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E_1934_Zeitung_Nr.019

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N» 19 Zur Frage der automatischen Verkehrsregelung. Kürzlich äusserte sich ein Verkdirsfachmatin in unserm Blatte zu den in der Schweiz seit einiger Zeit versuchsweise montierten verschiedenen Systemen von automatischen Verkehrsreglern. Es liegt auf der Hand, dass auch hier eine Abklärung im wohlverstandenen Interesse sowohl der Verkehrspolizei und der *Städteverwaltungen wie des gesamten Verkehrs überhaupt liegt. Diese Abklärung muss im Sinne einer Vereinheitlichung der in unsern Städten zu verwendenden Signalen erfolgen. Das eidg. Justiz- und Polizeidepartement, das die Bedeutung dieser Angelegenheit richtig einschätzt, hat den schweizerischen Städteverband mit dem Studium der Verkehrsautomaten betraut und dies im Hinblick auf Bestimmungen, welche über deren Beschaffenheit noch zu erlassen sein werden. Der Städteverband will nun. bevor er seine Eingabe nach Bern fertigstellt, über die Meinungen, welche sich seither in der Oeffentlichkeit gebildet haben, orientiert sein. Da in Zürich an wichtigen Verkehrskreuzungen die verschiedensten Systeme von mechanischen und automatischen Reglern montiert worden sind, so hatten die Strassenbenützer reichlich Gelegenheit, sich über die Vorzüge und die Eignung der einzelnen Fabrikate ein Urteil zu bilden. Die Zentralstelle des Städteverbandes lädt daher zu einer Orientierung ein, welche Ende dieses Monats im Amthaus stattfindet. Dabei will die Zentralstelle die Vertreter der Verkehrsverbände mit ihrer Ansicht bekannt machen, ferner soll den Konstrukteuren der einzelnen Systeme Gelegenheit geboten werden, sich über die Besonderheiten ihrer Fabrikate zu äussern. Auch die Verbände werden dann zum Worte kommen. Das Resultat dieses Meinungsaustausches wird vom Städteverband zusammengefaßt und dem eidg. Justizund Polizeidepartement unterbreitet werden. lieber die Signalanlagen in der Stadt Zürich äussert sich 'das Polizeiinspektorat in einem Expose wie folgt: Den Angaben über die einzelnen Systeme möchten wir vorausschicken, dass sämtliche fünf Anlagen von ihren Herstellerfirmen ohne Auftrag seitens der städtischen Behörden, sondern lediglich im Einverständnis mit diesen zu Versuchszwecken montiert worden sind. Es ist also bis anhin von der Stadt Zürich keine der Anlagen weder kaufsweise, noch auf eine andere Art übernommen worden, sondern es sind diese Apparate mit ihrem Zubehör Eiaentum der betreffenden Firmen. Dieses Funktionierenlassen der Signalanlagen zu Versuchsr zwecken vermittelt sowohl den Behörden wie den Herstellerfirmen die Möglichkeit der praktischen Erprobung der Apparate nach allen Richtungen. Eine offizielle Stellungnahme zu den verschiedenen Systemen ist bis anhin nicht erfolgt. 1. Die sog. Heuer-Ampel. Seit dem 29. Juni 1933 befindet sich an der Kreuzung Bleicherweg/Talstrasse eine Verkehrsampel System Heuer. Die Heuer-Ampel, welche die Form eines Pyramidenstumpfs besitzt, hat vier den einzelnen Strassenrichtungen zugekehrte Signalscheiben. Auf jeder dieser Scheiben bewegt sich ein Doppelzeiger. Jede Scheibe hat rechts und links eine rote und oben und unten eine grüne Fläche. Ragen die Zeigerspitzen in das grüne Feld, so ist die Strasse frei, ragen sie in das rote Feld, so ist die Strasse gesperrt. Da der Bleicherweg einen intensiveren Verkehr aufweist als die Talstrasse, weisen die beiden der erstgenannten Strasse zugekehrten Signalscheiben grössere grüne Flächen auf als die Scheiben, die der Talstrasse zugewendet sind. Die beiden grünen Scheibensegmente der Scheiben Richtung Bleicherweg