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E_1934_Zeitung_Nr.022

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 23 euheiten im Antomobilwesen 1934 Eine besondere, durch das ganze, 80 Seiten starke Heft geführte Spalte stellt mit ihrer unterhaltsamen Note gleichsam eine zweite Zeitung Mit dem rein technischen Teil der Nummer wechseln auch sonst interessante oder unterhaltende Aufsätze ab, wir nennen daraus: Der Strassenverkehr des Spätmittelalters — Rennfahrer- Handschriften — Aus den Kindertagen des Automobils — Streifzug durch alt fry Rhätien. Der Genfer Salon, die wichtigste Veranstaltung unseres Landes für den Automobil markt, zeigt jedes Jahr die neuen Konstruktionstendenzen sowohl des europäischen Kontinents als Amerikas. Für jeden Kaufliebhaber, der wissen will, was er für sein Geld bekommt, ist der Besuch des Genfer Salons deshalb von hohem praktischem Wert. Als Führer für den Salon, zugleich als Nachschlagewerk von dauerndem Wert, bringen wir alljährlich eine Zusammenstellung aller auf dem Markt befindlichen Marken mit den wichtigsten Kennzeichen ihrer Konstruktion heraus. Die Abmessungen und besondern Einzelheiten der verschiedenen Fahrzeugtypen werden nach einheitlichen Richtlinien schematisch dargestellt, zur bessern Veranschaulichung aber auch die Illustrierung in reichem Masse herangezogen, so dass der Leser unserer Jahresschau ein abgeschlossenes Bild sowohl über das bewährte Bestehende als die Neuheiten des heimischen Marktes vor sich hat. Unsere Jahresschau stellt eine unentbehrliche Ergänzung des Genfer Salons dar und erfreut sich aus diesem Grunde, aber auch wegen ihrer hervorragenden graphischen Ausstattung, größter Beliebtheit. Auch der diesjährigen Ausgabe wurde wiederum besondere Sorgfalt zugewendet, die Fülle des zu verarbeitenden Materials ergab wiederum einen stattlichen Band. Er wird u. a. noch folgende Artikel enthalten: Das Auto in unserer Zeit; Der gegenwärtige Stand der Automobiltechnik, Federungsprobleme, Stromlinienkarosserie; Das Automobil 1934 im Bild; L'etat actuel de la construction automobile. Den Abonnenten der Illustrierten Automobil-Revue wird die Katalognummer unter gleichzeitiger Erhebung des Jahresbezugspreises (nur Fr. 2.—) zugestellt. Sie erhalten im Sommer eine weitere Spezialnummer in ähnlichem Umfang. Die Katalognummer ist auch einzeln (bei den Buchhändlern, Kiosken und unsern Geschäftsstellen) zum Preis von Fr. 1.— beziehbar, sie wird vom Verlag einzeln per Nachnahme versandt und ist an unserem Stand im Salon erhältlich. BÜCHERZETTEL •) loh abonniere hiermit die ..ILLUSTRIERTE AUTOiMOBIL-REVUE" für das Jahr 1934 zum Preise von Fr. 2.—. *) Senden Sie mir sofort nach Erscheinen die Katalognummer 1934 des Genler Salons. Ort: . Name:. erfahren Sie in der soeben erschienenen Katalog - Nummer der Illustrierten Automobil-Revue dar. Verlag Automobil-Revue Adresse: •) Das Nichtgestrichene gilt. Bern Breitenrainstrasse 97 Zürich Lowenstrasse 51 Genf Rue de la Confederation 7 Automobil-Ausstellung GENF Stand 259 - Galerie wurden. Eine weitere Vereinfachung des Schaltmanövers ergibt sich daraus, dass der Weg des Schalthebels verkürzt wurde. Ansaldo. Diese italienische Marke steht besonders bei den älteren Automobilisten noch hoch im Ansehen, galt doch der Name Ansaldo in den Nachkriegsjahren geradezu als Begriff für einen rassigen Wagen. Hunderte von Ansaldo-Wagen befuhren damals unsere Strassen, bis ihre Fabrikation plötzlich eingestellt wurde, Dutzende jener Modelle mögen aber auch heute noch einwandfreien