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E_1934_Zeitung_Nr.036

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12 AUTOMOBIL-REVUE

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II. Blatt BERN, 1. Mai 1934 Genfer Luftfahrt-Salon Am letzten Freitag wurde durch Bundespräsident Pilet-Golat in Genf der erste Internationale Salon für Sport- und Touristik-Luftfahrt eröffnet. Die Schau vereinigt die Erzeugnisse von 85 Firmen aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, der Schweiz und den Vereinigten Staaten und nimmt das ganze Erdgeschoss 'des Palais des Expositions im Plainpalais ein, das sonst jeweils die Genfer Automobilausstellung beherbergt. Als Organisatorin zeichnet die Sektion Genf des Aero-Clubs der Schweiz. In grosszügiger Weise hat diese Sektion auch alle Sportflieger zu einem Besuch der Calvinstadt eingeladen, wofür sie während zwei Tagen die Kosten übernimmt. lieber 300 Sportflieger aus aller Welt haben bisher ihren Besuch angesagt. Die offiziellen Einweihungsfeierlichkeiten wurden durch ein Bankett im Hotel des Bergues eröffnet. In glänzender Rede legte Herr Marce Devaud, als Präsident des Organisationskomitees die Entwicklungsgeschichte des Salons dar Nach einem ersten Versuch, im Jahr 1929, wobei deT damalige « Club suisse d'aviation > gleichzeitig mit der Laßtwagenausstellung eine Luftfahrtschau Teranstaltete, stand der Entschluss zu einem beeonderem Salon für Flugsport und Flugtouristik fest. Der Erfolg des ersten Anlasses, der ein deutliches Aufblühen des Flugwesens in der Schweiz zur Folge hatte, bot einen machtvollen Anreiz zur Wiederholung in grösserem internationalem Rahmen. Genf lag die Förderung der Luftfahrt seit jeher am Herzen. In Genf wurde 1909 die erste schweizerische Vereinigung zur Pflege der Aviatik «schwerer als Luft». gegründet, der seinerzeitige Club suisse d'aviation, die heutige Sektion Genf des Aero-Clubs der Schweiz. Im letzten Jahr glaubte man die Zeit gekommen, im August setzte man sich ans Werk. Und alle Anzeichen sprechen dafür, dass das Werk gelungen ist. Immerhin bleibt dem Aero-Club noch unendlich vieles zu tun. Es harren seiner Probleme der Verbilligung des Benzins, der Verminderung der Versicherungsprämien. Soll die Luftfahrt sich popularisieren können, so muss auch für vermehrte Landemöglichkeiten gesorgt werden, für deren Anlage gerade die gegenwärtige Zeit der Arbeitslosigkeit günstig wäre. Besonders Genf benötigt dringend einen seiner Bedeutung angemessenen Flugafen. Der Aero-Club beschäftigt sich auch seit langem mit der Notwendigkeit der Schaffung einer schweizerischen Flugzeugindustrie, ist doch die schweizerische Qualitätsarbeit dafür prädestiniert Den Herren Hauptmann Weber, Marchand, Cougnard, Frank Martin und Primault spricht der Redner seinen besonderen Dank für ihre wertvolle Mitarbeit aus. Bundespräsident Pilet-Golaz ergeht sich darauf in äusseret gehaltvoller Rede über die wirtschaftlichen Probleme, denen die Schweiz heute gegenübersteht. Wenn heute die ganze Welt aus den Fugen ist, so vor allem deshalb, weil seit den letzten zwanzig Jahren die Regel, nicht mehr auszugeben als man einnimmt, kaum mehr beachtet wurde. Nur ein langsamer, sorgfältiger Aufbau, ein Fussfassen auf dem Reellen, verantwortungsbewusste Arbeit und planmässiges Sparen können uns wieder besseren Zeiten entgegenführen. Die Schweiz ist das letzte Land, das sich irgendwelchen Spekulationen und monetären Manipulationen hingeben darf. Der vielgerühmte Fortschritt der Technik ist ein Nichts, wenn die Menschheit die moderne Technik nicht anzuwenden versteht. Die Aviatik ist berufen, die disziplinierte Anwendung der modernen Technik in höchstem Masse zu fördern. Sie kultiviert im Menschen die besten Eigenschaften. Kaltblütigkeit, Kühnheit, Augenmass, Raschheit, Entschlussfähigkeit, Verantwortungsbewusstheit, üeberlegung und Vorsicht. Glücklich ein Volk von Fliegern! Früher verfügten nur die seefahrenden Völker über einen weiten Blick. Heute bietet