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E_1934_Zeitung_Nr.036

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 35 Tourismus treten und nicht, wie beim Bau der Alpenbahnem, zuzuwarten, bis das Ausland uns noch um weitere Schritte zuvorkommt. Immer mehr erobert das Automobil im interna- Autotourismus im Monat März. Wie die beiden vorangegangenen Monate, hat auch der März eine erhebliche Zunahme der tionalen Fremdenverkehr eine führende Stellung, so dass es unverständlich erscheint, Grenzübertritte zu verzeichnen. Alle Kategorien haben sich, im Vergleich' zum Monat vor dieser sich kraftvoll anbahnenden Entwicklung weiterhin die Augen verschliessen Februar, erhöht, und zwar beträgt die Zunahme der mit provisorischen Karten einge- zu wollen, um dort Mittel einzusetzen, wo reisten Automobile 1515, — _ ,. _ — _—^ _ ._ _^_ — _ _ m sie sowieso als verloren betrachtet werden T 1. April 50 > 2. April 253 » 3. April 120 » 4. April 68 » dass in süddeutschen Autotouristikbureaux den Mitgliedern Reisen nach der Schweiz nicht mehr anempfohlen werden, um sie vor solch unliebsamen Vorkommnissen zu bewahren. Den Schaden wird unser Land (speziell unsere Hotellerie) haben, wo gewisse allzueifrige Fanatiker heute noch nicht verstehen können, dass es sich bei der Hakenkreuzfahne nun einmal um das allseitig anerkannte Hoheitszeichen eines fremden Landes und zum Teil auch um eine Clubflagge handelt, die es zu achten gilt, auch wenn man politisch anders eingestellt ist. Es ist höchste Zeit, dass man sich bei uns von diesen etwas bubenhaften Allüren gründlich abkehrt und die fremden Gäste in Ruhe lässt, so lange sie sich anständig und nicht herausfordernd benehmen. Sache der Polizeiorgane muss es sein, hier strikte durchzugreifen, wenn man nicht will, dass grosse und wertvolle Gästekontingente unserm Land im kommenden Sommer wieder verloren gehen. Veranstaltungen. Das endgültige Ergebnis vom Genfer Salon. Die Zahlen über die Billetausgabe während den letzten Salotitagen sind uns erst jetzt zugegangen. Wir geben nachstehend die Schlussresultate von der diesjährigen Automobilausstellung. Das Ergebnis ist mit einer Zunahme der Besucherzahl um rund 8000 ein sehr erfreuliches. Die Zahlen der von den Bundesbahnen ausgegebenen Salonbillets können nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden. Wie erinnerlich gal- dass eine Abstempeilung im Salon notwendig war. Ebenso wurden für eine grosse Fussballveranstaltung, die am letzten Ausstellungssonntag stattfand, Fahrkarten zum halben Preis ausgegeben. Es darf nun angenommen werden, dass eine Reihe von Fahrgästen der Bahn den Salon besuchten, ihre Bililets dort aber nicht besonders registrieren Hessen, da sie ja anderweitige Möglichkeiten hatten, Fahrkarten zu den nämlichen Vorzugspreisen zu beziehen. Genfer-Salon-Besuch 1934 1933 1934 ^ Besncher ^ Besnch« ^ Freitag . . 5 203 201 5 500 200 Samstag . 8 753 896 9 087 828 Sonntag. . 17 718 3 857 19 740 2 205 Montag . . 7 707 712 7 365 753 Dienstag . 6 351 698 8 943 712 Mittwoch . 6 662 823 7 220 750 Donnerstag 15 310 1050 15 312 1006 Freitag . . 6 714 775 7 046 734 Samstag . 11911 1600 12196 1348 Sonntag. . 14130 2 957 16 056 2740 Total 100 459 13 569 108 465 11276 VON FR. 5500.—AN ROHR-JUNIOR 1.5 LITER 8/30 PS Neueste Ventilschleifmaschine bestes Schweizerfabrikat in der Leistung allen andern überlegen, dient auch zum Schleifen von Werkzeugen und zum Rundschleifen. Offerten durch den Fabrikanten i Carlo Casati, Maschinenfabrik, Au (St Gallen) ACHTUNG! Neue konstruierte hycflr.