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E_1934_Zeitung_Nr.016

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Die neue Mode

Die neue Mode Weiss-graue, jestrickte Handschuhe und passende Mütze zu weissem Jumper mit rotem Dreiecktuch. AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N" 16 Humor Hollywood feiert Geburtstag. Neulich feierte die beliebteste Filmschauspielerin der Vereinigten Staaten Geburtstag und Hollywood ergriff die Gelegenheit, um eine seiner gesellschaftlichen Monsteraffären zu arrangieren, die das ganze Land wieder einmal in Erstaunen setzen sollte. Die beliebteste Schauspielerin, ja. wer ist sie? Ist es Constance Bennett, der zuliebe die Herren den süssesten Kirsch ohne Widerrede hinnehmen ? Ist es Sylvia Sidney, die mit ihrer Gefühlsverhaltenheit ein altes Ideal zu neuem Leben erweckt, die ranke, über Nacht berühmt gewordene Catherine Hepburn, oder gar die nun zum amerikanischen Männerideal gewordene handfeste Mae West ? Keine von diesen: keine von den Grazien Hollywoods ist es. Die unvergleichliche Charakterdarstellerin Marie Dressler, das 62jährige Geburtstagskind, ist, wie sie selbst sich nannte, ein hässliches Entlein. Sie heisst eigentlich Leila Körber und ist — was bei dem deutschen Namen gar nicht wundernimmt — in Koburg geboren, freilich liegt ihr Koburg in Kanada. Der Theaterteufel rumorte früh in ihr, aber ihr Aussehen war Zeit ihres Lebens gegen sie. Doch ihre Ausdauer liess nicht locker; sie überlebte sogar die schrecklichste Periode ihres Lebens, die stupide und schrankenlose Girlglorifikation der Prosperitätszeit. Als man endlich so wiel Süssigkeit satt hatte, da war Marie Dresslers Jugend vorbei. Aber gerade da wurde sie eines Tages entdeckt. Sie war ungeschminkt, «middle age», sie bekannte sich ganz aufrichtig zu dem mittleren Alter, vor dem sich in Amerika jeder und jede fürchtet. Marie Dressler hatte den Mut, darüber zu lachen. Sie verlieh dem grauen « middle age» Genie. Sie gab ihm Humor und Herz und verzichtete auf entseelende ä-tout-prix-Jugendlichkeit. Amerika jubelte ihr zu, denn gerade das hatte ihm gefehlt. Die Geburtstags-Party war laut und monströs. Alle Filmberühmtheiten waren dabei, sogar die schönsten, blasiertesten jungen Männer. Geschenke kamen zuhauf, darunter ein Riesenbaum, behängt mit lauter herrlichen, frischen Orchideen. Siebenhundert Gäste sassen in dem grössten Studio der Metro-Goldwyn-Mayer-Gesellschaft. wartend in der Finsternis, bis blendende Scheinwerfer auf einen grossen freien Platz in der Mitte fielen, wo auf einen elektrischen Druck eine 500 Pfund schwere, mit 62 Kerzen besteckte Schokoladetorte langsam und majestätisch hereinrollte. Als sie stillstand, trat das Geburtstagskind unter grossem Geschrei der andern — dieser teuerst bezahlten Stars der Welt — mit einem riesigen Messer an die Torte heran und schnitt sich das erste Stück davon herunter... Bubikopf im vierzehnten Jahrhundert Man war bisher der Meinung, der Bubikopf sei eine Erfindung der Frauen des 20. Jahrhunderts. Nun weist ein französischer Gelehrter nach, dass diese Auffassung falsch ist. Der Bubikopf ist bereits bei den Frauen im 14. und 15. Jahrhundert beliebt gewesen. Beweis dafür, so sagt der Gelehrte, ist folgender : Während der Restaurationsarbeiten an der Kathedrale von Wymington wurde eine Reihe eigenartiger Fresken aufgedeckt, darunter zwei besonders interessante und gut erhaltene, das Jüngste Gericht und die Auferstehung Christi darstellend. Der unbekannte Maler dieser Fresken hatte zu Modellen für diese Frauengestalten zweifellos Zeitgenossen, was schon aus den Kostümen hervorgeht. Die Frauen