Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.027

E_1934_Zeitung_Nr.027

Was sind das für Funken

Was sind das für Funken in der Dämmerung, die zwischen den Reisern der Büsche sprühen und Goldregen stäuben? Was sind das für rötliche Sternchen, nah und fern, an den Rändern des Weihers und auf vielen Wegen? — Das ist es, das lustige Völkchen der Lehrlingsschaft. Das sind sie, die schlauen Söhne Merkurs! Sie machen den Hecken einen Juni vor mit Glühwurmflug, wenn sie in die weissen Stengel der Zigaretten paffen, dass die Funken fliegen. Alle Herrlichkeit nimmt ein Ende. Morgen früh werden die Herren wieder Tuchballen schocken und Briefe frankieren. Der Park aber wird neues Publikum sehen: die Kinderfräulein mit einem Gewimmel knirpsiger Buben und Mädel. Die Krokus ducken sich wie Zwerge ins Gras und haben angstvolle Stunden. Sie stellen das Weiterblühen einstweilen ein bis zum Mittag. Dann liegen wieder die Harmlosen auf den Bänken und schlafen. Die Sonne scheint warm. Die Krokus benutzen die Gelegenheit und strecken sich ein paar Millimeter höher. Begegnung im Frühling Von Josef Robert Harrer. Es war über Nacht anders geworden. Der Sturm, der am Abend vorher aus dem Süden gekommen war, hatte die Wolken zerrissen; gegen Morgen sah man die Sterne, der abnehmende Mond mischte sein Licht in den grau und rosig werdenden Schein des Ostens. Und als die Sonne kam, blühte der erste wunderbare Frülingstag. Der Wind hatte sich gelegt. Hanns, ein junger Schriftsteller, unterschrieb lachend die Quittung einer Geldanweisung. Der Postbote stand daneben und sagte: « Ein schöner Tag heute! » « Ja, ein schöner, schöner Tag! » sagte Hanns und schob das Geld in die Tasche. Geld, das Honorar für eine im Winter erschienene Novelle! Hanns machte sich sofort auf* um die Taschenuhr aus dem Leihhaus zu holen. Auf der Strasse sah er nur Glück und Freude. Kinder tollten über den Gehsteig, aus einem Fenster drang Grammophonmusik. Hanns betrat das Leihhaus. Er gab seinen Schein ab und musste warten, bis man die Uhr aus dem Magazin holte. Er wartete gerne. Er sah die Menschen an, die neben ihm standen. Sie hielten Gegenstände in den Händen, für die sie Geld geliehen haben wollten. Wie sie ihm leid taten, ihm, der sein Pfand 'wieder zurückbekommen sollte. Es war ein schöner Tag mit der ersten Frühlingssonne, die selbst in das Leihhaus ihren Weg fand. Hanns dachte nicht daran, dass er vielleicht in wenigen Tagen wieder seine Uhr hertragen werde. Das kam gar nicht in seine Gedanken. Nun sah er die Sonnenstrahlen. Sie legten sich um die Gestalt eines jungen Mädchens, das sehmal und schlank vor dem Schalter stand. Eine kleine rote Kappe sass ihr schief auf dem Kopf, helle Locken fielen herab; ihre Lippen waren rot. Sie hatte schöne Hände, in denen sie eine kleine Kette aus Silber hielt, wirklich eine armselige Kette, ein Schmuckstück, das nur den schmücken kann, der schön ist. So bescheiden war es. Der Schätzmeister griff nach dem Kettlein, mechanisch, ohne zu fühlen, wie schön dieses Kettlein zwischen den Fingern des Mädchens gelegen war. « Eine Halskette aus Silber, drei Franken! » diktierte er der Beamtin neben