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E_1934_Zeitung_Nr.036

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Limousinen, 2 und 4

Limousinen, 2 und 4 Türen, Cabriolets mit 2 und 4 Fenstern bei allen Modellen. An sämtlichen ADLER-Modellen finden Sie außergewöhnlich schöne Formen, sehr geräumige Karosserien, grosse Achsabstände, alle letzten technischen Neuerungen. Stellen Siean ADLER-WagenHöchstforderungen. Diese werden nicht nur restlos erfüllt, sondern weit übertroffen. Prüfen Sie die Konstrukion, fahren Sie ADLER auf ausgesucht schlechten Strassenl JUNIOR-TRUMPF 5/20 PS TRUMPF 8/32 PS SUPER-TRUMPF 8/40 PS PRIMUS 8/32 PS 6 Zylinder, 3 Liter 15/65 PS Mitte Mai wird eine neue 5 PS Cabrio-Limousine Junior-Trumpf zum Preise von Fr.4500.- lieferbar sein. Der „Junior" hat Vorderradantrieb und die gleiche formvollendete Karosserie wie sein grösserer Bruder, der ADLER Trumpf und Super Trumpf. Preise von Fr. 4500— bis Fr. 13.500.- A. G. für Automobile, Zürich 4 PflanzschuIstrasse 9/Ecke Badenerstrasse 190 Telephon 31.688 Ausstellung: Theaterstrasse 12, b. Bellevue - Telephon 22.800 2Z Gollection en Renards La Nouveaute du Printemps RUE DE BOURG LAUSANNE organisiert durch die SECTJON VAUDOISE des A.C.S. Rundrennen durch die Stadt, 90 Runden, 298,800 km. Preise der Plätze: Fr. 3.— bis 30.— (Taxe 10% Zuschlag) Vorverkauf: Telephon 63.384 Montreux Grosse Verkehrserleichterungen Autopark für 5000 Wagen AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N°36 3. Juni 1934 Grosser Preis von Montreux Baar: X. Stierli & Co. Baden: Mario ZarattinU Basel: J.Schnell & Co. Bern: Sulgeneck- Garage A.G. Bern: Schmid, Glauser & Co. Chur: J. Willi, Sohn & Co.Ä.G. Langenthai: GarageGeiser. Lenzburg: HansSaxer. Luzern: Erismann & Baderischer. Pfäffikon(Zch.): J. Kläui. Rheineck: P. Müller & Co. Schaf f hausen: Guyan & Co. Seon: E. Hauri. Sevelen: Paul Thalmann, Solothurn:FrifcWefter. Wädenswil: Hans Räber. Wil(St.G.) Emil Kuhn. s Fahrers Ueberhitzung des Motors. Immer wird sich Unruhe des Fahrers bemächtigen, wenn er bemerkt, dass der Motor sich ungewöhnlich erhitzt, ohne dass eine erkennbare Ursache dafür vorliegt. Solche Ursachen können in verschiedenen Dingen bestehen, wie z. B. in sehr hoher Lufttemperatur, an recht heissen Tagen, wenn der Wagen stundenlang über schattenlose, im vollen Sonnenbrand liegende Landstrassen rollt oder wenn sehr lange und ansehnliche Steigungen zurückgelegt werden müssen, ohne dass man dem Motor Erholungspausen gönnen kann, oder wenn unterwegs aushilfsweise schlechter Brennstoff eingenommen werden musste, oder wenn man mangelhaft gewordene Zündkerzen nicht gleich durch neue ersetzen kann und was dergleichen vorübergehende Erscheinungen mehr sind. Wenn in solchen Fällen das Kühlwasserthermometer ungewöhnlich hoch steigt, so bedeutet das noch keinen Dauerfehler am Motor. Selbstverständlich muss man dafür sorgen, dass die Ursaohe so bald wie möglich beseitigt und wieder normale Motortemperatur hergestellt wird; vor allem kontrolliere man genau, dass Kühlwasser stets in genügender Menge vorhanden dst. Kann man sich keinen äusseren, zufälligen Anlass denken, so muss man allerdings die Kühlung selbst nachprüfen, ob etwa die Wasserpumpe streikt, ob der Ventilatorriemen gerissen ist oder rutscht, ob Verstopfungen oder Kesselsteinablagerungen im Kühler selbst vorliegen, ob vielleicht die Zusammensetzung des Gasgemisches zu fett oder zu arm ist, ob die Zündungseinstellung richtig nachregulfert ist, ob Ventile sich stecken oder deren Einstellung sich geändert hat und Aehn- Üches, was ungewöhnliche Motorerwärmung zur Folge hat. Ueber eine bestimmte Grenze darf man die Erhitzung des Motors nicht steigen lassen, will man nicht die lebenswichtigsten