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E_1934_Zeitung_Nr.009

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 9 Luftfahrt Verwirklichung des Volksflugzeuges? Dem Vernehmen nach soll die General Aviation Inc., eine Tochtergesellschaft der General Motors, die Pläne für ein 700-DoIlarfhigzeug ausgearbeitet haben. Im Zusammenhang mit dem auf Veranlassung des Department of Commerce zu schaffenden Volksflugzeug soll in einem Motorenwerk in Detroit an der Herstellung eines billigen Motors gearbeitet werden. Teilnahme am Europaflug 1934. Wir berichteten letzthin von den deutschen Vorbereitungen für den Europarundflug bei Klemm, Messerschmitt und Fieseier. Die französischen Flugzeugwerke Caudron halten für diese Erprobung ihren letzten Typ Caudron- Renault « Bengali > bereit. Bei diesem Flugzeug handelt es sich um einen dreiplätzigen Hochdecker mit Handley-Page-Spaltflügel und Flügelbremsen vom System « Zap ». Die geschätzte Höchstgeschwindigkeit soll 240 km/St., die Mindestgeschwindigkeit 65 km/St, betragen. Breguet-Hubschraubenflugzeue. Die französische Flugzeugfirma Breguet setzt, wie gemeldet wird, ihre Versuche mit einem Hubschrauber fort. Bei einem im Sommer unternommenen Versuche wurde der Apparat durch Bodenwind leicht beschädigt. Man will die, Flüge indessen voraussichtlich im nächsten Juli neu aufnehmen, und es wird davon gesprochen, dass diese in Höhen zwischen 500—1000 m vor sich gehen sollen. Neues « Wedell »-Rennflugzeug. Der ame- Tikanische Flieger Jimmy Wedell, Inhaber des Geschwindigkeitsweltrekordes für Landflugzeuge (491,275 km/St.), arbeitet zur Zeit am Entwurf eines Rennflugzeuges, mit dem er eine Geschwindigkeit von ca. 700 km/St. zu erreichen hofft. Wedell hat die Absicht, an dem im Oktober stattfindenden MacRobertson-Rennen in England-Australien teilzunehmen. Flugverkehr Europa-Indien. Die holländische Luftverkehrsgesellschaft K.L.M. gibt einen vorläufigen Bericht über das Ergebnis der Linie Amsterdam-Batavia im Jahre 1933 heraus. Diese 14,370 km lange Strecke wurde im Berichtsjahr 104 Mal zurückgelegt, ohne dass Materialschaden zu verzeichnen ist. Der Postverkehr zeigt gegen das Vorjahr eine Erhöhung um 25 %. der Güterverkehr um 85%, der Personenverkehr um 110%. Die Fluedauer. die noch im Jahre 1931 auf dem Hinfluge durchschnittlich 11,79 Tage, und auf dem Rückfluge 10,5 Tage betrug, wurde im Jahr 1933 auf 9,9 bezw. 9,2 Tage herabgesetzt. Das finanzielle Ergebnis der K.L.M. ist noch nicht bekannt, es verlautet jedoch, dass der Betriebsverlust sich im Jahr 1933 um 600,000 holländische Gulden gegenüber dem Vorjahre vermindert habe. Der Flugtag in Hendon. Der grosse alljährliche Flugtag der englischen Royal Air Force findet am 30, Juni 1934 auf dem Flugplatz Hendon bei London statt. Flughafenorganisation in den Vereinigten Staaten. Das Department of Commerce, die leitende Behörde der amerikanischen Zivilluftfahrt, veröffentlicht eine Statistik der im Jahr 1933 im Betrieb befindlichen Flughäfen: Am 1. Januar zählte man in den Vereinigten Staaten 2188 freigegebene Flughäfen, von denen 637 vollständige oder teilweise Einrichtungen für Nachtlandungen und -Flüge besassen. In Klassen eingeteilt ergibt sich folgendes Bild: 563 städtische Flughäfen, 652 Flughäfen in privater Verwaltung, 265 vom Department of Commerce abhängige Häfen, 550 Hilfslandeplätze, 55 Militärflugplätze, 18 Seeflugplätze, und 85 verschiedene Landeplätze. Zum Unfall der « Emeraude». Die belgische Luftverkehrsgesellschaft Sabena plant die Einstellung eines Flugzeuges vom Typ Dewoitine D-332 «Emeraude», und die hei* gische Konstruktionsfirma Sabca hat die Baulizenz dieses Flugzeuges erworben. Es ist daher interessant, eine belgische Auffassung zum Unfall der «Emeraude» zur Kenntnis zu bringen: «Als die «Emeraude» Brüssel besuchte, bewunderten alle belgischen Luftfahrtkreise einstimmig die Ausführung, Der neue da Havffland-Typ 86 und (links) einer seiner vier ebenfalls neuen «Giosy»-Sechszylindennotoren von 200 HP. die aerodynamische Feinheit und die Flugeigenschaften Mieser Maschine. Die Flugzeugführer