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E_1934_Zeitung_Nr.014

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Noch liegt das Alpenland

Noch liegt das Alpenland in tiefem Schnee. Skispmren "graben silberne Furchen darein. Noch einige Wochen — dann wird der wilde Föhn die ersten zarten Krokusse wecken. AUTOMOBIL-REVUE Der Ursprung des Stelzenlaufens. einmal auf holprigem Pflaster übte, seinen Es wissen wohl die wenigsten, wo das Ursprung hat. Die Herkunft unseres Stelzen- Stelzenlaufen der Kinder, das mancher selbst laufs ist tänzerischer Art, und zwar handelt es sich wahrscheinlich um Fruchtbarkeitstänze. Uralter Brauch und Glaube solcher Tänze ist^dass man das Ding und die Tatsache, die man wünscht, durch symbolische Darstellung herbeizwingt. Um Kriegsglück zu haben, führen viel« Negerstämme beispielsweise die Pantomine eines ganzen Kriegszuges auf. Um Wind und in dessen Gefolge Regen zu haben, dreht man sich wirbelhaft im Kreis oder stellt zur Regenerzwingung eine Schüssel mit Wasser in den Mittelpunkt des Runds, um das der ganze Stamm tanzt. Hier, wie bei jeder primitiven Götter- oder Dämonenverehrung, herrscht der Grundsatz; do ut des — ich gebe oder zeige den Geistern der Wolken oder der Erde Wasser, um sie zur Spenden«: des ersehnten Nasses zu bewegen. Gewisse Eingeborenenstämme Nordostafrikas nun haben es in der tänzerischen Technik, die ja allen Naturvölkern durchaus religiöser Brauch und niemals Scherz und Spiel ist, zu einer besonders hohen Fertigkeit im Sichemporschnellen in der Luft gebracht, einer Fähigkeit, die den ganzen Körper in Anspruch nimmt, die Tänzer um Manneslänge über die Häupter der beifallsfreudig Umstehenden befördert und um die sie jeder europäische Tänzer beneiden könnte. Es handelt sich nun bei diesen Sprungtänzen eindeutig um Tanzzeremonien zur Erbittung von Kornfruchtbarkeit. Soll das Korn möglichst hoch stehen, so scheint es natürlich geraten, diese Höhe in möglichst hohem Sprung oder aber in noch stärkerer Erhöhung durch Tanzen auf Stelzen anzudeuten. Dieses Motiv geht durch die meisten Tänze der Primitiven und findet sein überraschendes Ende in einem bekannten Kinderspiel. Humor 1Ö34 — WJ1J. Das Uebergcwicht. Geschichte ohne Worte. Zürcher Wochenprogramm Stadttheater Abends e ohr nachnutUf s 8 Ohr. Fr. abend 23. Feb. Ball im Savay (A-Ab. 13). Sa. nachm. 24. Feb. 2 Uhr: Wilhelm Teil, Landschulen. S3. abend 24. Feb. Premiere: Hoffmanns Erzählungen, Oper von G. Offenbach, mit Willy Frey a. G. SO. nachm. 25. Feb. Ball im Savoy. So. abend 25. Feb. Der Vogelhändler. Abends 8K ühr. Sonntag nachm. 3H Ohr Oi. abend 20. Feb. Einmaliges Gastspiel Tilla-Durieux u. Ensemble: Der Brief, Schauspiel von S. Maugham. Mi. abend 21. Feb. Tovarisch, Komödie von Jacques Deval. Oo. abend 22. Feb. Premiere: Jugend voran, Lustspiel von Vulpius u. Roberts. Fr. abend 23. Feb. RR auf Welle 34, Revue v. Feising und Wehrs, Musik von Kasies. Sa. abend 24. Feb. Jugend voran, Lustspiel T. Vulpius und Roberts. SO. nachm. 25. Feb. 3% Uhr: Tovarisch, Komödie v. Jacques Deval. So. abend 25. Feb. Jugend voran, Lustspiel v. Vulpius und Roberts. Grand Cafe Esplanade,utoquai 21 Im Cafe: Die Kapelle: Paul Godwin. In der Bar: Am Flügel: Gustl Springer, Barhumorist. Im Tabarin: Millers and his boys und die neuen Tanzattraktionen. Au Petit Dome Kirchgasse 3, b. Helmhaus CaK — Restaurant — Bar. — Der bekannte, vorzügliche Dome-Cafe und die feinen Spesialplattenl Jonny-B hau , Beatengasse 15 Die erösste und schönste von Zürich. Cafe-Tea-Room Kolibri, NOschelerstr. 