-pneumat. Autoheber von 3—10 Tonnen, Modell T; ferner Kompressor-Anlagen (vollautomatisch) für" Garagen, Spritzwerke und sämtl. Industriezwecke, liefert zu billigem Preis. Verlangen Sie deshalb heute noch Spezial-Offerte von den Fabrikanten. 11083 Gebr. Stierli, Konstruktionswerkstätte, Baden (Kt. Aargau). Telephon 1011. Billige Auto-Garagen in Eisenbeton, zerlegbar, ab Fabrik von Fr. 775.— an. In MIETE und ABZAHLUGN für 1 und mehrere Boxen v. Fr. 7.50 an monatlich per Boxe. Prospekte und Preise fertig montiert. werden alle Stoff- und Lederarten an Autos, Blachen, Zelten, Stören etc. durch Lieferuns in jeder Farbe, auch farblos. Verl. Sie Offerte v. Alleinfabrikanten MAX BECK, Teufen (App). FRATELLI AMBROSOLI LOCARNO VERTRETER: A BC- GARAGE AG., ZÜRICH K. DIETHELM, AMRISWIL GEBR. MARTI, BERN F. ZULAUF, BRUGG R. GAMMETER, FLEURIER CH. HOFFER, GENEVE REVAZ FRERES, SION Gd. GARAGE S.A., BELLINZONA E. BROGGINI, LOCARNO •Die Doppelschwingachsen des Röhr-Junior fangen die Unebenheiten des Bodens auf, ohne dass dadurch die Schwergewichtslage der abgefederten Massen merklich verändert wird; nur die Räder schmiegen sich den Unebenheiten der Fahrbahn an und behalten die sichere Führung, welche dem Röhr-Junior seine unübertroffen sichere Kurven- und Strassenlage gibt. Interessenten wollen sich melden unter Chiffre Z. 2532 an die Auto- mobil-Revue, Bureau Zürich.""' FIAT Citroen Typ 514

iJ° 36 — 1934 ÄUTOMOBIL-REVÖE 11 B«B §••»«•• Rechtsufrige Thunerseebahn. Vor kurzem fand in Thun .unter dem Vorsitz von Herrn Bundesrichter Jäger eine Obligationärversammlung obigen Unternehmens statt, an der 2602 Obligationen vertreten waren. Nachdem der Vorsitzende einen kurzen Ueberblick über die bisherigen Verhandlungen zur Kenntnis brachte, erläuterte daraufhin der Präsident des Verwaltungsrates die Vorschläge, die mit Vertretern der Obligationäre in einer Vorkonferenz bereits bereinigt worden waren. 2570 Gläubiger stimmten dieser Regelung zu, womit für die nächsten 3Vk Uahre die Beibehaltung der bisherigen Bahnverhältnisse beschlossen ist. Es erübrigt sich, auf die einzelnen Punkte dieses Abkommens •einzutreten, indem es sich in der Hauptsache um Befriedigung der Obligationärenansprüche durch Abgabe von Prioritätsaktien ersten Ranges, um Umwandlung des festen Zinsfusses des Obligationenanleihens vom Jahre 1912 in einen variablen, vom Betriebsergebnis abhängenden Zinsfuss und um Eingehung verschiedener Verpflichtungen seitens der Bahngesellschaft handelt. Nachdem dfie Vertretung der Obligationäre neu geordnet worden war, wird sich nun eine Versammlung -der Aktionäre innert Monatsfrist ebenfalls zum gesamten Fragenkomplex auszusprechen haben. Ob damit aber auch die unhaltbaren Verkehrsverhältnisse am rechten Thunerseeufer eine den heutigen Erfordernissen entsprechende Regelung erfahren werden, steht allerdings auf einem andern Blatt geschrieben. Dennoch ist zu hoffen, dass es endlich gelingen werde, die unmögliche Linienführung der Rechtsufrigen derart zu verlegen, dass sie auch einer minimalen Verkehrssicherheit gegenüber den andern Strassenbenützern Gewähr zu bieten vermag. Vom automobilistiscben Standpunkt aus kann die getroffene Regelung kaum- begrüsst werden, da die Strasse, ohne Entfernung der Geleise, i, niemals befriedigend in Stand gesetzt werden kann, und zudem vielfach die Zufahrtsverhältnisse an verschiedenen Stellen derart knapp bemessen sind, dass