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E_1934_Zeitung_Nr.028

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10 Ted. *•» Frage

10 Ted. *•» Frage 9021. Thermosyphon-Kühlung. Bei Automobil-Thermosyphon-KühlungSn kann man beobachten, dass schon bei einem geringen Sinken des normalen Wasserniveaus sofort, ein. Kochen dies Kühlwassers eintritt. Woher kommt es, dass dagegen Pumpenkühlungen viel grössere Wasserverluste ertragen, bevor sich irgendwelche Störungen bemerkbar machen? F. L. in H. Antwort: Die Zirkulation einer Thermosyphon-Kühlung beruht, auf der verschiedenen Dichtigkeit der warmen und der kalten Waseermaesen. Das warme, spezifisch leichtere Wasser «schwimmt» gewissermassen im kalten Wasser und sucht deshalb aufzusteigen, auch dann, wenn es mit den kalten Wassermassen nur durch Leitungen verbunden ist. Anderseits hört aber jede Zirkulation auf, wenn die verschieden temperierten Wassermassen miteinander nicht mehr in Berührung stehen. Ist das Niveau im Kühler so weit gesunken, dass der Uebergang vom Ausflugsrohr des Kühlmantels zum Kühler trocken liegt, so kann natürlich das warme Wasser nicht mehr aufwärts steigen und damit auch nicht mehr zirkulieren. Mit dem Ausbleiben der Zirkulation hört aber auch die Kühlwirkung des Kühlers auf, so dass das in den Kühlmänteln des Zylinderblocks befindliche Wasser rasch ins Kochen kommen muss. Bei Kühlungen, deren Wasserumlauf durch eine Pumpe beschleunigt wird, dauert dagegen die Zirkulation auch beim Trockenliegen der erwähnten Stelle noch an, well die Pumpe eben einen viel grösseren Druck auszuüben vermag als der Auftrieb des erwärmten Wassers ausmacht. at. Frage 9022. Herstellen von destilliertem Wasser, Können 'Sie mir mitteilen, wie .auf einfache ATI und Weise destilliertes Wasser hergestellt werden kann. K. S- in F. Antwort: Einfach dadurch, dass man Wasser in einem Gefäss erhitzt und den entstehenden Wasserdampf durch Abkühlung kondensiert, Im allgemeinen benützt man hierzu besondere Destillier-Anlagen, die je nach dem gewünschten Quantum des Destillates in der Grosse schwanken. Sie bestehen aus einem Destilliergefäss, einem Kühler, und der Vorlage. Für kleine Mengen destillierten Wassers benützt man gewöhnlich Glasapparate; handelt es sich um grössere Mengen, so kommen Apparaturen aus Metall zur Verwendung. Das Erhitzen erfolgt im ersten Fall mit Gas oder Spiritus, im letzteren durch Dampf, direkte Feuerung usw Das destillierte Wasser ist frei von den gelösten Bestandteilen des gewöhnlichen Leitungoder Brunnenwassers. Immerhin wäre es wissenswert, zu welchem Zwecke es dienen soll, dpnn je Während der Mustermesse Ist Ihr Wagen in der Garage Moderne bei Percy Wiedmer, Aeschengraben 13 (Nähe Bundesbahnhof), In guter Pf lege. Grosse Hallen für Auto-Service und Elektro-Dienst. Komplette Revisionen. 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Chiffre 62719 an die Autoniobil-Revue, Bern. nachdem muss es mehr oder weniger rein sein Für manche Zwecke genügt schon destilliertes Wasser, das durch Kondensation von Dampf aus dem Dämpfkessel entsteht. Es enthält aber immer Spuren von Oel und leicht auch Salze des Wassers, die von den mitgerissenen, wässerigen Anteilen des Dampfes stammen. Auch kann das destillierte Wasser Salze gelöst enthalten, die aus dem Material der Destillations-Apparatur herrühren. Im Durchschnitt lohnt