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E_1934_Zeitung_Nr.033

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Das europäische

Das europäische Autostrassennetz nach dem Vorschlag von Ingenieur Puricelü, dem bekannten Erbauer italienischer Autostrassen. Schweizerische Rundschau Um das Verkehrsteilungsgesetz oder das Gesetz über die Regelung der gewerbsmässigen Gütertransporte mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen, wie es in der amtlichen Sprache so schön heisst, ist es in den letzten Wochen stille geworden. Wie erinnerlich, trat die Kommission des Ständerates, der für dieses Geschäft die Priorität hat, im Februar zusammen und kam kaum über den Beschluss hinaus, auf die Vorlage einzutreten, da sie ergänzende Unterlagen abzuwarten wünschte. Damit fiel die anfänglich in Aussicht genommene Beratung in der Märzsession des Parlamentes dahin. Diese Verschiebung wurde in weiten Kreisen mit Befremden aufgenommen und unter dem Stichwort « Verschleppungspolitik » in der politischen Presse kritisiert. Dass die Oeffentlichkeit ein eminentes Interesse an einer Abklärung des Problems hat, ist ganz klar, wenn man sieht, wie sich die Millionendefizite der S.B.B, langsam aber stetig anhäufen. Die Bahnverwaltung hat zudem den Standpunkt eingenommen, dass die Frage der Verkehrsteilung zuerst geregelt sein müsse, bevor an die weitere Reorganisation der Bundesbahnen herangetreten werden könne. Diese Verknüpfung der beiden Geschäfte wurde aber weitherum nicht verstanden. Die Erkenntnis, dass die Verwaltung der Bundesbahnen gründlich umgestellt werden müsse, dass die Forderung nach Entpolitisierung der Bahn gerechtfertigt ist, hätte gewiss Grund genug sein können, beide Probleme gleichzeitig zu fördern und nicht das eine vom andern abhängig machen zu wollen. Wie der Präsident des Verwaltungsrates der S.B.B, seinerzeit in einem Vortrage ausführte, ist auch die Möglichkeit zu prüfen, ob der Bahnbetrieb einer gemischten oder gar einer privaten Gesellschaft zu übertragen wäre. AB diese heiklen und wirtschaftlich ausserordentlich wichtigen Studien, sind angesichts der tnisslichen finanziellen Betriebsergebnisse so dringend, dass eine promptere Inangriffnahme tatsächlich gerechtfertigt wäre. Die an dem zu treffenden Verkehrsabkommen am meist interessierten Strassenverkehrsverbände haben übrigens die Zustimihrige legte und sie mit sanftem Druck umschloss, Hess sie es ohne Widerstand geschehen. Beide schwiegen. Es war das Stillschweigen gegenseitiger Verlegenheit, sich abseits der Menschen so allein und sich selbst überlassen zu wissen. Bis sie ihm sanft ihre Hand entzog in Erinnerung ihrer Vorsätze. Aber als er sie mit wehmütiger Miene ansah, da wurde sie in sich schwach und überliess sie ihm wieder. Aber mit einer gewissen Verlegenheit sah sie vor sich auf die Tischplatte. Da brach er ihr Schweigen. «Sind Sie glücklich, Enid?» Sie zuckte zusammen, auf diese Frage war sie nicht vorbereitet. Alles durfte er sie fragen, nur dies nicht. Sie schwieg. «Sind Sie glücklich, Enid?» Mit gesenktem Blick kämpfte sie mit sich um die Antwort. Sie hörte die Stimme ihres Herzens und hörte die Stimme der Besonnenheit, die zu ihr sprach, bis sie ihn mit einem schmerzlichen Lächeln ansah. (Fortsetzung folgt.) der Internationalen Zahlungsbank in Basel ein, eigenes Departement für die Finanzierung des europäischen Strassenbaues geschaffen werden. Er erkannte ganz richtig, dass die einzelnen Länder wohl kaum in der Lage wären, innert nützlicher Frist das nötige Geld aufzubringen. Wahrscheinlich muss auch beim Projekte Puricellis mit einer ähnlichen Finanzierungsmethode gerechnet werden. Sein Projekt, das noch viel