auf den Bildern haben nun in der grossen Mehrzahl kurzes Haar, in der Art des heutigen Bubikopfs geschnitten. Nur ganz vereinzelt malt ihnen der Künstler langes Haar. Die Fresken stammen aus dem Jahre 1380 und erbringen den Beweis, dass die Frauen damals schon die Bubikopfmode bevorzugten, zu einer Zeit, da die Männer noch langwallende Locken,, zu tragen pflegten. Gegen Kälte mehr reschützt als gegen Wärme. In die Haut des Menschen sind sogenannte Kälte- und Wärmepunkte eingebettet. Sie Der Tonren-Onkel Ist eifrig an der Ausarbeitung von Routenvorschlägen. Die besten Karten aller Länder and eine reiche praktische Erfahrung stehen ihm zur Verfügung. Er freut sich über jede Anfrage, die eingeht und jede Antwort wird aufs sorgfältigste studiert und ausgearbeitet. Schreiben oder telephonieren aueh Sie dem Touren-Onkel über Ihre Reisepläne, lassen Sie sich von ihm beraten und heut« ichoo ein Reiseprogramm, sei es für Frühlings- oder Sommerfahrten, ausarbeiten. Es geschieht TollstSndig kostenlos. TOURISTIK BUREAU der Automobil-Revue* Bern Telephon 2 8.222 Die verkannte Haltestelle. vermitteln die Temperatureindrücke. Auf einem Quadratzentimeter Haut findet man durchschnittlich 12—13 Kälte-, aber nur 1—2 Wärmepunkte. * * * Nicht erbeten. Frau Brätsch hat ihren Gatten arg verprügelt, mit der blossen Hand direkt ins Gesicht. Darauf der Gatte : « Das eine kann ich dir sagen : dazu habe ich damals von deinem Vater deine Hand' nicht erbeten ! > Kranker zum Arzt: «Ich fürchte mich sehr, scheintot begraben zu werden. > — « Haben Sie keine Sorge — Sie können sich ganz auf mich verlassen. > Touren-Sprechsaal Touren-Antworten T. A. 949. Spiez — La Coruna — Spiez. Ich empfehle Ihnen die Strecke Spiez—La Coruna in fünf Etappen einzuteilen, und zwar wie folgt: 1. Etappe: Spiez, Thun, Bern, Murten, Lausanne, Genf, Lyon, 352 km. 2. Etappe: Lyon, Thiers, Clermont, Ferrand, Hasel, Tülle, Brive, Perigueux, 439 km. 3. Etappe: Perigueux, Bordeaux, Biarritz, San Sebastian, 349 km. 4. Etappe: S. Sebastian, Bilbao, Santander, Gijon, 416 km. 5. Etappe: Gijon, Oviedo, Castropol, Lugo, La Coruna. 361 km Für die Rückreise rate ich Ihnen zu folgender Route- 1. Etappe: La Coruna, Betanzos, Lugo, Villafrana, Ponferrada, Astorga, Benavente, 364 km. 2. Etappe: Benavente, Tordesillas, Villacastin, Madrid, 286 km. 3. Etappe: Madrid, Guadalajara, Medinacele, Calatayud, Zaragoza, 329 km. 4. Etappe: Zaragoza, Lerida, Barcelona, 306 km. 5. Etappe: Barcelona, Perpignan, Narbonne, Beziers, Montpellier, 352 km. 6. Etappe: Montpellier, Nimes, Avignon, Orange, Valence, Lyon, 325 km. 7 Etappe: Lyon, Genf, Bern, Spiez, 352 km. Mit den 'Strassen in den Pyrenäen ist es, beson-. deTS auf spanischer Seite noch schlecht bestellt. Strassenzustand und Anlage der Pyrenäenpässe lassen sich nicht mit unsern Hochstrassen vergleichen und oft ist ein Befahren dieser Pässe geradezu mit Gefahr verbunden. Anders steht es mit den grossen Durcbgangsstrassen in Spanien, die durchwegs in mustergültigem Zustand sind. Alle spanischen Strassen, die Sie auf Ihrer Reise benützen, habü eine feste Unterlage und einen vorzüglichen Belag, der aus Makadam oder Zement besteht. H. S. in B. Touren-Fragen T. F. 950. An die Riviera. Es ist mir schon so oft die Rivieratour empfohlen worden, dass ich mich nun entschlossen habe, die Reise über die Osterzeit auszuführen. Zur Verfügung steht mir eine Woche. Welche Route soll ich einschlagen, damit ich möglichst viel von der Landschaft geniesse? Welche Papiere benötige ich für den Grenzübextritt? Gibt es über die Ostern nicht verbilligte Taxen für den Verlad durch den Gotthard? H. M. in Luzero.

