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E_1934_Zeitung_Nr.011

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Luftfahrt Der Segelflug

Luftfahrt Der Segelflug In der «Tagesthermik». Die nachfolgende interessante Abhandlung entnehmen wir als kleine Kostprobe dem itn Verlag Klasing, Berlin, erschienenen Werk «die Hohe Schule des Segelfluges» von Wolf Hirth, das wir in der nächsten Nummer noch ausführlich besprechen werden. Sie behandelt eines der interessantesten Probleme des motorlosen Fluges und eröffnet in mancher Hinsicht nicht nur dem Segelflieger, sondern auch dem Motorpiloten aussichtsreiches Neuland. Im Mai 1922, zu einer Zeit, als der Stand des Segelflugzeugbaues die hochwertigen Segler von 1929—1932 noch nicht ahnen Hess, schrieb Professor Georgii in seinem auch heute noch sehr lesenswerten Buch «Der Segelflug und seine Kraftquellen im Luftmeer» nach einer Betrachtung des Segelfluges der Vögel in Indien, folgendes : «Auch in unserem Klimagebiet beobachtet man bisweilen, dass die Segler bei sonnigem Wetter nach Ueberwindung der untersten Schichten in einer Höhe von 100 m zu segeln beginnen. Es fragt sich nur, ob es möglich ist, auch für den menschlichen Segelflug wesentliche Vorteile aus dem thermischen Aufstrom zu ziehen. Die gleichmässigen Witterungsverhältnisse in den Tropen, welche sich durch schwache Windbewegung und starke Erwärmung auszeichnen, lassen dort die Austauschströme in viel grösserem Umfange zur Entwicklung kommen als in unseren Breiten. Bei uns sind Aenderungen der Windströmung, Stärke und Richtungsänderungen so allgemein, dass die hierdurch dauernd hervorgerufene Turbulenz wesentlich den Nutzen der aufsteigenden Bewegung herabsetzen wird. Auch reichen die vertikalen Windstärken nicht aus, um das Segeln allein durch den Auftrieb vertikaler Luftbewegungen aufrecht zu erhalten. Nehmen wir an, ein Segelflugzeug hat eine natürliche Geschwindigkeit von 70 km/St, oder 20 m/Sek, und ein natürliches Gleitverhältnis von 1:10, so ist eine Aufwärtsbewegung von 2 m/Sek. erforderlich, um das Flugzeug in seiner anfänglichen Höhe zu halten. An normalen Tagen wird aber diese Stärke der Vertikalbewegung nur relativ selten sein. Unsere angeführten Beispiele hatten in der Hauptsache nur Vertikalbewegungen um 1 m/Sek. ergeben. Ausserdem treten die thermisch aufsteigenden Luftströme, wie wir gesehen Hat Ihr Lastanzug automatisch wirkende Bremsen? Ich besorge den Einbau von automatischen Westinghouse-, Servo- und Luftdruckbremsen als Spezialität nach eidgen. Vorschriften. Prospekte und Offerten sofort unverbindlich. MÜLLER, Anhäiiyerljan, THUN Telephon 27.16 ! % • A A 4 Mod. 34, geräumiges 4-Fenster- IJQIlljQfiT 411 Cabriolet, fabrikneu, zu interes- ( CIJV' GU l_ ULI I santem Preise gegen bar abzu- " ^•'•QWW* WW "geben. 10552 Offerten unter Chiffre 14226 an die Automobil - Revue, Bern. Achtung FROTTFIX (Schweizer Fabrikat) Das Spezialreinigungsmittel fQr ölige, schmierige Hände, vorkommend in der Automobilbranche, Schlossereien, Maschinenfabriken etc. verlangen Sie Probedose (Fr. -.65) und Preise. R. 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Vielleicht kann man einen kleinen Nutzen aus dem Hinweis ziehen, dass unter den einzelnen Haufenwolken regelmässig aufsteigende Bewegung angetroffen wird, so dass man deshalb diese Wolken als Wegweiser zu den Kaminen in der Atmosphäre benutzen kann.» Diese Ansicht war damals und auch noch Jahre später die Grundlage unserer segelfliegerischen' Bemühungen, bis die durch Segelflugmessungen gewonnenen Ergebnisse Aufklärung, glücklicherweise in erfreulicher Richtung, brachten. Voraussetzung des Erfolges war die «Entdeckung» " des Vertikalbewegungsanzeigers, empfindlicher Höhenmesser oder Variometer für den Segelflug. Erstmals wurde dieser von Robert