Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.012

E_1934_Zeitung_Nr.012

Luftfahrt

Luftfahrt Zukunftsaussichten des Autogiros. Nach jahrelangem zähem Ringen scheint der spanische Ingenieur de la Cierva endlich für sein « Autogiro» oder « Windmühlenflugzeug » die verdiente allgemeine Anerkennung zu finden, nachdem bisher speziell manche Piloten für die Sache nur ein spöttisch-überlegenes Lächeln übrig hatten. Die Hauptaufgabe, ein Flugzeug zu bauen, das auch bei minimaler oder ganz fehlender Vorwärtsgescbwindigkeit seine Steuerbarkeit und Stabilität nicht einbüsst, hat de la Cierva jedenfalls einwandfrei gelöst. Da das Autogiro praktisch senkrecht niedergehen kann, genügt ihm zur Landung im Notfall eine Fläche von wenigen Quadratmetern. Die Sicherheit der Maschine lässt sich am besten daran ermessen, dass während ihrer ganzen Entwicklungszeit nur ein einziger schwererer Unfall zu verzeichnen war. Und auch dieser Unfall trat nur infolge eines krassen Bedienungsfehlers ein, indem der Pilot beim Start den Antrieb des Rotors vom Motor zu lösen vergass. Wie wir bereits berichteten, prüfen die britischen und französischen Militärbehörden die Einführung von Autogiros in der Armee, wobei der «fliegenden Windmühle» vor allem Vorpostendienste zugedacht sind. In Villacoublay bei Paris führte de la Cierva kürzlich im Beisein des französischen Luftfahrtministers und Vertreter oberster militärischer Behörden seinen neuesten Typ vor» der bekanntlich keine Hilfsflügel, kein Höhensteuer und kein Querruder mehr besitzt, sondern lediglich durch Neigung der Rotorachse gesteuert wird, und der mit seinem 140 PS-Motor eine Maximalgeschwindigkeit von 180 km/St, und eine Minimalgeschwindigkeit von 20 km/St, aufweist. Originell war die Demonstration der Mindestgeschwindigikeit durch ein Verfolgungsrennen, bei dem das hinter einem über den Flugplatz rennenden Läufer einherfliegende Flugzeug immer mehr ins Hintertreffen kam, originell die Paketübergabe an das langsam über dem Platz kreisende Flugzeug, das eine Leine mit Haken hinuntergelassen hatte. Aus Amerika kommt die Nachricht, dass die Marine der U.S.A. die Verwendung von Autogiros an Stelle von Fesselballons prüft, da bei der modernen Kriegführung der Fesselballon viel zu leicht abgeschossen werden kann und zudem noch umständlich zu handhaben ist. Die Verbindung des zu ArtiHeriebeobachtungszwecken dienenden Autogiros mit dem Erdboden denkt man sich durch einen Telephondraht, der bei 1000 m Länge nicht mehr als 22,5 kg wiegt und der Fortbewegung des Flugzeuges keinen wesentlichen Widerstand entgegensetzt. Würde die Drahtwinde im Flugzeug untergebracht und das Drahtende mit einem Steckkontakt versehen, so könnte sich der Pilot nacheinander mit beliebig vielen Stationen auf dem Boden in Verbindung setzen. Während der Fesselballon noch auf 40 km Entfernung deutlich auffällt, ist das Autogiro schon bei 10 km Entfernung von blossem Auge kaum mehr zu erkennen. Fliegerangriffen gegenüber könnte es sich im Gegensatz zum Fesselballon immer noch ziemlich wirksam erwehren, nicht zuletzt dank seiner vorzüglichen Wendiigkeit. Stürmisches Wetter, das den Fesselballon unbrauchbar macht, verhindert seinen Einsatz nicht, desgleichen nicht unsichtige Atmosphäre, die für die gewöhnlichen Flugzeuge zur grossen Gefahr wird. Schliesslich wären auch seine Betriebskosten