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E_1934_Zeitung_Nr.024

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 - No 24 233o.no vom Gfrexifex 1 J^^-^-^^yjT^CfrT^^T—^FC'^^jnL 3flk ^?3PL Hu» (Bugatti) stellte in Genf die beste Zeit der Rennwagen und des Tages auf. Fran Hedda Gradentritz (Mercedes-Benz) kam ia der Sportwagen-Kategorie vor sämtlichen Vertretern des stärkeren GeichleehtM au die Spitze. Der Traum der Jugend. Rennfahrer werden, oder doch wenigstens mit Fahrern und Maschinen tat engeren Kontakt kommen, ist der sehnsüchtige Wunsch vieler sportbegeisterter Jungen. Hier sehen eich englische Schüler beim Besuch einer Ausstellung ihrem Wunsche nähergerückt Sie bestaunen den Bugatti von Graf Howe (im Hintergrund mit Hut), der in Gesellschaft von Kaye Don (rechts) der Rennfahrergeneration von morgen die ersten Kunstgriffe beibringt Zwiegespräch vor dem Rennen: Zwimpfer (links), der auf Chrysler einen neuen Tourenwagen-Rekord aufstellte und Rüesch (Maserati) im eifrigen Fachgespräch. Ankunft des neusten amerikanischen Schnellflugzeuges der «Swlssair» in Dübendorf. Am Freitag, abends nach 6 Uhr, traf das neue Erpress-Grossverkehrsflugzeug der cSwissair», im Beisein einiger Eingeweihter vom Bau, auf dem Flugplatz Dübendorf ein. Das Schnellflugzeug, Type Clark-G43, wurde direkt von Amerika per Schiff nach Gherbourg gebracht, dort vom technischen Dienst der « Swissair » montiert und unter der Führung des bekannten Linienpiloten Franz Zimmermann via Paris nach Zürich-Dübendorf gebracht. Damit hat die Schweizerische Luftverkehrsgesellschaft ihren Maschinenpark um ein Flugzeug vermehrt, das ein allermodernstes Luftfahrzeug darstellt und ab 1. Mai die Fluglinie Zürich-München-Wien befliegen wird. Die Maschine ist lOplätzig, hat einziehbares Fahrgestell, einen «Wright-Cyclone »-Motor von 720 PS, eine Maximalgeschwindigkeit von 320 km/St, und eine Reisegeschwindigkeit von 260 ton/St to Führersitz ist Platz für Pilot und Bordfunker. Unsere Aufnahme) des neuen Flugzeuges wurden in der Abenddämmerung in Dübendorf anlässlich der ersten Landung auf Schweizerboden gemacht CHRYSLER stellt wiedernin neue Rekorde auf RNA Kilometer-Rennen mit stellendem Start in Oenf O. Zwimpfer fährt' mit Chrysler 8 ZyL in der Klasse 5-8 Lt. in 40,8 See die beste Zeit der Tourenwagen und stellt damit einen nenenTourenwagen-Rekord auf. H. «fibelin fährt auf Plymouth in der Klasse 3-5 Liter mit 42£ See. einen neuen Klassen-Rekord. J. Goyon plaziert sich auf Plymouth als bester Amateur der Tonrenwagen-Klasse. Die Resultate wurden erzielt auf TEXACO-OEL Diese Erfolge bestätigen erneut die Qualität der Chrysler-Wagen. und mit Direkte Fabrikvertretungen: AM AG, Automobil- und Motoren A.-G., Bahnhofstrasse 10, ZÜRICH BLANC & PAICHE, BERN und GENF RITZI & WAGNER, AMRISWIL und ST.GALLEN FERRARI, BERNASCONI & Co. S.A., LUGANO Besichtigen Sie unsere modernen Produkte am Automobilsalon in Genf Berna-Stand 102: Stand 87: Gebr. Hess, Solothurn Stand 84: Frech.Hoch, Sissach Stand 89: Ramseier, Streun & Cie. Stand 109: Qazogene Imbert 8. A. Kippwagen, L3, 2y s -3 Tonnen Post Car, L 2 14 Plätze Lastwagen, L 2 2 Tonnen Car alpin, L 2 14 Plätze Chassis, poliert, 5—6 Tonnen Car alpin, L 2 Car alpin, E 6 Car alpin, L 3 14 Plätze 26 Plätze Stadtomnibus 40 Plätze Car alpin, ES, Diesel, 26 Plätze Holzgaswagen 21 Plätze 6—6 Tonnen Motorwagenfabrik Berna A.c. Ölten