die Luftfahrt allen Menschen ungeahnte neue Möglichkeiten. Keiner Schweizerstadt war eine Ausstellung, die derartige Ziele verfolgt, mehr zu gönnen als der Stadt des Völkerbundes. Keine verdiente auch mehr die Unterstützung, die ihr zuteil geworden ist. Und ich bin stolz, dass es mein Land war, das die erste Internationale Ausstellung für Flugsport und Flugtouristik beherbergen konnte. Tm Namen des Bundesrates entbiete ich den Gästen Genfs die besten Grüsse und echliesse daran meine Glückwünsche für besten Erfolg. Als Vertreter der Genfer Regierung und Präsident des Handels- und Industriedepartementes sprach zum Schlugst Herr Staatsrat Picot Durch die Stände. Das Gesamtbild der Ausstellung ist recht erfreulich. Wenn auch noch keine Gefahr besteht, dass es den Rahmen des 'Gebäudes sprengt, so kann doch anderseits mit Genugtuung konstatiert werden, dass die meisten grossen europäischen Marken, der Flugbranche vertreten sind. Das grosse Mittelfeld der Halle ist den Flugzeug- und Motorenfabrikanten reserviert, während das Zubehör und die Stände der Vereine und anderer mit der Luftfahrt in Zusammenhang stehender Institutionen in den Umgängen untergebracht sind. Einen gediegenen eigenen «Salon im Salon » hat das französische Luftministerium im rechten Anbau nächst dem Eingang eingerichtet. Die Galerien der Halle dagegen blieben unbenutzt. Ein erster kurzer Rundgang durch die Stände lässt erkennen, dass der Flugzeugbau auf grossen Gebieten aus dem Stadium der Versuche herausgetreten ist. Zahlreiche Bauelemente wurden in den letzten Jahren standardisiert. Während es noch an der letzten Genfer Luftfahrtausstellung mehrere Apparate zu sehen gab, denen man sich nur mit Misstrauen als Passagier anvertraut hätte, wenn man ihnen die Fähigkeit, zu fliegen, überhaupt zutraute, werden diesmal ausschliesslich Muster gezeigt, die bereits vielfach praktisch erprobt wurden. Das letzte Mal wurde gleichsam noch die Flugfähigkeit an sich bewertet. Heute gilt die Flugtüchtigkeit als selbstverständliche Voraussetzung. An Stelle der Bewertung nach dem Gefühl und blossem Augenschein tritt immer mehr auch die Bewertung auf Grund genauer Leistungsmessungen. An Stelle der Improvisationen und versuchsmässigen Konstruktionen tritt die wissenschaftlich fundierte Durchbil- Oben.: Der neu m der Schweiz vertretene englische Flugzeugtyp « Miles Hawk ». Rechts: Der in mehreren Sport- und Touristik-Flugzeugen eingebaute 130 PS «Gipsy Major»-Motor. Unten: Das neue Adler-Ganzstahl-Sport- und Schulflugzeug. fen. Durchaus flugtüchtige Sportflugzeuge kommen heute bereits zu Preisen auf den Markt, wie sie für mittelgrosse Automobile der niedrigsten Preisklasse gefordert werdiung. Die industrielle Konkurrenz und die sportlichen Wettbewerbe tragen das ihre zur Vervollkommnung des Flugzeugbaues bei. Standardisierung deutlich erkennbar. Liebhabereien, die nich technisch begründet sind, verschwinden immer mehr im Hintergrund. Die Zahl der Grundtypen hat sich deshalb stark vermindert. In einigen Fällen könnte sogar der Eindruck aufkommen, dass der eine Konstrukteur den andern kopiert In Wirklichkeit sind es jedoch nur die angestrebten gleichen Ziele, die zur gleichen Lösung führen. Indessen sind die Wünsche und Anforderungen in der Sport- und Touristikluftfahrt so vielgestaltig, dass man auch konstruktiv nie ohne mehrere Varianten auskommen wird. In Fällen, wo das Hauptgewicht auf beste aerodynamische Eigenschaften gelegt wird, wird der freitragende Tiefdecker am Platz sein. Den Ansprüchen an höchstem Reisekomfort dürfte der Hochdecker am besten gerecht werden, während wiederum dort, wo grösste Festigkeit verlangt wird, beispielsweise für den Schulbetrieb und die Akrobatik, der Doppeldecker die grösste Eignung hat Preise. Wie bereits an anderer Stelle angeführt, war in den letzten Jahren eine deutliche Tendenz zur Ausrüstung der Sport- und Touristikflugzeuge mit stärkeren Motoren zu verzeichnen. Trotzdem und trotz der allgemein zu beobachtenden