viel niedriger als die eines Fesselballons Sobald eine Herstellung in grösseren Serien die Verbilligung des Autogiros ermöglicht, wird dieses mit grosser Wahrschein- schaffen worden sei, der in 9 Minuten eine lichkeit auch in der Flugtouristik und im Höhe von 20,000 Fuss erreichen könne. Dank Luftverkehr Eingang finden. Wenn die « fliegende Windmühle > auch nie die aerodynaherrschaft gegenüber dem Angriff gesichert. dieser Erfindung sei der Abwehr die Vormische Güte der Drachenflieger erreichen Das erwähnte Flugzeug sei ein Hawker Super kann und deshalb an Maximalgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit immer etwas zuzeug imstande, sich, praktisch genommen, Furk. Dem Vernehmen nach ist das Flugrückstehen muss, so sind doch anderseits senkrecht in. die Luft zu erheben.» ihre spezifischen Vorzüge gross genug, dasis So zu lesen als Agenturmeldung in unseren Tagesblättern. In Wirklichkeit wurde man in manchen Fällen diese Nachteile leicht in Kauf nehmen kann. m. der Typ «Super Fury», eine Weiterent- 1000 km/St. In Amerika wird der Bau eines Landflugzeuges vorbereitet, das eine Maximalgeschwindigkeit von 1000 km/St, erreichen können soll. Nach den vorliegenden Berichten haben Windkanalversuche mit einem Modell die Projektberechnungen bereits als einwandfrei erwiesen. Das grösste Kunststück besteht darin, eine solche Maschine am Boden manövrierfähig zu machen. Da selbst unter raffiniertester Ausnützung aller bisher bekannten Mittel zur Verringerung der Landegeschwindigkeit diese immer noch mit 170-^200 km/St, angenommen werden muss, sind grosse Auslaufflächen erforderlich. Hauptsächlich aus diesem Grund wurden die Geschwindigkeitsweltrekorde bisher immer mit Wasserflug- AUTOMOBIL-REVUE 1934 - 12 zeugen aufgestellt. Bei der vorliegenden neuen Konstruktion gedenkt man nun jedoch eventuell 1 das Problem dadurch zu lösen, dass man die Maschine auf dem Rumpf landen lässt. Zum Start der Maschine würde dann eventuell ein Katapult oder ein in der Luft abwerfbares Fahrgestell verwendet. fliegeret sind ernste Warnungen ergangen. -s. Eln temperamentvolles Jagdflugzeug ! < In der Unterhausdebatte der vergangenen Woche teilte der Fliegerhauptmann Reid mit, dass ein neuer britischer Flugzeugtyp ge- wicklung des in der britischen Armee schon stark eingeführten Jagdflugzeuges Hawker «Fury» schon vor etwa einem Jahr « erfunden » und dürfte damit dem Unterhaus zumindest schon vom Hörensagen bekannt gewesen sein. Mit einer Steiggeschwindigkeit von 9 Minuten für 6000 Meter und der Maximalgeschwindigkeit von 400 Kilometerstunden im wagrechten Flug besitzt er wohl eine sehr beachtliche, gegenwärtig von keinem andern Jagdflugzeug erreichte Leistungsfähigkeit. Aber dass deswegen Luftangriffe inskünftig ausgeschlossen seien, und dass das Flugzeug praktisch senkrecht aufsteigen könne, hat wohl auch Hauptmann Reid nicht im Ernst behauptet. Der Flugplatz Basel im Jahre 1933. Aus der Jahresstatistik der Flugplatzgenoesenschaft «Aviatik beider Basel» ist zu entnehmen, dass auch im Jahre 1933 Basel seine 'Stellung als Ein- und Ausgangstor für den internationalen Luftverkehr Der vorgesehene Motor soll 1000 PS lei-nacsten, die Tragfläche eine Spannweite von nicht nur bekaupten, sondern auch wesentlich aus- dem Westen und Norden unseres Kontinents 9 m aufweisen, und der runde Rumpf nur bauen konnte. Während