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E_1934_Zeitung_Nr.012

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N°12 Die Betriebskosten, die wichtigste Seite des Auto mobil wesens, in wirtschaftlichen Grenzen zu halten, ist das instinktive Bestreben jedes Automobilbesitzers. Dieses Ziel kann auf 2 Parallelstrassen erreicht werden: In der Abdrosselung zu hoher Ausgabenkategorien und in einer sachgemässen Behandlung und Wartung des Wagens. Der Wichtigkeit der Materie entsprechend, ist diesen beiden Gegenständen in unserem Kalender für die administrativen und technischen Recherchen des Automobilbetriebes eine Vorzugsstellung eingeräumt worden. Eine alle Einzelheiten erfassende Automobil-Buchführung und eine prägnante, die neuesten konstruktiven Verbesserungen berücksichtigende Technika haben im Laufe der letzten Jahre Tausende von Automobilisten von der Nützlichkeit unseres Notiz- und Nachschlagewerkes überzeugt. Mit den Unterlagen zur Spesenreduktion ist der Aufgabenkreis des Schweiz. Autombbilkalenders indessen noch lange nicht erschöpft; er dient ausserdem als Auskunftsmittel in allen betriebswirtschaftlichen Fragen, enthält alle auf den Fahr- ; betrieb Bezug habenden Tabellen und gesetzlichen ^» Vorschriften. Die Gesamtheit seines Inhaltes verkörpert die Wünsche der Fahrer, wie sie sich im Laufe der Jahre geltend machten. Das immer stärker auftretende Bedürfnis unserer ordnungsliebenden schweizerischen Fahrer nach einem betriebswirtschaftlichen Mentor gestattet dem Verlag trotz den ständigen Ausbau- und Erweiterungskosten eine für die Bezüger ausserordentlich günstige Preispolitik. Rationalisierungsbestrebungen des Verlages entspringt auch die Kombination des Kalenders mit einem Besitzerverzeichnis. In der Liste der Personenwagenbesitzer der Schweiz die mit dem Automobil-Kalender kombiniert ist, wird den Fahrern ein praktisches Mittel zur Feststellung jedes Wageneigentümers in die Hände gegeben, dessen Nutzen während dem ganzen Jahr nicht minder hoch anzuschlagen ist als der des technisch-administrativen Teiles des Werkes. Ein komplettes Verzeichnis der schweizerischen Automobilbesitzer würde, wenn anderswo überhaupt vollständig und in der neuen Nummernfolge erhältlich, mehrere hundert Franken kosten, im Preis des Automobil-Kalenders von IFx'.T.SO ist es inbegriffen! Name: Adresse Bücherzetfel Senden Sie sofort per Nachnahme EX. Automobil-Kalender 1934 mit Verzeichnis d. Personenwagenbesitzer Ort etc.: 6Rp. Porto als Drucksache. Die Lieferang erfolgt in der Reihenfolge de* Bestell' einganges per Nachnahme. Das Bach ist aber auch bei sämtlichen Club-Bureaux und Buchhändlern erhältlicht es kann ferner bei unsern Geschäftsstellen abgeholt werden. Verlag Automobil-Revue Zürich Löwenstrasse 51 Breitenrainstrasse 97 7, Rue de la Conf ederation

No 12 - 1934 Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel (Fortsetzung von Seite 2) Der Stück a kj Wert In Fr. Total RnssL, Ukraine f 4 128.62 44.050 44.050 Marokko f 15 150 150 Kanada f 67.40 55.245 k 40 430 55.675 Ver. Staaten a 20 62.14 32.625 b ' 3.44 1.200 0 356 2595.90 812.738 d 2353 27742.25 8.796.821 e 1567 23280.12 7.275.289 f 386 10683.15 4.922.091 g 1 113.04 58.832 1 8 166.21 54.360 k 100.82 116.301 1 1.10 1.58522071.842 Jahr 1933 a 607 1266.40 926.111 b 8 57.58 33.716 0 1753 12531.15 4.041.416 d 5419 60100.92 19397.768 e 2650 38712.06 12912.475 f 606 19742.10 10334.284 g 21 268.34 128.631 h 2 36.66 19.624 1 17 334.99 116.348 fc 1485.05 1.536.952 1 66.91 77.094 49524.419 11083 134602.16 Jahr 1932 a 1564 2828.47 2.149.899 b 17 143.71 84.926 c 1060 7378.29 2.680.580 d 4888 53799.26 18858.777 e 305144123.92 17336.781 f 602 18542.26 11483.936 g 5 192.21 104.335 h 1 10.54 4.289 i 59 843.87 333.742 k 744.47 747.417 1 5.03 9.02553793.707 11247 128612.03 Abnahme der Einfuhr 4.269.288 (Schluss folgt.) Das englische Bahn-Auto-Gesetz. Zu Ostern letzten Jahres wurde der Entwurf zu einem Gesetz über die Regelung der Frage Bahn-Auto in den englischen Kammern eingebracht. In dem Hin und Her, das die Vorlage seither zwischen House of Lords und House of Commons erlebte, blieben zwar die