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E_1934_Zeitung_Nr.012

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Baustellen bei Nacht und

Baustellen bei Nacht und dergleichen vorgeschrieben. Schliesslich darf nicht unerwähnt bleiben, dass das gelbe Signal eine weitere Optik benötigt, so dass die Signale um etwa 50 Prozent teurer zu stehen kommen als bei Verwendung von nur rotem oder grünem Licht. Lässt man als Zwischensignal beide Signallichter brennen, so besteht die Möglichkeit, die zwar immerhin ziemlich unwahrscheinlich ist, dass das gleichzeitige Leuchten von Rot und Grün von gewissen Fahrzeugführern dahin interpretiert wird, dass gemäss dem grünen Licht Fahrerlaubnis noch bestehe. Es dürfte jedoch ein leichtes sein, solche Fahrer davon zu überzeugen, dass Rot unter allen Umständen, auch wenn gleichzeitig ein grünes Licht brennt, ein absolutes Haltsignal bedeutet. Aus diesem Grunde ist dieses Arbeitsprogramm auch im Ausland schon mit Erfolg ausgeführt worden. Die Verwendung eines Blinkschalters, der jeweils kurze Zeit (drei bis fünf Sekunden) vor dem Signalwechsel in Tätigkeit tritt und sowohl das rote wie auch das grüne Licht blinken lässt, vermeidet den oben genannten Nachteil, verteuert jedoch die Apparatur etwas. Trotzdem dürfte diese Art der Signalisierung wohl als einwandfreie Lösung angesehen werden. Für den Autoverkehr in den schweizerischen Städten ist es charakteristisch, dass er zu gewissen kurzen Stosszeiten besonders dicht ist, während er sonst sich in ruhigerem Tempo abwickelt» Es wirft ,sich daher die Frage auf, wieweit das «go and stop»-Prinzip bei stillem Verkehr hindernd wirkt und durch ein anderes verbessert werden sollte. So sind in neuester Zeit Systeme von Leuchtsignalen aufgetaucht, die durch Kontaktschwellen in dem Augenblick eingeschaltet werden, wenn ein Fahrzeug die Schwelle überfährt. Es muss indessen betont werden, dass für den dichten Verkehr das «go and stop»-Prinzip durch kein anderes ersetzt werden kann. Auch die neueren Systeme mit Kontaktschwellen gehen bei dichtem Verkehr automatisch in das «go arid stop»-Prinzip über. Für Kreuzungen mit mittelstarkem oder, schwachem Verkehr bieten die Signale mit Individualwirkung einen Vorteil. Diese Systeme verursachen jedoch hohe Kosten, während eine billige und einwandfreie Lösung für solche Fälle immer noch das Strassensignal Nr. 7 «Vortrittsrecht» bietet. Dies gilt auch gegenüber den Verkehrsspiegeln, die bei dichtem Verkehr kaum in Frage kommen dürften. Für Hauptkreuzungen mit zeitweise mittelstarkem oder schwachem Verkehr kann also das Lichtsignal mit Individualprinzip eher in Erwägung gezogen werden. Es ist aber auch in diesem Fall ebenso erwägenswert, welche Rolle der schwache Verkehr im Verhältnis zu den Hauptstosszeiten spielt und wie weit ihm mit höheren Kosten gedient werden soll als dem dichten Verkehr, der ohne das einfache «go and stop»-Prinzip nicht auskommt. Die Erfahrungen stehen auch noch aus, wieweit die Kontaktschwellen dauernd einwandfrei arbeiten. Lange Frostund Schneeperioden, bringen mancherlei Gefahren mit sich. Aus den angeführten Untersuchungen und Erfahrungen ergibt sich, dass von allen