grosszügiger ist, als dasjenige von Albert Thomas, wird auch bedeutend mehr kosten. Zahlen Hegen freilich bis heute keine vor. Eines steht fest: der Autostrassenbau schreitet unentwegt vorwärts, so sehr ihm auch da und dort noch Hindernisse in den Weg gelegt werden mögeti. Die Beispiele von Italien und Deutschland sind doch zu Auto Gegen Brennstoffzufuhrstörunsen. in der Form von Gasblasenbildung, wie sie beim Befahren langer Steigungen oder an heissen Tagen auch in der Ebene immer noch auftritt, ist nunmehr eine sinnreiche, nachträglich einbaubare Vorrichtung geschaffen worden. Ein neuer 7-PS-Citroen-Typ. Der schon seit einiger Zeit von der Fachwelt erwartete neue Citroen-Typ mit nominell 7 PS wurde gestern von ,M. Andre Citroen der französischen Presse offiziell vorgestellt. Es handelt sich um einen Vierzylinderwagen mit Vorderradantrieb, 38 PS Bremsleistung, unabhängigen Graugusszylinder-Laufbüchsen, elektrisch zusammengeschweisster stromlinienartiger Stahlblechkarosserie und weniger als 900 kg Gewicht, der bis Ende des Jahres in 120 000 bis 125 000 Exemplaren herausgebracht werden soll. Reduktion der englischen Automobilsteuer. Der britische Schatzkanzler konnte, von seinen Kollegen in andern Staaten als vielbeneideter Finanzminister das abgelaufene Steuerjahr mit einem Einnahmenüberschuss von 39 MM. Pfund Sterling abschliessen. Für das neue Finanzjahr wird mit einem Einnahmenüberschuss von 29,1 Hill. Pfd. St. gerechnet. Zufolge dieses voraussichtlichen Ueberschusses hat die Regierung u. a. eine Reduktion der Automobilsteuer um 25 Pro- mung zur Vereinbarung von der Reorganisation der Bahnen abhängig gemacht, wollten also gerade den umgekehrten Weg einschlagen. Ebenso hat der Handels- und Industrieverein die , Auf fassung vertreten, es liege keine Veranlassung vor, die Sanierung getrennt von der Verkehrsteilung ins Auge zu fassen. Es scheint, dass man aber behördlicher- und bahnamtlicherseits die Absicht hat, am einmal eingeschlagenen Weg festhalten zu wollen, wohl um die bitteren Pillen» die dem Volke serviert werden müssen, schmackhafter zu machen, wenn sie in kleineren Dosen verabreicht werden ! Sei dem wie ihm wolle, so regt sich mit dem Frühling auch wieder etwas in der ständerätlichen Kommission, die auf den 30. April zu einer weiteren Tagung einberufen wird. In der Zwischenzeit dürften nun die von der Verwaltung und 1 den nächstbeteiligten Wirtschaftsverbänden gewünschten zusätzlichen Orientierungen eingetroffen sein, so dass der Detailberatung des Abkommens nichts mehr im Wege stehen sollte. Möglicherweise wird somit dem Ständerat in der Junisession Gelegenheit gegeben, den Bericht der Kommission entgegenzunehmen und seinerseits Stellung zu beziehen. Erst nachher tritt dann die Kommission des Nationalrates in Funktion. Ob diese ihrem Rate im September Bericht und Antrag stellen kann, ist noch ungewiss. Auf alle Fälle zieht sich das ganze Geschäft AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N° 33 IÄ « til lehrreich und rufen unbedingt einer Nachahmung. Wenn einmal ein paar Länder ein ausgebautes Autostrassennetz haben, so müssen auch die übrigen Staaten diesem Beispiele folgen, wollen sie nicht ganz vom internationalen Durchgangsverkehr umfahren werden. Lr. istischer zent (2,2 MM. Pfd. St.) beschlossen. Bei uns laboriert man hingegen an neuen automobilistischen Einnahmequellen herum! Die Amerikanerinnen dürfen nicht renniahren. Die « American Automobile Association » hat kürzlich den Beschluss gefasst, an Frauen keine Rennlizenzen zu erteilen. Hunderte von Bewerbungen sportfreudiger Amazonen um die Rennerlaubnis werden mit dieser prinzipiellen Entscheidung zurückgewiesen, und die