Kronfeld intensiv angewandt, mit dem Resultat, dass er alle seine «Konkurrenten» in Wettbewerben weit hinter sich Hess ) Fuchs beobachtete 20minütieer Periode. Zu verkaufen Terraplane Well 1933 de Luxe, 4- türig, 6000 km gefahren, mit aller Garantie abzugeben, sjhr preiswert. Offerten unter Chiffre 62049 an die Automobil-Revue, Bern. Um einigermassen einwandfreie Unterlagen über den Durchmesser thermischer Blasen zu Meister in der Aus- erhalten, machte ich im Frühjahr 1932 in besseren Aufwindes oder werden, wenn wir Grünau einige aufklärende Versuche. — auch dort an den Rand der Blase kommen, Gleichmässig mit einer Geschwindigkeit von 60 km/St, kreisend, stoppte ich, mit der Uhr über meine Rumpfnase peilend, die Dauer eines Kreises in verschiedenen Höhen. Es ergaben sich in geringer Höhe Zeiten von 18 bis 25 Sekunden, die Kreisdurchmessern von 100 bis 120 m entsprechen. In grösseren Höhen waren in derselben Blase wesentlich grössere Kreise, bis zu 300 m Durchmesser, entsprechend einer Dauer von 50 bis 56 Sekunden, genügend, um im Aufwindgebiet zu bleiben. und unbestrittener nützung der Cumuluswolken wurde. Als mir nach vielen Flugstunden das Bild thermischer Strömungen immer deutlicher «sichtbar» wurde, versuchte ich bei einer besonders günstigen Gelegenheit erstmals das «Kreisen» mit Variometerkontrolle, aas sofort zum vollen Erfolg führte und das «Musterle» in einer ununterbrochenen Spirale von 400 m auf 950 m über Start hinauftrug. Man liest oder spricht von thermischen Kanälen, Kaminen oder Schläuchen. Richtiger ist wahrscheinlich, sich den thermischen Aufwind als Blase, als unsichtbaren Luftballon vorzustellen (möglicherweise in Eigenbewegung wie ein Rauchring). Die erwärmte Luft sammelt sich über erhitzten Bodenformationen bis zu verschiedener Mächtigkeit an, um sich dann, je nach Windstärke, Sonnenintensität und Geländebeschaffenheit verschieden oft «abzulösen» und mit dem Wind treibend hochzusteigen.*) In besonders günstigen Fällen mag freilich auch ein «Aufwindkamin» entstehen, also ein kontinuierliches ^Hochsteigen von Warmluft. Je nach der Temperaturschichtung wird die Geschwindigkeit mit der Höhe zunächst zunehmen, bis die Blase, allmählich sich abkühlend, langsamer steigt, um schliesslich «kraftlos» zu werden. Eine Inversion kann ihr natürlich schon früh ein Halt gebieten. Da nun ein Segelflugzeug in der umgebenden Luft immer «gleitet», also mit seiner Sinkgeschwindigkeit Höhe verliert, so kann es nicht mit der Blase gleichhochsteigen, sondern muss diese nach oben an sich vorbeiziehen lassen. Bei anderen Gelegenheiten wurden sogar Durchmesser von 400 bis 500 m festgestellt, wobei während des Kreisfluges noch nicht einmal die Ränder des Aufwindgebietes erreicht wurden. Man wird nach Möglichkeit grosse Kreise fliegen, weil sich bei engen Kurven die Sinkgeschwindigkeit der Maschine vergrössert. Ablösungen von 10- bis In vielen Fällen, besonders in geringer Höhe, SCHLOSS- U. 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N° 11 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE der Umgegend hin. Zweimal traf ich Schwalbenschwärme, die den hochgetriebenen Insekten nachgeflogen sein dürften, also auf Futtersuche waren, während die Raubvögel in diesen Höhen (manchmal 1500 bis 2000 m über der Erde) vermutlich zum Vergnügen fliegen, falls sie nicht auf der Wanderschaft sind. Zu beachten ist ferner, dass an sehr windigen Tagen die Thermikblasen über dem Flachland meist nur sehr klein sind, weil die «vorhandene Wärme» sich auf zuviel Luft verteilen muss. Ueber Hügelgelände sind die Verhältnisse günstiger, weil die Luftbewegung in den Tälern geringer ist, die Warmluft sich also besser sammeln kann- Das zu Langstreckenflügen bestgeeignete Wetter finden wir an Tagen mit geringer Luftbewegung am Boden, aber