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E_1934_Zeitung_Nr.021

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nen Leibe mitverspürt.

nen Leibe mitverspürt. Selbst wenn es mir nicht gelingen sollte, Sie von der Notwendigkeit und Nützlichkeit unserer Massnahmen restlos zu überzeugen, so werden Sie doch einem eingefleischten Automobilisten nicht zutrauen, bei seinen» Handlungen irgendwie durch eine Abneigung gegen das Motorfahrzeug geleitet zu werden. Die Massnahmen, von denen ich gesprochen habe und die sich Insbesondere aui die Einfuhrerschwerungen jür Automobile und Motorräder, für Kraftstoffe und Zubehörden aller Art beziehen, treffen ln*ider verschiedensten Art und Welse direkt die Interessen der hier vereinigten Geschäftsleute. Ja, sie stehen auch im- Widerspruch mit, den Interessen der Ausstellung, des Salons selber, denn- jede internationale- AusstelhmÄ/-bedarf zu ihrer vollen Entfaltung der Freiheit im Verkehr der Waren, denen sie sich'' widmet. Es ist nur zu verständlich, dass alle diese betroffenen Kreise wohl die starke Schädigung ihrer Interessen tagtäglich in steigendem Masse-zu spüren bekommen, dass ihnen aber nicht immer gegenwärtig ist, aus welchen Gründen diese Schädigungen veranlasst werden mussten und dass und in welchem Umfange sie anderseits deir Gesamtinteressen des- Landes dienstbar sind. Ich kann Ihnen aber von diesen- einzelnen Massnahmen nicht sprechen,! ohne sie in den Rahmen der aligemeinen wirtschaftlichen und finanziellen Situation des Landes zu stellen. Ich habe keinesweg im Sinne, Sie mit Ziffern zu belästigen, muss aber

N°21 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Sportliche Saison-Premiere in Genf. Der schweizerische Automobilsport tritt Ende dieser Woche wieder in seine erste aktive Periode ein. Die Zeit der Winterstille ist vorüber, und mit dem wachsenden Lichte kommt auch der Sport wieder zur vermehrten Geltung. Zwar handelt es sich bei den Genfer Ereignissen um eine etwas verfrühte Saison-Premiere, der die weiteren Ereignisse noch nicht Schlag auf Schlag nachfolgen. In unserem Lande wird es nachher immer nochmals einige Zeit still, und nur das Ausland nimmt kurz nachher schon seine sportliche Tätigkeit wieder auf. Dennoch sind die Genfer Tage als erste Vorpostengefechte der kommenden Kämpfe allen Sportfreunden zu einer Notwendigkeit geworden, und wer zur Eröffnung des Salons fährt, der will zum mindesten auch die Ankunft der Sternfahrer oder vor allem das Kilometerrennen vom Sonntag gesehen haben. Die Genfer haben die beiden Sportereignisse zu einer liebgewordenen Tradition werden lassen, die man kein Jahr mehr missen möchte. Wir stehen unmittelbar vor der Eröffnung des neuen Salons und damit auch vor der XII. Wiederholung der Sternfahrt und dem VII. Saconnex-Rennen. Der Sektion Genf de A. C. S. weiss man für ihre Bemühungen, dem Salon auch diesmal seine sportliche Note zu sichern, Dank und Anerkennung. Dies um so mehr, als die heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht unbedingt zu Experimenten reizen müssen. Aber es ist schon so, wie auch an anderer Stelle gesagt wird: Der Genfer Salon ist immer eine Manifestation des Optimismus, und dieser wirkt sich