Dienst versehen. Auch bei den neuen Modellen, wie sie seit dem letzten Jahr gebaut werden, wurde das Hauptgewicht auf das Zustandekommen bester Fahreigenschaften gelegt. Mit ihrem nervigen Aufbau sind der neue Sechs- und Achtzylinder ausgesprochene Grosstourenund Strapazierfahrzeuge, ohne dass indessen auf neuzeitlichen Komfort verzichtet zu werden braucht. Der Sechszylindermotor von 2780 ccm Inhalt leistet bei 4000 Touren 70 Brems-PS, der Achtzylindermotor von 3540 ccm Inhalt bei gleicher Umdrehungszahl 90 PS. Die hängenden Ventile werden beim Sechszylindermotor direkt durch eine obenliegende Nockenwelle gesteuert, beim Achtzylindermotor durch Stossstangen und Kipphebel. Gemeinsam sind beiden Chassis die Batteriezündung, der Zenith-Doppelvergaser, die Pumpenkühlung, die Trockenplattenkupplung, ein Vierganggetriebe mit drei geräuschlosen Uebersetzungsstufen, die halbelliptische Federung vorn und hinten, mechanische Bremsen und ein doppelt abgekröpfter, aussergewöhnlich tiefliegender Chassisrahmen von grosser Festigkeit. Welche Sorgfalt auf die bestmöglichen Durchführungen des mechanischen Teils gelegt wurde, geht beispielsweise daraus hervor, dass die Schmierung bis zu den Kolbenbolzen als Druckschmierung durchgeführt ist. Die Maximalgeschwindigkeit der Wagen liegt bei 120 bzw. 140 km/St. Beide Modelle werden mit sehr schönen Karosserien präsentiert, im einen Fall einem vierfenstrigen Zweitüren-Cabriolet schweizerischer Herkunft und im andern Fall einem serienmässigen Limousinen-Aufbau für 6 bis 7 Passagiere. Chevrolet. Der Typ Master, der mit einigen Vervollkommnungen weiter produziert wird, hat den Typ Standard, der durch eine kleinere Bohrung statt 17 nur 15 Steuer-PS aufweist, eine speziell auch für unseren Markt sehr geeignete Ergänzung erfahren. Die Bremsleistung der beiden «Motoren beträgt jetzt 90 bzw. 60 PS und ihr Zylinderinhalt 3390 bzw. 2960 ccm. In beiden Fällen wird die bisherige bewährte Steuerungsart mit hängenden Ventilen angewandt, die dem Motor einen hohen Grad der Wirtschaftlichkeit verleiht. Der Typ Master hat gegenüber dem letzten Jahr einen von 279 cm auf 284 cm vergrösserten Radstand erhalten, was den Aufbau noch Der neue mehrfach versteifte Rahmen des Chevrolet 1934. geräumigerer, komfortablerer Karosserien ermöglichte. Standardmässig haben beide Wagen ein neues Vorderfederungssystem erhalten, bei welchem die Räder durch in der Fahrtrichtung schwingende Gelenkstützen einzeln geführt werden und das Chassisgewicht durch Schraubenfedern übertragen wird. Ausser den Abfederungseigenschaften und der Strassenhaltung haben durch dieses System auch die Lenkeigenschaften bedeutend gewonnen. Die Lenkung arbeitet unter allen Umständen absolut stossfrei und lässt sich mit einem Minimum an Kraftaufwand bedienen. Durch Vorverschiebung des Motors Hess sich einerseits der Passagierraum noch vergrössern, während anderseits die Nickschwingungen des Aufbaues beim Befahren wellenförmiger Strassen praktisch eliminiert wurden. Einen grossen Anteil an den vorzüglichen Fahreigenschaften des Wagens dürfte auch der neue, vielfach versteifte Chassisrahmen haben. An kleineren, aber nicht weniger wertvollen Verbesserungen erwähnen wir den Umbau des Kühlsystems, nach welchem nun das gesamte Kühlwasser direkt den heissesten Stellen der Zylinder rund um die Auspuffventile zuströmt, den automatisch beim Durchtreten des Gaspedals in Wirkung tretenden Anlasser, die selbsttätige thermostatische Kontrolle der Vergaserluft-Drosselung und der Saugrohrvorwärmung und das verbesserte