Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.042

E_1934_Zeitung_Nr.042

18 AUTOMOBIL-REVUE 193i

18 AUTOMOBIL-REVUE 193i - n Qualitäti. Stumpen in sehr bequemer, besonders für Automobilisten geeigneter Einreihen. Packung: 7Stuck Fr.l- Rennen Jagd- und Flachrennen für Soldaten, Unteroffiziere, Offiziere und Herrenreiter, Trahfahren, Zudittrabfahren (Schachen) Sonntag den 27. Mai 1934 Beginn 77 2 Uhr In den Zwischenpausen : Durchführung einer kombinierten Seaia ** ^jj 3 ! 1 - Uf nachm. 8M Ohr. Di. abend 22. Mai 8 Uhr: Volksvorstellung (Fr. 2.-, 1.50 n. 1.-): Strassenmusik. Mi. abend 23. Mai 1 8 rjhr: Richard III. v. Shake- DO. abend 24. Mai j speare (mit Bassermann). Fr. abend 25. Mai Strassenmusik, Lustspiel m. Musik von Schüret Sa. abend 26. Mai Raub der Sabinerinnen, mit Bassermann, «n nachm. 27. Mai Strassenmusik. tn abend 27. Mai Raub der Sabinerinnen, mit Bassermann. Im Cafi: Barnabäs von Geczy, das Sensationsgastspiel. In der Bar: Albert Holzer am Flügel. Im Tabarin: Phil. Bernie and his boys und die neuen Tanzattraktionen. Die beliebte Unterhaltungsstätte. Konzert und Variete. Anerkannt gute Küche. Parkplatz — ButterkGche. Propr. H. Broder-Huwyler. fiiDENPLATZ Neue Direkt- AirV DflTU KARTEN Grand Cafe Esplanade,ut O quai 21 Conditorei Tea-Room A. Hauser Bahnhofstrasse 52 Grand Cafe Astoria, st. Bundnerstube, Spezialitätenküche. y-Bar, Beatenaasse T5 Die erösste und schönste von Zürich. Koller Speiserestaurant > Zähringerstrasse 21 Das feine Champagnerbier. Restaurant Urania, uraniastr. 9 Roter Ochsen Zett-Restaurant u. Roxy Bar Rebgasse 8 Mittag- und Abendessen von Fr. 1.60 an. Täglich Konzert, Humor, Stimmung. Verlag, Administration, Druck und Clicherie: HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

N" 42 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 Sp ••#•«£• dwadvl^n Internationales Eifelrennen. Nur 8 Tage nach dem Avusrennen wird auf dem Nürburgring als zweite grosse deutsche Sportveranstaltung das Eifelrennen durchgeführt. Am gleichen Tage starten Motorräder und Automobile. Die neu ausgebaute Bahn wird schnellere Stundenmittel als bisher erlauben, und somit auch die Spannung der Rennen steigern. Trotzdem am 3. Juni auch der Qrosse Preis von Montreux stattfindet, der eine ernstliche Konkurrenz für die deutsche Veranstaltung darstellt, wird auf dem Nürburgring eine ganze Anzahl von erstklassigen Fahrern vereinigt sein. Besonders bemerkenswert sind in der grossen Wagenklasse die Meldungen der Auto-Union und der Daimler-Benz A.-G., die mit je drei Wagen eingeschrieben sind. Die neuen P-Wagen werden sich in den Händen von Stuck, Prinz zu Leiningen und Sebastian befinden, und die neuen Mercedes werden von Brauchitsch, Henne und Fagioli anvertraut. Das erste Zusammentreffen der beiden deutschen Equipen auf dem Nürburgring, wo neben der Leistungsfähigkeit des Wagens auch die des Fahrers sehr stark mitspielt, verspricht äusserst interessant zu werden. Auf Alfa Romeo wird der Schwede Widengreen starten, während die Italiener Siena und Minozzi mit Maserati 3000 ccm ins Rennen gehen. Die Liste dürfte in nächster Zeit noch eine weitere Bereicherung erfahren. In der 1,5 1-Klasse erregen die drei neuen 12 Zylinder - Zoller - Zweitakt - Wagen besonderes Aufsehen. Als Fahrer mit diesen neuen Maschinen wurden Macher, von Delius und Wimmer bestimmt. Vagniez und Graf Castelbarco starten auf Maserati 1500 ccm, auf Bugatti Burggaller, Mme Hier, Seibel, Simons, Schmidt und der bekannte Budapester Hartmann. Bekanntlich