nur unter gewaltigen Aufwendungen eine dem heutigen Strassenverkehr entsprechende Lösung erzielt werden könnte, was in Anbetracht der derzeitigen finanziellen Verhältnisse als ein Ding der Unmöglichkeit bezeichnet werden muss. Das konservative Beharren an einem Zustande, der weder den einen noch den andern befriedigt, wird sich in Zukunft in dem Sinne auswirken, dass der grösste Schaden aus der getroffenen Regelung von den direkt beteiligten Gemeinden getragen werden muss, weil unter Automobilistenkreisen die rechtsufrige Thunerseestrasse eine Strecke darstellt, die man noch Möglichkeit zu meiden sucht. -my- *. c s. SEKTION AARGAU. Autotechnische Kontrollen. Die Nachkontrollen für die bei der autotechnischen Kontrollen bemängelten Automobile sind wie folgt angesetzt worden: Brugg (Eisiplatz), Mittwoch, den 2. Mai 1934, 20.30 bis 21.30 Uhr; Aarau (Schaehen), Donnerstag, den 3. Mai 1934, 20.30 bis 21.30 Uhr. Für die bereits früher vorgeführten Wagen, die sich der Nachkontrolle unterziehen, ist die gelbe Kontrollkarte mitzubringen. Bei Anlass dieser Nachkontrollen werden auch bis jetzt nicht vorgeführte Wagen geprüft. SEKTION BERN, Ortsgruppe Langenthai. Letzten Mittwoch, den 25. April a. c, hielt die durch ihre Initiative in A. C. S.-Kreisen angesehene Ortsgruppe Langenthai im Hotel Bahnhof in Langenthai ihre Hauptversammlung ab, die über die Tätigkeit im zweiten Vereinsjahr Zeugnis ablegte. Der Vorsitzeade, Herr W. Ruckstuhl, konnte in seinem ausführlichen Jahresbericht mit recht ermutigenden Begebenheiten aufwarten, welche, abgesehen von der äus3erst regen Sektionstätigkeit, ausschliesslicb auf das Konto Langenthai zu buchen sind. So die Vogesenfahrt vom 17./18. Mai und die Traubenfahrt nach Sitten vom 1.18. Oktober, in was es die Touristik der Oberaargauer anbelangt, und deren unermüdliche Bestrebungen um die Schaffung besserer Strassen in der östlichen Kantonseoke, die Zusammenarbeit mit den Gemeindebehörden in der Vorbereitung der Wegmarkierungen im Ortsgebiet, sowie die Prüfung der von der Gemeinde geplanten Unterführungen östlich und westlich des Bahnhofes. In bezug auf dia Verkehrssicherheit wurde der Langenthaler Gruppenvorstand wegen der im Winter gefährlichen Glatteis-Strecke Herzogenbuchsee-Bützberj bei den kantonalen Instanzen vorstellig und stellte das Begehren um Strassenpatrouillen hei plötzlichem Gefrieren der regennassen Strasse und Aufstellen von Warnungstafeln. Ende Dezember hatten die Mitglieder der Ortsgruppe Langenthai Gelegenheit, ihre Wagen durch die kantonale Verkehrspolizei unentgeltlich prüfen zu lassen, welche Kontrolle von mehr als 70 Automobilisten benützt wurde. Die Ortsgruppe Langenthai zählte am Stichtage der Hauptversammlung 60 Mitglieder; im vergangenen Berichtsjahre traten ihr neun Mitglieder bei. Der Vorstand für die Amtsdauer 1934/35 setzt sich wie folgt zusammen: W. Ruckstuhl, Präsident; E. U. Rufener, Vizepräsident; Max Baumberger, Sekretär; Peter Geiser, Kassier; Willy Brand, Hugo Röthlisberger, Dir. J. Tschamper, Beisitzer. Noch im Monat Mai führt die Ortsgruppe eine Clubfahrt an den Vierwaldstättersee durch, die u. a. Mich die Ueberquerung des Vierwaldstättersees mit der Fähre Gersau-Beckenried in sich schliesst. Dann gedenken die Langenthaler in grosser Anzahl an der interessanten Sektionsausfahrt nach Kembs teilzunehmen, über die an anderer Stelle früher schon zu lesen war. h. SEKTION ZÜRICH. Eine «rosse Zahl von 60 A. C. S.