grosser Windgeschwindigkeit in der Höhe, in die uns die Aufwindströmungen gelangen lassen. Wenn wir an windstarken Tagen beim «Zählen» nur immer 2 bis 3 Sekunden feststellen können, somit wissen, dass die Thermikgebiete sehr klein sind, dann kann man durch äusserstes Ziehen, also sogenanntes «Hinhängen» der Maschine, deren Geschwindigkeit verlangsamen und damit durch längeres Verweilen im Aufwind Höhe schaffen. Im Abwind dagegen wird gedrückt, um diese schädliche Gegend schnellstens zu verlassen. Versuche, zu kreisen, sind dagegen zwecklos, weil wir keine so engen Kreise fliegen können. T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Dje Sektion Zürich des A.C.'3. organisiert über Ostern, d. h. Donnerstag, den 29. März, von Gösehenen nach Airolo und Montag, den 2. April, vom Airolo nach Göscbenen verschiedene Extrazüge für den Transport von Autos durch den Gotthard-Tunnel. Die Benützung dieser Extrazüge steht auch den Mitgliedern unserer Sektion offen. Mit deren Inanspruchnahme spart sich jeder nach dem Süden fahrende Autotourist viel Geld und Zeit. Der Transport pro einfache Fahrt stellt sich auf ca. 17 Fr. Anmeldungen für die Fahrt müssten bis spätestens 7. März 1934 an das A. G. S.- -Sekretariat der Sektion Zürich, Waisenhausstr. 2, Zürich, gemacht werden. Auskünfte und Anmeldebogen sind durch' unser •Sektionssekretariat Waisenhausstrasse 15, St. Gallien, Tel. 11.38, erhältlich. Fz. Ä. C. S„ SEKTION BERN. Vortragsabend über Marokko. Der Lichtbilder-Vortrag vom letzton Montag im «Kasino» führte die zahlreich erschienenen Clubmitglieder aus dem Bereiche der sibirischen Kälte der Mutzenstadt in wärmere Regionen. Prof. Huguenin hatte es übernommen, den Cicerone zu spielen, und er verstand es auch trefflich, mit Wort und Bild vor dem Geiste das fremde, zauberhafte Land Marokko erstehen zu lassen. Sein Vortrag war die Frucht einer Studienreise schwoi- KGtischer Journalisten nach Marokko, die mit B>hn und mit Auto kreuz und quer durch das Land führte und manchen unkonventionellen Einblick in die Charakteristik de? Landes und die Psyche seiner Bewohner ermöglichte. Die Reiseroute führt« von Tanger nach Fez, Casablanca, Fedallah, Marrakcsoh, Rabat und zurück nach Tanger. Eine Masse von Eindrücken stürzte vom ersten Augenblicke an auf die Schweizer ein, und ,m der Ueberfülle Herr zu werden, zückten sie auf Tod und Leben die Kamera. Besonders bemerkenswerte Städtebilder, Volkstypen, landschaftliche Szenerien von fremdartigem, betörendem Reiz erstanden somit aufs neue vor den Augen der willig im Geiste mitreisenden Zuhörer. Da lernte man alle die Städte näher kennen, deren Namen bis jetzt blosger leerer Schall war. In geschickter Weise wusste der Redner Geschichte und Sitten de« Landes, das er durchreiste, lebendig zu machen. Auch über die Fremdenlegion erzählte Prof. Huguenin interessante Details. Proben arabischer Kunst, die von einer seltsamen Leblosigkeit scheint, zogen über die Leinwand, herrliche Bilder von Olivenhainen, Eukailyptusbäumen, von kostbaren alten Grabdenkmälern und grossen Ruinen, deren rötliches Gestein sich ergreifend schön vom blauen Himmel abzeichnete. Man lernte auch die Ritterlichkeit des Arabers kennen, der hoch zu **- Esel daherwippt, während seine geplagte Gattin die Lasten auf dem geschundenen Buckel zu Fuss mitschleppt. Andere Länder, andere Sitten ! Besonders gelungene Bilder sah man von Marrakesch, dessen uralter, gewaltiger Turm die ganze Stadt beherrscht. Wundervolle Paläste finden sich in diesem Land, wohl einer der imposantesten dient heute als Militärspitart. Casablanca scheint durchaus in amerikanischem Stil aufgebaut worden zu sein, auch wenn die Eingeborenen sich vorläufig noch nicht aus ihrer würdigon Ruhe bringen lassen. Die Strassen sind von imponierender Breite, wie überhaupt