die Anzahl der Flüge mit 1 m Durchmesser haben. -th- 6063 ungefähr dem Ergebnis von 1932 (6028 Flüge) entsprach, ist die Menge der im regelmässigen Oelfelder als Gefahr für den Luftverkehr. Linienverkehr beförderten Passaigiere von 9734 auf Untersuchungen des amerikanischen Bureau 10.683, der Post von 74 auf 101 Tonnen, der Fracht of Standards haben ergeben, dass die über von 97 auf 107,7 Tonnen und des Gepäcks von 90,6 auf 116 Tonnen gegenüber dem Vorjahre ganz manchen ölfeldem lagernden Gas-Schwaden für den Luftverkehr eine schwere Gefahr bilden können, indem die Möglichkeit besteht, dass sich das Gas am Auspuff der Flugmotoren entzündet. Gas-Schwaden von explosibler Zusammensetzung sollen noch in Höhen von 1500 m auftreten. Den Marineflugzeugen wurde deshalb die Ueberfliegung von Oelfeldern verboten und an die Zivil- -s- beträchtlich gestiegen. Die Rundflüge über dem Platz und in die nähere und weitere Umgebung sind hingegen etwas zurückgegangen, und zwar wurden hierbei 1335 Passagiere im Gegensatz zu 1509 Passagiere pro 1932 befördert. Teilweise geschah dies zu Gunsten des Luftverkehrs auf den kürzeren Strecken nach anderen schweizerischen Städten. Auf die Wirtschaftskrise ist wohl auch zurückzuführen, dass durch Privatpiloten und Flugschüler pro 1933 weniger Schul- und Trainingsflüge, nämlich 925 gegenüber 1445 pro 1932, in Basel durchgeführt wurden. Im Linienverkehr ist namentlich eine starke Zunahme der Frequenz Richtung Paris-London und Frankfurt-Amsterdam resp. Hamburg festzustellen. Als wichtigste Neuerung pro 1934 ist die wesentliche Versöhn ellerung der Rheintallinie Basel-FrankfurUAmsterdam, sowie die Einführung eines ausschliesslich in der Nacht verkehrenden Postkurses nach dem Norden zu erwähnen. Ferner wird der Linienbetrieb, der bisher am 1. Mai eröffnet wurde, für 1934 bereit« am 1. Mär» aufgenommen. F*lu^notiz«*n sin. Der Flugplatz Zürich im Jahre 1933. Der Uebergang vom Saiscn- zum Ganzjahresbetrieb bedeutet für den Flugplatz Zürieh-Diibendorf das wichtigste Ereignis des Jahres 1933. Dementsprechend ist der Verkehr im regelmässisen Linienbetrieb betiächtlich gestiegen. So wurden in 4056 Kureflügen (1932: 2676) total 12.545 Passagiere (10.207)," 69,9 Tonnen Post (35,5), 65,2 Tonnen Fracht (54 Tonnen) und 35,9 Tonnen Gepäck (29,2 Tonnen) befördert. Damit sind im Personen- und Postveikehr trotz Wirtschaftskrise neue Frequenzrekorde aufgestellt worden. Mit Ausnahme der Richtung nach d-em Osten, wo die politischen Verhältnisse den Verkehr beeinträchtigen, hat die Fre-

* . • No 12 — 1954 S4*«assen Um die Wallenseestrasse. Im Bericht des glarflerischen Regierungsrates über die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit äussert sich laut < Neue Olarner Zeitung > die Baudirektion über die Angelegenheit der Wallenseestrasse wie folgt: < Eben so eehr, wie es der Begründer deT Motion wünscht, dass der Regierungsrat seine Stellung zum Wallenseestrassenprojekt bekannt gebe, möchten wir es wünschen, dass wir im Falle wären, es zu tun. Aber die Frage ist nicht so einfach, dass sie bloss gefühlsmässig entschieden werden könnte. Sie erfordert eingehende, rein sachliche Prüfung, und diese Prüfung kann erst dann zum Abschluss kommen, wenn einmal bekannt ist, was für finanzielle und übrige Leistungen dem Kanton Glarus zugemutet werden. Der Bau der Strasse auf dem