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E_1934_Zeitung_Nr.014

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6 AUTOMOBIL-REVUE atlcl1

6 AUTOMOBIL-REVUE atlcl1 1934 - No 14 • tfgr M g anderseits die Aussichten der Abwehr mit Umgehung auf dem Luftweg. Torpedoflugzeuge starten von Küstenflugplät- •*»"|T»!*•••*« abnehmender Höhe des angreifenden Flugzeuges Schon im verflossenen Weltkrieg sind hin und zen in . der Hauptsache aber von Schiffen mit Filug- BHHBBBHHHBBBHBBI wachsen. wieder kleine Zerstörungstrupps hinter der Front decks. In der Regel befindet sich nur ein einziges Trotz vieler wissenschaftlicher Hilfsmittel lässt des Gegnert ausgesetzt worden, hauptsächlich um Torpedo an Bord, während Bombenflugzeuge bei Luftkrieg der Zukunft. Wir bringen im die Treffgenauigkeit beim Abwurf aus grossen den Eisenbahnbetrieb auf einer bestimmten Strecke Angriffen auf Seeschiffe meist mehrere schwere folgenden einige Auszüge aus Aufsätzen Höhen zu wünschen übrig, jedoch ist zu beden- lahmzulegen. Aber das Flugzeug war damals noch Bomben mit sich führen. Die Angriffstaktik der ken< dass es in a11 den iihpr Fran oinpc vi.Hinftio-or. T iiftt-rioo-oc Fällen, in denen es gilt, nicht weit genug entwickelt, um dieses Verfahren Torpedoflugzeuge weicht von derjenigen der Bomdurch A- J V , , , 7.»,.,. .. i .1? i' An S«ffe auf das Hinterland, insonderheit in nennenswertem Masse durchführen zu können, benflugzeuge erheblich ab. Das Torpedoflugzeug die der bekannte deutsche Mllltarschriitstel- seine Grossstädte, die Nerven und die Morail der Die inzwischen erzielten Fortschritte haben die schleicht sich — sehr niedrig fliegend — bis etwa ler Willy Meyer, Hauptmann a. D., im Lauf Bevölkerung zu erschüttern, auf eine grosse Treff- Lage jedoch geändert. Zwecks strategischer um- 8 Kilometer an sein Opfer heran, ohne dass es — der letzten Monate im « Berliner Tageblatt » S enau iskeit gar nicht ankommt. Immerhin kann gehung festgefrorener Fronten auf dem Luftwege e ' n kleines Pünktchen im unendlichen Raum — Dei vprnffpntliphtp nnH Hio «ir Hio „„:„„„*„ r>~ dem derzeitigen Stand der Technik, z. B. bei in grossem Stile schlägt der Russe F. W. Borg- vorher recht gesehen wird oder in wirksame Schussvciuiicnuiuiic und aie iur uie eminente De- einem Angriff aus 4000 Meter Höhe (Fallzeit der mann seiner Regierung die Bildung bestimmter weite gerät. Gibt das Flugzeug seinen Torpedo deutung der LUItwalte besonders kennzeiCll- Bombe 2S Sekunden) und einem Objekt von 180 Luftdivisionen vor, die u. a. 200 Transportflug- e' wa 3 Kilometer vom Ziel entfernt ab, so war nend Sind . Metern Länge und 30 Metern Breite mit 7 bis 8 zeuge umfassen .sollen, von denen jedes sechs bis es vorher 5 Kilometer lang, d. h. bei einer Ge- Bombenflugzeuge für weite Entfernungen Prozent Treffern gerechnet werden. Um einen sieben Mann mit je 200 bis 300 Kilogramm auto- schwindigkeit von 300 St./km eine einzige Minute TU» m-iir- • /^D V« „A ^ ci einzigen Treffer zu erhalten, sind hier also 13 bis matischer Waffen und zugehöriger Munition tra- ' an S unter Feuer der Schiffsgeschütze. Eines der h»t !£,„ n •«?A v erwendung des Mugzeuges u Bombenabwürfe des Geschwaders nötig. Bei gen soll. Als Zerstörungsobjekte im Rücken der Abwehrmittel gegen Torpedoflugzeuge sind die äiTrtPrt A,, rt r nT Z - B ? • S,A g °~ Anflu S d Abwurf aus rund 1000 Meter Höhe feindlichen Front kommen ausser Eisenbahnanla- etwa 30 Meter hohen Wassersäulen, die die Einwordpn d"J A* 1,1 r if- t t • •» gB ~ rechnet man unter sonst gleichen Verhältnissen gen noch in Frage: Strassennetze, Telephon- und schlage der Geschosse grosskalibiriger Schiffsnach TiiftanoriffoTi tnJ^inh ?