viele Ueberland-Routen in Marokko ganz erstaunliche Schnelligkeiten zulassen. Mit einigen aufschlussreichen Bildern über Gibraltar schloss der Redner seine in launiger Weise vorgetragenen Ausführungen, für die fjira die grosse Zuhörerschaft herzlichen Dank wusste. Generalversammlung Die diesjährige Generalversammlung ist auf Samstag, den 10. Februar, 16 Uhr, festgesetzt und findet statt im kleinen Kasinosaal in Bern. Sie gibt Rechenschaft über das erste Tätlgkeitsiahr der hauptamtlichen Geschäftsführung und das Pensum der vor Jahresfrist neu ins Leben gerTifonon TTnt"rkommissionen. Eine Richtigstellung. Dieser Tage fand sich in der Presse eine Mitteilung, dass der Verband schweizerischer Motorlastwagenbesitzer an den Bundesrat eine Eingabe gerichtet habe, womit « bestimmte Garantien verlangt werden, die dafür sorgen sollen, dass die Chauffeure selbst die Sonntagsruhe tatsächlich einhalten und nicht durch eine freiwillige Berufsarbeit in einem andern Betriebe die Firma, die dem Motorfahrzeugführer die Sonntagsruhe zu gewähren hat, zu Schaden sung nach, wohl auf dem Papier garantiert, praktisch aber infolge der soeben geschilderten Verhält- Kommentar bringen können. Der Zweck der in der Verordnung vorgesehenen Bestimmungen würde Fahrradverkehr von Bundesrichter Dr. J. Strebel. überhaupt schon von jeher bei Administrativbe- zum Bundesgesetz Ober den Motorfahrzeug- und nisse, illusorisch. Der gleiche Missstand besteht zweifellos vereitelt, wenn nicht Garantien 2. Lieferung. *) schwerden, wo vielfach ein und dieselbe Instanz der gewünschten Art irgendwie geboten Anlässlich des Erscheinens der ersten Lieferung entscheidende und Antragsbehörde für 2 und mehr werden.» im Januar 1933 haben wir an dieser Stelle lobend Instanzen ist. hervorgehoben, dass Herr Bundesrichter Strebel in Art. 17 stellt die Vorschrift auf, dass ein Motorfahrzeug nur in betriebssicherem Zustande verkeh- Man könnte leicht zu der Auffassung kommen, dass es sich um eine nachträgliche spementatoren der Erste war, der mit einem Kommenren darf. Die Anforderungen an die Betriebs- und der Reihe der zahlreichen Automobilgesetz-Komzielle Eingabe handelt, welche diese Angelegenheit zum Gegenstand hat. In dieser Form Bussy und Stadler. Wenn vielleicht damals die Be- einzelnen Bestimmungen des Gesetzes und der Volltar in die Oeffentlichkeit trat. Es folgten dann bis Verkehrssicherheit eines Motorfahrzeuges bestehen im Frühjahr 1933 die Kommentare von Badertscher, nun einerseits aus den Anforderungen, welche die ist daher die Meldung unrichtig. Es handelt sprechung des Strebeischen Werkes weniger ausführlich erfolgt ist, als dies bei den übrigen Komrüstung der Fahrzeuge und ihrer Anhänger sowie ziehungsverordnung über Beschaffenheit und Aus- sich um die Bemerkungen des Verbandes mentatoren der Fall war, so geschah dies nicht zum Departementsentwurf vom November über die Beladung derselben aufstellen, anderseits etwa deshalb, weil hierseits die Bedeutung dieses aber auch aus Erfordernissen, die, ohne im Gesetz 1933, die aber neben dieser Frage auch eine Kommentars unterschätzt worden wäre, sondern oder in der Vollziehungsverordnung genannt zu ganze Reihe anderer Punkte berührte. höchstens deshalb, weil naturgemäss Publikum und sein, sich aus dem Begriffe der Betriebs- und Verkehrssicherheit ergeben. Die Betriebs- und Ver- Was die Angelegenheit selber anbetrifft, Praktiker in erster Linie ihr Interesse denjenigen Werken zugewandt haben, die eine vollständige ist es wiederholt vorgekommen, dass Arbeitnehmer an Sonntagen oder andern Ruhetagen, der Vollziehungsverordnung brachten, während die kehrssicherheit wird bei der Erteilung des Faftrzeugausweises geprüft. Sie muss aber auch nachher Kommentierung des Gesetzes und zum Teil auch dauernd vorhanden sein, wenn und