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E_1934_Zeitung_Nr.032

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N° 32 sein werde Samstag ta vier Wochen. Und Michel erhob sich leise aus dem Bett. Er kleidete sich an. Die Frau seufzte. «Ich will nach dem Vieh sehen, Marthe», sagte er. Leicht und unbekümmert sagte er das, mit einer Stimme, die jede Furcht zerstreute. Im Stall holte er aus einem geheimen Winkel den alten, schweren Armeerevolver. Dann zwängten sich Michel Uhls breite Schultern durch die schmale Hoftür. Er trat leise auf, solange er sich gehört wähnte. Dann verschwand er in der Dunkelheit. Das klagende Geheul des Hundes erklang wieder. Es kam von Süden, wo fern die Gutsgebäude lagen. Es hörte auf, als er das letzte Haus im Rükken hatte. Grosse Stille umfing ihn, nur seine Stiefel knarrten auf der hartgefrorenen Erde. Bald war die Erhöhung in Sicht. Hier machte der Weg eine Biegung, links war der Wald, rechts stieg ein anderer Hügel an, mit dürrem Strauchwerk bestanden. Michel Uhl machte halt. Er befand sich etwa in der Mitte zwischen den zwei Mordstellen. Mit dem Rücken dem Hügel zu, setzte er sich auf einen Strunk, steckte sein Pfeifchen an und wartete. Der Wind sang leise in den Tannen, hoch oben rannten die Wolken gegen den Mond. ...Lange sass er so. Es blieb nicht bei der einen Pfeife. Manchmal erhob er sich, um die Füsse wieder warm zu treten, weil beträchtlicher Frost herrschte. Er dachte an das, was ihm bevorstand, und etwas wie stille Traurigkeit umfing ihn. Denn, wenn er recht behielt, war er kein Feind des Mörders, den er jagte. Lange Stunden vergingen. Schon glaubte er, vergebens zu warten, es schien ihm möglich, dass der Erwartete nicht kam. Da vernahm er von ferne ein Geräusch, gerade dies eine erhoffte und gefürchtete Geräusch, das seine Ahnung bestätigte. Er stand auf. Fester umspannte seine Faust den schweren Kolben der Waffe. Kurz vor der Wegbiegung verstummte der näherkommende Lärm. Als ahnte das Wesen, das noch versteckt hinter dem Vorsprung des Waldes war, dass es erwartet wurde. Dann! Etwas schnaubte, Hufe klapperten rhythmisch über den hartgefrorenen Weg. Hinter der Wegbiegung tauchte ein Pferd auf. Es war ungesattelt und trug keinen Reiter. Den schmalen, edlen Kopf hoch gereckt, dem Vollmond zu, tänzelte es daher, als wollte es von der ET wandte kein Auge von dem Hengst. Jetzt war das Tier mit ihm in gleicher Höhe. Es verlangsamte den Trab. Es schien seiner Sache sehr sicher zu sein. Kein äusseres Zeichen Hess auf die wilde Bösartigkeit des Tieres schliessen. Michel UM wusste, wem er gegenüberstand. Er wandte kein Auge von dem geschmeidigen Körper des Tieres, nicht die leiseste Bewegung seiner Flanken, nicht das leiseste Zucken des schlanken, nervösen Halses entging ihm. Und jetzt! Rasendschnell drehte sich das Pferd. Obgleich vorbereitet auf den schnellen Sprung, entging Michel Uhl mit knapper Not dem todbringenden Schlag der Hinterhufe. Und dann — feuerte er. Einmal, zweimal, dreimal! Das Tier stand wie aus Erz gegossen. Ein leiser Schauer durchbebte jetzt die braunen, schlanken Glieder. Dann warf es den Kopf hoch, ein klagendes, geborstenes Wiehern schwoll aus seiner Kehle und es tat einen letzten Sprung. Straff, gereckt, dem Monde zu. Die Fliegerin im Parlament Dem Parlamentarismus, der gegenwärtig « verkannt und sehr gering > auf Erden wandelt, ist grosses Heil widerfahren. Es gibt immer Leute, die an ihn und an seine Zukunft glauben. Hochstehende oder präziser ausgedrückt, hochfliegende Leute. Damit ist die Aviatikerin Amy Johnson gemeint, die eben angekündigt hat, dass sie das Luftschiff mit einem Parlamentssitz zu vertauschen gedenke und fernerhin statt Dauerflüge, höchstens Dauerreden unternehmen wird. Immer vorausgesetzt, dass ihr die Wähler