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E_1934_Zeitung_Nr.025

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 25 Was man trägt: Das verkannte Signal! «bie haben bestimmt mein Signal hören müssen. Ich habe die längste Zeit vor der Kreuzung gehupt!» «Siehst du Amalia, nun hast du die Wette verloren. Es war also doch kein Kuckuck!» Angora-Complet mit Bluse aus Faule mit Plisse-Garnitur. Zunächst gehört zur Behandlung solcher Herzkrankheiten Wärme. Stets warme Aufenthaltsräume sind sehr wichtig. In der kühlen und kalten Jahreszeit mass sogar das Schlafzimmer gehetzt sein. Warme Wollwäsche muss getragen werden, damit das Herz wenigstens zum Teil entlastet ist und sich nicht anch noch um die WärmeJbeschaffung kümmern muss. Was uns hier interessiert, sind die Vorschriften, die dieser Arzt für die Ernährung des Herzkranken gibt. Sie lauten wörtlich : « Es unterliegt wohl keinem Zweifel, dass bei der Aorteninsuffizienz (einer bestimmten Aderschwäche) das zu vermehrter Anstrengung gezwungene Herz einer kräftigen Ernährung bedarf. Da darf aber das tägliche Fleisch nicht fehlen, denn aus Pflanzenkost kann der Muskel nicht die nötige Kraft schöpfen, auch hat diese Art der Ernährung den grossen Nachteil, dass sie so viele Blähungen verursacht, die bekanntlich sehr ungünstig auf die Herztätigkeit einwirken. Ich bin daher mit mehreren Versuchen mit der Vegetärierkost reumütig zum Fleisch zurückgekehrt, obwohl meine Arthritis urica (Gicht) eine purinarme Kost verlangt. Aber da muss man zwischen zwei Uebeln das kleinere wählen und d'ie Gichtschmerzen mit in Kauf nehmen, um das Herz vor dem Zusammenbruch zu bewahren. > Das f'rfnhnin ein Arzt, und zwar aus eigener INDIVIDUELLE ERZIEHUNG gb •0' Jas o^akt. Leben bietet das voraloine ^P(p KNABEN-INSTITUT ..FELSENEGG" Gegr i«03 Zugerberg 1000 m ü. M Höhpnau'enthalt ohne Unterbrechung d. Studien. Samtliche Schulstufen. Handejsdiplom. Matura Institut LEMANEA, Lausanne Mod Sprach- u. Handelstachschule mit aoschiiessend. Diplom Gründl. 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Die wichtigsten Eskimosiedlungen in Grönland finden sich auf der Westküste dieser grossen Insel. Ostgrönland ist sozusagen menschenleer. Dies war allerdings nicht immer so. Es gab auch einst auf der Ostküste wandernde Eskimos, doch wurden die letzten im Jahre 1823 auf der Claveringinsel beobachtet. Schon Ende letzten Jahrhunderts griffen die Dänen ein und gründeten auf der Ostseite die Siedlung Angmagsalik. Sie gedeiht und besteht heute noch. Nun sind die Dänen weiter gegangen und haben weiter nördlich, im Scoresbysund, eine neue Siedlung angelegt. 1924 wurden die ersten 85 Eskimos von AngmagsaÜk dorthin versetzt. Weitere sind ihnen gefolgt, so dass heute bereits ihrer 150 an dem neuen Ort wohnen. Die Lebensbedingungen scheinen dort günstig zu sein. Seehunde. Walrosse. Narwale. Füchse, Bären und Vögel kommen in grossen Mengen vor. Es gilt nun nur noch dafür zu sorgen, dass den europäischen Fängern der Seehund- und Walrossfang verboten wird, und zwar nicht nur entlang der Ostkiiste selbst, sondern auch weiter im Norden, wo die mit Seehunden beladenen Eisberge herkommen, sonst ist es natürlich mit den neuen Siedlungen bald fertig. Rätsel der Tierseele. Eine Dame, die Augenzeuge des Vorganges war, berichtete dem Basler Tierschutzverein das folgende Tiergeschichtchen, das wir der « National-Zeitun? » entnehmen : Da sitzt auf der verkehrsreichen mittleren Rheinbrücke, mitten zwischen den Geleisen der Strassenbahn, ein niedlicher