-Damen fanden sich am 24. April zur Besichtigung des- Zürcher Stadttheaters ein. Unter Leitung von Opernregisseur Rückert konnten all die interessanten Einrichtungen «hinter den Kulissen > besichtigt werden: Beleuchtungsmaschinerie, Panoramaeffekte, Dekorationen, Rundbühne, Blitz-, Donner-, Regen- und Windapparate und wie die Dinge alle heissen, die sich da auf den Brettern, die die Welt bedeuten, abspielen und die sonst für die Theaterbesucher ein Geheimnis bedeuten. Die Führung wurde noch durch Ausführungen von Hin. Dir. Schmid-Bloss über -die geplanten Vergrößerungen ergänzt. Am anschliessenden Nachmittagstee im « Grand Hotel Dolder > hiess die Präsidentin ihre Clubkolleginnen willkommen und konnte ihnen für die kommenden Monate eine Reihe weiterer interessanter Veranstaltungen in Aussicht stellen. T.C.S. Autosektion St. Gallen-Appenzell ORTSGRUPPEN APPENZELL A.-RH. UND I.-RH. Am 21- April hielten die beiden Gruppenvorstände in TJrnäsch eine Zusammenkunft ab, wo wir auch unsern Sektionspräsidenten Lutz aus Flawil begrüssen konnten. Nachdem es bald zur Tradition geworden ist, dass sich die beiden Gruppen alljährlich für eine Ausfahrt zusammenfinden, so soll uns auch dieses Sportjahr wieder freundschaftlich zusammenführen. Es wurde beschlossen, am 10. Mai (Auffahrt), eventuell am 13. Mai eine halbtägige Maienfahrt auszuführen nach dem schönen Schlösschen Bottighofen am Bodensee bei Kreuzungen. Die Mitglieder vom Hinterland treffen sich 13.30 Uhr in Bischofszell (Restaurant Grubplatz). 14 Uhr: Abfahrt über Sulgen, Berg, Siegershausen, Kreuzungen, Kurzrickenbach, Bottigbofen. Diejenigen Mitglieder vom Vorder- und Mittelland, die nicht nach Bischofszeil fahren wollen, steuern direkt über Uttwil-Altnau dem Ziel zu, wo zirka 15 Uhr der Tanz mit Musikeinlagen und Vesper beginnen soll. Parkierung direkt beim Seegarten möglich. Rückfahrt wird am Ort bestimmt. An die Mitglieder sei die Bitte gerichtet, diesen Tag zu reservieren. Die Kommission erwartet einen grossen Aufmarsch. Die Hin- und Rückfahrt wird kaum 100 km ausmachen bei grösstenteils guten Strassen Verhältnissen. P.S. Bei zweifelhafter Witterung gibt am 10. bzw. 13. Mai ab 11 Uhr die Telephonzentrale Herisau Auskunft, ob die Zusammenkunft stattfindet oder nicht. Nach diesem Traktändum orientierte Kantonsrat Pfeninger (Urnäsch) über die Arbeiten an der ueuen Kräzerlistrasse und die Säntisbahn. Das Präsidium machte anschliessend die Mitteilung, dass die Gruppe Appenzell A.-Rh. mit einer schriftlichen Eingabe an den Sektionsvorstand gelangt sei mit dem Auftrag, die Sektion St. Gallen- Appenzell möchte zur Eröffnung der Strasse und Bahn (zirka Vorsommer^ 1935) ein grosszügiges T.C.S.-Aelplerfest in Szene setzen eventuell verbunden mit einer Sternfahrt und Einladungen an andere Schwestersektionen. , Es soll bei der Talstation der Säntisbahn ein schöner, weit über 200 Automobile fassender Parkplatz geschaffen werden. Freudig' wurde dieser Antrag von allen unterstützt. Dieses Aelplerfest sollte^ allen ostschweizerischen T.C.S.lern zugänglich'";gg.-. macht werden in Anbetracht der Neuheit einer kühnen Säntisbahn und der voralpinen Bergstrasse. Ein grandioses Miterleben am Fusse des Säntismassivs würde all den grossen Scharen des T.C.S. eine Fülle der schönsten Bergbilder unvergesslich machen. Ferner begrüssen die beiden Vorstände das Studium (des Sektionsvorstandes, wonach eine Verbindung gesucht werden soll, um alle Sektionsmitglieder für persönlichen Unfall (gratis aus der Sektionskasse) bei einer Versicherungsgesellschaft vertraglich zu versichern. Zur Orientierung bemerkte der Präsident, dass die Gruppe Appenzell A.