Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.029

E_1934_Zeitung_Nr.029

Aus der Bildermappe von

Aus der Bildermappe von Monte Carlo AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N°29 Die erfolgreiche Mannschaft der Scuderia Ferrari, welche die vordersten Plätze belegte. Von links nach rechts- Graf Troesi, Chiron (Zweiter), Varzi (Sechster), Lehoux (Vierter) und Moll (Erster). U Chiron besteigt mit zuversichtliche«! Lächeln seine Maschine. T. Nuvolari ist ot'Jenoar scnon etwas skeptischer gestimmt. Die Konkurrenten machen sich startbereit. Ghiron im Vordergrunde (setzt die Brille auf) begibt sich zu seiner Maschine (No. 16), direkt hinter ihm Earl Howe. Eine Minute vor riennueginn. In der vordersten., Keine, v.pn links nach .rechts: Trossi, Etancelin nd Dreyfus, welche sich diese Plätze dank der besten, Trainingszeiten gesichert hatten. Der kleine Pullman der Landstrasse 4-Zyl., 7/32 PS, Vollstromlinie, vorne und hinten Schwingachsen, Einzel- Radlenkung, 4 Vorwärtsgänge, davon 2 synchronisiert, Hinterradantrieb, hydraulische Bremsen, Zentralchassisschmierung, Steyr-Vigot -Wagenheber, 2,60 m Radstand, wird Ihnen bei uns im Rahmen einer Sonder-Ausstellung vom 4.—12. April 1934 mit allen Karosserien neben den bewährten Steyr 6-Zyl., 2 Liter-Typen, gezeigt und vorgeführt — Preise von Fr. 6.400.— an „STEYR"-Werke A.-G., Zürich Albisriederplatz 3 Telephon 66.596 UNTERVERTRETUNQEN: Doseh & Meier, Grand-Garage, Chur Marcel Schweizer, Grand-Garage, Caroline, Josef Haas-Meier, Tödistrasse 8, Luzern Lausanne Milo Heer, Steinenring 45, Basel A. H. Sprattler, Bodanstrasse 3, St. Gallen Karl Laubacher, Bahnhofgarage, Bruce Stelner & Kehrli, Utzenstorf (Kt. Bern) Josef Müller, Muristrasse 12, Bern Fritz Weber, Dornacherplatz, Solothurn Administration. Druck und Clicherie: HALLWAG A.-G. Hallersch* Buchdruckerei und Watrnersehe Verlaesanstalt, Bern.

N°29 II. Blatt BERN, 6. Aprü 1934 N° 29 II. Blatt BERN, 6. April 1934 T«sdhn. Rund Oel-Verschlefss und Oel-Verschlammung. Das Autoöl unterliegt — warum auch nicht? — wie jeder andere Gegenstand bei fortgesetztem Gebrauch entsprechendem Verschleiss, und wenn der Automobilist gelegentlich einer Panne bekanntlich nicht ungern auf das «schlechte Oel» schimpft, so tut er das häufig ganz zu unrecht, stets aber ohne jede Anerkennung, dass das Schmiermittel im Motorinneren Unglaubliches zu dulden hat und nach rein gefühlsmässigem Ermessen Erstaunliches leistet. Ein paar Liter Oelfüllung befinden sich in unausgesetztem Kreislauf, haben die stets heissen Lager der Kurbelwelle schmierfähig zu versorgen, haben in der Kolbenbahn von zwei, vier und mehr Zylindern zu wirken, und wenn die Reifen auf der Landstrasse bis zum nächsten Oelwechsel einige tausend Kilometer zurückgelegt haben, dann war das Oel ein Vielfaches dieser Strecke im Weg der Kolben wirksam und wurde in dieser Zeit durch kaum das Doppelte seiner Menge ergänzt. Man muss sich, so lesen wir im Wiener «Motorfahrer», diese Vorgänge nur einmal richtig vergegenwärtigen, um zu gerechter Beurteilung dieser Dinge zu kommen. Auf das Oel im Betrieb wirken nicht nur die zwangsläufig maschinellen Bedingungen des Motors, sondern auch andere Dinge, die mehr oder minder nicht auszuschliessen sind. So weiss man heute, dass