Dackel, selbstverständlich und seelenruhig, wie, diese kleinen Kerle sind. Ein Tramwagen kommt angefahren, kommt näher und näher und der Tramführer läutet mit Macht, um das lebende Hindernis zu verscheuchen. Aber das Hündchen tut keinen Wank. Die Passanten rufen und winken und pfeifen, um das Unglückswurm aus der Gefahrenzone zu bringen. Einzelne, besonders empfindsame, schliessen schon die Augen, um nicht das Tierchen zermalmt unter den Rädern sehen zu müssen und alles hängt bang den Atem an. Der Dackel regt sich nicht. Da — im letzten Moment springt plötzlich ein schöner Wolfshund in grossen Sätzen über die Strasse und stösst mit der Nase den kleinen Bruder blitz- schnell gegen den Strassenrand — eine Sekunde später passiert das Tram die nämliche Stelle. Ein tiefes befreiendes Atemholen bei allen, die das sehen. Beschämt trollt sich der Dackel die Treppe zum Rheinweg hinunter, während sein Retter über die Brücke davonspringt. — Ist nun diese lebensrettende Tat des Wolfshundes zu erklären aus dem Spieltrieb, der sich beim Anblick des Gefährten in ihm regte, oder aus Instinkt oder aus bewusster Überlegung ? Rätsel der Tierseele... Seltsame Druckerei. In dem holsteinischen Elbestädtchen Glückstadt besteht eine Druckerei, die in der wissenschaftlichen Welt aller Breitegrade einen ganz eigenartigen Ruf geniesst. Sie wurde vom Dänenkönig Christian IV. gegründet, verblieb im Wechsel der Zeiten in einer Familie und konnte vor kurzem ihr 300jähriges Bestehen feiern. Die Druckerei Augustin nimmt als Fremdsprachendruckerei eine Stellung ein, der kaum etwas an die Seite zu stellen ist. Es wird in fast allen Sprachen der Welt gedruckt. Man druckt hebräisch, syrisch, russisch, koptisch, persisch, chinesisch, armenisch, griechisch, siamesisch, tamuMsch, malaiisch, japanisch, tibetanisch usw. Man druckt alle Negerdialekte, Hieroglyphen, Runen und Sanskrit. Es gibt kaum eine sprachliche Aeusserung, die man dort nicht 7u drucken vermöchte. Phonetische Drucke lassen Sprachforscher aus aller Welt in Gifickstadt besorgen. Die Rückkehr des verlorenen — Buches. In England wird eben eine Anregung geprüft, die vorschlägt, dass die Regierung einen « Tag des geborgten Buches > einführen soll. Einen Tag, an dem jeder Bürger und jede Bürgerin des Landes in sich sehen und darüber nachdenken soll, welches ausgeliehene Buch sie seit vielen Monaten noch im Nachttisch, im Bücherschrank oder wo immer liegen hat. An diesem Tag soll

N» 25 - AUTOMOBIL-BEVUT! 11 s. o SEKTION BERN. Am 16. dies hielt die Sektion Bern ihre V. Generalversammlung im Hotel Schweizerbof ab. Der Vorstand wurde für 1934 wie folgt gewählt: Präsidentin: Frl. G. Messerli, bisher. Vizepräsidentin: Frau A. Glaser, bisher. I. Sekretärin: Frau A. Büchi, neu. I. Kassiererin: Frau Keller-Ramseyer, bisher. II. Kassiererin: Frau W Walter, bisher. Beisitzende: Frau Zeier, Frau Schibler, Frau A. Roth, neu. Rechnungsrevisoren: Frau Zimmermann, bisher; Frau Zeier, bisher. Im Jahresprogramm sind folgende Fahrten vorgesehen; April: Fahrt ins Blaue. Mai: Mondscheinfahrt Ende Mai, anfangs Juni, 3—4 Tage: Vogesenfahrt. Juni: Fuchsjagd, Picknick und Strandbadleben in Leissigen. Juli: Fahrt nach Adelboden. Aug.: Aiififlug nach Lauterbrunnen, Trümmelbach, Spaziergang nach Stechelberg. Sept.: Ausfahrt mit einem Altersheim. Fahrt ins Blaue. Okt.: Zuverlässigkeitsfahren. Fahrt in den Jura. Nov.: Kleiner Ausflug in die Umgehung von Bern. Damen, die sich für den S. D. A. C. interessieren, wollen sich gefl. an die Präsidentin, Telephon Nr. 