eich die Anlage einer Destillier-Einrichtung nicht. Man kauft besser das destillierte Wasser von Fabrikanten, die es im Grossen herstellen und dafür eingerichtet sind. Der geringe Mehrpreis gegenüber der eigenen Destillation macht sich schon bezahlt, wenn man ihn in Vergleich setzt zu den Anschaffungskosten für die Anlage, welche, nicht völlig ausgenützt, brachliegendes Kapital darstellt. Frage 9023. Doppeltes Auskuppeln. Welche Vorteile bietet das doppelte Auskuppeln beim Schalten? Wie geht man dabei vor? H. W. in L. Antwort" Das Schalten mit doppeltem Kuppeln beim Aufwärtsschalten oder das doppelte Kuppeln mit Zwischengas beim Abwärtsschalten hat den Vorteil, dass die Zahnräder im Getriebe geräuschlos in Eingriff kommen und hiermit das Fahrzeug in seiner Maschinerie ausserordentlich geschont wird. Diese Methode wird leider nicht von allen Fahrlehrern den Schülern beigebracht, da ihr Können einige Geschicklichkeit, Gehör und Gefühl für die Maschine erfordert. Eine solche Schaltweise geht wie folgt vor sich: Will man beispielsweise vom dritten Gang in den zweiten hinunter, so braucht man beim 'Schalten mit doppeltem Kuppeln nicht erst abzuwarten, bis der Wagen langsam genug läuft, man braucht auch nicht den Wagen abzubremsen, sondern man kann, wenn der Wagen bei der ungefähren Maximalgeschwindigkeit des untern Ganges angelangt ist, auskuppeln, den Schalthebel in die Leeretellung bringen, einkuppeln und Zwischengas geben, wiederum auskuppeln und den niedrigen Gang schalten, wobei dieser ohne Geräusch zum Eingriff kommt. darauf hinzuweisen, dass eine solche Verordnung Aber auch beim Aufwärtsschalten bietet das doppelte Kuppeln (hier ohne Zwischengas) Vorteile, höchstens Gültigkeit haben könnte, wenn es sich um die erstmalige Erteilung einer Führerbewilligung handeln würde. In diesem Falle ist näm- speziell, wenn man vom zweithöchsten in den höchsten oder direkten Gang kommt. lich der Weiterzug eines ablehnenden Entscheides an die Bundesbehörde nicht zulässig, im Gegensatz zum Entzüge einer bereits erteilten Bewilli- Wichtig ist vor allem, dass man, wenn man Zwischengas gegeben hat, den Motor von der Maximaltourenzahl hinunter auf eine Tourenzahl sin- eidg. Justiz- und Polizeidepartement zulässig. Es gung. Im letzten Fall ist die Beschwerde an das ken lässt, die für sein geräuschloses Schalten notwendig ist. Den richtigen Augenblick können hier erstmalige Erteilung die Kantone bestimmte Grenz- wäre nun natürlich widersinnig, wenn für die nur das Gehör und das Fahrgefühl entscheiden, at. werte ansetzen würden, während für den Entzug Frage 9024. Einfluss der Gas-Stauung auf die die Bundesbehörde wieder andere Grenzwerte bestimmt. Sollte deshalb einmal an eine Regelung Ventile. Stimmt es, dass die Auspuffventile leichter verbrennen, wenn die Auspuffgase direkt ausströmen können und also keine Rückstauungf eintritt? warten, dass hier die Einigkeit gewahrt wird, und der Frage gedacht werden, so ist bestimmt zu er- Als Grund dafür wird mit angegeben, dass dann die eidg. Vorschriften, die für die Kantone verbindlich sind, erlassen werden. die Ausströmungsgeschwindigkeit der Gase besonders gross sei, was auf die Ventile den eben erwähnten schädlichen Einflues habe. E. B. in S. teilweise auch die Beantwortung Ihrer Frage 3. 