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E_1934_Zeitung_Nr.013

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 13 Luftfahrt Erdforschung aus der Luft. Der Nutzen des Flugzeuges als geographisches Forschungsinstrument wurde am auffälligsten zuerst in Polargebieten erkannt. In jenen Regionen, wo zusammengepresste schwimmende Eisschollen oder vergletscherte Felsen den Schiffen und Schlitten unüberwindliche Hindernisse entgegensetzten, ist die freie Luft der gegebene Verkehrsraum. Im Südpolargebiet Hessen die Norweger von Forschungsschiffen und den grossen Mutterschiffen ihrer Walfangflotte, die zu riesigen schwimmenden Walölfabriken umgewandelt sind, Flugzeuge nach Süden fliegen. Auf diese Weise wurden die noch vorhandenen Lücken in unserer Kenntnis von den Küsten des östlichen antarktischen Festlandes fast restlos ausgefüllt. Aber neben diesen grosszügigen Entdeckungen neuer Inseln und Kontinentalküsten geben die Beobachtungen aus Flugzeugen auch Aufschlüsse über zahlreiche Einzelheiten und bieten Fingerzeige für neuartige Untersuchungen. So beobachtete man in England vom Flugzeug aus, dass in manchen Weizenfeldern ringförmige Stellen sich durch überaus geringe Nuancierungen in der Farbe von den benachbarten Aehren abheben, Unterschiede, die jedoch so gering sind, dass man solche Abweichungen nur beim Ueberblick über grosse Flächen feststellen kann. Bei Nachgrabungen wurden dann prähistorische Erdwerke gefunden, und nunmehr richteten die Flieger systematisch ihr Augenmerk auf derartige scheinbare Kleinigkeiten. Namentlich haben englische Heeresflugzeuge der historisch-geographischen Forschung neue Arbeitsmethoden erschlossen. In einem Gerstenfeld bei Norwich konnten sie eine alte römische Stadt ,entdecken, weil auf deren Strassen- und Mauerresten das Wachstum des Getreides in so hohem Masse gehemmt wurde, dass sich dem Flieger ganz deutlich der gesamte Grundriss offenbarte. Wahrscheinlich spielen der Kalkgehalt des Bodens, geringere Feuchtigkeit und andere Umstände bei der Beeinflussung der Pflanzen eine Rolle. Auf der Ausstellung des Internationalen Kongresses für prähistorische Archäologie waren kürzlich in London zahlreiche Photographien von solchen Entdeckungen zu sehen, aus denen sich sogar die ehemalige Feldereinteilung erkennen und daraus das Alter der, für das blosse Auge nicht sichtbaren, verfallenen Ansiedlungen bestimmen lässt. Die Entdeckung unter Sand begrabener historischer Stätten mit Hilfe von Flugzeugen feiert aber geradezu Triumphe in den Wüsten Vorderasiens und Nordafrikas. In Mesopotamien konnte der Plan einer alten parthischen Stadt Hatra aus der Luft in wenigen Minuten aufgenommen werden. Der Direktor am British Museum, Sir Frederic Kenyon, betont den Vorteil, der darin besteht, dass man den Plan der unter dem Wüstensande begrabenen Stadt im voraus kennt, bevor ein Spaten den Boden berührt hat, und dass man in der Lage ist, sofort zweckmässige Arbeitspläne für die einzelnen Stadien der Ausgrabungen aufzustellen. Aus u>i Mark« Rathgeb & Ofner, Zürich 2 Telephon : Werkstätte 54.502, ausser Geschäft 54.183 A VENDRE: Fr. 2900 2500.— 1500.— 1400.— 1400.— 950 750.— 500.— 350.