wird auf dem Nürburgring jeweils auch ein Rennen der kleinsten Wagenklasse bis 800 ccm ausgetragen, die bis jetzt mit drei Nennungen noch etwas mager dasteht. Der Münchener Kohlrausch wird mit seinem M. Q. Magic, mit dem der Engländer yston bereits mehrere Weltrekorde schlug, auch auf dem Nürburgring fahren. Massnahmen bei Unglücksfällen. Mit dem zunehmenden Verkehr der Saison mehren sich auch die Unglücksfälle in verstärktem Masse. Es kann deshalb allen Strassenbenützern nicht genug Vorsicht empfohlen werden. So sollen Fussgänger in Ortschaften die Strassen nur an den mit Nägeln oder weissen Streifen bezeichneten Stellen überqueren. Diese Uebergänge gewähren ihnen das Vortrittsrecht vor Fahrzeugen, welche solche Stellen nur in ganz massigem Tempo überfahren dürfen. Auf der Landstrasse benützen die Fussgänger nur den äussersten Strassenrand. Dabei ist ihnen die linke Seite zu empfehlen, da sie dort der ihnen entgegenkommenden, rechtsfahrenden Fahrzeuge am besten gewahr werden. Anderseits sind sie so nachts den Automobilisten am besten sichtbar. Die Radfahrer dürfen nicht vergessen, dass die Strasse allen Benutzern derselben gehört und dass sie nicht zu mehreren nebeneinander fahren dürfen. Sei Einbruch der Dämmerung muss ihr Velo ge- .läss Gesetz vorn mit einem weissen, nicht blendenden Licht und hinten mit einem rückwärtswirkenden Leuchtzeichen versehen sein. Durch Nichtbeachtung dieser Vorschriften werden zahlreiche Unfälle verursacht. Ereignet sich jedoch trotz aller Vorsichtsmassnahmen ein Unfall, so ist die erste Pflicht, dem Opfer Hilfe zu leisten. In keinem Falle darf der Automobilist oder Motorradfahrer sein Opfer verlassen, so unbedeutend auch der Unfall sei. Nach einer raschen Untersuchung des Zustandes des Verletzten wird man ihm sofort Hilfe angedeihen lassen, ihn von der Strasse wegtragen, den nächsten Arzt rufen und den ersten Polizeiposten benachrichtigen. Man wird ferner den Zeitpunkt des Unfalles merken, Zeugen sichern und darauf achten, dass die Experten den Sachbestand genau aufnehmen können. Es entspricht dem Anstände, Opfern eines Unfalles beizustehen, an dem man auch nicht direkt beteiligt ist. Nach dem Gesetze kann ein Strassenbenützer, der seine Pflicht gegenüber Opfern eines Unfalles, an dem er beteiligt ist, vernachlässigt hat, verfolgt werden und setzt sich Strafmassnahmen aus. Wenn der Urheber des Unfalles, und im allgemeinen jede an demselben beteiligte Person gegen die Dritthaftpflicht versichert ist, so hat er sofort seine Versicherungsgesellschaft davon zu benachrichtigen und das Formular auszufüllen, damit diese den Fall erledigen kann. Bei Nichtbeachtung dieser Bedingung kann der Versicherte seiner Rechte verlustig gehen und riskiert, so persönlich für die Genugtuung haftbar gemacht zu werden. (Chronik T. C. S.) Autosektion St. Gallen-Appenzell ORTSGRUPPE TOGGENBURG. Verschiedene anderweitige Veranstaltungen haben den Besuch der auf Sonntag, den 6. Mai anberaumten Hauptversammlung so ungünstig beeinflusst, dass man von der Abhaltung derselben Umgang nahm und sie auf Freitagabend, den 2 5. Mai in den «Ochsen» in Ebnat festsetzte. Bei diesem Anlasse wird Sektionskassier Müller (Herisau) die Versammlungsteilnehmer mit einem Lichtbilder-Vortrag über die neue Krätzerlistrasse beehren und belehren. Wir erwarten daher bestimmt vollzähligen Aufmarsch seitens unserer Mitglieder. Die Kommission. GRUPPE APPENZELL A.