N° 16 - 1934 AUTOMOBTL-REVUE 11 T. C. S. Benzinkampf.* In der Revue T. C. S. wurde eine von den Trustgesellschaften herausgegebene Aufstellung über den Aufbau des Benzinvertriebes in der Schweiz im Jahre 1932 wiedergegeben. Auf dieser Aufstellung basierend, ergibt sich folgende Tatsache: Wenn der Liter Benzin frinko Basel 7,5 Rappen, der Zoll 17 Rappen und die durchschnittliche Inlandsfracht 1,6 Rappen beträgt, bei einem Verkaufspreis von 37 Rappen die wenigen grossen Trustfirmen, die ca. 120 Grossisten und die 7000 Säulenhalter am Benzin jährlich einen Bruttoverdienst von 40 Millionen Franken hatten. Es lohnt sich fürwahr, bei solch gewaltigen Zahlen ein Kartell mit monopolistischer Einstellung zu bilden. Es lohnt sich fürwahr, alle Machtmittel in Gang zu setzen, um solche Riesenverdienste zu erhalten. Es bleibt nur die Frage offen, ob sioh die Konsumenten eine solche Vergewaltignug gefallen lassen. Mit welchen Mitteln hier gekämpft wird, beweist am besten die Tatsache, dass die Benzingewaltigen richtige « Agents provocateurs » von Säule zu Säule schicken, um Säulenhalter, die sich in ihrem moralischen Empfinden gegen Preisdiktatur auflehnen und um 1 oder 2 Rappen hilliger verkaufen, durch alle nur möglichen Mittelchen hereinzulegen. So sieht der angeblich im vaterländischen Interesse durchgeführte Gowaltskampf um die Preisdiktatur, verbunden mit verfassungswidrigem Boykott, aus. Wir freuen uns, feststellen zu dürfen, dass die leitenden Organe des Autogewerbeverbandes Zürich zur Einsicht gekommen sind, dass wir einen rechten Kampf führen. Wir freuen uns besonders darüber, dass viele Mitgileder dieses Verbandes heute schon den gegenwärtig mit Boykottandrohung diktierten Säulenpreis von 37 Rp. als überfordert betrachten. Viele Mitglieder des T. C. S. und des Autogewerbeverbandes sind das Opfer der Rücksichtslosigkeit des Kartells. Alle Säulenhalter, die durch den Boykott geschädigt wurden, fordern wir hiermit auf, sich unverzüglich bei unserem Rechtskonsulenten Herrn Dr. Meyer-Wild zu melden. Wir werden vom T. C. S. aus rechtlich gegen diese verfassungswidrige Massnahme vorgehen. Wir richten an die Säulenhalter den Appell, die Boykottandrohungen zu ignorieren. Wir wollen einmal sehen, ob es den Benzingewaltigen möglich sein wird, ihre Machtstellung soweit auszunützen, dass sie Hunderte von Säulenhaltern sperren können. Wir fordern alle Säulen halter auf, den Benzinpreis herabzusetzen, ohne Rücksicht auf die Androhungen der Rechtsanwälte der Importeure und Grossisten. Wir ^^fordern unsere Mitglieder auf, geschlossen wie ein »^ann in den Kampf einzutreten. Tankt nur an oäulen, die den Uenzinpreis 2—3 Rp. billiger ansetzen ! Die grossen Verdienste, die die Trustgesellschaften an ihren Oclverkäufen tätigen, ermöglichen ihnen, ihre finanzielle Macht auszuspielen. Automobilisten, denkt daran, wer auch nur einen einzigen Liter Oel von Trustfirmen kauft, stärkt das Kartell, das uns Preise diktieren will. Selbst die schönen Schlagwörter «Schutz des Gewerbes », « Sicherung des Preises » können die Tatsache nicht wegwischen, dass der Automobilist ebenfalls ein Anrecht hat, dieses für die Ausübung seines Berufes unentbehrliche Betriebsmaterial so billig als möglich zu erhalten, denn für die 131 000 Motorfahrer unseres Landes ist es nicht gleich, ob sie jährlich für eine Ueberorganisation zur Speisung der Verdienste der Trustgesellschaften und für überforderte Preise durchschnittlich rund Fr. 70.