sich. Das Mädchen atmete erleichtert auf, lächelte und ging zum nächsten Schalter, um das Geld in Empfang zu nehmen. Hanns erlebte alles. Hastig sagte er: « Meine Uhr, bitte, ich will meine Uhr haben! Ich warte schon lange, mein Herr!» Er bekam seine Uhr, nachdem er bezahlt hatte. Er blickte sieh nach dem Mädchen um. Es war fort. Er eilte aus dem Haus, er sah hastig um sich. Ja, dort ging sie, dort ging sie! Ihre Haare leuchteten. Hanns folgte ihr; er tat es vorsichtig, damit er nicht von dem Mädchen gesehen werde. Sie ging durch den Frühling. Wie die Sonne durch die Strassen flutete! Das Mädchen trat in ein Lebensmittelgeschäft. Es kaufte Butter, Brot und einige Orangen. Hanns sah alles. Sie tat die Waren in den kleinen Handkoffer, den sie bei sich trug. Sie legte ein Frankenstück auf den Tisch; sie bekam einige Rappen zurück Hanns drückte sich in einen Hausflur, als sie aus dem Laden trat. Dann folgte er ihr wieder. Jetzt stieg das Mädchen in einen Stadtomnibus. Hanns stieg hinter ihr ein. Das Mädchen nahm Platz und zog ein Buch aus dem Koffer. Sie las; nun konnte er sie betrachten. Sie hatte lange Wimpern, schön und geschwungen wie bei einer indischen Tänzerin. So fand er es selbst und lächelte. «Ein Mädchen, ein wirkliches Mädchen! » dachte Hanns und lobte den Frühling und den blanken Himmel. Er segnete die ferne Redaktion, welche ihm das Honorar verspätet geschickt hatte, so dass er erst heute seine Uhr auslösen konnte. Wie hätte er sonst das Glück dieses Mädchens miterleben können! Sie fuhren eine halbe Stunde. Die Stadt hatte sich bereits mit Gärten und Wiesen geschmückt. Fern sah man schon den *Wald. Den Wald! Hanns jubelte in seineia Herzen, als hätte er ein Südseeparadies vor sich; es war nur ein Wald, ein bescheidener Wald, wie er nahe bei den Städten ist, ohne grosse Romantik, ohne Wasserfälle und graue Steinriesen, die das Moos in Jahrhunderten erklettert. Aber derlei Ansichten hatten weder das Mädchen, noch Hanns. Ihnen war der nahe Wald ein auf Erden gefallener Himmel des Frühlings, in dem die Sonne einen goldgetupften Teppich ausbreitete. Der Omnibus hielt; man war an der Endstation angelangt. Hanns sprang rasch ab, damit er weiter verborgen bliebe. Das Mädchen ging den Weg, der zum Wald führte. Sie las noch ein wenig während des Gehens, dann schlug sie das Buch zu und machte raschere Schritte. Und Hanns unauffällig hinter ihr her! Er hatte Glück, sie blickte sich nicht um, sie AUTOMOBIL-REVUE 1934 — strebte vorwärts. So wanderte sie in den Frühling, ein Mädchen, das ein Silberkettlein, vielleicht ein Andenken an die Mutter, ins Leihhaus getragen hatte, um in den Frühling wandern zu können. Hanns verstand alles; es war ihm weich ums Herz geworden. Er verstand das, oh, wie er das verstand! Das Mädchen schritt zwischen den Bäumen hin. Es hatte die rote Kappe abgenommen. Goldhell schimmerten die Haare; leise rauschten die Bäume. Es waren Birken, deren Laub so zart und so frisch zitterte, dass man kein Wort der Freude fand. Das Mädchen streichelte manchen weissen Birkenstamm, es beugte sich zu den kleinen blauen Blüten nieder, es blieb stehen, es sah zum Himmel, es sang ein leises