„»TTno T » . V i. bisherigen Erfahrungen schon mit einer Telegraphenleitungen, Funkstationen, Brücken, geschütze erzeugen. Man spricht daher von einer t«wf • i zuganglicn ist. Diese Tatsache be- Treffwahrscheinlichkeit von 30 Prozent. Schleusen, Talsperren, Wasser-, Gas- und Elek- Wassersäulensperre. Eine jede solche Wassergunstigt den Angreifer und erschwert die Vertei- , trizitätswerke. Fabriken u. a. m. säule kann für etwa 10 Sekunden eine Gefahr für S^.IÄ=S: Spp^ ^^~isE£ SSSÄt?tt KÄseSermftgeTührTTerdS Sen^Ä ^ErfdT-"SLSSrÄ Zt cheld " **»«« *f "T»K M *$ V" V^Tl -t /s nu noch P enige hundert sstra?ÄJ5ÄÄ: s^arsroÄ'ssffi^Ä ^-SÄSÄÄK ^T^^'&^JTSS. sich so den .verschiedenen Einwirkungen von. der ankommen um so einerseits ihre Treffwahrschein- $££^%^ ^ÜS^^f^. ^^r&wahrschein.ichkeit an der 180 Meter Betriebsstoff, also recht grosse Lasten - mitge- vor Abgabe ihrer Bomben unwahrscheinlich wird. w ? nn e * de , n Deutschen damals möglich gewesen suchen Aber zu solchen Manövern bleibt ihm nur ss^asffi. E .i,r, ssvü=5.t S5=Ä srrr;r —«• s "~ sÄÄfÄrc JA £>±Ä»Ä tolse und Fra«e kommen Es wird sich zeieen dass der Die- ComP 1^118 und uber die Seme zwischen Geschützen und den Gewehren des Schiffes kaum Die selmotor dessen Betriebsstoffverbraüch derzeit we- sturzl >° mb er — von zwei oder auch nur Nantes und Rouen zu bemächtigen. getroffen werden. Eine andere Frage ist allersentlich geringer ist, als der des Benzinmotors, im einem Mann besetzt - kommen in einer Höhe von Drachenflugzeuge werden wegen ihrer relativ , als für weitere Entfernungen in der näheren Zukunft ruckartiges Aufrichten zum Flugeibruch fuhren solcher Flugzeuge von vornherein unbrauchbar zu Fl u$rV erkehrs-StÜtZDUnkt aus Die erste ein Abflu-eewicht von 50 — wenn nicht gar 75 konnte. Erst in etwa 100 Meter Hohe sind die machen sucht. Hier muss deshalb auf das Auto- rlUgverKenrs S.I1 tZPUnKt aus._ Uie ersie Tonnen pro Stück haben werden wenn sie den Flugzeuge wieder in die Horizontale gebracht. giro verwiesen werden, das — wenn auch noch schwimmende Mugmsel, Wie Sie die cWest-, an sie Bestellten Forderungen möglichst gut ge- Jetzt werlJ en die Bomben abgeworfen. Alles ist das in deT Entwicklung begriffen — in einigen Län- falen» mit ihrem Stausegel, dem Kran un«?£ recht werden wollen. W , erk ^niger Sekunden: erle lC htert um die dern doch schon in zahlreichen Exemplaren vor- dem Katapult darstellt, Scheint Sich demnach Ein zur Luft abgerüstetes, zentral gelegenes, schwere Last ihrer Munition suchen die Flugzeuge handen ist. Verstärkung und Nachschub für die bewährt haben -thstark bevölkertes und hochindustrialisiertes Land, sogleich mit Vollgas die schutzende Hohe rasche- ausg ese tz t en Zerstörungstrupps kann durch Ab- »ewann zu naoen. in würde durch systematische Angriffe moderner ? len! >. e 1 d , er zu . gewinnen Der gesamte Vorgang gprung oder Abwurf von Flugzeugen mittels Fall- 15 Tonnen Gold wurden kürzlich von Bombenfiugzeuggaschwader vermutlich schon in g ÄÄViSaÄÄrfSwn^^S schina * sea - Flugzeugen an einem einzigen Tag bef3rverhaltnismäss.g kurzer Zeit zugrunde gerichtet die Bomben J«\ V £!«^ ^ ^ Torpedo-Flug«uge Im Seekrieg. dert. Drei holländische Verkehrsflugzeuge ° nn ' « Abstand vom Angriffsobjekt in der Regel der Er- Torpedoflugzeuge sind in der Regel Radflug- brachten 5 Tonnen Von Amsterdam nach Taktik des Sturzbombers. folg recht gross sein. Auf einer Scheibe von 30 zeuge. Der etwa 700 bis 900 Kilogramm schwere p^,.:,, ,.