35.525, oder an die Sekretärin, Telephon 24.596 wenden, die gerne bereit sind, nähere Auskunft zu erteilen. Aus den d«em SYNDIKALKAMMER DER AUTOMOBIL-INDU- STRIE. Die Generalversammlung der Schweizerischen Syndikalkammer der Automobil- und Fahrrad-Industrie, die unter dem Vorsitze von Herrn Dechevrens stand, hat alle Vorschläge ihres Vorstandes genehmigt. Die Tätigkeit dieser Organisation im Jahr 1933 war eine sehr erfreuliche. Vor allem hat sich die Versammlung mit den Fragen des Zusammenwirkens t zwischen Schiene und Strasse, sowie der des Benzins, befasst. Der Präsident. Herr Dechevrens, hob die freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Organisationen hervor, wie mit der Strassenliga, dem A. C. S., dem T. C. S. und der Aspa, mit denen zahlreiche Fragen von gemeinsamem Interesse besprochen wurden. Er unterhielt die Mitglieder aiich über das Thema der stets herzlichen und für die Schweiz glücklichen Beziehungen mit dem Internationalen Ständigen Bureau der Autotnobükonstrukteure. Herr Dechevrens berührte ferner den Fall einer amerikanischen Gruppe, die sich zu einer ausgesprochenen tendenziösen unloyalen Reklame hergegeben hat, r!ie den Glauben erwecken wollte, als stelle die wenige Tage vor dem Salon organisierte private AutomoMlaussli'Ilung in Zürich eine allgemeine Veranstaltung der Automobilbranche dar. Diese Angelegenheit wird dem Internationalen Ständigen Bureau der Konstrukteure überwiesen werden und dürfte ihre Rückwirkung auf internationalem Gebiete haben. Endlich hat die Versammlung beschlossen, die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen, um das begonnene Werk weiterzuführen und in Genf, als einem Mittelpunkte des Automobilismus, ein ständiges Sekretariat einzurichten. rmn • «»UV «•raus Vitznau. An der Rigi-Sonnenseite beginnt es eich zu regen. Die meisten Hotels in Vitznau haben ihre Tore bereits geöffnet. Die Nachfrage für Ostern hat lebhaft eingesetzt und kann Vollbetrieb erwartet werden, so dass es vorsichtig ist, sich rechtzeitig Unterkunft zu sichern. Die Seestrasse Richtung Gersau, die nunmehr während 5 Wochen für den Autoverkehr gesperrt war, wird am Samstagabend vor dem Palmsonntag für den Verkehr wieder geöffnet. Die Strasse, einmal fertig gestellt, präsentiert sich dann als ein Meisterstück des Strassenbaus und wird sowohl beim Autotouristen wie beim Fussgänger helle Freude auslösen. Ein zwei Meter breites Trottoir führt der oft über sechs Meter breiten Fahrbahn entlang bis in die Nähe der Kantonsgrenze Schwyas und hat «ich die einst so berüchtigte Seestrasse zum eigentlichen «Sonnenguai > der Urschweiz herausgemauseTt. Als weitere Attraktion waxtet daß heimeliga Vitznau mit der Erstellung einer prachtvollen neuen Parkanlage am See auf. Unter Mithilfe eines grossen Freundes und Gönners unseres Platzes wurde es möglich, den sogenannten Aecherlistein zu einem wunderschönen Park am See umzubauen. Herrliche Ausblicke bieten sich dem Auge von dieser Stelle aus. Abseits vom VerkehT ist ein neuer Ruheplatz am See geschaffen. Ein Panschbecken wird die Freude der Kinder sein. Möge der Brougierpark 'mithelfen, dem Platze Vitznau neue Freunde zu werben. Die Anlage ißt ein neuer Markstein in der Entwicklung unseres Sonnendorfes, dessen Ruf als aufstrebender Kurort sich von Jahr zu JahT mehr festigt. r. verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchl, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliner. Telephon der Redaktion: 28.222 fBTallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. mD*~0+.