auch auf die sportlichen Rahmenereignisse aus. Die diesjährige Sternfahrt. Die XII. Wiederholung des Rallyes zum Genfer Salon vom kommenden Samstag iindet aufs neue nach einem modifizierten Reglement statt. Als Basis bleiben die Bestimmungen des letzten Jahres bestehen. Wiederum sind eine ganze Reihe von schweizerischen Orten als Start- oder Durchfahrtspunkte bezeichnet worden. Den Teilnehmern stand es frei, ihre Route auszuwählen, nur mussten sie sich innerhalb der angegebenen Etappen von Ort zu Ort bewegen. Die Hauptänderung des Regimentes für 1934 besteht im Wegfall der verschiedenen Stundendurchschnitte und der geheimen Kontrollen. Mit anderen Worten: Die Sternfahrt nach Genf erlebt eine Vereinfachung und verzichtet diesmal auf alle Komplikationen. Die Fahrer haben einen Mindestdurchschnitt von 40 km/St, innezuhalten. Jede Ueberschreitung der Zeit ergibt Bestrafung. Eine schnellere Fahrt wird weder belohnt noch bestraft. Die im Laufe des Rallyes berührten Kontrollen notieren keine Durchfahrtszeiten, so dass sich die Berechnung des Mittels auf die Gesamtstrecke vom Start bis zum Ziel beschränkt. Zwischen 12 und 13 Uhr ist eine Neutralisationsstunde vorgesehen, um den Konkurrenten die Einnahme eines Imbisses zu ermöglichen. Nach ihrer Ankunft in Genf, die neben dem Ausstellungsgebäude zwischen 15 und 16 Uhr 30 zu erfolgen hat, haben die Teilnehmer auf dem Quai Charles-Page wieder eine Geschmeidigkeitsprüfung zu bestehen. Die Wagen müssen zuerst eine Strecke von 10 m möglichst langsam befahren, um dann ohne Anhalten über 100 m so stark als möglich beschleunigt und darauf sofort abgebremst zu werden. Die Bewertung erfolgt dabei in der Weise, dass die Zeit der schnellen Fahrt mit dem Bremsweg multipliziert, und die Zeit der Langsamfahrt durch dieses Ergebnis dividiert wird. Für die Gesamtwertung der Sternfahrt gilt die zurückgelegte Entfernung, die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Geschmeidigkeitsprüfung. Der Start wird in den verschiedenen Städten von 8 Uhr an erteilt, doch können die Teilnehmer auch noch später zu ihrer Reise aufbrechen. Als offizielle Zeit gilt die der Telephonzentralen, wie sie vor 8 Uhr angegeben wird. Die Genfer Sporttage haben sich bis jetzt nicht immer besten Wetters erfreuen können. Im März bereits mit Veranstaltungen im Freien aufzurücken, ist immer eine riskante Sache. Wieder hat es im Augenblick nicht den Anschein, als ob über Genf eine warme Vorfrühlingssonne strahlen würde. Doch hoffen wir das beste! Die Sternfahrt wird dieses Jahr von einer sehr erfreulichen Anzahl von Konkurrenten bestritten werden. Bis zum Redaktionsschluss sind in Genf 37 Meldungen. eingelaufen, eine Ziffer, die seit 1930 nicht mehr erreicht wurde. Im folgenden nennen wir, nach den Startorten geordnet, die Teilnehmer: Startort Zürich: Viktor Mettler (Oldsmobile), Zürich Karl Th. Sträub (Bugatti), Zürich Otto Wild (Buick), Muri (Aargau) Jules Gailloud (Packard), Zürich Startort Schaff hausen: Charles Lahaye (Renault), Dijon Startort Luzern: Josef Forbrich (Ford), Luzern Hans Hirsiger (Bugatti), Aarau Dr. F Hagenbuch (Lancia), Aarau G. Lenzin-Baumann (Chrysler), Aarau Startort Frauenfeld: Willy Graber (Chrysler-Plymouth), Aarau