„J J rpi pr ,p-ii«(->iP und 5 franyriskrhp Je geringer die Höhe ist, aus der ein Bomben- Metern Durchmesser sind im Ausland bei Sturz- Torpedo wird an der Unterseite des Rumpfes auf- J~ ans ' .->" a ^, ,„ V' ^' nn " „ p ,!c !,nh angriff erfolgt, desto grösser ist natürlich im flugangriffen aus 100 Meter Höhe mit 30 Bomben gehängt und in 8 bis 10 Meter Höhe über dem Maschinen führten 10 Tonnen von Paris nach aH^emeinen die Treffwahrscheinlichkeit, wenn wiederholt 29 Treffer festgestellt worden. Wasserspiegel ausgelöst. London Über. -y- SAU Neueste Verbesserung ' an Diesel - Motoren: Vollständige Verbrennung Keine Rauchbelästigung meh Variangen •!• Refepanzan und Attest», sowie dla BrosohOra: «Der naua Saurar-Fahrzeug-Dlesel-Motor». Lastwagen 2-6T. — Omnibusse Cars-Alpins mit 4- und 6-Zylinder Benzin- und DIESEL-MOTOREN AKTIENGESELLSCHAFT ADOLPH SAURER ARBON — BASEL — MORGES - ZÜRICH ERKLÄRUNG In der letzten Zeit erschienen in den Tagesblättern verschiedentligh amtliche Publikationen über die im Nachlassverfahren gewesene Grand Garage Capitol und Auto-Import A.-G. Stampfenbachstrasse 12, Zürich 1 Oft vorgekommene Verwechslungen bei unserer Kundschaft veranlassen uns, hiermit in aller Form die Oeffentlichkeit darüber aufzuklären, dass unsere Firma in keiner Welse mit der vorbezeichneten identisch ist. Wir bitten unsere werte Kundschaft, sowie ein weiteres Pubiikum, von dieser Tatsache Kenntnis zu nehmen. Gesel Ischaft Neue Capitol Garage Der Vorstand: X. PERROT Stampfenbachstrasse 12, Zürich 1 Gegründet 1. M*rz 1933. 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No H _ 1934 Strassen Zur Frage der Beleuchtung von Landstrassen äussert sich ein Fachmann in der « Betpnstrasse », wo er das System der « sekundären Strassenbeleuchtung » wie folgt behandelt: Das heutige Strassennetz, das nach wie vor den gesamten Verkehr von allen Arten von Strassenbenutzern, vom Fussgänger angefangen bis zum Omnibus oder Autolastzug, aufzunehmen hat, ist von den Strassenunterhaltungspflichtigen in verkehrssicherem Zustande zu erhalten, wobei besonders auch für eine ausreichende Beleuchtung der Strassen Sorge zu tragen ist, um vor allem dem Motorfahrzeug in der Dunkelheit die Beibehaltung seiner Fahrgeschwindigkeit bei vollster Verkehrssicherheit zu ermöglichen. Eine Beleuchtung nach dem Muster'der Strassen in geschlossenen Wohngebieten kann schon mit Rücksicht auf die grossen Kosten für deren Anlage und Unterhaltung nicht in Betracht gezogen werden, anderseits kann das Motorfahrzeug wegen seiner hohen Fahrgeschwindigkeit einen Anspruch auf eine ausreichende Beleuchtung bzw. Kenntlichmachüng der äussersten Strassenlinienführung erheben, da die weiss gestrichenen Randsteine, Bäume und anderen Merkmale an den Strassenrändern trotz Scheinwerferbeleuchtung durch die Motorfahrzeuge, insbesondere bei trübem, nebeligem und regnerischem Wetter, keineswegs ausreichen, um Unfälle der verschiedensten Art zu verhüten. Da von der allgemeinen Einführung einer «primären» (z. B. elektrischen) Strassenbeleuchtung aus obenerwähntem Grund keine Rede sein kann, dürfte nur eine « sekundäre » Beleuchtung der Strasse in Frage kommen, wobei zu berücksichtigen ist, dass immer nur dann eine Beleuchtung der Strasse bei Dunkelheit erforderlich scheint, wenn gerade ein Motorfahrzeug die Strasse befährt. Das Wesen der sekundären Strassen- J^eleuchtung sieht eine bei Dunkelheit weithin Sichtbare und strahlend