solange das die ihnen vom normalen Arbeitgeber auf erste Lieferung des Strebeischen Kommentars neben dem Gesetzestexte auf eine Bearbeitung der ersten Fahrzeug am Öffentlichen Verkehr teilnimmt. Es Grund der getroffenen Vereinbarungen oder 6 Gesetzesartikel beschränkt war. gibt Elemente der Betriebs- und Verkehrssicherheit, unter Umständen sogar gesetzlicher Vorschriften gewährt werden mussten. bei an- Heute liegt nun, nach Jahresfrist, die 2. Folge, die ihrer Art nach bei Erteilung des Fahrzeugausweises gar nicht geprüft werden können, wie zum enthaltend die Artikel 6 (Fortsetzung) bis und mit Beispiel die Ladung oder nachträglich angebrachte dern Geschäftsinhabern oder Garagen über 19 vor, womit das hauptsächlich interessierende Gebiet der mit Art. 17 beginnenden Verkehrsregeln aber auch nach erfolgter Prüfung die Betriebs- fakultative Vorrichtungen. Das Motorfahrzeug kann diese Freizeit Arbeits- oder Führerdienste annahmen und hernach unausgeruht, mehrfach sogar übermüdet, den normalen Arbeits- möglich erfolgt, denn die zur Zeit noch ausstehennehmigung für den Halter die Pflicht, das Fahr- bereits betreten wird. Es ist zu wünschen, dass die und Verkehrssicherheit nachträglich einbüssen. In Fortsetzung des bedeutenden Werkes so bald als diesem Falle besteht trotzt der ursprünglichen Gedienst wieder angetreten haben. Diesem den Gesetzesartikel über Haftpflicht und Versicherung gehören zweifellos zu den interessantesten des aus dem Verkehr zurückzuziehen. zeug gänzlich oder bis nach erfolgter Reparatur Misstand will das Gesetz nunmehr durch die ganzen Gesetzes. Bestimmung des Art. 5 Abs. 1 vorbeugen, indem es dort vorschreibt, dass es dem Arbeitweit es sich um die im M. F. G. geordnete verkehrs- Die strafrechtliche Verantwortlichkeit trägt, so- Abgesehen von dem schönen Druck und dem angenehmen Format der Strebeischen Lieferungen ist polizeiliche Verantwortlichkeit handelt, ausschliesslich der Führer. Der Halter, soweit er nicht gleichnehmer untersagt, ist, am Ruhetag Berufsarbeiten für Dritte auszuführen. M. Uebersicht von grösster Zweckmässigkeit. Sie erzeitig Führer ist, wird strafrechtlich nicht verant- die zu Beginn eines jeden Artikels angebrachte möglicht ohne langes Suchen eine rasche Orientierung über die Systematik, eine Neuigkeit auf dem CHAUFFEURVEREIN SCHAFFwortlich. Er ist nur zivilrechtlich verantwortlich. HAUSEN Der Kommentator ist der Auffassung, dass hier das Gebiete der Kommentierung, die ausserordentlich Gesetz eine Lücke enthält, indem die bloss zivilrechtliche Haftung des Halters angesichts der be- Unserer Abendunterhaltung nützlich ist. vom 3. Februar a. c. war ein Es ist selbstverständlich nicht möglich, auf den stehenden Haftpflichtversicherung kein genügendes voller Erfolg beschieden. Bis reichhaltigen Inhalt der 2. Lieferung im einzelnen Druckmittel zur Pflichterfüllung darstellt. SCHAFFHAIISFN auf den letzten Platz war der einzutreten; immerhin sei nicht unterlassen, auf Saal im Restaurant Tiergarten einzelne Stellen, denen grundsätzliche Bedeutung Was sodann die, Zeichen der Fahrzeugführer anbelangt, so sind ausschliesslicb nur der Motorfahr- mit einem erwartungsvollen Publikum besetzt. Nach zukommt, kurz einzutreten. einem rassigen Eröffnungsmarsch begrüsste der zeugführer, der Radfahrer sowie der Führer eines Ohne die Haftpflichtfrage, die einer spätem Lieferung vorbehalten ist, näher zu berühren, kommt Vereinspräsident die Anwesenden und alsbald ging Fahrzeuges mit Tierbespannung strafbar, wenn sie es an die Abwicklung unseres Programcnes, das Herr Bundesrichter Strebel in Art. 7 auf die Haftpflicht bei Unfällen zu sprechen, die bei einer Ver- Zeichengebung unterlassen oder den Anordnungen unser Vergnügungspräsident, Herr Scheibenstock und Weisungen der Verkehrspolizei nicht