Gebiet des Kantons Glarus kostet allein mindestens 5 Millionen Franken und dazu kämen die Kosten für eine neue Verbindungsstrasse zwischen Näfels und Weesen, die sich auf Ji Millionen Franken belaufen dürften. Man erwartet allerdings vom Bund eine hohe Bundessubvention; wie sie in Wirklichkeit ausfällt, weiss niemand; wahrscheinlich ist, dass der Bund im Jahre 1934 zum Projekt Stellung nimmt, und dann kann auch der .Kanton Glarus zu diesem bestimmt Stellung beziehen. Mit einem starren, unüberlegten Entweder-Oder ist es nicht getan. Wir dürfen dem WallenseepTojekt nicht desinteressiert segenüberstehen; anderseits mahnen aber die Finanzen zur Vorsicht. Fällt der Entscheid so oder anders, niemals wild das für den Ausbau der Kerenzerbergetrasse aufgewendete Geld verworfen «ein. denn erstens hat auch diese etwas exponierte Gegend Anspruch auf eine gute Strasse, zweitens könnten wir mit diesem Geld produktive Arbeifcslosenfürsopge im grossen Maßstab betreiben, und endlich wird die Kerenzerbergstrasse auch dann ein Attraktionspunkt und für die glarnerischen Gemeinden am Kerenzerberg ein dauerndes Werk von volkswirtschaftlicher Bedeutung bleiben, wenn einmal eine Wallenseestrasse gebaut werden sollte. » Der Mont-Genevre auch im Winter geöffnet. Automobilisten, die auf der Strasse nach Italien zu reisen wünschen, können den Pass des Mont-Genevre benützen, der dem Winterautomobilverkehr offen ist und höchstens jiach sehr starkem Schneefall bis zur Wie- ^röffnung einige Stunden geschlossen bleibt. Der Pass des Mont-Genevre verbindet das französische Tal von Briancon, in das man von Grenoble her gelangt, jnit demjenigen von Pinerolo und Turin. Es bildet einer der kürzesten Wege für Norditalien, indem die durchquerten Täler im allgemeinen wenig eingeschneit sind. Immerhin ist es empfehlenswert, Schneeketten mitzuführen, da der Pass des Mont-Genevre auf einer Höhe von 1884-m-sreieiren ist: (T.C.S. Mit?.) Der englische Strassenbaufonds, welchem alle Einnahmen aus Mötorfahrzeugsteuern zufliessen, hatte im abgelaufenen Finanzjahr vom 1. April 1932 bis 31. März 1933 eine Bruttoeinnahme von 28,4 Millionen Pfd. St. zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr ergibt dies einen zusätzlichen Ertrag von rund 300,000 Pfd. St. Die Einnahmen stammen von den in diesem Jahre als verkehrsberechtigt eingetragenen 2,2 Mill. Motorfahrzeugen. Die Zahl derselben hat sich gegenüber 1931/32 um rund 23,000 Einheiten erhöht, was einer Zunahme von 1,05% entspricht. Dem gegenüber haben die einer Steuer unterstehenden Fahrzeuge mit Tierbespannung eine Abnahme um 20,2% erfahren, so dass noch ein Bestand von 33,400 taxpflichtiger Pferdefuhrwerke registriert ist. Das durch die Einnahmen aus dem Strassenfonds unterhaltene, resp. verbesserte Strassennetz weist eine Länge von 177,350 Meilen auf. Nach Abzug aller Spesen für Verwaltung usw. verblieb eine Nettosumme von 23,15 Mill. Pfd. St. Für Strassenarbeiten wurden 16,6 Mill. Pfd. St. ausgegeben. Im weiteren fand eine ansehnliche Summe Verwendung für den Zinsendienst von Anleihen, welche im Zusammenhang mit dem nationaletl Strassenbau aufgenommen worden sind. z. Vereiste Strassen. Eine Erwiderung. In Nr. 4 der € Automobil-Revue » wird im Leitartikel zum Thema «Vereiste 'Strassen» Stellung genommen und an Hand von Zahlen, die die direkten und indirekten Abgaben der