aufleuchtende Kennzeichnung der seitlichen Begrenzung der Fahrbahn vor, nicht der Strassendecke und Fahrbahn selbst, die durch die Scheinwerfer ohnehin ständig beleuchtet werden, um die vielfachen Gefahrenmomente, die eine dunkle Fahrbahn in sich birgt, gänzlich auszuschalten* Die sekundäre Beleuchtung will die Reflexion der Scheinwerferstrahlen sowohl durch geeignete, lichtbrechende kleine Glaspyränriden und -prismen, sowie durch die spiegelnden Flächen von Körpern überhaupt, als auch die selbstleuchtende Wirkung von Leuchtfarbe und Leuchtmasse zur Kennzeichnung der Strassenränder ausnutzen. Beiderseits der Strasse werden in mehr oder weniger grossen Abständen sog. «Rückstrahler» angeordnet, deren Haupteigenschaft eine innere Totalreflexion von auffallenden Lichtstrahlen ohne irgendwelche Blendwirkung ist. •^ Durch die Ausstattung der Strassen mit diesen Rückstrahlern wird es ermöglicht, eine auf mehrere hundert Meter weit reichende Strassenrand-Kennzeichnung zu erreichen, so dass insbesondere Unfälle infolge Abweichens von der seitlichen Fahrbahngrenze gänzlich vermieden werden. Es wird die wünschenswerte Fahrsicherheit auch bei Nachtfahrten auf den unbeleuchteten Landstrassen bzw. Autobahnen erzielt, da die äusserste Begrenzung der Fahrbahn fortlaufend schon in mehr als 300 m sichtbar wird. Bei trübem und regnerischem Wetter, ganz besonders bei Nacht im Nebel und Schneetreiben, wobei trotz der Scheinwerferbeleuchtung fast jede Orientierungsmöglichkeit fehlt, wird das Aufblinken und Aufstrahlen der in kurzen Abständen angeordneten Merkzeichen dem Fahrzeuglenker die erwünschten Anhaltspunkte bieten. Die Neuerung der « sekundären Strassenbeleuchtung» sichert in erster Linie dem Motorfahrzeugverkehr die erwähnten Vorteile; sie wird aber in ihrem weiteren Ausbau auch den übrigen Strassenbenutzern dadurch dienstbar gemacht, dass die Strassenrandkennzeichen einen Leuchtfarbenanstrich oder eine Leuchtmasseneinlage erhalten, welche auch solchen Strassenbenutzern, die keine oder eine nur ungenügende Lichtquelle mit sich führen, ebenso den seitlichen Strassenrand bei Dunkelheit kenntlich machen. Hierzu können am Strassenrand befindliche Bäume, Randsteine, Zäune, Leitungsmaste, Hauswände, . Kilometersteine usw. mit der Erfindung ausgestattet werden. Was die Verwendung von Leuchtfarbe betrifft, so ist es selbstverständlich ganz gleichgültig, ob hierzu radioaktive, d. h. dauernd aus sich selbst heraus leuchtende Farbe oder aber hur inaktive Leuchtfarbe zur Anwendung gelangt. Insbesondere will der Erfinder für sein neuartiges Strassenleuchtsystem die bekannte Eigenschaft der ganz billigen inaktiven Leuchtfarbe ausnutzen, die darin besteht, dass die Farbe infolge einer kurzen Bestrahlung, wie dies z.B. beim Strassenverkehr durch das intensive Scheinwerferlicht von vorbeifahrenden Motorfahrzeugen slandig und wiederholt geschieht, kürzere oder längere Zeit intensiv strahlend aufleuchtet. 1 Berücksichtigt man, dass die aufzuwendenden einmaligen Kosten einer derartigen Strassenbeleuchtungsanlage in keinem Verhältnis zu den erreichten Vorteilen stehen, die Erhaltung und der Betrieb für den Strassenbaupflichtigen fast vollständig kostenlos ist und das aktive Aufleuchten dieser sekundären Strassenbeleuchtung immer nur durch das strassenbenutzende Motorfahrzeug und auf indirektem Wege wiederum vollständig kostenlos erfolgt, so kann man annehmen, dass sich dieses zeitgemässe Strassenleuchtsystem bald das In- und Ausland erobern wird. Ausland Keine Trennung von Verkehrs- und