30, neben Spira Vorzügl. französische Küche, fefne Patisserie. Mittag- u. Abendessen a Fr. t.65 bis Fr. 2.50. Restaurant Urania, uraniastr.» Die beliebte Cnterhaltungsstätte. Konzert und Variete. Anerkannt gute Küche. Zett-Restaurant u. Roxy Bar Rebgasse 8 Mittag- und Abendessen von Pr. 1.60 an. 3ürden ließen wir CächedimtCbcto' mottten u. deren$eAtandtei&fiU* Katalog- oder XeämwdrtuX in (köte Die Erlernung einer fremden Sprache Ist eine Vertrauenssache. Es gibt der Sprachwerke viele, die sich den Titel der „bewährtesten", „hervorragendsten" und „allein zum Ziel führenden" Methode beilegen, meistens von der Auffassung ausgehend, dass es dem Einzelnen entgeht, den Wert und die Richtigkeit des Gesagten zu prüfen. Die grösste Gewähr für die GOte eines Selbstunterrichtswerkes sind und bleiben die Autoren und Mitarbeiter. Ein Sprachwerk, dessen geistige Urheber nicht bekannt gegeben werden, verdient das Vertrauen nicht. Die Selbstunterrichtswerke nach der Methode von Prof. Grand sind die einzigen einheimischen Werke ihrer Art; sie sind auch eines der wenigen, die von allem Anfang an regelmässig die Verfasser und Mitarbeiter bekanntgegeben haben. Die nachstehenden Namen beweisen, dass die sprachliche Gewissenhaftigkeit der Selbstunterrichtswerke nach dar Methode von Prof. Grand auf gutfundierter Grundlage steht. Die Kompetenz unserer Mitarbeiter leistet den Interessenten für das Studium fremder Sprachen den besten und zuverlässigsten Beweis für die einwandfreie, sorgfältige und aktuelle Behandlung des Studiums. An den Sprachwerken nach der Methode von Prof. Grand haben mitgearbeitet: Prof. U. Grand Dr. A. Huber Prof. Dr. A. Steiger E. Bandi, «ymnasialelirer Prof. B. Niggll G. Vacheresse, Handeislebrir Prof. F. Benett Prof. Dr. Edg. Piguet Dr. O. Weber Prof. Dr. Grossl Prof. P. Rolli Dr. A. B. Winter Aufbau und Leitgedanke dieser Sprachwerke sind einem Gratis-Probeheft zu entnehmen, das auf 32 Seiten einzelne Stunden und Seiten des ganzen Sprachwerkes enthält und einen umfassenden Ueberblick über Anlage und Bedeutung desselben gewährt. Es gibt zugleich Aufschluss über das hervorragende Anschauungs- und Illustrationsmaterial ; Bilder und Illustrationen fremdsprachiger Zeitungen bringen mit ihrem Begleittext fremdsprachige Mentalität und Anschauungsweise dem Lernenden näher. Illustrationen zeigen den Wortschatz ganzer Gebiete, z. B. eines Körpers, eines Restaurants oder eines Bahnhofes im Bild mit entsprechender Legende, 20—25 künstlerische Zeichnungen von Vertretern der betreffenden fremdsprachigen Literatur stellen mit deren Bild und kurzem Lebensabriss eine gedrängte illustrierte Literaturgeschichte dar. Nach wenigen Stunden ist der Lernende imstande, kurze Geschichten und Ausschnitte fremdsprachiger Literatur zu lesen. Die 100 Unterrichtsstunden, die In. 12 monatlich erscheinenden Heften Im Umfang von je 32 Seiten enthalten sind, lassen sich Innert Jahresfrist durchnehmen, de nach Zelt und Fähigkeit des Benutzers wird er wöchentlich eine bis zwei „Stunden" verarbeiten können. Jedes der 12 Hefte kostet trotz bester Ausstattung und grossen Aufwendungen für die Darstellung und Illustration nur Fr. 2.—. Benötigt der Benutzer fOr ein solches Heft einen Monat, so lernt er also in einem Jahre die fremde Sprache mit einer Ausgabe von 60 Rp. pro Woche. 