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E_1934_Zeitung_Nr.028

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Luftfahrt

Luftfahrt AUTOMOBIL-REVUE 1934 — 28 Verstärkung der britischen Luftflotte. Durch die im Haushaltsvoranschlag: 1934/35 vorgesehene Verstärkung der englischen Luftflotte um vier Geschwader wird die Gesamtzahl der englischen Luftgeschwader von 90 auf 94 erhöht. Die Zahl der Frontflugzeuge ausschliesslich der Reserve- und Hilfsformationen, erfährt eine Erhöhung von 850 auf 890 Maschinen. Die effektive Gesamtverstärkung wird jedoch nicht nur vier, sondern sechs Geschwader betragen, da zwei zur Zeit mit technischen Versuchen beauftragte Geschwader für den regulären Dienst mit der Gesamtflotte vorgesehen sind. Die Erhöhung des Lufthaushalts um 135,000 Pfund auf 561,000 Pfund wird von der englischen Presse allgemein begrüsst. « Times » sagt, die Erhöhung sei im Vergleich zu den Ausgaben anderer Staaten für ihre Luftstreitkräfte beinahe unglaublich bescheiden. Neues englisches Spcfctflugzeug. Der schon bisher durch seine originellen Flugzeugkonstruktionen bekannte englische Konstrukteur Edgar Percival hat unter der Bezeichnung « Mew-Gull > ein neues Sportflugzeug herausgebracht, das stark von allen bisherigen Maschinen gleicher Leistung absticht. Es handelt sich dabei um einen Tiefdecker in Holzkonstruktion, dessen Hauotcharakteristikum in dem weit nach hinten versetzten Führer- und Passagierabteil besteht. Infolge ihrer ganzen Bauart hat die Maschine aerodynamisch sehr hochwertige Eigenschaften. Mit einem luftgekühlten 160 PS-Sechszylinder-Napier-Javelin-Motor erreicht sie eine Maximalgeschwindigkeit von etwa 325 km/ St. und eine Reisegeschwindigkeit von 298 km/St, bei einer Gipfelhöhe von 4580 m und einem Aktionsradius von 886 km. Ihr Leergewicht beträgt 452 kg, das Fluggewicht 661 kg, die Flächenbelastung 91,2 kg pro m 2 und die Leistungsbelastung 3,86 kg pro PS. Die zweiholmigen, mit Sperrholz beplankten Holzflügel weisen ein neues Profil auf, das vom Profil Clark Y abgeleitet wurde. Der Rumpf besteht aus einem hölzernen Gitterträger mit Sperrholz-Beplankung, nur die Ruder sind mit Leinwand bespannt. Zur Verminderung des Luftwiderstandes sind die Räder mit ihren Abfederungen stromlinienförmig verschalt. Die Kabine bietet ausser für den Piloten ^an'-n für r.wei Pa^sasrierp und Oeoäck. Einer der Passagiersitze lässt sich mit Doppelsteuerung versehen. Ihrem ganzen Aufbau nach eignet sich die Maschine ausser für den Sport und die Touristik vorzüglich für raschen Kurierdienst. Trotz ihrer hohen Maximalgeschwindigkeit übersteigt die Landegeschwindigkeit 100 km/ St. nicht, was hauptsächlich einer sinnreichen Luftbremse zu verdanken ist, die mit herauskurbelbaren Bremsflächen arbeitet. m. «Millionär» Graf Zeppelin. Das Luftschiff Graf Zeppelin, das mit der Dreiecksfahrt nach Chikago im vergangenen Jahr seine Fahrten abgeschlossen hat, liegt seit den Wintermonaten auf der Werft in Friedrichshafen, um gründlich überholt zu werden. Die Ueberholung erstreckt sich auf die Konstruktion des Schiffsrumpfes, die Hülle und die Motoren. Es handelt sich dabei nur um die üblichen Instandsetzungsarbeiten, da die hervorragende Bewährung des Luftschiffs auf seinen zahlreichen Fahrten während des vergangenen Jahres keinerlei Anlass gab, irgendwelche Verbesserungen an seinen technischen Einrichtungen vorzunehmen. Inzwischen ist in Verhandlungen zwischen der Reichspost, dem Luftschiffbau Zeppelin und der Deutschen