-RH. Unser 1934er-Gruppenprogramm hat einen schönen Anfang genommen. Wie Ihnen aus früheren Berichten bekannt ist, wird die Gruppe dieses Jahr kaum weitere Ausflüge von Bedeutung unternehmen, zufolge der leider immer noch bestehenden Krise will man zurückhalten. — Dagegen haben die Mitglieder Gelegenheit genug zum Ausfliegen, die Sektion bietet ihnen eine Fülle des Schönen. Ich möchte nochmals folgendes in Erinnerung rufen: 2. Juni: Exkursion-Besichtigung der Automobilfabrik Saurer in Arbon. 23.—25. Juni: Jurafahrt. 18.—22. August: nach den- Dolomiten. Im Herbst: Exkursion in die Pneufabrik Huber-Pallas, Pfäffikon. 17. November: T. C. S.-Fest in St. Gallen. Die Gruppenmitglieder sind gebeten, sich zahlreich zu diesen Veranstaltungen zu melden. Im übrigen wird die Gruppe in diesem Jahr noch Vorträge, Filmvorführungen und event. eine Herrenfahrt zur Besichtigung der Arbeiten an der Kräzerlistrasse und der Säntisbahn durchführen. Dag Hauptaugenmerk wird sie aber für den Aufund Ausbau der Gruppe verwenden und die Interessen der appenzellischen T. G. S.-Automobilisten fördern.. Die geschätzten Mitglieder werden gebeten, die Werbung für Gruppe und Sektion nicht zu vergessen und wenn der Ruf. an sie geht, den Vorstand tüchtig zu unterstützen. In absehbarer Zeit werden wir Ihnen den Jahresbericht der Gruppe für 1934 in Druck zustellen und bitten dabei die verehrten Mitglieder, denselben angemessen zu würdigen. Er vermittelt Ihnen augenfällig die grossen Vorzüge, die eine Mitgliedschaft im T. C. S. bedeutet. Für Wünsche und Anregungen aus Ihrer Mitte ist Ihnen der Vorstand dankbar, er wird sie prüfen und verfolgen, soweit es im Rahmen der Möglichkeit Hegt. Die Anträge der letzten Hauptversammlung sind bearbeitet; über deren Ergebnis werden wir Ihnen zu gegebener Zeit Bericht erstatten. Von der Wagenkontrolle im Mai in St. Gallen haben eine grosse Zahl von unseren Gruppenmitgliedern profitiert. Wir danken den Herren des Stadtgruppenvorstandes für ihr freundliches Entgegenkommen. Wir möchten allen Mitgliedern nochmals ans Herz legen: Vergessen Sie nicht, Ihren Wagen restlos den Vorschriften der V. Verordnung anzupassen: «Fahre vorsichtig», jedem sind diese Worte von so grosser Bedeutung diese Woche von Genf ans Auto geflogen. Beherzigen wir diesen berechtigten Ma, h n r u f. Zeigen Sie uns alle an, die uns mit der Raserei Schaden zufügen (Selbsthilfe), wir werden das weitere veranlassen. Umgekehrt, wenn Ihnen per Gelegenheit in einer Tageszeitung tendenziös aufgebauschte Berichte über Autounfälle vor Augen kommen, so senden Sie uns die betreffenden Artikel zu. Die Sektion wird nach Prüfung der Sache die Richtigstellung besorgen. Der Kampf um den Benzinpreis wird von Genf aus tatkräftig unterstützt, durch die grosse Sektion Zürich mit Energie weitergeführt, hoffentlich mit Erfolg. Ueber alles, was die Gruppe weiter interessiert, halten wir sie auf dem laufenden, sei es durch Zirkularschreiben, oder durch, unser obligatorisches Fachorgan, die «Automobil-Revue». V. C. S. A. C. S. SEKTION BERN. Ausfahrt mit den Pfleglingen des Asyls Gottesgnad Ittlgen. Mit Rücksicht auf den vom 25. bis 27. Mai stattfindenden schweizerischen Verkehrskongress hat die Touristikkommission im Einvernehmen mit der Anstaltsleitung die Ausfahrt nach Aeschi ob Spiez um 8 Tage, d. h. auf den 2. Juni 1934 verschoben. Das Programm ? sieht vor: 13.00 Uhr: Sammlung der angemeldeten Wagen beim Asyl Ittigen. 13.30 Uhr: Abfahrt. Reiseroute: Bern, Belp, Kirebenthurnen, Mühlethurnen, Wattenwil, Blumenstein, Wimmis, Aeschi ob Spiez. 15.00 Uhr: Ankunft in Aeschi, Z'vieri im Hotel Seeblick. 