schweizerischen Automobilisten an den öffentlichen Fiskus beschlagen, dargetan, dass es nicht etwa eine vornehme Geste oder gar ein Geschenk an- die Autofahrer bedeute, wenn der Staat für das Sanden der vereisten Strassen sorge und damit 'die Unfallgefahr auf ein Minimum reduziere. Wir verzichten darauf, die Gegenüberstellung von Leistung und Gegenleistung im Verhältnis Automobilisten zu : Staat, Abgaben zu Strassenbau- und Strassenunterhaltskosten auf ihre Richtigkeit zu prüfen. Jeder Kanton mit einer verantwortungsbewussten Behörde wird nicht bloss für einen zeitgemäßen Ausbau seines Hauptstrassennetzes nach Kräften Sorge tragen, sondern auch einen gewissen Stolz darein setzen, den Strassenunterhalt auf einem erfreulichen Niveau zu halten. Die Voraussetzungen zur Erfüllung dieser Aufgaben sind von Kanton zu Kanton verschieden. In der Beschaffenheit der Strassen, in den finanziellen Kräfteverhältnissen, in der personellen Organisation des Strassendienstes, in den Strassenges«tzen u^w., zeigen sich oft grosse Unterschiede, die in mancher Beziehung eine verschieden geartete Straseenbau- und Strassenunterhaltspolitik zur Folge haben. Der Verfasser des einleitend genannten Artikels nimmt vor allem Anstand am Sanden auf der thurgauischen Staatsstrassenstrecke Frauenfeld—Wil AUTOMOBIL-REVUE und zitiert das bekannte Beispiel, wo am 29. De- (eben eine Autokolonne sich vergeblieh mühte, weizember in derselben Gemeinde ein tödlich verlau- terzukommen. Die Sandstreumannschaft hatte sieh fener Autounfall sich ereignete und an einer Stelle , unterdessen auf 8 Mann ferhöht und arbeitete nun eine ganz« Anzahl Automobile am Weiterfahren während einigen Stunden, um es zu ermöglichen, verhindert war, weil die Strasse vereist war und dass der erste Wagen dieser Kolonne vom Fleck die Räder kein Greifvermögen mehr hatten. Diese kam. Es kam leider nicht ein gewöhnlicher. Wa- Ereigriisse sind dem Strassen- und Baudepartement gen, auch nicht ein gewöhnlicher Lastwagen, eondes Kantons Thungau zur Kenntnis gekommen und dern ausgerechnet ein Biertank mit 2000 Liter Ines hat es nicht unterlasisen, in den einzelnen Fällen halt, dem ein Traktor vorgespannt waT. Augengründliche Erhebungen anzustellen, um sich ein zeugen berichten, dass dieser Traktor im Verhalt- Urteil über Schuld und Unschuld an den recht be- nis zum schweren Tank viel zu leioht war und dauerlichen Vorkommnissen zu bilden. deshalb viel zu wenig Griffvermögen zum Boden Für diese Urteilsbildung ist einmal an der Tat- hatte. Die Räder spuhlten und es bedurfte einiger sache festzuhalten, dass das Sandstreuen auf den Wagen Sand, uni schliesslich dieses kombinierte vereisten Strassen Sache der Ortsgemeinden ist. Fahrzeug doch wieder zur Weiterfahrt zu zwingen. Die Ortsbehörden erhalten Jahr für Jahr eine Auf- Und dieser Tankwagen hat alle andern Autos am forderung, ihrer Pflicht gerecht zu werden und Weiterfahren verhindert, er verraminte die Fahrverbunden damit eine Mahnung, wonach sie bei bahn, und war für alle das grosse Hindernis, fahrlässiger Pflichtverletzung für die Folgen von auch für den Bierwagen, der aus der andern Rich- Unfällen haftbar erklärt werden. Jede Gemeinde tung kam und abbremsen musste. — Unglückhat ihre Sanddepots zu unterhalten und es sind licherweise hat diese versammelte Autokolonne die im vornherein diejenigen Männer