Lufthansa das Fahrtprogramm des Graf Zeppelin für dieses Jahr bereits in grossen Zügen festgelegt worden. Danach dürften die regelmässigen Südamerikafahrten im April wieder aufgenommen werden, und zwar zunächst wie im vergangenen Jahr vierwöchentlich und von September an vierzehntäglich. Die Fahrten werden auch in diesem Jahr wieder über Pernambuco hinaus bis nach Rio de Janeiro durchgeführt werden, wo ja die Einrichtung einer grossen Luftschiffbasis mit Halle, Gaslanlage, Werkstätten und Fahrgasteinrichtungen in Angriff genommen ist. Die Fertigstellung dieser Anlagen, die allerdings kaum vor dem Sommer erfolgen dürfte, wird insofern auf den Fahrplan des Luftschiffs Einfluss haben, als dieses dann in Pernambuco nur noch kurze Zwischenlandungen vornehmen wird, um die Post an die Flugzeuge des Condorsyndikats abzugeben oder von ihnen zu übernehmen, während die Auffüllung der Gas Vorräte und die sonstigen Arbeiten für die Rückfahrt in der neuen Luftschiffhalle in Rio de Janeiro vor sich gehen werden. Nachdem schon bisher die Einbeziehung Rio de Janeiros in den Südamerikafahrplan des Luftschiffs eine wesentliche Steigerung der Zahl der Fahrgäste für das Luftschiff gebracht hat, ist zu erwarten, dass mit der Einrichtung der dortigen Luftschiffbasis — übrigens der ersten aussereuropäischen Verkehrsanlage dieser Art — der Zeppelinverkehr' Deutschland-Südamerika noch mehr als bisher schon an Bedeutung gewinnen wird. Seit seiner Indienststellung Ende 1928 hat das Luftschiff Graf Zeppelin, das mit der regelmässigen und zwischenfallosen Durchführung seiner Fahrten einen hohen, überall restlos anerkannten Beweis seiner Lufttüchtigkeit erbracht hat, insgesamt 355 Fahrten zurückgelegt, von denen 64 auf das vergangene Jahr entfallen. Dabei wurden im letzten Jahr 212,381 km in 2074 Fahrtstunden zurückgelegt und 1314 Das neue englische Sport- und Kurier-Flugzeug Percival-«Mew-Gull» von der Seite und von hinten betrachtet. Menschen befördert. An Bord befanden sich insgesamt 4173 Leute. Neben der Dreieckfahrt, deren erstes Zier ebenfalls Südamerika war, fielen in das Jahr 1933 acht Südamerikafahrten mit einem Fahrtweg von 165,661 km, für die rund 1627 Stunden benötigt wurden. Befördert wurden im Südamerikadienst 2080 Leute, darunter 476 Fahrgäste, sowie 2591 kg Post und 2086 kg Fracht. Seit Beginn des Fahrbetriebs hat der Graf Zeppelin beinahe dreiviertel Million Kilometer, nämlich 743,365 km zurückgelegt bei einer Fahrtdauer von 7351 Stunden, so dass also damit zu rechnen ist, dass das Luftschiff in diesem Jahr unter die Millionäre der Luft gehen wird: Es wird die erste Million der zurückgelegten Kilometer vollmachen. Insgesamt hat der Graf Zeppelin seit Beginn seiner Fahrten 6900 Leute (an Bord befanden sich einschliesslich der Besatzung 23,390) sowie 17,591 kg Post und 37,177 kg Fracht befördert. Landeklappen am Lookheed-Orion. In der neuesten Ausführung weist der Lookheed- Typ Orion, mit dem bekanntlich die Swissair^ in Europa den Expressflugverkehr einführtest aus Duralumin bestehende Landeklappen an der Flügelhinterkante auf, durch welche die Landegeschwindigkeit um 10 % vermindert und die zulässige Zuladung um 180 kg vermehrt wird. Die Landeklappen reichen vom Querruder der einen Maschinenseite über das Mittelstück des Flügels bis zum Querruder der andern Maschinenseite. Ihre Betätigung geschieht vom Führerabteil aus auf elektrischem Weg. Am 23. März 1934 hat HANS RÜESCH in Montlhery auf Maserati Monoposto. ausgerüstet mit wiederum