Systemen die einfachen optischen Lichtsignale einen billigen und sicheren Erfolg gewährleisten. Zweifellos haben sie sich im Ausland am besten durchgesetzt. Bei der weiteren Einführung von automatischen Verkehrsreglern in der Schweiz sollten diese Tatsachen nicht übersehen werden. Unser Motorfahrzeug-ftussenhandel während des Jahres 1933 und im 4. Quartal des Vorjahres. Jahresumsatz 63,9 gegen 68.4 Millionen Franken. Der schweizerische Automobilaussenhandel des Jahres 1933 ist gekennzeichnet durch .einen Rückgang der Wertumsätze um 4H Mill. Fr., der Einheiten um 143 Stück, dagegen durch eine Volumenvermehrung um 1,43'Mill. kg. Im gesamten stellt sich der Umsatz im Berichtsjahre auf 11257 (11400) Wagen im Totalgewichte, inkl. Zubehörteile, vonl5 938 153 (14 503 346) kg und im Werte von 63910167 (68 447 263) FT. Wie sich Stückzahl, Volumen nnd Umsatzwert auf der Einfuhrseite während den einzelnen Quartalen der letzten beiden Jahre entwickelt haben, geht aus folgender Aufstellung hervor: Einfuhr Stück kg Wert in Fr. 1933 I. Quartal 2613 3.078.199 11.857.161 II. » 3431 4.126.151 15.321.164 III. » 2705 3.387.108 12.784.800 IV. > 2334 2.868.758 9.561.294 Gesamteinfuhr 11.083 13.460.216 49.524.419 1932 I. Quartal 3057 3.159.925 14.094.596 II. » 3471 4.210.331 18.003.959 III.. » 2642 3.120.195 12.480.086 IV. > 2077 2.369.752 9.215.066 Gesamteinfuhr 11.247 12.860.203 53.793.707 Nach dieser Tabelle liegt sowohl stück- •wie wertmässig das letzte Semester über der entsprechenden Periode des Vorjahres. Die nächste Aufstellung vermittelt einen Ueberblick über die Wertumsätze während den einzelnen Monaten des abgelaufenen Jahres gegenüber 1932. Monat 1933 1932 Januar 3.254.661 Februar 4.188.151 März 4.414.349 April 4.826.121 Mai 5.366.963 Juni 5.128.080 Juli 4.623.559 August 3.952.012 September 4.209.229 Oktober 2.720.561 November 2.637.653 3.946.123 5.070.490 5.077.983 5.607.931 6.380.145 6.015.883 5.206.474 4.289.855 Minderwert 691.462 882.339 663.634 781.810 1.013.182 887.803 582.915 337.843 Mehrwert 2.983.757 1.225.472 3.432.803 712.242 " 2.730.027 92.374 Dezember 4.203.080 3.052.236 1.150844 Während des Jahres 1933 wurden in unser Land eingeführt: 11083 (11247) Motorfahrzeuge. Diese Ziffer setzt sich zusammen aus 615 (1581) Motorrädern, 10 428 (9601) Automobilen und Chassis, 21 (5) Karosserien, 2 (1) Elektrokarren und 17 (59) Traktoren. An der Einfuhr der 10 428 Automobile und Chassis waren beteiligt: Vereinigte Staaten von Amerika mit 4652 (4812), Deutschland mit 2197 (1666), Frankreich mit 1736 (1425), Italien mit 1019 (1257), Qrossbritannien mit 708 (360), Oesterreich mit 66 (51), Belgien mit 30 (29), Irland mit 5 (l), Russland mit 4 (0) und die Tschechoslowakei mit 1 (0) Stück. Mit Ausnahme der amerikanischen und italienischen Importe verzeichnen alle übrigen Lieferanten eine Zunahme an gelieferten Einheiten. Was die amerikanische Quote anbetrifft, so ist daran zu erinnern, dass der Fordkonzern während des abgelaufenen Jahres begonnen hat, seine Lieferungen durch die englische Niederlassung auszuführen. AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N°13 An der Steigerung der Einfuhr partizipierten von den