der Sabena, an der Spitze der Chefpilot Prosper Coquyt, erklärten, dass die Führung dieses Flugzeuges bemerkenswert leicht und angenehm sei. — Bei einem Schaufluge über dem Flugplatz Brüssel- Haaren fielen ziemlich starke Erschütterungen, die sich bis zu den Flügelenden fortsetzten, auf; die massgebliche Fachwelt fand jedoch diese Erschütterungen nicht anormal. Die offizielle Erklärung, die beweist, dass die Maschine im Fluge eine Havarie erlitt, eine Verwindungsklappe und dann einen Teil des Flügels selbst verlor, hat die belgischen Fachleute erstaunt, denn man erwartete von der «Emeraude», dass schlechtes Wetter ihr nichts anhaben könnte. Die derzeitige Auffassung in Belgien ist die, dass man es mit einem Flugzeug von ausserordentlichen Leistungen zu tun hat, das jedoch vor Einsatz in den Luftverkehr wesentlicher Abänderungen und Verstärkungen bedarf.» Auch in Frankreich hat der Unfall der «Emeraude» schon weitere Folgen gezeitigt. Der Wetterdienst soll verbessert und neu organisiert werden. Der Leiter der Landeswetterwarte, General Delcambre, wird zurücktreten. Neue Bauvorschriften, die den Unvollständigkeiten der CINA-Regelungen Rechnung tragen und neue Vorschriften für Nachtflüge mit Passagieren sind in Vorbereitung. — Der Generalinspektor der Forschungsabteilung des Ministeriums und der Generalinspektor der Nationalen Lehranstalt für Flugzeugbau werden ebenfalls ihren Rücktritt nehmen; ob dieser im Zusammenhang mit dem Fall «Emetaude» steht, sei dahingestellt. -- (Copyright « Interavia ».) Eine neue Havilland-Type. Als vergrösserte Ausgabe ihrer populären Type < Dragon» oder Miniaturversion der charakteristischen 4motorigen englischen Verkehrsflugzeuge hat die de Havilland Aircraft Company im Auftrag der Imperial Airways ein Baumuster « 86 » herausgebracht, das kürzlich seine ersten Probeflüge ausgeführt hat. Obschon nähere Angaben über Gewicht, Leistungen und Abmessungen noch nicht vorliegen, ist mit einer raschen Einführung dieses letzten de Havilland-Produktes zu rechnen. Die Maschine hat eine Reisegeschwindigkeit von mindestens 200 km/St, und ist für zwei Piloten und 10 Passagiere eingerichtet. Ihre vier neuen 200 HP-Sechszylinder-Qipsy-Motoren stellen eine Weiterentwicklung des Gipsy-Major-Motors dar. Sie haben Luftkühlung, wiegen 950 g pro HP. weisen Kurbelgehäuse aus Elektron, Kolben und Pleuelstangen aus Hiduminium auf und ermöglichen mit ihrer kompakten Form und den hängenden Zylindern aerodynamisch sehr günstige Verschalungen. Besonders zu beachten sind an der neuen Flugzeugtype die gegen die Enden auffallend stark verjüngten, nur in der Ebene der Vorderholme verspannten Flügel und die sorgfältig verschalten Räder. Die Passagierkabine hat zur Geräuschdämpfung wände, E&ud*e»t Doppel- -y- Volckmanns Baupläne flugfähiger Fluamodelle 9. Bauplan: Das Nurflügelmodell HAWX von Hans Adenaw mit textlichen Erläuterungen. Preis RM. 1.80 Verlag C. J E. Volckmann Nachf. G. q b. H. Berlin-Charlottenburg 2. Das Nurflügelmodell vo'n Hans Adenaw ist ein Modell, welches mit verhältnismässig einfachen Mitteln hergestellt werden kann und dabei doch hervorragende Flugeigenschaften besitzt. Es besitzt eine Spannweite von 3,02 m bei einem Gewicht von 2,7 kg und ist schnell in drei Teile zerlegbar. In der Rhön erhielt das Modell HAWX zwei erste Konstruktionspreise und den ersten Baupreis. U. a. erzielte es von sämtlichen schwanzlosen Modellen die grösste Dauer und Strecke. ITTEILUNG seh Die Umorganisation unseres Lagers ist beendet. Dadurch ist unsere Leistungsfähigkeit wiederum gesteigert worden; wir liefern nunmehr noch rascher als bisher. — Alte unübersichtliche Holzgestelle haben weichen müssen, um neuen, den besonderen Ansprüchen eines Ersatzteil- Geschäftes besser entsprechenden Regalen Platz zu machen. Die gleichzeitig durchgeführte Neuordnung aller Teile ermöglicht uns mit einem Blick den Vorrat jeden Ersatzstückes zu überwachen. Ein Griff genügt, um ein beliebiges Ersatzteil hervorzunehmen und dem Kunden auszuhändigen oder zum Versand einzupacken. Merken Sie sich, dass Semprebon das einzige Spezialhaus für alle italienischen Ersatzteile ist, und Sie am schnellsten bedient. A. SEMPREBON ZÜRICH KANZLEISTR. 