ergeben zusammen mit den beiden grünen Segmenten der Scheiben Richtung Talstrasse nicht je einen vollen Kreis. Die Verkehrsregulierung geschieht also nicht derart, dass in dem Augenblick, in dem der Verkehr in einer Strasse gesperrt wird, gleichzeitige Verkehrsfreigabe für die Querstrasse erfolgt. Der TJebergang vom Fahrverkehr in einer Richtung zu dem der Querricbtung geschieht vielmehr so, dass •wäfirend einer Zeitspanne von ca. fünf Sekunden die Zeiger sowohl Richtung Bleicherweg wie Richtung Talstrasse auf Rot stehen. Es entsteht so eine Pause nach allen vier Richtungen. Die beim Farbenwechsel unter der Ampel durchfahrenden Fahrzeuge können so ungehindert abfliessen, und einer Gefährdung dieser Fahrzeuge durch den auf der Querstrasse nun einsetzenden Verkehr ist vorgebeugt. Besonders von Automobilisten wird häufig gesagt, die Ampel Bleicherweg/Talstrasse hänge zu hoch oben und sei deshalb vom Führersitz aus, wenn steh das Automobil nahe der Kreuzung befinde, nicht gut sichtbar. Die Ampel kann aber wegen des Fahrdrahtes der Strassenbahn nicht tiefer gehängt werden. Die Zeiger der Ampel bewegen sich bei starkem und schwachem Verkehr mit der gleichen Geschwindigkeit. Dies hat bei schwachem.Verkehr oft nutzloses Warten zur Folge. Die Herstellerfirma sagt indessen dieser Nachteil könne dadurch behoben werden, dass man bei flauem Verkehr, also besonders zur Nachtzeit, die Zeiger rascher rotieren lasse. Bereits bestünden im Ausland Anlagen, die so gebaut seien, dass ausserhalb der Stosszeiten die Ampelzeiger automatisch rascher kreisen. Es sei dies technisch leicht durchführbar. Trotz der derartigen Ergänzung der Anlage arbeitet aber die Heuer- Ampel nach dem «Go and stop »-System, im Gegensatz zu den fahrzeuggesteuerten Signalanlagen, bei denen die Betätigung des Signals ausschliesslieh durch die auf die Kreuzung zufahrenden Wagen geschieht. 2. Die Signalanlage Bahnhofstrasse/Uraniastrasse. Seit dem 15. Januar 16S4 befindet sich an der Kreuzung Bahnhofstrasse/Uraniastrasse ein. auto- Das von Ihnen bisher bezogene Mittel AUTO-,.KOLLGRIT" habe ich mit bestem Erfolg bei meinem Wagen verwendet. - Der Motor läuft jetzt bedeutend ruhiger, das Anzugsvermögen ist verbessert, was eine bedeutende Leistungssteigerung zur Folge hat. - Ich kann daher dieses Mittel allen Interessenten mit bestem Gewissen empfehlen und werde auch in Zukunft AUTO-,,KOLLGRIT" gern weiter benutzen. Bern, den 18. Dezember 1933. . Dr. A. K. matisches Verkehrssignal. Die Anlage besteht aus einem ca. 2% Meter hohen Signalkandelaber in der Mitte der Strassenkreuzung und pneumatischen Doppel-Kontaktschwellen, die in einer Distanz von ca. 30 Metern vom erwähnten Kandelaber entfernt in die Fahrbahn eingelassen sind. Solche Kontaktschwellen, die richtungsempfindlich sind, finden sich in der angegebenen Entfernung im Belag der Bahnhofstrasse, der Uraniastrasse und des Rennwegs. Für die Strassenbahn sind am Fahrdraht besondere Kontaktvorrichtungen angebracht. Die Signalanlage wird in Betrieb gesetzt, sobald ein Fahrzeug die doppelten Kontaktschwellen überfährt. Das Fahrzeug erhält so Grünlicht, und die Querrichtung wird durch Rot abgeriegelt. Naht in dieser Zeit ein Fahrzeug aus der Querrichtung, so wirkt sich dessen Ueberfahren der Schwellen erst aus, wenn eine gewisse kurze Zeitspanne, die das ersterwähnte Fahrzeug zum Ueberqueren der Kreuzung benötigt, abgelaufen ist. Ein ^bereits ausgelöstes Signal hat also für Gegensig"nale aufschiebende Wirkung. Folgen sich bei starkem Verkehr die Fahrzeuge sehr dicht, so könnte der Fall eintreten, dass aus der einen Strasse das grüne Signal ständig ausgelöst