verschiedenen Zollkategorien *) nur die vier folgenden Positionen: 10 428 9601 Welch prozentualer Importanteil auf einzelnen Zollpositionen entfällt, geht nachstehender Tabelle hervor: die aus In einer weitern Zusammenstellung lassen wir die quartalsmässige Entwicklung der AufomobilexDorte während den beiden Vorjahren folgen, und zwar sowohl hinsichtlich Stückzahl und Volumen, wie auch betreffend Umsatzwert: Stück kg Wert in Fr. 1933 1. Quartal 56 517 305 3 225 826 2. » 587 867 3 497 719 3. » 51 732 248 4 245 965 4. » 9H 640 517 3 416 238 Gesamtausfuhr 174 2 477 937 14 385 748 M32 1. Quartal 00 437 918 3 837 015 2. 48 492 215 4 780 783 3. » 23 367 166 3112 551 i. 99 344 844 2 923 180 Gesamtausfuhr 153 1642143 14 653 529 Wie auf der Einfuhrseite, verzeichnen im abgelaufenen Jahre die beiden letzten Quartale sowohl stück-, als auch wertmässig eine Zunahme gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres, wogegen mengenmässig jedes Quartal der Berichtsperiode über den Volumenansätzen des Jahres 1932 liegt. Bei einem monatlichen Wertvergleich ergibt 1933 für die ersten 6 Monate sowie für den Dezember einen Minderwert, der jedoch nicht ganz an den während den restlichen fünf Monaten erzielten Mehrwert heranreicht « Monat 1933 1932 Mindert- Mehr- Januar Februar März April Mai 'Juni Juli August September Oktober November Dezember 1933 1932 c 1753 1060 d 5419 4888 e 2650 3051 f an« fi/V) 1933 1932 a 1.87% 3.99% b 0.07% 0.16% c 8.16% 4.98% d 39.17% 33.06% © 26 07% 32.23% f 20.87% 21.35% g 0.26% 0.19% h 0.04% 0.007% i 0.23% 0.62% k 3.10% 1.39% 1 0.16% 0.02% 865 690 1017 966 1 342 170 1119 411 1 205 166 1173 142 1 454 321 1 424 786 1 366 858 1409 644 1 026 220 980 374 1076 309 1 362 193 1 398 513 1 760 655 1495 611 1 524 517 975 794 989 859 1 146 898 963 706 828 273 1131 201 •wert 210 619 344 227 56 343 641244 290 44-5 351375 150827 wert 478 527 434 927 219 960 445 938 197 947 ) Liste der Zollkategorlcn: a) Motor-Zwei- und Dreiräder, ohne Loderfiberzug. (Position 913 a); b) Motor-Zwei- und Dreiräder, mit Lederüberzug (Pos. 913 b); c) Automobile und Chassis im Stückgewicht unter 800 kg (Pos 914 a); d) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 800 und 1200 kg (Pos. 914 b); e) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 1200 und 1600 ke (Pos. 914 c); f) Automobile und Chassis im Stückgewicht über 1600 kg (Pos. 914 d); f) Karosserien aller Art für Automobile (Posi „ Hon 914 e); h) Elektrokarren (Pos. 914 f); i) Traktoren ohne Karosserie (Pos. 914 g); k) Elektrische Apparate zum Anlassen, zur Zündung, zur Beleuchtung und Fahrsicherung fÜT Motorfahrzeuge und Fahrräder: Scheibenwischer und andere Apparate, sowie Teile von solchen '(Pos. 924 c); 1) Kilometerzähler für Motorfahrzeuge (Position 924 d). Prozentual waren die tionen folgendermassen beteiligt: 1933 3.97% 0.04% 0.05% 0.30% 0.34% 47.07% 0.03% 0.001% 47.71 % 0.48% einzelnen Zollposiam Exportgeschäft 0.04% 44.47% 0.03% 44.82% 0.23% 1 In detaillierter Aufstellung ergibt sich für 1933 nachstehende Entwicklung auf derEtak fuhrseite des Automobilaussenhandels: Irischer Freistaat Spanien Portugal Dänemark Norwegen Schweden Ungarn Rumänien a b c