Amerikanerinnen werden finden, die Männer hätten sich in dieser Angelegenheit wieder einmal von der überheblichsten Seite gezeigt... Der dritte Express-Fiugzeugtyp der Swissair. Am letzten Mittwoch traf in Dübendorf das hier schon angekündigte Curtiss-Condor- Schnellverkehrsflugzeug ein, mit dem die Swissair ab 1. Mai den Betrieb auf der Strecke Zürich-Berlin aufnehmen wird. Der zweimotorige verspannte Doppeldecker fasst 15 Passagiere und entwickelt eine Maximalgeschwindigkeit von 275 km/St. Wilsongetriebe auf Schienentriebwasen. Das bekannte, im Autobau schon stark verbreitete Wilson-Getriebe mit Gangwähler- Vorrichtung wird neuerdings in England auch in Schienentriebwagen angewandt. Farbige Autostrassen. In Italien werden gegenwärtig Versuche zur Färbung blendender Strassenbeläge angestellt. noch bedenklich in die Länge, so dass es um so eher geboten erscheint, wenn die übrigen Fragen der Bahnreorganisation unabhängig davon endlich einmal aus dem Stadium der Vorpostengeplänkel herauskommen. Die Haftpflichtversicherung ausländischer Motorfahrzeuge. Art. 54 des Automobilgesetzes sieht vor, dass der Bundesrat hiefür die erforderlichen Vorschriften aufstellt. Er erhält die Befugnis, allfällige Eingangsgebühren zur Deckung der Versicherungskosten zu verwenden. • Es bestand ursprünglich beim Justiz- und Polizeidepartement die Absicht, eine Pauschalversicherung ins Auge zu fassen, bei der jed'er einreisende Fremde einen Prämienbetrag von 2—3 Fr. hätte entrichten müssen. Wir haben aber gemeinsam mit einer Reihe von Organisationen, die am Fremdenverkehr interessiert sind, darauf hingewiesen, dass in einer Zeit, da alle uns umgebenden Länder die grössten Anstrengungen machen, um die ausländischen Gäste für sich zu gewinnen, eine Massnahme, die den fremden Besucher auch nur mit einem an und für sich bescheidenen Betrage belasten würde, einen sehr nachteiligen Einfluss auf den Gästezustrom und vor allem auf d'en Autotourismus haben müsste. Erfreulicherweise hat man sich behördlicherseits dieser Erkenntnis nicht verschlossen. Die Erhebung einer Versicherungsgebühr stände übrigens in sonderbarem Gegensatz zu allen Bemühungen und finanziellen Opfern, die überall gemacht werden, um die Einreise von Gästen per Automobil zu erleichtern. Seit der im Frühjahr 1933 stattgefundenen Konferenz im Bundeshaus hat man in der Öffentlichkeit von dieser Haftpflichtversicherung der Ausländer nicht mehr viel gehört. Nichtsdestoweniger Hess aber das zuständige Departement die Angelegenheit nicht mehr aus dem Auge. So wurden zahlreiche Verhandlungen mit den Versicherungsgesellschaften gepflegt und auch die Verkehrsorganisationen ins Vertrauen gezogen. Wie nun gemeldet wird, hat Bundesrat Häberlin in der letzten Sitzung des Bundesrates über den Stand der Angelegenheit Bericht erstattet. Die Depeschenagentur berichtet hierüber folgendes : Es handelt sich fa der Hauptsache darum, zu wissen, von wem und wie die Prämien für diese Haftpflichtversicherungen bezogen werden sollen, die nach Schätzungen der Versicherungsgesellschaften jährlich etwa 800000 Fr. ausmachen dürften. Es wird eine Lösung gesucht, um womöglich zu verhindern, dass die ausländischen Autofahrer selber an der Grenze eine Taxe zahlen müssen, damit der in der Entwicklung befindliche Autotourismus nicht etwa gehemmt werde. Das Justiz- und Polizeidepartemont wurde einstweilen beauftragt, eine Lösung in der Richtung zu suchen, dass nicht die Fahrzeugführer selber versichert würden, sondern dass alle Opfer ausländischer Motorfahrzeuge entschädigt werden sollen. In bezug auf die Finanzierung liegt es nahe, einen Modus anzustreben^ wie er für den Abschluss der Versicherung des