3. Aus der Beantwortung der Frage 2 folgt Antwort: Das Gegenteil ist der Fall, Die Ganz allgemein sei kurz folgendes bemerkt: Erhitzung der Ventile und damit die Gefahr, dass Wie Sie durchaus richtig bemerken, spielt das die Auspuffventile verbrennen, ist um so grösser, Gehör bei einem Motorfahrzeugfiihrer gegenüber je stärker die durch die Auspuffleitung und den dem 'Sehvermögen eine ganz wesentlich unterge- Auspufftopf erzeugte Rückstauung der Gase ist. Mit den Gasen wird dann auch Wärme zurückgestaut, die sich den Ventilen mitteilt und hier die Verbrennungserscheinungen hervorruft. at. OCCASIONS FIAT 509 FIAT 503 FIAT 508 mit 6 Zyl., v. 13 St.-PS, in noch fast neuem Zustd., zu verkaufen. Kastengrösse 280/160/140 cm. Teilzahlung bis 15 Mon. — Offerten sind zu richten an: ,. Jos. Stierli & Co., Zürich 3, Steinstrasse 60. — Telephon 33.855. ' ' AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N» 28 WAGENj wie neu: Einige Einige Vorführungswagen 508 und 5IS Interessante Preise A.-G. für den Verkauf der Automobile Fiat in der Schweiz, 100, Route de Lyon — G E N F — Tel. 27.134 Anfrage 386. Schwerhörige Autofahrer. 1. Existiert eine Statistik darüber, dass Schwerhörige, die. aber immerhin noch Autosignale bis auf ca. 100. Meter hören, den Verkehr gefährden, bez. Unfälle auf den Mangel eines normalen Gehörs zurückzuführen sind? 2. Ist im neuen Automobilgesetz eine fixierte Grenze der erheblichen Gehörsbeeinträchtigung bez. Hörweite festgesetzt, oder ist dies einer besondern spätem Verordnung der Kantone tiberlassen? 3. Sind die Behörden der Motorfahrzeugkontrolle befugt, im Falle, mangels gesetzlich fixierter Grenzen oder Verordnungen, unanfechtbare Entscheidungen über die Zulassungen oder Abweisungen für Fahrbewilligungen zu fällen S. B. in A. Antwort: 1. Zu Ihrer Frage ist zu bemerken, dass eine Statistik über die Anzahl der Unfälle, die durch Schwerhörige verursacht worden sind, und die auf dio Schwerhörigkeit hinzuführen sind,, nicht besteht. In einer ziemlich umfangreichen, Praxis in Automobilunfällen und Haftpflichtsachen ist auch tatsächlich noch kein Fall bekannt geworden, bei dem die Ursache des Unfalles auf ein mangelhaftes Gehör zurückzuführen ist. 2. Weder das eidg. Automobilgesetz, noch eine Verordnung, noch der Entwurf zu den kantonalen zürcherischen Verkehrsgesetzen enthalten irgendwelche Bestimmungen .bezüglich des Gehörs im speziellen, insbesondere sind in keiner Verordnung Grenzwerte enthalten. Ob nachträglich eine Verordnung diesbezüglich erlassen wird, erscheint fraglich. Es wird sich eben hier eine Praxis auszubilden haben, gleich wie sie sich, in bezug auf das Sehvermögen herauskristallisiert hat, gestützt auf aueenärztliche Untersuchungen. Die Kantone sind nicht ohne weiteres berechtigt, allgemein verbindliche Vorschriften aufzustellen, denn es ist ordnete Rolle. Es dürfte durchaus die Auffassung vertretbar sein, dass auch eine sehr schwerhörige Person klaglos ein Motorfahrzeug 1 führen kann, sofern der Charakter dieser Person die nötige Ge- Magnetzünd., Mod. 26/27, Fr. 1200.— SAURER, 5 T., 3-Seit.-Kipper, Mod. 23/24. Scintilla, Luftkammerreifen, Fr. 10 000.— Neuer Seltene Gelegenheit Berna-Car Alpin Offerten unter Chiffre 14275 an die Pontiac Automobil-Revue, Bern. 16 PS, sehr schöne 4/5pl. 14plätzig, Modell 1934, umständehalber günstig abzugeben. — Anfragen erbet, unt. Chiffre 14289 an diesehr gut. Zust., sofort z. Limousine, Mod. 1930, in i97 Automobil-Revue, Bern. ausserordentl. vorteilhaft. ADLER Preis von 1800 Fr. netto Kassa abzugeben. Offerten unt. Chiffre 14285 an die Automobil-Revue, Bern. Einzigartige Occasion! Umständehalber ist äusserst vorteilhaft Fiat 621 Kastenwagen, 2,5 T. 