Lied... Waren es Stunden T War es ein halbes Leben lang, dass ihr Hanns folgte? Näher, bald mit grösserem Abstand ging er hinter ihr her. Und sie sah ihn nicht. Wer in den Frühling wandert, wandern muss, der geht ohne Blick nach hinten vor sich hin, er entdeckt immer neue Wunder, eine neue Blüte, einen erwachten Baum, den Ausblick auf eine Lichtung, eine Naturbühne, auf der nachts die Elfen tanzen; fast sieht man noch die Spuren ihrer süssen Tanzschritte... Es mussten doch Stunden gewesen sein! Das Mädchen hatte sich auf einem kleinen Hügel niedergelassen. Man sah ein weites Tal mit einem Fluss, ferner Häuser und eine Wolke am Horizont. Sie nahm ein Heft aus dem Koffer und begann zu arbeiten. Hanns, von Bäumen verborgen, sah zu. Es wurde ihm plötzlich bitter im Munde. Ein Mädchen, das vielleicht jetzt ein Frühlingsgedicht schrieb! Eine gewisse Neugierde zog ihn näher. Vorsichtig machte er seine Schritte. Laut rief er: « Herrlich! Sie haben ja die Landschaft noch schöner gezeichnet, als sie ist! » Das Mädchen sagte: «Das ist übertrieben! Sehen Sie nur das Leuchten auf dem Fluss! Das kann man nicht zeichnen!» Sie war nicht scheu, sie sprach ruhig; ihre Wangen waren um keinen Hauch röter geworden. « Sie sind Zeichnerin? » «Ja, ich arbeite bei Zeitschriften, manchmal auch im Reklame fach! » Hanns liess sich neben ihr nieder. « Ja, da tut es wohl, in den Frühling zu wandern », sagte er. Sie sah ihn eigenartig an. Er fuhr fort: « Man vergisst den Alltag, man zeichnet Bäume und Wolken. Man bekommt zwar kein Honorar dafür, aber man ist glücklich! » Sie lächelte: « Das mit dem Honorar, das man nicht bekommt, trifft auch bei anderen Gelegenheiten zu, im Berufe selbst! » «Ich weiss es», sagte er, «auch mir geht es ähnlich. Sehen Sie diese Uhr. Die lag nun einige Wochen lang im Leihhause. Heute habe ich sie endlich auslösen können.» Der Frühling war ringsum und die Sonne und das Rauschen der Bäume. Das Mädche war nun doch rot geworden. Da legte er seine Hand auf die ihre und sagte: «Sie brauchen sich nicht zu schämen, Fräulein! Als ich die Uhr abholte, sah ich Sie. Sie nahmen sich drei Franken auf eine Silberkette. Das rührte mich, verstehen Sie mich nur! Ich ging Ihnen nach. Sie brauchten drei Franken, um in den Frühling wandern zu können. Das gibt es noch in unserer Zeit, in unserer nüchternen Maschinenzeit... Ich danke Ihnen soviel Glück. Ich bitte Sie, mir zu verzeihen, dass ich nun Stunden lang hinter Ihnen her bin!» Da lachte sie: «Ich habe Ihnen schon längst verziehen, schon zu dem Zeitpunkt, als ich im Lebensmittelladen stand.» « Sie haben mich sofort bemerkt? Und Sie sind mir wirklich nicht böse? Wie soll ich Ihnen glauben? » Sie öffnete den Koffer. «Zum Beweise, dass ich Ihnen nicht böse bin, lade ich Sie zu einem kleinen Mahl ein! Nein, ein Wehren gibt es nicht! Sie sind bestimmt hungrig. Und Sie hatten keine Zeit, für Speisen zu sorgen, da Sie so ausdauernd hinter mir her in den Frühling wanderten! » Hanns wehrte sich nicht. Der Frühling blühte. Die Birken wurden von Stunde zu Stunde schöner und der Himmel blauer. Die beiden kannten einander, als wären sie ein halbes Leben vertraut gewesen. Sie