Wohnstrassen. Im Zusammenhang mit der Neuordnung des deutschen STtrassenwesens war in einigen Gemeinden die Frage erörtert worden,, ob durch eine scharfe Trennung von Verkehrs- und Wohnstrassen eine Gesamtersparnis im Strassenwesen erreicht werden könnte, und zwar in der Weise, dass der Verkehr auf wenigen ausgesprochenen Verkehrsstrassen zusammengehalten werde, dass diese Strassen- schwerste Befestigung erhielten und dass die vom Verkehr zu entlastenden Wohnstrassen unter Verkleinerung der Strassenfläche mit billigen Strassendecken versehen würden. Nunmehr wird mitgeteilt, dass die Prüfung dieser Frage in den betreffenden Stadtverwaltungen zu einer klaren Ablehnung geführt habe. Genaue Berechnungen hätten ergeben, dass die Umänderungen nur zu erheblichen Verteuerungen führen würden. Diese Auffassung sei durch eine Umfrage bei zwölf Städten mit mehr als 300,000 Einwohnern lückenlos bestätigt worden. Insbesondere, hätten alle Städte übereinstimmend die Hauptfrage verneint, ob es vertretbar sei, den Verkehr in verschiedenen Strassen über das notwendige Mass hinaus zu häufen, nur um die Möglichkeit zu haben, die Fahrbahn der Wohnstrassen einzuschränken und deren Unterhaltungs- und Reinigungskosten zu senken. Ex. Die Ausgaben für Strassenbau in Italien und Belgien. Wie grosse Wichtigkeit das neue Italien dem Strassenwesen beimisst, ergibt sich daraus, dass in den 12 Jahren ihres Bestehens die faschistische Regierung rund 37 Milliarden Lire für Strassenbau aufge wendet hat. In dieser Zeitspanne wurden 8652 km Strassen erbaut und modernisiert, wovon über 2000 km auf Staatsstrassen und Autobahnen fallen. Auch in Belgien wird sehr tatkräftig am Ausbau des Strassennetzes gearbeitet und der im Jahre 1928 geschaffenen Strassenfonds von 600 Mill. belgischen Fr. ist nun erschöpft. Daneben sind jährlich über 100 Mill Fr. für den Unterhalt der Strassen verausgabt worden. Um die Arbeiten in gleicher Weise wie bisher weiterführen zu können wurde gleich wieder ein Fonds von 800 Mill belg. Fr. geschaffen, der in den nächsten l bis 6 Jahren für die Modernisierung der belgischen Strassen verwendet werden soll. Iz Von den deutschen Reichsautobahnen. Dieser Tage erfolgte in Hannover die Gründung der Bauleitung für den Reichsautobahnbau Berlin-Hannover, der noch die Errichtung der Bauleitungen Braunschweig und Magdeburg folgen wird. Damit sind die Voraussetzungen für den Beginn der Bauarbeiten an der Reichsautobahn Berlin-Hannover geschaffen. Die Strecke Berlin-Hannover wird rund 200 km lang und über Fahrland, Brandenburg und Braunschweig führen. Diese Städte werden selbst nur umgangen, wöbe die Strecke in eine grosse Ringstrasse münden wird, die um Berlin herumführen soll Durch eine besondere Verbindungsstrasse wird Potsdam an die Reichsautobahn Berlin- Hannover angeschlossen. K. K. Italien. — Unpassierbare Dolomitenpässe. Folgende Pässe in den Dolomiten und den angrenzenden Gebieten können nicht befahren werden: Broocone, Campo di Carlotnagno-Campiglio, Campolungo, Ceredä, Falzarego, Gavia, Grödnerjoch. Jaufen, Monte Croce di Comelico, Pordoi. Sant'Angelo- Misurina, Sella, Stilfserjoch. ET Deutschland. — Eine neue Schwarzwald querstrasse von Prechtal nach Landwassereck. Mit dem Bau der kürzlich eröffneten neuen Kreisstrasse von Prechtal nach Land wassereck ist jetzt eine weitere, für den Ausflugs- und Reiseverkehr im> Auto wert volle Querverbindung geschaffen worden, die von Freiburg und dem Oberrhein durch das Elztal und über den Schwarzwald, nach dem Gebiet der