-Rh, für die Alpenstrasseninitiative zirka 1000 Unterschriften an die Sektion ablieferte. Nachdem noch von allen Seiten unserer freundschaftlichen Zusammenarbeit gutes Gelingen gewünscht wurde, konnte der Präsident die flott verlaufene Zusammenkunft mit dem Dank an alle Eschieneneh um 11 Uhr schliessen. So nur- ist der lange Winterschlaf vorbei. Heraus mit unseren Stahlpferden an die Frühlingsluft. Die Arbeit für die Gruppe muss in allem, was uns Automobilisten nottut, wieder fest einsetzen. Die beiden Vorstände. Aus den Verbänden CHAUFFEURVEREIN ZÜRICH. Morgen Mittwoch, den 2. Mai, abends 8.15 Uhr, findet die ordentliche Monatsversammlung statt (Vereinslokal Du Pont, Eingang Limmatseite). Unsere Mitglieder sind gebeten, an dieser Versammlung pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Wir erinnern, dass jeden Donnerstag, ab 20 Uhr, eine gesellige Zusammenkunft am Stammtisch im Restaurant «Zeughauskeller» (Paradeplatz) stattfindet. Jede gewünschte Auskunft wird gerne erteilt. Der Vorstand. Aus d (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Lücken im Verzeichnis der Hauptstrassen mit Vortrittsrecht. Welch erfreuliches Interesse auch die im Ausland domizilierten Schweizer den Verkehrs-' fragen der Heimat entgegenbringen, beweist uns nachstehende Zuschrift eines St. Galler Abonnenten, der in Haverford (U. S. A.) tätig ist. Er schreibt uns: « Eben gelang ich in den Besitz Ihres Blattes vom 28. März 1934 mit dem Verzeichnis der Hauptstrassen mit Vortrittsrecht. Als Ostschweizer möchte ich gerne wissen, warum wbhl die direkte Verbindung Romahshorn— St. Gallen, d. h. bis zum Punkt, wo die Strasse Amriswil—St. Gallen in diese einmündet, nicht als Haupt- und nicht einmal als «bedeutende Talstrasse > eingetragen ist? Dabei ist zu erwähnen, dass die ganze Strecke neu ausgebaut (nicht nur ausgebessert) ist, und dass davon ca. 3 km als Betonstrasse « up to date »•, d. h. mit verbreiterten, nach aussen überhöhten Kurven angelegt sind. Wäre diese Strasse nicht von grosser Bedeutung, so hätten sich wohl der KantoD Thurgau und hauptsächlich die Gemeinde Egnacb, durch deren Gebiet sie führt, nicht mit soviel Initiative um deren Neubau interessiert und sie auch als Vorbild für Hauptstrassen erstellt. Ich glaube, dass alle Automobilisten, die diese seit letzten Sommer fertig erstellte Strasse schon befahren haben, mit mir derselben Ansicht sind. > A. K. Anmerkung der Red.: Eine Anfrage bei den (Zuständigen kantonalen Instanzen ergibt, dass man auch dort die Berechtigung der obigen Kritik anerkennt. Offenbar ist durch irgendwelche Missverständnisse zwischen den kompetenten Stellen der Kantone Thurgau und St. Gallen das Strassenstück von keiner Seite in Vorschlag gekommen, in der Meinung, dass dies vom Nachbarkanton besorgt werde. Auf alle Fälle ist man in St. Gallen, auf dessen 1 Territorium übrigens nur ein Zehntel der Strecke Häggenschwil-Romanshorn liegt, der Auffassung, dass bei der ersten besten Gelegenheit, die sich vielleicht anlässlich einer Revision des Verzeichnisses bietet, die betreffende Route unter_ die Hauptstrassen mit Vortrittsrecht einzureihen sei. Touristik-Bulletin des A.C.S. m. K. = mit Ketten, o. K. = ohne Ketten. Der zu Wochenbeginn eingetretene Witterungsumschlag hat in den Höhenlagen zu starken Schneefällen geführt. An verschiedenen Stellen