sprachen von ihrem Beruf, ihren Hoffnungen. «Ich möchte das Kettlein küssen, das mir dieses Glück verschafft hat. Aber es liegt im Leihhaus.» Da küsste er ihre Finger. Sie hatten das Kettlein gehalten. Am späten Nachmittag wanderten sie in die Stadt zurück. Der Himmel wurde rot, * und aus den Fenstern strahlte das Rot vielfältig wider. Im Schatten des Domes machten sie halt. « Ich bin dir so dankbar, Anna! » Sie schwieg. Sie schwankte leicht. Er stützte sie. «Morgen holen wir beide das Kettlein aus dem Leihhaus, ja? » Sie sagte: « Nein, Hanns, du brauchst dein Geld! » « Mein Geld, Anna? Es ist doch unser Geld, unser Geld! » Er sah im Dunkel ihr glückliches Lächeln. « Wir werden miteinander arbeiten. Ich schreibe, du zeichnest! » Pläne im Frühling! Alles wird leicht, Berge schrumpfen ein wie Schatten am Mittag, Wolken werden zu duftender Seide, und das Leben wird zum huschenden Schmetterling. Ein lauer Abendwind strich durch die Strassen, die vom Frühling müde wurden. Hanns zog plötzlich das Mädchen an sich. Er atmete den Duft ihrer Haare und sagte flüsternd : « Du...» Sie neigte ihr Haupt. Er sollte die einsame Träne der Freude nicht sehen. 3V« Wir m 0/ ver ß üt en zur Zeit 4P /O auf Obligationen unserer Bank von Fr. 500.— an, 3—5 Jahre fest. — 4 /o auf Depositenhefte je nach Anlagedauer und Betrag. Besorgung sämtlicher Bankgeschäfte. Schweizerische Genossenschaftsbank St. Gallen, Zürich, Basel, Genf, Appenzell, Au, Brig, Fribourg, Martigny, Ölten, Rorschach, Schwyz, Sierre, Wydnau. Garantie-Kapital und Reserven rund Fr. 22,000,000.— lind STEREOS ii bringen nur moderne, zweckmäßige Wir achten auf richtige Verarbeitung. Wir wollen Ihnen Freude machen mit Ihrem neuen Anzug. FrUhlings-AnzUge . . . Fr. 75.- 90.- 100.- 120.- bis 170.« Leichte Uebergangsmäntel Fr. 60.- 80.- 95.- 110.- bis 150.- Flotte Regenmäntel... Fr. 27.- 38.- 50.- 60.- bis 110.« Engtische Gummimäntel . Fr. 15.- 19.- 20.- bis 27.« Confection —BOVET~~ -LBwenstraße - Ecke Schwelzergasse beim Löwenplatz Zürich

N° 27 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 25 HDU OE 5 BE. B TT 8= ÜDIEEIP Blättern wir ewig wandlungssüchtigen Frauen wieder im Mode-Brevier des Frühlings! Um der Wahrheit gerecht zu sein: sehen wir uns ein paar Seiten im Frühjahrsbrevier an, das lange noch nicht abgeschlossen ist. Als Material für die Frühjahrskleider: schüttere Gewebe aus rauher, aber dünner Wolle, mit Gold- oder Silberfaden durchwebt. Oder mit Goldund Silberfaden zugleich, oder Bronzefaden. Aus diesen Stoffen werden Kleider zum Fünfuhrtee und zur Cocktailstunde gearbeitet, deren Machart der bisherigen ähnlich ist. Die Böcke reichen beinahe bis zum Knöchel, liegen in den Hüften knapp an, die Blusen haben hochreichende Kragen, die entweder aufgestellt oder kummetartig gerafft sind. Ausschnitte fangen wieder an sich anzumelden, dreiund viereckige, sowie runde. Als Ergänzung dieser Kleider werden Metallgürtel und Metallknöpfe getragen, was nur logisch ist. Ein sehr schönes beigefarbenes Modell, das mit zartem Goldfaden durchwebt war, wurde mit einer Garnitur aus Hut, Hals- und Armband aus dünnen Golddrähten vorgeführt. Der Hut machte den