einen neuen Weltrekord mit stehendem Start über 1 km in 25 Sek. 17/100, bei einem Stundenmittel von 143,027 km, aufgestellt. Ein neuer Beweis für die mit VACUUM-SCHALL- DÄMPFER verbesserte Motorleistung. Geschäftsempfehlung. Zu Eröffnung vom 1. April 1934 meiner AUTOSATTLEREI an der Aegertenstrasse 8 ZÜRICH 3 empfehle ich mich den geehrten Automobilisten und Garagebesitzern von Zürich und auswärts, besonders für alle Arbeiten von Verdeck, Polsterarbeiten, Ueberzügen und Teppichen. Als langjähriger Fachmann wird es mein höchstes Bestreben sein, meine geschätzte Kundschaft in allen, in meinem Fach vorkommenden Arbeiten zur vollkommenen Zufriedenheit zu bedienen. Speziell möchte ich mich empfohlen halten zur Ausführung von Reparaturen von Autounfällen. Machen Sie einen Versuch ! Jede (auch die kleinste) Arbeit wird dankbar entgegengenommen und gewissenhaft ausgeführt. In der Erwartung, auch Sie zu meinen geschätzten Kunden zählen zu dürfen, empfehle ich mich Ihnen bestens und begrüsse Sie hochachtungsvoll J. Gassmann, Autosattlerei Telephon 72.207, ZÜRICH 3, Aegertenstr. 8. 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Varzi hält neuerdings an und lässt dfe Kerzen wechseln. Damit fällt er nochmals zurück und kommt als Anwärter auf Siegerehren kaum mehr in Frage. Schliesslich ist es auch für ihn vorteilhafter, gut plaziert abzuschneiden, als durch scharfe Angriffe nicht nur einen Ausfall zu riskieren, sondern den Sieg im besten Falle einem Stallgenossen streitig zu machen. Für die sechzigste Runde meldet die Zeittafel folgende Rangordnung: 1. Chiron 2 Std. 04' 56" 2. Etancelin 2 Std. 05' 50" 8. Moll 2 Std. 06' 15" 4. Dreyfus 2 Std. 06' 17" 5. Nuvolari 2 Std. 07'50" Dreyfus musste einen Kupplungsdefekt beheben lassen und verliert bei dieser Gelegenheit fast 2 Minuten Zeit. Er fiel daher wiederum etwas zurück, so dass Moll an dritte Stelle vorkommt. Ueberhaupt lässt sich Moll durch nichts aus seinem Konzept bringen und zieht mit einer Regelnlässigkeit seine Kreise, die seine Fähigkeit, auch lange Rennen durchzustehen, deutlich belegen. Dass man mit konstanter Beharrlichkeit und Gleichmässigkeit auch zum Ziel kommt, zeigt sein Rennepos am besten. Während Moll in fast mathematischer Gleichheit Runde um Runde abrollt, forciert Etancelin, der vor ihm liegt, offenbar wieder einmal die Partie. Er will in gesteigertem Tempo an einem Nach, zügler vorbeiziehen und kommt am Kasino oben mit dem Wall aus Säcken in Konflikt. Die Maschine wird dabei so in Mitleidenschaft gezogen, dass Etancelin wohl oder übel aufgeben muss, nachdem er wiederum während längerer Zeit der Animator des Rennens gewesen war und eine Position erkämpft hatte, die zu den schönsten Aussichten berechtigte. Chiron hatte auf ihn nur einen Vorsprung von 54 Sekunden, während er selbst den bis dahin als Dritten folgenden Moll mit etwa 25 Sekunden ebenfalls in Respektsdistanz zu halten vermochte. Varzi ^'uss die Hilfe seiner Mechaniker wegen den oremsen in Anspruch nehmen und bleibt dabei nochmals zweieinhalb Minuten liegen. In der hat sich ändert: 28 - 1934 Schluss: Grosser Preis von Monaco. 1. Chiron 2 Sta. 25' 56" 2. Moll Std. 27'25" 3. Nuvokri 2 Std. 28'51" 4. Dreyfiis 2 Std. 29' 42" 5. Tnruffi 2 Sfrl. 32' 16" 6. Straifbt 2 Std. 33'01" Durch das Ausscheiden von Etancelin hat sich die Position von Chiron noch bedeutend gebessert, verfügt er doch gegenüber dem Zweiten über einen Zeitgewinn von 1' 29". Wenn ihm selbst nichts mehr Aussergewöhn- Hohes passiert, so hat er den Sieg in der Tasche, denn es ist eine Unmöglichkeit, dass bei dem bisher beobachteten Tempo ein Konkurrent noch so viel in den letzten 30 Run.