122 • TEL. 37.492 LAUSANNE TEL. 32.OO1 Auto-Heber ... für Personen- und Lastwagen 1—10 Tonnen Tragkraft Wasser-, Luft- und Oelbetrieb sfnderstklassigesSchweizer-Fabrikat Konrad PETER & Cie., A.-G., Liestal Maschinenfabrik Telephon 575 Noch nie dagewesene Gelegenheit! Per sofort aus Belehnung zu verkaufen 4-5-PI.-Cabriolet, 17 PS Modell 31, erste europ. Marke, auff. schön, rassiger Wagen, in bestem Zustande, äusserst billig. Nehme eventuell älteren Wagen in Zahlung. Offerten unter Chiffre 61935 an die Automobil- Revut. Bern. Zu verkaufen 1 ALFA ROMEO 6 ZyL, 1750 ccm, Modell 1933, Limousine, Schweizer Karosserie. Ev. Tausch gegen neues 2- oder 4plätz. 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NO 9 - 1934 A. C. S. SEKTION BERN. Die nächste Monatsversammlung findet Montag, den 5. Februar, 20.15 Uhr, im kleinen Saal des Kasinos statt. Im Rahmen eines Lichtbildervortrages spricht Herr Professor B. Huguenin, Bern, über seine Marokkoreise. Gut 100 prächtige Aufnahmen legen Zeugnis ab von •- den Schönheiten des französischen Protektorates, das dank seinen ausgezeichneten Autostrassen ein gern und violbesuchtes Reiseland der Europäer geworden ist. Gegner langer Reden seien im. voraus beruhigt, da Herr Professor Huguenin zur Hauptsache in Bildern sprechen •wird. h. SEKTION ZÜRICH. Solch einen Publikumserfolg hatte die Zürcher Sektion des A. C, S. noch nie gehabt, wie am 28. Januar mit der Filmm a t i n 6 e Walter Mittelholzers. Schon am Freitagabend waren sämtliche 1750 Sitzplätze, welche der Apollo-CinSma enthält, vergeben und viele Interessenten mussten noch zurückgewiesen werden. Herr Mittelholzer verstand es aber auch wieder aufs Beste, die Automobilisten für den Flugsport zu begeistern und ihnen herrliche Bilder von seinen In- und Auslandsflügen vor Augen zu zaubern. Im ersten Film hatte man Gelegenheit, einen Fluig nach Nordafrika und in die Sahara mitzumachen. Prächtig die Aufnahmen von Italien, vom Meer und speziell von den algerischen und tunesischen Gegenden. Ein völlig neuer Tonfilm orientierte vortrefflich über den sogenannten Blindflug, über das Fliegen bei unsichtigem Wetter, im Nebel. Man wurde sich hiebei so recht bewusst. welch enorme Anforderungen hiebei an die Zuverlässigkeit und Fähigkeiten des Piloten gerichtet werden, wie sehr sich derselbe aber heute mit seinen Apparaten und Peilungen rasch und gut zu orientieren weiss. Ganz hervorragende Landschaftsbilder wurden mit dem dritten Film: « Flug über die Alpen » geboten, die wohl viele Automobilisten veranlagst haben dürften, kommenden Sommer einen solch einzigartigen Alpenflug mitzumachen. — Dass Mittolholzer seinen Films ein vorzüglicher Interpret war, versteht sich von selbst. Reicher Beifall belohnte seine Ausführungen und die Darbietung der schönen Films, mit denen die Sektion Zürich des A.C.'3. ihren Mitgliedern einen interessanten Sonntagvormittag gespendet hat. s. Die Wettsteinbrücke-Busson in Basel. Es mag wohl angezeigt sein, hier darauf aufmerksam zu machen, dass die in No. 8 der « Automobil-Revue » erwähnte Kassationsbeschwerde an das Bundesgericht betreffend Polizeibusse für Uebertretung deT "Höchstgeschwindigkeit auf der Wettsteinbrücke in "^lasel von der Sektion Zürich des A. C. S. eingereicht worden ist. Nachdem zahlreiche Automobilisten wegen analoger Bussen an die Rechtsauskunftsstelle der Zürcher Sektion des A. C. S. gelangt waren, hielt es diese für angezeigt, den Weg der Kaseationsbeschwerde zu begehen und diesen Fall im Auftrag der 'Sektion durchzuführen. Um eo erfreulicher ist es, dass das Bundesserieht die Kassationsbeschwerde geschützt und die viel zu rigorose Bussenpraxis der baselstädtischen Polizei •verurteilt hat. Da diese Bussen in Basel in groaser Zahl ausgefällt worden sind, dürfte das bundesgerichtliche Urteil manchen Automobilisten sehr interessieren. «!