würde, und die Querstrasse würde so durch fortwährendes Rot blockiert. Die Anlage lässt nun dies nicht zu, indem sie automatisch umschaltet, und zwar nach 25 Sekunden ununterbrochenem Verkehr in der Bahnhofstrasse zugunsten der Uraniastrasse und nach 15 Sekunden Verkehr in der Uraniastrasse zugunsten der Bahnhofstrasse. Die Verschiedenheit in den beiden erwähnten Zeiten ist durch den stärkern Verkehr in der Bahnhofstrasse begründet. Die Anlage schaltet also selbsttätig bei kontinuierlichem Verkehr von der individuellen Verkehrsregelung zum «Go and stop»-System um. Der Farbenwechsel bei diesem Zeitsystem wird durch grünes resp. rotes Blinklicht angezeigt. Bei diesem Blinklicht darf die Kreuzung nicht mehr frisch befahren, sondern nur noch verlassen werden. Die Strassenbahn betätigt die Anlage nicht durch Ueberfahren von Kontaktschwellen, sondern durch Berühren der früher erwähnten Kontaktvorrichtungen am Fahrdraht mit den KontaktWigeln der Tramwagen. 3. Die Signalanlage Talstrasse/Pelikanstrasse. Diese Anlage wurde vor ca. einem Monat erstmals versuchsweise dem Betrieb übergeben, wurde dann aber aus zu erwähnendem Grunde ausgeschaltet und befindet sich heute nur provisorisch im Betrieb. Die Anlage besteht aus einer Ampel, welche sich in 4,5 Meter Höhe über der Strassenkreuzung befindet und aus im Strassenbelag eingelassenen Kontaktsclrwellen. Auch diese Anlage arbeitet wie die unter 2 dargelegte Anlage Bahnhofstrasse/Uraniastrasse, nach dem Prinzip der fahrzeuggesteuerten Verkehrsregelung. Verkehrstechnisch besteht gegenüber dem Apparat Nr. 2 einzig der Unterschied, dass zwischen Grün- und Rotlicht immer Gelb als Zwischenlicht eingeschaltet ist. Dieses gelbe Zwischenlicht entspricht dem Blinklicht bei der Anlage Bahnhofstrasse/Uraniastrasse, mit dem Unterschied, dass zwischen Rot und Grün stets Gelb aufleuchtet, während das Blinklicht nicht bei individueller Verkehrsregelung, sondern nur bei « Go and stop »-Betrieb erscheint. die für Technisch unterscheidet sich diese Anlage hauptsächlich dadurch von der unter 2 dargelegten, dass die Bodenschwellen nicht sogenannte pneumatische Schwellen, sondern elektrische Kontaktschwellen sind. Diese Schwellen wiesen ursprünglich eine Länge von 1,75 m auf. Es hat sich nun schon bei den ersten Betriebsversuchen gezeigt, dass diese Länge nicht genügt und viele Fahrzeuge, infolge zu wenig Rechtfahrens, die Schwellen unberührt Hessen und damit die Anlage nicht in Tätigkeit gesetzt wurde. Es wurden deshalb diese Schwellen um 1,15 m verlängert. Ein solches Verlängerungsstück hat sich nun als defekt erwiesen und konnte bis heute nicht ersetzt werden. Dies ist der Grund, weshalb die Anlage heute nur provisorisch, zum Zwecke des Augenscheins, in Betrieb gesetzt ist. 4. Die Signalanlage Dufour-/Florastrasse. Diese Anlage befindet sich seit dem 24. Januar 1933, also seit einem vollen Jahre, im Betrieb. Auch diese Signalanlage wird durch Befahren von pneumatischen, in den Strassenbelag eingelegten Kontaktsohwellen betätigt. Sie ist aber gegenüber den unter 2. und 3. dargelegten Systemen 'insofern wesentlich einfacher, als bei ihr nur eine Lichtfarbe, Rot, Anwendung findet. Beim Ueberfahren einer Schwelle durch ein Fahrzeug, erscheint in der Querstrasse das rote Signallicht und teilt den Fahrzeugführern in dieser Strasse das Herannahen eines Fahrzeuges aus der andern StrassG mit. Der Signalgeber selber erhält somit kein Grünlicht, die Sicherung seines Fahrzeuges geschieht also ohne sein Wissen. Die Signallampen befinden sich auf Ständern an den Strassenecken und sind nicht in einer Ampel über der Mitte der StrassenkTeuzung vereinigt. Da sie nur rotes Licht geben, können sie zweckmässig als Stopplampen bezeichnet werden. 