nachkommen. Verletzten dagegen andere Strassenbenützer mit einem selbstverfassten Prolog eröffnete. suchsfahrt in Anwesenheit des amtlichen Experten Die beiden Einakter wurden vom Publikum mit oder bei Lernfahrten in Anwesenheit des Fahrlehrers erfolgen. In beiden Fällen haftet der Halter Verhalten als zivilrechtliches Vorschulden in Be- ihnen obliegende Pflichten dieser Art, so kann ihr stürmischem Beifall aufgenommen. Die Zwischenpausen wurden mit Tanz und Einlagen, die von des Fahrzeuges für die Folgen eines Betriebsunfalles gemäss Art. 37. Ein Verschulden des Experten da — wohl aus referendumspolitischen Gründen — tracht fallen. Nach M. F G. strafbar sind sie nicht, einigen Mitgliedern selbst vorfasat wurden, ausgefüllt. Eine Ueberraschung für alle Awesenden oder Fahrlehrers hat weder die Befreiung des Halters noch eine Reduktion seiner Haftung zur Folge. aufgenommen worden ist. Dagegen können sie nach im Gesetz nirgends eine Strafdrohung gegen sie bildete die «Päcklipost», die jeden reichlich bedachte, da die verehrten Spender uns mit wertvollen Sachen beschenkten. Ihnen sei an dieser Stelle Sinne des Art. 37, 2, da sie das Fahrzeug nicht che Pflicht durch eine unter kantonale Strafsank- Weder Experte noch Fahrlehrer sind Dritte im kantonalem Recht strafbar werden, wenn die glei- unsern wärmsten Dank ausgesprochen. Dank auch ohne, sondern mit Einwilligung des Halters führen. tion gestellte Vorschrift aufgestellt ist. allen Mitwirkenden, die sich für die Sache geopfert haben. Ein besonderes Kränzlein möchten Fahrlehrers ist die Tatsache, dass Art. 14,1 dem des in der 2. Lieferung des Strebeischen Kommen- Für die Frage der zivilrechtlichen Haftpflicht des Der vorstehende gedrängte Auszug aus der Fülle wir Herrn Scheibenstock widmen, der die ganze Begleiter die Führerverantwortlichkeit zuspricht, tars enthaltenen Materials zeigt, wie wertvoll das Leitung des Abends übernommen hatte. Der wohlgelungene Abend bewies deutlich, dass der noch hafter Verletzung der Führerpflichten nach 0. R. 41 zung wir mit grösstem Interesse erwarten. nur insofern von Bedeutung, als sie ihm bei schuld- im Entstehen begriffene Werk ist, dessen Fortset- junge Verein sich im Publikum grosser Sympathien erfreut, was uns neue Kraft zur Weiterarbeit ten» im Sinne des Art. 37, 3 und 6, gelten lässt. haftbar werden und anderseits ihn nicht als «Drit- Dr. R. v. Stürler. gibt. In später Stunde wurde endlich Schluss gemacht und die zufriedenen Gäste bewiesen,... dass. wortlich^ das heisst. er ist grundsätzlich für fo ob Dagegen ist der Fahrlehrer strafrechtlich verant- wir allen etwas gediegenes gebracht haben und wir später wieder auf sie rechnen können. Personelles: Am Sonntagmittag war ein Familienbumm e 1 nach Herblingen angesetzt, an dem sich auch Karl Widmer, Pneu-Frä«apparale, Zürich. Inhaber der Firma ist Karl Widmer in Zürich. Do- wiederum eine stattliche Anzahl beteiligten. Trotz ötarker Bise war jung und alt bei froher Stimmung. Mit Anbruch der Dunkelheit wanderten wir Aki-Ges. Adolf Saurer, Automobilfabrik, Arbon. mizil: Ottenweg. auf der gefährlich vereisten Strasso, auf der kein Stäubchen Sand lag, der Stadt zu und waren froh, dass wir alle heil nach Hause kamen. A. B. BlScfaevl s«k Das geistige Rüstzeug des Automobilisten. Je intensiver ein Automobilist seinen Wagen als Verkehrsmittel zu rein beruflichen, wirtschaftlichen Zwecken benützt, um so mehr ist er auf störungsfreien und rationellen Betrieb angewiesen. Beides bedingt, dass er sich genau im Autobetrieb auskennt. Je enger der Kontakt zwischen Fahrer und Fahrzeug, um so höher der Nutzeffekt. Je gründlicher die automobilistische Bildung, um so vielfältiger die Ausnützungsmöglichkeiten. Aber nicht jedermann ist technisches Verständnis angeboren. Und niemand verfügt über das Gedächtnis, das