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E_1934_Zeitung_Nr.026

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 26 CITROEN, 1933, 9 HP Limousine, 4 PL, 18 000 km gefahren, fast neu, Fr. 3900 — CITROEN, 1933, Typ G4 9 HP, 15 000 km gefahren, Cabriolet, Fr. 4200. ab CITROEN C6, 1931, HP, Limousine, mi Koffer, einwandfr. Zu stand, Fr. 2250.— CITROEN, 1930, 9 HP, TTO C4, Limousine, Fr. 1850 — UT0M0BILWE3KE CITROEN B14, 1928, 8ZÜRICH Badeiwstrasse 313 HP, Limousine, Fr. 850 — FIAT 525, 1930, 19 HP, 6 Zyl., 7 PL, Fr. 2950.— FIAT 521, 1930, 13 HP 6 Zy'., einwandfreie Zustand. 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N» 26 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE F E U I L L E T O N Die ewige Wahrheit. Roman von Oskar Sonnlechner. (13. Portsetzung) Sie schwieg dann lange und blickte vor sich hin. «Ich sah, es war das Richtigste, diese Aussprache zu beenden und versprach ihm, alles als nicht geschehen zu betrachten ... wenn er sein Wort halte und sich mir, wie er selbst sagte, mit keinem Worte und keinem Blicke mehr nähere. Er gab sein Zugeständnis. Er brachte mich nach Hause, wie wenn nichts zwischen uns vorgefallen wäre. Aber ich konnte mich nicht überwinden, ihn am Heimwege noch eines zu fragen, in der Hoffnung, dass ihn dise Einwendung von mir zur Besinnung bringen werde und ihn von der Unüberlegtheit seiner Handlung überzeugen würde. Ich sagte ihm, trotzdem es mir widerstrebte, auf den Vorfall zurückzukommen, er möge bedenken, dass seine Frau... Mit einer vielsagenden, wegwerfenden Bewegung hob er die Hand und lachte höhnisch. Das war seine Antwort. Seit diesem habe ich für ihn nur noch Verachtung.» Sie hatte geendet. Forschend lag ihr Blick auf Jul. Schweigend hatte er sie angehört, mit keinem Worte hatte er sie unterbrochen. Keine Miene verriet, was in ihm vorging. Totenblass, wie wenn er eine Maske trüge, sass er vor ihr. Keine Linie zuckte in seinem Gesicht. Stumm und regungslos starrte er sie an... nur seine Rechte, die auf der Tischplatte lag, hatte sich krampfhaft zur Faust geballt. Da griff ihre schmale Hand begütigend nach ihr und versuchte liebevoll ihm die verkrampften Finger zu lösen. Wie ein Schlag durchzuckte es ihn. Noch nie hatte sie ihn so berührt. «Nicht, Freund Jul. Nicht, Freund Jul.» Da warf ihn die Besinnung um und seine Lippen pressten sich auf ihre Hand, die auf .seiner geballten Faust lag. Sie aber, den Blick in die Ferne verloren, strich ihm liebevoll, wie liebkosend, mit der Rechten über den Scheitel, während sie ihm ihre Linke überliess, auf der seine Lippen in einem Kuss der Ewigkeit ruhten. So sassen sie versunken, bis sie ihm langsam ihre Hand entzog. «Nicht, Freund Jul. Nicht, Freund Jul.» Langsam hatte sie sich erhoben und strich sich mit einer müden Bewegung das Kleid glatt. «Wir wollen gehen.» Er nickte schweigend. Kein Wort fiel auf dem Heimwege. Vielleicht, weil beide fürchteten, dass sie sich zuviel zu sagen hätten. Sie sahen sich kaum an. Nur als sie iHnrdie Hand zum Abschied reichte, da Sprach ihr müder Blick das, was sie verschwieg. • Morgen würden sie in aller Ruhe bedenken, was für die Zukunft das Beste sei. 4. In den nächsten Tagen war ihr einziger Gesprächsstoff der Vorfall in der Oper. Mit der ernsthaftesten Miene kamen beide immer wieder zu derselben Schlussfolgerung, nämlich — der unerhörten Undankbarkeit des Assistenzarztes wider seinen Herrn und Meister. Sie fanden nicht genug Worte des Bedauerns für diesen und sparten nicht mit