Teile und Lager des Motors gefährden. Aeussersten Falles halte man in Zwischenpausen an und lasse den Motor abkühlen, was allerdings ziemlich lange Zeit zu dauern pflegt. Und bei der nächsterreichbaren Werkstätte sorge man für gründliche Abhilfe, ehe man weiterfährt. Nun gibt es aber auch Wagen, bei denen irgendeine von vornherein verfehlte Ausführung schuld daran ist, dass der Motor ständig 'zu heiss wird. Hier gilt es, diesen Fehler, falls es nicht gleich deren mehrere sind, herauszufinden und abzuändern. So muss z. B. stets für guten Luftdurchzug durch die Motorhaube gesorgt sein; staut sich die Luft unter der Motorhaube, so wird trotz tadelfreien Funktionierens aller Kühleinrichtungen eine Ueberhitzung unvermeidlich sein. Eine nicht seltene Erscheinung stellt die Rückstauung der Kühlluft unter der Motor- Die Kühlluft darf sich niemals unter der Motorhaube stauen; nötigenfalls sind entsprechende Oeffnungen in die untere Motorverschalung zu schneiden. haube dar, die dann eintritt, wenn eine Verschalung unter dem Motor der beim Kühler einstreichenden Luft keinen freien Austritt gewährt. In diesem Falle muss hinten eine genügend grosse Oeffnung ausgeschnitten werden, durch welche die Kühlluft abstreichen kann ohne Widerstand zu finden. Die Thermosyphonkühlung, bei welcher das Kühlwasser nur unter der Einwirkung des Wärmegefälles zirkuliert und eine Wasserpumpe nicht angewendet wird, erfreut sich grosser Beliebtheit. Sie erweist sich auch bei mittleren Motoren meist als ausreichend. Ein Ventilator ist bei diesem Kühlsystem fast immer vorgesehen, weil durch ihn die Kühlwirkung ganz bedeutend verstärkt wird, und zwar um so mehr, je rascher der Motor läuft. Noch kräftiger lässt sich die Ventilatorwirkung gestalten, wenn rings um den Ventilator ein Metallgehäuse angeordnet wird, In welchem der Ventilator rotiert. Oft trägfauch eine unsachgemässe Führung der Auspuff- oder der Ansaugleitung die Schuld an der dauernden Ueberhitzung des Motors und unter Umständen auch des Wagenraumes. An einer allzu starken Erwärmung des Führersitzes können allzu reichliche Aussparungen für die Pedale schuld sein; sie sind dann zu verkleinern bzw. mit elastischem Material abzudichten, natürlich ohne dass das freie Spiel der Pedale beeinträchtigt wird. Ganz besondere Sorgfalt erfordert eine sachgemässe Kontrolle der Zusammensetzung des Gasgemisches bzw. die Wahl der richtigen Düsen des Vergasers. Denn nur zu oft wird gerade durch Mängel an diesen Teilen eine Ueberhitzung des Motors verursacht. Therme» Yphon-Künlung unterstützt man -wenn nötig durch einen Ventilator, den man noch mit einem sonderen Metallgehäuse umgeben kann. Wer allzu einseitig auf möglichst geringen Brennstoffverbrauch einstellt, läuft leicht Gefahr, dem Motor ein zu armes Gemisch zuzuführen und ein überhitzter Motor ist die sofortige Folge. Wer hier nicht sehr viel praktische Erfahrung besitzt, lässt sich am besten den Vergaser durch eine Spezialwerkstatt einregulieren, damit er auch ganz sicher ist, dass die Ueberhitzung des Motors nicht durch diesen Anlass kommt. Auch kontrolliere man die Ansaugleitung sehr genau auf etwaige Undichtheiten, die ebenfalls ein zu armes Gemisch verschulden. Alle Leitungsdichtungen sind aus bestem Material und sorgfältig herzustellen. Bei den Ventilatoren entspricht häufig weder die Form noch die Beschaffenheit des Antriebes allen Anforderungen. Anzahl und Form der Flügel müssen ebenso sachgemäss sein, wie sich der Riemen oder die Antriebskette in einwandfreiem Zustand befinden müssen. Rutschende Riemen oder zu kleine oder zu wenig Flügel am Ventilator bilden oft den Grund für Motorüberhitzung; auch darf man nicht übersehen, dass sich die Flügelform im Gebrauch manchmal verändert und