bestimmt, die Mannschaft derart lange aufgehalten, dass dann auf ersten Anruf hin den Sand auszustreuen ha- auf der leichten Kurve bei der Murgbrücke im ben. Ueber den Vereisungszustand wachen die Dorf Wängi noch um die Mittagszeit kein Sand Staatsstrassenwärter, welche die Behörden über gestreut war. Aber es haben nqph ganz andere die Notwendigkeit des Sandens orientieren. Diese Umstände bei jenem Unfall mitgespielt, welche hier Organisation liegt Winter für Winter ihrer Pflicht, zu nennen nicht der Platz ist. Der einzige Vorzum .Sandstreuen ob. Sandstreumaschinen haben wurf, welcher der Gemeinde gemacht werden kann, sich erst wenige grössere Ortschaften geleistet, ist wohl der, dass sie die Organisation dieses Man kann es kleinen Gemeinden unmöglich zumuten, Sandstreuens noch zuwenig durchdacht und prakdass sie diese teuren Objekte beschaffen, dagegen ist tisch verwirklicht hatte. es möglich, dass sich da und dort einige Nachbar- Es sind bei der kantonalen Behörde auch angetneinden zuammenschliessen zwecks Ankaufs dere Meldungen von verunfallten Autos eingetrofeiner Sandstreumaschine. fen, welche zum Teil gezeigt haben, mit welcher Die Pflicht des Sandens kann natürlich nicht UnverfrohTenheit gewisse Automobilisten einfach so verstanden sein, dass nach einer Vereisung der alle persönlichen Momente übersehen und unter Strassen, die beispielsweise morgens in der sech- allen Umständen den Staat auch für selbstverschulsten Stunde vor sich geht, schon 2 Stunden spä- deten Schaden haftbar machen wollen, ter isämtliche wichtigeren Strassen, auf denen ein Es soll mit dem Gesagten nicht der Eindruck Automobilverkehr herrscht, fertig abgesandet sind, eiweckt werden, die Behörden wären unfehlbar Dies mag für eine Stadt zutreffen, wo eine grosse oder es könnte mit der Zeit nicht noch mehr für Zahl aktives Strassenpersonal, Arbeitslose, Sand- die Sicherheit des Autoverkehrs speziell im Winter streumaschinen, Kamions usw zur Verfügung ste- getan • werden. Man wird gerade bei uns im Thurhen. In den 203 thurgauischen Ortsgemeinden gau sich redlich bemühen, diejenigen Verbesserunwird es 3—4 Stunden dauern, bis überall Sand gen noch zu schaffen, welche im Rahmen der eingestreut ist. Diese Stunden bedeuten eine Ueber- garigs erwähnten Verhältnisse eben möglich sind, gangszeit, während welcher die Automobilisten nun Aber all den anstürmenden Wünschen und Begeheinmal auf der Hut sein müssen, um in jedem ren von heute auf morgen entsprechen, ist ein Ding Moment noch Herr ihres Fahrzeuges zu sein. Und der Unmöglichkeit. Wenn der Staat auch den das ist selbst auf vereisten Strassen möglich, was weitaus überwiegenden Teil der Strassenausbauvom vorsichtigen Fahrer immer wieder bezeugt und Unterhaltskosten trägt, so bleiben doch auch wird. Meistens erfolgen die Unfälle auf vereister die Ortsgemeinden oft respektable Lasten zur Be- Strasse beim plötzlichen Abstoppen des Wagens, wältigung des Strassendienstes. Aber es ist erfreuvielfach ist es schlechte-Führung des Fahrzeuges, lieh, wie in den vergangenen Jahren und insbesondie, zum Verhängnis wird. dere auch gegenwärtig eine Reihe typischer Land- Die beiden Stellen auf der Strecke Wängi— gemeinden mit bedeutenden Summen sich am Rosenthal, auf denen sich sowohl der tödlich ver- Strassenausbau beteiligt und auch, damit Kunde laufene Autounfall, als auch die