Bundes gegen Strolchenfahrer gefunden wurde. Diese Versicherung, die auf Grund von Artikel 55 des Automobilgesetzes erfolgte, wurde zugunsten «von Personen, die getötet oder verletzt werden durch den eigenmächtigen, vom Halter nicht verschuldeten Gebrauch eines Motorfahrzeuges durch einen Dritten» abgeschlossen. Die Prämiensumme, welche ungefähr eine Viertelmillion Fr. ausmachen dürfte, wird vom Bund aus den Benzinzolleinnahmen bezahlt. Es scheint um so eher gegeben, diese die Ausländer betreffende Versicherung auf dem nämlichen Weg zu dekken, da schliesslich jeder einreisende Autotourist durch den Konsum und Ankauf von Benzin in der Schweiz der Eidgenossenschaft bekanntlich, wie die einheimischen Fahrer, 17 Rappen pro Liter Benzin an Abgaben entrichtet. Der fremde Gast kommt also in reichlichem Masse für die Prämiendeckung auf, ja er leistet daneben noch einen gewissen Beitrag an den Strassenunterhalt, von dem die Kantone allerdings herzlich wenig spüren, weil ihr Anteil leider auf ein Viertel dieser Einnahmen beschränkt bleibt. Was den Versicherungsbereich anbetrifft, so scheint es durchaus gerechtfertigt, dass mit der Police nicht etwa der ausländische Fahrer gedeckt ist, sondern die eventuellen Opfer eines durch ihn verschuldeten Verkehrsunfalles. Der in Frage stehende Automobilist wird unserem Lande schon Dank wissen, wenn ihm alle die umständlichen und finanziell vielleicht weittragenden Sorgen um | den vom Unfall Betroffenen abgenommen werden. Der veranschlagte Prämienbetrag von 800,000 Fr. mag die Behörden veranlasst haben, mit der Uebernahme der Kosten noch zurückzuhalten. Er scheint uns übrigens auch reichlich hoch, denn nach den bisherigen statistischen Erhebungen dürfte die. Beteiligung der Ausländer an Verkehrsunfällen wohl nicht so stark sein, um ein derart umfangreiches Risiko decken zu müssen. Wahrscheinlich wird sich auch in diesem Falle der Bund, wie bei der Strolchenversicherung, eine Gewinnbeteiligung ausbedingen, welche die notwendige Korrektur der Prämienzahlung bei günstigem Schadenverlauf bringen kann. Als positiver Erfolg darf aber heute schon der Umstand gebucht werden, dass der Bundesrat nun ebenfalls der Auffassung ist, die Versicherung müsse in Szene gesetzt werden, ohne dass der ausländische Fahrer irgendwie mit deren Regelung oder finanziellen Tragung zu belasten sei. Dieses Entgegenkommen wird den Ruf der Gastlichkeit unseres Landes nur erhöhen. Tatsächlich hat die seinerzeitige Meldung, dass die Fremden zur Kostendeckung beigezogen werden könnten, bereits an vielen Orten eine Zurückhaltung der Automobilisten zur Folge gehabt, wodurch manche Schweizer Reise ungerechtfertigterweise bereits unterblieb. Erst dieser Tage ging uns von einem viele tausend Mitglieder zählenden automobilistischen Landesclub eine diesbezügliche Anfrage zu, die beweist, dass es notwendig ist, wenn das gesamte Ausland möglichst bald in dieser Richtung beruhigt werden kann. Es dürfte heute schon nicht an dunklen Kräften fehlen, die versuchen, zum Nachteil der Schweiz aus der noch bestehenden Ungewissheit Nutzen zu ziehen, um andere Auslandsreisen eher mundgerecht machen zu können. Es gilt daher für alle an der Auslandswerbung beteiligten Kreise, hier aufklärend zu wirken. Den besten Trumpf in diesen Bestrebungen wird uns aber der Bund liefern, wenn die Versicherungsfrage endgültig unter Dach ist und die Finanzierung eine interne schweizerische Angelegenheit bleibt. 8

