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E_1934_Zeitung_Nr.038

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22 AUTOMOBIL-REVUE

22 AUTOMOBIL-REVUE 1934- N°38 Die italienischen Hage~ stolze haben Pech Mit Energie und Zielstrebigkeit bemüht sich bekanntlich die italienische Regierung seit Jahren, Italiens Volk vor einem weiteren Rückgang der Geburtenziffern zu bewahren. Die Staatsführung ist bestrebt, Eheschliessungen zu fördern und kinderreichen Familien alle erdenklichen Begünstigungen zu gewähren. Ja, die italienische Regierung macht es ihren Staatsbürgern zur Pflicht, Hausstand und Familie zu gründen und damit Mussolinis Ausspruch, dass ein Bürger für den Staat nur dann hundertprozentigen Wert hat, wenn er rechtzeitig heiratet, zu verwirklichen. Die Junggesellen haben daher auch in Italien nichts zu lachen. Durch eine umfassende Propaganda und mehr oder minder sanften Druck we r den sie bewogen, ihr Timscgesellendasein aufzugeben und sich in die Armee der Verheirateten einzureihen. Die Propaganda für die Familie wird mit ebensoviel Begeisterung wie Geschick geführt. Die Presse stellt sich mit restloser Hingabe in den Dienst der Sache; Mütter, die eine ungewöhnlich grosse Anzahl von Kindern aufgezogen haben, werden in der Oeffentlichkeit wie Heldinnen gefeiert und die Blätter widmen ihnen spaltenlange Artikel. Jeder faschistische Führer hat eine ganze Schar von Patenkindern, um deren Schicksal er sich persönlich kümmert. Kinderreiche Familinen werden prämiiert, junge Paare unentgeltlich verheiratet. Verheiratete Staatsbeamte geniessen äusserst verlockende Begünstigungen. Wo die Propaganda ohne Erfolg bleibt, greift der Staat zu stärkeren und wirksameren Mitteln. So wurde eines Tages im der Redaktion der «Popolo d'Italia» (bekanntlich das Organ Mussolinis) verlautbar, dass jeder Mitarbeiter, der das 22. Lebensjahr überschritten hatte und noch ledig war, zu heiraten habe, da er sonst Gefahr laufe, entlassen zu werden. Man kann sich die Ueberraschung der unbeweibten Redakteure und Mitarbeiter des Blattes vorstellen ... Einige besonders Schlaue hofften sich durch einen Hinweis auf ihr niedriges Einkommen dem höheren Befehl zu entziehen. Daraufhin kam aus Rom sofort der Bescheid: die Gehälter derjenigen, die eine Ehe schliessen, würden sofort um 50 bis 100 Prozent erhöht. Nun gab es keine Widerrede mehr... Aber auch auf anderen Gebieten wird den Wünschen des Duce strikt Rechnung getragen. Ledige Offiziere können keinen höheren militärischen Rang erreichen. Selbst die hervorragendsten Fähigkeiten reichen nicht aus, um einen Staatsbeamten in leitende Stellungen vorrücken zu lassen, wenn er Junggeselle geblieben ist. Bei den letzten Parlamentswahlen wurden unverheiratete Kandidaten unbarmherzig von der Aufnahme in die Liste ausgeschlossen. Es 'gibt daher auch keinen unverheirateten Abgeordneten in Italien. Dasselbe gilt auch für die Senatoren. Selbst in der akademischem Laufbahn wird keine Ausnahme gemacht. Es ist aus den letzten Jahren kein einziger Fall bekannt, dass ein Junggeselle zum Hochschullehrer ernannt worden wäre. Nichtsdestoweniger finden sich noch immer unheilbare Hagestolze, die es vorziehen, lieber auf Laufbahn und Existenz zu verzichten, als auf Befehl zu heiraten. Ein solcher Fall hat sich sogar in der engsten Umgebung des Duce ereignet. Sein langjähriger Privatsekretär und Vertrauter, Chiavolini, hat vor kurzem seine Stellung verlassen. Die Oeffentlichkeit wunderte sich darüber, bis man die Ursache erfuhr. Chiavolini war Junggeselle und der Duce legte Wert darauf, dass auch die Männer seiner nächsten Umgebung ihren staatsbürgerlichen Pflichten restlos nachkamen. Er legte also Chiavolini nahe sich zu verheiraten. Aber jetzt lehnte sich der treue Sekretär zum ersten Male auf. Er erklärte, dass er mit Freuden für den Chef sich bis ans Ende der Welt schicken Hesse, dass er aber nicht daran denke, zu heiraten, so lange er nicht