17.00 Uhr: Rückfahrt über Spiez, Thun, Münsingen, Muri bei Bern, Bern nach Ittigen. 18.30 Uhr: Abschiedshock der Wagenlenker und Lenkerinnen im «Sternen», Bolligen. Die 'Sektionsmitglieder werden nach Pfingsten mittels Zirkularschreiben zur Stellung der Wagen eingeladen. Das Sekretariat und der Leiter der Ausfahrt, Herr W. Eberhardt, Muri bei Bern, nehmen schon von heute an Anmeldungen mit aufrichtigem «Vergelts Gott» entgegen. Die Ittiger Pfleglings-Ausfahrt ist beim A. C. S. Tradition geworden. Machen auch Sie diesmal mit und schenken Sie den sehnsüchtig wartenden Anstaltinsassen einen halben Tag freudige Abwechslung, dex ihnen für Wochen frohe Erinnerungen bringt. h. SEKTION LUZERN. Blust- und Burgenfahrt. Eine unerwartet grosse Kolonne Luzerner Autos bewegte sich am Auffahrtstage gegen Winterthur, um sich dort der Führung des Herrn Architekten Probst, Präsident des Schweiz. Burgenvereins, zur Besichtigung ostschweizerischer Burgen anzuvertrauen. — Punkt 9.45 Uhr gings in gemeinsamer Fahrt Richtung Fiauenfeld und trafen wir nach einigen Minuten bei der Burg Hegi ein. Laut den kurzen Einführungsworten des Herrn Probst sind Anzeichen vorhanden, dass diese Burg bereits im 11. Jahrhundert bestanden haben muss. Dieselbe wurde vom 1930 verstorbenen Prof. Hegi restauriert, und es stammen auch die angelegten Sammlungen von grösstem historischen Werte von ihm. Bei wolkenlosem Himmel ging die Fahrt weiter über idyllische Feldwege nach unserem zweiten Ziel: der Kyburg. Sie ist eine der sehenswürdigsten mittelalterlichen Anlagen der Schweiz. Sie erhebt sich stolz und kühn oberhalb eines bewaldeten Berghanges. Schon im 11. Jahrhundert hat die Kyburg gestanden und eine nicht unbedeutende •Rolle gespielt. Sie ist wohl eine der ersten steinernen Wehrbauten auf dem Gebiete der heutigen deutschen Schweiz. Bis 1798 bewohnt, hatten gerade die Wohnräume berechtigtes Interesse der Besucher gefunden. Im sauberen, neben der Kyburg gelegenen Hotel wurde ein währschaftes Mittagessen serviert, wobei in liebenswürdigster Weise die Ortsgruppe Winterthur des A. C. S. sämtliche anwesenden Damen mit einem wundervollen Nelken-Bouquet überraschte. — Unser Präsident, Dr. Oscar Hübscher, hielt in bekannt geläufiger Weise die Tafelrede, wobei er die anwesenden Vertreter der Ortsgruppe Winterthur begrüsste und namens unserer Sektion Herrn Architekt Probst für seine Zuvorkommenheit, die historische Führung zu übernehmen, in herzlichen Worten dankte. Herr Hörni, der Ortsgruppe Winterthur, zieht mit einem besonderen Sinn für Humor Vergleiche zwischen Winterthur und Luzern und zum Schluss seiner mit grösstem Beifall aufgenommenen Rede erwähnte er, dass wir uns anhand des Gesehenen überzeugen konnten, dass auch ihre, wie früher unsere Vorfahren für Freiheit und Gleichberechtigung gekämpft haben. In aufgeschlossener Kolonne ging es nun in rascher Fahrt via Schloss Liebenfels nach dem prächtig gelegenen Mammern. An den blühenden Gestaden des Rheines entlang gelangten wir zum Clou unserer heutigen Ausfahrt: Stein am Rhein, mit dem ehemaligen Kloster St. Georgen. — Stein darf wohl mit Recht als eines der malerischsten Städtchen der Schweiz bezeichnet werden und sein Besuch allein würde eine Tagesausfahrt lohnen. — St. Georgen wird im Jahre 1005 zum ersten Male erwähnt. Ein Rundgang durch die Prälatur, Atrium, Refektorium usw zeigte uns die teilweise noch sehr gut erhaltenen Wandmalerein und Fresken. Als Automobilisten interessierte uns insbesondere die Freske unseres