dann in ihrer Wirkung 'stark nachlässt. Dass im Kreislauf des Kühlwassers ebenso wenig Widerstände vorhanden sein dürfen wie im Durchzug der Kühlluft, braucht wohl kaum besonderer Erwähnung. Daraufhin sind auch die kurzen Verbindungsstücke aus Gummischlauch zu prüfen, welche sich zwischen Kühler und Motor am Ein- und Auslauf befinden. Aus dem gleichen Grunde muss etwa vorhandener Kesselsteinansatz sofort entfernt werden, desgleichen ist für gründliche Entfernung von Verkohlungsrückständen in den Motorzylindern Sorge zu tragen. Es ist vielleicht nicht unangebracht, zum Schluss noch einmal die Hauptpunkte kurz aufzuzählen, warum einer Ueberhitzung des Motors stets so rasch als möglich abgeholfen werden muss. Wird nämlich der Motor zu heiss, so steigt die Temperatur des Kühlwassers oft bis zur Siedehitze, die Zylindermäntel bekommen dann eine noch höhere Temperatur, infolgedessen dehnen sich die Zylinderwände unzulässig aus, ebenso die Kolben, die Ventilfedern werden zu heiss, die Ventilstössel werden zu lang, die Ventile öffnen und schliessen nicht mehr richtig oder sitzen ganz fest, das Oel verliert infolge Ueberhitzung seine Schmierfähigkeit, und alle diese Erscheinungen haben noch weitere Temperatursteigerungen des Motors zur Folge, so dass schliesslich schwere Beschädigungen entstehen müssen. Wer sich alle diese Zusammenhänge richtig vor Augen hält, wird sofort, sowie ihm das geradezu unentbehrliche Kühlwasserthermometer das Warnungssignal über ungehörige Vorgänge unter der Motorhaube gibt, dafür sorgen, dass Abhilfe geschaffen und der Normalzustand wieder hergestellt wird. -y- Fahren über Teer. Bekanntlich verursachen Spritzer von nassem Strassenteer auf dem Lack von Karosserien sehr hässliche Flecken, die nur schwer wieder zum Verschwinden zu bringen sind. Die meisten Lackarten werden vom Teer nach und nach aufgelöst, wobei schon nach kurzen Einwirkungen des Teers der Lack seinen Glanz verliert. Die im Handel befindlichen Spezialpräparate zur Beseitigung von Teerflecken können deshalb auch nur frische Verschmutzungen unschädlich machen. Hat man kein solches Spezial- Präparat zur Hand, sucht man die Teerspritzer möglichst bald mit einem Lappen unter Zuhilfenahme von Butter oder Vaseline abzureiben. Noch besser wirkt als Lösungsmittel ein Gemisch von gekochtem Leinöl und Terpentin in gleichen Gewichtsanteilen. Prophylaktisch mache man sich zur Regel, über frisch geteerte Strecken immer nur Im Fussgängertempo zu fahren. Selbst wenn man die frischgeteerte Strecke hinter sich hat, warte man mit dem Beschleunigen noch einige hundert Meter ab, damit die Rädei den ihnen anhaftenden Teer an die Strasse abgeben und nicht gegen die Karosserie abschleudern, -s

36 - 1934 AUTOMOBTL-BEVUE . Die Reservereifen müssen arbeiten. Sparsamkeit am falschen Ort ist es, wenn man «eine schönen, neuen Reservereifen immer vorsorglich in ihrem Ruhezustand ein beschauliches Dasein führen lässt. Es geht ihnen dann so, wie vielen Menschen, die aus Mangel an körperlicher Bewegung krank werden. Gummi ist ein Material, das bewegt, geknetet werden muss, soll es seine guten Eigenschaften nicht verlieren und nicht brüchig werden. Schöne, neue Reservereifen findet man bei erfahrenen Autoleuten nur dann, wenn die Reifen auf den benutzten Rädern ebenfalls in wirklich ganz tadelloser Verfassung sind. Sonst wird ein erfahrener Autler die besten Reifen benutzen und die am meisten abgenützten als Reserve mitführen. Warum ? Weil er weiss, dass, wie oben ausgeführt, Arbeit die Reifen in gutem Zustand erhält, dass er also Geld spart, und wahrscheinlich auch Zeit: denn ein guter Reifen wird nicht so leicht eine Panne erleiden, die Zeitverlust und Gefahr bedeutet, wie ein abgefahrener, bei dem nur gar