den kleinen Gefallen erweisen und sie ins Unterhaus entsenden. Frau Amy ist felsenfest davon überzeugt, dass sie für ihren neuen Beruf wie geschaffen sei, dass alles, was sie bisher unternommen und geleistet hat, nur Vor-, bereitung für ihre parlamentarische Laufbahn gewesen wäre. Bei dieser Gelegenheit macht sie eine kleine Enthüllung und teilt der erstaunt aufhorchenden Oeffentlichkeit mit, dass sie das gute Recht habe, ausser der Fliegerkappe auch den Doktorhut aufzusetzen. Sie sei ein regelrechter Doktor der Mächel Uhl sass auf der Erde. Seine schwielige Hand strich liebkosend über das seidenweiche Fell des Mörders. Ein mondsüchtiges Pferd? Er wusste nichts von diesen Dingen. Aber er verstand viel von Pferden. Seine Augen starrten abwesend in die helle Nacht, die seine schwerste Nacht werden sollte. Grosse Pferdeherden tauchten vor ihm auf. Wilde, freie Hengste und Stuten jagten über längst vergangene Steppen. «Später erst sind sie Knechte des Menschen geworden», dachte Michel Uhl. Lärm schreckte ihn auf. Leute aus dem Dorf kamen, von den Schüssen angelockt, schlaftrunken und entsetzt. Michel Uhl erhob sich schwerfällig. Seine Gestalt stand eckig und gross gegen den Mond. «Ich habe d«n Mörder erlegt», sagte er. «Aber ich freue mich nicht darüber.» Und dann erzählte er seine Geschichte. Der Tagesfilm K. v. C. ihrer Rekorde mehr imponieren werd«, als die der Bücher und Kompendien, die sie mit heissem Bemühen studiert hat. Und dann ging das Paar gemeinsam auf einen Weltrundflug, der freilich fehlschlug. Amy musste ins Spitalbett und hat dort Zeit und Müsse gehabt, sich über ihre Zukunft ernste Gedanken zu machen. Der Beruf eines Parlamentariers schien ihr wie auf ihren schlanken Leib zugeschnitten. Schlank ist sie nämlich, überschlank sogar. «Die typische Engländerin >, hat es immer eeheissen, wenn man sie sah, und man vergass vollständig, dass es schliesslich auch Engländerinnen gibt, die wesentlich anders ausschauen als Amy, die freilich nie auf Schönheitskönigin trainiert hat. Im Unterhaus wird sie gewiss ihren Mann stellen. Einer Frau, die gleich ihr an das Surren der Motore, an den Lärm des Propellers gewöhnt ist, wird das Unterhaus während der ärgsten Sturmsitzungen wie eine Oase des Friedens und der beschaulichen Stille vorkommen. Wenn ein Minister stürzt, so wird über ihr Gesicht ein melancholisches Lächeln spielen, erinnert sie sich Erde fort, nach den Wolken. Sein Fell Nationalökonomie. Bisher hat man von ihr doch ihrer eigenen, nicht gerade seltenen glänzte seidig. Ein Hengst aus dem Ge-nustütshof. Vielleicht der beste von allen. Und gefangen hat, und es hört sich ungemeifa werden sie wenig anfechten. Es ist einmal gewusst, dass sie als Stenotypistin anr Abstürze. Auch parlamentarische Intrigen während das Tier scheinbar achtlos, dem stimmungsvoll an, wie sie gehungert und gedarbt habe, um das Honorar für einen Fliegründet, dass überall Eifersüchteleien, Intri- zu tief in der Natur der Staubgebomen be- Mann, der am Weg stand, keinen Blick gönnend, mit klingenden Hufen näherkam, wusste gerkurs zusammenzusparen, den sie als Vorzugsschülerin absolvierte. Dagegen hat sie vorkommt. Sowohl in den Hangars der Poligen, kurz Menschliches, Allzumenschliches Michel Uhl, dass seine grosse Stunde geschlagen hatte. Der Mörder kam auf ihn zu. bisher von ihren akademischen Lorbeeren tik wie in den Couloirs der Fliegerei. In den Augen des Tieres irrlichterte der geschwiegen. Nicht einmal, als sie einem Mond. Es kam schnell näher und wieder ergriff ein Bedauern Michel Uhls Herz. Aber reichte, hat sie ihm errötend das süsse Ge- Im Bottnischen Meerbusen, wo die See- Fachkollegen die Hand zum ewigen Bunde Seehundsjagd mit dem Flugzeug. dann straffte er seine Gestalt. «Du hast zwei ständnis gemacht, dass er eine