N° 38 - 1934 ÄUTOMOBTL-REVUB Sportnachrichten Grosser Preis Pietro Bordino in Alessandria. Am nächsten Sonntag. Nach dem Grossen Preis von Monaco und Üer Mille Miglia folgt am nächsten Sonntag als drittes wichtiges Rennen zu Ehren des ivor Jahren verunglückten Pietro Bordino der Kampf um den Borditio-Pokal. Obwohl dieser Anlass in seinen Ausmassen nicht an die europäischer! Grands Prix heranreicht, ist er dennoch stets von internationalem Interesse. Mehr als je verdient das Rennen von Alessandria in diesem Jahre die [Aufmerksamkeit weitester Sportkreise. Das Rennen ist weniger bedeutsam hinsichtlich der technischen als vielmehr In be« zug auf die sportlichen Ergebnisse. Es wird nach dem bekannten System der Vorläufe und des Finals ausgetragen und führt über eine 8 km lange, schnelle Stadtrundstrecke, die sehr eigenartig und pittoresk ist. Die Wagen werden gleichmässig auf die beiden [Vorläufe verteilt und haben je 64 km zurückzulegen. Die ersten Fünf jeder Gruppe erhalten die Berechtigung, sich auch am Endlauf zu beteiligen. Dieser führt über 120 km. Das Rennen von Alessandria weist eine ganz erstaunliche Nennliste auf. Da es für die italienische Schnelligkeitsmeisterschaft 1934 zählt, sind fast alle Südländischen Beiwerber von Rang und Namen vertreten. Die » Scuderia Ferrari» ist mit vier Piloten genannt, die «Scuderia Subalpina» mit drei, die « Scuderia Siena » mit drei, die »Scuderia Balestrero » mit vier und die « Scuderia Beccaria» mit zwei. Auch Nuvolari fehlt in Alessandria nicht. Das Rennen bringt als eigentliche Sensation den ersten Start der neuen 3000-ccm- Alfa Romeo-Maschinen, die von der Mailänder Firma erst für diese Saison erbaut worden sind und eine grundlegende Neuschöpfung darstellen dürften. Die Wagen, deren Ausdauer natürlich bei dem kurzem Lauf vom Sonntag noch nicht ganz erprobt werden kann, sollen hier vor Tripolis und der Avus ihre erste Feuerprobe bestehen. Auch Maserati entsendet seinen neugebauten 3000- ccm-Wagen, so dass es also zu einem Zusammentreffen der neuen Alfa Romeo und Maserati kommen wird. Die neuen Mailänder Modelle sind Varzi, Chiron und Trossi anvertiaut, während Tadini und unter Umständen noch ein fünfter Fahrer mit den bekannten abgeänderten Monoposti zum Kampfe antreten. Der einzige neue Maserati befindet sich in den Händen von Nuvolari, der voraussichtlich die Farben des Bologneser Konstrukteurs ehrenvoll zu verteidigen wissen wird. An weiteren bekannten Fahrern seien noch genannt: Soffietti (Alfa Romeo), Mlnozzi (Alfa Romeo), Balestrero (Alfa Romeo), Bonetto (Alfa Romeo), Battaglia (Alfa Romeo) usw. *\uch das Ausland ist in Alessandria anwesend; am besten ist die Schweiz vertreten. Unser Land entsendet drei junge Piloten. Rüesch startet mit seinem vorzüglichen Maserati 3000 ccm, Maag mit dem. Alfa Romeo 2300 ccm und der Tessiner Pedrazzini, als Mitglied der « Scuderia Siena-Grosch», mit seinem neuen Maserati 3000 ccm. Aus England kommt Penn Hughes (Alfa Romeo), aus Frankreich Delmot auf Bugatti 2300 ccm und aus Deutschland Pietsch (Alfa Romeo 2600 ccm). Das letzt] ährige Rennen gewann Nuvolari auf Alfa Romeo. Das sehr schlechte Wetter verhinderte die Aufstellung eines neuen Rekordes. Diesen hält noch immer Varzi, der 1931 auf Bugatti ein Mittel von 132,9 km/St, erreichte. Inhaber der Rundenbestzeit ist Nuvolari (Alfa Romeo) mit dem Mittel von 148,4 km/St. Die Nennungen. 1. Cecchini (M. G. 1100). 2. Malaguti (Maserati 1100). 3. Casareto (Maserati 1500). 4. Scarnera (Bugatti (2000). 5. Pages (Alfa Romeo 2300). 6. Piotsch. Berlin (Alfa Romeo 2600). 7 Alloati (Alfa Romeo). 8. Scuderia Siena (Soffietti), (Alfa Romeo 2800). 9. Scuderia Siena (Pedrazzini), (Maserati 3000). 10. Scuderia Siena (Minozzi), (Alfa Romeo 3300). 11. Giussani (Alfa Romeo 2300). 12. Rovers Gino (X). 13. Scuderia Balestrero (Balestrero), (Alfa Romeo 2600). 14. Scuderia Balestrero (Biondetti), (Mtlerati 3000). 