«>•» n«l«»in CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Generalversammlung Der Zeitpunkt der Versammlung ist an' i gesetzt auf Sonntag, den 4. Fei bruar 1934, 14 UhT. im «rosten Saale im Du Pont 1. Stock, Eingang Limmatseite. Wir bitten unsere verehrten Ehren-, Frei-, Passiv- und Aktivmitgjievollzählig und pünktlich zu erscheinen. Für Aktive ist der Besuch obligatorisch. Die sehr wichtigen und interessanten Traktanden machen es notwendig, dass alle Mitglieder der Versammlung beiwohnen. Auch die uns noch fernstehenden Berufskollegen sind kameradschaftlichst willkommen. Während der Versammlung wird der obligatorische Z'abig serviert. Nach Schluss der Versammlung kommt der gemütliche Unterhaltungsabend im familiären Kreise zur Durchführung. Diverse Ueberraschungen, Verlosungen, Photographien von Exkursionen und Ausfahrten werden die Zeit verkürzen. Alles nähere siehe im Zirkular, welches als Ausweis gilt. Verlorene oder beschmutzte Vereinsstatuten und Vorstands-Verzeichnisee werden nur an dieser Versammlung gratis ersetzt, auch werden die neuen, für das Jahr 1934 gültigen Couponetreifen ausgegeben. Im weitern sind die golben Mitglieder- und Zahlungsausweise mitzubringen, zwecks Erneuerung, Kontrolle oder Ersatz. Die Vereinsleitung. (Ohne Verantwortlichkell der Redaktion.) Der Automobilunfall und seine Abklärung. Ein Blick in die Rubrik «Unglücksfälle» einer Tageszeitung genügt, um zu erkennen, dass die Zahl der Unfälle, direkt oder indirekt durch Motorfahrzeuge verursacht, noch immer eino recht ansehnliche ist. Die Unfälle immer eindeutiger und möglichst unabhängig von subjektiven Zeugenaussagen und Unfallrapporten abzuklären, ist das Bestreben der führenden Amtsstellen und Institutionen, welche sich mit der Abklärung der Motorfahrzeug-, vornehmlich der AutomobilunJälle zu befassen haben. Im Interesse einer von persönlichen Auffassungen, Hypothesen, Meinungen und Beeinflussungen weitgehend gereinigten gerichtlichen Beurteilung der Automobilunfälle sind alle Bestrebungen nur zu bojrrüs.son, welche der Notwendigkeit einer möglichst rechnerischen Erfassung und Beleuchtung der Unfälle auf versuchstechnisch fundierter Basis das Wort reden. Zwei Momente sind u. a. für die Unfallgestaltung und Auswirkung von fundamentaler Bedeutung. Erstens einmal das psychologisch-physische Moment, bedingt durch die psychischen und physischen Eigenschaften des Motorfahrzeuglenkers, und zweitens das ebenso wichtige Moment, welches durch die Gesetze der Mechanik starrer Körper den äusseron, sichtbarem Vorlauf des Unfalls zwangsmässig gestaltet, das rein physikalischmechanische Moment. Was dem Schreiber dieser Zeilen notwendig erscheint, ist der nachfolgend skizzierte Hinweis auf die Möglichkeit einer möglichst gründlichen, experimentellen Erforschung und Erfahrung der gesetzmässigen Zusammenhänge und Auswirkungen der Gesetze der Mechanik, welche die unzähligen Varianten des Motorfahrzeugunfalles gestalten. Das Studium, des Kapitels «Mechanik» eines technischen Handbuches weist den Weg, auf welchem eine planmässige und sicherlich objektive und erfolgreiche Abklärung des Motorfahrzeugunfalles zu. erfolgen hat, Um ein Bfld zu erhalten, wie die Grundgesetze der Mechanik zweckmässig für dieses Spezialgebiet angewendet "werden können, ist es wesentlich, einmal alle für die Abklärung der Unfälle wichtigen Sätze zu nennen. Zu den Grundbegriffen der Mechanik gehören in erster Linie die Sätze über Geschwindigkeit, Beschleunigung, Verzögerung, Kraft, Masse, Kräftepaar und Moment, Arbeit und Leistung, kinetische Energie, Schwung oder Impuls, Antrieb und Antriebsmoment, das dynamische Grundgesetz von Newton, der Wuchtsatz, die Sätze über Schwerpunkt, Trägheits. und Zentrifugalmoment. Ausser diesen Grundgesetzen der Mechanik spielen bei unsern Unfällen die Sätze der Dynamik eine ausschlaggebende Rolle, als da sind die Sätze über die geradlinige Bewegung, die Haft- und Gleitreibung und endlich das Stossgesetz. Aus dieser Aufzählung, der für eine rechnerische Erfassung und Abklärung des Motorfahrzeugunfalles anzuwendenden Sätze geht hervor, dass objektive, einwandfreie Unfallabklärung sich nicht nur stützen kann und darf auf Zeugenaussagen, Vermutungen, auf