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Bei der Frage, ob die Bewilligung zu err teilen sei oder nicht, dürfte es wesentlicher auf •die Grenzwerte ankommen, als auf die individuelle Beurteilung der Charaktereigenschaften des Führors. In der Artikelserie in den Nummern 81 und 82 in der «Automobil-Revue» im Jahre 1933 « Gehör und Motorfahrzeugführer», von Dr. Ulrich, wird auch noch darauf hingewiesen, dass der Führer nicht nur Signale wahrnehmen muss, sondern auch gehörsmässig irgendwelche Störungen seines Motores. Es ist dies durchaus richtig, aber auch hier kommt es u. E. sehr auf die individuellen Fähigkeiten an, denn der mangelhafte Gehörsinn kann durch feineres Tastempfinden oder durch sonstige Aufmerksamkeit ersetzt werden, wenn beispielsweise ein Lager ausgelaufen ist, und dies der Führer nicht hört, so wird er es durch die Vibrationen, die über das Steuerrad übertragen werden, feststellen können. Gestützt auf diese Ueberlegungen vertreten wir die Ansicht, dass der Erlass von Vorschriften mit Grenzwerten nicht zu empfehlen ist, jedenfalls höchstens in Frage kommen kann bei erwerbsmässigen Personentransportführern. O Anfrage 387. Steuerrechtliche Behandlung von AutounkoSten. Durch verschiedene Krankheiten bin ich auf ärztlichen Rat genötigt, zur Ausübung meines Berufes als Staatsbeamter (Lehrer) das Automobil zu benützen. Ich besitze gegenwärtig eine 7-PS-Limousine. Bin ich berechtigt, an meinem Steueransatz die Unkosten für das Auto (Brennstoff, Abnützung, Reparaturen) in Abrechnung zu bringen und wieviel pro Jahr, wenn die täglich zurückzulegende Strecke zirka 30 km beträgt? P. S. in T. Antwort: Die Beantwortung der von Ihnen aufgeworfenen Frage ist verschieden, je nach dem Wohnsitz des Steuerpflichtigen. Wir nehmen an, dass Sie im Kanton Aargau Wohnsitz haben und den aargauischen Steuergesetzen unterworfen sind. Für Sie ist daher Paragraph 45 der aargauischen Vollziehungsverordnung zu den allgemeinen Steuorgesetzen vom 13. August 1926 von Bedeutung. Dort wird ausdrücklich erwähnt: « Vom ausgewiesenen Lohn oder Gehalt dürfen die mit der Berufsausübung verbundenen, notwendigen Auslagen in Abzug gebracht worden ». Es ist nun die Frage zu prüfen, ob die Benützung eines Automobils für Sie eine zur Berufsausübung notwendige Auslage darstellt. Diese Frage können wir bei der Unvollständigkeit des Tatbestandes nicht beantworten, und zwar insbesonders deswegen, weil aus Ihren Angaben nicht ersichtlich ist, ob Sie wirklich tagtäglich 80 km zurcklegen müssen. Wäre es Ihnen nicht möglich, den Wohnort in grössere Nähe der Arbeitsstätte zu verlegen? Wir raten Ihnen, den Abzug auf alle Fälle zu machen und abzuwarten, wio sich die Steuerbehörde dazu stellen wird. * Modell 1932, 6/7 PL, mit Separation, in ganz tadellosem Zustand, aus Privathand äusserst günstig zu verkaufen. — Offerten unter Chiffre Z. 