15. Scuderia Balestrero (Maserati X). 16. Scuderia Balestrero (Maserati X). 17. Penn Hughes (Alfa Romeo 2600). 18. Nuvolari (Maserati 3000). 19. Scuderia Ferrari (Chiron), (Alfa, Romeo 3000). 20. Scuderia Ferrari (Varzi), (Alfa Romeo 8000). 21. Scuderia Ferrari (Trosal), (Alfa Romeo 8000). 22. Scuderia Ferrari (Tadini), (Alfa Romoo 2800). 23. X. (Alfa Romeo). 24. Ruesch (Maserati 3000). 25. Maag (Alfa Romeo 2300). 26. Bonetto (Alfa Romeo 2600). 27. Scuderia Beccaria (Beccaria), X. 28. Scuderia Beccaria (X.) 29. Scuderia Subalpina (Della Chiesa), (lAlfa Romeo 2300). SO. 'Scuderia Subalpina (Oamandona), (Alfa Romeo 2300). 31. Scuderia Subalpina (Farina), (Alfa Romeo 2300). 82. Battaglia (Aüfa Romeo 2600). 33, DeUnont (BuiatU 2300). Neue Weltrekorde In Montlhery. Nur teilweise gelungene Versuche von John Cobb auf Napler-Rallton. Im letzten Spätsommer setzte der Amerikaner JenkSns die autosportliche Welt mit seiner srrossartlgen Weltrekordfahrt in Erstaunen. Der amerikanische Pilot stellte in ununterbrochener Fahrt über 25 Stunden mit einem Pierce-Afrow ein ganzes Dutzend neuer Weltrekorde auf. Diese hervorragenden Bestzeiten Hessen die Rennfahrer der alten Welt nicht ruhen, und am letzten Montag ist nun auf der Montlhe'ry-Bahn der erste Angriff gegen die amerikanischen Rekorde unternommen worden. Das Ziel war, den 24-Stunden-Weltrekord nach England zu holen. Die Versuche wurden unter der Oberleitung des bekannten englischen Piloten John Cobb durchgeführt, dem zu dem Unternehmen der Napier-Railton-Riesenrennwagen zur Verfügung Stand. Diese Maschine besitzt einen Zwölfzylindermotor und weist einen Zylinderinhalt von über 23 Liter auf! Sie entwickelt eine Bremsleistung von 500 PS. John Cobb wagte den Versuch zusammen mit den englischen Fahrern Dixon, Brakenbury und Cyril Paul. Kurz nach 12 Uhr startete Cobb am Montag mit Seinem Riesenwagen. Schon die ersten Runden legte er mit Durchschnitten von 200 km/St, zurück. Regelmässig kreiste der Wagen auf der Bahn und um 17 Uhr 30 war bereits der Rekord über 1000 km gebrochen. Der Vorsprung betrug allerdings gegenüber der früheren Bestzeit von Jenkins nur 22 Sekunden. Da sich die Gefahr geltend machte, dass angesichts dieser geringen Distanz die nächsten Rekorde nicht mehr geschlagen werden könnten, wurde die Geschwindigkeit gesteigert Die Maschine kreiste nun mit Durchschnitten von 214 km/St. Der Weltrekord über sechs Stunden ergab einen Vorsprung von 2,2 km. Kurz nach Mitternacht fiel auch die Bestzeit über 12 Stunden. Die englischen Fahrer hatten 11,7 km mehr als der Amerikaner zurückgelegt; jedoch sei bei dieser Gelegenheit ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Jenkins stets allein am Lenkrad sass, während seine Gegner sich ständig abläsen konnten. In den Nachtstunden machte sich eine zunehmende Bewölkung des Himmels bemerkbar, die angesichts der drückend schwülen Luft nichts Gutes ahnen Hess. Um halb 4 Uhr morgens war auch der Rekord über 3000 km mit dem gewaltigen Vorsprung von 32 Minuten geschlagen und eine Stunde später belassen die Engländer auch den neuen 2000-Meilen-Rekord. Mit dem ersten Tageslicht begannen grosse, schwere Tropfen zu fallen und bald darauf ging ein schwerer Gewitterregen über der Piste nieder. Die Rekordfahrt wurde trotzdem fortgesetzt. Doch war es nun fraglich, ob der 24-Stunden-Weltrekord noch erreicht werden könnte. Kurz nach halb S Uhr ereignete sich dann ein Unfall, der dem Versuch ein unvermitteltes Ende setzte. Der Fahrer Dixon konnte sich einen Augenblick lang im Regen nicht mehr genau orientieren und fuhr in einer grossen Kurve zu hoch auf die Bahn hinauf. Der Wagen geriet ins Schleudern und die beiden Vorderräder schössen