Gottlieb Naef (Mathis), Fischenthal (Zürich) Startort St. Gallen: Ernst Schmid (Bugatti), Rorschach Startort Ölten: Fritz Wassmer (Chevrolet), Aarau Startort Basel: Heinrich Siss-Haas (Ford), Basel Percy Wiedmer (Willys-77), Basel Dr Karl Napp (Buick), Basel Dr. Leo Girard (Horch), Basel Startort Solothurn: Ernst Sutter (Fiat), Aarau Joh. v Rohr (Ford), Solothurn Startort Bern: Dr Alfred Leemann (Essex-Terraplane), Bern Fritz Wenger (Citroen), Bern Startort La Chaux-de-Fonds: Felix Ducommun (Ford), La Chaux-de-Fonds Maurice Eberhard (Delage), La Chaux-de-Fonds Edouard Jacques (Renault), La Chaux-de-Fonds Willy Berthoud (Ford), La Chaux-de-Fonds Pierre Haefeli (Citroen), La Chaux-de-Fonds Startort Delimont: Pierre Donze (Opel), Tramelan Jean Piffaretti (Adler-Triumph), Tavannes J. Mermoud (Ford), Moutier Walter Petermann (Chrysler), Delemont Startort Neuenburg: Andre Sandoz (De Soto-Chrysler), Neuenburg Startort Lausanne: N'orbert Antoine (Chevrolet), Pully-Lausanne Dr. M. B. (Panhard-Levassor), Lausanne Startort Brig: William Barraud (Lancia), Genf Startort Sitten: Henri Sauthier (Ford), Martigny Startort Genf: Der E. H. bekannte Spinner (Hupmobile), Sportmäzen Genf. Willy Escher hat im übrigen den Organisatoren noch einen prächtigen Pokal zur Verfügung gestellt, der als Wanderpreis unter den A.C.S.- Sektionen zur Austragung gelangt. Wie gewohnt wird um 18 Uhr am Samstag am Stand des A. C. S. den Sternfahrern ein Aperitif offeriert. Die Preisverteilung ist auf den Sonntagabend um 20 Uhr 45, nach dem Diner im Salon-Restaurant, angesagt. Das Kilometerrennen Das Plakat des Grossen Preises vom Sonntag. für Automobile. Trotzdem das Kilometerrennen immer au Wenn auch das am 26. August zum Austrag kommende internationale Rundstrecken- einen relativ sehr frühen Zeitpunkt im Jahre fällt, in dem noch nicht alle Fahrer für die Rennen im Bremgartenwald bei Bern eine neue Saison gerüstet sind, erfreut sich auch sportliche Grossveranstaltung darstellt, wie das diesjährige Rennen einer ebenso reichhaltigen wie interessanten Beteiligung. Die Durchführung gelangte und daher für sich sie in der Schweiz bisher noch nie zur Zuschauer werden am Sonntag auf der selbst wirbt, so möchten doch die Organisatoren nichts unterlassen, um das Sportpubli- Strecke von Grand-Saconnex wieder spannende Kämpfe um die höchste Geschwindigkeit erleben. Vielversprechende Namen rük- aufmerksam zu machen. Da soll vor allem kum von nah und fern auf den Grossen Preis ken auf! Die Rennstrecke ist in ihrer ganzen Länge sorgfältig ausgebessert worden Sache gestellt werden. Zu diesem Zweck ein werbekräftiges Plakat in den Dienst der und präsentiert sich nun in tadellosem Zustande. Wir .werden in der nächsten Nummer noch kurz auf die Vergangenheit dieses bemerkenswerten Anlasses zurückkommen, der vom Genfer Salon nicht mehr wegzudenken ist. Für das Kilometerrennen sind bis zum Augenblicke 30 Meldungen eingelaufen, eine Zahl, die die letztjährige ziemlich stark überschreitet. Die Nennungen. Tourenwagen: Jean Studer (Ansaldo), Bern Varisco und Neuroni (Lancia), Lugano Karl T. Sträub (Bugatti), Zürich Leon J. Blattner (Ford), Zürich Moune (Plymouth), Genf Carlo Parlato (Fiat-Siata), G