zu bald ein Defekt eintreten kann. Tedhn *•» Frage 9049. Vollständiges Versagen der Fussbremse nach Waschen des Wagens. Mein fast neuer und bis jetzt immer tadellos funktionierender Amerikanerwagen wurde in der Garage der Hauptvertretung gewaschen, und zugleich wurden die Bremsen neu nachgestellt. Das letztere wäre noch nicht notwendig gewesen, aber sicherheitshalber wurde es auf meinen Wunsch doch vorgenommen. Als ich nun mit dem Wagen die Garage verliess und einige Minuten später an eine Trambahnkreuzung herankam, nahte auf etwa 20 m Entfernung ein Tramzug. Da ich nicht vor Passieren desselben das Geleise überfahren wollte, beabsichtigte ich anzuhalten — aher trotzdem ich schon vorher vorsichtshalber den zweiten Gang eingeschaltet hatte, lief mein Wagen mit etwa 5—10 km weiter und reagierte in keiner Weise auf den vollen Druck auf die Fussbremse. Da ich noch nie ein Versagen der Bremsen erlebt hatte und ich somit auf ein Versagen in diesem kritischen Moment nicht gefasst war, vergingen einige Augenblicke, bis ich mir der Situation klar wurde. Im letzten Moment vor der Kollision mit der Strassenbahn gah ich rein intuitiv Vollgas und kam so gerade noch über das Geleise ohne Zusammenstoss mit der Strassenbahn. Habe ich in dieser Situation mich richtig verhalten und ist es möglich, dass nach dem Nachstellen der Bremse und bei einem richtigen Zustand der Bremsen so etwas nach dem Waschen des Wagens passieren kann? Ich fuhr dann mit dem ersten Gang sogleich in die Garage zurück, wo man mir sagte, die Bremsen •würden ganz normal funktionieren und es sei das Ereignis nur darauf zurückzuführen, dass etwas Waschwasser zwischen die Bremsklötze gelangt sei, •was das Angreifen vorerst verhindert hätte. Auf diese Versicherung hin fuhr ich nun beruhigt wieder weg, und die Bremsen funktionierten normal. Dr. W. in U. Antwort: Das mehr oder weniger vollständige Versagen der Bremsen nach dem Waschen des Wagens stellt eine nicht selten zu beobachtende Erscheinung dar. Es hängt tatsächlich mit in die Bremsen eingedrungenem Wasser zusammen, indem das Wasser, eventuell noch zusammen mit zur Radreinigung angewandtem Petrol, den Reibungskoeffizienten der Bremsbeläge stark vermindert. Vorsichtshalber sollte man sich deshalb jedesmal, nachdem der Wagen gereinigt wurde, von der Wirksamkeit der Bremsen überzeugen und nötigenfalls schon beim Abfahren in langsamem Tempo die Bremsen so lange schleifen lassen, bis sie zu packen beginnen. In Ihrem Fall wäre eine Bremsprüfung gleich nach der Abfahrt um so eher am Platz gewesen, als noch Einstellarbeiten vorgenommen wurden. Indem Sie im kritischen Moment Gas gaben, haben Sie daregen wohl richtig gehandelt. —at— »•» '«»«H iedis durch die neugeschaffene «Type S» der Biluxlampe, mit der eine um etwa 20 Prozent grössere Breitenstreuung erzielt wird. Aber auch die Reichweite des Abblendlichtes konnte um etwa 10 Prozent gesteigert werden, wobei noch eine um etwa 20 Anfrag« 399. Umfang der Haftpflicht des Hal-Prozenters. Vor zirka drei Wochen ereignete sich auf der höhere Beleuchtungsstärke auf der Fahr- Staatsstrasse St. Margrethen-Rheineck folgender Unfall: Ein Vorarlberger Fuhrmann wollte mit einer Ladung Steine mit seinem Einspänner nach Rheineck fahren. Da, wo Strasse und Bahnkörper unmittelbar miteinander parallel laufen, begegnete dem Fuhrwerk der Zug von Rheineck. Vorsorglich stieg der Fuhrmann vom Wagen und führte das Pferd, um einem allfälligen Scheuen vor dem Zuge vorzubeugen, am Zügel. Im Moment, als Zug und Fuhrwerk einander kreuzten, machte das Pferd einen Seitensprung nach links, während im gleichen Augenblick ein Personenauto ebenfalls Richtung St. Margrethen daherkam und Pferd samt Fuhrmann gleichsam wegschleuderte. Der Fuhrmann