— place. S'atfresser: AUTO-OCCASIONS, rueduChäteaa. VEVEY-LA-TOUR • I£l.1B.gt Auto-Heber für Personen- und Lastwagen 1—10 Tonnen Tragkraft Wasser-, Luft- und Oelbetrieb slnderstklassigesSchweizer-Fabrikat Konrad PETER &Cie.,A.-G., Liestal Maschinenfabrik Telephon 575 Zu verkaufen 5-Tonnen-Lastwagen SAURER-DIESEL mit neuester Ausrüstung, ev. mit Kipper. Günstige Bedingungen. — Anfragen unt. Chiffre Z 2839 an die 01190 Automobil-Revue, Bureau Zürich. Hispano-Suiza feines 2/4-Pl.-Cabriolet in einwandfreiem Znstande, wird weit unter seinem Werte abgegeben. - Offerten unter Chiffre 14227 an die Automobi I-Revue, Bern. 1055, Zu verkaufen Mercedes-Limousine 6/7p lätzig 6 Zyl., 16 St.-PS. Modell 27/28. Preis Fr. 2500 . 10593 Postfach 1066, Fraumünsfer/Zürich. LANCIA-DILAMBDA luxuriöses Cabriolet, 4 PL, Karosserie Farina. In einwandfreiem Zustande, einzigartige Gelegenheit. W. RAMSEIER 4, r de l'Ancien American Port • 12-14, r. Jean Jaquet Garage - GENF 10928a MEÜAHFEßTIGUHCiW UMD BERAJ3ATURB1 Cabriolet BUICK prächtiger Wagen, 6/7pl., Mod. 1931, 6 Zyl., Zustd. wie neu, Occasionspreis. Passend für Mietfahrten, Postkurs etc. 11234 Mercedes-Benz Automobil A.-G., Basel, Aesehengraben 31. Telephon 24.325. Citroen 1933 4 cyl., 8 GV., Berline, 4 places, roulee 18,000 km., 5 pneus neufs, voiture ä I'etat de neuf. 10874 Garage et Ateliers des Jordils S. A.. Lautanne. Zu jedem Wagen der passende Koffer De Giorgi, Hof er & Ci®, Bern

N» 18 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 *. c. s. SEKTION AARGAU. Der Vorstand hat soeben zur 23. Generalversammlung unserer Sektion auf Swoatag, den 24. Februar 1934, 17.30 Uhr, Hotel Aarauerbof, Aarau, eingeladen. Zur Behandlung stehen die ablieben Traktanden Anschliessond an den geschäftlichen Teil findet ein Vortrag mit Lichtbildern statt über «Automobil und Betonßtrasse ». Das gemeinsame Nachtessen (vom Club offeriert) ist auf 19.30 Uhr angesetzt. Am gemütlichen Teil der Jahresversammlung, der diesmal alt Herrenabend zur Durchführung gelangt, wird ein besondere, an Ueberraschungen reiches Unterhaltungsprogramm zur Abwicklung gelangen. SEKTION BERN. Kommenden Dienstag, den 20. Februar, führt die Sektion Bern des A. C. S. im neuen Festsaal des Kursaals Schänzli, 20.15 Uhr, einen grosszügigen Propaganda-Abend im Dienste der Alpenstrassen-Initiative durch. Als Referent tritt erstmals eine österreichische Autorität auf dem Gebiet der Vorkehrspropaganda vor das Berner Publikum. Herr Sektionsrat Dr. Erich Veidl, Wien, spricht in einem, im Auslande sehr günstig beurteilten Lichtbildervortrag über den Bau und die wirtschaftliche Bedeutung der Grossglockner-Hochalpenstrasse. Selbst ein grosser Freund der Schweiz, kennt der Referent die Baugesebichte der Gloeknerstrasse seit der Inangriffnahme des Projektes. Die Sektion Bern des A.C.S. bat zu diesem Vortraf nicht nur ihre Angehörigen, sondern auch Behördemitglieder, Strassonfachroäna«r und alle am Strassenverkehr interessierten rrossen Verbände eingeladen. Den Besuchern des Abends «ei daher rechtzeitige! Erscheinen empfohlen. Der Zutritt ist frei und unterliegt keiner Türkontrolle. Dauer de« Vortrages ca. VA Stunden h. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Vermochte schoa der geschäftliche Teil der Generali Versammlung einen überraschen- I den Besuch anzulocken, so tat 1 es der gesellige noch viel mehr. Recht viele Damen und Freunde gesellten sich zu den in fröhlicher Stimmung weilenden Chauffeuren. Und als dann die Musik ertönte, so geriet ob deren Schmiss selbst das kälteste Blut in Wallung. Eine sensationelle Ueberraschung boten die Lichtbilder von der Pfäffikoner Exkursion, sowie der Freiburgerfahrt. Unser Kollege Ernst 's—Daub bat mit fachmännischem Geschick uns nicht nur prächtige Landschaften und nennenswerte Sehenswürdigkeiten wieder vor Augen geführt, sondern er hat es auch verstanden, intime Begebenheiten einzelner Teilnehmer vor aller Oeffentülchkeit zu verraten, was zur fröhlichen Unterhaltung wesentlich beitrug. Einige Bilder von unseren Schweizerbergen und Flugaufnahmen von Zürich bereicherten die Darbietung. Es gebührt unserem Kollegen wärmster Dank und volle Anerkennung für die wohlgelungenen Beiträge. Ein paar Spiele zu Gunsten unserer Reisekauo bildeten den Schluss und mit Bedauern fügte man sich dem allzurasch herangerückten Feierabendgobot. Le (Ohm Verantwortlichkeit der Redaktion.) Zur gesetzlichen Verkehrttellung Bahn-Auto. Seit Jahren bemühen sich die Eisenbahnen um Einschränkung ihrer Konkurrenz von Seiten der Lastwaten und es ist ihnen nun gelungen, ein Geeeti vorzubereiten, das nach Vollziehung für Hunderte von Lastwagenbesitzern geradezu ruinöse Auswirkungen zeitigen wird. Nicht nur die Wagen- «oeitzer, «ondern auch Automobilfabriken und Reparaturwerkstätten usw. werden durch diese Neuordnung schwer leiden, während sich die Bahnen nicht wesentlich erholen werden. Nach Art. 1 des Entwurfes unterliegen sämtliche nicht für den eigenen Werkverkehr bestimmten Lastwagen, die aussor die Gemeinde fahren und damit 10 Kilometer Distanz überschreiten, der Konzessionspflicht, welche berechtigt, bis zu 30 km vom Ladeorte Waren für Dritte zu führen. In Gebieten mit Nebenbahnen kann der Bundesrat diese 10-km-Distanz kürzen. Nur ganz ausnahmsweise kann nach Konzession B über 30 km gefahren werden, z. B. mit Möbeln, vielleicht auch mit Vieh- Dass unter eolch einschränkenden Bestimmungen Hunderte von Lastwagen entbehrlich werden, liegt auf der Hand, die Besitzer werden grossen Schaden erleiden und wohl auch teils ruiniert werdon. Wohl werden voraussichtlich zirka 500 Wagen für die Bundesbahnen, vielleicht auch eine kleine Anzahl für Privathahnen, für don sogenannten Sesa- Ai'overkehr in Dienst genommen, die grosse Mehrzahl aber wird dem Schicksal überlassen werden. Die Konkurrenz mit den Bahnen hört auf und Aussicht auf Reduktion der hohen Stückguttarife ist wenig vorhanden, in einer Zeit, da die meisten Bedarfsartikel auf Vorkriegspreisen und tiefer angelangt sind. Nach Art. 2 des Entwurfes bleibt der Werkverkehr vorderhand noch frei, in der Erwartung, dass derselbe künftig zurückgehe. Trotz-dem werden viele Werke, hauptsächlich im Baumate- Tiallenverkehr bei zeitweisem Stossverkehr stark betroffen, indem sie für Distanzen über 30 km die Fuhren nicht an fremde Frachter vergeben dürfen. Die Konkurrenz gebietet in den meisten Fällen sofortige Lieferung auch bei kleinen und kleinsten Bestellungen, so daes der Bahntransport vielfach nicht in Frage kommen kann, die eigenen Lastwagen aber für die betreffende Zeit sonst voll beschäftigt sind Ostschweizerische Geschäfte