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Bern, Mittwoch, 4. April 1934 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 28 Ein Kinderheimweg Und das letzte Eis schmolz vor dem sehnsüchtigen Licht. An diesem Morgen fuhr ich auf dem Rad hinaus. Die Allee streckte sich blank und klar, und die Kinder, die aus der Schule kamen, gingen mit rot angeblasenen Backen und aufgeknöpften Mänteln durch den Wind unter den kahlen Wipfeln hin. Sie trugen auf dem Eücken ihre Mappen mit den Büchern und der Schiefertafel; zwei ältere Mädchen sprachen über das Kino, das sie besuchen wollten, und die eine fragte: « Was gibt es denn heute für ein Stück? » Ich fuhr vorbei, die Kinder blieben sehr schnell zurück, und ich verstand nicht mehr die Antwort. Als Kind in ein Kino gehen, als halb erwachsenes Kind im Dunkeln, unter dem flimmernden Strahlenkegel, vor der weissen Wand auf die Bilder blicken, noch klein sein und das schon erwachsene grosse Leben sehen, sehen und kaum begreifen — das wollte ich! Begriff ich damals, an jenem Winternachmittag, da ich im Kino sass, elf Jahre alt, was da in Bildern vor mir wortlos geschah? Sicher war es ein Stück « für Kinder», aber das grosse fremde Leben schien schon herauszulugen, denn etwas Bedrängendes ging von der weissen, von immer wechselndem Geschehen überschatteten Wand da vor mir aus. Und als ich , aus dem dunkeln Theater kam, ins Freie - des Wintertages, blendete mich der Markt im hohen Schnee, der, während ich im Kino sass, wieder neu gefallen war; und der niedrige flimmernde Kinoraum ging vor dem grossen Winterweiss rasch unter wie eine Kammer, und nur die weisse Wand schien mir zu bleiben, aber jetzt ungeheuer gross, als ganz verschneite Stadt, mit Kutschen, Pferden, mit Menschen und sehr leise traumhafter Strassenbahn. Ja, weil alles im Schnee so ruhig glitt und ging, schien mir die Stadt eine riesengrosse Leinwand zu sein, auf der das Leben spielte. Aber damals dachte ich noch nicht unter dem Begriff « Leben » an alles das, was später wirklich das Leben war. Ich fühlte nur etwas wie eine Enttäuschung, wie Wehmut nach einem vergangenen Fest, und sehnte mich wieder vor die von beweglichen Bildern lebende weisse Wand in der dunklen Kinokammer, als ich wieder durch den hohen Schnee des Marktes ging, in den wirklichen Tag und heim zu meinen Schülerheften, um über ihnen an den folgenden Morgen zu denken und an das Klassenzimmer. Es war sehr kalt, meine Hand froren. Dann sah ich in dem letzten Taglicht zu Hause meine Hefte an. Ich wollte mit Die ewige Wahrheit. Roman von Oskar Sonnlechner. (Forlsetzung aus dem Hauptblatt.) Sie hatte es ihrem Manne nicht verheimlicht, dass sie sich mit Jul zu kleinen Spaziergängen treffe, aber sie hattte ihm verschwiegen, dass es nach und nach täglich geschah, weil sie sich nicht der Gefahr aussetzen wollte, sein 'Misstrauen zu erwecken. Sie war sich dessen bewusst, dass sie damit ein Unrecht gegen ihren Mann begehe, dass sie ihn dadurch täusche, aber sie überredete sich, dass es gegen die Ehre ihres Mannes und ihre Frauenehre nicht verstosse. So belog sie sich, nur um sich von Jul nicht trennen zu müssen, bevor es nicht sein musste. Anderseits fand sie sich damit ab, dass Heckmann sie damals überraschte, es erschien ihr sogar wie eine Warnung des Schicksals, das sie rechtzeitig ernüchterte, sie an ihre Pflichten ihrem Mann gegenüber erinnernd. Wiederholt war sie seit jenem Vorfall mit dem Schreiben warten, bis die Lampe brannte. So blickte ich inzwischen durch die Scheiben hinaus in den in der Dämmerung schon halb verblassten Schnee. In Nachbarfenstern gingen Lichter