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E_1934_Zeitung_Nr.020

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1934 _ N« 20 Die kommende Linie? Rückansicht eines serienmässigen Sportwagens. Blick in eine der orossen Ausstellungshallen. Das Gesicht des neuen Wagens. Kleinwagen mit den im Kühler eingebauten Hauptscheinwerfero. Von der Automobil-Ausstellung in Berlin Der moderne Lieferungs- und Reklame-Wagen für Geschäftshäuser. Die Stromlinie des modernen Express-Omnibusses für Fernverkehr. Die Drittmanns-Versicherung iÜiiÜn zum gerecht bemessenen Preis durch die ASSURANCE MUTUELLE VAUDOISE welche alle ihre Mitglieder zu den gleichen Bedingungen versichert, zum sogenannten ACS- und TCS- Tarif: welche die Rückvergütung v. 15% ausbezahlt und den jährlichen Gewinn dieser Versicherungsbranche unter die versicherten Automobilisten verteilt. Hauptsitz: LAUSANNE, Avenue Benjamin Constant 2 General-Agenturen für die deutsche Schweiz: BERN, Fridolin Gehrig, Bollwerk 19 BADEN, Ad. Kopp, ZQrcherstrasse 29 LUZERN, Hertensteinstrasse 62 ST. GALLEN, H. Ruegg, Bahnhofplatz 5 ZÜRICH, Karl Sax Söhne, Schweizergasse 10 BASEL, Emil Stahel, Falknerstrasse 19 WEINFELDEN, Rud. Steiger, Feldgasse SOLOTHURN, E. Utzinger, Zuchwilerstrasse 82

NO 20 II. Blatt BERN, 13. März 1934 20 II. Blatt BERN, 13. März 1934 Techn. Rundschau Holz statt Benzin. Der Inibert-Generator. Mit den Fortschritten auf dem Gebiet der Holzvergasungstechnik hat der Holzgasbetrieb von Lastwagen in der letzten Zeit auch bei uns schon mehrfach Anwendung gefunden. Mit Rücksicht auf die grosse •volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Betriebsart haben Behörden verschiedentlich den Besitzern von Holzgaslastwagen s«b.on Erleichterungen zugestanden. Um zahlreiche, immer wieder an uns gerichtete Fragen zu beantworten und um einen allgemeinen Ueberblick über den gegenwärtigen Stand der technischen Entwicklung zu geben, sei deshalb im folgenden das ganze Problem einlässlich behandelt, wobei wir uns speziell mit dem gegenwärtig meist verbreiteten System Imbert befassen. Red. Als sich im Laufe des Krieges für die meisten Armeen Schwierigkeiten in der Beschaffung ausreichender Mengen von Benzin und anderer zum Betriebe von Fahrzeugmotoren verwendeter Mineralölprodukte ergaben' und gleichzeitig die Notwendigkeit einer durchgreifenden Motorisierung sowohl der Frontbestände wie auch des Etappendienstes eingesehen wurde, gingen verschiedene Staaten daran, ihre Industrien und Laboratorien mit der Herstellung von Ersatz-Brennstoffen zu beauftragen. Während England und Deutschland sich hauptsächlich auf die Herstellung synthetischen Benzins beschränkten, warfen sich Frankreich und Italien auf die Ausbildung von Fahrzeuggeneratoren zur Gewinnung von Gas aus festen Brennstoffen wie Kohle, Braunkohle,- Holzkohle und Holz. Ebenso wurden Versuche mit komprimiertem Gas unternommen, welche man aber wegen der sich ergebenden Komplikationen, wie Beschränkung des Aktionsradiusses des Fahrzeuges (wie dies auch beim Elektromobil der Fall ist!) und den umständlichen Nachfüllapparaturen, wieder aufgab. Das synthetische Benzin wird beim heutigen Stande der Technik in der Fabrikation zu teuer, und es wäre auch nicht möglich, dass im Falle eines Konfliktes sofort genügende Mengen produziert würden, ohne dass der Staat unter Aufwand ungeheurer Mittel in Friedenszeiten stilliegende oder mit Defizit wirtschaftende Laboratorien unterhielte. Der in der Farbenindustrie wohlbekannte deutsche Chemiker Imbert, der von einem englischen Grossunternehmen mit der Entwicklung einer wirtschaftlichen Produktionsmethode für synthetisches Benzin beauftragt war, wandte sich, in Erkenntnis der obenerwähnten Schwierigkeiten, der Konstruktion eines anstandslos und ohne grosse Wartung funktionierenden Fahrzeuggenerators zu. Generatoranlagen zur Erzeugung von Gas aus Steinkohle, Braunkohle, Koks, Holz, Holzkohle und anderen festen Stoffen im stationären Betriebe sind seit Jahrzehnten.bekannt und vielfach im Gebrauch. Diese Anlagen haben aber ein erhebliches Gewicht und grossen Raumbedarf. Da zur Vergasung von festen Stoffen hohe Temperaturen erforderlich