Worten der Verachtung und Geringschätzung für den anderen. Aber sie fanden kein Wort für sich selbst. Wie wenn sie selbst der Vorfall gar nicht berühre. Wie wenn er für sie selbst vollständig bedeutungslos wäre. Nur der arme Professor! Sie hockten in der kleinen Konditorei und schwätzten sich alles vor — nur nicht die Wahrheit. Sie verschwiegen sich, wie schon oft, gerade das, was sie sich vor allem zu sagen hätten, im unausgesprochenen Hoffen, dass einer die Gedanken des anderen erraten würde. Sie schwieg, weil ihre weibliche Zurückhaltung sie in die Schranken der Selbstbeherrschung zurückwies. "Es schwieg, weil er sie mit dem leisesten Geständnis zu verletzen und zu verlieren fürchtete. Das Beispiel des Assistenzarztes schwebte ihm drohend vor. Wohl hatte er schon zu bemerken geglaubt, dass sie ihm, wenn auch selten, mit einem Wort, einem Blick, einem Gedanken, liebevoll entgegenkomme. Aber stets folgte nach solchen Regungen ihre fast abweisende Kühle, die ihn ernüchterte. Kinn in den Händen vergraben und blickten Tagelang beschäftigten sie sich mit dem schweigend in die Ferne. Geschehenen und sprachen von nichts wie Immer und immer wieder bot sich ihnen von ihrer Sorge um den wissensdurstigen Neues. Die Kirchenstille eines aufragenden Gelehrten. Aber gar bald hatte ihre innere Hochwaldes, ein aufgeschrecktes Reh, das Lebensfreude alles überwunden. Sie hatten' es vergessen. Nur hie und da tauchte es in ihrer Erinnerung auf, wie ein kleines Flämmchen, das für einen Augenblick die Dunkelheit erhellt. Ihr Leben, ihr gegenseitiges Insichaufgehen, ging seinen Weg weiter. Sie trafen sich Tag iür Tag und reichten sich zum Abschied scheinbar gleichgültig die Hand mit der verschwiegenen Freude des kömmenden Wiedersehens. Nur noch selten strolchten Jul und Frau Enid durch die sonnendurchglühten Strassen der Stadt. Draussen lockten die- blumendurchwirkten Wiesen und Wälder, in denen sie sich ungestört im Geiste angehören durften. Es war auch besser so, denn fern dem Getriebe der Grossstadt war die Möglichkeit, gesehen zu werden, eine unendlich geringe. Sie dachten es, afcer sie sprachen es nicht aus. Sie. hatten sich einst in ihren winterlichen Spaziergängen durch die Stadt zwei Robinsons verglichen, die auf Forschungsreisen ausgingen, und nun stellten sie fest, dass aus ihnen zwei Sonnenanbeter geworden waren. Sie meinten damit ihre Anbetung der Natur, und Jul bemerkte ihr, auf ihn treffe es ganz besonders zu, da er zwei Sonnen anbete. Es war ihm unwillkürlich entschlüpft. Seit ihrem ersten Spaziergang auf die Höhe des Leopoldsberges nannte sie ihn «Freund Jul», und er nannte sie «Frau Enid». Er hatte dazu nicht ihre Erlaubnis erbeten, aber stillschweigend Hess sie ihn gewähren. Warum auch nicht! Sie waren gute Freunde geworden, wie Menschen es werden müssen, die in ihren inneren Empfindungen, in ihren seelischen Abstimmungen sich finden und eins wissen. Die sich dadurch unwillkürlich Schritt für Schritt näherkommen, bis sie eines Tages fühlen, dass sich ihre Herzen berühren. So gingen sie in der Freude ihrer Wanderfahrten auf. Mit lang ausschreitenden Beinen hielt sie tapfer mit dem langen Jul Schritt, sie rannten querfeldein über Wiesen und Felder, ihre derben Schuhe klapperten auf verstaubten Strassen, sie stapften aufwärts über steile Waldhänge, und wenn sie mit dem Gefühl des Siegers eine Höhe gewonnen.hatten, dann konnten sie stundenlang Schulter an Schulter an einem; Waldrand hocken, die Ellenbogen auf den Knien