Eindruck, als wäre die halbe Stirne mit einem Strähn von Goldfaden verhüllt. Das Armband war sehr hoch und wurde über dem Handschuh getragen. Frühlingskühle Tage werden es berechtigt erscheinen lassen, zu solchen Kleidern kurze Jäckchen oder Pelerinen aus zartem Pelzwerk zu tragen. Wäsche aus vergissmeinnichtblauem -•repe und Seidentrikotine in der Farbe blasser Saphire ist nicht nur schön, sondern sie entspricht auch den Anforderungen der Mode, da sie sich dem Körper anschmiegt und keine Falten wirft. Als Aufputz zu dieser blauen Farbe jedoch nicht hanffarbene, sondern die richtige ecrufarbene Spitze von einst. Hanffarben passt eher zu Weiss und Eosa als zu Blau. Neben der blauen soll auch zitronengelbe Wäsche dem Gebot der Mode entsprechen — ob man sie trägt, ist Sache des persönlichen Geschmacks. EFERyÖR Modischer Frühling In einem französischen Modejournal versuchte jemand, dem Tweed nahezutreten, ihn mit den Erzeugnissen französicher Webereien zu vergleichen und ihn — etwas verächtlich — als einförmig zu bezeichnen. Die Zeiten sind längst vorüber, da Tweed einförmig war. Von dieser Eintönigkeit ist heute nur der Name übriggeblieben, während immer neue Ideen und Farben auftauchen. Heute wird Tweed in zarten Pastellfarben modern sein — Eosa, Mandelgrün, Blaugrau, Gelb — in Tönen, die wir sonst nur in ganz teuren Flanellgeweben zu sehen gewohnt waren. Aus diesem Tweed werden nicht nur Kostüme, sondern auch Mäntel gearbeitet werden. Mit seidenen Hemdblusen in der gleichen Farbe. Es ist nur natürlich, dass diese Farben bloss für den Landaufenthalt elegant sind. Eine Frage, die nicht ohne Interesse ist: Was geschieht heuer mit den Aermeln? Eines ist sicher, sie werden oben keinesfalls mehr breit und eckig sein, sie werden nicht mehr die Schultern verbreitern. Aber es ist durchaus nicht notwendig, dass sie «eng, lang und den Arm knapp umschliessend» sein müssen. Man sieht dreiviertellange Aermel, Aermel, die um den Ellbogen herum oder am Handgelenk erweitert sind. Sie waren auch gar nicht alle einfach, in vielen Fällen war der Ausputz des ganzen Kleides auf den Aermeln konzentriert. Sogar an Abendkleidern sieht man häufig halblange Aermel, ausserordentlich kompliziert im Schnitt, niemals eng und anliegend. Sehr oft aus ganz verschiedenem Material als das Kleid selbst, aber in solchen Fällen wiederholt sich das Material der Aermel am Eock in Einsätzen oder in ganzen Eockbahnen. Eine grosse Bolle spielt hier Lame. Die Aermelchen sind oft so gearbeitet, dass sie die Eundung der Schulter oder auch etwas mehr freilassen. Sehr zierlich sind die Aermel, die aussehen, als wäre ein Band in genialphatastischer Weise um den Oberarm geschlungen, zwischen dem die nackte Haut stellenweise durchdringt. Sehr gross ist die Aufgabe, die glänzenden Dingen in der heurigen Mode zufällt. Glänzend ist kaum der korrekte Ausdruck für die Bezeichnung all dieses Flitters, der Schuppen und Pailletten, der Plättchen und Fäden, mit denen die kostbaren Stoffe für Kleider und Jäckchen, für Ueberwüri'e und Schals gestickt und gesteppt werden. Denn zum Unterschied von den Füttern und Pailletten von einst gibt es heute alle