eine Frau gefunden habe, an die er sich lebenslänglich binden könnte. Urrd als die Frist, die ihm gegeben wurde, abgelaufen war, verliess Chiavolini seinen Posten. Dass die italienischen Junggesellen sich vielfach mit besonderer Hartnäckigkeit gegen eine Heirat wehren, hat in den strengen Ehegesetzen seinen Grund. Sie sind, einmal verheiratet, bis an ihr Lebensende gebunden; eine Scheidung ist auch dann nicht möglich, wenn die Ehe völlig zerrüttet ist. Selbst im Falle einer Scheidung von Tisch und Bett bleibt das Eheband weiter bestehen und eine Wiederverheiratung ist nicht möglich, solange einer der Eheleute nicht stirbt. Natürlich sind unter solchen Umständen auch viel unglückliche Ehen zu verzeichnen, ohne dass vorläufig die Möglichkeit einer Abhilfe bestünde. Nichtsdestoweniger steuert die italienische Regierung in steter Sorge um den Bestand ihres Volkes weiter unbeirrt auf das Ziel los: möglichst viel Ehen zu stiften und möglichst zahlreichen lebenstüchtigen Nachwuchs zu erziehen. Wenn sie ihre Massnahmen mit der gleichen Konsequenz fortsetzt wie bisher, so wird das Land der Sonne bald auch das Land ohne Junggesellen sein ... Ein aufopfernder Finkenvater. Ein Finkenpaar hatte in unmittelbarer Nähe einer Gartenlaube in einem Busch sein Nest angelegt. Die Eltern Hessen sich nicht im mindesten durch die Bewohner des Hauses stören, die dort mit Vorliebe ihren Kaffee tranken. Eines Tages fiel diesen tierfreundlichen Menschen auf, dass die Finkeneltern ungewöhnlich lange ausblieben, und die Jungen unausgesetzt nach Nahrung schrien. Endlich kam das Männchen auf dem Boden herangehüpft, und zwar schleppte es einen verletzten Flügel nach. Mühselig erstieg es dann, von Zweig zu Zweig hüpfend, den Busch, in dem sich das Nest befand. Das wiederholte sich im Laufe des Tages in kürzeren oder längeren Zwischenräumen. Das Weibchen blieb dagegen ganz aus. Am Nachmittag erschien dann auch das Männchen nicht mehr. Es stellte sich heraus, dass an diesem Tage ein roher junger Bursche in der Nachbarschaft auf alle Vögel, die sich blicken Hessen, « Jagd » gemacht hatte. Ihm war offenbar das Weibchen zum Opfer gefallen, während das Männchen von ihm flügellahm geschossen wurde. Trotzdem erfüllte es, so gut es ging, weiter seine Vaterpflichten, bis es dann wahrscheinlich die leichte Beute einer Katze wurde. Eine Pflanze, die Erdbeben meldet. wächst in Indien und ist unserer Erbse verwandt. Während sonst ihre Blätter senkrecht in die Höhe stehen, fallen sie einige Stunden vor Beginn eines Erdbebens schlaff in sich zusammen^ Linoleum, Vorhangstofk. Decken, *» vorteilhaft im Spezialkaus %vfttx Zürich, Bahnhofstrasse 18 Gleiches Haus in St. Gallen Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. 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NO 38 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 23 r Tourismus Internationaler Camping- Kongress in Marly-le-Roi Vom 18. bis 28. Mai findet in Marly-Ie- Roi, 18 km von Paris entfernt, zwischen Versailles und Saint-Germain-en-Laye, ein Internationales Camping-Treffen statt. Es ist verbunden mit dem zweiten Kongress des Internationalen Verbandes der Camping-Klubs, der erst im Vorjahre in London begründet worden ist. 1200 In Camping-Verbänden organisierte Anhänger des Zeltlebens in freier Natur werden zu diesem grossen Treffen erwartet, unter ihnen mindest 400 Ausländer. Alle Verbände der europäischen Länder, die diesem Sport sich widmen oder ihm nahestehen, sind eingeladen worden, nach Marly-le-Roi ihre Vertreter zu entsenden. Die Mehrzahl dieser Verbände hat bereits zugesagt. Nach den beim Organisationskomitee im Touring-Club de France eingetroffenen Meldungen werden Klubs folgender Länder teilnehmen: Grossbritannien, dessen Camping-Club of Great- Britain and Ireland unter Führung seines Präsidenten Mr. Champion etwa 150 Vertreter entsenden will; Belgien Italien, Holland (mit- zwei Verbänden), Deutschland und die