auf, die Dachgiebel standen schräg vor dem schweren Winterhimmel, und auf einmal schien mir, als glitte über mir hinweg ein ungeheurer Lichtkegel, flimmernd, ewig in Unruhe und manchmal zuckend, wie Dem im Verlage Fretz & Wasmuth, Zürich, erschienenen Reisebuch « Fahrt nach Portugal > •des Ziirchers Rudolf Pestalozzi entnehmen wir den folgenden Abschnitt. Wir verweisen im übrigen auf den « Büchertisch » in dieser Nummer. In einer Stunde können wir jetzt in Portugal sein. Eilt es so? Wir wollen doch noch eine letzte Mahlzeit in Spanien feiern. Irgendwo lesen wir von einem Monte Tecla mit Restaurant, der hier herum sich erheben muss, mit weiter Rundsicht und dem Blick schon über die Grenze. Irgendein kleiner Wallfahrtsberg. Dort hinauf fahren wir — im zweiten, dann im ersten Gang. Nach wenigen Schritten über eine Steintreppe hinauf finden wir nicht nur eine wundersame Aussichtshöhe, sondern unter schattigen Oelbäumen reizend mit weissem Tischtuch, Tellern und Gläsern gedeckt zwei Tische, wovon der eine von einer fröhlichen spanischen Gesellschaft besetzt, der andere wie für uns zwei hingestellt ist. Hier unter diesem Laubdach, in dieser sonnigen Luft voll süsser Düfte, zwischen den Zweigen das weite flimmernde Meer, halten wir unsere letzte spanische Comida, hierher, an diesen ländlichen Tisch, bringt uns die freundliche Magd hinund hereilend Oliven, Sardinen, Butter, Hummer, in Oel mit Peperoni, safrangewürztes Kaninchenragout mit Kartoffeln und Erbsetr, trefflich zubereitete Fisch-Croquettes und Kopfsalat, Schweinebraten mit Blumenkohl- Küchlein im Fett gebacken, eine selbstgemachte gefüllte Biskuittorte, Kirschen, Erdbeeren, herrlich kühlen Landwein dazu, Kaffee und Kognak. Dieses luftige Tischleindeck-dich auf dem Monte Tecla kommt uns noch heute wie ein Märchen vor. Es riecht wie in Capri. Es ist herrlich, dann betrachten und bestaunen wir noch die auf diesem Monte Tecla freigelegten Ruinen einer uralten iberischen Stadt, fahren noch in ein reizvolles spanisches Grenzstädtchen und über den breiten Rio Minho nach Portugal. Die Sache beginnt mit einem kleinen Polizeikonflikt. Die portugiesische Landesgrenze ist so eingerichtet, dass es, manchmal weit Dr. Heckmann in Gesellschaft zusammengetroffen. Sei es, dass ihn ihr Mann ins Haus lud, sei es auf verabredeten, gemeinschaftlichen Spaziergängen. Mit keinem Wort, mit keiner Miene tat er des damaligen Abends eine Erwähnung. Wenn sie doch zu schwarz gesehen hätte? Ruhig und freundlich kam sie ihm entgegen. Er ihr mit ausgesuchter Höflichkeit. Sie traf sich mit Jul Tag für Tag bei ihren Spaziergängen, die beiden unentbehrlich geworden, so dass Tage, an denen sie sich nicht zu ihren Wanderungen begegneten, für sie leer und inhaltslos wurden. Eines Tages konnte sie Jul mit verhohlener Freude verraten, dass ihr Mann mit Dr. Heckmann auf zwei Tage verreise. Es handle sich um einen Vortrag, den ihr Mann auf der Hochschule einer Provinzstadt halte, zu dem er seinen wissenschaftlichen Freund mitnehme. Sie sassen in einem kleinen Gastgarten des Wiener Waldes, wie sie es auf ihren Ausflügen so gerne taten, als sie Jul diese Mitteilung machte. Flammend schlug ihm die Freude ins Gesicht. Er verfluchte einen dickbäuchigen Spiessbürger, der am Nebentisch der im Kino, aus dem die Bilder strahlten. — War das das Leben, der zuckende Kegel, riesengross über der ganzen