ihn alles und jedes im Automobilbetrieb Wissenswerte im Kopf behalten hesse. Automatisch und zwangsläufig kommt auch der oberflächlichste Fahrer dazu, sich Notizen zu machen, sich über dies oder jenes erkundigen zu müssen, bis er schliesslich auf dem langen Weg der Erfahrung ebenfalls zu einem gewissen geistigen Rüstzeug gelangt ist. Der soeben in neuer Auflage herausgekommene Automobilkalender vermittelt dieses Rüstzeug in denkbar umfassendster, konzentriertester Form. Jahrelang ständig verbessert, auch diesmal wieder mit wertvollen neuen Tabellen bereichert und dem letzten Stand der Technik angepasst, bildet er ein Vademekum des automobilistischen Wissens. Allein schon das Verzeichnis der Adressen aller schweizerischen Personenwagenbesitzer, nach den neuen Polizeinummern geordnet, macht ihn erfahrungsgemäss den meisten Automobilisten unentbehrlich, denn wie oft wünscht man nicht, aus diesem oder jenem Grund den Besitzer eines beobachteten Wagens kennen zu lernen. Dass das ganze Werk, das daneben noch ein vollständiges Kalendarium, unzählige praktische Winke, wirtschaftliche, sportliche und technische Rückblicke, ein technisches Wörterbuch u. a. m. umfasst, trotz seiner 1120 Seiten handlich genug geblieben ist, um sich in jeder Seitentasche verstauen zu lassen und dass es zu nur Fr. 7.50 in den Handel kommt, stellt ein weiteres verlagstechnisches Kunststück dar. die Erfüllung derjenigen Pflichten verantwortlich, welche Gesetz und Vollziehungs-Verordnung «dem Führer» auferlegen (vergleiche zum Beispiel Art. 17, 2; 18, 1; 19 etc.). Neben dem Fahrlehrer ist aber auch der Fahrschüler strafbar für alle Widerhandlungen gegen Verkehrsvorschrift»n, die er in Missachtung erhaltener Weisungen oder während der Zeit schuldhaft beging, da ihm zur Vervollständigung seiner Fahrausbildung die selbständige Führung anvertraut war. Im letztern Falle ist aber, nach Auffassung des Kommentators, dem Umstände Rechnung zu tragen, dass seine Fahrausbildung noch nicht abgeschlossen ist und Strafbarkeit nur dann anzunehmen, wenn er zuvor erhaltenen Weisungen oder ihm völlig bekannten Vorschriften zuwiderhandelte. In Art. 13 befasst sich Herr Bundesriehter Strebel unter anderm mit der Blutprobe. Er ist der Auffassung, dass, nachdem die Alkoholtoleranz bekanntermassen bei den einzelnen eine verschiedene ist, ja sogar bei der gleichen Person ja nach ihrem momentanen körperlichen und seelischen Befinden eine verschiedene sein kann, in Grenzfällen nicht kurzerhand auf die Blutprobe abgestellt werden darf, selbst wenn es möglich gewesen war, dieselbe rechtzeitig zu nehmen. Es müssen auch die andern Indizien insbesondere das Benehmen des Führers vor und nach dem kritischen Augenblick berücksichtigt werden, wobei wiederum Vorsicht am Platze ist, damit nicht leichthin dem Alkohol zugeschrieben wird, was andere Ursachen (Uebermüdung, Krankheit, Aufregung über den Unfall etc.) haben kann. So ist es zum Beispiel eine bekannte Tatsache, dass Zuckerkranke bei Einnahme einer gewissen Medizin nach Alkohol riechen, was schon oft zu völlig unrichtigen Annahmen geführt hat. Es darf auch nicht übersehen werden, dass bei vielen Personen schon relativ geringe Mengen von Alkohol starken sogenannten Alkoholatem bewirken können. Ob ein Führerausweis entzogen werden soll, entscheidet die zuständige Behörde nach freiem Ermessen. Sie soll es nach den Gesichtspunkten der Verkehrssicherheit tun. Auch eine schwere verkehrsgefährdende Verletzung der Verkehrsvorschriften zwingt nicht dazu, wenn der Führer sonst als vorsichtig bekannt, eine neue Verkehrsgefährdung durch ihn daher nicht zu befürchten ist. Ebenso kann aus der Tatsache, dass bereits eine lange Frist seit der in Frage stehenden Verkehrsgefährdung vorstrichen ist, ohne dass der Führer sich neuer Vergehen gegen