5. Die Signalanlage Zürichbergstrasse/Plattenstrasse. Diese Anlage befindet sich seit 15. Dezember 1933 im Betrieb. Die Apparatur besteht aus 2 Verkehrsampeln, welche in ca. 2% Meter Höhe an zwei gegenüberliegenden, vorspringenden Hausecken befestigt sind. Diese Ampeln sind je mit einem roten und einem grünen Licht versehen. Die Steuerung der Ampeln erfolgt unabhängig vom Verkehr durch einen motorisch angetriebenen Kontroller. Die Anlage arbeitet nach dem « Go and Stop »-Prinzip und.es ist die ganze Apparatur, wie bei der unter 1. behandelten Heuer-Ampel. « überirdisch >. Da» Aufleuchten der beiden Signalampeln geschieht gleichzeitig in den gleichen Farben. Das gelb© Zwischenlicht wird 1 bei dieser Anlage ersetzt durch gleichzeitiges Aufleuchten der roten und grünen Signallampe. Der vollständige Leuchtturnus der Ampeln beträgt 30 Sekunden und zerfällt wie folgt: Rnt 12 Sekunden Rot und Grün . 3 » ^ Grün 12 > Grün und Rot 3 » Briefkasten der Redaktion Die «A.-R.» als Cluborgan. Eine Sektion des T. C. S. schreibt in ihrem Jahresbericht: «Diese in bezug auf Umfang und Reichhaltigkeit in der Schweiz einzig dastehende Automobilzeitung hält uns über alle Fragen des Automobilismus und Verkehrs auf dem Laufenden. » wiri*~wiBrwiarwiBrw m m m am AUTO-„KOLLGRIF „KOLLGRIF-FETT EIN ZEUGNIS Vorsichtige Automobilisten verwenden immer AUTO-,,KOLLGRIT' kolloidale Graphit • Oel - Suspension, das kolloidal graphitierte Hochdruckfett, Motor, Getriebe und Hinterachse, für jede Schmierstelle, für die Fettschmierung vorgesehen ist, für 5 Liter Oel Fr. 1.85 V, kg Fr. 2.50, 1 kg Fr. 4.25, für 25 Liter Oel Fr. 6.90 5 kg Fr. 4.— per kg. Alle Preise verstehen sich verpackt, franko. 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N°19 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 T. C. S. Aufhebung der Spezial-GebQhren auf Gesellschaftswagen in Frankreich. In der Folge zur Ersetzung der direkten Steuern auf die Automobile durch die Gebühr auf das Benzin vom 1. Februar dieses Jahres hatte die französische Regierung die ausländischen Gesellschafts- und Lastwagen in Frankreich Gebühren auf Gewicht und Sperrung unterstellt. Diese relativ hohen Gebühren bildeten für die Besitzer von Gesellschaftswagen und Transportunternehmer, die jede Woche Touristen, namentlich Skifahrer, nach Frankreich führten, eine schwere Last. Auf die zahlreichen Reklamationen und namentlich auf die Intervention des T. G. S. bei den kompetenten Behörden sind diese Gebühren für die Gesellschaftswagen aufgehoben worden. Sie bleiben jedoch für die dem Warentransport dienenden Lastwagen und Anhänger. Die dem Personentransport dienenden Fahrzeuge unterstehen von da an nicht mehr der Benzinsteuer, indem der Benzinbehälter bei der Ein- und Ausfahrt gemessen wird, und die Gebühren auf die im Innern des Landes verbrauchte Differenz erhoben werden. Wie man sparsam fährt. Die Benzinsteuer in Frankreich und die Annahme von Vorrichtungen zur Verminderung der Luftwiderstände der Fahrzeuge lenken die Aufmerksamkeit der Automobilisten immer mehr auf einen sparsamen Gebrauch ihrer Fahrzeuge. Verstehen wir uns richtig: Es handelt sich keineswegs darum, das benzinärmste Brennstoffgemisch auszusuchen. Diese Handlungsweise würde, abgesehen von der Schädlichkeit auf gewisse Organe, die Ventile im besondern, jedes Lenkvergnügen verderben. Es scheint uns daher viel logischer zu vermuten, dass die Reglierung des Vergasers ein für allemal beim Spezialisten erfolgt ist, um genau die den Möglichkeiten des bezüglichen Fahrzeuges entsprechende gewünschte