mit der hauptsächlichen Kundschaft auf dem Platze Zürich und Umgebung werden grossen Schaden erleiden, während dortige Platr.j»eschäfte die Kundschaft leicht an sich reissen könnten. Wohl nie ist ein Gesetz erlassen worden, das so tief In die wirtschaftlichen Verhältnisse eingreift und die Gewerbefreiheit so beenet, wie diese Vorlage Nach mehrjährigen Bedenken über die Verfassungsmässigkeit bejaht nun der Bundesrat dieselbe, wohl unter starkem Druck der Bahnen. Es würde nicht schwer halten, durch VolkswirtschaftleT und Rechtsgelehrte die Gesetzmässiskeit der Vorlage verneinen zu lassen. Vom gesunden Menschenverstände aus betrachtet, ist das kommende Gesetz abzulehnen. Der Bundesrat hat nun die Vorlagt) zur nähern Prüfung an nationalrätliche und s'änderätljche Kommissionen gewieeen. Diese setzen «ich vorab aus Regierungsmännern, Advokaten und Elsenbahnern zusammen und von den 28 Mitgliedern beider Kommissionen sind nur zwei Vertreter von Handel und Gewerbe zu finden. Es ist gar nicht zu erwarten, dass schlussendlich das Gesetz auf ein erträgliches Mass umgemodelt werde; dies wäre auch nur möglich, sofern die Konzessionspflicht erst bei zirka 80 km beginnen würde und anstatt 30 zirka 80 km gefahren werden dürften. Ueberrascht hat, dass der Lastwagenverband an seiner Versammlung vom 15. Juli 1933 in Bern mit knapper Mehrheit dem Entwürfe bzw. der Uebereinkunft zugestimmt hat, Verbandsmitglieder, welche die Versammlung besucht haben, erklären übereinstimmend, dass es auch dort nicht ohne starken Druck verlief. In geheimer Abstimmung sind 150—200 Stimmen mehr abgegeben als Mitglieder anwesend waren, indem das Vertretunpssystem bewilligt wurde. Die Stimmung der Versammlungsteilnehmer soll mehrheitlich gegen das Gesetz und die Uebereinkunft gewesen sein, wie auch an einer Gruppenversammlung der Kantone St. Gallen, Appenzell und Tburgau vom 11. Juni 1933 in St. Gallen nur gegen das Uebereinkommen von eeiten der Mitglieder diskutiert wurde, eine Abstimmung aber unterblieb. Nachdem der internationale Verkehr nicht nuT der Krise, sondern mehr deT wirtschaftlichen Absonderung wegen so sehr zurückgegangen ist, wodurch die Bundesbahnen hauptsächlich leiden, soll nun auch der inlandverkehr durch gesetzliche Massnahmen noch weiter zurückgehen. Es ist gar nicht anzunehmen, dass der volle Schaden, den die Lastwagenbesitzer durch diese Drosselung erleiden, durch den Nutzen der Bahnen kompensiert wird. Die Bahnen sollen ihren Sesa-Astoverkehr mit dem von Haus-zu-Haus-Transport beliebig ausbauen, das ist ihr Recht, im weitern soll aber der Strassenverkehr nicht gedrosselt werden, wie es das neue Gesetz verlangt. H. F. in H. Zur neuen Schweiz. Automobil-Verordnung. Hat man Gelegenheit mit ausländischen Fachleuten über die neuen Schweiz. Automobil-Vorschriften zu sprechen, so begegnet man zuerst ungläubigem Lächeln. Nachdem man ihnen das neue Reglement zeigt, so folgt diesem Lächeln ein ganz bedenkliches Kopfechütteln über die Weisheit dieser neuen Verordnungen, die z. Teil ganz gegensätzliche Ansichten widerspiegeln gegenüber Verordnungen die in Ländern mit viel dichterem Automobilverkehr erlassen werden. In den U. S. A. sind z. B. für die Scheinwerfer diffuse Linsen vorgeschrieben, mit einer maximalen Kerzenzahl