defshi k Deutschland Oesterreich Frankreich Italien Belgien Niederlande Grossbritannien Tsoheohoslow. a 157 b 4 o 676 d 1204 e 208 f 109 g 18 hik1abodef a bodefghik1abcdef g ik1 a bdef Stock 49 1 45 182 37 2 75 1173 444 44 457 333 208 212 a f gka 314 b 2 0 188 d 310 e 196 f 14 g 1 1 k 1 1932 0.49« o ke Wen In Fr. Total 349.62 248.522 29.11 17.009 6015.26 1.477.090 12239.71 4.921.321 3220.20 1.717.246 4396.96 2.775.527 82.38 37.685 1.30 908 2.30 1.378 1140.18 1.137,398 49.61 51.353 12385.437 81.45 55.835 30 265 8.10 2.655 642.02 212.910 233.07 102.035 69.33 69.600 1.87 825 10.34 12.537 446.081. 53.98 38.156 6.79 478.71 5.181 163.517 12385.64 2.702.280 6200.80 1.632.265 2182.42 981.813 32.58 10.853 •"! 35.36 18.716 2.79 1.857 107.63 137.325 10.30 11.662 5,703.625 16 34.29 30.181 51 440 3056.52 1.103.970 3889.55 1.609.648 2800.45 1.369.463 1152.27 745.815 29.65 16.948 3.05 3.033 i 61.92 64.360 1.18 5.539 4.949.1t7 14 30.07 25.466 1 16 158 3 8.82 10.000 26 47.64 15.800 625.93 311.913 48 339 21.70 17.953 58 1.236 »82.8« 31 390 9.02 6.084 ;•" '- 23 138 1.19 620 &232 660.40 491.940 17.27 9.463 1376.66 481.446 3292.93 1.144.788 2839.89 774.917 426.97 426X97 8.11 3.011 12.79 5.962 31.83 41.835 4.14 5.719 3.385.778 5 76.07 19.460 8 147.85 49.758 69.218* 4 110 41 302 2.59 1.525 1.937 75 699 14 215 814 67 100 100 5.10 3.760 37 490 4.240 29 250 29 293 92 650 1.193 3.81 2.636 13.82 6.000 2.44 1.115 5.02 5.313 16.064 2 30 30 11 110 110 a f kfkff k a f k a e f kff(Fortsetzung siehe Seite 5) gebannt, dass die Kerls hinter ihm fast über ihn stolperten ... mit Siebenmeilenschritten stürmte er über die Strasse zu zweien, die dort ihres Weges kamen... und als er vor ihnen stand, heiss schoss ihm das Blut zum Herzen, da riss er die hellblaue Feldmütze vom Kopf und hielt ihr den kleinen Strauss Edelweiss hin, der neben der krummen Spielhahnfeder seine Kappe schmückte. < Einen schönen Gruss von Hoehgolling.» Mit einem dankbaren Nicken, ihre sonst so müden Augen weiteten sich, streckte sie ihm mit einem freundlichen Lächeln die Hand hin, und er stand vor ihr, lachend und strahlend über sein braungebranntes Jungengesicht, aus dem die hellen blauen Augen in Seligkeit leuchteten. Aber auch der Gatte dankte ihm mit. einem Händedruck in seiner ernsthaften, gemessenen Art. Drüben über der. Strasse standen seine vier Kerls und sahen ihrem Leutnant nach, und der mit dem Kletterseil über der Schulter drehte sich zu seinen Kameraden herum und kniff das eine ^uge zu. während er mit dem Kopf unauffällig zu seinem Leutnant hinüberruckte, der noch immer die Feldmütze in der Hand vor der schönen Frau und ihrem Begleiter stand. «I moan, dös ischt sie.» Und der eine von ihnen nahm die Hängepfeife aus dem Maul, wischte das Mundstück am Rockärmel ab und meinte bedächtig; « Nachher tat er mir aber leid. Not zwoä Kilo Fleisch auf die Boaner.» Und spuckte im Bogen aus. Aber als ihr langer Leutnant wieder zu ihnen trat, da versteinerten vorschriftsmäst sig ihre Gesichter,, bis zur nächsten Strassenecke, als er sich nochmals umwandte, so dass sie ihn wieder fast überrannten. Da grinsten sie unter sich. Aber unauffällig, denn das strahlende Gesicht ihres Herrn