Annahmen und Schätzungen beruhende Berechnuneen. sondern dass man stah hier auf eindeutig vorgeschriebenen Wegen der Mechanikgesetze bewegt Alle die erwähnten Sätze sind sowohl einzeln als auch in direkter Abhängigkeit und Zusamraenwirkunj: die untrüglichen Gestalter eines Automobilunfalles, soweit es «ich um dessen rein mechanischphysikalischen Verlauf handelt, um das von der Psychologie und Physiologie des Menschen unabhänsiee Geschehen. Nach jedem Automobilunfall taucht als erste die Frage nach der Geschwindigkeit des oder der Fahrzeuge auf, wobei der Unfall mit dem Antreten der Gefahr beginnt und mit dem Kollisionaveriauf endet. Beginn und Ende des Unfalles können oft zeitlich relativ weit aüseinanderliegen. Je grösser nun die Fahrzeuggeschwindigkeit ist, umsomehr nähern sich Beginn und Endo dos Unfalles. Das dazwischenliegende, durch die Gesetze der Mechanik und Dynamik bedingte Geschehen erfolgt in Funktion der von Polizei, Gericht und Versicherung gesuchten Unbekannten, der Geschwindigkeit. Betrachten wir nun z. B. den Wuchtsatz: Arbeit der Kraft •= Wucht oder Energie der Bewegung, P X s = % M X v*. wobei das Produkt K M X v» diejenige Arbeit ist, welche die Masse M vermöge der ihr innewohnenden Geschwindigkeit v leisten kann. Das Produkt P X s ist die von der bewegenden Kraft längs des Weges s ,am bewegten Körper geleistete Arbeit. Lösnn wir dies? Formel nach der gesuchten Geschwindigkeit v auf, dann lautet sie: Der wert für M, der Masse, wird ja, -wie bekannt, errechnet aus -j~. Hierin ist G das Gewicht des bewegten Korpers und g die Konstante der Fallbeschleunigung. Wenn -wir das dynamische Grundgesetz von Newton: . • • Kraft •== Maese X Beschleunigung P*lXp, worin vj—v t > Geschwindirfceitsdifferenz t»—t. n*ch vs—n auflösen, ergibt sich v»—v t =SJ Sowohl beim Wuchtaatss als auch bei der Jfewv tonseben Gleichung sind einzig die Werte von s und M direkt gegeben, während die Kraft P und der Differenziert (ti^-t») nicht ebne weiteres feststellbar bzw. unbekannt sind. Bei einem starr> d. h. vom menschlichen Willen oder Handeln nicht direkt abhängig laufenden Mechanismus ist es unschwer, auf Grund der Daten die Unbekannten zu erreche nen. Der Verkehrsunfall, insbesondere der Automobilunfall bietet aber ungleich grössere Schwierigkeiten zur rechnerischen Erfassuftg und Abklärung, weil ausser der grossen Varianfonzahl der Handhabung des Motorfahrzeuges noch je nach Neigung der Fahrbahn, Strassenbelag und -zustand, Pneubeschaffenheit, Antriebs- und KraftübertragungBverhältnisse, Art und Anordnung der Kupplung und der Bremse, Grössenwert des Totalgewichtes, Verteilung der Nutzlatz in Bezug auf den Gesamtschwerpunkt und die Achpen, eine Menge von Werten enstehen, die nur auf experimentellem Wege festgestellt werden können, dajnit sie zur rechnerischen Abklärung des Automobilunfäils nutzbringend herangezogen und verwendet wefdep können. Hierbei ist es von erösstem Wert, wenn durch eine möglichst weitgehende Difforenzierunsr der nachfolgend skizzierten Versuche eine breite Basis geschaffen wird, die es erlaubt, dass auf und über ihr das ganze Gebäude der bezweckten Automobilunfall- Abklärung unter Dach gebracht werden kann. Vorgängig der Nennung einiger Versuchsprogramme seien folgende konstante und variable Faktoren angeführt: 1. Das Totalgewicht dos Motorfahrzeuges. 2. Die Nutzlast. 3 Der Kompressionsdruck. 4. Die Leerlaufleistung gemessen am Radumfang. 5. Die Bremsleistung des Motors. 6. Die Hauptabmessungen. 7. Die Schwerpunktslage. 8. Das Bremssysterrh 9. Art und Beschaffenheit der Strassenf lache. 10. Der Winkel der Strassenfläche fegen die Horizontale. 