bereits über den oberen Rand der Bahn hinaus. Das grosse Eigengewicht riss die Maschine aber wieder zurück, so dass sie sich nochmals um die eigene Achse drehte und dann mit derartiger Wucht in das Rasenband unterhalb der Piste hineinsehos«, dass sie nur noch mit einem Traktor herausgezogen werden konnte. Glücklicherweise erlitt der Fahrer keine Verletzungen. Auch der Wagen wurde verhältnismassig leicht beschädigt. Nur noch 4Vt Stunden wären nötig gewesen, und der heissumkämpfte 24-Stunden-Weltrekord hätte sich in den Händen der Engländer befunden. Der erste Versuch hat Jedenfalls gezeigt, dass die Bestzeiten des Amerikaners schwer bedroht sind, und es ist damit zu rechnen, dass John Cobb schon in kurzer Zeit neue Versuche unternimmt. Die neuen Bestzeiten. Trade Mark Qualitätsware •Fünf neu« Weltrekorde: 1000 Kilon»«!«! 1 : 5 Std. 8 Min. 32 Sei. 84/100 (Stundenmittel 197,622 km/St.). Alier Rekord: S Std. 3 Min. 64 Sek. 54/100 (Stundenmittel 107,428 km/ St.), aufgestellt von D. A. Jenkina auf Pierco-Arrow am 6. und 7. August 1933 in Amerika. 6 Stundin: 1187 km 774 (Stundenmittel 197,062 km/St). Alter Rekord; 1185,526 km (Stundenmittel 193,588 km/St.), aufgestellt von D. A. Jenkins auf Pierce-Arrow am 6. und 7. Aug. 1933 in Amerika. 12 Stund«»: 2340,480 km (Stundenmittel 195,040 km/St.). Alter Rekord: 2328,742 km (Stundenmittel 194,062 km/St.), aufgestellt von B. A. Jenkins auf Pierce-Arrow atn ß. und 7. Aug. 1933 in Amerika. 3000 Kilometer: 15 Std. 26 Min. 33 Sek. 31/100 (Stundenm. 194,208 km/St.). Alter Rekord: 16 Std. 58 Min. 50 Sek. 69/100 (Stundenm. 187,726 km/St.), aufgestellt von ß. A. Jenkins auf Pierce-Arrow am 6. und 7. August 1933 in Amerika. behält immer Goldeswert! Es haben deshalb die pennsy Ivan Ischen Qualitätsöle, aber nur diese, trotz der Dollarentwertung ihren Goldpreis beibehalten. Wer also die Preise senken konnte, beweist nur, dass er keine pennsylvanischen Qualitätsöle vertreibt. Trotzdem helfen wir Ihnen sparen. Denn die Leistungen der Valvoline-Oele sind in Verbrauch und Verschleissverminderung derart überragend, dass sie immer die billigsten sind. Valvoline Oel A.-G., Zürich Limmatquai 1 Telephon 27.898 2000 Mollen; 16 Std. 34 Min. 8 Sek. 29/«» (Stundenmittel 194.260 km/St.). Alter Rekords 17 Std. 5 Min. 14 Sek. 88/100 (Stundenmittel 168,365 km/St.), aufgestellt von D- A. Jenkias auf Pterce- Arrow am 8. und 7 August 1933 In Amerlki» Siebtn internationale Rekord« (Klasse Über 8000 am)'. 10ÜO Kilometer: 5 .-Std, 8 Min. 82 Sek. 84/100 (Stundenmittel 197,622 km/St.). Alter Rekord: 5 Std. 89 Min. 14 Sek. 78/100 (Stundenmittel 176,862 km/ St.), aufgestellt von Garfield, Plessier und Guillön auf Renault am 9. und 10. Juli 1926 in Montlhery 6 Stunden: 1187,774 km (Stundenmittel 197,962 km/St.). Alter Rekord: 1063,495 km (Stundenmittel 177,249 km/St.), aufgestellt -von Garfield, Plesiier. und Guillon auf Renault am 9. und 10. Juli 1938 in Montlhöry. 1000 Meilen: 8 Std. 13 Min, 46 Sek. 68/100 (Stundeamittel 195,554 km/St.)- Alter Rekord: 9 StA. IS Min. 68 Sek. 99/100 (Stundenmittel 174,302 km/St.), aufgestellt von Garfield, Plessier und Guillon auf Renault am 9. und 10. Juli 1Ö26 in MontlhlrT. 2000 Kilometer: 10 Std. 18 Min. 28 Sek. 95/100 (Stundenmittel 195,605 km/St.). Alter Rekord: 11 Std. 33 Min. 16 Sek. 7/100 (Stundenmittel 173,080 km/St.), aufgestellt von Garfield, Plessier und Guillon auf Renault am B. und 10. Juli 1926 in Montlhery. 12 Stunden: 2340,480 km (Stundenmittel 195,040 km/St.). Alter Rekord: 2075,809 km (Stundenmittel 172,984 km/St.), aufgestellt von Garfield. Plessier und Guillon auf Renault am 9. und 10. Juli 1926 in Montlhery. 3000 Kilometer: 15 Std. 26 Min. 88 S«k. 3i/l00 (Stundenm. 