Massenstops er- gibt vom vorhandenen Interesse am reibungslosen eigneten, waren zufällig noch nicht gesandet. modernen Strassenverkehr. Wenn man bei uns Aber dass auch in der Gemeinde Wängi an jenem nicht für Verkehrssicherheit und Modernisierung verhängnisvollen Tag des 29. Dezembers gesandet des Strassenverkehns Interesse und sogar eine gewurde, ist durch die Erhebungen festgestellt. Mor- wisse Vorliebe hätte, wurden nicht angesiohts der gen* um 6 Uhr konstatierte der Strassenwart, dass wenig rosigen Finanzlage derartig grasszügige eine Vereisung noch nicht eingetreten war. Um 'Strassenausbauprojekte, wie dasjenige der neiien 7.30 Uhr wurde mit A Mann das Sanden begon- Durchganigsstrasse Müllheim—Kreuzungen in Annen, und zwar zuerst innerorts an gefährlichen griff genommen. Kurven und den Strecken mit stärkerem Gefälle. Es ist eben nötig, dass zwischen Automobilisten Als diese Mannschaft schon auf dem Wege zum und den verantwortlichen Behörden nicht gogensogenannten Eichlibachstich noch eine letzte Kurve einander sondern miteinander gearbeitet wird im bestreuen wollte, wurde sie alarmiert und begab Sinne eines loyalen Einvernehmens, eiefr sofort, an .diesen Stich 'bei Rosentbal, wo -. . Dr. A,, Dopartementsspkretär. - Sofortiges Starten bei jeder Kälte mit einer LECLANCHE- Akkumulatorenbatterie. Karosserie Waönerei Schlosserei Sattlerei Spenölerei ', r£L£PHO// 257/6 Verlangen Sie eine Batterie aus der bekannten Fabrik in Yverdon DELÄGE Original-Ersatzteile. 9348 H. LANZ, ROHRBACH b. Huttwil. Telephon 22.38 AUTO- ABBRUCH I der Autoklinik a de Murtestr 141a chame Ersatz- u Bestandteile billig ha. Chüeler, Pneus u Batterie si uf Lager i ganze Serie. Alti Wäge cha me dert la si, es par Füfliber luege scho no use drbi. Fritz Schweizer, Bern. Tel. 20.275. Voisin DIE WENIGEN OCCASIONEN Löwenstrasse 11 • Telephon 39.282 auf dem Markte finden Sie durch die Generalver- SPORTCAR A.-G. - ZÜRICH 1 Service: Altstetten/ZOrich Badenerstrasse 680 • Telephon 66.380 (Tram 11, Haltestelle Kappeli) 13 HP, 4-5 PL, Cabriolet, schönes Modell. Bei sofortiger Wegnahme ganz billig, abzugeben. — Offerten unter Chiffre 14225 an die Automobil - Revue. Bern. cond. int., 4 places, tres belle occasion. 10874 Garage et Ateliers des Jordils S.A., Lausanne. 7pl. Cabriolet 6 Zyl., BENZ, in gutem Zustand, den neuen Vorschriften entsprechend, 2 Reserveräder, grosser Gepäckträger, Fr. 1500.—. Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Badenerstrasse 119. Zürich. Telephon 51.693 ZU VERKAUFEN: Fabrikneues Cabriolet MINERVA, 8 Zylinder 20 PS, zweitürig, vierfenstrig Schweizer-Karosserie, neueste, elegante Linienführung. Offerten unter Chiffre 14234 an die Automobil-Revue, Bern. LANCIA-DILAMBDA luxuriöses Cabriolet, 4 PL, Karosserie Farina. In einwandfreiem Zustande, einzigartige Gelegenheit W. RAMSEBER 4, r de I'Anden Port • 12-14, r. Jean Jaquei American Garage - GENF 10928a Garagen uncT Reparaturwerkste Iten in der Zentral Schweiz Bern, Länggässstr. 95, Tel. 35.716 GARAGE APOLIO Revisionen — Elektroreparaturen Besteingerichtete mecri. u. Eiektrö-Werkstatte Vertretung u Service: IVIathls u. 8. M. W. Ausstellungslokal: Monbijoustr. 10, Tel, 29.443 Langenihn I Garage Vertretungen Muri-Hern reiephön 300 Reparaturen AUTO-REPARATUR-WERKE Toiephon 42.422 *- inte r • R e v is o n e n Zeltgemasse Preise. — Kein Auto-Handel.