trotz Luftfilterung 1 bis 5 mg Staub pro 1 m 3 Verbrennungsluft in das Motorinnere gelangen (ohne Filter oder bei schadhaftem Filter natürlich ungleich mehr), und wenn man rechnet, dass 1 Liter Benzin zu seiner Verbrennung 18 m 3 Luft und der Durchschnittswagen (Personenauto) wieder 15 Liter Benzin auf 100 km benötigt, so kommen also auf 4000 bis 5000 Fahrkilometer 12 bis 60 Gramm Strassenstaub in den Kompressionsraum, und ein nicht unerheblicher Anteil findet nicht den Weg durch den Auspuff, sondern wird mit dem Oel ins Motorinnere verschleppt. Anderseits hat man messtechnisch festgestellt, dass in wohlgepflegten Wagen bei reiner Oelschmierung die Menge Metallabschliff 100 bis 350 mg pro 100 km beträgt, also 4,5 bis 16 Gramm Metallflitter auf die Fahrstrecke eines Oelwechsels, und dass dies ein durchaus ansehnlicher Betrag als Folge trockener Reibung ist. Man kann annehmen, dass Metallschliff und kristalliner Staub, auch wenn sie mit hoher Feinverteilung ins Oel gehen, von diesem nicht lange gehalten werden zufolge ihres hohen spezifischen Gewichtes gegenüber Oel und dass diese Suspensoide, soweit nicht im Oelsieb, in den Kurbelwellenbohrungen und an anderen Stellen als unerwünschte Ausscheidungen zu finden sind. Die Untersuchung von Rückständen in Kurbelwellenkanälen, die diese nicht selten vollkommen zusetzen und dann die Folge ausgelaufener Lager sind, ergibt im Durchschnitt ein recht anschauliches Bild: Oel und Oelharz 10—20 % Weissmetall und Eisenschliff 62—74 % Kristalliner Strassenstaub 14—16 % Oelkohle 2— 7 % Wenn auch Metallabschliff im Kreislauf des Oeles nicht lange behalten wird, so wissen wir heute doch, dass er katalytische Wirkung hat und als Sauerstoffüberträger auf das Oel wirkt und dessen teilweise Verharzung begünstigt. Vom Strassenstaub, der das Filter passiert hat, ist bekannt, dass er nicht nur kristalline Struktur hat (Ton, Flugsand), sondern auch organisches Geschwebe (Huminstoffes mit. sich führt, und dieses hat weit weniger Veranlassung, aus dem Oel wieder auszuscheiden. Es ist wohl unmöglich, den Staub, der einmal ins Motorinnere gedrungen ist, eindeutig in seiner Zusammensetzung zu beurteilen, aber man wird nicht fehlgehen, eine Parallele zu finden, wenn man Wasserproben aus trüben Regenlachen nimmt und (nach Niederschlag der .groben Sinkstoffe) Flüssigkeitströpfchen mikroskopiert. Was j hier in dem halbklaren Regtnwasser noch in Schwebe ist, dürfte ziemlich rnit dem Staub identisch sein, der däs'Filt'er durchdringt und mit der-Verbrennungsluft in.den Kompressionsraum und.— .wie. wir gesehen Tiaben — teilweise auch ins Oel gelangt. Die rtiikrosko-- pischen Bilder sia& min recht interessant? neben typischen Kristallenen findet sich sehr zahlreich Substanz in. feinster Verteilung, welcher jegliche Kristallform fehlt, organisches Qeschwebe, welches im Oel bleibt, zumal es auch spezifisch leicht ist. Russ bildet sich in sehr wechselnden Mengen durch unvollkommene Verbrennung eines zu fetten Gasgemisches, und Russ gelangt in hoher Feinverteilung ins Oel; Russ in Oel wird als schmierähnlich angesehen und soll die- Emulgierbarkeit des Oeles mit Wasser fördern, doch sind die Dinge hier durchaus nicht klar und eindeutig erkannt. Unabhängig von den geschilderten Vorgängen wird Oel