jetzt dunklen Welt? Aber da zündete meine Mutter die Lampe an, und ich fühlte, wie ich noch geborgen zu Hause war und noch nicht in der rätselhaften Welt, die nun vor dem schützenden Schein unseres Stubenlämpchens untersank. K. K. Fahrt nach Portugal Von Rudolf Pestalozzi. auseinanderliegend, zwei Grenzämter gibt. Am einen werden die Carnets und Triptyks visiert, am andern geht es um den Zoll und die Pässe. Man muss das aber wissen, denn diese Pass- und Zollbureaus sind meistens gar nicht kenntlich gemacht. Wir halten also hier jenseits der Brücke, zeigen die Pässe, lassen den Landeseintritt ins Carnet eintragen und fahren daraufhin los, in der Meinung, unsere Pflicht der fremden Obrigkeit gegenüber erfüllt zu haben, voll Erwartung der Dinge, die nun kommen werden. Was kommt, ist zunächst ein Pfiff und ein Geschrei, das uns, weiss der Himmel warum, zurückruft. Wir haben offenbar das zwanzig Schritt entfernt gelegene Bureau der «Policia Internacional» überfahren und müssen hier einem hemdärmligen Beamten nun noch mit umständlicher Ausführlichkeit wieder einmal alle Vornamen unserer Väter und Mütter, Herkunft der Reise, Ziel der Reise, Zweck der Reise, Dauer der Reise usw. angeben und dazu noch einen gesalzenen Rüffel für diese Missachtung der portugiesischen Polizeigewalt in Empfang nehmen. Das fängt gut an. Weil es schon gegen Abend geht, fahren wir nur noch die sechzig Kilometer bis Viana do €astelo. Auch hier gibt es wieder einen kleinen Berg, den Monte de Santa Luzia mit einer Wallfahrtskirche und mit einem grossen Hotel. Dieses Hotel wird offenbar im August, wenn in Viana achttägige «Feria» (Kirchweihfest) ist, viel von Engländern und Amerikanern besucht. Der Blick von unserem Zimmerbalkon aus, der über den Rio Lima hinweg nach Süden über das grüne und bergige portugiesische Küstenland nach Westen weit über das immer noch dumpf brandende Meer, in dem gerade die Sonne karminrot untertaucht, hingeht, ist schon nicht ganz alltäglich. Auch ist das Haus von einem grossen Park stark riechender üppiger Bäume und Sträucher umgeben, aus dem noch in unsere Träume hinein der Duft von Rosen und Syringen steigt. Zu dem «Flan», der nach dem Abendessen in weissen Flammen auf unsere Teller geworfen wird, kredenzt uns der Kellner ein Glas «Duque de Braganza 1815». Wie schön wird dieser Blick über Land und 'Meer erst im Sonnenglanz des aufgehenden Tages sein! Wir erwachen aber, als es um, 7 Uhr an die Türe klopft, in dichtem feuchten Nebel. Das hat man nun vom Meer und von den Bergen! Zu allem bringt dies klopfende und uns viel zu früh weckende Mädchen ein Riesenfrühstück ans Bett, wo wir doch vom Abend her noch für drei Tage satt sind. Aber da hilft nun nichts: dieser Kaffee muss jetzt getrunken und in diesen Nebel muss jetzt wieder hineingefahren werden. Wir werden aber gleich mtmter, als wir in Viana merken, dass grosser Markt ist und dass hier fast alle Frauen und Mädchen noch Trachten tragen. Schöne Frauen und Mädchen und schöne, überaus farbige Trachten, die Festtags-Kleider mit Kopf- und Brusttüchern aus leuchtendem Rot, besticktem schwarzem Samtmieder und bestickten Leinenhemden, die Werktagskleider mit reich gefassten Röcken aus handgewobenem, weissschwarz gestreiftem Wollstoff, mit einem breiten schwarzen Rocksaum. Alle tragen — oder kaufen sich hier neue — hohe, breitkrempige Strohhüte in der ATt