von ca, 25 Kerzen, dies, um die vielen Unfälle durch scharfes Blenden bei dem dichten Verkehr zu reduzieren. I)ie Schweiz. Verordnung verlangt gerade das Gegenteil. In bezug auf Kühlerfiguren herrscht die Ansicht, dass Leute, die angefahren werdon, sich an den Kühlerfiguren halten können, um nicht unter den Wagen zu kommen und schwer verletzt oder getötet zu werden. Diese Gefahr sei lOOmal grösser als Verletzungen durch Kühlerfiguren. Ein amerikanischer Fachmann sagte mir, dass er diese Schweiz. Verordnung zur Verhütung von Unglücksfällen besser verstanden hätte, wenn sie oben am Kühler richtige Handgriffe verlangt hätte, wo sich die Angefahrenen halten könnten, und nicht glatte Kühler ohne jede Möglichkeit sich vor dem Ueberfahrenwerden zu retten. Und dann — warum sollen diese Handgriffe nicht künstlerische Figuren .sein, die den Besitzer freuen, wenn sie doch Leuten das Leben retten oder vor schweren Verletzungen bewahren können. * " ' ~" " Viele Einzelheiten der neuen Verordnung werden als .unnütze und sogar unzweckmässige Schikane empfunden und sind durch ganz einseitige Auffassung einzelner Automobil-Experten entstanden, von Leuten, die vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr «eben. Statistiken und Studienreisen in verkehrsreiche Länder, wie nach Frankreich, England und die U. S. A. hätten uns davor bewahrt, uns im Ausland durch unsere neuen • Schweiz. Vorschriften lächerlich zu machen. A. I., ing. in B. Zur Autobesteuerung. Der Herr Einsender in Nr. 4 der «A.-R.» hat mir mit seinem Thema «Zur Frage der Automobilbesteuerung> so aus dem Herzen gesprochen, dass ich es nicht unterlassen kann, demselben mein volles Einverständnis in dieser Frage auszusprechen. Auch ich habe schon wiederholt diese Ansicht vertreten. Es ist mir auch immer beigepflichtet worden, jedoch mit dem hoffnungslosen Schlusssatze: Es wäre ja schön, wenn sich dies verwirklichen Hesse. Ich bin jedoch mit dem Herrn Einsender der festen Ueberzeugung, dass sich dieses System der ausschliesslichen Bestimmung nach dem Benzinverbrauch auch in der Schweiz sehr wohl durchführen Hesse. Wenn man die zweispurige, mit Ungerechtigkeiten verbundene Besteuerung von Brennstoff und Fahrzeug betrachtet, so muss man unwillkürlich an den bekannten Spruch denken; Warum einfach, wenn es kompliziert geht! Es ist nicht Zweck dieser Zeilen, die rechtliche Grundlage, sowie Vor- und Nachteile der beiden Besteuerungsarten auseinanderzusetzen, sondern ich möchte nur kurz mit dem Herrn Einsender hervorheben, dass durch die in jeder Beziehung gerechte Besteuerung nach dem französischen Muster, das Auto von einem grossen' Nachteil befreit wird, und das Motorfahrzeug bestimmt in noch stärkerem Umfange zur Verwendung kommt. Dieser Aufstieg würde,-wiederum mancher Wirtschaftsgruppe, vorab dem ganzen Autogewerbe zugute kommen, das in dieser Krisenzeit eine bessere Beschäftigung sehr notwendig hätte. Da aber eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so wäre es zu begrüssen, wenn sich weitere Befürworter hier zu Worte melden würden. J. G. in T. Billettpreise und Automobilausstellung In Genf. Bis dato erhielten Besucher der Ausstellung bei den Transportanstalten die Vergünstigung, dass das einfache Billett nach Atstempelung in