Grundprinzipien unangetastet, dafür aber fand ein ganzes Schock von Abänderungsund Ergänzungsantragen zu Detailbestimmungen Annahme. Der König hat am 17. November der Vorlage seine Zustimmung erteilt, womit die Road and Rail Traffic Act zum Gesetz erhoben worden ist. Allerdings, in Kraft getreten ist sie noch nicht. Beim Verkehrsminister liegt die Kompetenz, dem Gesetz nach seinem Ermessen, ganz oder abschnittweise, verbindliche Kraft zu verleihen. Des Gesetzes Bedeutung für alle Unternehmungen zur Beförderung von Gütern auf der Strasse spiegelt sich in den einführenden Bestimmungen wider, die urbi et orbi verkünden, dass die Act bezwecke, den durch Motorfahrzeuge besorgten Gütertransport auf den Strassen zu regeln und über die Verwendung solcher Fahrzeuge auf bestimmten Strassen zu wachen, gewisse Artikel des Strassenverkehrs- und des Eisenbahngesetzes abzuändern und die Grundlagen für die Einsetzung eines Rates zu schaffen, der sich mit Transportfragen beschäftigt. Drei Teile umfasst die Act: einen ersten über den Strassenverkehr, einen zweiten über den Bahnverkehr und einen letzten endlich über die Modalitäten der Schaffung des erwähnten Rates. Einer der Angelpunkte des Gesetzes ist in der Vorschrift niedergelegt, wonach jedermann, der ein zur Beförderung von Gütern eingerichtetes Strassenfahrzeug benützt und dafür Geld annimmt, einer Lizenz bedarf. Nicht unter den Begriff des «Gütertransportes gegen Bezahlung» fallen die Ablieferung oder das Sammeln von Gütern im Rahmen eines gewerbsmässigen Betriebes oder von Gütern, deren Behandlung derjenige, der das Fahrzeug benützt, gewerbsmässig vornimmt (was ungefähr unserem Werkverkehr entspricht). Weiter bleiben lizenzfrei die Beförderung von Gütern durch Personen, welche in der Landwirtschaft tätig sind, sowie durch Auto-Industrie, -Handel und Reparaturgeschäfte. Dreierlei Lizenzen sind im Gesetz vorgesehen. Zum gewerbsmässigen Gütertransport mit Motorfahrzeugen ermächtigt die Lizenz A. Sie repräsentiert also die Lizenz für Transportunternehmungen, mit der Einschränkung immerhin, dass sie kein Recht zur Beförderung von Gütern gibt, welche in Zusammenhang mit einem andern Geschäftszweig des Unternehmers stehen. Die B-Lizenz berechtigt zu solchen Transporten für eigene Zwecke, aber auch für fremde Rechnung, währenddem die Lizenz C für das bestimmt ist, was wir Werkverkehr nennen. Dabei tritt in der Gültigkeitsdauer dieser Lizenzen eine Abstufung ein: die A- Lizenz läuft während zweier Jahre, die B- Lizenz erlischt nach einem Jahr dieweil die C-Lizenz erst nach drei Jahren erneuert werden muss. Daneben statuiert das Gesetz auch die Möglichkeit der Ausgabe «kurzfristiger» Lizenzen für vorübergehende Bedürfnisse. Für die Ausstellung der Lizenzen ist der Präsident der Traffic Commissioners AUTOMOBIL-REVUE der einzelnen Bezirke kompetent. Seinem Ermessen ist es — unter gewissen Vorbehalten zwar — anheimgestellt, ob er einem Lizenzgesuch Folge geben will oder nicht. Er kann, wo es ihm zweckmässig scheint, eine nachgesuchte Lizenz inhaltlich ändern. Dagegen ist ihm die Möglichkeit einer Verweigerung der C-Lizenz (Werkverkehr) entzogen. Beim Entscheid über die Zulassung oder Abweisung eines Gesuchs muss die Behörde in erster Linie auf die Interessen der Oeffentlichkeit abstellen. Im Fall der Verweigerung oder Abänderung einer Lizenz muss die Behörde auf Verlangen mit einer schriftlichen Begründung herausrücken. Dass der Inhaber einer Lizenz an gewisse Verpflichtungen gebunden wird, versteht sich von selbst. Und diese Verpflichtungen haben den Unterhalt des Fahrzeuges, die Einhaltung der gesetzlichen Geschwindigkeiten, der zulässigen Lasten, der Arbeits- und Ruhezeitvorschriften für die Chauffeure sowie die Beobachtung der neuen Vorschriften über die Führung eines Kontrollbuches zum Gegenstand. Eine einmal erteilte Lizenz ist jedoch noch nicht absolut gesicherter Besitz. Einspruch von dritter Seite kann erhoben werden, aber nur von Personen, welche selbst Transportunternehmer sind. Das heisst, dass auch von Bahngesellschaften die Erteilung einer Lizenz angefochten werden kann. An welche Richtlinien hat sich die