Schutzpatrons Christophorus, die auf einer Seitenwand der Feststube von Ambrosius Holbei verewigt wurde. Nach leider allzukurzer Besichtigung des Städtchens Stein musste wieder zum Aufbruch geblasen werden, und nach einer raschen Besichtigung des Rheinfalls gelangten wir an Hitlers Tore. Da in Deutschland der Benzinpreis nur noch 18 Pfennig (sie!) beträgt, wurde eines jeden Automobilisten Benzinvorrat vom schweizerischen Zöllner mit einem Meterstab gemessen und registriert, bevor wir unsere ca. einstündige Fahrt durch die Enklave antreten konnten. Ohne jedwelchen Zwischenfall gelangten wir in etwas gelockerter Kolonne nach Zürich. — Im Gasthaus Morgenthal auf dem Hirzel fand sich die Automobilisten-Gemeinde noch einmal zu einem Abendünbiss, wobei auch ein Tanzorchester nicht fehlen durfte. — Dieser erste Sektionsanlass war ein lOOprozentiger Erfolg und sämtliche Teilnehmer waren des Lobes voll über das Gesehene und die von unserem Präsidenten und dem weiteren Vorstand bis in alle Details so vorzüglich vorbereitete Organisation. C. B. SEKTION ZÜRICH. An Stelle der leider nicht mehr durchführbaren Autavia wird am 26. Mai eine Radiofuchsjagd gemeinsam mit der Vereinigung der Zürcher Amateure durchgeführt, wo es gilt, mit Hilfe eines Peilmannes den versteckten Sendeposten in möglichst kurzer Zeit aufzufinden. Die Besammlung der Teilnehmer erfolgt um 13 Uhr am Neumühlequai in Zürich; 13.15 Uhr ist die Abfahrt zum Startoxt anberaumt. Nach Schluss der Konkurrenz begeben sich die Teilnehmer zur Resultatbekanntgabe und Preisverteilung ins Flugplatz-Restaurant, in Dübendorf. Der Wettbewerb gilt für die neugeschaffene Sektionsmeisterschaft. Da für die erste Burgenfahrt vom 13. Mai nur die eine Hälfte der angemeldeten Mitglieder berücksichtigt werden konnte, wird die Fahrt am 27. Mai nach gleichem Programm wiederholt. Die Damenmitglieder bestreiten am 9. Juni eine Ziel- und Orientierung sfahrt in Form eines neuartig angelegten Wettbewerbes, welcher abends mit einem Nachtessen, Preisverteilung und Tanzvergnügen im Morgental auf dem Hirzel beschlossen wird. Aus der schweizerischen Automobil-Industrie. Wie bei manchem andern einheimischen Industriezweig widerspiegeln sich namentlich auch auf dem Gebiete der inländischen Automobilindustrie die weltwirtschaftlichen und nationalen Schwierigkeiten. Eine übersichtliche Darstellung über die TäajjS der schweizerischen Automobilindustrie ergibt sich aus dem jüngsten Geschäftsbericht der A.-G. Adolph Saurer in Arbon für das abgelaufene Geschäftsjahr, wird, doch darin ausgeführt, dass die im Jahre 1932 konstatierte, scharf rückläufige Entwicklung unseres Lastautogeschäfts in der Berichtsperiode in der Schweiz sozusagen zum Stillstand gekommen ist. «Bestellungseingung und Umsatz sind nur ganz unwesentlich unter die entsprechenden Ziffern des Vorjahres gesunken. Ein gewisse Belebung des Inlands-Geschäfts wäre nicht ausgeschlossen gewesen, wenn nicht einzelne, die Wirtschaftlichkeit des Lastwagentransports gefährdende Bestimmungen der Vollziehungsverordnung zum Automobilgesetz, sowie Massnahmen der Eisenbahnen im Kampf gegen die Automobilkonkurrenz die Absatzmöglichkeiten erschwert hätten. Die im Juni 1933 zustande gekommene Verständigung zwischen Automobilinteressenten und Eisenbahnen dürfte in absehbarer Zeit zur praktischen Auswirkung gelangen. Wir befürchten, dass sie, zum mindesten vorübergehend, eine stärkere Hemmung im Absatz unserer schweren Lastwagen mit sich bringen wird; anderseits wird sie zweifellos in