No 24 II. Blatt BERN, 20. März 1934 Durch die Stände des Genfer Salons/) Oetiker. Dieser unermüdliche Zürcher Konstrukteur zeigt auch diesmal wieder bemerkenswerte Neuschöpfungen, nämlich einen 5-Tonnen-Lastwagen mit Sechszylinder- Dieselmotor, der nach Lizenzen von Mercedes-Benz in der Schweiz hergestellt wird, mit ganz neuartig und nicht weniger zweckmässig als elegant karossierter Führerkabine und Oetiker-Motorbremse, und ein Modell der Oetiker-Motorbremse, an welchem sich die Wirkungsweise dieses einzigartigen Bremssystems klar verfolgen lässt. Das Prinzip der Oetiker-Motorbremse beruht darauf, dass die Auspuffleitung verschlossen und der Motor damit zu einem Bremsarbeit leistenden Krompressor umgewandelt wird. So einfach dies auf den ersten Blick aussieht, erfordert jedoch die Verwirklichung dieses Prinzips ausserordentlich viel Geschick. Vor allem galt es, die Schwierigkeit zu überwinden, dass die zum Abschluss des Auspuffrohrs dienende Klappe infolge des auf ihr lastenden Gasdruckes beim Oeffnen einen zu hohen Bewegungswiderstand entgegensetzt. Eine erste Lösung wurde in der Anwendung des von Oetiker erdachten Doppelübersetzungshebels gefunden, der dann der Bremse auch schon zu grosser Verbreitung verhalf. Technisch noch viel raffinierter ist jedoch die vorliegende neue Lösung. Die leichte Beweglichkeit des Ventils wird hier dadurch sichergestellt, dass vor dem Lösen der Bremsen ein zweites kleines Ventil den Gasdruck im Auspuffrohr verschwinden lässt. Eine zweite Erfindung von grosser Bedeutung stellt die Ausnützung des Auspuffdruckes zur Bremsbetätigung dar. Der oben erwähnte Ventilmechanismus ist dazu mit einem dritten Ventil kombiniert, das die gestauten Auspuffgase über Bremszylinder und -kolben noch auf die mechanischen Bremsen einwirken lässt. •) Siehe auch No. 22 und 23 der A.-R. Talbot. präsentiert aus dem reichen Typenprogramm, das drei Sechszylinder und zwei Achtzylinder umfasst, als Innenlenker den 10-PS-Sechszylinder «Fulgur» und den 14-PS-Sechszylinder, beide mit der neuen Einzelabfederung der Vorderräder, die bereits grosse Proben ihrer Bewährung abgelegt hat. Unabhängige Vorderrad^Abfederung von T a 1 b o t. Infolge des in ihm eingebauten, selbstschaltenden Wilsongetriebes ist es der grössere Typ, der die Hauptaufmerksamkeit auf sich zieht. Durch einen kleinen Hebel unter dem Lenkrad lassen sich die vier Vorwärtsgänge oder der Rückwärtsgang in einem beliebigen Moment vorwählen, ohne dass dadurch die Schaltung im Moment schon vollzogen wird. Der vorgewählte neue Gang kommt erst zur Auswirkung, wenn, beispielsweise beim Heranfahren an eine Steigung oder scharfe Kurve, das bisherige Kupplungspedal rasch durchgedrückt und wieder losgelassen wird. Irgendwelche Geschicklichkeit ist dazu nicht erforderlich, da das als Planetengetriebe ausgebildete Wilsongetriebe ständig im Eingriff befindliche Zahnräder aufweist und der Uebersetzungswechsel nur durch Anziehen bzw. Lösen von Bremsbändern zustandekommt. Wir haben seinerzeit dieses Getriebe eingehend beschrieben und speziell auch auf die automatische Planeten-Bremsbandnachstellung hingewiesen, die Störungen, wie sie bei ähnlichen Getrieben bisher auftreten konnten, ausschliesst und jede Wartung überflüssig macht. Mit Ausnahme des kleinsten Sechszylinders werden alle Talbot-Wagen mit diesem Getriebe, dessen Funktion man übrigens auf dem Stand an einem beweglichen Modell genau verfolgen kann, ausgerüstet. Delage. Es gibt unter den Automobilen Aristokraten, bei welchen aus jedem Detail der geniale Schöpfergeist ihrer Konstrukteure spricht. Zu ihnen gehören die Delage-Wagen. Delage, einer der ältesten Konstrukteure Frankreichs, hat