neue Karosserieventilationssystem. Packard. Während im äusseren Aussehen die Packard-Wagen ihren bisherigen gediegenen Charakter fast unverändert beibehalten haben und auch ihre Abmessungen im grossen ganzen unverändert geblieben sind, wurden bei den neuen Modellen noch mehrere Einzelvervollkommnungen vorgenommen. So weisen die Motoren ein neues Schmiersystem auf, bei welchem ein leicht zugänglich angeordneter Oelfilter und ein Temperaturregler dem Oel auf lange Dauer seine besten Schmiereigenschaften sicherstellen. Umfangreiche Versuche der Fabrik haben erwiesen, Embau des OeMhlers A und des Oelreinigers B beim Pack ard-Achtzylindermotor. dass durch das neue Schmiersystem die Abnützung des Motors bedeutend vermindert und seine Dauerhaftigkeit entsprechend erhöht wird. Die Bedienung der Lenkung und der Kupplung wurden noch weiter erleichtert und die Kupplung in grösserer Ausführung und mit einem selbstschmierenden Drucklager neu durchkonstruiert. Die Kardangelenke haben hermetisch abgeschlossene. Rollenlager erhalten und die Nockenwell* wurde neuartig gelagert. Kleinere Vervollkommnungen betreffend das Auspuffsystem, das Gaspedal und die Schaltung der Warnsignale. Die Serienkarosserien haben tiefere, sich den Rädern mehr anschmiegende Kotflügel mit unsichtbarem Wasserablauf, neue Trittbretter und neue Puffer erhalten. Im ganzen bringt Packard gegenwärtig acht verschiedene Chassis-Ausführungen mit 41 Karosserie-Modellen heraus. Auf dem Stand sind davon das grosse Achtzylinder-Chassis mit 165-Brems-PS-Motor, als Limousine sechsplätzig karossiert, und das kleinere Standard-Chassis mit 140-PS- Achtzylindermotor, als siebenplätziger Sedan karossiert, vertreten. Die gediegene, konstruktiv und fabrikatorisch vollendete Ausführung kennzeichnet diese Wagen wie immer als Spitzenprodukte der amerikanischen Automobiltechnik. Weitere Standbesprechunsen folgen in allen Nummern der nächsten Woche. Sprechende Zahlen. Ende 1931 waren in der Schweiz über 137,000 Personenautos, Lastwagen, Traktoren, Anhänger, Motorräder und Seitenwagen eingeschrieben, die mit den Karosserien einen Wert von einer Milliarde und hundert Millionen Franken darstellen. Das Kapital der mit dem Auto verbundenen Industrie- und Handelsfirmen dürfte 500 Millionen Franken erreicht haben. Die Fiskalabgaben (Autosteuern, Zölle auf Automobilen und Benzin) bezifferten sich auf nahezu 100 Millionen Franken. Mehr als 50,000 Personen leben in der Schweiz vom Automobil (Garage-, Reparatur- und Tankgewerbe, kaufmännisches Personal: 30,000, Industrie und Vertretung: 7000, Lastwagenführer : 15,000). Einzig der Benzinzoll brachte 1932 der Eidgenossenschaft und den Kantonen 44 Millionen Fr. ein, d. h. nahezu 17% des Ertrages aller Einfuhrzölle. Die Zolleinnahme aus der Einfuhr von Automobilen ergab weitere 20 Millionen Fr. Diese Zahlen erhärten die Bedeutung des Automobilwesens für unsere Wirtschaft und sind geeignet, das Interesse der schweizerischen Oeffentlichkeit an den Genfer Automobilsalon jedes Jahr neu zu wecken. An der bevorstehenden Autoschau werden neben einer sehr starken ausländischen Beteiligung alle Schweizer Firmen, die in der Automobil- und Zubehörindustrie einen Namen haben, vertreten sein. Der Automobilsalon hat daher eine eminent nationale Bedeutung, die ob dem internationalen Charakter der Veranstaltung nicht verkannt werden darf. Die schweizerischen Besucher werden den einheimischen Ausstellern ihr besonderes Interesse zuwenden, deren Erzeugnisse, dank hochwertiger Qualitätseigenschaften, Weltruf geniessen. Verband «Schweizerwoche».