verschiedener Hinsicht sanierend auf die gegenwärtig unbefriedigenden Gütertransportverhältnisse auf der Strasse wirken. Vom Standpunkt der Wirtschaft aus wäre es sehr zu begrüssen, wenn es den Bemühungen der am Lastautotnobil interessierten Kreise gelingen sollte, den Bundesrat zu einer Auflockerung der in der erwähnten Vollziehungsverordnung vorgesehenen Einschränkungen des Lastwagenverkehrs zu bewegen. Die Beförderung von 10 Tonnen Nutzlast auf der Strasse und 'damit der Abtransport einer normalen Eisenbahnwagenladung in einer Fuhre ist eine Grundbedingung für die wirtschaftliche Beförderung von Gütern im Werkverkehr von und zu den Bahnstationen und für die rationelle Zusammenarbeit von Eisenbahn und Auto im allgemeinen. Durch Bundesratsbeschluss vom 15. September 1933 ist die Automobileinfuhr kontingentiert und damit der schweizerischen Lastwagenindustrie ein vermehrter Schutz gegenüber der ausländischen Konkurrenz gewährt worden. Diese behördliche Massnahme erfolgte allerdings nicht nur zum Schütze der inländischen Produktion, sondern auch zur Erlangung von handelspolitischen Vorteilen im Kompensationsverkehr mit dem Ausland. Auf Grund des genannten Bundesratsbeschlusses sind wir dem Problem der Montage mit sukzessive steigender Teilfabrikation eines geeigneten ausländischen Tourenwagens näher getreten. Die gegen Jahresende mit der Ghrysler-Export-Corporation in Detroit (U. 'S. A.) einerseit und den Bundesbehörden anderseit geführten Unterhandlungen haben zur Aufstellung eines Programms .geführt, welches die Aufnahme der Montage der gangbarsten Typen der bestbekannten Chrysler-Produkte in unsern Arboner Werkstätten vorsieht. In dieser Absicht haben wir uns die Mitarbeit schweizerischer Industriefirenen gesichert, die von Anfang an einen Teil der Wagenausrüßtung, den wir mit der Zeit zu erhöhen hoffen, liefern werden. Im Export haben sich die Absatzverhältnisse gegenüber dem Vorjahr im allgemeinen verschlechtert. Die autarkische Bewegung ist fast in allen Staaten im weitern Steigen begriffen. Der übermächtige Druck der unter ganz erheblich günstigeren Bedingungen arbeitenden ausländischen Konkurrenz zwingt uns zu andauernden Rationalisierungs- und Abbaumassnahmen. Erschwerend wirkten in vielen Absatzgebieten die unsichern Kreditverhältnisse, die schwankenden Wechselkurse und Transferschwierigkeiten. Der Geschäftsgang unserer Lastwagenbranche gestaltete sich in den letzten Jahren nicht nur der allgemeinen Wirtschaftskrise wegen ungünstig. Die Einführung des Dieselmotors, die Anpassung der Konstruktionen an die durch die Luftbereifung ermöglichten höheren Fahrgeschwindigkeiten und an die in den einzelnen Ländern erlassenen verschiedenen technischen Vorschriften hinsichtlich der zulässigen Gewichte, Dimensionen und Fahrgeschwindigkeiten, haben die technischen Entwicklungsspesen stark, in die Höhe schnellen lassen. Mit besonderer Genugtuung konstatieren wir anderseits die technischen Fortschritte, die wir gegen Ende der Berichtsperiode auf dem Gebiete des Dieselmotors erzielt haben und die sich in einer weitern Steigerung der Wirtschaftlichkeit unserer Lastautomobile auswirken werden. Unser Automobil-Dieselmotor findet, insbesondere bei unsern Lizenznehmern, mehr und mehr Verwendung für Eisenbahntriebwagen. Dies veranlasste uns, einige grössere Motortypen speziell für diesen Zweck zu bauen. » Infolge der herrschenden Handels- und Wirtschaftsverhältnisse sieht sich unsere schweizerische Exportindustrie immer mehr und mehr genötigt, durch