Leistung zu erzielen, und zwar ohne Ueberanstrengung irgendwelcher Art, die einen Mehrverbrauch an Brennstoff mit sich ziehen könnte. Wir wollen nun alle möglichen Mittel suchen, die jede Verschwendung der kostbaren Flüssigkeit zu vermeiden erlauben, in einem Wort gesagt: wir werden uns des Notwendigen nicht entbehren, aber alle Ueberflüssigkeiten abschaffen. Liegt hierin nicht die beste Handlungsweise? Man wird sich ebenfalls daran erinnern, dass ein andauernder Gebrauch des Anlassers beim In- Jangsetzen des Motors einen angemessenen Brennstoffverbrauch zur Folge hat. Der Anlasser ist eine bewundernswerte Vervollkommnung, die dem gesotz- *e,n Ziel vortrefflich entspricht, aber es ist unnütz, dich desselben zu bedienen, wenn der Motor mit der normalen Reglierung des Vergasers funktionieren kann. Anderseits soll man brutale Gangwechsel möglichst vermeiden: ein Druck auf das Gaspedal verschlingt einige Kubikzentimeter Brennstoff und ein Druck auf die Bremse verwandelt eine durch Verbrennung einer gewissen Menge Brennstoff erzeugte frosse Kraft in Wärme. • Man wird ebenfalls die Notwendigkeit beachten, die Kerzen in tadellosem Zustand zu halten, und man wird sich erinnern, dass ein längerer Gebrauch die Kraft des Funkens schwächt, da sich eine schwach leitende Schicht auf der Oberfläche des Isolators ansetzt: praktisch müssen die Kerzen nach 15,000 km gewechselt werden. Der Zustand des Motors hat selbst Einfluss auf: eine starke Ausschleifung, auf die ausgeschaffenen Segmente, welche eine Leistungsvgrminderung zur Folge haben, die ihrerseits eine grössere Brennstoffzufuhr bedingt. Die Qualität des Schmieröls kommt auch in Frage: seine Dicke muss dem Motor und den zeit- , liehen Verhältnissen genau angepasst sein, damit ' die Reibungsverluste bei absoluter mechanischer Sicherheit auf ein Minimum ermässigt werden. Schliesslich muss daran erinnert werden, dass alle Vorrichtungen für eine möglichst vollkommene Mischung des Brennstoffs zu einer merkbaren Verbesserung der Leistung des Wagens führen. (Chronik T. C. S.) Autosektion Aargau Generalversammlung: Die Mitglieder der Sektion Aargau werden auf nächsten Samstag, den 10. März, auf 20 Uhr, ins Hotel Aarhof, Wildegg, zur 7. ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Traktanden: Protokoll, Jahresbericht des Präsidenten. Jahresrecbnung. Sportprogramm. Jahresbeitrag. Schaffung eines einheitlichen ^Sektionsorgans. Gratisunfallversicherung. Anscbliessend an die Generalversammlung findet ein Herrenabend mit Wurstmahl statt. Wir erwarten, mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Trfktanden, einen recht zahlreichen Besuch seitens unserer Mitgliederl Der Vorstand. Äutosektion St. Gallen-Appenzeil Wir nehmen Bozug auf die seinerzeit an die- •er Stelle gemachten Mitteilungen betr. Autotranspört durch den St. Gottbard an Ostern 1934 und machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, dass der T. C. S. über die Osterfeiertage Extrazüge durch den Gotthard organisiert. Die Automobile der T. C. S.-Mitglieder werden zu reinen Selbstkosten ohne jeglichen Zuschlag zur Abfertigung durch den Gottbard angenommen. Interessenten welche diese Extrazüge durch den Gotthard benützen wollen, belieben sich heute schon zwecks näherer Auskunft an das Office (Tel. 38.12) Schweiz. Bankgesellschaft oder das Sektionssekretariat (Tel. 11.38) Waisenhausstrasse 15, St. Gallen, zu Wenden. Im Mitgliederverzeichnis, welches inzwischen an alle Mitglieder versandt worden ist, wurde irrtümlicherweise bei der Aufstellung der Mitglieder der Sport- und Vergnügungskommission Herr Briner, Wil nicht aufgeführt. Wir bitten unsere