der Mexikaner Hüte. Diesen kömmenden und gehenden, an den Marktständen hockenden oder kaufenden, vor den Läden ratschlagenden, miteinander plaudernden und lachenden, in malerischen Gruppen zusammenstehenden jungen und alten Bäuerinnen zuzuschauen und immer von neuem zu versuchen, sie bildhaft vor die Linse der Kamera zu bringen (was gar keine leichte Sache ist), ist überaus lustig und kurzweilig und könnte mich den ganzen Vormittag fesseln. Hier haben wir nun, trotz Nebel, Glück gehabt, denn dies Viana und seine engbegrenzte Umgegend dürfte der einzige Ort in ganz Portugal sein, wo noch etwas von Trachten zu sehen ist. Wie lange werden sie sich noch erhalten können? Durch eine hübsche, altertümliche kleine Stadt, Braga, kommen wir gegen Mittagszeit, mit alten Stadttoren, einem schönen Spital und anderen schmucken Gebäuden und einem offenen Museums - Hof mit vielen «Azulejos» an den Wänden, den blauen, ornamentreichen Kacheln, die an portugiesischen Häusern und Kirchen oft ganze Wände bedecken. Zu Mittag essen wir aber erst in Porto. (Wir merken aber bald, dass man in Portugal wieder früher, etwa wie bei uns, isst.) Im Restaurant «Commercial» kann man nun die Menüs nicht mehr verstehen. «Balcalhau a Gemas de Sa». Es tönt schöner als es gut ist. Ein vorübergehender Kellner muss ge- sass und bei einem Glas Wein sein Mittagessen aus dem Rucksack verzehrte, so dass er in der Erregung, die ihn übermannte, ihr nicht zu Füssen fallen konnte. Zwei volle Tage! Mit flüsternder Stimme bettelte er, sie möge ihm diese beiden Tage schenken. Mit leidenschaftlichen Worten der Ueberredung sprach er auf sie ein und erwartete klopfenden Herzens ihre Antwort. Schweigend, ohne ihn mit einem Wort zu unterbrechen, hatte ihn Frau Enid angehört. Die erzwungene Unbeweglichkeit ihrer Miene verriet nicht den Kampf, der in ihr tobte, unbewegt sass sie vor ihm, ohne den Blick zu ihm zu erheben. Sie wollte ihm nicht in die Augen sehen, um nicht unter dem Flehen seiner Blicke schwach zu werden. «Nein, Jul, ich kann nicht.» «Frau Enid, ein einziges Mal. Ein einziges Mal.» Standhaft schüttelte sie den Kopf. Sie wusste, sie musste stark bleiben, nach all dem, was sie sich vorgenommen. Es hatte ja keinen Zweck. Sie musste den Weg der Selbstpeinigung weiter gehen. Die leise Stimme ihres Gewissens musste den verlangenden Schrei ihres Herzens übertönen. Aber es war ihr ein Bedürfnis, ihn mit wenigen zartfühlenden Worten aufzurichten und nicht so von sich gehen zu lassen. Mit finsterer Miene sah Jul vor sich hin. «Warum so ernst, Freund Jul?» Ein bitteres Lächeln war die Antwort. «Enid? Warum quälen Sie mich? Darf ich Sie erinnern, dass Sie mir gestanden, dass Sie fühlen, wie nahe Sie meinem Herzen stehen. Warum schenken Sie mir nicht das Glück dieser Tage, die für mich ein Leben bedeuten. Warum, Frau Enid?» Da übermannte sie die Schwäche und in ihrer Betäubung rang sie die Antwort hinaus. «Ich fürchte mich vor mir, Jul.» Mit diesen Worten gestand sie ihm ihre Liebe, ohne sich dessen bewusst zu sein. «Kommen Sie, Jul, wir müssen gehen.» Sie hatte sich wiedergefunden. Das erstemal nahm sie seinen Arm. Natürlich, weil der Weg so steil war. So schritten sie lachenden Herzens Arm in Arm des Weges und sahen einem Liebespärchen zum Verwechseln ähnlich. (Fortsetzung folgt.) Wer Stumpen und Zigarren raucht, schützt schweizerische Handarbeit