Schwarzwaldbahn und darüber hinaus nach Württemberg führt. Die neue Strasse erschliesst ein landschaftlich überaus reizvolles Gebiet des Schwarzwaldes mit malerischen alten Dörfern und VolkSr trachten, das bisher für den Automobilverkehr verhältnismässig schwer zu erreichen war. ET AUTOMOBIL-REVUE Angenehme Begegnungen wechseln auf der Landstrasse stets mit unangenehmen Erlebnissen mit andern Automobilisten ab. Ob wichtig oder weniger wichtig, bei jedem Ereignis tritt die Neugierde in ihr natürliches Recht, entsteht die Frage: wer ist's? Deshalb führt heute jeder vorsorgliche Automobilist in der Seitentasche seines Wagens stets den neuen AutomobHkalender mit, um in dessen in der Reihenfolge der neuen Polizeinummern geführten Besitzerverzeichnis Name, Beruf und Domizil der andern feststellen zu können. Mit diesem Erkennungsdienst hat jeder Fahrer zu rechnen, der sich entweder Verstösse gegen die Autohöflichkeit zu Schulden kommen lässt oder sich wegen Beschädigungen aus dem Staube machen will. Das gewaltige Adressenmaterial, das aus dieser eigenartigen Feststellung des Eigentumsverhältnisses der 75,000 Personenwagen der Schweiz hervorgeht, ist zugleich eine Fundgrube statistischer Einblicke und geschäftlicher Ahbahnungsmöglichkeiten. Was der Automobil-Kalender ; •— sonst noch Enthält: Das Tagebuch des Automobilisten Notizenraum zur Vormerkung wichtiger Daten und Festhaltung bedeutsamer Ereignisse. Fahrtenregister. Die Buchführung des Automobilisten Vordrucke für sämtliche Ausgabenkategorien zur Erfassung der Jahreskosten. Automobilinventar u. Wagenmerkmale. Die Fahrpraxis des Automobilisten Eine eigenartige, reich Illustrierte Rekapitulation des Wissens vom Automobil zur Beratung bei Betriebsstörungen, mit zahlreichen Tabellen und Diagrammen. Die Gesetzesammlung des , Automobilisten Spezielle Vorschriften för Lastwagen. Die kantonalen Automobilsteuern. — Der Militär-Motorwagendienst. Die Versicherungen des Automobilisten Unfall-, Haftpflicht-, Kasko-, Feuer-, Chauffeur-Versicherung. Diverses Die Sektionsadressen des A. C. S. und des T. C.S. — Strassentafeln. — Schweiz. Distanzenkarte. — Autotechnisches Lexikon. — Das Verhalten bei Unfällen. — Transport von Automobilen. Nur 6 Rappen Porto kostet Sie nebenstehender Bestellschein, wenn als Drucksache versandt. Sie können das Buch auch im Buchhandel oder im Clubsekretariat zum regulären Preis beziehen oder es bei unsern Geschäftsstellen abholen. , pas Adressenverzeichnis aber ist nicht der einzige Vorteilj den der Automobil- Kalender bietet, sondern es stellt bloss steinen Qdej^yfelen Gegenstände dar, welche 'Sttnser aÜtomöÖttistischer Mentor behandelt. j"Der ßchy/ertJürjLkt liegt; in der Ausstattung zur methodischen Betriebskostenerfassung , und in einer Rekapitulation des gesamten technischen Wissens Vom Automobil. Klein an Format, aber gross an Bedeutung erfüllt der Automobil-Kalender die Aufgabe, den vielseitigen Nachschlagestoff für alle betriebswirtschaftlichen Fragen des Automobilwesens übersichtlich zu gliedern. Mit einer Portraitgaterie der erfolgreichen Schweizer Rennfahrer im Jahre 1933 verbunden mit einem Resumö der vergangenen Sportsaison und einem Rückblick auf die konstruktiven Errungenschaften im dahre 1933 kostet das Werk nur Ausgabe 1934 sofort per Nachnahme lieferbar. Verlag Automobil-Revue ZÜRICH BERN GENF Löwenstrasse 51 Breitenrainstr. 97 BÜCHERZETTEL Senden Sie sofort per Nachnahme Ex. Automobil'Kalender 1934 mit Verzeichnis der Personenwagenbesitzer Ort: 7, Rue de la Confederation