betrug die Neuschneemenge 1 Meter. Heute ist die Situation jedoch mit wenigen Ausnahmen wie vor dem Wetterümsturz. Die für zwei Tage gesperrte Julierstrasse ist wiederum gänzlich schneefrei und o. K. gut passierbar. Folgende Passübergänge wurden seit letzter Woche geöffnet: Ibergeregg (23. April), Weissenstein (23. April), Montets 25. April) und Mosses (27. April). Stand der übrigen Strassen: Albula: Nordseite aper bis Preda, Südseite unpassierbar ab Ponte. Bernina: Engadinerseite abPontresina gesperrt; Puschlav schneefrei bis kurz oberhalb San Carlo, Weiterfahrt wegen Lawinenniedergang unmöglich. Flüela: von Davos her o. K. offen bis Gasthaus Tschuggen; Südseite aper bis Pignaibrücke. Furka: unpassierbar zwischen Realp und Oberwald im Wallis. Grimsel: Haslital schneefrei bis Zentrale Handeck; Walliserseite gesperrt. Grosser St. Bernhard: o. K. offen bis Bourg- St. Pierre. Klausen: unpassierbar zwischen Urnerboden und Urigen. Lukmanier: Bündnerseite o. K. befahrbar bis Acla; Tessinerseite schneefrei bis Camperio. Marchairuz: Westseite noch unpassierbar: Ostseite ab St. George unpassierbar. Montets: seit 25. April durchgehend passierbar. Forclaz: wegen Felssturz bis 30. April gesperrt. Mosses: gänzlich schneefrei, seit heute o. K. offen. Oberalp: Bündnerseite schneefrei bis Tschamutt; Urnerseite ab Nätschen gesperrt. Pillon: unpassierbar zwischen Passhöhe und Kantonsgrenze Bern/Waadt. St. Bernhardin: unpassierbar zwischen Hinterrhein und Pian San Giacomo. St. Gotthard: N'ordseite aper bis Hospenthal; Südseite o. K. befahrbar bis Fort Foppa oberhalb Airolo. An der iYeilegung der Strasse arbeiten 60 Mann. Simplon: Nordseite bis Berisal o. K. offen: Südseite aper bis zirka 2 km ob Gondo. Splügen: gesperrt zwischen Splügen-Dorf und Pianazzo. ,, Ujtnbraik Schweizerseite schneefrei bis zu den Kehren ob Sta. Maria. .^jp es te-c.rei.ch : Der Arlberg- und der Flexen- -pa.ss sind seit -35.. April) für den gesamten Fahrverkehr geöffnet. Bei Wetterumschlag Kettenmitnahme empfohlen. Autofähre Vierwaldstättersee. • Die Autofähre Beckenried - Gersau nimmt am 29. April ihren Betrieb nach folgendem Fahrplan, gültig bis 15. Oktober 1934, wieder auf: Beckenried ab: 7*, 9, 11*. 12.55*, 2.30, 4, 5.30, 7** Uhr. Gersau ab: 8* 10, 1.2*, 1.45*, 3.15, 4.50, 6.10. .7.45** Uhr. * Fallen im Oktober an Werktagen aus. ** Fallen vom 15. Sept. bis 15. Oktober aus. Autoverlad in Airolo. In Airolo wird beim Autoverlad von einem Privatangestellten, der mit den S.B.B. nichts zu tun hat, in ungerechter Weise von den Automobilisten eine Entschädigung von Fr. 1.— pro Auto für den Verlad verlangt. Alle Automobiligten sind dringend ersucht, eine Bezahlung dieses Betrages strikte zu verweigern und den A.C.S.-Sekretariaten Mitteilung zu machen, damit gegen diese ungerechtfertigte Geldmacharei vorgeeangfin werden kann. Eine neue Devisenvorschrift für Reisen nach Deutschland. Nach den neuen deutschen Devisenbestimmungen ist künftig die Freigrenze des in Bargeld nach der Schweiz zu verbringenden Betrages deutscher Währung auf 50 RM. herabgesetzt worden. Auch diese 50 RM. dürfen künftig nicht mehr in Reichsbanknoten oder inländischen Goldmünzen in die Schweiz ausgeführt werden. Damit Schweizer, die Deutschland besuchen, nicht Schwierigkeiten bei der Rückreise bekommen, empfiehlt es sich, bei der Einreise in allen Fällen eine Grenzbescheinigung sich geben zu lassen, in der die nach Deutschland eingeführten Zahlungsmittel und Wertpapiere aufgeführt