-, den aufholte, um seine Siegeschance ernstlich zu gefährden. Dass der Spitzenfahrer ungefähr so kalkuliert, haben dürfte, geht aus dem Umstand hervori; dass seine Gesamtzeit im Vergleich zurir. letzten Jahre nurmehr ein Plus von 7 Sekunden aufweist, gegenüber, 54 Sekunden beispielsweise in der 20; Runde. Nun ist auch Straight auf die 7. Stelle vorgerückt, die er bis zum Schluss beibehält. Sein Maserati dürfte ihm zu keinerlei Schwierigkeiten Anlass gegeben haben* denn er rundete unentwegt und sehr regelmässig.. Wilsongetriebe und aerodynamisch verkleideter Kühler haben aber doch nicht genügt, um ihn von seinen schärfsten Widersachern zu befreien. Wiederum sind einzelne Halte zu registrieren, so von Nuvolari. der den Bremsbelag in erstaunlich kurzer Zeit an der Boxe auswechselt, und von Dreyfus, dessen Kupplung nicht mehr einwandfrei funtioniert. Die siebzigsten Runde das Bild nun nicht unwesentlich ge- achtzigste Runde ergibt nachstehende Reihenfolge: 1. Chiron 2 Std. 47'06" 2. Moll 2 » 48'38" 3. Dreyftis 2 » 50'59" 4. Taruffi 2 » 64'11" 5. Lehoux 2 » 54'30" AÜTOMOß 6. Nuvolari .2 » 54'44" Chiron hat seinen Vorsprung gegenüber Moll sogar noch etwas vergrössert. Es ist für alle Zuschauer eine ausgemachte Sache, dass der Monegaske auf dem heimischen Rund als Erster den zweiten Sieg einsteckt und damit, auf seine Art einen neuen Rekord hier aufstellen wird. Aber erstens kommt es anders und zweitens... In der neunzigsten Runde hat sich bei den bisherigen Anwärtern auf die ersten Plätze nichts geändert. Die Fahrer zeigen folgende Positionen: . 1. Chiron 3 Std. 08' 25" 2. Moll 3 Std. 10" 01" 3. Dreyfus 3 Std. 13' 32" 4. Taruffi 3 Std. 15' 63* 5. Lehoüx 3 Std. 15' 59" ; ' 6. Nuvolari 3 Std. 16'15" ! 5 ^: Schon will man auf der Pressetribüne die Hefte zusammenklappen, unr den siegreichen Einzug von Chiron genau beobachten und gebührend beklatschen zu können. Schon ist die 97. Runde vorüber, die immer noch das nämliche Bild bietet, als beim drittletzten Mal zur allgemeinen Ueberraschung, ja Bestürzung, Moll als Erster aus dem Tunnel hervorsaust, während Chiron einige Minuten auf sich warten lässt. Er hatte es sich unglücklicherweise in den Kopf gesetzt, zum Siege hinzu noch den Lorbeer für die schnellste Runde zu pflücken und entschloss sich daher zu einem unvermittelten Endspurt. Dabei aber nahm er eine der engen Haarnadelkurven beim Bahnhof oben zu scharf und fuhr dabei in das steinern^ Geländer hinein. Der Anprall war so heftig und unvermittelt, dass Chiron ziemlich unsanft mit der Brust gegen das Steuer schlug und kostbarste Zeit verlor, bis er sich soweit erholt hatte, um die Fahrt fortzusetzen. Dieses Intermezzo hatte aber gereicht, um ihn im letzten Augenblick um den durchaus^ wohlverdienten Sieg zu bringen. Moll, der noch etwas zulegte, konnte diesen Zwischenfall ausnützen, zog davon und beendete mit fast einer Minute Vorsprung die Schlussrunde. Chiron konnte natürlich das Unmögliche auch nicht mehr möglich machen, und obwohl er seinen Gegner noch einmal überholte, blieb es bei dem uneinbringlichen Zeitverlust. Die hundertste Runde wurde wie folgt beendet: 1. Moll 3 Std. 31' 31" ! /s Stundenmittel: 90,102 km/St. 2. Chiron in der 99. Runde 3 Std. 32' 33" % 3. Dreyfua in der 99. Runde 3 Std. 32' 39" 4. Lehoux in der 98. Runde 3 Std. 33' 18" 5. Nuvolari in der 98. Runde 