sind, sind diese Generatoren durchwegs mit einem Futter aus feuerfesten Steinen (Schamotte-Ausmauerung) versehen. Um ein Verschlacken des Rostes zu verhüten, verwendet man Schüttelroste, Schwingroste und Drehroste. Schliesslich sind zur Reinigung des Gases, besonders wenn es zum Betriebe von Motoren dienen soll, umfangreiche Reiniger angeordnet, Gaswäscher, Skrupper, Filter usw. Diese umfangreichen, schweren und kostspieligen Anlagen sind angebracht für die Erzeugung von grossen Gasmengen im stationären Betriebe, iedoch un- Auch landwirtschaftliche Traktoren lassen sich ohne weiteres mit Holzgas betreiben. Einbau eines Holzgasgenerators in einem 100-PS-Lastzug (links) und in einem Radtraktor (rechts). geeignet für Fahrzeuge und für kleine stationäre Anlagen! Das Grundpatent des Imbert-Generators ist der Doppelmantel, der die Schamotte- Ausmauerung entbehrlich macht. Diese war eines der grossen Hindernisse im Fahrzeugbetrieb wegen ihres grossen Gewichtes und ihrer Empfindlichkeit gegen Stösse und Erschütterungen. Gleich wichtig ist das Patent der doppelten Reaktionszone. Durch diese Anordnung wurden weitere wichtige Eigenschaften eines guten Fahrzeuggenerators geschaffen. Der Rost konnte ganz wegfallen, wodurch alle Rostschwierigkeiten auf radikalste Art wegfallen. Sodann ermöglicht die doppelte Reaktionszone (Vergasungszone) es, dass der Generator sich dem stark schwankenden Gasbedarf des Fahrzeugmotors immer sofort anpasst, ohne dass sich dabei die Gasqualität ändert, d. h. ohne dass die Verkrackung der schweren Kohlenwasserstoffe etc. beim Passieren der nun grösseren Feuerzone eine unvollständigere würde. Der Motor folgt dadurch dem Druck des Gaspedals genau wie beim Benzinbetrieb. Die Reinigung des Gases kann sich daher auf die Entfernung der ganz geringen Mengen von Holzkohlenstaub und -asche beschränken; dies geschieht in einfachen, leichten Prallkondensatoren, in denen auch der enthaltene Wasserdampf ausgeschieden und das Gas abgekühlt wird. Das Gewicht der Anlage, auf deren Einzelheiten wir nicht eingehen müssen, da aus der klaren Prinzipskizze deren VI.II -- 1 letztes Modell Luxuslimousinen 6-7 Pl. einfacher Aufbau klar ersichtlich ist, hat so ein Gesamtgewicht von 200 bis 300 kg für die schwersten in der Schweiz gefahrenen Lastwagen. Die Gaserzeugung geht im Imbert-Generator folgendermassen vor sich: In unvollkommener Verbrennung verwandeln sich die Holzabfälle in Holzkohle, während gleichzeitig die Holzkohle unter Zutritt des Sauerstoffes der Luft zunächst verbrennt zu CO 2 und dieses CO 2 wird beim weiteren passieren von glühender Holzkohle zu CO reduziert. Das in dem Generator erzeugte Gas besteht in der Hauptsache aus CO, H 2 , N 2 und enthält noch geringe Mengen von CH 4 und CO 2 . In umgekehrter Verbrennung wird das sich im Innern des Generators bildende Gas (Schwelgas) durch die Feuerzone abgesaugt, wo seine für den Motor schädlichen Bestandteile, wie Teer, Harz, Essigsäure usw., restlos zersetzt werden. Das so gereinigte Gas enthält also keine für den Motor schädlichen Bestandteile mehr. Es wird dann durch den Doppelmantel und die Kondensatoren (in den Ventilator) in den Motor gesogen. Die zur Erzeugung eines explosiven Gasgemisches nötige Luft wird kurz vor dem Motor durch einen verstellbaren Ringschieber beigemengt. Die dem Motor zugeführte Gasmenge wird durch eine einfache Drosselklappe wie beim Benzinmotor geregelt. — Beim Inbetriebsetzen des Generators wird das noch nicht verbrennungsfähige Gas durch einen kurz nach dem Ventilator angeordneten Auslassstutzen mit Klappe ins Freie abgeblasen. Exohne Tausch, rein netto ab Fabrik mit Warner-Viergang.Getriebe mit Z.F. Apnon-Viergang-Getriebe Fr. 8000. Fr. 9000.- Diese gediegene und neuzeitliche Linienführung sind Beweise unserer Fortschritte C H A S S I S mit Warner-Viergang.Getriebe mit 2. F, Aphon-Viergang-Getriebe Garantiert tadellose Arbeit.rassiger Motor.seriöse Bedienung. Fr. 5000.- Fr. 6000.- Besichtigen Sie Stand 82 Verkauf direkt durch die Fabrik und Herren IW. Heer, Steinenring 45, Basel. - H. Fasler, Grenchen. - W. Herbst, Maihofstrasse 63, Luzern. - Fr. 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