hochgelehrte hundsjagd stattfindet, hat man neue Methoden anzuwenden versucht, um das Fell die- Menschenleben auf dem Gewissen. Und weitere sind in Gefahr», dachte er. richtig angenommen, dass jenem die Zahl ses Wassertieres zu erlangen. Frau heimführe. Wahrscheinlich hat sie ganz Gewöhnlich wurden die Jäger auf abbröckelnden Eisfeldern vom Festlande abgetrieben. Nun hat man ein Flugzeug zu Hilfe genommen, das die Seehundjäger aus der Umgegend von Umea auf die Eisfelder hinausgeführt, wo sie ihre Beute erjagen können. Wenn der Mensch neue Methoden zur Ausrottung der Tiere der wilden Natur ersinnt, so will gewöhnlich auch die Natur ein Wort mitsprechen. Das Wetter über der gefrorenen Wasserwüste ist in diesem Jahre so ungünstig gewesen, dass das Flugzeug nicht hat hochgehen können. Somit hat man die Zweckmässigkeit der neuen Methode noch nicht erproben können. Der Nutzen der Anwendung von Flugzeugen bei der Seehundsjagd besteht darin, dass die langen Bootsreisen zu den Seehundklippen fortfallen. Das Flugzeug erlaubt eine schnelle Fahrt zu den Jagdplätzen, eine Beobachtung aus der Luft, ob die Seehunde überhaupt emporgetaucht sind, und wenn die Stelle leer ist, eine Untersuchung anderer Jagdgründe ohne Zeitverlust. Aber die Jagd mit dem Flugzeug bringt auch neue Gefahren mit sich, indem sich das Wetter nach der Landung auf dem Eisfelde plötzlich ändern kann. Dann kann das Eisfeld bersten und die Bergung der Jäger ins Flugzeug zur Rückfahrt wird schwierig und im schlimmsten Fall ganz unmöglich. tia. Statistik der Ehescheidungen. Eine Statistik, die in einem Londoner Blatt veröffentlicht wird, stellt dem Ehemann ein wenig rühmliches Zeugnis aus, denn vom hundert Ehescheidungen sind im letzten Halbjahr 36 wegen Ehebruchs des Ehemannes und nur 23 wegen gleichen Vergehens der Frau zustande gekommen. Aus dieser Tatsache ergibt sich natürlich auch, dass die meisten Ehescheidungen von der Frau angestrengt werden, nämlich 41 Prozent gegenüber 32 Prozent des Mannes. Das Sprichwort «Jung gefreit hat niemals gereut * findet in der Eheschiiessungsstatistik die gröbste Widerlegung, denn etwa 65 Prozent*""^ aller Geschiedenen gingen im Alter von 20 bis 25 Jahren die Ehe ein. weshalb man dem volkstümlichen Ratschlag, « dass der Mann sich erst die Hörner ablaufen müsse... > berechtigte Anwendung zusprechen muss. —• Recht interessant ist ferner zu hören, dass 52 Prozent aller Ehescheidungen schon im ersten Ehejahr angestrengt werden. Die Zunahme der Ehescheidungen ist in den letzten Jahren ganz enorm. Seit 1914 hat sich die Ehescheidungsziffer verdoppelt, seit 1900 sogar vervierfacht. Es ist deshalb ganz angebracht, den Heiratslustigen die Worte des Dichters zuzurufen: « Drum prüfe, wer sich ewig bindet...» •r Warum Eicifa? Die Frage! Eicifa ist ein reines Naturkind, von der Plantage zum Markt, zum Fabrikanten, zum hohen Genuss für den Raucher. Das ist Eicifa. Ohne Zwischenlager, darum billiger. Darum mehr für den Raucher. Direkte Bedienung durch die Fabrik gewährleistet persönliche Bedienung, sichert stets gleichbleibende Qualität Eicifa bleibt immer Eicifa, sagen 8000 treue Kunden. Eicifa erhalten Sie nur durch die Fabrfk. Senden Sie uns Ihre Adresse, damit Sie erfahren: Was Worte nicht tun können, Eicifa macht's» teder- für Stadt - Reise - Auto In prima Ausführung . . Fr. 28 snuiPUCiRDiir CDIH7 umeve ZÜRICH, Münsterhof 14, Tel. 61.114 2Ürtch Lederwaren - Schuhe werden wieder wie neu, durch Auf- oder Umfärben durch daa erste Spezialgeschäft H. 