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N°14 - 1931 Autotourismus im Monat Januar. Wie aus obenstehender Tabelle hervorgeht, verzeichnet auch der Monat Januar gegenüber der vorjährigen Parallelperiode eine erhebliche Zunahme des Grenzverkehrs. Es haben gegenüber dem Januar 1933 in der Vergleichsperiode des laufenden Jahres 624 mehr Automobile unsere Landesgrenze passiert. In der Mehrfrequenz kommen deutlich die Bestrebungen zur Offenhaltung einer durchgehenden winterlichen Nordsüdverbindung zum Ausdruck. Der Autotourismus dürfte noch eine weitere Belebung erfahren, wenn in vermehrtem Masse dafür Propaganda gemacht wird und wenn der Automobilist mit . grösstmöglicher Sicherheit annehmen kann, einen der Pässe im Winter passieren zu können. Schweizerische Rundschau Die kommende Regelung des Vortrittsrechtes. Gemeinsam mit dem Entwurf zu einem diesbezüglichen Bundesratsbeschlusse wurde den Kantonen, wie dies in Nr. 10 der c A.-R.» berichtet war. eine Karte unterbreitet, in der die vom Bundesrate vorgesehenen Hauptstrassen mit Vortrittsrecht eingetragen sind. Die Kantone hatten die Möglichkeit, ihre Anträge bis zum 15. Februar in ^jern bekanntzugeben. Wenn die kantonalen Meinungsäusserungen rechtzeitig im Bundeshaus eingetroffen sind, dann hätte das Justizund Polizeidepartement die Möglichkeit, den endgültigen Entwurf und die bereinigte Strassenkarte dem Bundesrat noch im Laufe dieses Monats zur Genehmigung vorzulegen. Da der Beschluss auf 1. Mai in Kraft treten soll, würde somit den Kantonen zwei Monate Zeit verbleiben, um die nötigsten Vorarbeiten zu treffen«, damit der Einführung der Vorschrift auch an praktischer Hinsicht nichts im Wege steht. Allerdings wird den Ständen noch bis Ende des Jahres Zeit eingeräumt, um die im Beschluss vorgeschriebene Kennzeichnung der Strassen durchzuführen. Mit Inkraftreten des vereinheitlichten Vortrittsrechtes auf 1. Mai wären dagegen bereits die Hailptstrassen durch Anbringung des Signales für Vortrittsrecht zu markieren, wie dies in Artikel 5 des Beschlusses >rgesehen ist. •*~ Wenn auch von Seiten der Kantone keine bedeutenderen Abänderungsvorschläge mehr eingehen, so wird dies die eidgenössischen Instanzen nicht hindern, die von anderer Seite, so von den Verkehrsverbänden gemachten Anregungen, welche im Beschluss vorläufig nicht berücksichtigt sind, noch näher zu studieren. Möglicherweise wird die Praxis noch die eins oder andere Abänderung der Vorschriften nahelegen, so dass dann immer noch Gelegenheit ist. die Feile an der getroffenen Regelung anzusetzen, ß Das neue S.B.B.-Anleihen hat wenig Anklang gefunden. Nach einer ag-Meldung hat das zu Beginn dieses Monats aufgelegte 100 Millonen-Anleihen der S.B.B. die Sparer offenbar nicht sonderlich interessiert wurde der Betrag doch nur zu dreiviertel gezeichnet, während die Banken, die das Anleihen fest übernahmen, den Rest selbst decken müssen. Diesen Misserfolg möchte man vorerst mit dem Hinweis auf die wirtschaftlich bewegte und politisch unsichere Zeit beschönigen. Wir glauben aber, dass der Hase ganz wo anders im Pfeffer liegt. Das Vertrauen in die Bahnen in ihrer jetzigen Organisation ist geschwunden und die Skepsis ob einer baldigen und wirklich durchgreifenden Umgestaltung und Enrpolitisierung der S.B.B, ist im Wachsen begriffen. Wenn man zudem Autotourismus von Jahr zu Jahr I . 1933 I 1934 |pro».K«rt6 Frelp.nl Tftp