Mitglieder, davon Notiz zu nehmen, dass auch Herr Hans Briner, Präsident der Ortsgruppe Wil und Umgebung, als eifriger Mitarbeiter in der Sport- und Ve r gn ü g u n g s k om m i s - s i o n mitwirkt. Fz. Autosektion Waldstätte Auf unsere Einladung zum Indienvortrag Breitenbach folgte leider nur eine kleine Zahl von Mitgliedern. Um 20M> Uhr konnte in Vertretung des Präsidenten unser Aktuar Franz Räber den Vortragsabend eröffnen In kurzen Worten schilderte dieser die Indienflüge der Gebrüder Breitenbach und überliess alsdann dem Referenten das Wort. In leicb* verständlicher Weise beschrieb derselbe die nötigen Vorbedingungen und Vorbereitungen für ein derartiges Unternehmen und kam alsdann auf den Flug über die Alpen nach Mailand und von dort über Venedig, Zagreb, Sofia nach Stambul zu sprechen. Bis nach Konstantinopel hatten die Fliegor kejne Gelegenheit, iphotographische Aufnahmen zu machen, und erst in Asien konnte das Photoauge in Funktion treten. In bunter Reihenfolge wurden Bilder von einer Zwischenlandung bei neugierigen Bergbaüern vorgeführt, gefolgt von typischen Aufnahmen von Aleppo, der Kalifstadt Bagdad und aus Persien. Der Referent schilderte ebenfalls eine Notlandung in den Sandbergen von Belütschistan, und auch Wüstenbilder vermittelten einen Begriff von diesen sonderbaren Gegenden. Weiter geht der Weg nach Indien über die « grüne Wüste» nach Jpdhpur. Interessante Details aus dem Leben und treiben der Indier ergänzten die Bilderserie. Allzu schnell waren die interessanten Ausführungen beendet, und in kurzen Strichen kam der Referent noch auf die Heimreise zu sprechen. AUTO-SEKTION BERN. Generalversammlung. Die am 5. März unter dem Vorsitz des Präsidenten, Herrn Fürsprech Baumgartner, abgehaltene Generalversammlung genehmigte den Jahresbericht und die vorgelegte Jahresrechhung pro 1933, aus denen die erfreuliche Weiterentwicklung der Berner Sektion des T;CS (der Mitgliederzuw&chs beträgt rund 300) und die für den Gesamtclub und die Autotouristik geleistete erspriessliche Arbeit hervorgeht. Besondere Erwähnung verdienen die vom Vorstand behandelten Strassenverkehrsfragen, die Durchführung in ihrem Gebiet des für alle Benutzer unentgeltlichen Strassenhilfsdlenstes, die Bemühungen betreffend die Einführung der Vierteljahressteuer, die Strassensignalisation, die autotechnischen Instruktionskurse, die Tätigkeit des Office des TGS in Bern und der Rechtsauskunftsstellen in Bern. Langenthal, Langnau und Thun. Auch, in geselliger Beziehung bot die Sektion ihren 2700 Mitgliedern und ihren Angehörigen einige gelungene Veranstaltungen und Anlässe, nicht ohne an das Krankenpflegepersonal verschiedener Spitäler und Asyle zu denken. Der bisherige Vorstand, mit Ausnahme der zurücktretenden Herren Rüegg, Fröhlich und Breitschuh, wurde einstimmig für eine weitere zweijährige Amtsdauer bestätigt. Es gehören ihm an die Herren Baumgartner, Salvisberg, Ritzmann, PlateL Dr. Lang, Wäckerlin, in Bern, ferner die Vertreter der Subsektionen Oberaargau (Uetz und Grütter), Emmental (Keller und Dr. Kipfer), Oberland (Schneiter und Scheidegger) und Oberhasli (Michel). Die beiden Rechnungsrevisoren (Herren Plüss und Moser) wurden ebenfalls wiedergewählt. Das gutgehoissene Touren- lind Unterhaltungsprogramm sieht u. a. verschiedene Clubfahrten, eine Schnitzeljagd, eine Bergchilbi, Ausfahrten mit Spitalinsassen, gesellige Sonntagszusammenkünfte und die übliche Jahresfeier (Familienabend) vor,. Die Versammlung beauftragte den Vorstand, in Verbindung mit der Zentralleitung des TCS geeignete Massnahmen zu treffen zum wirksamen Schutz der wirtschaftlichen Interessen der Clubmitglieder, insbesondere