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N° 32 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 OD1EEE1P HDBBE Die neuen Modestoffe existieren in unzähligen Varianten, insbesondere seit der Zeit, da Künstler, Webereien und Chemiker unermüdliche Versuche machen. Eines Tages elastische Gewebe besonders geeignet, da es liegt ein prachtvolles Gewebe A vor, amüberall dort sich gut formen lässt, wo es die nächsten Tage wird es durch B übertroffen, Schneiderin heute braucht, wie an den nahtlosen Raglanärmeln, die für das Frühjahr am dritten Tage speien die Webstühle in genialer Kreuzung von A und B das Material ein kategorisches Gebot der Mode sind. C aus. Es ist eine altbekannte Tatsache, Für Kostüme eignet sich das in unzähligen dass Wolle und Baumwolle vermischt werden. Auch die Alliance Flachs und Baum- Stoffe, die anzusehen schon ein Vergnügen Varianten vorliegende Boucle und Nappa, wolle ist nichts Neues. Flachs und Wollle ist. In weichen Pastellfarben, allerdings — Baumwolle und Seide, Wolle und Federn, Kaktusfasern und Flachs, Kuhhaare und Seide, Nesseln und Wolle — es gibt kaum verwebbare Gebilde, deren Vermengung nicht schon versucht worden wäre. Die Stoffe von heute sind wunderschön und grotesk zugleich, schön wie ein gleissender Panther, die anderen modern und von snobistischer Hässlichkeit wie englische Skyeterriers. Smart ist das Wort, das einzig und allein für diese neuen Errungenschaften passt. Gerade jene Stoffe, deren Charakter noch vor zehn Jahren niemand ästhetisch hätte begreifen und würdigen können, sind heute der Stempel der wahren Smartheit der Dame. Künstlerinnen wie die Pariserin Sei: narelli basieren ihre ganze Existenz gerade auf diesen Stoffen. Auch die Farben sind ganz anders geworden. Da verguckt sich ein Künstler an irgend etwas — an die Kehrseite eines Eukalyptusblattes, zum Beispiel, der Stoff wird genau in dieser Nuance eingefärbt und das ERyOftlD Lob der neuen Modestoffe In anderen Fällen breite, flach-plastische Streifen neben vertieften, zarter oder gröber gekreppten. Für Frühjahrsmäntel ist dieses nicht jenen, die bisher unter dieser Bezeichnung verstanden wurden und etwas sentimental an Babyausstattungen anklangen. Die Pastellfarben von 1934 existieren in Nuancen, die ebenso raffiniert sind wie die der Natur entlehnten Namen. Ob man noch Karos und Schottenmuster tragen wird? Und ob. Und zwar nicht nur die Engländerinnen. Die letzten Kollektionen sind unendlich reich an Karos und Würfeln und dergleichen für alle, die etwas dekorative Auffälligkeit lieben. Kleinere und pössere Pepitamuster für Kostüme und Mäntel, für Kleider und Blusen und ganz sicher als Futter für Mäntel und Kleideraufputz. Wer vom Vorjahre her etwas Aehnliches besitzt, braucht sich von keiner anderen Prophezeiung beeinflussen zu lassen. Neben den Karomustern sind Wellenlinien, dickere und dünnere, Schlangenlinien, die diagonal oder schräg die Gestalt umzüngeln, heute besonders aktuell. Wer die Vergleiche mit Schlangen nicht liebt, hält sich an die fertige Produkt erhält den Namen des Ge-Bezeichnungenstandes, dem er seine Entstehung zu verseln und Wogen des Meeres mahnen. Wellenlinien, die an das Kräudanken hat. So, hat im Vorjahre jemand sich Plastisch eingewebte, durch Unregelmäsigkeit des verwendeten Fadens erzielte Mu- .an Brombeeren, Auberginen und reifen Pflaumen versehen. ster, Kreppstoiffe, liegen in unendlichen Varianten vor. Tweed ist und bleibt immer In Wolle gibt es vor allem neuartig, fast plastisch in Streifen gewebte Stoffe, wobei modern und man darf ja nicht in den Fehler beispielsweise der plastische Streifen aus verfallen, anzunehmen, Tweed sei unbedingt Angora gewebt ist, so dass der konkave steif und ausschliesslich sportmässig. Abgesehen davon, dass der Tweed, wie so Streifen von dem Flausch beschattet wird. man- Unsere Ecke der Hausfrau: Kleine Winke — grosse Hilfe Die Eierzelt ausnutzen! Beliebt und zu allerlei Gutem verwendbar ist Chaudeau, der aber auch kalt, also auch in der wärmeren Zeit immer eine köstliche Programmbereicherung