seit jeher nur d'as- beste vom besten entworfen und in jedem neuen Modell überbot er sich selbst. Wie immer, brachte dabei die technische Vollendung von selbst auch unübertreffbare Schönheit mit sich. Auf dem Stand fehlt von den gegenwärtig herausgebrachten Typen nur der grosse Achtzylinder, während der 15 PS-Achtzylinder, der berühmte Sechszylinder D-6-11 und der Vierzylinder D4 in je einem prächtigen Exemplar vertreten sindl Eine interessante neue Ventilfederanordnuag beim Delage- Motor. N° 24 II. Blatt BERN, 20. März 1934 Als Neuheit für Genf findet besonders der Vierzylinder grösste Beachtung. Seiner allgemeinen Konzeption nach stellt er einen deutlichen Abkömmling der nächstgrösseren Type dar, mit welcher er manche Einzelheiten gemeinsam hat. Der durch Stossstangen und Kipphebel gesteuerte Motor erreicht mit Leichtigkeit 4000 Touren pro Minute und leistet dabei bei seinem Zylinderinhalt von nur 1500 ccm volle 45 PS an der Bremse. Die im letzten Jahr am Typ D-6-11 neu eingeführte unabhängige Vorderradfederung bei welcher die Räder durch Dreieckstützen geführt sind und die Gewichtsübertragung durch eine quer angeordnete Lamellenfeder geschieht, findet sich sowohl beim neuen Vierzylinder wie beim 15 PS-Achtzylinder wieder. Die Karosserien aller Delage-Wagen repräsentieren wie kaum irgend ein anderer Serienanfbau die unvergleichliche französische Eleganz. Continental. Die im letzten Jahr neu eingeführten Modelle Beacon und Flyer, ein Vierzylinder von 12 Steuer-PS und 45 Brems-PS. und ein Sechszylinder von 14,2 Steuer-PS und 55 Brems-PS sind in ihrer letzten Ausiührungsform mit verschiedenen Karosserien vertreten. Der mechanische Teil des Beacon hat einige wertvolle Abänderungen erfahren. So ist die durch eine Querfeder mit dem Chassis verbundene Vorderachse nun durch längere Schubstreben abgestützt, eine Massnahme, die sich hauptsächlich günstig auf die Lenkungseigenschaften und die Bremswirksamkeit des Wagens auswirkt, jedoch auch ganz allgemein der Strassenhaltung zugute kommt. Die Federung selbst wurde weicher gewählt und mit doppeltwirkenden grossen hydraulischen Stossd'ämpfern versehen. Der - Motor wurde unverändert beibehalten. Als Erzeugnis einer der grössten amerikanischen Spezialfabriken zeichnet er sich durch hohe Leistungsfähigkeit, Strapazierbarkeit und Wirtschaftlichkeit aus. Die Kurbelwelle ist dreifach gelagert, die Zündung geschieht durch Batterie und Zündspule, die Gemischbildung durch einen A.C.-Vergaser EPPVLOID der heutige Qnalitäts-Lack ist anch am diesjährigen Salon führend. Verfehlen Sie nicht, die BERRYLOID-Lackierungen zn besichtigen. STAND 82 — Carrosserie Worblaufen. Ein Cabriolet RENAULT, Viva-Sport. Ein Cabriolet RENAULT, Primastella. Ein Cabriolet RENAULT 8. Ein Cabriolet LANCIA, Arpena. Ein Cabriolet BIANCHI. Ein Cabriolet ALFA ROMEO. STAND 81 — Carrosserie G. Gangloff. Ein Cabriolet HOTCHKISS. STAND 108 — Föderal. Ein AUTOBUS, 26 Plätze. Ein CAM IONS 4*/i T. carrossiert durch Eggli Freres, Lausanne. STAND 19 — Renault. Ein Cabriolet NERVASPORT, carrossiert durch Carrosserie Worblaufen. STAND 36 — Humber-Hillman. Ein Cabriolet HUMBER, carrossiert durch Carrosserie Worblaufen. STAND 115 — F. B. W. Ein AUTOBUS, 30 Plätze, carrossiert durch Eggli Freres, Lausanna. Generalvertretung für die Schweiz: STAND 29 — Studebaker. Ein Cabriolet DICTATOR, carrossfert durch Carrosserie Worblaufen. STAND 51 — Ansaldo. Ein CABRIOLET Ansaldo, carrossiert durch Carrosserie Worblaufen. Spörri & Vettern,schonbühistrasse 8. Zürich 7, Telephon 43.618