aufgestützt, das vor ihnen durch die Büsche prasselte, ein im Blau des Himmels kreisender Bussard, Blumen, die ihr fremd, ockergelbe Primeln, tief* blauer Enzian, rosenrote Alpenveilchen, zartviolette Küchenschellen. Sie rümpften die Nasen, wenn sie durch den breitblätterigen, wilden Knoblauch mit schleifenden Schritten marschierten, um sich im. Gewirr nicht zu «verhängen, und liefen mit steifen Beinen über' duftende, gemähte Heuwiesen, die Mahd mit den Füssen übermütig vor sich herstossend» dass die Halme um sie flogen. ;, Selten suchten sie ein festes Ziel für ihre, Wanderungen. Auf irgendeiner naheliegen-' den Bahnstation verliessen sie den Zug und wanderten ziellos und planlos durch dick und dünn. Das war ihnen das liebste. Sie mit dem Kompass in der Hand, den zu lesen er sie gelehrt hatte, bis die vorgeschrittene Zeit sie zwang, an die- Umkehr zu denken. In kleinen, unansehnlichen Waldschenken kehrten sie ein, gewöhnlich zu ihrer Freude die einzigen Gäste, und lachten sich gegenseitig an, sie, das schmale, blasse Gesicht sommerlich gerötet, er, braungebrannt, mit verwirrtem Blondschopf. So glichen sie zwei Wandergesellen, die ihres Weges zogen. Sein sehnlichster Wunsch, sie einmal in die wirklichen Berge. mitzunehmen, wie er es nannte, ging nicht in Erfüllung. Immer wehrte sie lächelnd ab. Wie er sich das vorstelle? Sie sei schon überglücklich, dass es ihr vergönnt sei, sich diesen bescheidenen Freuden in der Natur hingeben zu dürfen, deren Erfüllung sie nie geträumt hätte. Er aber konnte ihr stundenlang vorschwärmen von himmeiragenden Riesen, vom Klettern im nackten Fels, von Kämpfen im blanken Firneis, von steilen, spiegelglatten Graslehhen, in die sich die Steigeisen einbissen, von Wanderungen am sichernden Seil, in der Faust den blinkenden Eispickel, neben der Unerschrockenheit des Herzens die einzige Waffe im Kampfe wider die Titanengewalten der Natur. So sassen sie eines Tages und träumten in die grünende Ferne. «Beinahe hätte ich vergessen, Freund Jul. Wir laden Sie für heute in einer Woche zu einem Abendessen. Wir feiern ein kleines Familienfest. Was es für ein Fest ist?» Sie lächelte ihn an. «Das ist ein Geheimnis und bleibt es so lange, bis Sie bei uns sind.» Sie fragte ihn nicht, ob er annehme, es war ja selbstverständlich. Aber, wie auch immer er in sie drängte, ihm zu gestehen, um was es sich handle, sie blieb standhaft ... er werde alles an Ort und Stelle erfahren. Aber dann möge sie ihm wenigstens sagen, wer alles käme. Wie gewöhnlich. Ausser ihm noch Herr und Frau Dr. Heckmann. Das sei ja unvermeidlich, fügte sie hinzu, wie wenn sie sich entschuldigen wolle. «Aber, Freund Jul, ohne'Blumen,» lächelte sie mit drohend erhobenen! Zeigefinger. Endlich kam der von ihm mit Ungeduld erwartete Abend heran. (Fortsetzung iolst.) Direkt wirkende und automatische Luftdruckbremse KR 306 Die pneumatische Oelabfüllanlage Beste Sohweizer-Qualitätsarbeit verlangen Sie die erstklassige Schweizer- Batterie bei Ihrem Qaragisten. Sicherste Funktion bei jeder Temperatur Verlangen Sie det. Angebot b. d. Fabrikanten Konrad Peter & Go. A.-G., Liestal 34 Jahre Erfolg! BJkYTEBH Die Bremse der Zukunft für AUTOBUSSE, TROLLEYBUSSE, CARS ALPINS, LASTENZÜGE etc. Hervorragende Neuerung! und Stechwalze. Wesentliche Erleichterung beim Söhreiben von Rechnungen, Aufstellungen, statistische Arbeiten usw. Erste Kleinmaschine mit Setztabulator und vielen anderen konkurrenzlosen Vorteilen! 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