194,268 km/St.). Alter Rekörf: 17 Std, 22 Min. 24 Sek. 98/100 (Stundenmittel 172.675 km/ St.), aufgestellt von Garfield, Pieg«ier und QuÜlon auf Renault am 9. und 10. Juli 1926 in Montlhlry. 2000 Meilen: 16 Std. 34 Min. 8 Sek. 28/100 (Stundenmittel 194,260 km/St). Alter Rekord: 18 Std. 36 Min. 23 Sek. 58/100 (Stundenmittel 175.988 km/ St.), aufgestellt von Garfield, Plesslor und Guillon auf Renault am 9. und 10. Juli 1926 in Avus-Rennen In fünf Wochen. Erster Start der deutschen Rermwaten. Wie wir seinerzeit meldeten, planten die Organisatoren des diesjährigen Avus-Ren* nens eine halbmonatliche Verschiebung ihres grossen Anlasses. Die Berliner Veranstaltung, die im nationalsozialistischen Dritten Reiche an Grosse die früheren weit überschatten soll, war ursprünglich auf den 27. Mai angesetzt. Bei der A. I. A. C. R. wurde dann das Gesuch um Verschiebung des Rennens auf den 17. Juni eingereicht. Es wirkt zwar einigermassen merkwürdig, dass ausgerechnet der 17. Juni ausgewählt wurde, der doch schon das dem Avus-Rennen in seiner Bedeutuns zum mindesten ebenbürtige 24-Stunden-Rennen von Le Mans bringen wird, abgesehen von dem spanischen Penya-Rhin-Rundstrecken« rennen, dem Pontedeeimo-Giovi-Bergrennen In Italien und dem Kesselbergrennen in Deutschland (das dann allerdings Seinerseits verschoben worden wäre). Jedenfalls konnte man unschwer voraussehen, dass die A.I.A.C.R. keine Möglichkeit sah, den 17. Juni noch mit dem Avus-Rermen zu belasten. Sie musste denn auch das Berliner Gesuch rundweg ablehnen. Der 27. Mai wird also definl* tiv das Avus-Rennen bringen. Die Verschiebung war ursprünglich angefordert worden, da sich die Avus zur Zelt noch im Ausbau befindet. Auch befürchtete man, die neuen deutschen Rennwagen der Auto-Union und von Mercedes-Benz wären noch nicht fertiggestellt. In der Zwischenzeit sind aber diese Gefahren behoben worden. Die Arbeiten auf der Avus sind soweit fortgeschritten, dass bis Mitte Mai mit ihrer Beendigung gerechnet werden kann. Auch die neuen deutschen Rennwagen haben bekanntlich bereits ihre Proben bestanden. Einen besonderen Anreiz dürfte das diesjährige Avus-Rennen durch die Tatsache erhalten, dass hier zum ersten Male die mit Spannung erwarteten neuen deutschen Rennwagen zum Kampfe antreten. Bekanntlich sollen diese Produkte des neuen Reiches zum ersten Male dem Inland selber vorgeführt werden, und erst nachhef gehen die Deutschen dann auch ins Ausland auf Reisen. Der deutschen Konkurrenz, dfe voraussichtlich nicht gering sein wird, setzen sowohl Frankreich wie Italien ihre ganze Kraft entgegen. Bugatti schickt vier Fahrer in den Kampf, von denen bis jetzt Benoist, WimiHe und Brivio bekannt sind. Der Molsheimer Konstrukteur stellt seiner Mannschaft zwei neue 2800-ocm- und zwei der bewährten 4900- ccm-Modelle zur Verfügung. Gerade die letzteren zwei Wagen werden sehr gefährliche Gegner darstellen; letztes Jahr hat Varzi auf einer solchen Maschine den Lauf in Rekordzeit gewonnen. Italien sendet die «Scuderia Ferrari», deren neue Alfa Rorneo-Monoposto sich hier zu bewähren haben. Ziemlich sicher werden Chiron, Varzi, Moll und Trossi in Berlin anzutreffen sein. Auch Maserati dürfte beim Avus-Rennen nicht fehlen. Auf welchem Wagen Nuvolari zu sehen sein wird, kann bis jetzt noch nicht gesagt werden. Die deutschen Piloten werden sich anstrengen müssen, wenn sie sich des Ansturmes der neuesten Schöpfungen der ausländischen Konkurrenz glücklich erwehren wollen ! Henne geht es gut. Der Zustand des letzte Woche heim Training mit einem neuen Mercedes-Benz-Rennwagen verunglückten Henne ist befriedigend, Der Fahrer kann das Spital schon in nächster Zeit wieder verlassen.