Schweiz. Frankreich entsendet die Vertreter von 5 Camping-Klubs. Weitere Anmeldungen stehen in Aussicht. Der Kongress wird praktische Fragen erörtern, wie die Zollerleichterung beim Transport des Camping-Materials und die Vereinheitlichung der Bestimmungen über das Aufschlagen der Zelte in den verschiedenen Ländern u. a. Das Treffen wird auf dem prachtvoll gelegenen Gelände am Rande des grossen Parks von Marly-le-Roi stattfinden, auf der gleichen Stelle, auf der einst der Sonnenkönig durch seine Architekten Mansard und Le Nötre einen Traum ländlicher Einfachheit verwirklichen Hess, indem er einen Pavillon, von Garten-Parterres umrahmt, am Walde schuf — so gut wie nichts ist von diesem Traum eines Königs übriggeblieben. Auf diesem an Erinnerungen reichen, landschaftlich bevorzugten Gelände werden die Zelte der Völker in kameradschaftlicher Gemeinschaft nebeneinanderstehen, ein Völkerbund der Nationen, die ihr Glück in der Natur suchen. An den Abenden des Rallye werden grosse Lagerfeuer abgebrannt werden. Die Tage sind dem Kongress und Ausflügen gewidmet. (SI) Früh lingsfah rt Genf'Locarno Nichts Politisches. O nein! Nur eine ganz harmlose Fahrt durch eine lachende, blühende .Frühlingslandschaft, durch schmucke Dörfchen, zwischen blauem See und Weinbergen, an internationalen KuroTten vorbei, an grünen, von Burgen und Schlössern gekrönten Hängen vorüber, während bald nah, baild fern, majestätisch und erhaben, die schneebedeckten Firne und Zacken unserer Alpenwelt herüberleuchten. Von Genf über Bellefue, Versoix und Coppet (wo man sich das Schloss der Frau von Stael [Zutritt im Sommer von 2—5 Uhr] ansehen sollte, das heute durch Erbschaft an die Grafen d'Haussonville gekommen ist) geht die Fahrt durch das weite Waadtländer Weingebiet an prächtigen Parke, Villen und Schlössern vorbei nach Nyon, Rolle, MoTges und Lausanne, das durch seine Eleganz und seinen Charme bei jedem Besuch erneut wieder entzückt. Weiter dem stimmungsvollen Genfersee entlang über die international bekannten Kurorte Vevey, Ciarens, Montreux-Territet, am malerischen Schloss CMllon vorbei nach Villeneuve, Aigle, Martigny. Unvergeßliche Eindrückel Man muss eine Abendstunde auf der Terrasse der Kirche von Montreux verbracht oder den Sonnenuntergang von Glion und Caux erlebt haben, wenn man die Grosse der Landschaft ganz in sich aufnehmen will. Khoneabwärts gelangt man auf der Simplonroute durch fruchtbares Wein- und Obstgebiet nach Brig und Sitten. Sitten (Sion), der Hauptort des Wallis, liegt in überaus malerischer Lage an den Hügeln der beiden charakteristischen Felsburgen Valeria und TouTbillon. Sein Wein ist im ganzen Schweizerland wohlbekannt und »ehr geschätzt. Eine Abzweigung, die man bei genügend Zeit nicht versäumen sollte, führt von Sion aus ins Val d'Herens. Nach einem weiten Bogen ins Tal von Heremence durchfährt man die bekannten Pyramiden von Euseigne, ein Naturwunder wenige hundert Meter vom gleichnamigen Dörfchen. Sonnverbrannte Walliserdörfer grüssen von den Hängen bis nach Evolene, dem Hauptort des Eringertales und unbedingt eines der originellsten Walliserdörfer. Fünf Kilometer weiter erreicht man das für Autos letzte Dorf des Val d'Herens, Les Hauderes; von hier beginnt der Saumpfad nach ATolla, Ausgangspunkt für schwierigste Bergtouren. Die FahTt reht weiter ihoneabwärts über Grantes nach Siders (Sierra), dem buTgähnlichen Bezirkshauptort nahe der Rhone. Von hier ist ein Abstecher nach dem weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannten Montana-Vennala zu empfehlen, das man mit dem Wagen auf windungsreicher, enger und steiler Bergstrasse erreichen kann, die in den höheren Partien einen irossartigen Blick auf das Walliser Bergland bietet und •wirklich lohnend ist. Ins Val d'Anniviers (Eivischtal), wohl dem typischsten aller Walliser Täler, führt eine landschaftlich prächtige Strasse von Siders über Chippis, Vissoie und Ayer. Ein überaus malerisches Dörfchen, von