diese Zierlichkeiten in matter Ausführung, als wäre gerade nur ein Mondstrahl schmeichelnd darüber hinweggeglitten. Damit ist der Eleganz und Schönheit dieser Erzeugnisse ein grosser Dienst geleistet worden, das prunkvoll Zirkusmässige ist verschwunden, nur die Zierlichkeit bleibt. Lange, breite Schals aus Tüll oder Krepp, aus hauchzartem Chiffon, mit matten Füttern bestickt oder durchwebt, werden wieder als Entre getragen werden. Um den Hals geschlungen, so dass die Enden über den Eücken hinunterhängen. Winzige Jäckchen zu den Toiletten mit grossem Rückendekollete (denn der Kompromiss des halbnackten Rückens ist nicht erzielt worden) und diese Jäckchen sind ganz mit Füttern und Pailletten bestickt. Schwer, dekorativ und kostspielig. Manchmal sind diese Flitter aus Aluminium oder Stahl, was den neuen Effekt um Leichtigkeit bereichert. Wunderschön sah bei einer Vorführung ein dunkelbraunes, mit Aluminiumschuppen besticktes Jäckchen zu einer rosa Toilette aus. p. Die Frühjahrs*- und Sommersaison 1934 Modebericht der Grands Magasins Jelmoli S.A. in Zürich. Die Vielseitigkeit der Frühjahrs- und Sommermode kommt in den neuen Kollektionen in allen Varianten zur Geltung. Die Revue moderner Kleider, Complets, Kostüme und Mäntel bringt in abwechslungsreicher Folge eine grosse Auslese schöner und gut geschnittener Modelle, die sämtlich aus der Tendenz entstanden sind, modern und tragbar im besten Sinne des Wortes zu eein. Vormittagskleider. Bei den Vorrnittagskleidern ist die Linie sportlich und schmal, die Länge geht bis zur Mitte der Waden und schliesst sich in der Taille gut an. Die Taille ist fast immer durch einen Gürtel markiert. Der Ausschnitt bleibt hoch, gewinnt jedoch manchmal gegen die Schulter an Raum. Pkrue und Leinen, die als Garnierung wieder viel lanciert werden, ergeben neuartige frische Ausschnittumrahmungen. Noch immer interessant ist der Aermel, der, lang geschnitten, eine spitz über den Ellbogen abstehende Weite zeigt. Bei dieser Schnittform läuft er dann wieder eng aus bis zum Handgelenk. Häufiger ist der unten weit auslaufende Aermel im Kiraonogenre, der gern einen doppelten Umschlag hat. Den Röcken wendet man viel Aufmerksamkeit zu, vormittags werden sie gerne mit einer Knopfleiste, handbreit am Rockbund oder Saum gebraucht. Kostüme und Complets nehmen in der Frühjahrsmode einen grossen Platz ein. Neben den immer beliebten kurzen und eng anliegenden Tailleur-Jacken dürfte das Vi und 7 /s lange Gomplet das neue Modebild beherrschen; es ist vielfach im Kimonoßchnitt weit und fällt im Rücken lose und flatternd. Der Cotnplet-Paletot ist meistens mit grossen Taschen und im Rücken durch abstehende Tüteneffekte, breite Falten, Knopfleisten und Steppereien interessant. Nachmittagskleider. Die Nachmittagskleider gehen •vorne sehr hoch, oft etwas über den Halswirbel, und zeigen kleine, spitze Decolletes im Rücken, die oft durch helle Garnituren unterstrichen werden- Plisses, die überall viel angewandt sind, geben reiche, neuartige Möglichkeiten, sowohl an den Aermeln wie auch an den Röcken. An den Röcken der Nachmittagskleider sieht man viel komplizierte Nahtlinien «diagona.1 oder quer