— mehr oder weniger ausgeben. Wenn wir schon demokratische Grundsätze anwenden, dann müssen wir erklären, dass unter den 131 000 Motorfabrzeughaltern mehr Bürger des Mittelstandes sin.d, die ein Anrecht auf einen angemessenen Preis haben, als unter den sechs Riesen-Trustgesellschaften und unter den 120 Grossisten und Im- / porteuren. ^ Dass selbst im Lager des Automobil-Gewerbes '""Tnd des Verbandes der trustfreien Benzinimporteure die Gewaltmassnahmen der Benzingrössqji nicht gebilligt werden, beweisen die Ausdrücke, die von dem Auto-Gewerbeverband der Schweiz und dem Verband trustfreier Benzinimporteure der Schweiz vor noch nicht allzu langer Zeit veröffentlicht wurden: «Die Benzintrusts wollen den Schweiz. Benzinmarkt so in die Hände bekommen, dass sie die Preise ungehindert diktieren können. » «Wir Schweizer haben genug von Monopolen! Warum sollen wir uns ein Benzinmonopol von ausländischen Gesellschaften aufzwängen lassen, damit diese Riesentruste ihre Dividenden noch mehr erhöhen können. » « Benzin ist heute ein Konsumartikel geworden, 'dessen Preis indirekt unsere ganze Volkswirtschaft interessiert. » « Garagist, dich hat man mit dem Tanksäulengeschenk erwischt, belogen, betrogen und bestohlenl > Wir wollen nur noch hinzufügen, dass die Trustfirmen auf der einen Seite striktes Einhalten der Preise unter Boykottandrohung verlangen, auf der anderen Seite aber durch Unterbietungen (bei der Lieferung von grossen Quantitäten) die von ihnen angeblich als volkswirtschaftlich notwendig befundene Preisstabilisierung selbst stören und den Markt beunruhigen. Wer lesen kann, wird selbst wissen, was mit dieser Taktik zu erreichen gewünscht wird. Der Kampf dreht sich einzig und allein darum, dass wir Konsumenten uns mit allen Mitteln dagegen wehren, dass wir das Ausbeutungsobjekt monopolistischer Gebilde werden. Man hat uns bis heute nicht gefragt, sondern geglaubt, über unsere Köpfe hinweg ein Kartell errichten zu können. Ist es da noch verwunderlich, dass wir Konsumenten uns ebenfalls zusammentun und mit allen Mitteln für das kämpfen, was unsere schweizerische Verfassung uns verbürgt? Es gibt genug gute Oelo, die den obengenannten 4 bestimmt ebenbürtig und trotzdem bedeutend billiger sind, die von Firmen hergestellt und verkauft werden, die nicht dem Kartell angehören. Wir erwarten von allen Automobilisten, dass sie in Zukunft nur noch solche Oele ausdrücklich verlangen, und nur roch an Säulen tanken, die diese Oele oder einige derselben führen. Wir verlangen von unseren Mitgliedern in ihrem eigensten Interesse, dass sie uns bis zum Letzten unterstützen. Die Parele lautet: Kein Oel der Trustgesellschaften mehr I Nur noch an Säulen tanken, die billiger verkaufen als den Diktaturpreis. Nur ein Bei-piel zur Illustration: Wir haben am letzten Mittwoch den Anwalt der Trustfirmen und einen Vertreter der Trustfirmen auf dem Sekretariat zu Gast gehabt und den Herren folgendes erklärt: «Wenn wir Konsumenten auf unsere grundsätzliche Einstellung des freien Benzinhandels verzichten, so müssen wir drei Postulate aufstel- •) Siehe No, 15 der A.