sind. Diese Zahlungsmittel (auch Reichsmark-Noten) und Wertpapiere dürfen innerhalb eines Monats nach der Einreise wieder nach der Schweiz ausgeführt werden. Schweizer können ferner Reichsmarknoten, die sie in Deutschland durch Umwandlung von laut Grenzbescheinigung eingeführter Devisen erlangt und nicht verbraucht haben, vor ihrer Ausreise in die Schweiz bei Devisenbanken oder Wechselstuben ohne Genehmigung und ohne Eintragung in den Reisepass wieder in Devisen zurückwechseln, wenn die Devisenbank oder die Wechselstube, welche die Umwechslung vorher von Schweizerwährüng in Reichsmark vorgenommen hat, dies auf der Grenzbescheinigung oder auf einem mit ihr verbundenen Blatte vermerkt bat. Liste der Strassensperrungen und Verkehrserschwerungen Bulletin Nr. 17 a Zwischenmeldung. Nachdruck verboten. Offizielle Zusammenstellung durch das Sekretariat der Baudirektorenkonferenz. Bern, Kreis V: Sperrung: Strasse Chevenez- Fahy bei Chevenez. Thurgau: Sperrung: Müllheim-Sonterswil. Umleitung über Märstetten. St. Gallen: S.perrung: Ragaz-Tardisbrücke- Landquart. TJmleitung über Maienfeld. Ab 2. Mai. Zürich: Sperrung ab 1. Mai. Kilchberg: Seestrasse vom Löwen Bendlikon-Grenze Rüschlikon. Einbahnverkehr seeabwärts. Umleitung seeaufwärts. über Hornhaldenstrasse-Wembergetraese- Dorfstrasse-Böndlerstrass.e/Kilchberg alte Landstraese Rüschlikon-Thalwil. Hornhaldenstrasse: in Kilchberg/Zürich, Teilstrecke Weinbergstrassealte Landstrasse. Thalwil: Alte Landstrasse. Einlenker bei der Kirche vom 1.—15. Mai. Arlberg- und Flexenpass geöffnet. Ab 25. April 1934 konnten Arlberg- und Flexenpass wieder dem Verkehr übergeben werden. Diese verhältnismässig frühe Oeffnung des Arlbergs ist einerseits der günstigen Witterung, anderseits aber auch den Bemühungen der Behörden zu verdanken. fo Iwi Neugrundung: H. Weber & Sohn. Autohandel, Suhr. Hans "Weber, sen. und H. Weber, jun., beide in Chur, haben unter dieser Firma eine Kollektiv-Gesellschaft eingegangen. Zweck d«r Unternehmrang ist Handel in Autos und Reparaturen. Domizil: an der Hauptstrasse Sufer-Lenzburg. GesehSftserweüerung: Joh. Sterchi, Motorräder und Autos, Oberrwnsern. Die Firma hat ihren, Geschäftskreis erweitert und nunmehr auch die Vertretung und den Handel von Automobilen übernommen. Firmenänderung: A. Ziegler & fils, Garage de St. Jean, Genf. A. Ziegler und sein Sohn J H. Ziegler, beide in Genf, haben unter dieser Firma eine Kollektiv-Gesellschaft eingegangen; sie übernimmt Aktiven und Passiven der früheren Einzelfirma Albert Ziegler, welche, erloschen ist. Domizil: Rue Albert Richard. Senn & Stieger, Automobilhandel, Landquart. G. Senn und J. A. Stieger haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung ist Automobilhandel, Automobilservice und Reparaturwerkstätte. Dagegen ist die Einzelfirma Gallus Senn erloschen. Stalder & Co., Automobilaktiengesellschaft Basel. Unter dieser Firma wurde eine Aktien-Gesellschaft mit einem Kapital von 40.000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist der Handel mit Automobilen und Betriebsstoffen, sowie der Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstatt. Die Gesellschaft übernimmt von der in Liquidation begriffenen Kommanditgesellschaft Stalder & Co. Aktiven und Passiven zu dem Uebernahmepreis von 20.000 Fr., für welchen die Gesellschafter 20 Stammaktien erhalten. E Stalder bringt einen Inhaberschuldbrief über 10.000 Fr. ein. Der Uebernahmepreis wird durch Uebergabe von 10 Vorzugsaktien beglichen. B. Huggel