aus sich selbst heraus allmählich unbrauchbar, wie eben jeder Gebrauchsgegenstand. Die Mineralölraffinate sind Kohlenwasserstoffe und enthalten je nach Urherkunft und Verarbeitungsmethode mehr oder minder beträchtliche Mengen an ungesättigten Kohlenwasserstoffen; die letzteren sind es, welche mit der Zeit vom verdichteten Sauerstoff des Gasgemisches und von den Schwefelverbindungen des Kraftstoffes angegriffen werden und verteeren und verkoken. Bei erstklassigen Oelen ist der Gehalt an solchen Verschleissstoffen mit 2 bis 3 Gramm, bei mittelguten Oelen mit 3 bis 6 Gramm und bei minderguten Oelen mit 6 bis 10 Gramm pro Liter Oel anzugeben, wobei zu beachten ist, dass man bis zum Oelwechsel die anfängliche Füllmenge um etwa das Doppelte durch Frischöl ergänzt hat. Um gegen die früheren Zahlen Vergleichsmöglichkeit zu haben, .kann man sagen, dass in der Gesamtmenge des ausgefüllten, verbrauchten Oeles je nach dessen anfänglicher Qualität 20 bis 100 Gramm Verteerungs- und Verkokungsstoffe enthalten sind (bei minderwertigen Oelen auch mehr) und dass darüber- hinaus, mengenmässig nicht so leicht erfassbar, diese Stoffe im Motorinneren auch ausgeschieden und ausgeschleudert werden, die" Siebe und Kurbelgehäusewandungen beschlagen und die Kurbelwellenbohrungen teilweise füllen. Diese Alterungsstoffe sind ausgesprochen schmierschädlich, und es wird an späterer Stelle davon noch die Rede sein. In diesem Zusammenhang muss mitgeteilt werden, dass fette Oele bzw. gefettete Mineralöle djesej. Alterung in erhöhtem Masse unterliegen,, da das fette Oel (Rizinusöl, Rüböl) in Glyzerin und Fettsäure aufgespalten wird und die Fettsäuren verharzen. Wer also auf die guten Schmiereigenschaften gefetteter Motorenöle nicht verzichten will, die ihnen zweifellos zufolge besserer Benetzung gleitender Metallflächen zukommen, muss diesen Nachteil in Kauf nehmen, kann sich aber recht einfach dadurch helfen, dass er häufigeren Oelwechsel vornimmt. Reine, ungebrauchte Mineralöl-Raffinate verschlammen nicht, d. h. sie gehen mit Wasser keinerlei haltbaren Verband ein; fette Oele dagegen emulgieren vorübergehend, doch ist bei den gering gefetteten Mineralölen auch der Schein eines Verschlammens nicht wahrnehmbar. Von kolloidalem Graphit weiss man, dass er sowohl öl- wie wasserlöslich ist, aber das graphitierte Neuöl zeigt, wohl infolge des geringen Graphitgehaltes, keine Tendenz, Wasser auch nur in Spuren zu binden. Das Bild ändert sich nun grundlegend, wenn man verbrauchte Motorenöle auf ihr Verhalten gegenüber Wasser prüft. Zunächst muss einmal festgehalten werden, dass verbrauchte Oele, ziemlich gleichgültig welcher Konstitution, ihre anfänglichen Kennzahlen wesentlich verändert haben; Viskosität und Flammpunkt sind durch Brennstoffaufnahme ins Oel, also durch Oelverdünnung, mit 5 bis 20 Prozent Benzin gehörig vermindert. Oelverschlammung im Kurbelgehäuse tritt dadurch ein, dass bei zu kaltem Motor Wasserdampf (Verbrennungsprodukt aus Kraftstoff und Luft) teilweise in das Kurbelgehäuse gerät und vor allem bei schlechter Belüftung desselben in Ruhepausen kondensiert und ins Oel geht; Oelverschlammung ist also vor allem eine Begleiterscheinung der kalten Jahreszeit. Wenn von gewisser Seite immer wieder die Meinung befördert wird, dass