N° 22 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 Schweizerische Rundschau Schweizerische Molorfahrzeugstatisfik 1933. wer die Zeitreihen über Einfuhr und Verkehrsbewilligungen von Motorfahrzeugen seit 1930 oberflächlich verfolgt, der wird den Motorfahrzeugmarkt im Jahre 1933 nicht ungünstig beurteilen. Trotz der Wirtschaftskrise haben sich mehr Leute einen neuen Personenwagen leisten können als im Jahre 1932; Einfuhr und Verkehrsbewilligungen von solchen Fahrzeugen erreichten beinahe die bisherigen Maxima. Die Nachfrage nach Lastwagen ging allerdings gegenüber dem Vorjahre zurück, aber mit dem Hinweis, dass diese Abnahme geringer war als von 1931 auf 1932, kann sie zur Not optimistisch gedeutet worden. Recht ungünstig dagegen lauten die Zahlen der Motorradstatistik. Dass nur 615 Motorräder eingeführt wurden, ist angesichts der handelspolitischen Massnahmen zugunsten der einheimischen Produktion nicht weiter verwunderlich. Neu in den Verkehr kamen aber nur noch 2080 solche Fahrzeuge, gegenüber rund 3000 im Vorjahre und gar 7600 im Jahre 1930. Zweifellos hat die gegenwärtige Arbeitslosigkeit der Benützung des Motorrades starken Abbruch getan, denn das Stahlross ist das Berufsfahrzeug vieler Arbeiter. Es leuchtet ein, dass wenig Fahrzeuge neu in den Dienst gestellt werden, wenn zahlreiche alte keine Verwendung finden. Die Erhöhung des Absatzes von Personenwagen im Jahre 1933 kam hauptsächlich den leichten, jenen mit einer Motorstärke von unter 6 PS, zugute. Dieser Uebergang zum billigen Auto lässt sich seit 1931 beobachten. Der Wert aller eingeführten Motorwagen stellte sich damals auf 62,7 Millionen Franken, während im Jahre 1933 für einen der Zahl nach gleich grossen Import noch 47 Millionen Franken an das Ausland bezahlt wurden. Ob aber inzwischen grössere und damit kostspieligere Altwagen ausgeschieden wurden oder eine Verdrängung des stärkern Motorrades stattfand, kann vorläufig nicht entschieden werden. Erst die Bestandesaufnahme auf Ende März 1933, die zur Zeit im Gange ist, wird darüber Aufschluss erteilen. Der erste, wahrscheinlichere Fall würde allerdings den gesteigerten Import und Absatz dos Jahres 1933 in ein besonderes Licht setzen. Er wäre dann nicht als Anzeichen einer wirtschaftlichen Besserung zu werten, sondern im Gegenteil als Ausdruck der nun einmal bestehenden Konjunkturverschlechterung. Herstellungsland Schweiz Deutschland. . . Frankreich . . . . Italien Österreich. . . . Belgien . . . , England . . . . . Vereinigte Staaten Uebrige Länder. • Jahr 1933 . . . . 1932 . . . . 1931 1930 . . . . 2136 1760 1012 66 28 708 4674 10394 9601 10427 9S23 161 39 16 49 14 816 20 615 15S1 2948 3706 Diese « Strukturwandlung» steht mit einer anderen in Zusammenhang. Die überragende Bedeutung des amerikanischen Personenwagens wurde in den letzten drei Jahren geschwächt durch das Vordringen des deutschen und englischen Kleinwagens. Heute nimmt zwar die Union immer noch den ersten Rang ein, aber mit einer gesenkten Quote. Deutschland ist nicht nur an den zweiten Platz getreten, wo früher Frankreich stand, sondern auch seinem überseeischen Konkurrenten erheblich näher gerückt. Der Absatz englischer Personenwagen hat sich seit 1930 beinahe verzehnfacht. Die negative Seite dieser Wandlung bekam am stärksten die italienische Automobilindustrie zu spüren. Zu den Vor Beginn der diesjährigen Reisesaison in der Schweiz und hauptsächlich anlässlich der Eröffnung des Internationalen Automobil-Salons, der vom 16. his 25. März in Genf stattfindet; möchten wir die sich unter den ausländischen Radiqhörefn befindlichen Automobilisten auf die günstigen Einreisemöglichkeiten nach der Schweiz aufmerksam machen. Zur Einreise nach der Schweiz werden an der Grenze für Automobile und Motorräder schweizerische Triptyks oder Carnets de Passages verlangt, vorstehenden Ausführungen vergleiche man folgende Zahlen: welche sich die Touristen bei den ausländischen Verkehrsbewilllfinnne ?