bringt eine Forderung von 5000 Fr. an E. Stalder ein, welche durch die Uebergabe von 5 Vorzugsaktien beglichen wird. Einziges Mitglied des Verwaltungsrates ist E. Stalder-Latscha, Geschäftsführerin ist Anna Stalder-Latscha. Beide führen Einzelunterschrift. Geschäftsdomizil: Delsbergeralle. Firme iHoschung: Antoine A. Jubn, Automobilhandel, Lausanne. Die Firma wird infolge Konkurses Ton Amtes wegen gelöscht. Gustave Dussauge, Automobilgarage, Genf. Die Firma wird infolge Konkurses des Inhabers gelöscht. Louis Meili, Pneuhandel, Lausanne. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Walter Stocker, Automobilhandel, Zürich. Die Firma ist infolge Todes des Inhabers erloschen. Geza, W. Müller & Co., Turbo-Automobile, Zürich. Die Fji'ma ist infolge beendigter Liquidation erloschen. Wilhelm Röthlisberger, Automobilvertretung, Thun. Die Firma ist infolge Todes des Inhabers erloschen. Kapitaländerung: Vacuum Schalldämpfer A.-G., Zürich. In ihrer a. o. Generalversammlung vom 24. März haben dia Aktionäre die Erhöhung des Kapitals von bisher 20.000 Fr. auf 30.000 Fr. beschlossen und die Ausgabe und Volleinzahlung von weiteren 10 Namenaktien ä 1000 Fr. konstatiert. Personelles: Titan A.-G., Zürich, Autohandel. Dr. W. Koller, Rechtsanwalt, führt als Mitglied des Verwaltungsrates nunmehr Kollektivunterschrift. Ferner wurde an J. Wildberger Kollektivprokura erteilt. Näegeli-Weetmann & Co., Agence International, St. Moritz, Auto- und Garagebetrieb. Aus der Kommanditgesellschaft ist der Kommanditär F. Schubiger; infolge Todes ausgeschieden und seine Kommanditeinlage •demzufolge erloschen. An seiner Stelle ist als Kommanditärin mit dem Betrage von 20.000 Fr. Wwe. L. Schubiger-Honegger in Bergamo eingetreten. Red Star Automobiles & American Garage S. A., Lausanne. Mme R. Stern, A. Guye und U. Peclard sind aus dem Verwaltungsrat ausgetreten und ihre Unterschrift erloschen. Einziger Verwaltungsrat ist nunmehr G. A. Schaefer, Buchhaltungsexperte, Lausanne; er führt rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Die Unterschrift des früheren Direktor P Kehrer ist zufolge Tod erloschen. Neues Domizil: Place St. Francois. S. A. poiir le commerce des automobiles Fiat en Suisse, Genf. L. Badan ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. Domizil der Firma Route de Lion. Charles Abt, Zürich-Horn-Garage,' Zürich. Inhaber dieser Firma ist Ch. Abt in Zürich. Handel in Automobilen und allen Bedarfsartikeln der Branche, Reparaturen. Domizil: Dufourstrasse. A.-G. R. & E. Huber, schweizerische Gummiwerke, Pfäffikon. A. Neber erhält Kollektivprokura und zeichnet je mit einem der übrigen Unterschriftsberechtigten. Societe du Garage Nautique de NcuchStel. Der Verwaltungsrat wurde in der letzten Generalversammlung wie folgt bestimmt: P 'Savoie, Handelsmann, als Präsident; A. de Montmollin, Bankier, als Sekretär; A. Jehle, Bankangestellter und E. Sjöstedt, Industrieller, alle in Neuchätel. Aus 'dem Verwaltungsrat sind ausgeschieden: A. Prince, A. Stämpfli fils und A. de Chambrier, deTen Unterschrift erloschen ist. Die jetzigen Mitglieder des Verwaltungsrate3 zeichnen kollektiv je zu zweien. Köilokationsplan: Auto Electric A.-G., Biel. Anfechtungsfrüt bis 1. Mai. Nachlassvertrag: W. Lienhard, Autos, Kriens. Stundungsbewilligung vom 17. April. Eingabefrist bis 11. Mai. Gläubigerversammlung am 7. Juni. ächluss des Konkursverfahrens: P. F. Hess, Autokarosserie, Biel. Summarische« Verfahren. Schluss am 18. ApriL