-R, len und die Garant!« verlanr«, (UM dies« drei Bedingungen seitens der Trustfinnen eingehalten werden: 1. Verminderung des schweizerischen Säulenwalde» nm 2000 Säulen; 2. Zuteilung der Säulen nur an Vertreter des Automobilgewerbes; 3. Festsetzung der Preise in einer Kommission, bei welcher die Konsumenten mit 50% der Stimmen Tertreten sind. Es handelt sich hier nm eine Forderung, -die sicher als anständig und gerecht angesprochen werden darf und die selbst vom Automobilgewerbe lebhaft unterstützt wird. Wir erklärten den Herren, dass es bei gutem Willen möglich sein werde, eine Lösung zu finden, doch dass die Grundbedingung hierzu, die Aufgabe des monopolistischen Diktates, der Verzicht auf den Boykott sei. Uns wurde zur Antwort: «Der Boykott ist für uns eine Nebensache, aber wir heben ihn nicht auf!» Mit anderen Worten, das Kartell beharrt auf seiner monopolistischen Gewalttätigkeit. Zwei Anwälte der Trustfirmen bombardieren uns mit Briefen, die wir jeweils der Form halber bestätigen und postwendend zu den Akten legen. Es scheint zu tagen ! Montag, den 19. Februar wurde von Bern bestimmt, dass der Benzinpreis um 1 Rp. zu senken ist. Die Klagen der Mitglieder des Autogewerbeverbandes in Zürich mehren sich. Immer stärker und ' heftiger wird ihr Verlangen nach Aufhebung der Diktaturpreise. Wir wissen, dass gegenwärtig verhandelt wird, um den Preis weiterhin zu senken. Gut so, Einsicht kommt bekanntlich nie zu spät Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis wir unser Ziel erreicht haben: Aufhebung der unschweizerischen, von ausländischen Firmen diktierten Gewaltmassnahmen gegenüber den schweizerischen Konsumenten. Autosektion Aargau Protokollauszug über die Vorstandssitzung vom 23. Februar- 1. Das Protokoll der letzten Vorstandssitzung wird verlesen und genehmigt. 2. In die Sektion werden neun Mitglieder neu aufgenommen. 3. Das von der Sportkommission bereinigte Sportprogramm (wir -werden darüber im Detail noch später berichten) wird ohne Einwendungen sanktioniert. 4. Nach einlässlicber Diskussion wird als Ort für die Abhaltung der Jahresfeier pro 1934 wieder der Saalbau in Aarau bestimmt. 5. Die Mitglieder und Freunde der Sektion werden auf Montag, den 5. März,- 20 Uhr, nach Aarau (Lichtspielbaus zum Schlossplatz) zur Vorführung des Verkehrsfilms eingeladen. Anschliessend wird der Flieger Breitenbach einen Lichtbildervortrag über Indien haiten. Die Mitgliederkarten sind an der Kasse vorzuweisen. Eintritte für Mitslieder: Fr. 1.