Verlegung der Fabrikation ins Ausland, sei es durch Aufnahme der Eigenfabrikation oder durch Lizenzbeteiligung, nach Möglichkeit zu versuchen, diese Absatzgebiete weiterhin behaupten zu können. Zu derartigen Interessenverbindungen ist auch die Firma Saurer gezwungen worden und hat mit der Zeit an verschiedene ausländische Unternehmungen Lizenzen vergeben. Nachstehende Ausführungen geben einen Ueberblick über dieses Auslandsgeschäft: «Trotz der andauernden wirtschaftlichen Depression in Spanien hat sich die Verkaufstätigkeit unserer dortigen Organisation günstiger gestaltet. Eine sehr befriedigende Entwicklung hat unsere italienische Lizenznehmerin, die Fabricca Bresciana Automobili «0M» in Brescia genommen. Sie konnte ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr wesentlich steigern. Anderseits haben die Schwierigkeiten, denen die Armstrong-'Saurer Conunercial Vehicles Ltd., Newcastle-upon-Tyne, in der Anpassung ihrer Konstruktionen an die neuen britischen Gesetzesbestimmungen für den Strassengütertransport begegnet, die Verkaufstätigkeit dieses Unternehmens im Vereinigten Königreich ausserordentlich gehemmt. Durch die Aufnahme der Fabrikation neuer Chassis-Typen wurden grosse finanzielle Mittel .gebunden und erhebliche Lagerbestände alter Teile stark entwertet. Die Prüfung der Verhältnisse hat zu einer Reorganisation der technischen Leitung und der Fabrikation geführt. Auch wurden Verhandlungen über eine finanzielle Rekonstruktion des Unternehmens eingeleitet. Diese Situation und das ungünstige Jahresergebnis der englischen Lizenzfirma haben unserer Arboner Gesellschaft starke Verluste verursacht. Die WeiterfühTung unseres polnischen Automobilgeschäfts hat uns auch im Berichtsjahr nicht wenig Sorgen bereitet. Unter grossen finanziellen Opfern wurde die Loslösung von unserer bisherigen Verkaufsvertretung in Warschau durchgeführt. Alle unsere Anstrengungen, den Stadtomnibusbetrieb in Wilna, an dem wir finanziell stark interessiert sind, auf eine wirtschaftliche Grundlage zu bringen, sind an den bestehenden Verhältnissen gescheitert. Wir sahen,uns veranlagst, in unserer Bilanz dieser Situation weitgehend Rechnung zu tragen. Die Verhandlungen mit unserer Lizenznehmerin, den staatlichen Ingenieurwerken in Warschau, zu einer Neuordnung unserer geschäftlichen Verhältnisse zu gelangen, sind noch nicht zum Abschluss gekommen. Die S. A. _ Automobiles Industrieis Saurer in Suresnes (Seine) war während des ganzen Jahres befriedigend beschäftigt und vermochte ihren vorjährigen Umsatz annähernd beizubehalten, währenddem bei den Oesterreiehischen Saurer-Werken A.-G. in Wien unter dem Drucke der wirtschaftlichen Depression ein Rückschlag im Geschäftsgang eingetreten ist. > Amtliche Mitteilungen Unerkannter Automobilist. Ausserhalb des Dorfes Lyss, bei der sog. Mühlebrücke, wurde Mittwoch, den 16. Mai, der 36jährige Handlanger Johann N o b s , wohnhaft in Lobsigen. Amtsbezirk Aarberg, als er um 21 Uhr mit seinem Fahrrad Richtung Bern fuhr, von einem in gleicher Richtung fahrenden Automobil (Limousine) von hinten an einem auf dem Gepäckträger des Fahrrades befestigten Korb angefahren und umgeworfen. Der Automobilist fuhr jedoch ohne anzuhalten weiter. Möglicherweise hat er vom Unfall wirklich nichts wahrgenommen. Da Nobs einen Armbruch erlitt, wird immerhin auf diesem Wege der Versuch gemacht, den Automobilisten zu ermitteln. Meldungen wären zu machen an den nächsten Polizeiposten oder an das Polizeikommando des Kantons Bern. Telephon Nr. 21.342.