in Sachen Benzinhandel. Steuern und Haftpflichtversicherung. Nach Erledigung der statutarischen Geschäfte und Referate über aktuelle Fragen referierte Herr Ing. Hertig, Kreischef der STUAG. über den neuzeitlichen Ausbau der Schweizerstrassen. Der Referent gab Aufschluss über die durch den Schnellverkehr bedingte Korrektion und Ausrüstung der Strassen erster und zweiter Ordnung. Je nach den örtlichen klimatischen Verhältnissen, nach Bodenbeschaffenheit, Verkehrsdichte und Verkehrsmittel"werden -verschiedene, schwerereoder leichtere Beläge gewählt, sofern nicht (was sich aber später oft als falsche Rechnung herausstellt) auf Billigkeit der Arbeiten abgestellt wird. Vorgezogen werden heute, weil nach bisherigen Erfahrungen die Ökonomischsten und zweckmässigsten, Steinpflästerung, Beton und Topeka (eine Mischung von Sand, Steinen bestimmter Grosse und Bitumen), speziell für stark beanspruchte Stras£en, ferner Walzasphalt, Teermakadam, Teerasphalt, Gussasphalt und Teerasphaltbeton. Der Stampf asphält, als idealster Belag, ist nur aufgerauht zu gebrauchen; die richtige Aufrauhung ist denn auch geglückt. Die technische Wissenschaft auf dem Gebiete der Strassenoberflächenbehandlung ist relativ noch jung. Es müssen immer wieder neue Erfahrungen gesammelt werden. Versuche mit einer Reihe von Baustoffen und neuen Verfahren sind bereits wieder aufgegeben worden, weil sie sich als unwirtschaftlich und ungeeignet erwiesen haiben. Dass auch Fehlgriffe vorkommen (wie z. B. die sog. Wüdpflästerung), wird auch zugegeben. Die vorgeführten 200 Lichtbilder zeigten anschaulich die grossen bisherigen Leistungen der STUAG auf dem Gebiete des modernen Ausbaus der grossen Verkehrsstrasseti in allpn Landesgegenden. A. L. *. c. s. SEKTION AARGAU. Die aargauische Sektion des A. C. S. hielt am 24. Februar im Aaräuerhof in Aarau ihre diesjährige Generalversammlung ab. Die aus allen Bezirken erschienenen 160 Mitglieder und Gäste nahmen mit Beifall den Jahresbericht des Präsidenten, Direktor G. Lenzin, Aarau, entgegen, genehmigten die Rechnung und den Voranschlag mit einem Mitgliederbeitrag von Fr. 30.— und Hessen sich vom Präsidenten der Spoitkommission, Dr. K. Wiss, Aarau, das Programm der vorgesebenen Veranstaltungen wie Vorträge, sportliche und gesellschaftliche Anlässe erläutern, wovon das gemeinsam- mit dem Reitclub Aarau im Herbst zur Austragung gelangende « A'ito-Hippiciue » auch von einem weiteren sportbeflissenen Publikum begrüsst werden dürfte. Ihrer Verbundenheit mit dem Motorwagen dienst der Armee gab die Generalversammlung dadurch sinnfälligen Ausdruck, indem sie Herrn Major Hermann Märler, Baden, Chef des Motorwagendienstes der 4. Division, der der Sektion während vielen Jahren als Vorstandsmitglied angehört hatte, die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Die Sektion vertritt .in neueTer Zeit auch mit Nachdruck die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber den aargauiseben Behörden, indem sie nicht nur darauf bedacht ist, diese auf moderne Verkehrsverbesserungen aufmerksam zu machen, sondern auch d-on Druck der Steuerschraube zu entlasten versucht. Zur Hebung der Verkehrsdiszinlin hat sie dadurch ihr Teil beigetragen, indem sie im Einverständnis mit der Ersiehungsdirektion den aarg. Gemeindeschulen die Verkehrsanlei lung « Rechts-Links-Rechts » von Aebli und Pfenninger, in einer grösseren Anzahl Exemplaren zur Benützung als fakultatives Lehrmittel geschenkweise übersehen hat. Nerierdinps werden auch die Berufschauffeure für langjährige, treue Dienstleistung ausgezeichnet. Die Interessen des einzelnen Mitgliedes in touristischer und rechtlicher