Vervollkommnungen sind die Preise in ständigem Sinken begrif- Schmitt M35 der Bayrischen Motorenwerke eines der schnellsten der ausgestellten Sportund Tourenflugzeuge dar. Es ist mit einem 150 - PS - Siemens - Sternmotor ausgerüstet, zeichnet sich als' aerodynamisch hochwertige Konstruktion auch durch eine Landegeschwindigkeit von nur 85 km/St, aus und zeigt hervorragend schöne Ausarbeitung. Für weniger hohe Ansprüche kann die gleiche Zelle auch mit einem 125-ZS-Argus-Motor oder einem 130-PS-Gipsy-Major-Motor geliefert werden. Besonders fortschrittliche Durchbildung zeigt das Fahrgestell, bei dem jedes der eingeschalten Räder nur mit einer einzigen Federstrebe mit dem Rumpf verbunden ist. De Havilland präsentiert im Vordergrund des Standes mit dem Touristik-Hochdecker « Leopard-Moth » die Weiterentwicklung der bekannten «Puss-Moth». Mit den neuen, sich nach aussen verjüngenden Flügeln ist die Maschine noch schneller geworden und erreicht jetzt 225 km/St, bei 80,5 km/St. Landegeschwindigkeit. Der Sicherheitskoef— fizient wurde von 5,5 auf 7 erhöht. Die raffinierte Kabinenausstattung hat bereits vielfach als Vorbild gedient. Der blau-graue Moth-Doppeldecker, ein Schul- und Sportflugzeug par excellence und als solches in allen Ländern der Welt auch zu Tausenden verbreitet, weist als Neuerung in der Serienausführung den « Gipsy-Major »-Motor von 130 PS auf, der die bisherigen schwächeren Motorentypen ersetzt. Der daneben ausist eine der hervorragendsten Qualitäten der Berryloid-Lacke. Im vergangenen Jahr wurde das Privat-Flugzeug eines ausländischen Sportsmannes anlässlich eines Aufenthaltes in Dübendorf mit demselben Berryloid-Lack gespritzt, den die Swissair für alle ihre Flugzeuge verwendet. Alsdann wurde die Maschine zu einer ausgedehnten Jagdtour nach Aequatorial-Affrika geflogen. Dort stand Sie während vollen 4 Monaten unter freiem Himmel. Tagsüber war sie der afrikanischen Glutsonne, nachts dem Frost schutzlos preisgegeben; die Staubwolken der zentralafrikanischen Steppenstürme umbrausten sie und schliesslich kam auch noch die Regenzeit. Trotz allem blieb die Berryloid-Lackierung wie neu. Keine der durchgemachten Strapazen konnte ihren Glanz auch nur im geringsten trüben. Sowohl Besitzer als Führer des Flugzeuges sind begeistert und gehören heute zu unsern besten Referenzen. Ein interessantes Detail: Neugierige Neger hatten fausttiefe Beulen in die Bespannung des Flugzeuges gedrückt; durch die natürliche Elastizität des Berryloid- Überzuges haben sich diese Beulen wieder von selbst ausgeglichen, ohne dass im Lack Sprünge sichtbar geworden wären. Auch für Ihr Automobil, das Sie sich doch immer schön wünschen, gäbe es nichts Besseres als eine Berryloid-Lackierung. PEPPYLOO LASTER! Dauernde Schönheit für Ihr Automobil I Generalvertretung für die Schweiz: Spörri 6c Vetter«, Zürich Telephon 43.618 Schönbühlstrasse 8 No 36 II. Blatt BERN, 1. Mai 1934 den, was der Fabrikation in grösseren Serien, in manchen Fällen aber zudem noch den Kursverhältnissen zu verdanken ist. Die Bauweise ist immer noch in erster Linie eine Angelegenheit des Konstrukteurs. Für den Verbraucher halten die Vorteile der Holzbauweise denen der Metallbauweise ungefähr die Waage. Holzflugzeuge sind leichter zu reparieren, Metallflugzeuge dagegen weniger empfindlich. Die Holzbauweise eignet sich mehr für die Einzelfabrikation, die Metallbauweise mehr für die Fabrikation in grossen Serien. Gerade im Bau von Sport- und Touristikflugzeugen bekennen sich manche Konstrukteure zu einem Kompromiss, indem sie Holz und Metall gemischt anwenden. Beginnen wir unseren Rundgang im Mittelschiff der Halle, so finden wir in den Erzeugnissen von De Havilland und dem Tiefdecker der Bayrischen Flugzeugwerke die Vertreter der verschiedenen Bauweisen auf engem Raum versammelt. Mit 230 km/St. Höchstgeschwindigkeit stellt der Typ Messer- Der 7-Zylinder-Siemens-Sternmotor von 150 PS, mit dem die ausgestellten Klemm- und Messerschmitt-Maschinen ausgerüstet sind.