gesteppt, auch Plisees rund und ornamental sind viel angewandt. Ueber allem dominiert das Imprimekleid mit seiner grossen Entfaltungsmöglichkeit. Imprimes, welche vorherrschend schwarz-weiss und marine-weiss in leisen Farbtönen variierend biß zu den buntesten Wiesenblumendessins getragen werden, geben eine grosse Abwechslung. Die bevorzugten Muster sind. Blumen, Halme und Zweige, Windstossblumen, Punkte und Arabesken, neuerdings auch Früchte, Kirschen etc., von Farben sieht man blau-grün, lackrot, porzellanblau, nelkenrosa und gelb in chinesischer Manier. Die bunten Kleider werden teils mit Seiden- oder Wollgeorgette-Mantel oder mit % und Vi langen Paletots getragen, die diesmal durch den losen Rücken eine neue Linie bekommen. Das Raye- oder Karokleid, das bisher mehr sportlichen Charakter hatte, tritt in Form von Ensembles mit Mänteln in den Vordergrund. Blusen. Die Bluse fügt sich in die neue Modo ein und zeigt sehr aparte Formen aus uni Mattseide oder Crepe-Satin in Pastellfarben, hochgeschlossen mit reizend drapierenden Kragenabschliissen. Sehr beliebt sind bunte Blusen mit Cachemirdessins sowie türkischer und persischer Musterung, besonders Taffetblüschcn in schottischen Dessins. Für den Hochsommer gibt es neuartige Organdiblusen mit Schleifen und Puffärmelchen. Sehr viele Blusen sind kurzärmelig oder haben halblange Aermel, sie werden in den Rock gesteckt oder über den Rock gebunden. Abendkleider. Abendkleider zeigen 'den Stil, bei dem man mit Einfachheit der Linienführung und schönem Material, wie schweren Satins, Taffet, Moire und matten Georgette, zu eleganter Wirkung gekommen ist. Die grossen, sehr farbigen Blumenmotive wirken dekorativ und eind in verschiedenen Variationen als Applikation verwendet. Zu einem solchen Modell wirkt ein hellblaues Tüllcape sehr elegant. Sehr schön sind einige hochsommerliche Abendkleider aus St. Galler Organdi und Stickereistoffen, welche durch Druck, Ueberdruck, Kräuselung und reliefartige Prägungen aparte Wirkung erzielen. Mäntel. Bei den Mänteln im sportlichen Charakter sind die Schultern leicht gepolstert, sie sind teilweise im Tailleurschnitt anliegend ohne Gürtel, oder in der weiten glockigen Foitn mit kleinem Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. (Lago Maggiore) Hotel Monte Veritä T. C. S. Schönster Ausflugsort; prächtige, neue Autostrasse. Modernster Komfort in allen Preislagen. — Restaurant, Tea-Room, Bar. Auserlesene Menüs u. „ä la carte". Stets lebende Forellen. Erstklassiger Keller. — Garagen und schattiger Auto-Park. Tel. Locarno 880 Direktion: A. CANDRIAN MAN N EDORF * cs HotelWildenmannT.es. AM Z Ü R I C H S E E Rendez-vous der Automobilisten Prächtig gelegenes Ausflugsziel mit grosser Terrasse am See, wo Sie zu massigen Preisen erstklassig bedient werden. — Jeden Sonntag-Nachmittag KONZERT. TELEPHON 929005. - GARAGEN. - BOXEN. Wetzikon T. C.S. A. C.S. Altbekannter Landgasthof, im Zentrum gelegen. Vorzügliche Küche und Keller. Lebende Forellen. Bescheidene Preise. Garage. Tel. 978.267. Bebies Erben, Bes. Gr. Garten. Tennis. Bäder. Forellen. — Fritures du Lac. Fondue. Grosser Parkplatz. — Garage. Telephon 3. GASTHOF HIRSCHEN