— und Fr. 1.50; für Nichtmitglieder: Fr. 1.50 und Fr. 2—.' : 6. Die 7. ordentliche Generalversammlung findet Samstag, den 10. Mä_rz, abends 8 Uhr, im Hotel zum «Aarhof> in WiJdegg statt. Die Generalversammlung ist für dieses Jahr als Herrenabend gedacht. Die Traktandenliste wird den Mitgliedern noch zugestellt werden. Nach Abwandlung der Traktanden wird jedem anwesenden Mitglied aus der Kasse ein Znüni offeriert. R. UNTERSEKTION WlGGERTAL. Die Generalversammlung vom 25. Februar war trotz des schönen Wetters befriedigend besucht. Der Kantonalvorstand war vertreten durch die Herren' Präsident Lehner und'Zimmermann. Unter dem Vorsitz vo« Präsident "Laubi fanden die Traktanden eine erfreulich rasche Abwicklung. Das. Protokoll.« der Gründungsversammlung fand einstimmig Genehmigung, ebenso der Jahresbericht des Präsidenten, welcher in wertvoller Weise ergänzt wurde durch die Ausführungen des Kantonalpräsidenten. Die Kassa fand ebenfalls Zustimmung, die sparsame Verwaltung wurde ehrend anerkannt und dem Vorstand für die Zukunft eine Kompetenzsumme ausgesetzt zur freien Verwendung als Entgelt für die vielen Sitzungen und Mühewaltung. Dem Tourenprogramm pro 1934 wurde ohne Diskussion zugestimmt und in spezieller Abstimmung beschlossen, im November einen Familienabend abzuhalten. Aus der Mitfi würde gewünscht, dass gele-j gentlich ein Vortrag stattfinde über die Autohaftpflicht, ebenso ein Filmvortrag über Indien wäre genehm. Der Vorstand hat somit eine reichbeladene Geschäftsliste 'pro 1934 zu erledigen. Die Umfrage zeitigte noch ein9 schöne Zahl von Anregungen und Wünschen; namentlich fand auch der Benzinkampf eine entsprechende Würdigung und Kritik. Als neuer Reohnungsrevisor beliebte Fr. Widmer, Zofingen. Nach -etwa zweistündigen Verhandlungen konnte die Versammlung geschlossen werden, wobei jeder Teilnehmer die Gewissheit mit' nach Hause nehmen konnte,, dass zielbewusst gearbeitet worden ist und die Untersektion die beste Aussicht hat, sich, nunmehr numerisch zu stärken und in jeder Beziehung ihre Existenzberechtigung zu erbringen. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, dass' die Untersektion Wiggertal am 29. Januar 1933 gegründet worden ist mit einem Anfangsbestand von 70 Mitgliedern, der Zuwachs bis Jahresende betrug 28, somit total 98 Mitglieder. Seither sind weitere Anmeldungen erfolgt, so dass der Bestand zur Zeit HO beträgt. Vorstandssitzungen fanden fünf statt und über die verschiedenen Anlässe ist jeweilen in der «Automobil-Revue» eingehend berichtet worden. Autosektion St. Gallen-Appenzell Einladung zur ordentlichen Generalversammlung Sonntag, den 4. März 1934, 14 Uhr, im Volkshaus in Wattwil. Traktanden: 1. Wahl der Stimmenzähler. 2. Vorlage des Protokolls der letzten Generalversammlung. » 3. Jahresbericht 1933. 4. Vorlage der Jahresrechnung 1933. •-•••' 5. Bericht der Kontrollstelle. > ., , 6. Festsetzung der Sitzungsgelder und Reiseentschädigung für den Vorstand und die Subkom-' missionen ;• - , ... 7. Festsetzung der Entschädigung an den Kassier. 8. Festsetzung- •der Rückvergütung an, die Ortsgruppen, ; ; 9. Publikationsorgan. 10. Festsetzung des Jahresbeitrages pro 1935. 11. Budget pro 1934. , , ... ,. : 12. Eventuelle Ersatzwahl in den Vorstand. 