ür Personenwagen Absolute Promille- Hcrstellunasland Zahlen zahlen Schweiz Deutschland Frankreich Italien England Vereinigte Staaten . Uebrige Länder. . . Total Einfuhr und Verkehrsbcwfllignngen 1933 Einnelührto Die Verdrängung der schweizerischen Personenwagenindustrie wird durch diese Uebersicht eindrücklich gezeigt. Aber auch die einheimische Produktion von Motorfahrzeugen anderer Art hält sich in bescheidenen Grenzen. Immerhin hat die Einfuhrbeschränkung den Anteil der schweizerischen Motorräder am Total der zum Verkehr zugelassenen etwas gehoben. Das geht aus folgenden Reihen hervor: Wen In den Verkehr gelanote schnell. I.nalwnncn und Motorräder Jahre Absolute Zahlen Anteil In Promille Last- Motor- Last- Motor« wnnen rnder wnflen räiler 1930 552 3698 284 487 1931 562 2573 243 471 1932 393 2052 243 527 1933 319 1272 242 612 Ein statistisches Kuriosum stellt in dieser Uebersicht die Konstanz der Promilletiuote für die Lastwagen in den Jahren 1931 bis 1933 dar. Hier ist etwa keine Kontingentierung des Absatzes, sondern lediglich der Zufall im Spiel. Eidgenössisches Statistisches Amt Motorwagen Motortäller Personennagen 13 1840 1489 3959 1 8845 8387 8751 9038 Last-, Lie- (ertinfls-, Spezlalwagen Autobusse 319 114 1930 19.13 1930 1333 87 13 10 1 647 1840 72 20S 1811 1489 200 168 1585 1016 175 115 47 444 5 50 4729 3959 523 448 _ 132 84 15 10_ "9038 ~8845 1000 1000 In Verkehr gesetzte fabrikneue 106 636 1 1316 1616 2310 1941 Traktoren • 81 1 17 23 126 300 360 177 Motorrlder 1272 153 51 15 48 46 437 508 2085 3893 5466 7591 T. C. S. Reiseverbänden verschaffen können. Sollte es jedoch einem ausländischen Touristen aus irgend einem Grunde nicht möglich gewesen sein, eich vor der Abreise nach der Schweiz ein solches Grenzdokument zu verschaffen, so kann er durch jedes beliebige schweizerische Grenz-Zollamt eine sogenannte « Provisorische Eintrittskarte » ausfertigen lassen. Die Ausfertigung einer solchen Eintrittskarte ist mit keinerlei Schwierigkeiten verbunden und erfolgt ohne Kaution irgendwelcher Art Ḋie provisorischen Eintrittskarten werden mit einer Gültigkeitsdauer von 10 Tagen für schweir. Fr. 2 — und 20 » » » » 4.— ausgestellt. Eine 10 Tage gültige Eintrittskarte kann im Bedarfsfall im Innern der Schweiz seitens der Zolldirektionen auf weitere 10 Tage verlängert werden. Es darf ferner erwähnt werden, dass die schweizerische Grenzpolizei in bezug auf die Reisepässe den ausländischen Touristen die Einreise weitgehendst erleichtert Der Kanton Genf sei hier ganz speziell erwähnt. Deutsche und italienische Touristen benötigen nebst den Zolldokumenten keine weitem Papiere mehr; die früher verlangten Internationalen Führerund Zulassungsscheine sind auf Grund gegenseitiger Abkommen zwischen der Schweiz, Italien und Deutschland aufgehoben worden. Die Genfer Polizeibehörde zeigt auch in dieser Hinsicht eine weitgehende Toleranz. Das Strassennetz der Schweiz ist gegenwärtig in gutem Zustand. Die Alpenstrassen sind mit Ausnähme des Julier-Pass geschlossen. Die schweizer. Grenzzollämter sind in der Lage, die ausländischen Automobilisten an