sagt aus, er habe dem Chauffeur noch mit der Peitsche Deutung gegeben. Naod weiterer Aussage des Fuhrmanns soll der Chauffeur mit dem Zuge gleiches Tempo gehalten haben (zirka 75 km) und daher wahrscheinlich eher auf den Zug als auf sein Zeichen geachtet. Die Folge dieses Zusammenstosses war, dass dem Pferd beide Vorderbeine abgefahren und schwere Kopfverletzungen beigebracht wurden, so dass es sofort abgetan werden musste. Der Fuhrmann erlitt ebenfalls erhebliche Verletzungen und wurde ins Krankenhaus Rorschach verbracht, wo er heute noch in Behandlung ist. Es stellt sich nun die Schuldfrage und damit die der Haftpflicht. Zugegeben, dass in erster Linie das Scheuen des Pferdes vor dem nahen Zuge das Primäre Ist, stellt sich doch die Frage, ob der Autolenker das seinige getan hatte punkto rechtzeitigem Stoppen bzw. Mässigung des Tempos, da er doch aus dem Führen des Pferdes und dem Warnsignal mit der Peitsche die .Unsicherheit des Pferdes hätte erkennen sollen. A, W. in 0. Antwort: Soweit wir den Fall an Hand Ihrer Darstellung beurteilen können, scheint es, dass einzig den Chauffeur ein Verschulden am Unfall trifft. Dem Fuhrmann dagegen wird min kaum einen Vorwurf machen können. Er musste zwar damit rechnen, dass das Pferd wegen des Zuges scheuen würde. Da er aber abstieg und das Pferd am Zügel führte und da er ferner dem Automobilisten ein Zeichen gab, um ihn zu warnen, Die Pneus sollen möglichst häufig auf eingedrungene Steinsplitter und Nägel untersucht und von diesen befreit werden. wird man annehmen dürfen, er habe alles fetan, was er tun konnte, um einen Unfall zu verhüten. Bei dieser Sachlage haftet der Halter des Personenwagens für den gesamten Schaden. Man könnte sich zwar fragen, ob in analoger Anwendung von Art. 43 0. R. das Verhaltens des Pferdes den Richter berechtigen würde, die Ersatepflieht des Halters zu ermässigen. Allein bis jetzt ist bezüglich dieser Frage noch kein Urteil ergangen und es ist eher anzunehmen, dass die Gerichte in solchen Fällen, trotz Art. 43 0. R., den Halter in vollem Umfange für haftbar erklären würden. Anfrage 400. Fabrikgarantie für neu« Wagen. Meines Wissens wird dem Käufer eines neuen Wargens ein sogenannter Fabrik-Garantieschein ausgehändigt, der normalerweise 6 Monate Gültigkeit hat. Bestehen in einer solchen Garantie Klauseln, sog. «Tricks>, die dem nicht juristisch gebildeten Käufer unbemerkbar sind, eo dass er später, bei Inanspruchnahme der Garantie Unannehmlichkeiten hat? Sind besondere Vorbehalte zu machen und aul was ist speziell zu achten? A. A, in B. Antwort: Der Verkäufer übernimmt eine Garantie in der Regel für die ersten 6 Monate nach Ablieferung des Wagens in der Weise, dass diejenigen Teile des Chassis gratis ersetzt werden, welche infolge Material- oder Arbeitsfehlers defekt geworden sind. Die Demontage- und Remontagekosten gehen zu Lasten des Käufers. Von der Garantie sind ausgeschlossen Pneumatik, elektrische Apparate und Karosserie. Occasionswagen sind von der Garantie ausgeschlossen. Verschiedentlich wird die Garantie auch für 12 Monate gewährt Wenn also von « Tric » gesprochen werden soll, so würde darunter fallen, dass die Demontage- und Remontagekosten nicht unter die Garantie fallen sondern zu Lasten des Käufers gehen. Ebenfalls wird oft übersehen, dass die Garantie nicht für die elektrischen Apparate gilt. — * ndel u. Ein neuer Fortschritt der Autobeleuchtung. So vortrefflich starkes Scheinwerferlicht ist, das die Strasse weit beleuchtet, um jedes Hindernis auch bei schneller Fahrt rechtzeitig zu erkennen, so gefährlich kann es für den entgegenkommenden Fahrer werden, dessen Auge dadurch stark geblendet wird. Viele Versuche wurden gemacht, um Blendung entgegenkommender Fahrer zu vermeiden. Eine