Faulensee ADLER Direkt an der Stresse ThuTirlnter laben. Ia. Küch.e und Keller. Bescheidene Preise. Prächtig. Garten direkt am See. Picknick-Platz für Automobilisten. Gange. Tel. 6619. B. Weber, Bes. Automobilisten sind gute Kunden. Gewinnen Sie dieselben durch den Autler- Feierabend Der schönste Ausflugspunkt und Ferienort ist das wunderbar gelegene KURHAUS Hasenstrick T.C.S. am Bachtel T.C.S. Zürcher Oberland. Prima Bauernspezialitäten, guet und gnueg. Garage. Ein Besuch wird Sie überzeugen. Der Besitzer : E. Büchli-IIess. Telephon 204, Wald. Wasserauen Bahnhofbuffet Ia. Butterküche. . Leb. Bachforellen. Gute u. billige Mittagessen. — Garage. — Autopark. Tel. 8.55. E. Manser-Dörig, Inh. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. BadRagaz "«"j. An der Tamina-Schlucht L n I I Wl A H H Von den Automobilisten bevorzugtes Haus. Autoboxen. — Zimmer mit fliessendem Wasser. • • • • Feinste SDezialitäten Spezialitäten Gedieg. Erfrischungsraum Das heimelige, gut geführte Haus, mit bekannt bester Verpflegung. - Garage. - Telephon 81.303. Besitzer: Familie Müller. Prächtiger Ausflugsort und Kuraufenthalt. Küche und Keller bekannt sorgfältig gepflegt. Grösste Garagen am Untersee. Reparaturwerkstätte. Tankanlagen. Elektr. Pneupumpe. Herrliche Strandbäder und Gärten. Tel. 13. Bes.: Frau E. Heer, Mitgl. des A. C. S. und T. C. S. Autoroute Hohenklmgen. Neubau in der schönsten Lage im Steiner Bebberg. Spez.: Eigengebaute Steiner Weine. Eigene Fischerei, Aeschen gedämpft, Hecht gebacken. Kalte Platten. Tel. 250. Farn. L. Graf-Hartmann. Ragaz Hotel KRONE Telephon Nr. 3 Der Treffpunkt der Automobilwelt — Neu renoviert — Cafe- Conditorei ARBON, Hotel Baer 37 TOBLER Verandasaal und Garten am See — Fliessendes kaltes und warmes Wasser — Heizbare Autogarage — Renommierte Küche — Spezialität: Frische Bodenseefische. — Daneben das neuerbaute TONFILMTHEAIER CAPITOL. Ks empfiehlt sich bestens Th. DAETWILKR-VOGEL. Mitglied d. A.C.S. u.T.C.S. Ermatingen am Untersee Kurhaus Hotel ADLER STEIN a/Rhein Wirtschaft zur Bergtrotte Automobilisten gute Kunden. Gewinnen Sie dieselben durch den Autler - Feierabend Spezialitäten aus Küche und Keller. Höflich empfiehlt sich F. Baqqenstoss. Gänzlich renoviertes Haus, direkt an der Klausenstrasse. Zimmer mit füessend. Wasser. ALTSTATTEN (Rheintal) Zentralheizung. Grosser Saal T.C. S. HOTEL DREI KÖNIGE T. C. S. für Vereine. Erstklass. Hotelkijche. Lebende Forellen. Am Fusse der neuerstellten Stpysjträsse. "Gut«efuljrtes Passantenhotel. Bekannt für Ia. Küche und Keller. Mmtliehi Zimmer mit WNkMVMA Wwur. Grosse Garage. Tel. 71. Spezialität: Bachforellen n. Güggeli. A'ütOBaraJe; Tel. 403, r Fritz pierner, Bes. W. Abbühl-Zwahlen. 1000 m Bei gütef VeJFjfflegung und bescheidenen Preisen finden Sie heimeligen 1 ELM Ziegeibrücke 63^? ?^0116 ü. M. Aufenthalt in den altbek. Häusern: Direkt am Bahnhof. - Schöne Das ideale Ausflugsziel der Fremdenzimmer. Gesellschaftslokal. Prima Küche u. Keller. Automobilisten inmitten HOTEL ELMER (Tel. 4) grossartiger Gebirgswelt. GASTHOF SEGNES (Tel. 12) Garagen. Tel. 4709. lieh. Schäppi sind RomailShorn Bahnhof Büffet SCHWANDEN Hotel Adler T.C.S.