Beziehung werden durch ein gut ausgebautes Sekretariat gewahrt, das nunmehr in der Lage ist, sämtliche für Auslandsreisen notwendigen Papiere ohne Erhebung einer besonderen Ausstellungsgebühr abzugeben bzw. zu vermitteln. Das heimatliche Hotelgewerbe wird durch Haltung der Schweiz. Prospektzentraje gefördert. Ein zeitgemässer, durch Lichtbilder anschaulich gestalteter Vortrag, « Automobil und Betonstrasse », hob insbesondere die nicht zu bestreitenden Vorteile dieses Jeirler bei uns vernachlässigten Strassenbelages bei Nacht und Regen hervor. Mit wissenschaftlicher Argumentation wurde sodann vom Referenten, Heim Ing. Noerpel, nachgewiesen, dass trotz der rauhen Oberfläche der Zement-Betonetrasse und der dadurch bedingten Griffigkeit der Fneuvereschleiss und der Benziukonsum kleiner ist, als bei allen andern zur Anwendung gelangenden Strassenhelägen. Dieser aufklärende Vortrag leitete zum Bankett und einem abwechslungsreichen unterhaltenden Teil der Veranstaltung über, an der der Präsident der nationalen •Sportkommission, A. Töndury, Zürich, die Bedeutung des Sports für den Automobil-Club würdigte und die Vertreter der eingeladenen Sektionen Zürich, Luzern und Hauenstein des A.C.S. die Kameradschaft zwischen den Nachbarsektionen zum Wohle des Gesacntclübs prießen. SEKTION BERN. Letzten Montagabend sprach im kleinen Kasinosaal Herr PoJWeihauptmann Borer über das aktuelle Thema «Kampf dem Verkehrsunfall >. Ausgehend von der Mechanisierung des Straßenverkehrs, wusste der Referent in kurzen Zügen die heutige Verkehrssituation auf der Strasse zu skizzieren. Die dominierende Rolle, so führte er aus, welche das Motorfahrzeug heute auf den öffentlichen Strassen spielt, h«t uns seit einigen Jahren vor ein wichtiges soziales Problem gectellt, deäsen Lösung nur durch weitgehende Zusammenarbeit aller am Strassenverkehr interessierten Gruppen möglich sein wird. Was die Beeinflussung und Belehrung aller Strassenbenützer anbetrifft, so hat sieb nicht nur die Fach- und Tagespresse dieser Aufgabe angenommen, sondern auch das Radio, der Verkehrsunterricht in der Schule und selbst der Völkerbund befasste sich in zunehmendem Masse mit diesem Problem. Nicht zuletzt sah sich dann auch die Polizei genötigt, ihren Apparat umzuorganisieren und auf dem modernen Straßenverkehr einzustellen. Die Verkehrsunfälle bedingen, dass sich leider auch die Gerichte mit dem modernen Verkehrsproblem zu befassen haben, und zwar nicht nur betr. der Unfälle, sondern auch hinsichtlich des mit dem Autpmobilverkehr verbundenen Delinquententums. Bei der Interpretation statistischer Angaben und Untersuchungen ist .grosse Vorsicht zu empfehlen, da eich deren Grundlagen einerseits auf die Zahl der Unfälle, bezogen auf die Einwohnerzahl, anderseits auf die Zahl der Unfälle, bezogen auf die Anzahl der Motorfahrzeuge, bezieben. Es liegt auf der Handj dass derartige statistische Erhebungsmethoden einer objektiven Beurteilung der Verkehrsunfälle nicht genügen können, da sie z. B. die Zahl der fremden Automobile unerfasst lassen. Um einen möglichst genauen Anpassungskoeffizienten zu erbalten, sollte man die Zahl der Fahrkilometer kennen. Anschliessend an diese mehr allgemeinen Bemerkungen kam der Vortragende auf die Zahl der Verkehrsunfälle zu sprechen, die im Kanton Bern der Polizei bekanntgegeben werden. Im Durchschnitt der Jahre 1928—1931 wurden 2000 "Unfälle registriert mit 80 Toten und i300 Verletziefa^_ 1932 zählte man 2200 Verkehrsunfälle, 80 Tote ,und 1500 Verletzte und 1933 2000 Unfälle mit wie» äerum" 80 Toten und einer Erhöhung der Verletztenziffer auf 1600. Die Gründe, welche die Unfälle bedingen, lassen si