13. Bestimmung des Ortes der nächsten Geneialversammlung. 14. Allgemeine Umfrage. Im Anschluss an die Versammlung, welche nur kurze Zeit dauern dürfte, findet ein Lichtbildervbr-. trag: « Mittelmeerfahrten » von unserm Vorstandsmitglied, Herrn Ingenieur F. Hügli, Wattwil, statt. Wir erwarten aus allen Gauen unseres Sektionsebietes einen Massenaufmarsch. Wir bitten Sie, vorstehende Traktandenliste -auszuschneiden. Der Sektionsvoretand, SEKTION BERN. Kommenden«' Samstag, den 3. März,, führt "die Sektion Bern im meuen Festsaal des Kursaals Bern ihren üblichen C1 u b b a 11 durch. Die Verghügungskommission hat manche Ueberraechungen in Bereitschaft. • .Einige kabarettistische Einlagen worden eben/alls . Nichttänzern imponieren. Die Vcrgnügungskommission hat Wert darauf gelegt, dass dem A. C. S.-Ball eine automobilistische Note gewahrt bleibt und dementsprechend sind auch dio tänzerischen Einlagen von Romeo und den 6 Alfa-Girl« ausgefallen. Der Vorverkauf im Sektions-Sekretariat (Telephon 23.813) dauert bis Samstag, den 3. März, >12 Uhr. Der Tischplan kann ebenfalls am gleichen Ort eingesehen werden. Auswärtige Bestellungen werden entgegengenommen. . h. skuss onsecLe Benzinkampf ä tout prix. Der Touring-Club der Schweiz. Auto-Sektion Zürich,, führt gegenwärtig einen Kampf gegen die Zürcher Benzin-Import- und -Handelsfirmen, Es ist nicht alltäglich, dass die Lokalsoktion eines Verbandes es für nötig und geordnet findet, die schweizerische Landesorganisation, welcher sie als einzelnes Glied angehört, zu sprengen und eigene Wege zu gehen, aber der T. C. S., Auto-Sektion Zürich, will das bewusst; das drückt das Titelbild seines Wochenheftes Nr. 7 vom 22. Februar 1934 augenfällig aus mit einem entzweifferissenen (Touring-?) Ring und bluttriefend roter Uebesschrift « Benzinkampf »I , • . Der T.C.S., Sektion Zürich," handelt also über den Kopf des gesa-mtschweizerischen Automobilismus hinweg, ohne Rücksicht auf den Schweiz. T. C.S., den A. C. S. und die, Fachverbände des Automobilgewerbes. ."Dennoch spricht die Führung des T.C.S., Sektion'"Zürich, im obgenannten Wochenheft das grossc*Wort aus, dass ihre darin gemachten Erklärungen tfhd Feststellungen das Fundament des Kampfes der ,131000 Konsumenten gegen Importeure und Trustgesellschaften sei. Wir fragen: Woher nimmt der T. C. S., Sektion Zürich, die Legitimation, in solchem Stile zur Oeffentlichkeit zu sprechen? Anschliessend. versichert der T. G. S., Sektion Zürich, in der Einleitung seines Artikels den Mitgliedern, dass seine Ausführungen auf Tatsachen beruhen, die er jederzeit beweisen,, kann.. Spricht er wirklich nur reine Tatsachen? Wir wollen hierauf nachstehend eintreten: 1. Der T. C. S., Sektion Zürich; erklärt vorweg, die vom Bundesrat im Juni 1932 beschlossene Benzin-Kontingentierung sei eine richtige, selbstverständlich von ihm g e b i ll-i gte Massnah m e. Sie bezwecke, mit den ausländischen Benzin produzierenden Staaten'eine'Handeisbasis für tauschweisen Absatz der Sehweizerwaren zu schaffen , zum Nutzen unserer Volks wir.ts c h a 11