3 Std. 33' 35" 6. Varzi in der 98. Rund« 3 Std. 33' 38" 7. Whitney Straight in d. 96. R, 3 Std. 32' 47" 8. Siena in der 96. Runde 3 Std. 32' 47" 9. Veyron in der 95. Runde 3 Std. 33' 29" 10. Lord Howe in der 85. Runde 3 Std. 31' 51" So endete auch dieser Grosse Preis mit einem Missklang. Chiron muss trotz allem als moralischer Sieger des Rennens angesprochen werden, und mit uns hätten ihm nicht nur seine Landsleute, sondern die über hunderttausend Zuschauer diesen Erfolg von Herzen gegönnt. Dreyfus ist verdienter Dritter und Lehoux hat dank seiner Ausdauer ebenfalls noch berechtigten Anteil an den Siegerehren und dem damit verbundenen « Klang». Ghiron war offensichtlich schwer von diesem -s in letzter Minute eingetretenen Umschwung bedrückt. Er vermochte uns kaum über, den Hergang des Zwischenfalles Auskunft zu geben. Aber er nahm doch diese bedauerliche Niederlage mit sportlicher Geste auf, und abschiednehmend meinte er, dass es ihm hoffentlich vergönnt sei, am Klausen die Scharte auszuwetzen. Das ist nun einmal Fahrerlos: Niederlagen standhaft ertragen und dennoch vertrauensvoll in die Zukunft blicken. Möge ihm in der hehren Alpenwelt des Klausenpasses die Gerechtigkeit widerfahren, die ihm eine Laune Fortunas im vielbesungenen Süden versagte ! b. Die Internationale Alpenfahrt. Zwei Etappen durch die Schweiz ! Am letzten Samstag fand in Monte Carlo eine erste grundlegende Konferenz der Vertreter der interessierten nationalen Automobil-Clubs über die Organisation der Alpenfahrt 1934 statt. Diese wird bekanntlich vom 7. bis 12, August stattfinden und, was als hocherfreuliche Tatsache zu bemerken ist, auch mitten durch die Schweiz führen. Der A. C. S. hatte seine Zusage der Mitwirkung an der Organisation an die Bedingung geknüpft, dass auf schweizerischem Gebiete eine Geschwindigkeitsreduktion durchgeführt würde. Die A. C. von Frankreich, Deutschland, Italien und Oesterreich zeigten sich denn auch damit einverstanden. Der A. C. S. war durch den Präsidenten der N. S. K., Herrn Töndury, der D. D. A. C. durch den Führer des deutschen Automobilsportes, Hühnlein, ferner durch Fritsch und Kroth vertreten, Oesterreich durch den Präsidenten des Automobil-Clubs, van der Straten, Frankreich durch den letztjährigen Rennleiter Rousset usw. Die Konferenz beschloss die Einteilung der Fahrzeuge in eine Gruppe über 3000 ccm, eine solche von 2000 bis 3000 ccm, eine von 1500 bis 2000 ccm, eine weitere von 1100 bis 1500 ccm und eine letzte bis 1100 ccm. Die ersten zwei Gruppen haben ausserhalb der Schweiz Durchschnitte von 52 km/St, einzuhalten, die dritte 46 km/St., die vierte 43 km/St, und die fünfte 42 km/St. Während den Tagesetappen von Aix-les-Bains nach Interlaken und von Interlaken riach St. Moritz verringern sich die Durchschnitte auf 42 resp. 38, 36 und 35 km/St. Leider sind bis zum Augenblicke die genauen Etappenpunkte noch nicht bekannt geworden; man weiss nur, dass Interlaken und St. Moritz in der Schweiz als solche gelten. Der Start wird am 7. August in Nizza erteilt und am 12. August treffen die Fahrer in München ein. Für die Bergprüfungen sind wiederum der Galibierpass und das Stilfserjoch ausgewählt worden; dort sinken die Durchschnitte auf 40, 38, 36 und 35 km/St. ) SK." Worauf es ankommt: Auf Kenntnisse und Erfahrung ! Deshalb, Lanciafahrer, kommt zum Spezia» listen, wenn etwas nicht klappen sollte, in's Paul Lindt Murtenstrasse 17, Telephon 23.738, Eine neue Erika! 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