Hand einer guten Strassenzustandskarte, welche wöchentlich erscheint, über den jeweiligen Zustand des Strassennetzes zu unterrichten. Vorsicht bei Bahnübergängen. Unglücksfälle bei Bahnübergängen ereignen sich in der Schweiz glücklicherweise sehr selten; die Gefahr dazu besteht jedoch fortwährend und wir möchten die Automobilisten und Strassenbenützer im allgemeinen davor warnen. Wie jeder mechanische Organismus, so ist auch der Bahnübergang mit automatischen Schranken Störungen ausgesetzt, die ein rechtzeitiges Funktionieren verunmöglichen. Man weiss dagegen auch, dass schwere Unglücksfälle bei überwachten Bahnifbergängen vorkamen, die auf menschliche Irrtümer öder Nachlässigkeiten zurückzuführen waren, ist unfehlbar, und es muss damit gerechnet werden, dass in der Zukunft sehr wahrscheinlich auch noch Unglücksfälle dieser Art zu verzeichnen sein werden, solange es überhaupt Bahnübergänge geben wird. Die Verurteilung des schuldigen Beamten wird ferner diesen Mißstand niemals beheben können und wird sogar sehr oft ungerecht oder unvollständig sein, da der Fehler nur Selten von einem einzigen Beamten herrührt. Es ist somit unerlässlich, dass der Bahnübergang, und zwar namentlich in der Nacht, als eine gefährliche Zone betrachtet wird, die nur mit grösster Vorsicht zu befahren ist. Der Automobilist braucht nicht vom Automobil zu steigen, wie dies Oft empfohlen wird, um sich zu vergewissern, dass der Uebergang frei ist, es genügt, wenn er die folgenden Empfehlungen befolgt: 1. Die Geschwindigkeit vor einem Bahnübergang so massigen, dass bei Gefahr der Wagen sofort angehalten werden kann. 2. Scharf aufpassen, um womöglich das Herannahen eines Zuges zu hören oder zu sehen. 3. Einen kleinen Gang einschalten, so dass die Geschwindigkeit mit Vollgas beschleunigt werden kann, ohne den Motor zum Aussetzen zu bringen. 4. Vor dem Ueberejueren des Bahnüberganges mehrere Male das Warnzeichen ertönen lassen. 5. Den Bahnübergang sofort überqueren und so wenig wie möglich auf demselben verweilen. 6. Das Ueberqueren der Geleise, wenn dieselben erhöht sind, soll in schräger Richtung geschehen, damit die Federn nacheinander gebogen werden und nicht alle zur gleichen Zeit. Nur auf diese Weise kann das heftige Aufschlagen des Wagens vermieden werden, das für die Passagiere und besonders für die mechanischen Organe des Chassis und der Uebersetzung sehr gefährlich ist. Wenn ein Autofahrer bemerkt, dass ein Bahnübergang mit automatischer Vorrichtung bei Durchfahrt eines Zuges offen bleibt, oder sich der Bahnwärter einer Nachlässigkeit schuldig macht, so soll er sofort die Verwaltung der betreffenden Bahngesellschaft davon unterrichten und genau den Ort und die Zeit angeben, wo und wann der Mißstand festgestellt worden ist. Nur eine enge Zusammenarbeit aller wird erlauben, im Interesse und für die Sicherheit eines jeden ein befriedigendes Resultat zu erzielen. (Chronik T. C. S.). L^fztfe (fteldum^em Eine erfreuliche Nachricht. Dank den Anstrengungen des A.C.S. müssen die Automobilisten, welche im Hinblick auf die Oster- {•eiertage ihre Schilder schon am 26. März lösen, für die Zeit vom 26. März bis 1. April nur einen Zuschlag für die Versicherungsprämie von 5 Fr. bezahlen. Die Versicherungsgesellschaften, welche diese Uebergahgsperiode zuerst auf den 29. März bis 1. April festgelegt hatten, erklärten sich auf die Vorstellungen des A.C.S. hin bereit, deren Beginn schon auf den 26. März anzusetzen und zwar ohne Erhöhung des Zuschlags vorr R Fr. Das „Sicherheitsventil" für ausgeschriebene Wagen