gefettete Oele und auch graphierte Oele der Verschlammung zugänglicher seien als reine Mineralöle, so ist das Haarspalterei, und es muss einmal ganz eindeutig gesagt werden, so paradox es klingt, dass Schmieröle im Motorgebrauch solange nicht verschlammen, als Wasser keinen Zutritt hat, und dass sie alle verschlammen, gleichgültig welcher Beschaffenheit und Herkunft, wenn sie auf irgendeine Weise mit Wasser vermischt werden; Nuancen spielen praktisch dabei keine Rolle. Auf die Frage, welche Stoffe im verbrauch- Feuer- und explosionssidiere Tankanlagen für Benzin, Rohöl, Schmieröle etc. gehören seit Jahren in unser Fabrikationsprogramtn. Unsere grossen Erfahrungen auf diesem Gebiet gestatten uns, Sie f adimännisdi. zu Ihrem Besten zu beraten. Wir erstellen Anlagen in allen Grossen und für alle Bedürfnisse, nadi eigenen Systemen und Patenten. Modernisierung von veralteten Anlagesystemen. Prospekte, Offerten und Ingenieurbesudi kostenlos und unverbindlich. StrilccOrisDliaitlanea In /]V B E R N • Z 0) R I C H ^1 A S E L • L A I! S AIM N E I Schützen Sie sich vor Unfällen auf nassem, schlüpfrigem Boden! Das Reifen-Gleitschutz-Profil „ADERSOL" macht neue und und abgefahrene Reifen von Personen- und Lastwagen vollkommen gleitschutzsicher und verhütet Unfälle auf nassen, vereisten Strassen. Ihr Wagen wird nicht mehr schleudern, wenn Sie Ihre Reifen mit „ADERSOL"—Gleitschutz-Rillen versehen lassen. Es gibt verschiedene Fräsmaschinen, die abgefahrenen Reifen lediglich ein sichtbares Profil geben, um den gesetzlichen Bestimmungen zu genügen. Die „ADERSOL"-Gleitschutz-Berillung geht viel weiter. Sie gibt ein vollkommenes Gleitschutzprofil, welches sogar den Gleitschutz ganz neuer Reifen stark abertrifft! Die fein gefrästen, ganz nahe aneinanderliegenden, scharfkantigen „ ADERSOL" - Gleitschutz-Rillen bleiben immer scharf. Sie durchschneiden den sich zwischen Strasse und Reifen bildenden klebrigen, gefährlichen Film, der das Gleiten des Wagens verursacht. „ADERSOL"-Apparate befinden sich bei den nachstehenden Firmen: Algte: Garage Lanz Lausanne: Garage des Jordils, Fontenailles 13 Basel: Auto-Service, Aeschenplatz Lausanne: Red-Star, Avenue du Leman 2 Basel: City-Carage, Heuwage Lenzburg: Garage Wirtnlin, Schützenmattgarage Basel: Pneuhaus A.-G., Dufourstrasse 30 Basel: C. Schlotterbeck, Viaduktstrasse 40 Luzern: Pneumatikhaus, Obergrundstrasse 26 Basel: Soller A.-G., Zwingerstrasse 25 Montreux: A. Beihl, Garage Bern: Pneuhandels, Moserstrasse 52 Morges: W. Clarer-Laffely Blenne: Pneuhaus A.-G., Gouiffistrasse 9 Ölten: Pneuhaus A.-G., Aarauerstrasse 75 Burgdorf: Bahnhot-Garage Porrentruy: Auto-Station S. A. Chur: Garage Willy & Co. Sargans: Garage Hans Good Davos-Platz: Central-Garage, M. Oberrauch Schaffhausen: Tivoli-Garage, Guyan & Co. Delemont: Garage Ch. Mercey Solothurn: Garage Schnetz & Co. Fribourg: Garage de la Gare, Spicher & Co. St. Gallen: Pneuservice, Leonhardstrasse 63 Geneve: Ernest Bally, rue des Päquis 4S St. Gallen: Uhler & Co., Marktplatz 13 Qlarus: Garage Milt Vevey: Auto-Stand Langenthai: Garage Geiser Zürich: A.-G. für Automolbie, Pflanzschulstr.9 Lausanne: Garage de l'Est, Perdonnet 3 Edg. Grimm-Piquerez, St. Ursanne Vertreter: Herr E. Schnellmann, Ingenieur, Zürich, Minervastr. 149 - Tel. 43.921