anerkannt gute Lösung des Afoblendproblems brachte seiner Zeit die Zweifadenlampe. Sie enthält ausser dem genau im Brennpunkt des Parabolspiegels liegenden Leuchtkörper zur Erzielung des weitreichenden Fernlichtes eine zweite, oberhalb der Spiegelachse und vor dem Brennpunkt befindliche Wendel, die nach unten durch eine Metallkappe abgeschirmt ist. Das von dieser erzeugte Licht kann nur die obere Spiegelfläche treffen, von der es nach unten und vorn auf die Strassenfläche geworfen wird. Die Zweifadenlarape ergibt eine vollkommene Abblendung und eine grosse Reichweite des abge- Wendeten Lichtes. Nur die Breitenstrahlung des Abblendlichtes Hess noch einen Wunsch offen; man wollte sie in Rücksicht auf bequemes Vorbeifahren auch bei knapper Strassenbreite und besonders beim Befahren kurvenreicher Strecken noch grösser als bisher haben. Dieser Wunsch ist nun auch erfüllt bahn erreicht wurde, und zwar erstreckt sich diese prozentuale Steigerung der Beleuchtungsstärke über den gesamten Bereich des Abblendlichtes. In dreifacher Beziehung bringt also die neue Type S eine erhebliche Verbesserung der Lichtverhältnisse bei •Abblendung. Ein zweites Problem, das verbesserungsbedürftig war, betraf die Fahrsicherheit bei Nebel. Im Nebel wird der Automobilist dadurch im Erkennen der Fahrstrasse behindert, dass die nach vorn oder oben gerichteten Strahlen seines Scheinwerferlichtes vom Nebel in das Auge zurückgeworfen werden. Es entsteht der Eindruck eines dichten, undurchsichtigen Schleiers. Die Gefahr wird vermieden, wenn die Lichtstrahlen des Scheinwerfers nur schräg nach unten auf die Fahrbahn gerichtet werden, was bei Umschaltung auf das Abblendlicht der Bilux-Lampe zutrifft. Um aber das direkt austretende, nicht vom Reflektor zurückgestrahlte Licht nach Möglichkeit abzuschalten, ist der Kolben der Tyipe S mit einer lichtundurchlässigen Kappe versehen. Diese bewirkt, dass nunmehr fast aussehliesslicb das Licht nach unten gestrahlt wird. Eine weitere Verbesserung, die sieh an der neuen Type S findet, ist eine eigenartige Riffelung des Kolbens. Sie bat die Aufgabe, die Lichtverteilung noch besser als bisher auszugleichen, und bewirkt, zumal mit Unterstützung der Riffelscheibe des Scheinwerfers, dass keinerlei störende Schatten in der Beleuchtung der Fahrstrasse anftreten. Ausser besten optischen Eigenschaften verlangt der Autofahrer von der Scheinwerferlampe auch hohe Widerstandsfähigkeit gegen die unvermeidlichen starken Erschütterungen, denen sie auf der Fahrt ausgesetzt ist. Schon immer genügte die Bllux-Larape den hier zu stellenden Anforderungen; trotzdem ist natürlich eine weitere Steigerung der mechanischen Festigkeit willkommen. Auch dieser Wunsch erfüllt die neue Type S. Ihre Leiio.htkörper haben eine zweifache Befestigung erhalten unter Verwendung einer neuen, besonders geeigneten Metallegierung. Durch diesen Fortschritt widersteht die Bilux-Lampe den stärksten Erschütterungen, wie sie z. B. bei schweren Lastautos auf schlechten Strassen auftreten. Ueberall sind nun Shell-Sommeröle vorrätig. Es sind Oeltypen, die in jahrelangen praktischen Versuchen für die Frühlings- und Sommertemperaturen bestimmt wurden — Oele, die ein Höchstmass an Zuverlässigkeit bedeuten. Neuer Frühling ... neues Oel Wählen Sie Shell-Oele nach der Sheli- Schmiertabelle, deren Angaben für jede Wagenmarke auf tatsächlichen Erfahrungen basieren. für jeden Wagen erprobt 1. INTERNATIONALER AERO-SALON GENF 27. April bis 6. Mai 1934 organisiert durch den Aero-Club der Schweiz Ausstellung sämtlicher Neuerungen der Luftfahrt Die besten Sremsen für AnhänSei* jeder Art sind aut. Auflaufbremsen „MOSER" und die „FREMO"-SERVO-BREMSE E. MOSER, Anhängerfabrik, BERN Schwarztorstrasse 101 — Telenhon 22.381