bedeutet. Als Grundmass kann man auf drei Eier 120 Gramm Zucker nehmen und ein Viertelliter Flüssigkeit. Diese ist nun ganz nach Belieben und Geschmack zu variieren, kann Weiss-, Rotoder» Apfelwein sein, auch Fruchtsaft. Man muss zum Chaudeau durchaus nicht nur Dotter nehmen, sondern kann ruhig, ohne dass hiedurch der Geschmack beeinträchtigt wird, die ganzen Eier verwenden, hat jedoch in letzterem Falle unbedingt nur darauf zu achten, dass zuerst die ganzen Eier mit einem gehäuften Kaffeelöffel Mehl (auf drei Eier) und dem Zucker so dicklich verrührt werden müssen wie zu einer Torte oder einem Biskuit. Dann erst die Flüssigkeit einmengen und immer auf Dunst schlagen, nicht auf der blossen Flamme. Weil sonst die Gefahr besteht, dass durch die zu jähe Erhitzung das Eiweiss gerinnt. Für kalt gereichten Chaudeau, in Verbindung mit Frischobst, kann man, wenn man will, zur Hälfte die ganzen Eier nehmen, zur Hälfte nur Dotter, und wenn der Chaudeau bis zum Erkalten gerührt wurde, den festen Schnee darunter mischen; dies ergibt mit Früchten eine ganz köstliche Obstsipeise. Polnischer Eierkuchen. Man lässt 30 Gramm Hefe in etwas lauer Milch aufgehen. Drei Eidotter verrührt man mit 130 Gramm Puderzucker sehr schaumig, gibt dann ein Achtelliter dicken, sauren Rahm dazu und 130 Gramm zerlassene Butter, verrührt dies tüchtig und vermischt es dann mit 450 Gramm Mehl und der aufgegangenen Hefe. Sehr gut bearbeiten, bis der Teig sich vom Kochlöffel löst; wenn zu dick, etwas ches andere Gewebe, unzählige Wandlungen durchgemacht hat und in zahllosen Farben, Dicken usw. erhältlich ist, verdient dieses Material ausser Verlässlichkeit sicher noch laue Milch dazugeben, natürlich entsprechend salzen! Der Teig muss aber so sein, dass er, später aufgegangen, sich auf bemehltem Brett ausrollen lässt, ohne zu kleben. Man macht ihn am besten am Vorabend, stellt dann das Gefäss in ein grösseres, mit kaltem Wasser nur so weit gefülltes, dass dieses ungefähr ein Drittel des Gefässes, in dem der Teig ist, erreicht. Es darf kein Wasser in diesen kommen — darauf ist sehr zu achten! Richtig bereitet, ist dieser «kalt gehende» Hefenteig am nächsten Morgen doppelt so hoch geworden. Auf bemehltem Brett ausrollen und fünf Teile davon abteilen, rund oder viereckig, das richtet sich nach dem vorhandenen Backblech. Dieses wird sehr gut eingebuttert, mit dem ersten Teil belegt, darauf beliebige Konfitüre gestrichen, darüber das nächste Blatt gelegt, das dicht mit entkernten, geschnittenen Datteln bestreut wird; über die daraufgebreitete leere Teigplatte kommen dann feingeschnittene Feigen, nächste Füllung ist Zitronat mit Nüssen und Rosinen gemischt. Auf die letzte, obere Platte kommt dann als Decke folgende Mandelfüllung: drei Eigelb werden mit 120 Gramm Zucker dick gerührt, man gibt etwas Vanillezucker und abgeriebene Zitronenschale dazu, zum Schluss 130 Gramm abgezogene, feingeriebene Mandeln und den festen Schnee der drei Eiweiss. Sehr gut verrühren, über den Kuchen streichen und diesen dann ganz langsam, bei nicht zu heissem Backrohr backen, was ungefähr über eine Stunde dauern soll. Denn der sehr konsistente Kuchen muss ja langsam gebacken werden. Erst am nächsten Tag anschneiden. Sehr gut, sehr ausgiebig und lange haltbar — aber nichts für empfindliche Magen! ein paar Dutzend Adjektive, die es begründet erscheinen lassen, wenn wir sagen: Unbedingt ein Tweedkostüm. Kaum beginnt man von der Wolle zu re- An! der Reise und am Ziel T Picknick-Koffer Weekend-Zelte In j e d e r A u s f ü h r u n g Verlangen Sie Weekend-Katalog RUD. HAAG, ZÜRICH 5 Untere Langstrasse 213, beim Llmmatplatz A l l e s f ü r Ihr W e e k e n d Probieren geht über Studieren - auch wenn es sich um Rasierklingen handelt. 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