der Ausstellung zur Rückfahrt berechtigte. Es ist nun darauf hinzuweisen, dass an Sonntagen die einfachen Billette ohne weiteres zur Rückfahrt berechtigen. Somit scheint die Vergünstigung an die Ausstellung am 18 März gleich Null zu sein. Um den Besuchern der Ausstellung gegenüber andern Roisenden eine Vergünstigung einzuräumen, sollte doch zum mindesten der Schnellzugszuschlag nach Genf fallon gelassen werden. Es ist zu hoffen, dass dieser Wunsch bei den Transportanstalten, d. h. hauptsächlich bei den S.B.B. Berücksichtigung findet. G. W. in T. Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen Bulletin Nr. 7 vom 15.—21. Februar 1934. Nachdruck varboltn. Offizielle Zusammenstellung durch das Sekretariat der Baudirektorenkonferenz. Aargau: Sperrungen: Ortsverbmdungsstrasse von Schinznach-Dorf über die weisse Trotte nach Wallbach gesperrt. :Die hölzerne Brücke zwischen Lauffohr und Vogelsang ist für allen Fahrverkehr gesperrt. Bauarbeiten: Untersiggentbal, Unterführung; Wohlen-Büelisacker, zwischen Bullenberg und Büelisacker; Bremgarten; Etzgen-Schwaderloch; Rheinfelden-Mägden-Maisprach; Menzikon, innerorts; Unterrüti - Merenschwand; Klingnau- Koblenz; Othmarsingen-Steinhof; Unterentfelden, innerorts; Aarburg Rieshalden. Baselland: Sperrungen- St. Jakobsstrasse, Gemeinde Muttenz, zwischen Freidorf und Warteck; Umleitung für den Durchgangsverkehr von Basel nach Bern - Luzern über Birsfelden • Schweizerhall. Dauer- big zirka Ende März 1934. Bern, Kreis I; Sperrungen: Sigriswil-Tschingel-Strasse f. schwere Fuhrwerke; Grimselstrasse ab Innertkirchen: Gadmenstrasse ab Innertkirchen; Boltigen-Bulle-Strasae (JaunpasiO; Gsteig- PiUon-Strasso. Aarebrücke in Innertkirchen an der Meiringen-Grimsel-Strasse vom 13. Februar bis 21. Juni 1934; Tragfähigkeit der Notbrücke 3,5 Tonnen. Bauarbeiten: Simraentalstrasse bei Oberwil Kreis II: Bauarbeiten- Verbindungsstrasse der Bern-Frauenkappelen-Strasse nach Wohlen bei Eymatt; Könizstrasse zwischen Weissensteinstrasse und Kirchbergstrasse; lokale Umleitung, Kreis III: Bauarbeiten: Strasse im Dorf Münchenbuchsee wegen Kanalisationsarbeiten; Umleitung für Autos und Camions über 4 t über Schönbühl. Kreis IV: Bauarbeiten: Burgdorf-Langnan- Strasse. oberhalb Hasle;' Strasse Burgdorf-Heimiswil im Kipf bis Ende April 1934; Strasse im Dorf Affoltern; Strasse Langnau-Bärau bis Ende April 1934. Kreis V: Bauarbeiten: St. Ursanne -Les Malettes, unterhalb Malrang; Les Rangiers - Cornol. Genf; Bauarbeiten • Strasse nach Ferner; Strasse Genf- Van dreuvreg bei Vandoeuvres; Strasse nach Thönex bei Chene; Genf - Bellevue bei Bellevue; Satigny - Peney bei Satigny; Strasse nach Lancy. Glarus: Sperrung: Klausenpass. Graubünden: Sperrung Albula (Bergün-Ponte). Bernina (Pontresina-Poschiavo), Ofenberg, (Zern&z - Cierfs), Flüela (SÜ2 - Davos), Lukmartler (Somvix-Grenze), Oberalp (Somvix-Umergrenze), Splü7pn (Splüsjen - Grenze). Samnaun (Martinsbruck-Samnaun); St Bernhardin (Hinterrhein- St. Bernhardin); Umbrail (Sta. Maria-Grenze); Oberland (Bonaduz-Ilanz); Safien (Versam- Safien); Lugnez (Villa-Vrin, Furth-Vals); Avers (Azweigun? - Avers). St. Gallen: Sperrung: Strasse Steinäch - Arbon ab 19. Februar; Umleitung Richtung Steinach- Arbon über Schöntalbrücke-Gaswerk-Arbon und Jn Rich