11. Die Fahrzeuggeschwindigkeit im Moment des Versuchsbeginns, d. h. im Moment der Geschwindigkeitsänderung, bedingt durch Bremsbetätigung, Gaswegnehmen und anderen, durch daa Auftauchen der Gefahr hervorgerufenen, die Geschwindigkeit beeinflussenden Manipulationen, i Die unter 1 bis 11 vermerkten Versuchsfaktoren bilden in ihrer Variierungsmöglichkeit einzeln und in geeigneter Zusammenwirkung die Grundlagen von viclpn interessanten Versuchen, die in ihren Hauptzügen nachfolgend skizziert werden sollen. Zur Feststellung der bei einem Unfall auftretenden und bestimmenden Momente ist experimentell zu untersuchen:' 1. Der Einfluss des Kompressionsdruckes auf die Verzögerung oder Beschleunigung bei eingerückter Kupplung und Leerlaufleistunjt ohne Betätigung der Bremsen, wobei die Leerlaufleistun« des Motors in Funktion der Leerlaüfdüsenregnlierung als die so bedingte, die Verzögerung hemmende oder unterstützende Komponente ebenfalls wäre. 2 x P x s Zeitdifferenz experimentell zu ermitteln AUTOMOBIL-fcEVUß 2. Der Wert der Verzögerung oder Beschleunigung bei ausgerückter Kupplung (Freilauf) ohne Bremsbetätigung. 3. Die Verzögerung der Masse im Starrlauf mit brüsker Bremsbetätigung. 4. Der Einfluss der Massenschwerpunkts-Lage auf das in der Motorfahrzeug-Längsachse auftretende Kippmoment bei Zwei-, Vier. und. Sechsrad-Bremssystem und normal und einwandfrei eingestellten Bremsen im Moment brüsker Bremsbetätigung. 5. Die durch die Entlastung der Hinterachse bewirkte Hemmung der Verzögerung; hervorgerufen durch das Kippmoment bei scharfer Bremsung. Obschon bei der Durchführung dieser Versuche sjch Fehler und Ungenäuigkeiten ergeben werden, könnte doch ohne Zweifel durch Aufzeichnen der Versuchswerte in Kurven eine weitgehend klärende Uebersicht geschaffen werden über die Zusammenhänge, welche zwischen Geschwindigkeit und den andern unfallgestaltenden Faktoren gesetzmässig bestehen. Durch diese Versuche würde ein äusserst reichhaltiges Material erzielt, das erlaubte, die für die Unfallabklärung wichtige Ermittlung der Geschwindigkeit eindeutige Rückschlüsse zu ziehen; denn das soll in erster Linie der Zweck und das Ziel solcher und ähnlicher Versuche sein. E B.. Ing. in 2. Treu und Glauben. Verschiedentlich liest man von Unfällen, in welchen der Automobilist als schuldiger Teil rücksichtslos das Weite sucht, ohne sich um Verunfallte zu kümmern. Jeder anständige Automobilist verabscheut ein solches Verhalten. Wie es aber einem pfliohtbewussten Automobilisten auch ergehen kann, soll der folgende Fall zeigen. Auf der Heimfahrt von Italien^ gleich nach Como gegen Chiasso zu, fuhr mir in einer starken Steigung, als ich höchstens mit 12 bis 15 km fuhr, ein Radfahrer mit vollem Schwung auf meinen Unken Kotflügel und wurde dadurch über die ganze Breite der Strasse geschleudert. Der Mann zog sich *üm Glück nur eine stärkere Flejsohwunde am Sohienbein zu und ich brachte ihn sofort in einen Spital, wo er ärztliche Behandlung erhielt. Ich bezahlte diese Kosten, denn der Mann hatte kein Geld Ich fuhr darauf mit ihm zur Polizei, um ein Protokoll, in welchem die Alleinschuld des Mannes von ihm zugegeben wurde, aufnehmen zu lassen, das von mir Und dem Mann unterschrieben wurde. Da der Mann ein armer Teufel war, hatte ich mir vorgenommen, ihm von hier aus etwas zukommen zu lassen, aber ehe ioh dazukam, erhielt ich ein Schreiben von einem Advokaten, in welchem ich aufgefordert wurde, eine anständige Entschädigung an den Mann zu bezahlen. Nun übergab ich die Sache natürlich meiner Versicherung, die ich übrigens sofort benachrichtigt habe. Die Versicherung lehnte natürlich eine Entschädigung rundweg ab, da ein Verschulden meinerseits nicht in Betracht kommt. Dies war im August 1932. Mitte letzten Jahres nun erhielt ich ein Schreiben von einem anderen Advokaten, der mir mit einer Verurteilung drohte, wenn ich nicht eine Entschädigung bezahlen wollte, und jetzt erhielt ich eine Zustellung von dem Advokaten durch •das Gericht, in welcher ich zu einer Gerichtsverhandlung in Como vorgeladen werde. In diesem letzten Schreiben nun wird der Unfall von dem Verunfallten'so verdreht, indem er sagt, dass er langsam fuhr und ich schnell, er fuhr rechts und ich links. Der Dank für die Hilfe nach dem Unfall und die freiwillige materielle Unterstützung sind also hier nur mehr Scherereien. Dies nur, um zu Felsen, dass die übrigen Strassanbenützer nicht etwa all« so fromtne und unschuldige Lämnich«n Sind, wie es viel0 immer gerne wahr haben mächten. _^_ Wi T. in B. Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen Bulletin Nr. 5 vom 1w—7. Februar 1934. Nachdruck verboten. Offiziell* Zusammenstellung durch das Sekretarial der Baudirektorenkonferenz. Aargau: Sperrungen: Ortsverbindungsstrasse von Schinznach-Dorf über die weisse Trotte nach Wallbach gesperrt. Die hölzerne Brücke zwischen Lauffohr und Vogelsang ist für allen Fährverkehr gesperrt. Bauarbeiten: Untersiggenthal, Unterführung; Wphien^Büelisacker, zwischen Bullenherg und Büelisacker; Bremgarten, innerorts; Etzgen- Schwaderloch; Rheinfelden-Magden-Maisprach; Menzikon, innerorts; Unterrüti-Merenschwand; Klingnau-Koblenz; Othmarsingen-Steinhof; Unterentfelden innerorts. Baselland: Sperrungen: St. Jakobsstrasse, Gemeinde Muttenz, zwischen Freidorf und Warteck; Umleitung für den Durchgangsverkehr von Basel nach Bern - Luzern über Birsfelden - Schweizerhall. Dauer- bis zirka Ende März 1934. Bern, Kreis I: Sperrungen: Sigriswil-Tschingel-Strasse f. schwere Fuhrwerk«; Grimselstrasse ab Innertkirchon-, Gadmenstrasse ab Innertkirchen; Boltigen-Bulle-Strasee (Jaunpass); Gsteig- PilJon-Strasse. Bauarbeiten: Simmentaistrasse bei Oberwil. Kreis II: Bauarbeiten. Strasse Walkringen- Bigenthat bei Walkringen; Verbindungsstrasse der Bern-Frauenkappelen-Strasse nach Wohlen bei Eymatt. Krfls DJ? Sperrungen: Strassenbrücke über Nidau-Büren-Kanal noch bis ca. 5. Februar gesperrt; Umleitung der Fuhrwerke, Personenautos und Caraiyns (ohne Anhänger) über die Eisenbahnbrücke der Biel-Täuffelen-Ins-Bahn; zulässige Belastung bis 11 t Strasse im Dorf Münchenbuchsee wegen Kanalisationsarbeiten gesperrt; Umleitung für Autos und Camions unter 4 t im Dorf, für Camions über 4 t über Urtenen-Moospinte-Schönbrunn. Kre|s IV: Bauarbeiten: Burgdorf-Langnau- Strasse, oberhalb Hasle; Strasse Burgdorf-Heimiswil im Kipf; Strasse im Dorf Affollern. Krei» V: Bauarbeiten St Ursanne - Les Malettes. unterhalb Malrang; Les Rangiers - Cornol. Genf: Bauarbeiten: Strasse nach Ferney: Strasse Genf-Van deeuvres bei Vandoeuvres; Strasse Chene - Thönex: Gotif - Bellevue bei Bellevue; Satigny-Peney bei Satigny. Glarus: Sperrung: Klausonpass. Graubünden: Sperrung: Albula (Bergün-Ponte). Bernina (Pontresina-Poschiavo), Ofenberg (Zern«z - Cierfs), Flüela (Süs - Davos), Lukmanier (Platta-Grenze), Oberalp (Sedrun - Urnergrenze), Splügen (Splügen - Grenze), Satanaün (Martinsbruck-Samnaun). St, Gallini Bauarbeiten: Strasse Sargans - Buchs in Wartau beim Seidenbaum; Strasse Wagen - St.Diönys. " '' ii Luzern: Bauarbeiten: Wegeis - Vitznau, bei Vitznau; Strasse Huttwil - Sursee bei Zeil, Ettiswil und Mauensee; Strasse 'Ruswil-Luzern bei Ruswil und Hellbühl; Emmenbrücke I. 0. und A. 0.; Strasse Münster - Luzern zwischen Romerswil und Rothonburg; Strasse Emmonsee bis Richensee; Hitzkirch 1.0.; Strasse Luzern - Udligenswil zwischen Adligenswil und Udligenswil; Strassa Entlebuch-Wolhusen bei Entlebuch; Strasse Altishofen - Willisau zwischen Nebikon und Schötz. Neuenburg: Bauarbeiten: Strasse Neuenburg- Peseux I. 0. und A. 0. Nidwaiden: Bauarbeiten: Brünigstrasse Acherbrücke-Delli. südlich am Lopperberg bis Kantons» grenz'e, voraussichtlich den ganzen Winter. Zeitweise kürzera Sperrungen, Umleitung über Stans- Kerns. Engelbergstrasse, Strecke Stans-Dallenwil. Stansstad-Alpnachstad. Obwalden: Bauarbeiten: Giswil - Lungern, unterhalb Kaiserstuhl, Sachsein i. 0. Schaffhausen: Strasse Dörflingen-Singen bei Dorflingen; Strasse Schaffhausen-N'euhausen nur in genannter Richtung fahrbar. Schwyz: Sperrung- Ibergeregg. Bauarbeiten: Strasse Richterswil-Wollerau; Stfrasse Immensee-Arth. Solothurn: Sperrung. Gempen-Nuglar; Weissensteinstrasse von Oberdorf-Gänsbrunnen. Bauarbeiten Lostorf, innerortsj Bättwil- Witterswil - Kantonsgrenze gegen Ettingen; Beinwil - Eschwil - Büsserach; Flühen - Bättwil - Kantonsgrenze gegen Ettingen. Tessin: Bauarbeiten: Ascöna, innerorts; Lugano-Cassarate. Thurgau: Bauarbeiten: Münsterllngen-Güttingen. Url: Snerrungen: Fnrkastrasse ab Göschenen;: Gotthardstrasse ab Göschenen, Oberalpstrasse ab Göschenen; Klausenpass, ab Unterschäcben. Bauarbeiten: Gotthardstrasse zwischen Wassen und Göschenen bei Wassen. Erstfeld-Amsteg. Wandt: Sperrungen: Strasse Vevey - Chätel- St. Denis und alte Strasse Vevey - Lausanne bifl Vevey (örtliche Umleitung); Col du Pillon; Col du Marchairuz; Col des Mosses. Bauarbeiten: Veytaux - Villeneuve; Strasse Lausanne - Geneve, zwischen Bursinel und Dully; St. Livrcs-Lavigny, südlich von St, Livres; Strasse zwischen Lausanne und Belmont (La Rosiaz) riere St. Sulpice (Strasse Lausanne-Genfeve). Wallis: Sperrungen: Furkapass ab Mörel; Simplonpass, Grosser St. Bernhard, Forclazpass. Zun: Bauarbeiten: Strasse Zug-Arth zwischen Zug und St. Adrian; Baar - Oberägeri vor und nach Unterägeri. Zürich: Sperrungen: Küsnacht: Seestrasse «wischen Dorfbachbrücke und der Fabrik Terlinden in Goldbach, Richtung nach Zürich gesperrt; Stäfa, Rankstrasse von Beewies bis Melikon; Fehraltorf, Bahnhofstrasse. Bauarbeiten- Adliswil: Albisstrasse, zwi-. sehen Bahnhofstrasse und dem Bahnübergang; Maur: Fällanden-Mönchaltorf; Männedorf: See- Btrasse, zwischen Langackerstrasse und Hafen- 1 anläge; Wädenswil: Seestrasse von Rietliau bis Tiefenhof; Bauma: Tösstalstrasse, zwischen Wyden und Bauma; Richterswil: Soestrasse zwischen Mühlenen und Bürgerheim; Rüti-Bubikon: zwischen Rütiwald und Bad Kämmoos; Geroldswil: rechtsseitige Limmattalstrasse von der Dietikonerstrasse bis* zur Grenze Oetwil a. L. Veranstaltungen. Schneeräumerwettbewerb von Cortina d'Ampezzo. Der von uns bereits angekündigt« Schnee* räümer-Wettbewerb in Cortina d'Ampezzo, dessen Durchführung anfänglich im Zeitraum zwischen itpa 20. Januar und 15. Februar anberaumt war, wird nun zwischen dem 4 und 9. Februair durchgeführt. Als Delegierte des A. G. S. nehmen an diesem Wettbewerb die Herren Oberst Labhart und Ingenieur Sutter teil; als Delegierter der schweizerischen Strassenfachmänner Herr Thomann. Im Namen des königlich-italienischen Automobilclubs hatte der A. G. S. noch einen Vertreter der Oberpoßtdirektion und der Gotthard-Vereinieung eingeladen. Die Oberpostdirektion ist jedoch nicht in der Lage, der Einladung Folge zu leisten und der Entscheid der Gotthard-Vereinigung steht noch aus. VefLehf Aufopost im Winter. In der Betriebsperiode vom 22.-28. Januar wurden total 8720 gegen 9588 Personen i V. befördert. Die Minderfrequenz rührt in der Hauptsache von der Strecke Einsiedeln-Oberiberg her, welche letztes Jahr wegen dem Eidg. 3kirennen stark frequentiert wurde. GrösseTe Rückschläge verzeichnen nur noch die Gurnigel- (—429) und die Sohwarzenburg-Riffenmattkurse (—181). Unter den 9 stärker benützten Linien stehen an der Spitze Chur-Lenzerheide mit 292 und St. Moritz-Maloja mit 202. Wlnterthurer Autobusbetrieb. Die im Monat Dezember auf privatwirtschaftlicher Basis erstmals eingeführte Automobilverbindung Stadtkern-Breitequartier, schliesst die erete Betriebsperiode (17. Dezember 1933 bis 16. Januar 1934) mit einer Monatseinnahme von Fr. 5885.90 oder 68.2 Cts. pro gefahrenen Kilometer. Da der Fortbestand des Betriebes an eine Mindesteinnahme von 75 Cts./km gebunden ist, um dem Unternehmen die Möglichkeit zu geben, den Betrieb auf eigene Kosten während der Dauer von 5 Jahren zu übernehmen, wird das Aktionskomitee beim Stadtrat vorstellig werden zwecks Gewährung einer Subvention. Wie aus der Monatsfrequenz von 30.503 Personen oder tund 1000 pro Tag hervorgeht, entspricht dieso Autobusverbindung einem unleugbaren Verkohrebedürf- Binchtigung. In Nr. 5 der « A.-R. » wurde unter dem Titel * StTassenbahn oder Autobus > auf die prekäre finanzielle Lage der elektrischen Strassepbahn St. Gallen-Gais-Appenzell hingewiesen, die seinerzeit entgegen einem fachmännischen Gutachten anstatt sich auf Autoomnibusse umzustellen, ihren Betrieb elektrifizierte. In dem Artikel ist dabei verschiedentlich von der Appenzellerbahn die Rede. Damit ist jeweilen die vorerwähnte elektrische Strassenbahn gemeint, welche mit der eigentlichen Appenzeller Bahn (Gossau-Herisaü- Appenzell) niehte zu tun hat verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolllfler. Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.