dem aus nur noch ein für Autos nicht fahrbarer Saumweg nach Zinal weist. Das 9 km oberhalb Siders liegende Städtchen Lenk wird von der grossen Simplonroute nicht berührt, lohnt aber den minimalen Abstecher von 1 Kilometer. Auch dem Leukerbad sollte von hier aus ein Besuch abgestattet werden. Die Hauptstrasse durchs Wallis führt weiter durch die Talebene .nach Visp (Abgangsstation der Zennattbahn), von" wo aus die Abzweigung für Autos bis Stalden fahrbar ist. Die direkte Bahnverbindung Brig-Visp-Zermatt-Gornergrat ermöglicht, eines der schönsten hochalpinen Gebiete der Schweiz kennenzulernen. Neun Kilometer nach Visp erreicht man Brig, den stark besuchten Ausgangspunkt für den Simplon-, Furka- und Grimselpass. Von hier führt die Simplonstrasse (Oeffnung erfolgt in wenigen Tagen) in grossen, leichten Kurven hinauf zum Schallberg. Weiter durchs Gahtertal zur imposanten Ganterbrücke und von dort hinauf zum Kurhaus Berisal. Von dort durch den schönen Rotwald zu den Kaltwassergalerien und zur Simplonpasshöhe. Ein prachtvoller Rundblick auf die Berner und Walliser Alpen bietet sich hier. Auf der Pasehöhe steht das Hospiz der Aupistiner Chorherren. Am grandiosen Gletschersturz des Fletschhorns vorbei, führt die Strasse nach Simplon-Dorf. Kurz nach Gabi (Stein) zwingt sie sich kühn durch die wildromantische Gondoschlucht. Gondo ist schweizerische Zollstation. Ueber IseMe (italienischer Zoll) weiter auf neuer Strasse nach Domodossola. Zwei landschaftlich interessante Routen führen hinüber nach L o c a r n o; die Route durchs Centovalli und die etwas längere, dem Ufer des Langensees entlang über Pallanza, Brissago und das vielbesuchte A s c o n a. Die erstere Route führt aus der Ebene von Domodossola in steiler, kurven- Teicher Strasse aufwärts nach Santa Maria Maggiore, wo sich eine herrliche Aussicht auf die JJonte-Rosa Gruppe und die Onsernoneberge bietet. Ueber Malesco und den Wallfahrtsort R4 zur Ribellascabrücke (Zoll) und hinauf zum ersten Tessiner Dorf, Camedo. Hinunter auf schmaler, kurvenreicher Strasse nach Intragna und'Caviglia-• no und über die Maggia nach Locarno, das in dieser Jahreszeit besonders übers Weekend das Ziel zahlloser Automobilisten ist. Be. Frühling im Thurgau. Der Frühling ist ins Land gezogen! Das prachtvolle Wetter, die warme Sonne und die milden Nächte haben die Blütezeit soweit gefördert, dass der Thurgau heute in voller Blütenpracht prangt. Die ausgedehnten Obstwälder von Egnach bilden ein einziges Blütenmeer, und wer heute irgendwo durch den Thurgau fährt oder wandert, hat seine helle Freude an der jetzt in duftigem Frühlingakleid schwelgenden Natur dieses herrlichen Ländohens. Die flotten Autostrassen, die besten Betonötrassen dem Automobil, und abseits vom hastenden Verkehr die zahlreichen Tal- und Höhenwege dem Wanderer, das ist die Parole 1 Auf dem Untersee ziehen die Dampier ihre glitzerden Furchen, und am Rhein unten grünt und blüht es ebenso schön wie oben im ruhigen Tannzapfenland. Jauchzend zieht die Jugend hinaus in die neuerstandene Natur und strahlend stehen die Alten vor der verheissungsvollen Pracht: Alti schöni Bluestzyt! Hm. T0P8ENSPRECHSAAL K-Xl A . TEL 28222 BERN Touren-Antworten T. A. 956. In die Blumenfelder Hollands. Da es Ihnen nichts macht, auf einem Umweg nach Holland zu gelangen, gebe ich Ihnen nachstehend eine Rundreiseroute an, die Sie nicht sobald wieder vergessen werden: Zürich, Baden, Brugg, Basel, Altkirch, Thann, Wesserling, Markstein, Route des Cretes, Col de la Schlucht, Gerardmer, Anould, St-Die, Baccarat, Luneville, Nancy, 370 km. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T.C.S. das führende Restaurant S.B.B.-Bahnhof-Büffet Mannenbach Jaeger's SPEZIALITÄTEN-Küche. A. O. 8. - ia orellen - Tel. 80.327 - Auto-Park — T. O. 8. am Untersee HOTEL und KURHAUS BUCHSERBERG 1120 m ü. M. 80 Betten in prachtvoller Lage, direkt am Autogarage. 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