wurde immer ernsthafter und länger. Die Strassenecke war leer. , Tags darauf ersuchte der Herr Major und Bataillonskommandant den Herrn Leutnant, er möge, wenn er durch die Stadt marschiere, seine Kappe etwas weniger schief auf dem Ohr tragen. Aber als der Gestrenge sich würdevoll umgedreht hatte, da rückte der? Missetäter die Mütze noch ein wenig mehr auf die Seite, weil er sich soeben zum hundertstenmal an ihre letzten Worte beim Abschied erinnerte: «Vielleicht kommen Sie morgen abend auf den Mönchsberg.» Also, das schon für heute abend erhoffte Wiedersehen im Mirabellgarten war nichts. Und mit verzehrender Ungeduld zählte er die träge dahinschleichenden Stunden. Klopfenden Herzens, viel früher, wie es an der Zeit gewesen wäre, wartete er auf der Höhe des- Mönchsberges.- Es war doch ein Gebot der Höflichkeit, zuerst zur Stelle zu sein. Da kamen sie endlich... ein zartblaues, schmuckloses Leinenkleid mit schmalem, schwarzem Lackgürtel... ein kleines, zartblaues Strohhütchen mit schwarzem Samtband ... aber alles dies sah er nicht... er hatte nur Blicke für ihr freundliches Nicken, mit dem sie ihn begrüsste,..für das Lächeln, mit dem sie ihm die Hand reichte ... und es dauerte etwas lange, bis er sich erinnerte ... dass er sich auch ihrem Manne nähern müsse. . Ob er mit ihnen zu Abend speisen wolle ? Wohl am besten gleich hier oben am Mönchsberg. Unter ihnen versank die alte Bischofsstadt im Dunkel. Tausende und aber Tausende Lichter flammten auf, bald willkürlich zerstreut, bald wie aufgereihte Perlenschnur. Aber alles dies sah der junge Landesschützenleutnant ..icht, so oft ihn auch seine beiden Begleiter darauf aufmerksam machten. Er sah unter allen Sternen nur zwei Augensterne, die träumerisch unter halbgeschlossenen Lidern zu ihm herüberblickten, er hörte nicht das Flüstern des Abendwindes in den Baumkronen, er hörte nur den müden Tonfall ihrer Stimme, die sich, auch wenn sie in Worten des Entzückens sprach, kaum erhob, er fühlte nicht die betäubende Ermüdung einer schwülen Sommernacht, er fühlte nur den verwirrenden Zauber, der von dieser Frau ausströmte. Aber sein Herz jauchzte auf, als sie ihm den weisssamtenen Stern eines Edelweiss zeigte, das sie hinter das schmale Samtband ihres Hütchens gesteckt trug. Bis ihn ihre nächsten Worte wieder ernüchterten. «Ich habe auch meinem Manne eine Ihrer Blumen geschenkt», und wies auf ein kleines Edelweiss in seinem Knopfloch. Na, für den hatte er das nicht geholt tmd sich dabei beinahe den Hals gebrochen. Im anregenden Plaudern sassen sie zusammen. Jul die glimmende Zigarette im Mund, er seine kurze englische Pfeife qualmend, und als Jul ihr eine Zigarette anbot, lehnte sie mit einem Kopfschütteln ab. Sie liebe das nicht. Eine Frau soll ihre Weiblichkeit nicht betonen, aber auch nicht ver* gessen. (Fortsetzung im «Autler-Feier abend*.) ' Auf die zahlreichen Erkundigungen unserer Leser hin teilen wir mit, dass der kürzlich in unserem Feuilleton veröffentlichte Roman «Der geheime Kampf» unter dem Titel «Kämpfer im Dunkel» in Buchform erschienen ist und beim Verlag Wilhelm Goldmann, Auslieferungsstelle für die Schweiz, Viktoriarain 16, Bern, bezogen werden kann.

