Verbraucher beigemischt. Derart kompressionsfest gemachtes, sog. « Ethyl »-Benzin, ist fast an jeder Tankstelle Amerikas zu haben. Links oben: Die geteilte Vorderachse von Essex-Hudson, welche die Vorteile der starten Achse mit denen der unabhängigen Radabfederung vereinen soll. Links unten; Die unabhängige Vorderradfederung des Dodge, die mit zwei Gelenkdreiecken und einer Schraubenfeder arbeitet und in ähnlicher Ausführungsform auch bei den Chrysler-, Buick- und Cadillac-Wagen zu finden ist. Rechts: Weitere Beispiele neuer amerikanischer Karosseriebaufor- • men, wie sie kürzlich erstmalig am New Yor- ' ker Salon zu sehen waxen. Ganz geringe Mengen der in der «Ethyl- Flüssigkeit» hauptsächlich wirksamen Bleiverbindung erhöhen die Octanzahl des Benzins schon sehr stark. So enthält das übliche Ethylbenzin für Automobile nicht mehr als 0.8 cem « Blei» pro Liter, und das kompressionsfest gemachte Flugmotorenbenzin nicht mehr als 1,5 ccm. . Die bei der Entdeckung der chemischen Klopfbremsen aufgekommenen Bedenken, dass das Blei für die mit ihm in Berührung kommenden Menschen infolge seiner starken Giftigkeit, und für die Motoren wegen eventueller korrodierender Wirkungen gefährlich werden könnte, haben sich nach den vorliegengen Berichten als vollständig unbegründet erwiesen. m. d« Olivenöl als Motorschmiermittel? Wie «Le Poids Lourd» berichtet, wurden kürzlich in Algier Versuche zur Schmierung von Automobilmotoren mit Olivenöl gemacht, deren Ergebnis in jeder Hinsicht befriedigte. Bei Schmierung mit Olivenöl statt Mineralöl sollen die Motoren sich weniger erhitzen und leichter anlaufen. Das Oel selbst ist billiger, braucht angeblich nur in grösseren Zeiträumen- ausgewechselt zu werden und neigt weniger zur Verrussung des Motors. Die tunesischen und algerischen Olivenölzentren, die in der letzten Zeit überproduzierten, sollen unter den Automobilisten willkommenen neuen Absatz gefunden haben. -th- Verzinnung abgenützter Graugusskolben. Durch die Verzinnung ihrer Laufflächen lassen sich abgenützte Kolben, wie «Motor- Transport» angibt, wieder brauchbar machen. Die Kolben werden dazu vorerst durch Eintauchen in kochende Aetznatronlauge und Abreiben mit Schmirgelpapier gründlich gereinigt. Hierauf erwärmt man sie auf eine Temperatur, die etwas höher liegt als der Schmelzpunkt des Zinns, bestreut die Laufflächen mit gepulvertem Salmiaksalz, um die Bildung einer Oxydhaut zu verhindern, und nimmt schliesslich die Verzinnung vor, indem man mit einem Zinnstab über die Laufflächen streicht. Das überflüssige Material wird auf der Drehbank oder mit dem Schaber beseitigt, -th- Leichteres Aufbocken der Hinterräder. Auf sinnreiche, einfache Art wird bei den Vaux- Die besten für AnnanSer jeder Art sind 1 aut. Auflaufbremsen „MOSER" und die „FREMO"-SERVO-BREMSE E. MOSER, Anhängerfabrik, BERN Schwarztorstrasse 101 — Telephon 22.381 fwchnie Wer möchte sich der Gefahr aussetzen, mit leeren Akkumulatoren wegzufahren. Sind die dadurch verursachten unangenehmen Folgen nicht jedermann bekannt! Sorgen Sie dafür, dass die elektrische Anlage Ihres J. Wagens regelmäßig durch SCHAEFER't AUTO-E LECTRI SE C- RV nachgeprüft und Instand gehalten wird. Somit schonen Sie Ihren Wagen und Ihr Geld. n lies Elektrische für'* Au to nets von «••• ^ — ICE Cutenbergstr. 10 (Telephon 31223) Zürich Belpstraue 24 (Telephon 28701) Bern HbfTcngesellschaft der Elsen-ttnd SfaMwerftB «nnnals Georg Fischer, Schaf fhausen (Schwele) AM 3 Aensserst günstige, reelle Limousinen, mit Stossstangen u. 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