Lizenzbehörde in solchem Fall zu halten? Massgebend ist die Bedürfnisklausel, d. h. die Frage: entspricht oder entsprach die Erteilung einer Lizenz einem öffentlichen Bedürfnis. Ferner: Einwendungen gegen eine Lizenz sind auch dann stichhaltig, wenn deren Inhaber die Bedingungen, welche ihm die Lizenz auferlegte, nicht befolgt hat. Um ein Grassieren solcher Einsprachen zu vermeiden, sieht das Gesetz eine ganze Reihe von Eventualitäten vor, bei denen der Einspruch als unzulässig erklärt wird, also ein Sicherheitsventil gegen Neider und unfaire Konkurrenten. Nicht dass nun die Bestimmungen über die Instandhaltung der Fahrzeuge bloss auf dem Papier ständen. In praxi sieht die Sache nämlich so aus, dass Kontrollorgane bestellt werden, die jederzeit und wo es ist, Augenscheine vornehmen können. Kommt es dabei an den Tag, dass der Wagen Mängel aufweist, welche den Lizenzbedingungen widersprechen, so wird über das Fahrzeug der Suspens verhängt, unter Ansetzung einer ausreichenden Frist für die Instandstellung. Ueber das Kontrollbuch, das ein jeder Lizenzinhaber zu führen verpflichtet ist, stellt eine Verodnung die näheren Vorschriften auf. Jedem Fahrzeug muss ein solches Buch mitgegeben sein. Inhalt: Tägliche Eintragungen über Arbeitsbeginn und -ende des Chauffeurs, Angaben über eine jede Fahrt, mit Einschluss solcher über Art, Bestimmungsort und Höchstgewicht der beförderten Waren. Auf dem Verordnungswege kann der Verkehrsminister die Strassen bezeichnen, auf welchen Motorfahrzeuge nicht verkehren dürfen, sei es nun ein generelles Verbot oder beziehe es sich auf bestimmte Gattungen von Fahrzeugen, auf deren Gewichte usw. Zu den umstrittensten Bestimmungen der ganzen Act zählt die Vorschrift, welche die Brückenbehörden ermächtigt, das Befahren bestimmter Brücken ganz oder teilweise zu untersagen. Gänzlich freie Hand besitzen besagte Behörden zwar nicht, denn die Act sagt ausdrücklich, dass für Wagen von 5 Tonnen und weniger Gewicht keine «Brückenverbote» bestehen dürfen. Von den Rechten der Bahnen handelt des Gesetzes zweiter Teil. Und der springende Punkt dabei: den Eisenbahngesellschaften wird das Recht gewährt, ihre Tarife für Gütertransporte den Umständen, das heisst dem Vorhandensein und dem Umfang einer Automobilkonkurrenz anzupassen. Wozu sie allerdings der Genehmigung der zuständigen Instanz für die Festsetzung der Tarife bedarf. Damit wird die Starrheit der Tarife gemildert; die Bahnen sind von gewissen, in der bisherigen Eisenbahngesetzgebung verankerten Pflichten befreit, sie sind davon entbunden, «unter gleichen Verhältnissen jedermann dieselben Tarife zu berechnen». Gegen solche Anpassung der Taxen steht demjenigen ein Rekursrecht zu, der sich dadurch in seinen Geschäftsinteressen beeinträchtigt glaubt — nur nicht dem Strassentransport-Unternehmer, obwohl gerade er durch die den Bahnen gebotene Möglichkeit der Schaffung von Kampftarifen in seiner wirtschaftlichen Existenz am stärksten gefährdet ist. Beseitigt ist auch die Verpflichtung der Bahngesellschaften, dem Verkehrsministerium von der Einrichtung regelmässiger Autodienste Kenntnis zu geben, ebenso wie das Erfordernis gefallen ist, dass die Bahnen dem Ministerium ein Verzeichnis ihrer Taxen für Strassentransporte einzureichen haben. Der dritte und letzte Teil der Act endlich enthält die Einzelheiten der Bestellung des neugeschaffenen Transportrates. 2E internationale Stunden-Weltrekord ist in Linas-Montlhery am 4. Februar 1934 mit der Geschwindigkeit von durch C. E.T. EYSTON auf einem PANHAR D-Automobil mit CAST aufgestellt worden. Hau ptp rOf u n g: Sieger W. LINDSAY EVERARD, auf DRAGON-MOTH, Motoren „Gipsy w (Havilland Co.) mit CASTRO L„ ti Dies ist das gleicheOei, das Sie bei Ihrem Garagisten erhalten. Verlangen Sie die für Ihren Wagen passende Type. Verlangen Sie uns die Preisliste mit den reduzierten Preisen vom 1. Dezember 1933 214,064 km Zweites internationales Flugmeeting IN AEGYPTEN 18.-24, Dezember 1933 KAIRO TOTAL 5 ERSTE PREISE CASTROL4 ERSTE PREISE RUNDFLUG DER OASIS Verlangen Sleun Generalvertreter für die Schweiz: BÜRKE & Co., ZÜRICH Abteilung: Motorenöle. Telephon 34.677