die Verkehrsvorschriften schuldig gemacht hat, geschlossen werden, dass eine künftige Verkehrsgefährdung nicht mehr zu befürchten ist, daher vom Ausweisentzug Umgang genommen werden darf. Statt den Entzug auszusprechen, kann sich die Behörde auch mit einer Warnung begnügen, wenn sie annehmen darf, dass der Verwarnte sich dadurch abhalten lassen werde, die gleichen Fehler wieder zu begehen. Einzige kantonale Beschwerdeinstanz wegen Verweigerung oder Entzug eines Ausweises ist die Regierung. Bei Entzug kann der letetinstanzliche kantonale Entscheid binnen 30 Tagen seit «einer Eröffnung &a da» Eidg. Justiz- und Polizeidepartement weitergezogen werden. Dieser Instanzenzug, der an und für «ich vollständig berechtigt ist, hat den grossen Nachteil, dass die entziehende Behörde gleichzeitig Antragstellerin an die Rekursinstanz ist. Da kaum zu erwarten ist, dass die entziehende Behörde der Rekursinstanz einen ihrer erstinstanzllchen Verfügung entgegenstehenden Antrag unterbreitet wird, ist das Rekursrecht, unserer Auffas- *) Polygraphischer Verlag AG. Zürich 1933. Der Verwaltungsrat hat mm Direktor und Stellvertreter des Delegierten des Verwaltungsrates K. Imfeid, Dipl.-Ing., in St. Gallen, ernannt. Er zeichnet kollektiv je mit einem andern Unterschriftsberechtigten. Pneu-Handcls-A.-G., Basel Die Firma erteilt Einzelprokura an Fritz Ruesch. Etienne Ballabey, Autoinobilhandel, Nyon. Inhaber der Firma ist Etienne Ballabey in Nyon, franz. Herkunft. Firmenänderung: Binelll & Ehrsam, A.-G., Automobil-Handel, Zürich. Unter dieser Firma hat eich eine Aktien- Gesellschaft cnit einem Kapital von Fr. 60000.— gebildet. Ihr Zweck ist die Weiterführung des Geschäftsbetriebes, der in Liquidation getretenen Kollektiv-Gesellschaft Binelli & Ehrsam. Die Gesellschaft übernimmt das bisher von der Kollektiv. Gesellschaft geführte Geschäft samt Aktiven und Passiven zu einem UebernahmepTeis von 42.600 Franken, zahlbar durch Uebergahe von 8 liberierten Gesellschaftsaktien an Frau L. Baumgartner, Zollikon, Gläubigerin der genannten Kollektiv-Gesellschaft und Barzahlung des Restbetrages von 2.600 Fr. an die Firma Binelli & Ehrsam in Liq. Dem Verwaltungsrat gehören an: H. Baumgartner, Kaufmann als Präsident und Louise Baumgarfaer, geb. Ehrsam, beide in Zollikon. Geschäftsdomizil: Stampfenbachstrasse. Charles A. Robert, Grand Garage de la Promenade, Neuchätel. Die frühere Firmenbezeichnung Charles A. Robert, Garage, ist, wie vorgängig angegeben, ergänzt worden. Nachlaßstundung'. A. Burkhardt, Autogarage, Surtee. Verlängerung der Stundung bis 5. März. O. Rüedi, Garage, Kreuzungen. Die der Firma bewilligte Nachlaßstundung wurde am 31. Januar um die Dauer von 2 Monaten verlängert. Handel uu Indusfvte Zur Automobilmontage In der Schweiz. In Kummer 8 brachten wir die Mitteilung, dass die Firma Amag, die zürcherische Vertretung für Chrysler, mit der Automobilfabrik Saurer in Arbon wegen der Montage der Plymouth-Modelle in der Schweiz in Verhandlungen stehe. Wir erfahren nun, dass diese Besprechungen gemeinsam von allen schweizerischen Chrysler-Importeuren gepflogen werden. Die Firma Ritzi &• Wagner in Amriswil und St. Galjen, welche die Generalvertretung der Chrysler für die Kantone der Ostacbwein inne hat, war schon vor einigen Jahren an die Prüfung dieser Frage herangetreten, die nun durch di» Kontingentierungstnassnahmen um 80 aktueller geworden ist. Ergänzend «ei noch nachgetragen, dass der Import der Chrysler-Fabrikate nicht durch einen einzigen Generalvertreter erfolgt, wie dies anfänglich der Fall waT Die Vertreterorganisation ist seit längerer Zeit so getroffen, dass sich die Firmen Amag, Zürich, Ritzi & Wagner, Amriswil und St Gallen, Krick-Forcart, Basel, Ferrari, Bernasconi & Co., Lugano und Blanc &. Paiche, Bern und Genf in die Einfuhr teilen.