N° 12 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Erste Italien-Rundfahrt. Um den Goldpokal des Duce. Wir haben bereits zu verschiedenen Malen über die erste Italien-Rundfahrt berichtet, die vom Kgl. Italienischen A.C. vom 26. Mai bis 2. Juni organisiert wird. Es handelt sich bei dieser Veranstaltung um ein Gegenstück zur berühmten «Mille Miglia», bei der bekanntlich nur Sportwagen zugelassen sind. Der « Giro d'Italia» ist als international offener Schnelligkeits-Wettbewerb für Serienwagen reserviert. Die Konkurrenz hat wohl in der ganzen Welt nicht ihresgleichen und darf als eine der grossartigsten autosportlichen Gewaltsprüfungen bezeichnet werden. Sie hat selbstverständlich für Italien einzigartige Bedeutung, doch ist sie auch von grossem Interesse für das Ausland, das sich voraussichtlich ebenfalls rege beteiligen wird. Entsprechend der südlichen Sportauffassung handelt es sich bei der Italien-Rundfahrt nicht bloss um eine Prüfung auf Regelmässigkeit, Zuverlässigkeit und Ausdauer, sondern darüber hinaus im wahrsten Sinne des Wortes um ein gigantisches Rennen durch ganz Italien. Diese Manifestation ist selbstverständlich nur in einem Lande möglich, dessen Regierung selber alles Interesse an solchen grosszügigen Sportanlässen hat. Dass dies der Fall ist, zeigt schon die Tatsache der von Mussolini für die Italien-Rundfahrt ausgesetzten Ehrentrophäe. Die erste Italien-Rundfahrt ist gültig für die italienische Amateurmeisterschaft 1934 und für die Zuerkennung der Meisterschaft der Rennwagen. Die Prüfung wird in drei grossen Etappen ausgefahren. Der Start findet am 26. Mai in Rom statt. Die erste Etappe führt von Rom über Neapel, Salerno nach Villa San Giovanni, worauf die Wagen über den Kanal von Messina befördert werden. Die Konkurrenz geht von Messina weiter über Palermo, Ragusa, Cattania und zurück nach Messina. Die ganze erste Etappe misst 1843 km. Messina wird am Sonntag den 27. Mai erreicht. Am Montag den 28. Mai halten sich die Fahrer in der sizilianischen Hafenstadt auf, um am Dienstag den 29. Mai die Strecke von 2184 km über Reggio Calabria, Catanzaro, Cosenza, Potenza, Lecce, Brindisi, Bari, Foggia, Pescara, Macerata, Ancona, Ravenna, Forli, Bologna, Modena, Parma, Mailand zurückzulegen. Mailand wird am Mittwoch den 30. Mai erreicht. Die Fahrer verbleiben den 31. Mai in der oberitalienischen Metropole und starten am Freitag den 1. Juni zur 3. Etappe von Mailand nach Bergamo, Brescia, Verona, Padova, Triest, Udine, Belluno. Trento, Brescia, Cremona, Piacenza, Alessandria, Turin, Savona, Genua, Spezia. Pisa, Livorno, Grosseto, Rom. Die Ankunft in Rom eriolgt am 2. Juni auf der Autorennbahn von Littorio. Die 3. Etappe hat eine Länge von 2013 km. Die gesamte Rundfahrt von Italien erstreckt sich über die respektable Distanz von 6040 km. Die Strassen sind während des Rennens für den allgemeinen Verkehr nicht gesperrt, so dass die Fahrer für alle Folgen selber haftbar sind. Für die erste Italien-Rundfahrt sind nur serienmässige Wagen zugelassen, die zu einem genau festgesetzten Preis für jedermann käuflich sind und von denen bis zum 15. April 1934 mindestens 100 Exemplare verkauft oder fertiggestellt worden sind. Das Reglement enthält eine genaue Aufzählung der Charakteristiken der serienmässigen Wagen, denen die Fahrzeuge genau entsprechen müssen. Nur für die Beleuchtungsanlage und das Fassungsvermögen des Brennstoffbehälters sind Aenderungen zulässig. Die Wasrentypen dürfen m>ht aus den Taliren vor 1929 stammen. Alle offenen Fahrzeuge müssen mit ein^m Verdeck ausgerüstet sein. Der Start in den Etappen darf nur vermittels des automatischen Anlassers erfo1